Viele Frauen, die eine Adipositasoperation wie einen Schlauchmagen, einen Magenbypass oder ein Magenband haben, wünschen sich später ein Kind. Die gute Nachricht ist, dass eine Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation in der Regel möglich und für Mutter und Kind oft sogar mit weniger Risiken verbunden ist als eine Schwangerschaft mit schwerer Adipositas. Das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, Präeklampsie und ein zu grosses Kind sinkt nach einem deutlichen Gewichtsverlust. Gleichzeitig bringt eine Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation besondere Anforderungen mit sich: Sie sollte gut geplant werden, der richtige Zeitpunkt ist wichtig, die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen muss sorgfältig überwacht werden, und die Betreuung sollte durch ein Team erfolgen, das die Besonderheiten nach solchen Operationen kennt.
Diese Seite erklärt, wann eine Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation sinnvoll ist, wie sich die Fruchtbarkeit verändert, welche Verhütung in der Zeit nach der Operation geeignet ist, wie Ernährung und Vitamine in der Schwangerschaft angepasst werden, welche Untersuchungen besonders sind, welche Risiken beachtet werden müssen und wie es nach der Geburt und beim Stillen weitergeht. Sie richtet sich an Frauen mit einem Schlauchmagen, einem Magenbypass oder einem Magenband und an Frauen, die vor einer Operation stehen und einen späteren Kinderwunsch haben. Die Betreuung einer Schwangerschaft erfolgt selbstverständlich in der Schweiz durch Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt und Ihre Hebamme. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Eine Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation ist in der Regel möglich und oft mit weniger Risiken verbunden als mit schwerer Adipositas.
Empfohlen wird meist, eine Schwangerschaft frühestens zwölf bis achtzehn Monate nach der Operation zu planen, wenn das Gewicht stabil ist. Bis dahin ist eine sichere Verhütung wichtig, und nach einem Bypass ist die Pille weniger zuverlässig.
Vor und während der Schwangerschaft sind eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen und regelmässige Blutkontrollen unerlässlich. Der übliche Zuckertest kann nach einem Bypass durch andere Methoden ersetzt werden. Bauchschmerzen nach einem Bypass sind immer ernst zu nehmen.
Die Betreuung erfolgt in der Schweiz durch Frauenärztin, Hebamme und Adipositaszentrum. Die Schwangerschaftsbetreuung ist in der Schweiz eine Leistung der Grundversicherung.
Starkes Übergewicht beeinträchtigt die Fruchtbarkeit auf verschiedene Weise. Bei vielen Frauen mit Adipositas ist der Menstruationszyklus unregelmässig, und der Eisprung bleibt häufig aus, oft im Zusammenhang mit einem polyzystischen Ovarsyndrom. Das Fettgewebe bildet Hormone, die das hormonelle Gleichgewicht stören, und eine Insulinresistenz beeinträchtigt die Funktion der Eierstöcke. Nach einer Adipositasoperation und einem deutlichen Gewichtsverlust normalisiert sich bei vielen Frauen der Zyklus, der Eisprung kehrt zurück, und die Fruchtbarkeit steigt, manchmal schon wenige Monate nach der Operation. Viele Frauen werden deshalb unerwartet schnell schwanger, wenn sie nicht verhüten. Auch bei Männern kann sich die Fruchtbarkeit nach einem Gewichtsverlust verbessern, weil sich der Hormonhaushalt normalisiert. Eine unerwünschte Schwangerschaft in der Phase des raschen Gewichtsverlusts sollte aber vermieden werden, weshalb eine zuverlässige Verhütung besonders wichtig ist.
Fachgesellschaften empfehlen in der Regel, eine Schwangerschaft frühestens zwölf bis achtzehn Monate nach einer Adipositasoperation zu planen. In den ersten Monaten nach der Operation verliert der Körper rasch Gewicht, die Nahrungsmenge ist sehr klein, und Mangelzustände an Eiweiss, Vitaminen und Mineralstoffen sind häufiger. Eine Schwangerschaft in dieser Phase könnte die Versorgung des Kindes gefährden und das Risiko für ein zu geringes Geburtsgewicht und Fehlbildungen, etwa durch Folsäuremangel, erhöhen. Nach etwa einem bis eineinhalb Jahren hat sich das Gewicht meist stabilisiert, die Ernährung hat sich eingespielt, und Mangelzustände können vor der Schwangerschaft erkannt und ausgeglichen werden. Ideal ist eine Planung gemeinsam mit dem Adipositaszentrum und der Frauenärztin, mit einer Blutkontrolle vor dem Absetzen der Verhütung. Wenn eine Frau früher schwanger wird, ist das kein Grund zur Panik, erfordert aber eine besonders engmaschige Betreuung.
| Zeitraum nach der Operation | Situation | Empfehlung |
|---|---|---|
| Erste Monate | Rascher Gewichtsverlust, kleine Nahrungsmengen | Sichere Verhütung |
| Etwa sechs bis zwölf Monate | Gewichtsverlust verlangsamt sich | Weiter verhüten, Mangel ausgleichen |
| Ab etwa zwölf bis achtzehn Monaten | Gewicht meist stabil | Schwangerschaft planen, Blutkontrolle |
| Bei ungeplanter früher Schwangerschaft | Erhöhter Bedarf, Mangelrisiko | Sofort engmaschige Betreuung |
Die Besonderheiten einer Schwangerschaft hängen von der Art der Adipositasoperation ab. Nach einem Schlauchmagen ist die Aufnahme der meisten Nährstoffe weitgehend erhalten, doch die kleine Nahrungsmenge und die verminderte Bildung von Magensäure und Intrinsic Factor erhöhen das Risiko für Mangel an Eisen und Vitamin B12. Sodbrennen kann in der Schwangerschaft verstärkt sein. Die Pille ist meist wirksam. Nach einem Magenbypass sind Mangelzustände an Eisen, Kalzium, Vitamin D und Vitamin B12 häufiger, die Pille ist weniger zuverlässig, der Zuckertest kann ein Dumping auslösen, und das Risiko für eine innere Hernie in der Schwangerschaft ist erhöht. Bei einem Mini-Bypass und bei stärker umleitenden Operationen wie dem Duodenalswitch sind Mangelzustände noch häufiger, und eine besonders engmaschige Betreuung ist nötig. Bei einem Magenband stehen das Entleeren des Bandes und das Vermeiden von Erbrechen im Vordergrund, und Mangelzustände sind seltener.
| Operation | Häufige Mängel | Besonderheiten in der Schwangerschaft |
|---|---|---|
| Schlauchmagen | Eisen, Vitamin B12 | Sodbrennen, Pille meist wirksam |
| Magenbypass | Eisen, Kalzium, Vitamin D, B12 | Pille weniger zuverlässig, Dumping, innere Hernie |
| Mini-Bypass, Duodenalswitch | Häufiger und stärker | Besonders engmaschige Betreuung |
| Magenband | Seltener | Band entleeren, Erbrechen vermeiden |
Frauen, die noch vor einer Adipositasoperation stehen und später Kinder möchten, sollten dies in die Planung einbeziehen. Die Wahl der Operation kann durch den Kinderwunsch beeinflusst werden, etwa weil nach einem Bypass die Pille weniger zuverlässig ist und Mangelzustände häufiger sind, oder weil nach einem Schlauchmagen die Nährstoffaufnahme weitgehend erhalten ist. Die Verhütung nach der Operation sollte vorab geplant werden. Frauen mit einem aktuellen Kinderwunsch und hohem Alter, bei denen die Zeit drängt, sollten mit dem Team besprechen, ob eine Operation und das Abwarten von zwölf bis achtzehn Monaten sinnvoll sind oder ob andere Wege, etwa eine medikamentöse Behandlung, in Frage kommen. Medikamente gegen Adipositas müssen allerdings vor einer Schwangerschaft abgesetzt werden, weil sie in der Schwangerschaft nicht empfohlen sind.
In der Zeit bis zur geplanten Schwangerschaft ist eine zuverlässige Verhütung besonders wichtig. Nach einem Schlauchmagen wirkt die Pille in der Regel, doch in den ersten Wochen kann häufiges Erbrechen ihre Wirkung beeinträchtigen. Nach einem Magenbypass gilt die Pille als weniger zuverlässig, weil die Aufnahme im Darm verändert ist. Deshalb werden Methoden empfohlen, die nicht über den Darm aufgenommen werden, etwa eine Kupfer- oder Hormonspirale, ein Hormonstäbchen unter der Haut, ein Verhütungsring oder ein Pflaster. Die Dreimonatsspritze kann das Gewicht und die Knochendichte beeinflussen und wird deshalb zurückhaltend eingesetzt. Hormonelle Verhütungsmittel mit Östrogen erhöhen das Thromboserisiko, was in den ersten Wochen nach der Operation und bei weiteren Risikofaktoren berücksichtigt werden muss. Die Wahl der Verhütung sollte vor der Adipositasoperation mit der Frauenärztin besprochen werden, damit von Anfang an eine geeignete Methode verfügbar ist.
| Verhütungsmethode | Nach Schlauchmagen | Nach Magenbypass | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Pille | Meist wirksam | Weniger zuverlässig | Bei Erbrechen unsicher |
| Kupferspirale | Geeignet | Geeignet | Ohne Hormone |
| Hormonspirale | Geeignet | Geeignet | Lokale Wirkung |
| Hormonstäbchen | Geeignet | Geeignet | Unter der Haut |
| Ring, Pflaster | Geeignet | Geeignet | Nicht über den Darm |
| Kondom | Geeignet | Geeignet | Auch Schutz vor Infektionen |
Eine gut vorbereitete Schwangerschaft beginnt einige Monate vor dem Absetzen der Verhütung. Eine Blutkontrolle sollte Eisen, Ferritin, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, Kalzium, Zink, Vitamin A, Eiweiss und das Blutbild umfassen. Festgestellte Mängel sollten vor der Empfängnis ausgeglichen werden. Folsäure ist besonders wichtig, weil ein Mangel in den ersten Wochen der Schwangerschaft das Risiko für Fehlbildungen des Nervensystems erhöht. Frauen mit Kinderwunsch sollten deshalb bereits einige Wochen vor der Empfängnis zusätzlich Folsäure einnehmen, nach einer Adipositasoperation oft in höherer Dosis, nach ärztlicher Empfehlung. Auch Jod ist für die Entwicklung des Kindes wichtig. Das Multivitaminpräparat sollte auf ein für die Schwangerschaft geeignetes Präparat umgestellt werden, weil manche Präparate Vitamin A in einer Form enthalten, die in hoher Dosis für das Kind schädlich sein kann. Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes sollten gut eingestellt sein, und Medikamente sollten auf ihre Eignung in der Schwangerschaft geprüft werden. Ein Gespräch mit der Frauenärztin, dem Adipositaszentrum und einer Ernährungsberaterin hilft bei der Planung.
In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Energie, Eiweiss, Vitaminen und Mineralstoffen, während nach einer Adipositasoperation nur kleine Mengen gegessen werden können. Deshalb ist eine sorgfältige Planung der Ernährung nötig. Eiweiss sollte bei jeder Mahlzeit an erster Stelle stehen, etwa aus Milchprodukten, Eiern, Fisch, Fleisch, Geflügel und Hülsenfrüchten, und bei Bedarf durch Eiweissdrinks ergänzt werden. Kleine, häufige Mahlzeiten helfen, den Bedarf zu decken. Nährstoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Milchprodukte sind wichtiger als kalorienreiche, nährstoffarme Speisen. Nach einem Bypass sollten Zucker und schnelle Kohlenhydrate weiterhin gemieden werden, um ein Dumping zu vermeiden. Die üblichen Empfehlungen zur Lebensmittelsicherheit in der Schwangerschaft gelten ebenfalls, etwa das Meiden von rohem Fleisch, rohem Fisch, Rohmilchprodukten und Alkohol. Eine Ernährungsberaterin mit Erfahrung in der Adipositaschirurgie kann einen individuellen Plan erstellen.
Die Ernährung in der Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation sollte individuell mit einer Ernährungsberaterin geplant werden. Ein beispielhafter Tagesablauf kann helfen, eine Vorstellung zu bekommen. Zum Frühstück eignen sich etwa ein Naturjoghurt oder Quark mit etwas Haferflocken und Beeren oder ein Ei mit einem kleinen Stück Vollkornbrot. Am Vormittag kann eine kleine Zwischenmahlzeit aus Hüttenkäse mit Gemüsesticks oder einem Eiweissdrink folgen. Zum Mittagessen eignet sich eine kleine Portion Fisch, Geflügel oder Hülsenfrüchte mit Gemüse und einer kleinen Beilage aus Vollkorngetreide oder Kartoffeln. Am Nachmittag passen ein Stück Käse, eine Handvoll Nüsse, wenn gut vertragen, oder ein Glas Milch zwischen den Mahlzeiten. Zum Abendessen folgt eine eiweissreiche Mahlzeit mit Gemüse. Über den Tag verteilt werden etwa eineinhalb bis zwei Liter Wasser oder ungesüsster Tee in kleinen Schlucken getrunken, nicht zu den Mahlzeiten. Die Vitamine und Mineralstoffe werden nach Plan eingenommen, wobei Eisen und Kalzium zeitlich getrennt werden. Dieses Beispiel ersetzt keine individuelle Beratung.
Viele Frauen fragen, ob sie in der Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation ein normales Schwangerschaftsvitamin einnehmen können. Normale Schwangerschaftspräparate enthalten oft zu wenig Eisen, Vitamin B12, Vitamin D und Kalzium für Frauen nach einer Adipositasoperation, besonders nach einem Bypass. Andererseits enthalten manche Präparate für Adipositaspatienten Vitamin A in einer Form und Dosis, die in der Schwangerschaft nicht empfohlen ist. Deshalb sollte das Präparat gemeinsam mit der Ärztin ausgewählt und durch einzelne Präparate ergänzt werden. Omega-3-Fettsäuren, die für die Entwicklung des Gehirns wichtig sind, können aus Fisch oder als Präparat aufgenommen werden. Pflanzliche Präparate und Tees sollten in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache verwendet werden.
Während der Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation sollten die Blutwerte häufiger kontrolliert werden, oft in jedem Drittel der Schwangerschaft oder nach Bedarf. Besonders wichtig sind Eisen, weil der Bedarf in der Schwangerschaft stark steigt und nach einem Bypass die Aufnahme vermindert ist, Folsäure für die Entwicklung des Nervensystems, Vitamin B12 für die Blutbildung und das Nervensystem des Kindes, Vitamin D und Kalzium für die Knochen von Mutter und Kind, Zink, Jod und Eiweiss. Bei einem Eisenmangel, der sich mit Tabletten nicht ausgleichen lässt, sind Eiseninfusionen in der Schwangerschaft möglich. Vitamin B12 wird weiterhin regelmässig gespritzt. Vitamin A sollte in der richtigen Form und Dosis eingenommen werden, weil sowohl ein Mangel als auch eine Überdosierung schädlich sein können. Bei starkem Schwangerschaftserbrechen ist rasch eine ärztliche Behandlung nötig, weil ein Mangel an Vitamin B1 schwere Nervenschäden verursachen kann.
| Nährstoff | Bedeutung in der Schwangerschaft | Besonderheit nach Operation |
|---|---|---|
| Folsäure | Entwicklung des Nervensystems | Oft höhere Dosis, vor der Empfängnis beginnen |
| Eisen | Blutbildung, Wachstum | Nach Bypass verminderte Aufnahme, Infusion möglich |
| Vitamin B12 | Blutbildung, Nervensystem | Meist als Spritze |
| Vitamin D und Kalzium | Knochen | Kalziumcitrat nach Bypass |
| Vitamin A | Sehen, Entwicklung | Richtige Form und Dosis wichtig |
| Vitamin B1 | Nervensystem | Bei Erbrechen rasch ersetzen |
| Jod | Schilddrüse des Kindes | Ergänzung nach Empfehlung |
| Eiweiss | Wachstum | Eiweissreiche Ernährung, Drinks |
Auch nach einer Adipositasoperation ist in der Schwangerschaft eine angemessene Gewichtszunahme wichtig für das Wachstum des Kindes. Die empfohlene Zunahme richtet sich nach dem Body-Mass-Index zu Beginn der Schwangerschaft und wird mit der Frauenärztin besprochen. Manche Frauen haben Angst, nach einer Operation wieder zuzunehmen, und schränken die Ernährung in der Schwangerschaft zu stark ein. Dies kann das Wachstum des Kindes beeinträchtigen. Andere nehmen mehr zu als empfohlen. Eine regelmässige Kontrolle des Gewichts und des kindlichen Wachstums mit Ultraschall hilft, die Entwicklung zu beurteilen. Das Gewicht nach der Schwangerschaft wieder zu reduzieren, ist meist möglich, wenn die Ernährung nach der Adipositasoperation beibehalten wird.
In der Schwangerschaft wird üblicherweise zwischen der vierundzwanzigsten und achtundzwanzigsten Woche ein Zuckerbelastungstest durchgeführt, bei dem eine konzentrierte Zuckerlösung getrunken wird, um einen Schwangerschaftsdiabetes zu erkennen. Nach einem Magenbypass und manchmal nach einem Schlauchmagen kann diese Zuckerlösung ein Dumping-Syndrom mit Übelkeit, Schwindel, Herzrasen und einer späteren Unterzuckerung auslösen, und das Ergebnis ist oft nicht verlässlich. Deshalb wird nach einer Adipositasoperation oft eine andere Methode gewählt, etwa eine Messung des Blutzuckers zu Hause vor und nach den Mahlzeiten über einige Tage oder ein Glukosesensor. Informieren Sie Ihre Frauenärztin frühzeitig über Ihre Operation, damit die passende Methode gewählt werden kann.
Eisen ist in der Schwangerschaft einer der wichtigsten Nährstoffe, weil das Blutvolumen der Mutter stark zunimmt und das Kind Eisenvorräte für die ersten Lebensmonate anlegt. Nach einer Adipositasoperation ist ein Eisenmangel häufig, besonders nach einem Bypass und bei Frauen, die vor der Schwangerschaft bereits niedrige Eisenspeicher hatten. Ein Eisenmangel kann bei der Mutter zu Müdigkeit, Leistungsschwäche, Kurzatmigkeit und einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen führen und das Risiko für eine Frühgeburt und ein geringes Geburtsgewicht erhöhen. Das Ferritin im Blut zeigt, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind. Eisentabletten werden am besten auf nüchternen Magen oder zusammen mit Vitamin C eingenommen und nicht gleichzeitig mit Kalzium, Milchprodukten, Kaffee oder Tee, die die Aufnahme behindern. Viele Frauen vertragen Eisentabletten schlecht, mit Übelkeit oder Verstopfung. Wenn Tabletten nicht ausreichen oder nicht vertragen werden, sind Eiseninfusionen im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft eine sichere und wirksame Alternative.
Folsäure ist ein B-Vitamin, das für die Zellteilung und die Entwicklung des Nervensystems des Kindes unerlässlich ist. Ein Mangel in den ersten Wochen der Schwangerschaft, oft bevor die Frau von ihrer Schwangerschaft weiss, erhöht das Risiko für einen offenen Rücken und andere Fehlbildungen des Nervensystems. Deshalb wird allen Frauen mit Kinderwunsch empfohlen, bereits einige Wochen vor der Empfängnis zusätzlich Folsäure einzunehmen. Nach einer Adipositasoperation und bei Adipositas wird oft eine höhere Dosis empfohlen. Folsäure sollte mindestens bis zum Ende des ersten Drittels, oft während der ganzen Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden. Folsäurereiche Lebensmittel wie grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte ergänzen die Einnahme.
Eine gute Planung einer Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation beginnt mit einer frühzeitigen Besprechung des Kinderwunsches, idealerweise schon vor der Operation. Sie umfasst eine zuverlässige Verhütung in der Zeit des raschen Gewichtsverlusts, eine Blutkontrolle und den Ausgleich von Mängeln vor dem Absetzen der Verhütung, die Einnahme von Folsäure und die Umstellung auf ein geeignetes Vitaminpräparat, die Information der Frauenärztin über die Operation, eine abgestimmte Betreuung zwischen Frauenärztin, Hebamme, Adipositaszentrum und Ernährungsberaterin, eine angepasste Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes, regelmässige Blut- und Ultraschallkontrollen und das Wissen um die Warnzeichen. Nach der Geburt werden die Vitamine weiter eingenommen, und die Verhütung wird neu besprochen.
In der Schwangerschaft baut das Kind sein Skelett auf, besonders im letzten Drittel, und bezieht das Kalzium aus dem Blut der Mutter. Ist die Versorgung der Mutter unzureichend, greift der Körper auf die Knochen der Mutter zurück, was langfristig ihre Knochendichte verringern kann. Nach einer Adipositasoperation, besonders nach einem Bypass, ist die Aufnahme von Kalzium und Vitamin D vermindert. Deshalb sollten Kalzium, nach einem Bypass meist als Citrat, und Vitamin D in ausreichender Dosis eingenommen werden. Milchprodukte, kalziumreiches Mineralwasser und grünes Gemüse ergänzen die Versorgung. Das Parathormon im Blut zeigt, ob ein Kalziummangel besteht, auch wenn der Kalziumspiegel im Blut noch normal ist.
Die empfohlene Gewichtszunahme in der Schwangerschaft richtet sich nach internationalen Empfehlungen nach dem Body-Mass-Index vor der Schwangerschaft. Frauen mit Normalgewicht wird oft eine Zunahme von etwa elf bis sechzehn Kilogramm empfohlen, Frauen mit Übergewicht etwa sieben bis elf Kilogramm und Frauen mit Adipositas etwa fünf bis neun Kilogramm. Diese Werte gelten grundsätzlich auch nach einer Adipositasoperation, sollten aber individuell mit der Frauenärztin besprochen werden, weil viele Frauen nach einer Operation ihr Gewicht noch nicht vollständig stabilisiert haben oder noch Übergewicht haben. Wichtiger als eine bestimmte Zahl ist ein gleichmässiges Wachstum des Kindes, das mit Ultraschall kontrolliert wird, und eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen. Eine Gewichtsabnahme in der Schwangerschaft sollte vermieden werden. Nach der Geburt kann das Gewicht mit den Essgewohnheiten nach der Operation schrittweise wieder reduziert werden.
| Body-Mass-Index vor der Schwangerschaft | Orientierung für die Gewichtszunahme | Hinweis |
|---|---|---|
| Normalgewicht | Etwa elf bis sechzehn Kilogramm | Individuell besprechen |
| Übergewicht | Etwa sieben bis elf Kilogramm | Wachstum des Kindes kontrollieren |
| Adipositas | Etwa fünf bis neun Kilogramm | Keine Gewichtsabnahme in der Schwangerschaft |
Eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist die Grundlage für eine sichere Schwangerschaft. Informieren Sie Ihre Frauenärztin, Ihre Hebamme und die Geburtsklinik frühzeitig über Ihre Adipositasoperation, die Art der Operation, den Zeitpunkt und den Verlauf. Bringen Sie den Operationsbericht und die letzten Blutwerte mit. Bitten Sie die Frauenärztin, sich mit dem Adipositaszentrum oder Ihrem Hausarzt abzustimmen. Wenn die Operation im Ausland durchgeführt wurde, sollte der Operationsbericht in einer verständlichen Sprache vorliegen. Führen Sie eine Liste Ihrer Vitamine und Medikamente mit Dosierungen.
Im ersten Drittel der Schwangerschaft, bis etwa zur zwölften Woche, werden die Organe des Kindes angelegt. In dieser Zeit ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure, Vitamin B12 und Jod besonders wichtig. Übelkeit und Erbrechen sind häufig und können nach einer Adipositasoperation die Aufnahme von Nahrung und Vitaminen erschweren. Kleine, häufige Mahlzeiten, trockene Nahrungsmittel am Morgen, ausreichendes Trinken in kleinen Schlucken und bei Bedarf Medikamente gegen Übelkeit, die in der Schwangerschaft geeignet sind, helfen. Bei anhaltendem Erbrechen sollte rasch eine Ärztin aufgesucht werden, weil eine Infusion mit Flüssigkeit und Vitamin B1 nötig sein kann. Die erste Blutkontrolle der Schwangerschaft sollte früh erfolgen, und das Vitaminpräparat wird angepasst. Ein Magenband wird oft bereits in dieser Phase entleert.
Im zweiten Drittel, etwa von der dreizehnten bis zur achtundzwanzigsten Woche, lässt die Übelkeit bei den meisten Frauen nach, und das Kind wächst rasch. Der Bedarf an Energie, Eiweiss, Eisen und Kalzium steigt. In dieser Zeit wird meist der Test auf Schwangerschaftsdiabetes durchgeführt, nach einer Adipositasoperation oft mit Blutzuckermessungen statt Zuckertest. Ultraschalluntersuchungen kontrollieren das Wachstum und die Entwicklung des Kindes. Eine weitere Blutkontrolle zeigt, ob die Ergänzung ausreicht. Viele Frauen fühlen sich in dieser Phase wohl und können sich regelmässig bewegen.
Im dritten Drittel, ab etwa der neunundzwanzigsten Woche, nimmt das Kind vor allem an Gewicht zu, und der Bedarf an Eisen ist besonders hoch. Die Gebärmutter drückt auf Magen und Darm, was Sodbrennen, ein frühes Völlegefühl und nach einem Bypass ein erhöhtes Risiko für eine innere Hernie verursachen kann. Kleine Mahlzeiten und eine erhöhte Kopflage helfen gegen Sodbrennen. Bauchschmerzen sollten immer ernst genommen werden. Die Geburtsplanung wird mit der Hebamme und der Frauenärztin besprochen, und die Geburtsklinik sollte über die Adipositasoperation informiert sein.
| Drittel | Wichtige Punkte | Kontrollen |
|---|---|---|
| Erstes | Folsäure, B12, Jod, Übelkeit | Frühe Blutkontrolle, Präparat anpassen |
| Zweites | Wachstum, Eiweiss, Eisen, Kalzium | Blutzucker, Ultraschall, Blutkontrolle |
| Drittes | Eisen, Sodbrennen, Hernienrisiko | Wachstum, Blutkontrolle, Geburtsplanung |
Die Betreuung einer Schwangerschaft erfolgt in der Schweiz und ist eine Leistung der Grundversicherung. Für eine Adipositasoperation, die einer späteren Schwangerschaft vorausgeht, gelten die Hinweise auf den Seiten Magensleeve und Magenbypass. Kostenvergleiche für Adipositasoperationen im Ausland sind dort als Richtwerte angegeben und sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte.
Eine Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation verläuft meist gut, doch einige Risiken sollten bekannt sein.
Wenden Sie sich sofort an eine Notfallstation oder Ihre Geburtsklinik bei plötzlichen oder krampfartigen Bauchschmerzen, besonders nach einem Bypass, bei anhaltendem Erbrechen oder der Unfähigkeit, Flüssigkeit bei sich zu behalten, bei starkem Schwindel, Verwirrtheit oder Sehstörungen, bei Blutungen oder schwarzem Stuhl, bei Fieber und bei einer verminderten Bewegung des Kindes. Teilen Sie immer mit, dass Sie eine Adipositasoperation hatten und welche.
Die Betreuung einer Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation sollte durch ein Team erfolgen, das eng zusammenarbeitet. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt und die Hebamme betreuen die Schwangerschaft und die Geburt. Das Adipositaszentrum oder der Hausarzt überwacht die Blutwerte und die Vitamine. Eine Ernährungsberaterin hilft bei der Anpassung der Ernährung. Bei Komplikationen werden Chirurgen hinzugezogen. Die Kontrollen umfassen die üblichen Schwangerschaftsuntersuchungen, zusätzliche Blutkontrollen, eine angepasste Methode zur Erkennung eines Schwangerschaftsdiabetes und Ultraschalluntersuchungen zur Beurteilung des kindlichen Wachstums. Eine Geburt nach einer Adipositasoperation kann in der Regel auf natürlichem Weg erfolgen. Ein Kaiserschnitt ist nicht wegen der Operation nötig, sondern nur aus geburtshilflichen Gründen. Die Schwangerschaftsbetreuung ist in der Schweiz eine Leistung der Grundversicherung, bei der für die üblichen Kontrollen keine Franchise und kein Selbstbehalt anfallen.
Das Stillen ist auch nach einer Adipositasoperation möglich und wird empfohlen. Während der Stillzeit bleibt der Bedarf an Energie, Eiweiss, Vitaminen und Mineralstoffen erhöht, weshalb die Ergänzung weitergeführt und die Blutwerte kontrolliert werden sollten. Besonders wichtig ist Vitamin B12, weil ein Mangel bei der Mutter zu einem Mangel beim gestillten Kind mit Entwicklungsstörungen führen kann. Ausreichendes Trinken ist in der Stillzeit wichtig. Eine starke Diät in der Stillzeit sollte vermieden werden. Die Ernährungsberaterin kann helfen, den Bedarf zu decken.
Eine Präeklampsie ist eine Schwangerschaftserkrankung, die meist in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auftritt, mit erhöhtem Blutdruck und Eiweiss im Urin und manchmal Schwellungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Oberbauchschmerzen. Sie kann für Mutter und Kind gefährlich werden. Adipositas ist ein wichtiger Risikofaktor, und nach einer Adipositasoperation sinkt das Risiko deutlich. Dennoch sollten Blutdruck und Urin bei jeder Schwangerschaftskontrolle geprüft werden. Bei erhöhtem Risiko, etwa bei früherer Präeklampsie oder chronischem Bluthochdruck, kann die Frauenärztin eine vorbeugende Behandlung empfehlen. Oberbauchschmerzen können sowohl ein Zeichen einer Präeklampsie als auch nach einem Bypass einer inneren Hernie sein, weshalb sie immer rasch abgeklärt werden sollten. Starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, plötzliche Schwellungen im Gesicht und an den Händen und Oberbauchschmerzen erfordern sofort ärztliche Hilfe.
In der Schwangerschaft und besonders nach der Geburt ist das Risiko für Thrombosen erhöht. Bei Frauen mit verbleibendem Übergewicht, nach einem Kaiserschnitt, bei langer Bettruhe, bei einer früheren Thrombose oder bei anderen Risikofaktoren kann eine vorbeugende Behandlung mit Spritzen zur Blutverdünnung nötig sein. Bewegung, ausreichendes Trinken und bei Bedarf Kompressionsstrümpfe helfen vorzubeugen. Eine einseitige Schwellung und Schmerzen in einem Bein oder Atemnot und Brustschmerzen erfordern sofortige Hilfe.
Wenn Sie eine Adipositasoperation in Tunesien planen und einen späteren Kinderwunsch haben, unterstützen wir Sie dabei, die Verhütung, die Nachsorge und den Operationsbericht so vorzubereiten, dass eine spätere Schwangerschaft in der Schweiz gut betreut werden kann. Wir empfehlen ausdrücklich, zuerst die Möglichkeiten in der Schweiz zu prüfen. Nach einer abgeschlossenen Familienplanung beraten wir Sie gerne zu einer Bauchstraffung oder anderen Straffungsoperationen.
Eine Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation ist in der Regel gut möglich und oft mit weniger Risiken verbunden als eine Schwangerschaft mit schwerer Adipositas. Entscheidend sind der richtige Zeitpunkt, eine zuverlässige Verhütung bis dahin, eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen vor und während der Schwangerschaft, eine angemessene Ernährung und Gewichtszunahme, eine angepasste Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes und eine aufmerksame Betreuung durch ein erfahrenes Team in der Schweiz. Bauchschmerzen nach einem Bypass sollten in der Schwangerschaft nie unterschätzt werden.
In der Schwangerschaft müssen alle Medikamente auf ihre Sicherheit für das Kind geprüft werden. Nach einer Adipositasoperation kommen Besonderheiten hinzu. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen werden nach einem Bypass ohnehin gemieden und sind im letzten Drittel der Schwangerschaft generell nicht empfohlen. Paracetamol ist meist das Schmerzmittel der Wahl, in der niedrigsten wirksamen Dosis. Säureblocker gegen Sodbrennen können in der Schwangerschaft oft eingesetzt werden, nach Rücksprache. Medikamente gegen Übelkeit sollten in der Schwangerschaft geeignet sein. Nach einem Bypass kann die Aufnahme mancher Medikamente verändert sein, was die Dosierung beeinflusst. Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck, Depressionen oder Schilddrüsenerkrankungen müssen oft angepasst oder auf Präparate umgestellt werden, die in der Schwangerschaft geeignet sind. Medikamente gegen Adipositas sind in der Schwangerschaft nicht empfohlen und sollten vorher abgesetzt werden. Besprechen Sie alle Medikamente, auch pflanzliche und rezeptfreie, mit Ihrer Frauenärztin.
Reisen in der Schwangerschaft sind meist im zweiten Drittel am angenehmsten. Nach einer Adipositasoperation sollten Vitamine, Medikamente, eiweissreiche Snacks und der Mutterpass sowie ein kurzer Bericht über die Operation mitgenommen werden. Auf langen Flügen und Fahrten sind Bewegung, ausreichendes Trinken und bei Bedarf Kompressionsstrümpfe wichtig, weil das Thromboserisiko in der Schwangerschaft erhöht ist. Reisen in Regionen mit schlechter medizinischer Versorgung sollten vermieden werden, weil Komplikationen wie eine innere Hernie nach einem Bypass rasch behandelt werden müssen. Informieren Sie sich vor der Reise, wo im Notfall eine Klinik erreichbar ist.
Nicht alle Frauen erreichen nach einer Adipositasoperation ein normales Gewicht. Viele haben auch nach einem deutlichen Gewichtsverlust noch Übergewicht oder eine leichte Adipositas. Auch dann ist das Risiko in der Schwangerschaft oft geringer als vor der Operation, weil sich Stoffwechsel, Blutdruck und Blutzucker verbessert haben. Dennoch bleiben einige Risiken der Adipositas bestehen, etwa ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, Thrombosen und Komplikationen bei der Geburt. Die Betreuung sollte deshalb sowohl die Besonderheiten nach der Operation als auch die verbleibenden Risiken berücksichtigen. Eine Schlafapnoe, die vor der Operation bestand, sollte in der Schwangerschaft erneut beurteilt werden, weil sie sich in der Schwangerschaft verschlechtern kann.
Kinder von Müttern nach einer Adipositasoperation entwickeln sich in der Regel normal. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft gut versorgt war, sind keine besonderen Untersuchungen des Kindes nötig. Bei einem Mangel der Mutter, besonders an Vitamin B12, Eisen oder Vitamin D, können beim Neugeborenen oder beim gestillten Säugling Kontrollen sinnvoll sein. Ein Vitamin-B12-Mangel beim Säugling kann sich durch Trinkschwäche, Gedeihstörungen, Müdigkeit und Entwicklungsverzögerungen zeigen und sollte rasch behandelt werden. Die Kinderärztin sollte über die Adipositasoperation der Mutter und die Ernährung in der Stillzeit informiert sein. Die übliche Vitamin-D-Gabe beim Säugling wird wie bei allen Kindern durchgeführt.
Eine Adipositasoperation verändert nicht nur das Essverhalten der Mutter, sondern oft der ganzen Familie. Viele Familien stellen ihre Ernährung gemeinsam um, mit mehr Gemüse, Eiweiss und Vollkornprodukten und weniger Zucker und stark verarbeiteten Speisen. Das kann sich positiv auf die Gesundheit der Kinder auswirken, deren Risiko für Übergewicht bei übergewichtigen Eltern erhöht ist. Wichtig ist, dass die Kinder eine altersgerechte, ausgewogene Ernährung erhalten und nicht die Portionen oder Einschränkungen der Mutter übernehmen. Eine Ernährungsberatung kann die ganze Familie unterstützen.
Nach einer Adipositasoperation kann eine Mehrlingsschwangerschaft, etwa mit Zwillingen, eintreten, besonders nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Eine Mehrlingsschwangerschaft erhöht den Bedarf an Energie, Eiweiss, Eisen, Folsäure und anderen Nährstoffen zusätzlich und ist ohnehin mit höheren Risiken verbunden, etwa für Frühgeburten und Bluthochdruck. Nach einer Adipositasoperation ist deshalb eine besonders engmaschige Betreuung nötig, mit häufigen Blutkontrollen, einer intensiven Ernährungsberatung und regelmässigen Ultraschalluntersuchungen. Bei einer Fruchtbarkeitsbehandlung wird oft empfohlen, nur einen Embryo einzusetzen, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu verringern.
Viele Frauen fragen, ob sie eine Hautstraffung nach dem Gewichtsverlust vor oder nach einer Schwangerschaft durchführen lassen sollten. Eine Bauchstraffung vor einer Schwangerschaft ist möglich, doch die Schwangerschaft kann die Bauchhaut und die Bauchmuskeln erneut dehnen und das Ergebnis beeinträchtigen. Deshalb wird meist empfohlen, eine Bauchstraffung erst nach Abschluss der Familienplanung durchzuführen. Straffungen an anderen Körperstellen, etwa an den Oberarmen oder Oberschenkeln, werden von einer Schwangerschaft weniger beeinflusst und können auch vorher erfolgen. Nach einer Straffung sollte vor einer Schwangerschaft mindestens einige Monate gewartet werden, bis die Heilung abgeschlossen ist. Eine Schwangerschaft nach einer Bauchstraffung ist möglich und in der Regel unproblematisch.
Medespoir organisiert Behandlungen für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in Partnerkliniken in Tunesien, darunter Adipositasoperationen und Straffungsoperationen. Die Betreuung einer Schwangerschaft und der Geburt erfolgt ausschliesslich in der Schweiz durch Ihre Frauenärztin, Ihre Hebamme und Ihre Geburtsklinik. Wenn Sie eine Adipositasoperation planen und einen späteren Kinderwunsch haben, empfehlen wir Ihnen, die Operation, die Verhütung und die Nachsorge sorgfältig mit Ihren Ärzten in der Schweiz zu planen. Wenn Sie nach einer Schwangerschaft eine Bauchstraffung wünschen, beraten wir Sie gerne.
Die Geburt nach einer Adipositasoperation unterscheidet sich meist nicht von einer anderen Geburt. Eine natürliche Geburt ist in der Regel möglich, und ein Kaiserschnitt wird nur aus geburtshilflichen Gründen durchgeführt. Einige Punkte sollten aber berücksichtigt werden. Die Anästhesie sollte über die Operation informiert sein, weil nach einem Schlauchmagen oder Bypass die Magenentleerung und das Risiko einer Aspiration bei einer Vollnarkose anders beurteilt werden müssen und weil ein Magenband entleert sein sollte. Eine Periduralanästhesie ist in der Regel möglich. Bei einem Kaiserschnitt nach einem Bypass sollte der Operateur wissen, dass Darmschlingen anders liegen und Verwachsungen bestehen können. Nach der Geburt sollten die Mutter rasch wieder mit der Ernährung beginnen und die Vitamine weiter einnehmen. Beim Neugeborenen kann bei einem Mangel der Mutter eine Kontrolle der Blutwerte sinnvoll sein, besonders bei einem Vitamin-B12-Mangel. Das Neugeborene wird wie jedes andere Kind betreut.
Nach der Geburt verändert sich der Körper erneut. Das Gewicht, das in der Schwangerschaft zugenommen wurde, nimmt in den folgenden Monaten meist wieder ab, besonders beim Stillen. Viele Frauen stellen fest, dass sie mit den Essgewohnheiten nach der Adipositasoperation gut an ihr Gewicht vor der Schwangerschaft anknüpfen können. Eine starke Diät sollte in der Stillzeit vermieden werden. Die Blutkontrollen und die Einnahme der Vitamine werden fortgesetzt. Die Verhütung nach der Geburt sollte mit der Frauenärztin besprochen werden, besonders nach einem Bypass. Viele Frauen wünschen sich nach Abschluss der Familienplanung eine Straffung der Bauchhaut, die nach Adipositas, Gewichtsverlust und Schwangerschaft oft erschlafft ist. Diese sollte erst erfolgen, wenn keine weiteren Schwangerschaften geplant sind und das Gewicht stabil ist. Informationen finden Sie auf der Seite Bauchstraffung.
Nach einer ersten Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation sind weitere Schwangerschaften möglich. Zwischen zwei Schwangerschaften sollte ausreichend Zeit liegen, damit sich die Vitamin- und Mineralstoffreserven wieder auffüllen können. Vor jeder weiteren Schwangerschaft ist eine Blutkontrolle sinnvoll. Die Betreuung erfolgt wie bei der ersten Schwangerschaft nach der Operation.
In der Stillzeit bildet der Körper täglich Muttermilch, die alle Nährstoffe für das Kind enthält. Der Bedarf der Mutter an Energie, Eiweiss, Kalzium, Vitamin D, Vitamin B12, Jod und Flüssigkeit ist in dieser Zeit erhöht. Nach einer Adipositasoperation sollte die Ernährung deshalb weiterhin eiweissreich und nährstoffreich sein, und die Vitamine und Mineralstoffe sollten wie in der Schwangerschaft eingenommen werden. Viele Frauen bemerken in der Stillzeit ein stärkeres Hungergefühl und einen grösseren Durst. Kleine, häufige Mahlzeiten und eine Wasserflasche in Reichweite beim Stillen helfen. Die Zusammensetzung der Muttermilch hängt teilweise von der Ernährung der Mutter ab. Ein Mangel an Vitamin B12 bei der Mutter führt zu einem niedrigen Gehalt in der Milch, was beim Kind zu einem Mangel führen kann. Eine Blutkontrolle in der Stillzeit ist deshalb sinnvoll. Die Medikamente sollten auf ihre Eignung in der Stillzeit geprüft werden. Eine Stillberaterin oder Hebamme kann bei Fragen zum Stillen helfen.
Nach der Geburt bilden sich Gebärmutter, Beckenboden und Bauchmuskeln zurück. Eine Rückbildungsgymnastik hilft, den Beckenboden und die Bauchmuskeln zu stärken. Nach einer Adipositasoperation und einem grossen Gewichtsverlust ist die Haut am Bauch oft bereits erschlafft, und eine Schwangerschaft kann dies verstärken. Auch eine Rektusdiastase, ein Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln, ist nach einer Schwangerschaft häufig. Viele Frauen empfinden die Veränderungen ihres Körpers nach Gewichtsverlust und Schwangerschaft als belastend. Eine Rückbildungsgymnastik, Geduld und bei Bedarf nach Abschluss der Familienplanung eine Bauchstraffung mit Muskelnaht können helfen.
Eine Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation ist für viele Frauen ein besonderes Erlebnis. Manche haben vor der Operation lange erfolglos versucht, schwanger zu werden, und erleben die Schwangerschaft als grosses Glück. Gleichzeitig können Ängste entstehen: die Angst, wieder zuzunehmen, die Sorge, dem Kind durch die Operation zu schaden, oder die Unsicherheit, ob die Ernährung ausreicht. Manche Frauen, die früher unter Essstörungen oder einem negativen Körperbild gelitten haben, erleben die Veränderungen des Körpers in der Schwangerschaft als belastend. Eine offene Kommunikation mit der Frauenärztin, der Hebamme und der Ernährungsberaterin, eine psychologische Begleitung bei Bedarf und der Austausch mit anderen Frauen in ähnlicher Situation können helfen. Nach der Geburt sind Stimmungsschwankungen häufig, und eine nachgeburtliche Depression kann auftreten. Wenn die Stimmung über längere Zeit gedrückt bleibt, sollte Hilfe gesucht werden. In einer akuten Krise ist die Dargebotene Hand unter der Nummer 143 rund um die Uhr erreichbar.
Regelmässige, massvolle Bewegung ist auch in der Schwangerschaft nach einer Adipositasoperation empfehlenswert. Sie unterstützt das Wohlbefinden, hilft, eine angemessene Gewichtszunahme zu halten, verringert das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und stärkt die Muskeln und den Kreislauf. Geeignet sind Spazieren, zügiges Gehen, Schwimmen, Aquagymnastik, Schwangerschaftsgymnastik und Yoga für Schwangere. Sportarten mit Sturz- oder Stossgefahr sollten gemieden werden. Die Intensität sollte so gewählt werden, dass man sich noch unterhalten kann. Bei Beschwerden, Blutungen oder Wehen sollte die Bewegung unterbrochen und die Frauenärztin informiert werden. Ausreichendes Trinken vor, während und nach der Bewegung ist wichtig, besonders mit einem kleinen Magen.
Auch der Partner oder die Partnerin spielt eine wichtige Rolle. Er oder sie kann bei der Planung der Mahlzeiten helfen, an die Einnahme der Vitamine erinnern, zu den Arztterminen begleiten und Warnzeichen kennen, etwa krampfartige Bauchschmerzen nach einem Bypass. Wenn beide Partner eine Adipositasoperation hatten oder Übergewicht haben, kann eine gemeinsame Umstellung der Ernährung und Bewegung hilfreich sein. Auch die Fruchtbarkeit des Mannes verbessert sich oft nach einem Gewichtsverlust.
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien zu Schwangerschaften nach Adipositasoperationen veröffentlicht, darunter grosse Registerstudien aus Skandinavien. Sie zeigen, dass Frauen nach einer Adipositasoperation im Vergleich zu Frauen mit ähnlichem Gewicht vor einer Operation seltener einen Schwangerschaftsdiabetes, eine Präeklampsie und ein zu grosses Kind haben. Gleichzeitig zeigen sie, dass die Kinder im Durchschnitt etwas häufiger klein für ihr Schwangerschaftsalter sind und dass das Risiko einer Frühgeburt leicht erhöht sein kann. Einige Studien deuteten auf ein leicht erhöhtes Risiko für einen Kindstod um die Geburt hin, andere Studien bestätigten dies nicht eindeutig. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass eine gute Planung, eine ausreichende Ernährung und eine engmaschige Betreuung wichtig sind. Die Forschung zu den langfristigen Folgen für die Kinder läuft weiter, erste Ergebnisse sind überwiegend beruhigend. Da sich die Operationstechniken und die Nachsorge verändert haben, lassen sich ältere Studien nur begrenzt auf heutige Verhältnisse übertragen.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass nach einer Adipositasoperation kein Kinderwunsch mehr erfüllt werden kann. Im Gegenteil steigt die Fruchtbarkeit oft. Ein zweites Missverständnis ist, dass die Pille nach jeder Operation zuverlässig wirkt. Nach einem Bypass ist sie weniger zuverlässig. Ein drittes Missverständnis ist, dass in der Schwangerschaft möglichst wenig zugenommen werden sollte, um das Ergebnis der Operation zu schützen. Eine angemessene Zunahme ist für das Kind wichtig. Ein viertes Missverständnis betrifft Bauchschmerzen in der Schwangerschaft nach einem Bypass, die oft als normale Schwangerschaftsbeschwerden abgetan werden, obwohl eine innere Hernie vorliegen kann. Und schliesslich wird die Bedeutung der Vitaminversorgung vor und während der Schwangerschaft oft unterschätzt.
Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Welche Adipositasoperation hatten Sie, und wann? Ist Ihr Gewicht seit einigen Monaten stabil? Welche Verhütung verwenden Sie, und ist sie nach Ihrer Operation zuverlässig? Wurden Ihre Blutwerte in letzter Zeit kontrolliert? Nehmen Sie Ihre Vitamine regelmässig ein? Ist Ihre Frauenärztin über die Operation informiert? Wissen Sie, welche Warnzeichen Sie beachten müssen? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie die Planung mit Ihrer Frauenärztin und Ihrem Adipositaszentrum gezielt angehen.
Frauen, die eine Adipositasoperation im Ausland planen und später Kinder möchten, sollten einige Punkte besonders beachten. Die Verhütung sollte vor der Reise mit der Frauenärztin in der Schweiz besprochen werden, idealerweise mit einer Methode, die nicht über den Darm aufgenommen wird. Die Nachsorge mit regelmässigen Blutkontrollen muss in der Schweiz organisiert sein, damit Mangelzustände vor einer Schwangerschaft erkannt und ausgeglichen werden. Der Operationsbericht sollte genau beschreiben, welche Operation durchgeführt wurde, weil dies für die Betreuung einer späteren Schwangerschaft wichtig ist, etwa für das Risiko innerer Hernien nach einem Bypass. Wer bereits eine Operation im Ausland hatte und schwanger werden möchte, sollte die Frauenärztin, den Hausarzt und gegebenenfalls ein Adipositaszentrum in der Schweiz frühzeitig einbeziehen. Die Betreuung der Schwangerschaft und der Geburt erfolgt in der Schweiz. Medespoir organisiert keine Schwangerschaftsbetreuung und keine Geburten im Ausland.
Manche Frauen werden trotz Gewichtsverlust nicht spontan schwanger und benötigen eine Fruchtbarkeitsbehandlung. Nach einer Adipositasoperation sind die Erfolgschancen solcher Behandlungen oft besser als vorher, weil sich die Hormonfunktion verbessert und das Risiko bei Eingriffen wie der Eizellentnahme sinkt. Auch für Fruchtbarkeitsbehandlungen gilt, dass das Gewicht stabil und die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen gut sein sollte. Die Medikamente zur Hormonstimulation werden meist gespritzt und sind von der veränderten Aufnahme im Darm nicht betroffen. Viele Kinderwunschzentren verlangen einen bestimmten Body-Mass-Index, bevor sie eine Behandlung beginnen, was nach einer Adipositasoperation oft erfüllt ist. Informationen finden Sie auf der Seite In-vitro-Fertilisation.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine Frau Anfang dreissig hat vor achtzehn Monaten einen Schlauchmagen erhalten, ihr Gewicht ist stabil. Nach einer Blutkontrolle und dem Ausgleich eines leichten Eisenmangels setzt sie die Spirale ab und nimmt Folsäure ein. Die Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen.
Eine Frau Ende zwanzig wird sechs Monate nach einem Bypass unerwartet schwanger, weil sie die Pille genommen hat, die nach dem Bypass weniger zuverlässig war. Sie wird engmaschig betreut, mit häufigen Blutkontrollen und Ernährungsberatung.
Eine Frau Mitte dreissig mit einem Bypass hat in der dreissigsten Woche krampfartige Oberbauchschmerzen. In der Notfallstation wird eine innere Hernie festgestellt und operiert. Mutter und Kind erholen sich gut.
Eine Frau Anfang dreissig mit einem Magenband plant eine Schwangerschaft. Das Band wird vor der Schwangerschaft teilweise entleert, um Erbrechen zu vermeiden und eine ausreichende Ernährung zu ermöglichen.
Eine Frau Mitte dreissig mit polyzystischem Ovarsyndrom wird nach einem Schlauchmagen nicht spontan schwanger. Nach Stabilisierung des Gewichts beginnt sie eine Fruchtbarkeitsbehandlung mit guten Voraussetzungen.
Im Gegenteil, die Fruchtbarkeit steigt nach dem Gewichtsverlust oft deutlich.
Meist verläuft sie gut und ist oft mit weniger Risiken verbunden als mit schwerer Adipositas, bei guter Planung und Betreuung.
Nein, eine natürliche Geburt ist in der Regel möglich.
Nein, der Bedarf ist sogar erhöht, und die Ergänzung ist besonders wichtig.
Nach einem Bypass kann er ein Dumping auslösen und wird oft durch andere Methoden ersetzt.
Die Betreuung einer Schwangerschaft ist in der Schweiz eine Leistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. Für die üblichen Schwangerschaftskontrollen, die Geburt und die Nachsorge fallen keine Franchise und kein Selbstbehalt an. Zusätzliche Untersuchungen, die medizinisch wegen der Adipositasoperation nötig sind, etwa Blutkontrollen, werden in der Regel ebenfalls übernommen. Vitaminpräparate werden nicht immer oder nur teilweise übernommen. Eine Adipositasoperation kann in der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden, geplante Behandlungen im Ausland werden aber nicht vergütet, weil das KVG dem Territorialitätsprinzip folgt. Fruchtbarkeitsbehandlungen wie die In-vitro-Fertilisation werden in der Schweiz von der Grundversicherung in der Regel nicht übernommen, einzelne Leistungen können aber unter bestimmten Voraussetzungen übernommen werden, gegebenenfalls nach Kostengutsprache.
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Die Betreuung einer Schwangerschaft erfolgt durch Ihre Frauenärztin, Ihre Hebamme und Ihr Adipositaszentrum in der Schweiz.
Plötzliche oder krampfartige Bauchschmerzen in der Schwangerschaft nach einem Bypass, anhaltendes Erbrechen oder eine verminderte Kindsbewegung erfordern sofortige Hilfe. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Die Schwangerschaftsbetreuung ist in der Schweiz eine Leistung der Grundversicherung nach KVG. Geplante Behandlungen im Ausland werden nicht vergütet.
Medespoir organisiert keine Schwangerschaftsbetreuung und keine Geburten im Ausland. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, Präeklampsie und ein zu grosses Kind.
Eine Schwangerschaftserkrankung mit Bluthochdruck und Eiweiss im Urin, die für Mutter und Kind gefährlich sein kann.
Weil sich mit dem Gewichtsverlust der Zyklus normalisiert, der Eisprung zurückkehrt und die Insulinresistenz abnimmt.
Manchmal schon wenige Monate nach der Operation, weshalb viele Frauen unerwartet schnell schwanger werden.
Eine hormonelle Störung mit unregelmässigem Zyklus und ausbleibendem Eisprung, die bei Adipositas häufig ist und sich nach Gewichtsverlust oft bessert.
Oft ja, weil sich der Hormonhaushalt nach dem Gewichtsverlust normalisiert.
Weil der rasche Gewichtsverlust und mögliche Mangelzustände die Versorgung des Kindes gefährden können.
Sofort die Frauenärztin und das Adipositaszentrum informieren und eine engmaschige Betreuung beginnen.
Ja, damit Mangelzustände vor der Empfängnis erkannt und ausgeglichen werden.
Meist wirken die Pille und andere Methoden. In den ersten Wochen kann häufiges Erbrechen die Pille beeinträchtigen.
Methoden, die nicht über den Darm aufgenommen werden, etwa Spirale, Hormonstäbchen, Verhütungsring oder Pflaster.
Weil sie das Gewicht und die Knochendichte beeinflussen kann.
Idealerweise vor der Adipositasoperation, damit von Anfang an eine geeignete Methode verfügbar ist.
Weil sie das Thromboserisiko erhöhen, besonders in den ersten Wochen nach der Operation.
Weil ein Mangel in den ersten Wochen das Risiko für Fehlbildungen des Nervensystems erhöht.
Einige Wochen vor der Empfängnis, nach einer Adipositasoperation oft in höherer Dosis nach ärztlicher Empfehlung.
Weil manche Präparate Vitamin A in einer Form enthalten, die in hoher Dosis für das Kind schädlich sein kann.
Weil es für die Entwicklung der Schilddrüse und des Gehirns des Kindes nötig ist.
Mit kleinen, häufigen, eiweiss- und nährstoffreichen Mahlzeiten und bei Bedarf Eiweissdrinks.
Ja, etwa das Meiden von rohem Fleisch, rohem Fisch, Rohmilchprodukten und Alkohol.
Ja, um ein Dumping zu vermeiden.
Oft in jedem Drittel der Schwangerschaft oder nach Bedarf.
Ja, wenn sich ein Eisenmangel mit Tabletten nicht ausgleichen lässt.
Ja, die regelmässigen Spritzen werden fortgesetzt.
Ja, in der Schwangerschaft können sowohl ein Mangel als auch eine Überdosierung schädlich sein.
Ja, eine angemessene Zunahme ist für das Wachstum des Kindes wichtig und wird mit der Frauenärztin besprochen.
Das Wachstum des Kindes kann beeinträchtigt werden.
Weil die konzentrierte Zuckerlösung ein Dumping auslösen kann und das Ergebnis oft nicht verlässlich ist.
Oft mit Blutzuckermessungen zu Hause vor und nach den Mahlzeiten oder einem Glukosesensor.
Meist zwischen der vierundzwanzigsten und achtundzwanzigsten Schwangerschaftswoche.
Im Durchschnitt etwas kleiner, besonders nach einem Bypass, weshalb das Wachstum kontrolliert wird.
Weil die wachsende Gebärmutter die Organe verschiebt, was eine Einklemmung von Darm begünstigen kann.
An krampfartigen Oberbauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen. Sie sollten sofort abgeklärt werden.
Um Erbrechen und ein Verrutschen zu vermeiden und eine ausreichende Ernährung zu ermöglichen.
Ja, besonders nach raschem Gewichtsverlust.
Es kann verstärkt sein. Kleine Mahlzeiten und eine erhöhte Kopflage helfen.
Plötzliche oder krampfartige Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, Schwindel, Verwirrtheit, Blutungen, Fieber und verminderte Kindsbewegungen.
Dass Sie schwanger sind und welche Adipositasoperation Sie hatten.
Frauenärztin oder Frauenarzt, Hebamme, Adipositaszentrum oder Hausarzt und Ernährungsberaterin.
Nein, nur aus geburtshilflichen Gründen. Eine natürliche Geburt ist in der Regel möglich.
Zusätzliche Blutkontrollen, eine angepasste Methode für den Zuckertest und Ultraschall zur Beurteilung des Wachstums.
Ja, sie ist eine Leistung der Grundversicherung ohne Franchise und Selbstbehalt für die üblichen Kontrollen.
Nicht immer oder nur teilweise.
Ja, das Stillen ist möglich und wird empfohlen.
Weil ein Mangel bei der Mutter zu einem Mangel beim gestillten Kind mit Entwicklungsstörungen führen kann.
Eine starke Diät sollte vermieden werden, weil der Bedarf in der Stillzeit erhöht bleibt.
Ja, und die Blutwerte sollten weiter kontrolliert werden.
Die Verhütung vorab besprechen, die Nachsorge in der Schweiz organisieren und einen genauen Operationsbericht erhalten.
Weil die Art der Operation die Betreuung beeinflusst, etwa das Risiko innerer Hernien nach einem Bypass.
Nein, die Betreuung der Schwangerschaft und der Geburt erfolgt in der Schweiz.
Oft ja, weil sich die Hormonfunktion verbessert und das Risiko bei Eingriffen sinkt.
Ja, weil sie gespritzt werden und nicht über den Darm aufgenommen werden.
Viele ja, was nach einer Adipositasoperation oft erfüllt ist.
In der Schweiz in der Regel nicht, einzelne Leistungen können unter bestimmten Voraussetzungen übernommen werden.
Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure, Vitamin B12 und Jod und der Umgang mit Übelkeit und Erbrechen.
Kleine, häufige Mahlzeiten, trockene Nahrung am Morgen, Trinken in kleinen Schlucken und bei Bedarf geeignete Medikamente.
Bei anhaltendem Erbrechen, um Flüssigkeit und Vitamin B1 zu ersetzen.
Die Übelkeit lässt meist nach, das Kind wächst rasch, und der Bedarf an Energie, Eiweiss, Eisen und Kalzium steigt.
Meist im zweiten Drittel, nach einer Operation oft mit Blutzuckermessungen statt Zuckertest.
Ein hoher Eisenbedarf, der Umgang mit Sodbrennen und das erhöhte Hernienrisiko nach einem Bypass.
Ja, damit die Betreuung bei der Geburt angepasst werden kann.
Weil die Magenentleerung und das Risiko einer Aspiration bei einer Vollnarkose anders beurteilt werden müssen.
In der Regel ja.
Dass Darmschlingen anders liegen und Verwachsungen bestehen können.
Es wird wie jedes andere Kind betreut. Bei einem Mangel der Mutter kann eine Kontrolle der Blutwerte sinnvoll sein.
Meist in den folgenden Monaten, besonders beim Stillen.
Wenn keine weiteren Schwangerschaften geplant sind und das Gewicht stabil ist.
Ausreichend Zeit, damit sich die Vitamin- und Mineralstoffreserven wieder auffüllen, mit Blutkontrolle vor der nächsten Schwangerschaft.
Ja, besonders nach einem Bypass, mit der Frauenärztin.
Die Angst, wieder zuzunehmen, die Sorge um das Kind und die Unsicherheit, ob die Ernährung ausreicht.
Ja, die Veränderungen des Körpers können belastend sein. Eine psychologische Begleitung kann helfen.
Eine gedrückte Stimmung, die nach der Geburt über längere Zeit anhält und behandelt werden sollte.
Spazieren, zügiges Gehen, Schwimmen, Aquagymnastik, Schwangerschaftsgymnastik und Yoga für Schwangere.
So, dass man sich dabei noch unterhalten kann.
Bei Beschwerden, Blutungen oder Wehen, und die Frauenärztin sollte informiert werden.
Bei der Planung der Mahlzeiten, der Erinnerung an Vitamine, der Begleitung zu Terminen und dem Erkennen von Warnzeichen.
Vor allem Mangel an Eisen und Vitamin B12.
Mangelzustände sind häufiger und stärker, weshalb eine besonders engmaschige Betreuung nötig ist.
Ja, etwa wegen der Zuverlässigkeit der Pille und der Häufigkeit von Mangelzuständen.
Mit dem Team besprechen, ob eine Operation mit Wartezeit sinnvoll ist oder andere Wege in Frage kommen.
Nein, sie müssen vor einer Schwangerschaft abgesetzt werden, weil sie in der Schwangerschaft nicht empfohlen sind.
Etwa Naturjoghurt oder Quark mit Haferflocken und Beeren oder ein Ei mit einem kleinen Stück Vollkornbrot.
Hüttenkäse mit Gemüse, ein Eiweissdrink, ein Stück Käse oder ein Glas Milch.
Etwa eineinhalb bis zwei Liter Wasser oder ungesüssten Tee in kleinen Schlucken, nicht zu den Mahlzeiten.
Oft nicht, weil es zu wenig Eisen, B12, Vitamin D und Kalzium enthält. Das Präparat sollte mit der Ärztin gewählt werden.
Weil sie Vitamin A in einer Form und Dosis enthalten können, die in der Schwangerschaft nicht empfohlen ist.
Ja, sie sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns und können aus Fisch oder als Präparat aufgenommen werden.
Nur nach Rücksprache mit der Ärztin.
Seltener Schwangerschaftsdiabetes, Präeklampsie und zu grosse Kinder, aber etwas häufiger kleine Kinder und ein leicht erhöhtes Frühgeburtsrisiko.
Einige Studien zeigen ein leicht erhöhtes Risiko, weshalb eine gute Betreuung wichtig ist.
Die Forschung läuft weiter, erste Ergebnisse sind überwiegend beruhigend.
Nein, eine angemessene Zunahme ist für das Kind wichtig.
Welche Operation und wann, ob das Gewicht stabil ist, ob die Verhütung zuverlässig ist, ob Blutwerte kontrolliert wurden und ob die Frauenärztin informiert ist.
Als Orientierung etwa fünf bis neun Kilogramm, individuell mit der Frauenärztin besprochen.
Als Orientierung etwa elf bis sechzehn Kilogramm.
Ein gleichmässiges Wachstum des Kindes und eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen.
Nein, eine Gewichtsabnahme in der Schwangerschaft sollte vermieden werden.
Den Operationsbericht, die letzten Blutwerte und eine Liste der Vitamine und Medikamente.
Das Risiko ist oft geringer als vor der Operation, doch einige Risiken der Adipositas bleiben bestehen.
Ja, weil sie sich in der Schwangerschaft verschlechtern kann.
Durch Trinkschwäche, Gedeihstörungen, Müdigkeit und Entwicklungsverzögerungen.
Ja, besonders wenn das Kind gestillt wird.
Nein, Kinder brauchen eine altersgerechte, ausgewogene Ernährung.
Sie erhöht den Nährstoffbedarf zusätzlich und erfordert eine besonders engmaschige Betreuung.
Das wird oft empfohlen, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu verringern.
Meist nach Abschluss der Familienplanung, weil eine Schwangerschaft das Ergebnis beeinträchtigen kann.
Mindestens einige Monate, bis die Heilung abgeschlossen ist.
Ja, sie ist in der Regel unproblematisch.
Energie, Eiweiss, Kalzium, Vitamin D, Vitamin B12, Jod und Flüssigkeit.
Teilweise, etwa beim Gehalt an Vitamin B12, weshalb eine gute Versorgung wichtig ist.
Ja, sie stärkt Beckenboden und Bauchmuskeln.
Eine Stillberaterin oder die Hebamme.
Paracetamol in der niedrigsten wirksamen Dosis, nach Rücksprache.
Oft ja, nach Rücksprache mit der Frauenärztin.
Oft ja, sie werden auf Präparate umgestellt, die in der Schwangerschaft geeignet sind.
Meist im zweiten Drittel der Schwangerschaft.
Vitamine, Medikamente, eiweissreiche Snacks, den Mutterpass und einen kurzen Bericht über die Operation.
Weil Komplikationen wie eine innere Hernie nach einem Bypass rasch behandelt werden müssen.
Ja, deutlich. Blutdruck und Urin sollten aber bei jeder Kontrolle geprüft werden.
Starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, plötzliche Schwellungen im Gesicht und an den Händen und Oberbauchschmerzen.
Weil sie ein Zeichen einer Präeklampsie oder einer inneren Hernie sein können.
Bei Risikofaktoren wie Übergewicht, Kaiserschnitt, Bettruhe oder früherer Thrombose, nach ärztlicher Beurteilung.
Ja, besonders in den ersten Wochen nach der Geburt.
Weil das Blutvolumen der Mutter stark zunimmt und das Kind Eisenvorräte für die ersten Lebensmonate anlegt.
Müdigkeit, Leistungsschwäche, Kurzatmigkeit und ein erhöhtes Risiko für Frühgeburt und geringes Geburtsgewicht.
Nicht gleichzeitig mit Kalzium, Milchprodukten, Kaffee oder Tee, die die Aufnahme behindern.
Eine Fehlbildung des Nervensystems, deren Risiko durch Folsäure vor und zu Beginn der Schwangerschaft verringert wird.
Mindestens bis zum Ende des ersten Drittels, oft während der ganzen Schwangerschaft und Stillzeit.
Verhütung, Blutkontrolle, Folsäure, geeignetes Vitaminpräparat, informierte Frauenärztin, abgestimmte Betreuung und Kenntnis der Warnzeichen.
Der Körper greift auf die Knochen der Mutter zurück, was langfristig ihre Knochendichte verringern kann.
Milchprodukte, kalziumreiches Mineralwasser und grünes Gemüse.
Ob ein Kalziummangel besteht, auch wenn der Kalziumspiegel im Blut noch normal ist.
Ja, besonders nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Die Betreuung ist dann besonders engmaschig.
Das Geschlecht nicht. Bei guter Versorgung entwickeln sich die Kinder in der Regel normal.
Ja, sie können helfen, den erhöhten Eiweissbedarf zu decken. Achten Sie auf einen geringen Zuckergehalt.
In Massen, wie in jeder Schwangerschaft, zeitlich getrennt von Eisenpräparaten.
Ja, sanfte Bewegung wie Spazieren oder Schwimmen ist meist gut möglich, nach Rücksprache mit der Frauenärztin.
Oft wird eine engmaschigere Betreuung empfohlen. Ob die Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft gilt, entscheidet die Frauenärztin.
Das hängt vom Verlauf und von den Risikofaktoren ab und sollte mit der Hebamme und Frauenärztin besprochen werden.
Ein Dokument, in dem die Untersuchungen der Schwangerschaft festgehalten werden. Die Adipositasoperation sollte darin vermerkt sein.
Das hängt vom Verlauf und den Risikofaktoren ab. Die Operation selbst spricht meist nicht dagegen.
Langsam und ohne strenge Diät, besonders in der Stillzeit, mit weiterhin eiweissreicher Ernährung.
Meist nicht. Es sollte aber entleert sein, und die Geburtsklinik sollte informiert werden.
Eine Schwangerschaft dehnt den Schlauchmagen in der Regel nicht wesentlich. Die Portionen sollten nach der Geburt wieder angepasst werden.
Ja, einige Wochen bis Monate nach der Geburt und in der Stillzeit, um Mängel zu erkennen.
Besser erst nach Rücksprache, wenn das Gewicht stabil ist und die Blutwerte kontrolliert wurden.
Oft wird der Zyklus nach dem Gewichtsverlust regelmässiger, was auch die Fruchtbarkeit erhöht.
Starker Stress und ein sehr rascher Gewichtsverlust können den Zyklus vorübergehend stören.
Ja, doch das Alter bringt eigene Risiken, die mit der Frauenärztin besprochen werden sollten.
Oft über das Adipositaszentrum, den Hausarzt oder die Frauenärztin in der Schweiz.
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