Beim Brustlipofilling wird körpereigenes Fett an einer Stelle mit Überschuss, etwa an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln, schonend abgesaugt, aufbereitet und in feinen Portionen in die Brust übertragen. So lässt sich die Brust moderat vergrössern, ihre Form verbessern oder eine Asymmetrie ausgleichen, ohne Implantat und mit einem natürlichen Gefühl. Gleichzeitig wird die Entnahmestelle schlanker. Medespoir organisiert Brustlipofillings für Patientinnen aus der Schweiz in Partnerkliniken in Tunesien.
Diese Seite erklärt, für wen das Verfahren geeignet ist, wie viel Volumen realistisch ist, warum nicht das ganze Fett anwächst, welche Bedeutung das Lipofilling für die Brustkrebsvorsorge hat, wie es mit Implantaten kombiniert werden kann, welche Rolle es in der Rekonstruktion nach Brustkrebs spielt und welche Risiken bestehen. Einen Überblick über alle Eingriffe an der Brust finden Sie auf unserer Seite zur Brustchirurgie, Informationen zur Vergrösserung mit Implantaten auf der Seite zur Brustvergrösserung. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Das Brustlipofilling ermöglicht eine moderate Vergrösserung, oft in der Grössenordnung einer halben bis einer Körbchengrösse pro Sitzung. Für eine deutliche Vergrösserung sind Implantate oder mehrere Sitzungen nötig.
Nur ein Teil des übertragenen Fetts wächst dauerhaft an. Das endgültige Volumen zeigt sich nach etwa drei bis sechs Monaten.
Vor dem Eingriff sollte je nach Alter und Risiko eine Bildgebung der Brust erfolgen. Informieren Sie bei späteren Vorsorgeuntersuchungen immer über das Lipofilling.
Ein ästhetisches Brustlipofilling wird von der Grundversicherung nach KVG nicht vergütet. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Der Begriff Lipofilling setzt sich aus «Lipo» für Fett und «Filling» für Auffüllen zusammen. Man spricht auch von Eigenfetttransfer, Eigenfettunterspritzung oder autologer Fetttransplantation. Das Prinzip ist in allen Körperregionen dasselbe: Fett wird entnommen, von Flüssigkeit und Blutbestandteilen getrennt und in kleinen Mengen an die gewünschte Stelle eingebracht, wo es Anschluss an die Blutversorgung finden muss, um zu überleben.
An der Brust hat das Verfahren eine besondere Geschichte. Lange Zeit wurde es kritisch betrachtet, weil man befürchtete, dass abgestorbenes Fett Verkalkungen verursachen könnte, die bei der Mammografie mit Zeichen von Brustkrebs verwechselt werden. Mit verfeinerten Techniken, besserer Bildgebung und zunehmender Erfahrung hat sich die Einschätzung verändert. Heute gilt das Brustlipofilling bei fachgerechter Durchführung als etabliertes Verfahren, sowohl in der ästhetischen Chirurgie als auch in der Rekonstruktion nach Brustkrebs. Die Bedeutung für die Vorsorge bleibt aber ein wichtiges Thema, das in der Beratung besprochen werden muss.
Gute Voraussetzungen bestehen, wenn Sie sich eine moderate, natürliche Vergrösserung wünschen, kein Implantat möchten, genügend Fett an einer Entnahmestelle haben, eine gute Hautqualität an der Brust besitzen, gesund sind und realistische Erwartungen mitbringen. Das Verfahren eignet sich ausserdem zum Ausgleich von Asymmetrien, zur Korrektur von Formabweichungen wie einer tubulären Brust, zur Auffüllung eines leeren oberen Brustanteils nach Schwangerschaften und zur Verbesserung von Implantaträndern bei dünnem Gewebe.
Weniger geeignet ist das Lipofilling bei dem Wunsch nach einer deutlichen Vergrösserung in einem Schritt, bei sehr schlanken Frauen ohne ausreichendes Spenderfett, bei einer stark hängenden Brust, bei der zusätzlich eine Straffung nötig wäre, bei ungeklärten Befunden in der Brust, bei einem stark erhöhten Brustkrebsrisiko ohne sorgfältige Abklärung, bei aktivem Rauchen sowie während Schwangerschaft und Stillzeit.
| Situation | Eignung des Brustlipofillings |
|---|---|
| Moderate Vergrösserung, genug Spenderfett | Gut geeignet |
| Deutliche Vergrösserung in einem Schritt | Begrenzt, Implantat oft geeigneter |
| Asymmetrie beider Brüste | Gut geeignet, gezielte Mengen je Seite |
| Leerer oberer Brustanteil nach Schwangerschaft | Geeignet |
| Tubuläre Brust | Oft als Teil der Korrektur eingesetzt |
| Sichtbare Implantatränder | Geeignet zur Polsterung |
| Stark hängende Brust | Nicht allein, Straffung nötig |
| Sehr schlank ohne Fettreserven | Begrenzt |
Die Frage nach dem erreichbaren Volumen ist die wichtigste in jeder Beratung. Beim Brustlipofilling ist die Vergrösserung durch mehrere Faktoren begrenzt. Erstens kann nur so viel Fett eingebracht werden, wie das Gewebe der Brust aufnehmen kann, ohne dass die Durchblutung leidet. Wird zu viel auf einmal eingespritzt, steigt der Druck im Gewebe, und ein grösserer Anteil stirbt ab. Zweitens wächst nicht das ganze Fett an. Drittens hängt das Ergebnis von der vorhandenen Brustgrösse und der Dehnbarkeit der Haut ab.
Als grobe Orientierung wird häufig eine Zunahme von etwa einer halben bis einer Körbchengrösse pro Sitzung genannt. Bei kleinen, straffen Brüsten mit wenig Platz ist der Zuwachs oft geringer, bei weicherem Gewebe manchmal etwas grösser. Wer eine deutlichere Vergrösserung wünscht, kann nach einigen Monaten eine zweite Sitzung planen oder ein Implantat, allein oder kombiniert mit Eigenfett, in Betracht ziehen. Seriöse Chirurgen versprechen keine bestimmte Körbchengrösse, weil diese auch vom BH-Hersteller und der Form abhängt.
Nach der Übertragung ist das Fett zunächst ohne eigene Blutversorgung. Es wird in den ersten Tagen durch Diffusion aus dem umgebenden Gewebe ernährt, bis neue Blutgefässe einwachsen. Fettzellen, die zu weit von einer Versorgung entfernt liegen, sterben ab und werden vom Körper abgebaut oder bilden kleine Ölzysten. Wie gross der anwachsende Anteil ist, schwankt stark und hängt von der Technik, der Menge, der Durchblutung der Brust, dem Rauchen und individuellen Faktoren ab. Deshalb wird oft etwas mehr eingebracht als das angestrebte Endvolumen, allerdings nur so viel, wie das Gewebe verträgt.
Die Brust wirkt in den ersten Wochen nach dem Eingriff grösser als das spätere Ergebnis, weil Schwellung und noch nicht abgebautes Fett hinzukommen. Das endgültige Volumen zeigt sich nach etwa drei bis sechs Monaten. Was dann vorhanden ist, bleibt bei stabilem Gewicht in der Regel dauerhaft erhalten, weil das angewachsene Fett sich wie normales Körperfett verhält.
Um das Gewebe der Brust für mehr Fett aufnahmefähig zu machen, wurden Saugglocken entwickelt, die einige Wochen vor dem Eingriff täglich über mehrere Stunden getragen werden und die Brust durch Unterdruck dehnen. Dieses Verfahren kann das aufnehmbare Volumen erhöhen, ist aber aufwendig und erfordert Disziplin. Es wird nicht in allen Kliniken angeboten. Ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären Sie in der Beratung.
Das Fett stammt meist von Bauch, Flanken, Hüften, Oberschenkeln oder Knien, also von Stellen, an denen ohnehin Überschuss besteht. Die Entnahme erfolgt wie eine schonende Fettabsaugung: Nach dem Einbringen einer Tumeszenzlösung wird das Fett mit dünnen Kanülen und geringem Unterdruck abgesaugt, um die Fettzellen möglichst wenig zu schädigen. Für eine Brustvergrösserung werden je nach Ziel mehrere hundert Milliliter Fett benötigt, von denen nach der Aufbereitung ein Teil übertragen wird.
Die Entnahmestelle profitiert oft selbst vom Eingriff, weil sie schlanker wird. Allerdings ist die Absaugung für die Fettgewinnung schonender und weniger umfangreich als eine rein ästhetische Absaugung, weshalb keine starke Konturveränderung an der Entnahmestelle erwartet werden sollte. Mehr zur Fettabsaugung erfahren Sie auf der Seite zur Fettabsaugung.
Das abgesaugte Material enthält neben Fettzellen auch Tumeszenzlösung, Blut und Öl aus zerstörten Zellen. Diese Bestandteile werden entfernt, etwa durch Absetzen lassen, Filtern, Waschen oder Zentrifugieren. Welche Methode verwendet wird, hängt von der Erfahrung des Chirurgen ab. Ziel ist ein möglichst reines Fett mit lebensfähigen Zellen.
Das aufbereitete Fett wird über wenige kleine Einstiche, oft in der Unterbrustfalte oder am Rand des Warzenhofs, mit dünnen stumpfen Kanülen eingebracht. Entscheidend ist die Technik: Das Fett wird in vielen kleinen Strängen fächerförmig und in verschiedenen Schichten verteilt, beim Zurückziehen der Kanüle, sodass jeder Strang möglichst nahe an durchblutetem Gewebe liegt. Grosse Fettdepots an einer Stelle sollten vermieden werden, weil sie in der Mitte schlecht versorgt werden und absterben können.
Das Fett wird vor allem in das Unterhautgewebe und um die Brustdrüse herum eingebracht, gelegentlich auch in den Brustmuskel. In die Brustdrüse selbst wird möglichst nicht injiziert. Der Chirurg achtet darauf, die Form gleichmässig aufzubauen und beide Seiten zu vergleichen. Bei Asymmetrien erhält die kleinere Brust mehr Fett. Der Eingriff dauert je nach Umfang etwa zwei bis drei Stunden und erfolgt meist in Vollnarkose.
Vor dem Eingriff untersucht der Chirurg die Brust, beurteilt Grösse, Form, Symmetrie, Hautqualität und Gewebe und tastet sie auf Veränderungen ab. Er beurteilt die möglichen Entnahmestellen und bespricht mit Ihnen, welches Ergebnis realistisch ist. Je nach Alter und Risikofaktoren werden eine Mammografie, ein Ultraschall oder eine Magnetresonanztomografie vor dem Eingriff empfohlen, idealerweise in der Schweiz vor der Abreise, damit ein Ausgangsbefund vorliegt. Blutuntersuchungen und die Narkosevorbereitung ergänzen die Voruntersuchung.
Am Operationstag werden Entnahmestellen und Brust im Stehen angezeichnet. In Narkose wird zuerst das Fett entnommen und aufbereitet, danach in die Brust übertragen. Die Einstiche werden mit feinen Nähten oder Pflastern verschlossen. Die Entnahmestellen werden mit Kompression versorgt, an der Brust wird je nach Empfehlung ein weicher Stütz-BH ohne Bügel getragen, der nicht auf das frische Fett drückt.
Die meisten Patientinnen bleiben eine Nacht in der Klinik. Schmerzen betreffen vor allem die Entnahmestellen und werden mit Medikamenten gut behandelt. Die Brust ist geschwollen, gespannt und kann Blutergüsse zeigen. In den folgenden Tagen im Hotel erfolgen Kontrollen. Nach etwa fünf bis sieben Tagen ist die Rückreise meist möglich.
| Zeitraum | Was Sie erwarten können | Empfehlungen |
|---|---|---|
| Tag 1 bis 3 | Schmerzen an den Entnahmestellen, Schwellung der Brust | Schmerzmittel, frühes Gehen, Kompression der Entnahmestellen |
| Woche 1 | Blutergüsse, Spannungsgefühl | Weicher BH ohne Bügel, kein Druck auf die Brust, nicht auf dem Bauch schlafen |
| Woche 2 bis 4 | Abklingen der Schwellung, Brust wird etwas kleiner | Keine Massagen der Brust, Kompression der Entnahmestellen fortsetzen |
| Monat 1 bis 3 | Brust verliert Volumen durch Abbau nicht angewachsenen Fetts | Sport schrittweise, stabiles Gewicht |
| Monat 3 bis 6 | Endgültiges Volumen stabilisiert sich | Beurteilung, eventuell zweite Sitzung planen |
In den ersten Wochen sollte kein Druck auf die Brust ausgeübt werden, damit das Fett gut anwachsen kann. Viele Chirurgen empfehlen, einige Wochen nicht auf dem Bauch zu schlafen, keinen engen Bügel-BH zu tragen und auf Massagen der Brust zu verzichten. Intensive Bewegung der Arme und der Brustmuskulatur wird für einige Wochen gemieden. Rauchen und Nikotin sollten Sie strikt meiden, weil sie die Durchblutung verschlechtern und das Anwachsen des Fetts beeinträchtigen. Ein stabiles Gewicht in den Monaten nach dem Eingriff hilft, das Ergebnis richtig zu beurteilen.
Die Brust besteht aus der Brustdrüse, Fettgewebe, Bindegewebe und der Haut. Die Drüse ist in Läppchen und Milchgänge gegliedert, die zur Brustwarze führen. Um die Drüse herum liegt Fettgewebe, dessen Anteil von Frau zu Frau stark schwankt und die Grösse der Brust wesentlich bestimmt. Bindegewebsstränge durchziehen die Brust und verbinden die Haut mit der Muskelhülle darunter. Die Brust liegt auf dem grossen Brustmuskel, unter dem die Rippen und das Rippenfell liegen.
Beim Lipofilling wird das Fett vor allem in das Unterhautgewebe, zwischen die Bindegewebsstränge und um die Drüse herum eingebracht, gelegentlich in den Brustmuskel. Diese Schichten sind gut durchblutet und bieten dem Fett gute Bedingungen zum Anwachsen. Die Drüse selbst wird möglichst ausgespart, um die Funktion und die Vorsorge nicht zu beeinträchtigen. Die Kanülen werden flach und parallel zum Brustkorb geführt, um eine Verletzung des Rippenfells zu vermeiden.
Die Form der Brust wird auch von der Unterbrustfalte, der Lage des Warzenhofs und dem Verhältnis zwischen oberem und unterem Anteil bestimmt. Ein erfahrener Chirurg berücksichtigt diese Merkmale, wenn er entscheidet, wo wie viel Fett eingebracht wird. So lässt sich nicht nur das Volumen, sondern auch die Form gezielt verbessern.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine Frau Mitte dreissig wünscht sich eine etwas vollere Brust, möchte aber kein Implantat. Sie hat Fettreserven an Bauch und Oberschenkeln. Ein Lipofilling kann ihre Brust um etwa eine halbe bis eine Körbchengrösse vergrössern und gleichzeitig die Entnahmestellen verschlanken. Sollte ihr das Ergebnis nicht genügen, bleibt die Möglichkeit einer zweiten Sitzung.
Eine Frau hat nach zwei Stillzeiten Volumen im oberen Brustanteil verloren, die Brust ist aber kaum abgesunken. Mit Eigenfett kann der obere Anteil wieder aufgefüllt werden. Wäre die Brust deutlicher abgesunken, würde der Chirurg eine Straffung empfehlen.
Eine junge Frau hat eine linke Brust, die deutlich kleiner ist als die rechte. Ein Lipofilling der linken Seite kann die Symmetrie verbessern, eventuell in zwei Sitzungen. Bei sehr grossen Unterschieden kann eine Kombination mit einer Verkleinerung der rechten Brust sinnvoll sein.
Eine sehr schlanke Frau hat seit Jahren Implantate, deren Ränder sichtbar sind. Eigenfett kann über und neben den Implantaten eine Polsterschicht bilden und die Übergänge natürlicher machen, oft im Rahmen eines Implantatwechsels.
In der Beratung werden Ihre Ziele, Ihr Gesundheitszustand, Ihre Medikamente, frühere Brustoperationen, Schwangerschaften, Stillzeiten und die familiäre Belastung mit Brust- oder Eierstockkrebs besprochen. Der Chirurg untersucht die Brust im Stehen, misst Abstände, beurteilt Form, Symmetrie, Hautqualität und Absinken und tastet sie auf Knoten ab. Er beurteilt die möglichen Entnahmestellen und schätzt die verfügbare Fettmenge ab.
Anschliessend erklärt er, welches Volumen realistisch ist, ob eine zweite Sitzung wahrscheinlich nötig wäre, welche Bildgebung vorher empfohlen wird, welche Risiken bestehen und welche Alternativen es gibt. Er spricht offen darüber, dass die Anwachsrate schwankt und das Endergebnis erst nach Monaten beurteilt werden kann. Eine gute Beratung empfiehlt ein Implantat, eine Straffung oder ein Hybridverfahren, wenn diese besser zu Ihren Zielen passen.
Lassen Sie vor der Reise die empfohlene Bildgebung der Brust durchführen und bringen Sie Bilder und Bericht mit. Stellen Sie das Rauchen mindestens vier bis sechs Wochen vorher ein, da Nikotin die Anwachsrate deutlich verschlechtert. Besprechen Sie Medikamente und Nahrungsergänzungen, die die Blutgerinnung beeinflussen, mit Ihrem Arzt. Halten Sie Ihr Gewicht stabil. Besorgen Sie weiche BHs ohne Bügel und bequeme Kleidung, die über die Kompression der Entnahmestellen passt. Planen Sie die ersten zwei Wochen nach der Rückkehr so, dass Sie sich schonen können und die Brust keinem Druck ausgesetzt ist.
Nach der Rückkehr vereinbaren Sie einen Kontrolltermin bei Ihrem Hausarzt oder Gynäkologen und nehmen den Operationsbericht mit. Tragen Sie die Kompression an den Entnahmestellen wie verordnet und schonen Sie die Brust. Beobachten Sie die Brust in den folgenden Monaten und dokumentieren Sie die Entwicklung mit Fotos. Verhärtungen und kleine Knoten sind in dieser Phase häufig, sollten aber bei Unsicherheit ärztlich beurteilt werden. Unser Team leitet Fotos und Fragen an den Chirurgen weiter. Bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung informieren Sie über den Eingriff und legen den Operationsbericht vor.
Der Gedanke, Fett von einer Körperstelle an eine andere zu verpflanzen, ist über hundert Jahre alt. Bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurde versucht, Fettgewebe in die Brust zu übertragen, etwa nach der Entfernung gutartiger Tumoren. Mit dem Aufkommen der Fettabsaugung in den 1980er-Jahren wurde es einfacher, Fett zu gewinnen, und die ersten Versuche einer Brustvergrösserung mit abgesaugtem Fett folgten. Die Ergebnisse waren damals oft enttäuschend, weil grosse Mengen auf einmal eingespritzt wurden, viel Fett abstarb und Verhärtungen und Verkalkungen entstanden.
Als Reaktion darauf rieten Fachgesellschaften lange Zeit von der Methode an der Brust ab, vor allem wegen der Sorge um die Brustkrebsvorsorge. In den 1990er- und 2000er-Jahren entwickelten Chirurgen schonendere Techniken, bei denen das Fett in vielen kleinen Portionen verteilt wird. Gleichzeitig verbesserten sich Mammografie, Ultraschall und MRT, und Studien zeigten, dass die typischen Veränderungen nach einem Lipofilling in der Regel gut erkannt werden. In der Folge wurde die Haltung der Fachgesellschaften offener. Heute gilt das Brustlipofilling als etabliertes Verfahren, das jedoch Erfahrung, sorgfältige Indikation und eine gute Einbindung in die Vorsorge erfordert.
Kaum ein anderer Eingriff verlangt so viel Geduld wie das Lipofilling. Direkt nach der Operation wirkt die Brust grösser als das spätere Ergebnis, weil Schwellung und das gesamte übertragene Fett zusammenkommen. In den folgenden Wochen verliert die Brust sichtbar an Volumen, während die Schwellung abklingt und nicht angewachsenes Fett abgebaut wird. Viele Frauen sind in dieser Phase verunsichert und befürchten, dass das Ergebnis verloren geht. Diese Entwicklung ist jedoch erwartet.
Nach etwa drei Monaten ist der grösste Teil des Abbaus abgeschlossen, und nach sechs Monaten ist das Volumen meist stabil. Erst dann lässt sich beurteilen, ob das Ergebnis den Wünschen entspricht und ob eine zweite Sitzung sinnvoll ist. Wer diesen Verlauf kennt, kann die Monate nach dem Eingriff gelassener erleben. Fotos in regelmässigen Abständen helfen, die Veränderung objektiv zu verfolgen.
Bei Männern wird Eigenfett an der Brust selten zur Vergrösserung eingesetzt, gelegentlich aber zum Ausgleich von Dellen und Unebenheiten nach einer Korrektur der Gynäkomastie, wenn zu viel Gewebe entfernt wurde. Auch bei angeborenen Fehlbildungen des Brustkorbs, etwa einer Trichterbrust oder einer einseitig fehlenden Brustmuskulatur, kann Eigenfett die Kontur verbessern. In solchen Situationen kann im Einzelfall ein Krankheitswert bestehen, der in der Schweiz eine Kostenübernahme nach Kostengutsprache möglich machen könnte.
Ob ein Brustlipofilling zu Ihnen passt, lässt sich mit einigen Fragen eingrenzen. Wünschen Sie eine moderate oder eine deutliche Vergrösserung? Möchten Sie auf Fremdmaterial verzichten? Haben Sie genügend Fett an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln? Ist Ihre Brust abgesunken? Sind Sie bereit, das endgültige Ergebnis erst nach Monaten zu sehen und eventuell eine zweite Sitzung einzuplanen? Wenn Sie eine natürliche, moderate Veränderung ohne Implantat suchen, genug Fett haben und Geduld mitbringen, ist das Lipofilling oft eine sehr gute Wahl. Wenn Sie ein grosses, planbares Volumen wünschen, ist ein Implantat meist geeigneter, und wenn Ihre Brust abgesunken ist, gehört eine Straffung dazu.
Ein seriöses Brustlipofilling beginnt mit einer ausführlichen Beratung und einer Untersuchung der Brust und der Entnahmestellen. Der Chirurg fragt nach der Vorsorge, empfiehlt je nach Alter und Risiko eine Bildgebung vor dem Eingriff und erklärt, wie das Lipofilling die spätere Vorsorge beeinflussen kann. Er nennt ein realistisches Volumen, spricht offen über die schwankende Anwachsrate, Ölzysten und Verhärtungen und stellt Alternativen vor. Er dokumentiert die übertragene Fettmenge pro Seite und gibt Ihnen einen Bericht mit, den Sie bei späteren Untersuchungen vorlegen können.
Vorsicht ist angebracht bei Angeboten, die eine bestimmte Körbchengrösse oder eine feste, sehr hohe Anwachsrate garantieren, bei fehlender Frage nach der Vorsorge, bei der Übertragung sehr grosser Mengen in einer Sitzung ohne Aufklärung und bei Behandlungen mit angereicherten Zellprodukten, deren Nutzen und Sicherheit nicht erklärt werden. Eine ehrliche Beratung ist die beste Grundlage für ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Das Prinzip des Eigenfetttransfers ist in allen Körperregionen gleich, doch jede Region hat ihre Besonderheiten. Im Gesicht werden sehr kleine Mengen mit feinen Kanülen eingebracht, um Volumenverluste auszugleichen, wie auf der Seite zum Lipofilling im Gesicht beschrieben. Am Gesäss werden grosse Mengen übertragen, und die wichtigste Sicherheitsregel ist die ausschliessliche Injektion unter die Haut wegen des Risikos einer Fettembolie, mehr dazu auf der Seite zum Gesäss-Lipofilling. An der Brust stehen die Aufnahmefähigkeit des Gewebes, die Anwachsrate und vor allem die Vereinbarkeit mit der Brustkrebsvorsorge im Vordergrund. Diese Unterschiede zeigen, warum Erfahrung mit der jeweiligen Region wichtig ist.
Weil das angewachsene Fett sich wie normales Körperfett verhält, ist ein stabiles Gewicht der wichtigste Faktor für ein dauerhaftes Ergebnis. Wer nach dem Eingriff deutlich abnimmt, verliert auch einen Teil des Brustvolumens. Wer zunimmt, kann eine grössere Brust bekommen als geplant, was nicht immer erwünscht ist. Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und der Verzicht auf Rauchen unterstützen ausserdem die Hautqualität und die Durchblutung des Gewebes.
Ein gut sitzender BH, besonders beim Sport, stützt die Brust und kann das Absinken im Laufe der Jahre verlangsamen. Schwangerschaften, Stillzeiten und die Wechseljahre verändern die Brust weiterhin, unabhängig vom Lipofilling. Wer diese Einflüsse kennt, kann das Ergebnis über viele Jahre geniessen und bei Bedarf gezielt nachbessern lassen.
Das Brustlipofilling ist eine elegante Möglichkeit, die Brust mit körpereigenem Gewebe moderat zu vergrössern, ihre Form zu verbessern oder Asymmetrien auszugleichen, mit kaum sichtbaren Narben und einem natürlichen Gefühl. Seine Grenzen liegen im begrenzten Volumen pro Sitzung, in der schwankenden Anwachsrate, in möglichen Ölzysten und Verhärtungen und in der Notwendigkeit, die Vorsorge sorgfältig einzubeziehen. Wer diese Punkte kennt, genug Spenderfett hat und Geduld mitbringt, kann mit einem Lipofilling ein sehr natürliches Ergebnis erreichen. Für eine deutliche Vergrösserung sind Implantate oder ein Hybridverfahren meist geeigneter.
Unser Team begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Nachsorge. Wir leiten Ihre Fotos und Unterlagen an den Chirurgen weiter, erinnern Sie an die empfohlene Bildgebung vor der Reise, erstellen eine transparente Offerte, koordinieren Transfers, Klinik und Hotel und bleiben nach der Rückkehr für Ihre Fragen erreichbar. Wenn sich in der Vorabbeurteilung zeigt, dass ein anderes Verfahren besser zu Ihren Zielen passt oder dass eine Behandlung in der Schweiz über die Krankenkasse möglich wäre, etwa bei einer Rekonstruktion nach Brustkrebs, sagen wir Ihnen das offen.
Das Verhältnis zwischen Brustlipofilling und Brustkrebsvorsorge ist ein zentrales Thema, das in jeder Beratung ausführlich besprochen werden sollte. Nach der Übertragung stirbt ein Teil des Fetts ab. Daraus können Ölzysten, Verhärtungen, sogenannte Fettgewebsnekrosen und Verkalkungen entstehen. Solche Veränderungen können bei der Tastuntersuchung, im Ultraschall und in der Mammografie sichtbar werden.
Die frühere Befürchtung war, dass diese Veränderungen mit Zeichen von Brustkrebs verwechselt werden und die Früherkennung erschweren könnten. Nach heutigem Kenntnisstand können erfahrene Radiologen die typischen Veränderungen nach einem Lipofilling in den meisten Fällen gut von verdächtigen Befunden unterscheiden, besonders wenn sie über den Eingriff informiert sind und Vergleichsbilder vorliegen. In einzelnen Fällen kann aber eine zusätzliche Abklärung nötig werden, etwa eine weitere Bildgebung oder eine Gewebeprobe, um Unsicherheiten auszuräumen.
Eine häufige Frage ist, ob ein Lipofilling das Risiko für Brustkrebs erhöht. Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es keine überzeugenden Hinweise darauf, dass ein Lipofilling bei gesunden Frauen das Brustkrebsrisiko erhöht. Die Forschung zu diesem Thema geht jedoch weiter, besonders im Zusammenhang mit Stammzellen im Fettgewebe. Bei Frauen mit stark erhöhtem Risiko, etwa durch eine genetische Veranlagung wie eine BRCA-Mutation oder eine ausgeprägte familiäre Belastung, sollte die Entscheidung besonders sorgfältig und gemeinsam mit den behandelnden Fachärzten getroffen werden. Nach einer Brustkrebserkrankung wird ein Lipofilling im Rahmen der Rekonstruktion eingesetzt, dabei gelten jedoch eigene Regeln und Zeitabstände, die das onkologische Team festlegt.
Ölzysten entstehen, wenn abgestorbene Fettzellen ihr Öl freisetzen und der Körper es mit einer dünnen Kapsel umgibt. Sie fühlen sich als glatte, bewegliche Knoten an und sind meist harmlos. Fettgewebsnekrosen sind festere Verhärtungen aus abgestorbenem Fett und Bindegewebe. Kleine Befunde bilden sich oft zurück oder bleiben unauffällig. Grössere oder störende Knoten können punktiert oder entfernt werden. Jeder neue Knoten in der Brust sollte ärztlich beurteilt werden, um eine andere Ursache auszuschliessen.
Die Kombination von Implantat und Eigenfett wird als Hybridverfahren oder zusammengesetzte Brustvergrösserung bezeichnet. Das Implantat liefert das Grundvolumen, das Fett polstert die Ränder, verbessert den Übergang zum Brustkorb und sorgt für eine natürlichere Form. Das Verfahren eignet sich besonders für schlanke Frauen mit wenig eigenem Brustgewebe, bei denen die Ränder eines Implantats sonst sichtbar oder tastbar wären. Es kann auch das Dekolleté gezielt auffüllen, etwa den Abstand zwischen den Brüsten verringern.
Auch nach einer früheren Vergrösserung mit Implantaten wird Eigenfett eingesetzt, um Wellenbildung, sichtbare Ränder oder dünne Gewebeschichten zu verbessern, oft im Rahmen eines Implantatwechsels. Manche Frauen, die ihre Implantate entfernen lassen möchten, nutzen ein Lipofilling, um einen Teil des verlorenen Volumens zu ersetzen. Das Volumen des Implantats lässt sich dadurch aber meist nicht vollständig ausgleichen.
| Kriterium | Brustlipofilling allein | Implantat allein | Hybridverfahren |
|---|---|---|---|
| Volumen | Moderat | Deutlich, planbar | Deutlich mit natürlichem Übergang |
| Gefühl | Sehr natürlich | Je nach Gewebe tastbar | Natürlicher als Implantat allein |
| Narben | Nur kleine Einstiche | Kurze Narbe | Kurze Narbe und kleine Einstiche |
| Fremdmaterial | Keines | Implantat | Implantat |
| Spenderfett nötig | Ja, ausreichend | Nein | Ja, geringere Menge |
| Langzeitaspekte | Stabil bei stabilem Gewicht | Mögliche Kapselfibrose, Wechsel im Laufe der Jahre | Wie Implantat, besseres Weichteilpolster |
Das Lipofilling spielt in der Brustrekonstruktion eine wichtige Rolle. Nach einer brusterhaltenden Operation können Dellen, Einziehungen und Asymmetrien entstehen, besonders nach einer Bestrahlung. Eigenfett kann solche Defekte auffüllen und die Qualität des bestrahlten Gewebes oft verbessern. Nach einer Brustentfernung wird das Lipofilling zur Verfeinerung einer Rekonstruktion mit Implantaten oder Eigengewebe eingesetzt, und in ausgewählten Fällen kann eine Brust über mehrere Sitzungen allein mit Eigenfett wiederaufgebaut werden.
Die Rekonstruktion nach Brustkrebs erfolgt in enger Abstimmung mit dem onkologischen Team, das über den richtigen Zeitpunkt, die nötigen Kontrollen und die Vereinbarkeit mit weiteren Therapien entscheidet. In der Schweiz gehört die Brustrekonstruktion nach Brustkrebs grundsätzlich zu den Leistungen, die die Grundversicherung nach KVG übernehmen kann, in der Regel nach vorgängiger Kostengutsprache und bei Behandlung in der Schweiz. Wer eine Rekonstruktion plant, sollte deshalb zuerst die Möglichkeiten in der Schweiz mit dem behandelnden Team und der Krankenkasse klären. Eine selbst bezahlte Behandlung im Ausland ist in dieser Situation in der Regel nicht die erste Wahl.
Die tubuläre oder tuberöse Brust ist eine angeborene Formvariante, bei der die Brust schmal an der Basis ist, eine hohe Unterbrustfalte hat und der Warzenhof oft vergrössert und vorgewölbt ist. Die Korrektur umfasst meist mehrere Schritte, etwa das Lösen einschnürender Gewebestränge, das Absenken der Unterbrustfalte, eine Verkleinerung des Warzenhofs und das Auffüllen des fehlenden Volumens. Eigenfett eignet sich gut, um die schmale Basis zu verbreitern und fehlendes Volumen im unteren Anteil zu ergänzen, allein oder zusammen mit einem Implantat.
Leichte Unterschiede zwischen beiden Brüsten sind normal. Deutliche Asymmetrien können jedoch belasten. Mit Eigenfett kann die kleinere Brust gezielt vergrössert werden, bis sich die Seiten angleichen. Bei grossen Unterschieden ist manchmal eine Kombination mit einer Verkleinerung oder Straffung der grösseren Brust sinnvoll. Mehr dazu auf den Seiten zur Brustverkleinerung und zur Bruststraffung.
Nach Schwangerschaften und Stillzeit verliert die Brust häufig Volumen, besonders im oberen Anteil, und kann etwas absinken. Bei geringem Absinken kann ein Lipofilling den oberen Anteil wieder auffüllen. Bei deutlichem Absinken ist eine Straffung nötig, die mit Eigenfett kombiniert werden kann. Wenn gleichzeitig Veränderungen am Bauch bestehen, kann ein Mommy Makeover die Eingriffe verbinden.
Das Brustlipofilling gilt als vergleichsweise schonend, dennoch sind Nebenwirkungen und Komplikationen möglich.
Wenden Sie sich sofort an die Klinik oder einen Arzt bei plötzlicher Atemnot oder Brustschmerzen, zunehmender Rötung, Überwärmung und Schmerzen an der Brust, hohem Fieber, einer einseitigen schmerzhaften Schwellung eines Beins oder starken, zunehmenden Schmerzen. In der Schweiz wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, eine Notfallstation oder in lebensbedrohlichen Situationen an die Sanitätsnotrufnummer 144.
Nach einem Brustlipofilling wirkt die Brust weich, natürlich und fühlt sich wie eigenes Gewebe an, weil sie aus eigenem Gewebe besteht. Das Fett, das nach drei bis sechs Monaten noch vorhanden ist, bleibt in der Regel dauerhaft erhalten. Es verhält sich allerdings wie normales Körperfett: Bei einer Gewichtszunahme kann die Brust grösser werden, bei einer Abnahme kleiner. Schwangerschaften, Stillzeit, die Wechseljahre und die natürliche Alterung beeinflussen die Brust weiterhin. Ein stabiles Gewicht ist deshalb der wichtigste Faktor für ein dauerhaftes Ergebnis.
Wer mit dem Volumen nach der ersten Sitzung nicht zufrieden ist, kann frühestens nach einigen Monaten, meist nach drei bis sechs, eine zweite Sitzung planen. Das bereits angewachsene Fett verbessert die Durchblutung des Gewebes, sodass eine zweite Sitzung oft gut anspricht. Voraussetzung ist, dass noch ausreichend Spenderfett vorhanden ist.
Die Vergrösserung pro Sitzung ist begrenzt, oft auf eine halbe bis eine Körbchengrösse. Für grosse Volumen sind Implantate oder mehrere Sitzungen nötig.
Ein Teil des Fetts stirbt ab und wird abgebaut. Das Endergebnis zeigt sich nach drei bis sechs Monaten.
Mammografien, Ultraschall und MRT bleiben möglich. Wichtig ist, dass die Radiologen über den Eingriff informiert sind und Vergleichsbilder haben.
Mehr Volumen kann den oberen Anteil füllen, eine deutlich hängende Brust aber nicht anheben. Dafür ist eine Straffung nötig.
Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es keine überzeugenden Hinweise auf ein erhöhtes Risiko bei gesunden Frauen. Die Forschung geht weiter, und bei hohem Risiko ist eine sorgfältige Abwägung nötig.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten | Höheres Kostenniveau | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Vorsorge | Bildgebung und Nachkontrollen am Wohnort | Ausgangsbefund idealerweise vor der Reise in der Schweiz |
| Aufenthalt | Keine Reise | Etwa fünf bis sieben Tage |
| Zweite Sitzung | Einfach planbar | Erneuter Aufenthalt nach einigen Monaten |
| Rekonstruktion nach Brustkrebs | Übernahme durch die Grundversicherung möglich | Grundsätzlich keine Vergütung, Abstimmung mit dem onkologischen Team nötig |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken und Chirurgen in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu Qualifikationen und Zulassungen der Ärzte stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung, damit Sie diese selbst überprüfen können. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Chirurgen und der Klinik.
Die Kosten hängen vom Umfang, der Zahl der Entnahmestellen, einer allfälligen Kombination mit Implantaten, der Klinik und der Aufenthaltsdauer ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Eingriff in einer Privatklinik, ohne Reise |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Pauschale inklusive Aufenthalt, je nach Offerte |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte. Berücksichtigen Sie die Kosten für die Bildgebung vor dem Eingriff und für eine allfällige zweite Sitzung.
Ein ästhetisches Brustlipofilling zur Vergrösserung oder Formverbesserung ist keine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. Auch Zusatzversicherungen übernehmen es in der Regel nicht. Anders ist die Situation bei der Rekonstruktion nach Brustkrebs: In der Schweiz kann die Grundversicherung die Brustrekonstruktion, einschliesslich eines Lipofillings als Teil davon, in der Regel nach vorgängiger Kostengutsprache übernehmen. Auch bei ausgeprägten angeborenen Fehlbildungen kann im Einzelfall ein Krankheitswert geprüft werden.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung grundsätzlich nicht vergütet. Das KVG folgt dem Territorialitätsprinzip. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt. Klären Sie vor einer Reise, wie Komplikationen nach einem ästhetischen Eingriff im Ausland versicherungsrechtlich behandelt werden.
Weitere praktische Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Aufenthalt in Tunesien.
| Tag | Programm | Hinweise |
|---|---|---|
| Tag 1 | Ankunft, Empfang, Transfer | Bildgebung der Brust und Berichte mitbringen |
| Tag 2 | Konsultation, Voruntersuchungen, Anzeichnung | Nüchtern ab Mitternacht, falls Operation am Folgetag |
| Tag 3 | Operation | Eine Nacht in der Klinik |
| Tag 4 bis 6 | Erholung im Hotel, Kontrollen | Weicher BH, Kompression der Entnahmestellen |
| Tag 7 | Abschlusskontrolle, Rückreise | Operationsbericht und Empfehlungen mitnehmen |
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Jeder Eingriff erfordert eine individuelle Indikation durch einen qualifizierten Facharzt.
Vor einem Brustlipofilling sollte je nach Alter und Risiko eine Bildgebung der Brust erfolgen. Informieren Sie bei allen späteren Vorsorgeuntersuchungen über den Eingriff. Bei erhöhtem Brustkrebsrisiko oder nach einer Brustkrebserkrankung ist eine Abstimmung mit den behandelnden Fachärzten nötig.
Ergebnisse sind individuell verschieden und können nicht garantiert werden. Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nach KVG grundsätzlich nicht vergütet.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Ein Eingriff, bei dem körpereigenes Fett abgesaugt, aufbereitet und in die Brust übertragen wird. Er dient einer moderaten Vergrösserung, der Formkorrektur oder dem Ausgleich von Asymmetrien, ohne Implantat.
Man spricht auch von Eigenfetttransfer in die Brust, autologer Fetttransplantation, Eigenfettunterspritzung oder im Französischen von Lipofilling mammaire. Gemeint ist immer dasselbe Prinzip.
Als grobe Orientierung wird oft eine halbe bis eine Körbchengrösse pro Sitzung genannt. Das tatsächliche Ergebnis hängt vom Gewebe, der Menge des Spenderfetts und der Anwachsrate ab und kann nicht garantiert werden.
In einer Sitzung meist nicht. Für eine deutliche Vergrösserung sind mehrere Sitzungen oder ein Implantat, allein oder kombiniert mit Eigenfett, nötig. Das Gewebe der Brust kann nur begrenzt Fett aufnehmen.
Zu viel Fett auf einmal erhöht den Druck im Gewebe und verschlechtert die Versorgung mit Blut. Dann stirbt ein grösserer Anteil ab, und das Risiko von Ölzysten und Verhärtungen steigt.
Ja, weil sie aus eigenem Gewebe besteht. Sie ist weich, bewegt sich natürlich und hat keine tastbaren Ränder wie manchmal bei Implantaten.
Für Frauen, die eine moderate Vergrösserung ohne Fremdmaterial wünschen und genügend Spenderfett haben, ja. Wer ein deutliches, planbares Volumen in einem Schritt möchte, ist mit Implantaten oft besser beraten.
Nein. Mehr Volumen kann den oberen Anteil füllen und die Brust voller wirken lassen, eine deutlich abgesunkene Brust wird dadurch aber nicht angehoben. Dafür ist eine Straffung nötig, die sich mit Eigenfett kombinieren lässt.
Das Fett, das nach drei bis sechs Monaten noch vorhanden ist, bleibt in der Regel dauerhaft. Es verändert sich aber mit dem Körpergewicht, bei Schwangerschaften und mit dem Alter.
Nein, Fetttransfers werden seit langem durchgeführt. An der Brust wurde das Verfahren früher skeptisch gesehen, wegen möglicher Auswirkungen auf die Vorsorge. Mit verfeinerten Techniken und besserer Bildgebung ist es heute etabliert.
Für Frauen, die sich eine moderate, natürliche Vergrösserung oder Formkorrektur wünschen, kein Implantat möchten, genügend Spenderfett haben, gesund sind, nicht rauchen und realistische Erwartungen mitbringen.
Bei dem Wunsch nach einer grossen Vergrösserung in einem Schritt, sehr wenig Spenderfett, stark hängender Brust ohne Straffung, ungeklärten Knoten in der Brust, Schwangerschaft, Stillzeit und bei aktivem Rauchen.
Je nach Ziel mehrere hundert Milliliter abgesaugtes Fett, von dem nach der Aufbereitung ein Teil übertragen wird. Ob Sie genügend Reserven haben, beurteilt der Chirurg bei der Untersuchung.
Sehr schlanke Frauen haben oft zu wenig Fett für eine sichtbare Vergrösserung. Manchmal reicht das Fett für eine kleine Korrektur oder für die Polsterung eines Implantats. Die Untersuchung schafft Klarheit.
Grundsätzlich ja, das Stillen ist nach einem Lipofilling meist möglich, weil die Drüse nicht direkt behandelt wird. Schwangerschaft und Stillzeit verändern aber die Brust und damit das Ergebnis.
Meist mindestens sechs Monate, bis sich die Brust in Grösse und Gewebe stabilisiert hat. So lässt sich das Ausgangsvolumen zuverlässig beurteilen.
Bei deutlich erhöhtem Risiko, etwa bei einer genetischen Veranlagung, sollte die Entscheidung besonders sorgfältig und gemeinsam mit den behandelnden Fachärzten getroffen werden. Eine gründliche Bildgebung vor dem Eingriff ist dann besonders wichtig.
Ja, es ist ein etabliertes Verfahren in der Rekonstruktion. Zeitpunkt und Vorgehen legt das onkologische Team fest. In der Schweiz kann die Grundversicherung die Rekonstruktion nach Kostengutsprache übernehmen.
Ja, das Hybridverfahren kombiniert ein Implantat mit Eigenfett. Auch bei bereits vorhandenen Implantaten kann Eigenfett Ränder polstern und Wellenbildung verbessern.
Meist von Bauch, Flanken, Hüften, Oberschenkeln oder Knien, also von Stellen mit Überschuss. Die Wahl hängt davon ab, wo genügend Fett vorhanden ist und wo eine Verschlankung erwünscht ist.
Etwas, aber die Absaugung zur Fettgewinnung ist schonender als eine ästhetische Absaugung. Eine starke Konturveränderung an der Entnahmestelle sollte nicht erwartet werden.
Das abgesaugte Material wird von Tumeszenzlösung, Blut und Öl getrennt, etwa durch Absetzen lassen, Filtern, Waschen oder Zentrifugieren. Ziel ist ein reines Fett mit möglichst vielen lebensfähigen Zellen.
Über wenige kleine Einstiche mit dünnen stumpfen Kanülen, in vielen feinen Strängen fächerförmig und in verschiedenen Schichten, damit jede Portion nahe an durchblutetem Gewebe liegt.
Vor allem in das Unterhautgewebe und um die Brustdrüse herum, gelegentlich in den Brustmuskel. In die Drüse selbst wird möglichst nicht injiziert.
Oft in der Unterbrustfalte oder am Rand des Warzenhofs. Die Einstiche sind wenige Millimeter gross und heilen meist unauffällig.
Je nach Umfang meist etwa zwei bis drei Stunden, einschliesslich Fettentnahme, Aufbereitung und Übertragung in beide Brüste.
Meist ja, weil sowohl Fett entnommen als auch die Brust behandelt wird. Kleine Korrekturen können in manchen Fällen in örtlicher Betäubung mit Beruhigungsmittel erfolgen.
Saugglocken, die einige Wochen vor dem Eingriff täglich getragen werden und die Brust durch Unterdruck dehnen. Das kann die Aufnahmefähigkeit erhöhen, ist aber aufwendig und wird nicht überall angeboten.
Weil die Verteilung des Fetts bestimmt, wie viel anwächst und wie gleichmässig das Ergebnis wird. Grosse Depots an einer Stelle sterben eher ab und bilden Ölzysten oder Verhärtungen.
Das ist sehr selten. Wird die Kanüle zu tief und senkrecht zum Brustkorb geführt, kann Luft in den Brustkorb gelangen. Eine Kanülenführung parallel zum Brustkorb verhindert dies.
Die Schmerzen betreffen vor allem die Entnahmestellen und ähneln einem starken Muskelkater. Die Brust ist gespannt und empfindlich. Mit Medikamenten sind die Beschwerden meist gut beherrschbar.
Meist einen weichen BH ohne Bügel, der stützt, aber nicht drückt. Enge oder formende BHs können die Durchblutung des frischen Fetts beeinträchtigen. Folgen Sie der Empfehlung Ihres Chirurgen.
Druck kann die Durchblutung des frisch übertragenen Fetts verschlechtern und damit die Anwachsrate verringern. Deshalb wird empfohlen, einige Wochen nicht auf dem Bauch zu schlafen und keine engen BHs zu tragen.
In den ersten Wochen meist nicht, weil Massagen das Fett verschieben und die Einheilung stören können. Die Entnahmestellen dürfen dagegen oft nach Freigabe massiert oder mit Lymphdrainage behandelt werden.
Spaziergänge sind sofort erwünscht. Leichtes Training ist oft nach zwei bis drei Wochen möglich. Intensive Belastung der Brustmuskulatur und Sportarten mit starken Erschütterungen der Brust werden meist vier bis sechs Wochen gemieden.
Bei Bürotätigkeit oft nach etwa einer Woche. Körperlich anstrengende Arbeit, besonders mit Heben oder Armbelastung, erfordert meist zwei bis drei Wochen Pause.
Weil die Schwellung abklingt und nicht angewachsenes Fett abgebaut wird. Diese Abnahme ist erwartet. Das endgültige Volumen zeigt sich nach etwa drei bis sechs Monaten.
Meist vier bis sechs Wochen, wie nach einer Fettabsaugung. Die Kompression verringert Schwellung und Blutergüsse und unterstützt die Anpassung der Haut.
Ja, deutlich. Nikotin verengt die Blutgefässe und verschlechtert die Versorgung des übertragenen Fetts. Ein strikter Verzicht mehrere Wochen vor und nach dem Eingriff erhöht die Anwachsrate.
In den ersten Monaten sollten Sie starke Gewichtsveränderungen vermeiden. Eine Abnahme würde auch das übertragene Fett verkleinern und die Beurteilung des Ergebnisses erschweren.
Es können Ölzysten, Verhärtungen und Verkalkungen entstehen, die in der Mammografie sichtbar sind. Erfahrene Radiologen können diese meist gut von verdächtigen Befunden unterscheiden, besonders wenn sie über den Eingriff informiert sind und Vergleichsbilder haben.
Je nach Alter und Risiko wird vor dem Eingriff eine Bildgebung empfohlen, etwa Mammografie, Ultraschall oder MRT. Sie dient als Ausgangsbefund und schliesst bestehende Veränderungen aus. Bei jüngeren Frauen genügt oft ein Ultraschall.
Damit spätere Veränderungen mit dem Zustand vor dem Eingriff verglichen werden können. Das erleichtert es den Radiologen, typische Folgen des Lipofillings von neuen, abklärungsbedürftigen Befunden zu unterscheiden.
Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es keine überzeugenden Hinweise auf ein erhöhtes Risiko bei gesunden Frauen. Die Forschung geht weiter. Bei stark erhöhtem Risiko sollte die Entscheidung mit den behandelnden Fachärzten getroffen werden.
Kalkablagerungen, die sich in abgestorbenem Fett bilden können. Sie sind meist harmlos und haben oft ein typisches Aussehen. Manche Verkalkungen erfordern jedoch eine weitere Abklärung, um eine andere Ursache auszuschliessen.
In einzelnen Fällen ja, wenn ein Befund in der Bildgebung nicht eindeutig einzuordnen ist. Eine Gewebeprobe schafft dann Klarheit. Das ist nicht die Regel, sollte aber bekannt sein.
Informieren Sie immer über den Eingriff und seinen Zeitpunkt, bringen Sie frühere Bilder und den Operationsbericht mit und nehmen Sie weiterhin an den empfohlenen Vorsorgeprogrammen teil.
Ein mit Öl gefüllter, abgekapselter Hohlraum, der aus abgestorbenem Fett entsteht. Er fühlt sich als glatter, beweglicher Knoten an, ist meist harmlos und kann bei Bedarf punktiert werden.
Eine festere Verhärtung aus abgestorbenem Fett und Bindegewebe. Kleine Nekrosen bleiben oft unauffällig oder bilden sich zurück, grössere oder störende können entfernt werden. Sie sollten immer ärztlich beurteilt werden.
Ja, immer. Auch wenn ein Knoten wahrscheinlich mit dem Lipofilling zusammenhängt, sollte er ärztlich untersucht werden, um eine andere Ursache sicher auszuschliessen.
In der Regel ja, weil das Fett nicht in die Drüse, sondern um sie herum eingebracht wird. Eine Garantie gibt es nicht, weil das Stillen von vielen Faktoren abhängt.
Anfangs können Verhärtungen und Knoten auffallen. Mit der Zeit lernen Sie das veränderte Tastgefühl kennen. Lassen Sie neue oder wachsende Knoten stets ärztlich beurteilen.
Die Kombination eines Implantats mit Eigenfett. Das Implantat liefert das Grundvolumen, das Fett polstert die Ränder und sorgt für natürlichere Übergänge, besonders bei schlanken Frauen mit wenig Gewebe.
Vor allem für schlanke Frauen, die eine deutlichere Vergrösserung wünschen, bei denen ein Implantat allein sichtbare oder tastbare Ränder hätte. Es kann auch das Dekolleté gezielt formen.
Ja, eine Schicht Eigenfett über dem Implantat kann Wellen und sichtbare Ränder bei dünnem Gewebe abmildern. Das wird oft im Rahmen eines Implantatwechsels oder als separater Eingriff durchgeführt.
Teilweise. Ein Lipofilling kann nach einer Implantatentfernung einen Teil des Volumens ersetzen und die Form verbessern. Das frühere Implantatvolumen lässt sich aber meist nicht vollständig ausgleichen.
Ja, mit besonderer Vorsicht, damit das Implantat nicht verletzt wird. Das Fett wird in die Schichten über und neben dem Implantat eingebracht.
Das hängt vom Ziel ab. Eigenfett ist natürlicher und ohne Fremdmaterial, aber im Volumen begrenzt. Implantate ermöglichen ein grösseres, planbares Volumen, bringen aber Langzeitaspekte wie Kapselfibrose und mögliche Wechsel mit sich.
Es kann Dellen, Einziehungen und Asymmetrien nach einer Teilentfernung ausgleichen und die Qualität von bestrahltem Gewebe oft verbessern. Zeitpunkt und Vorgehen werden mit dem onkologischen Team abgestimmt.
In ausgewählten Fällen ja, meist über mehrere Sitzungen. Häufiger wird Eigenfett zur Verfeinerung einer Rekonstruktion mit Implantaten oder Eigengewebe eingesetzt.
Beobachtungen zeigen, dass Eigenfett die Elastizität und Durchblutung von bestrahlter Haut in manchen Fällen verbessern kann. Die genauen Mechanismen werden noch erforscht.
In der Schweiz kann die Grundversicherung die Brustrekonstruktion nach Brustkrebs, einschliesslich eines Lipofillings als Teil davon, in der Regel nach vorgängiger Kostengutsprache übernehmen, bei Behandlung in der Schweiz.
In der Regel ist eine Rekonstruktion in der Schweiz vorzuziehen, weil sie von der Grundversicherung übernommen werden kann und eng mit dem onkologischen Team abgestimmt ist. Klären Sie diese Möglichkeit zuerst.
Es kann die schmale Basis verbreitern und fehlendes Volumen im unteren Anteil ergänzen, oft als Teil einer mehrstufigen Korrektur, die auch das Lösen von Gewebesträngen und die Anpassung des Warzenhofs umfasst.
Ja, die kleinere Brust erhält gezielt mehr Fett. Bei grossen Unterschieden kann eine Kombination mit Verkleinerung oder Straffung der grösseren Brust nötig sein.
Ja, das Auffüllen des oberen Brustanteils ist eine häufige Anwendung. Bei deutlichem Absinken der Brust ist zusätzlich eine Straffung nötig.
Bei leichten Einziehungen kann eine kleine Menge Fett unter der Brustwarze helfen. Häufiger werden eingezogene Brustwarzen durch einen gezielten kleinen Eingriff korrigiert.
Eingezogene Narben, etwa nach Operationen, können durch Eigenfett unterfüttert und weicher werden. Die Narbe verschwindet dadurch nicht, wirkt aber oft weniger eingezogen.
Volumenverlust, ungleichmässiges Anwachsen, Ölzysten, Verhärtungen, Verkalkungen, Infektionen, Blutergüsse, Unregelmässigkeiten an den Entnahmestellen, sehr selten eine Verletzung des Rippenfells sowie allgemeine Operations- und Narkoserisiken.
Sie ist an der Brust sehr selten, weil dort keine grossen Venen wie im Gesässmuskel liegen. Grundsätzlich ist sie bei jeder Fettübertragung zu beachten. Plötzliche Atemnot erfordert sofortige ärztliche Hilfe.
Nach Stabilisierung, meist nach drei bis sechs Monaten, kann eine kleine Nachbehandlung mit zusätzlichem Fett auf der kleineren Seite die Symmetrie verbessern.
Das angewachsene Fett bleibt in der Regel erhalten, verändert sich aber mit dem Körpergewicht. Eine deutliche Gewichtsabnahme kann das Volumen der Brust verringern.
Eine gerötete, schmerzhafte Zyste wird ärztlich untersucht, meist mit Ultraschall. Häufig wird sie punktiert und der Inhalt abgelassen, bei Bedarf ergänzt durch ein Antibiotikum. Selten muss sie chirurgisch entfernt werden.
Vorübergehende Veränderungen der Empfindung sind möglich, bleiben aber meist gering, weil keine grossen Schnitte an der Brust erfolgen. Die Brustwarze behält ihre Empfindung in der Regel.
Nur winzige Narben an den Einstichstellen, die meist kaum sichtbar sind. Dies ist ein Vorteil gegenüber Implantaten und Straffungen.
Vom Umfang, der Zahl der Entnahmestellen, einer Kombination mit Implantaten, der Klinik und dem Aufenthalt. In Tunesien liegen die Kosten zur Orientierung etwa 60 % unter dem Schweizer Niveau, indikativ und nicht vertraglich.
Meist etwa fünf bis sieben Tage, einschliesslich Konsultation, Operation, einer Nacht in der Klinik und Kontrollen vor der Rückreise.
Aktuelle Bildgebung der Brust mit Bericht, Angaben zu Vorerkrankungen, Medikamenten, früheren Brustoperationen und familiärer Belastung sowie gegebenenfalls Berichte zu Implantaten.
Ja, frühestens nach drei bis sechs Monaten. Viele planen die zweite Sitzung bereits bei der ersten Offerte ein, damit die Termine gut koordiniert sind.
Ja, wie jede Brust. In den Wechseljahren verändert sich das Gewebe, und Fett verteilt sich anders. Auch das übertragene Fett folgt diesen Veränderungen.
Die Brust wächst in der Schwangerschaft und verändert sich in der Stillzeit, unabhängig vom Lipofilling. Danach kann sie an Volumen verlieren oder absinken, was das Ergebnis verändert.
Nein, das übertragene Fett verhält sich wie normales Fett und kann bei einer Gewichtszunahme mitwachsen. Die Brust kann dadurch grösser werden als geplant.
Nicht zwingend. Das angewachsene Fett bleibt bei stabilem Gewicht erhalten. Eine Nachbehandlung kann sinnvoll sein, wenn sich die Brust durch Alter, Schwangerschaft oder Gewicht verändert.
Mit Fotos unter gleichen Bedingungen vor dem Eingriff und nach drei bis sechs Monaten. In den ersten Wochen täuschen Schwellung und noch nicht abgebautes Fett ein grösseres Volumen vor.
Nach der Heilungsphase, meist nach vier bis sechs Wochen, ja. In den ersten Wochen wird ein weicher BH ohne Bügel empfohlen, um keinen Druck auf das frische Fett auszuüben.
Meist nach etwa vier Wochen. Bis dahin sollte die Brust nicht durch Liegen belastet werden, damit das Fett gut einheilen kann.
Die Brust sollte in den ersten Wochen vor starker Sonne geschützt werden, besonders die Einstichstellen und Blutergüsse, um Verfärbungen zu vermeiden. Die Entnahmestellen unter Kompression sind ohnehin bedeckt.
Tragen Sie Kompressionskleidung an den Entnahmestellen und Kompressionsstrümpfe, bewegen Sie sich regelmässig, trinken Sie ausreichend und wenden Sie die verordnete Thrombosevorbeugung an. Vermeiden Sie Druck auf die Brust durch Gurte.
Der Chirurg untersucht die Brust, beurteilt Form, Symmetrie, Hautqualität und Entnahmestellen, bespricht Ihre Ziele, erklärt das realistische Volumen, klärt über Vorsorge und Risiken auf und stellt Alternativen wie Implantate oder Hybridverfahren vor.
Fotos der Brust von vorne, von beiden Seiten und schräg, im Stehen mit hängenden Armen, sowie Fotos der möglichen Entnahmestellen. Gleichmässiges Licht und keine Filter erleichtern die Beurteilung.
Anhand der Grösse, der Aufnahmefähigkeit des Gewebes, der Symmetrie und des verfügbaren Spenderfetts. Bei Asymmetrien erhält die kleinere Seite mehr.
Manche Chirurgen verwenden Einlagen im BH, um einen Eindruck zu vermitteln. Beim Lipofilling ist das Endvolumen aber schwerer vorherzusagen als bei Implantaten, weil die Anwachsrate variiert.
Ideal ist ein stabiles Gewicht nahe dem Wunschgewicht. Eine gezielte Zunahme, um mehr Spenderfett zu gewinnen, ist nicht empfehlenswert, weil eine spätere Abnahme auch die Brust verkleinern würde.
Ja, die Fettentnahme ist bereits eine Absaugung. Wenn gewünscht, kann an der Entnahmestelle etwas mehr abgesaugt werden, sofern der Gesamtumfang sicher bleibt.
Ja, bei abgesunkener Brust mit Volumenverlust ist diese Kombination häufig. Die Straffung hebt die Brust, das Fett ergänzt das Volumen, besonders im oberen Anteil.
Meist drei bis sechs Monate, damit das Ergebnis der ersten Sitzung stabil ist und das Gewebe sich erholt hat. Das angewachsene Fett verbessert oft die Aufnahme bei der zweiten Sitzung.
Ja, sie fällt im Liegen wie eine natürliche Brust zur Seite, weil sie aus weichem Gewebe besteht. Implantate behalten dagegen oft stärker ihre Form.
Bei sehr kleiner, straffer Brust ist der Platz für Fett begrenzt, sodass der Zuwachs pro Sitzung eher gering ausfällt. Mehrere Sitzungen, eine vorbereitende Gewebedehnung oder ein Hybridverfahren können dann sinnvoll sein.
Ja, das Fett kann gezielt in bestimmte Bereiche eingebracht werden, etwa in den oberen Anteil, zum Dekolleté hin oder zur Verbreiterung der Basis. So lässt sich die Form modellieren.
Mit Fett im inneren Anteil der Brust lässt sich das Dekolleté etwas voller gestalten. Der Brustbeinbereich hat aber wenig Gewebe, weshalb der Effekt begrenzt ist.
Ja, Eigenfett kann nach einer Hormontherapie zur Formung der Brust eingesetzt werden, allein oder kombiniert mit Implantaten. Die Planung berücksichtigt die hormonelle Entwicklung der Brust und die individuellen Ziele.
Das Lipofilling verändert Brustwarze und Warzenhof kaum. Ein vergrösserter Warzenhof, etwa bei tubulärer Brust, wird durch einen gezielten Eingriff verkleinert.
Nach der Heilung wie normales Brustgewebe. Ein guter Sport-BH wird wie bei jeder Brust empfohlen, um das Gewebe bei Erschütterungen zu stützen.
Ölzysten, Verhärtungen oder Narbengewebe können spätere Operationen beeinflussen. Informieren Sie spätere Chirurgen über den Eingriff und bewahren Sie den Operationsbericht auf.
Angewachsenes Fett bleibt dort, wo es eingebracht wurde. In den ersten Wochen kann starker Druck die Verteilung beeinflussen, weshalb Druck auf die Brust vermieden wird.
Fettgewebe enthält natürlicherweise Vorläuferzellen. Manche Verfahren versuchen, das Fett damit anzureichern, um die Anwachsrate zu verbessern. Diese Ansätze sind nicht überall etabliert und sollten kritisch hinterfragt werden.
Nein. Die Anwachsrate schwankt stark und lässt sich nicht garantieren. Seien Sie bei Angeboten, die sehr hohe, feste Werte versprechen, vorsichtig.
Bei einer moderaten Vergrösserung sind keine Auswirkungen auf Rücken oder Haltung zu erwarten, anders als bei sehr grossen Implantaten.
Nein, in den ersten Wochen sollte die Brust nicht zusammengedrückt werden. Formende BHs sind meist erst nach vier bis sechs Wochen wieder empfehlenswert.
Eine gynäkologische Kontrolle im Rahmen der üblichen Vorsorge ist sinnvoll. Informieren Sie dabei über den Eingriff, damit die Brustuntersuchung richtig eingeordnet wird.
Spannungsgefühl und Empfindlichkeit klingen meist in zwei bis vier Wochen ab. Einzelne Verhärtungen können länger tastbar bleiben.
Meist nach zwei bis drei Wochen. Blutverdünnende Medikamente oder Nahrungsergänzungen können sie verlängern.
Das ist möglich, etwa mit einem Lipofilling im Gesicht aus derselben Fettentnahme, sofern der Gesamtumfang vertretbar ist. Die Planung erfolgt individuell.
Elastische Haut passt sich dem neuen Volumen gut an. Sehr straffe Haut begrenzt die Aufnahme, sehr schlaffe Haut kann eine zusätzliche Straffung erfordern.
Weil Technik, Verteilung und Mengenwahl die Anwachsrate, die Symmetrie und das Risiko von Ölzysten bestimmen. Erfahrung mit Brustchirurgie und Lipofilling ist entscheidend.
Warten Sie das endgültige Ergebnis nach drei bis sechs Monaten ab. Danach können eine zweite Sitzung, eine Korrektur der Symmetrie oder ein Hybridverfahren besprochen werden.
Weil frühe Techniken grosse Fettmengen auf einmal einbrachten, viel Fett abstarb und Verhärtungen und Verkalkungen entstanden, die die Vorsorge erschwerten. Mit schonenderen Techniken und besserer Bildgebung hat sich die Einschätzung verändert.
Weil Schwellung und das gesamte übertragene Fett zusammenkommen. In den folgenden Wochen nimmt das Volumen ab, bis nach drei bis sechs Monaten das endgültige Ergebnis erreicht ist.
Ja, wenn nach der Korrektur Dellen oder Unebenheiten zurückbleiben, etwa weil zu viel Gewebe entfernt wurde. Das Fett kann diese Stellen gezielt auffüllen.
Bei leichten Formen kann Eigenfett die Einziehung optisch ausgleichen. Bei ausgeprägten Formen kommen andere Verfahren in Frage. Eine fachärztliche Beurteilung ist nötig.
Bei einseitig fehlendem Brustmuskel, wie beim Poland-Syndrom, kann Eigenfett die Kontur verbessern, oft über mehrere Sitzungen und manchmal kombiniert mit Implantaten.
Mit regelmässigen Fotos, realistischen Erwartungen, einem stabilen Gewicht und dem Wissen, dass die Volumenabnahme normal ist. Bei Unsicherheit hilft ein Gespräch mit unserem Team oder dem Chirurgen.
Ja, sofern die Gesundheit gut ist und die Vorsorgeuntersuchungen unauffällig sind. Ab einem gewissen Alter ist eine Mammografie vor dem Eingriff besonders wichtig.
Ja, und das ist wichtig. Informieren Sie das Screening-Programm über den Eingriff, damit die Bilder richtig eingeordnet werden.
Mit einem stabilen Gewicht, regelmässiger Bewegung, dem Verzicht auf Rauchen und einem gut sitzenden BH, besonders beim Sport. Schwangerschaften und Wechseljahre können die Brust dennoch verändern.
An garantierten Körbchengrössen, festen sehr hohen Anwachsraten, fehlender Frage nach der Vorsorge, sehr grossen Mengen in einer Sitzung und unklaren Zellprodukten.
Ja, der Operationsbericht sollte die Menge pro Seite, die Entnahmestellen und die Technik festhalten. Er ist wichtig für spätere Vorsorgeuntersuchungen und Nachbehandlungen.
Ihre Wünsche werden berücksichtigt, sofern dort genügend Fett vorhanden ist. Manchmal werden mehrere Stellen kombiniert, um ausreichend Fett zu gewinnen und die Konturen harmonisch zu halten.
Meist noch am selben Tag, sobald die Narkose abgeklungen ist. Frühes Aufstehen und Gehen sind wichtig, um Thrombosen vorzubeugen.
Der Chirurg vergleicht beide Seiten während des Eingriffs, oft auch in halbsitzender Position. Die übertragenen Mengen pro Seite werden dokumentiert.
An der Brust in der Regel nicht. An grösseren Entnahmestellen werden gelegentlich kurze Drainagen verwendet, meist genügen aber Kompression und kleine Einstiche.
Wählen Sie eine Phase mit stabilem Gewicht, ohne geplante Schwangerschaft in naher Zukunft und mit genügend Zeit für die Erholung. Viele bevorzugen die kühlere Jahreszeit wegen der Kompressionskleidung.
Wir erinnern Sie an die empfohlene Untersuchung und erklären, welche Unterlagen der Chirurg benötigt. Die Bildgebung selbst erfolgt idealerweise in der Schweiz bei Ihrem Gynäkologen oder einem radiologischen Institut.
Dann wird der Befund zuerst in der Schweiz abgeklärt. Das Lipofilling wird erst geplant, wenn feststeht, dass kein behandlungsbedürftiger Befund vorliegt.
Die Bedingungen für Verschiebungen und Stornierungen sind in der Offerte festgehalten. Bei Krankheit oder einem unklaren Befund sollte der Eingriff in jedem Fall verschoben werden.
Ich habe Medespoir Schweiz wegen einer Botox-Injektion kontaktiert. Mir hat ihre Freundlichkeit sehr gefallen und ihre Schönheitsärztin ist sehr kompetent.
Frankreich
Meine Schwester und ich sind für eine Fettabsaugung und eine
Bauchdeckenstraffung nach Tunesien gekommen. Nachdem wir zwischen mehreren
Agenturen gezögert hatten, entschieden wir uns für Medespoir. Für uns, die wir
in Genf wohnen, war es eine Entscheidung, die auf dem Preis und dem
Namen des Schönheitschirurgen, der uns vorgeschlagen wurde. Das Ergebnis nach
drei Monaten ist für mich und meine Schwester sehr zufriedenstellend.
Genf
Für einen Mann ist der kleine Bauch überhaupt nicht ästhetisch. Ich kontaktierte Medespoir Schweiz für eine Fettabsaugung am Bauch im September 2019. Das Ergebnis hat mich umgehauen und ich war angenehm überrascht von der Qualität der Betreuung.
Genf
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