Die Kataraktoperation ist die Operation des Grauen Stars, bei dem sich die natürliche Augenlinse trübt. Dabei wird die getrübte Linse entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt, die Intraokularlinse. Die Kataraktoperation ist weltweit eine der häufigsten und sichersten Operationen überhaupt. Sie dauert meist nur etwa fünfzehn bis dreissig Minuten, erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung, und die meisten Menschen sehen bereits nach wenigen Tagen deutlich besser. Da der Graue Star eine Erkrankung ist, die das Sehen fortschreitend verschlechtert, wird die Operation in der Schweiz von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Deshalb ist für die meisten Menschen eine Behandlung in der Schweiz die naheliegende Wahl. Diese Seite erklärt dennoch ausführlich, was der Graue Star ist, wann eine Operation sinnvoll ist, wie sie abläuft, welche Kunstlinsen es gibt, welche Risiken bestehen und in welchen Situationen eine Behandlung im Ausland überhaupt in Frage kommt.
Informationen zu den verschiedenen Kunstlinsen, auch zu Premiumlinsen, die Fern- und Nahsicht korrigieren, finden Sie auf der Seite Intraokularlinse. Die Informationen ersetzen keine augenärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Beim Grauen Star trübt sich die Augenlinse. Bei der Kataraktoperation wird sie entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Die Operation ist kurz, ambulant und eine der sichersten Operationen überhaupt.
Die Kataraktoperation mit einer Standardlinse wird in der Schweiz von der Grundversicherung nach KVG übernommen. Für die meisten Menschen ist deshalb eine Operation in der Schweiz die beste Wahl.
Mögliche Komplikationen sind selten, etwa Entzündungen, ein erhöhter Augeninnendruck, eine Schwellung der Netzhautmitte und sehr selten eine schwere Infektion oder Netzhautablösung. Häufig entwickelt sich nach Monaten bis Jahren ein Nachstar, der mit einem Laser rasch behandelt wird. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Aufpreise für Premiumlinsen werden nicht übernommen. Geplante Behandlungen im Ausland werden nicht vergütet. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Die Augenlinse liegt hinter der Pupille und ist normalerweise klar und elastisch. Sie bündelt das Licht auf die Netzhaut und passt ihre Brechkraft an, um nahe und ferne Gegenstände scharf zu stellen. Mit dem Alter verändern sich die Eiweisse in der Linse, sie wird dichter, gelblicher und trüber. Diese Trübung heisst Katarakt oder Grauer Star, weil die Pupille bei fortgeschrittener Trübung grau erscheinen kann. Der Graue Star entwickelt sich meist langsam über Jahre und betrifft oft beide Augen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Die häufigste Form ist der Altersstar, der bei den meisten Menschen ab etwa sechzig Jahren in unterschiedlichem Mass auftritt. Weitere Ursachen sind Diabetes, die langfristige Einnahme von Kortison, frühere Augenverletzungen oder Augenoperationen, Entzündungen im Auge, starke Kurzsichtigkeit, Rauchen, viel Sonnenlicht ohne Schutz und seltener angeborene Formen bei Kindern. Der Graue Star ist nicht mit dem Grünen Star zu verwechseln, einer Schädigung des Sehnervs, meist durch einen erhöhten Augeninnendruck.
Die Beschwerden des Grauen Stars entwickeln sich schleichend. Typisch sind ein verschwommenes, wie durch einen Schleier oder eine milchige Scheibe gesehenes Bild, eine erhöhte Blendempfindlichkeit, besonders bei Gegenlicht und beim Autofahren in der Nacht, blassere, weniger kräftige Farben, ein verminderter Kontrast, sodass Stufen oder Gesichter schlechter erkannt werden, häufige Wechsel der Brillenstärke, manchmal eine zunehmende Kurzsichtigkeit, bei der ältere Menschen plötzlich wieder ohne Lesebrille lesen können, und Doppelbilder auf einem Auge. Viele Menschen bemerken die Veränderungen erst spät, weil sie langsam fortschreiten und das andere Auge ausgleicht. Die Diagnose stellt die Augenärztin mit einer Untersuchung an der Spaltlampe, einem Mikroskop, meist mit weitgestellten Pupillen.
| Beschwerde | Typische Situation |
|---|---|
| Schleiersehen | Allgemein verschwommenes Bild |
| Blendempfindlichkeit | Gegenlicht, Scheinwerfer in der Nacht |
| Blassere Farben | Farben wirken gelblich oder matt |
| Verminderter Kontrast | Stufen, Gesichter, Text schlechter erkennbar |
| Häufiger Brillenwechsel | Sehstärke verändert sich rasch |
| Doppelbilder auf einem Auge | Bei bestimmten Formen der Trübung |
Die Kataraktoperation gehört zu den ältesten Operationen der Menschheitsgeschichte. Schon vor über zweitausend Jahren wurde in Indien und im Mittelmeerraum der sogenannte Starstich durchgeführt, bei dem die getrübte Linse mit einer Nadel in den Glaskörper gedrückt wurde. Das Auge sah danach Licht und grobe Formen, aber ohne Linse sehr unscharf, und Komplikationen wie Infektionen und Erblindung waren häufig. Im achtzehnten Jahrhundert entwickelte ein französischer Augenarzt die Entfernung der Linse aus dem Auge. Lange Zeit mussten die Menschen nach der Operation dicke Starbrillen tragen, weil die Brechkraft der Linse fehlte. Einen entscheidenden Fortschritt brachte 1949 die erste Implantation einer Kunstlinse durch einen britischen Augenarzt, der beobachtet hatte, dass Splitter aus Kunststoff von Flugzeugkanzeln im Auge von Piloten gut vertragen wurden. In den 1960er-Jahren wurde die Phakoemulsifikation mit Ultraschall entwickelt, die kleine Schnitte ermöglichte. Seit den 1980er- und 1990er-Jahren werden faltbare Linsen verwendet, die durch sehr kleine Schnitte eingesetzt werden. Heute ist die Kataraktoperation eine der häufigsten und erfolgreichsten Operationen weltweit.
Die natürliche Augenlinse ist ein klarer, bikonvexer Körper von etwa zehn Millimetern Durchmesser und vier Millimetern Dicke, der von einer dünnen Kapsel umgeben ist und über feine Fasern, die Zonulafasern, am Ziliarmuskel aufgehängt ist. Wenn sich dieser Muskel anspannt, entspannen sich die Fasern, die elastische Linse wölbt sich stärker, und das Auge stellt auf die Nähe scharf. Diese Fähigkeit, die Akkommodation, nimmt mit dem Alter ab, weil die Linse härter wird, was die Alterssichtigkeit erklärt. Die Linse besteht vor allem aus Wasser und besonderen Eiweissen, den Kristallinen, die in einer sehr regelmässigen Anordnung für die Klarheit sorgen. Mit dem Alter und durch schädliche Einflüsse verändern sich diese Eiweisse, verklumpen und streuen das Licht, was die Trübung verursacht. Der Kern der Linse wird zudem gelblich bis bräunlich. Je nach Ort der Trübung unterscheidet man einen Kernstar im Zentrum, einen Rindenstar am Rand und einen Star unter der hinteren Kapsel, der besonders bei Diabetes und Kortisoneinnahme auftritt und früh die Lesefähigkeit und die Blendempfindlichkeit beeinträchtigt.
Es gibt kein Medikament und keine Tropfen, die einen Grauen Star rückgängig machen. Die einzige wirksame Behandlung ist die Operation. Wann sie durchgeführt wird, hängt nicht von einem bestimmten Stadium ab, sondern davon, wie stark die Trübung den Alltag beeinträchtigt. Wenn Lesen, Autofahren, Arbeiten, Fernsehen, das Erkennen von Gesichtern oder die Orientierung schwierig werden, ist meist der Zeitpunkt für eine Operation gekommen. Für das Autofahren gelten in der Schweiz Mindestanforderungen an die Sehschärfe, die bei einem fortgeschrittenen Grauen Star oft nicht mehr erfüllt sind. In bestimmten Situationen wird früher operiert, etwa wenn die Linse so dick wird, dass sie einen Grünen Star auslösen kann, wenn der Augenhintergrund wegen der Trübung nicht mehr beurteilt werden kann, etwa bei Diabetes, oder wenn ein grosser Unterschied zwischen beiden Augen besteht. Früher wartete man, bis der Graue Star reif war. Heute wird eher früher operiert, weil eine weiche Linse leichter zu entfernen ist und die Komplikationsrate geringer ist.
Vor der Operation werden beide Augen gründlich untersucht. Die Augenärztin prüft die Sehschärfe, den Augeninnendruck, die Hornhaut, die Linse, die Netzhaut und den Sehnerv, um andere Ursachen einer Sehverschlechterung wie eine altersbedingte Makuladegeneration, einen Grünen Star oder eine diabetische Netzhauterkrankung zu erkennen, die das Ergebnis der Operation begrenzen können. Mit einem optischen Messgerät, der Biometrie, werden die Länge des Auges, die Wölbung der Hornhaut und die Tiefe der vorderen Augenkammer gemessen. Aus diesen Werten wird die Brechkraft der Kunstlinse berechnet, die nach der Operation ein scharfes Sehen in der gewünschten Entfernung ermöglicht. Bei dieser Gelegenheit wird besprochen, ob nach der Operation vor allem in der Ferne ohne Brille gesehen werden soll, mit einer Lesebrille für die Nähe, oder ob eine Premiumlinse gewünscht ist. Weiche Kontaktlinsen sollten vor der Messung einige Tage, harte Kontaktlinsen einige Wochen nicht getragen werden. Nach einer früheren Laserkorrektur sind die ursprünglichen Messwerte für eine genaue Berechnung besonders hilfreich.
Die Kataraktoperation erfolgt heute fast immer mit der Phakoemulsifikation. Das Auge wird mit Tropfen oder einer kleinen Spritze örtlich betäubt, oft zusammen mit einem leichten Beruhigungsmittel. Über einen Schnitt von etwa zwei bis drei Millimetern am Rand der Hornhaut öffnet die Chirurgin die vordere Kapsel der Linse rund. Dann wird der getrübte Linsenkern mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt, und die Linsenreste werden entfernt. Die dünne hintere Linsenkapsel bleibt erhalten und dient als Tasche, in die die gefaltete Kunstlinse eingesetzt wird, die sich im Auge entfaltet. Der kleine Schnitt schliesst sich meist von selbst, ohne Naht. Bei der femtosekundenlaserassistierten Kataraktoperation werden einige Schritte, etwa die Öffnung der Kapsel und die Zerkleinerung der Linse, mit einem Laser vorbereitet. Diese Technik ist genauer, hat sich aber in Studien nicht als eindeutig besser für das Ergebnis erwiesen. Die Operation dauert meist etwa fünfzehn bis dreissig Minuten. Beide Augen werden in der Regel an verschiedenen Tagen operiert, oft im Abstand von einigen Tagen bis Wochen.
Die Kataraktoperation wird fast immer in örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei der Tropfenanästhesie werden betäubende Tropfen auf das Auge gegeben, manchmal ergänzt durch ein Betäubungsmittel, das während der Operation ins Auge gegeben wird. Das Auge ist schmerzfrei, kann sich aber noch bewegen, weshalb die Mitarbeit der Patientin oder des Patienten wichtig ist. Bei der Injektionsanästhesie wird ein Betäubungsmittel neben oder hinter das Auge gespritzt, was das Auge schmerzfrei und unbeweglich macht. Diese Form wird bei ängstlichen Menschen, bei schwierigen Operationen oder bei Menschen eingesetzt, die das Auge nicht ruhig halten können. Oft wird zusätzlich ein leichtes Beruhigungsmittel über eine Vene gegeben, das entspannt, ohne einzuschläfern. Eine Vollnarkose ist nur selten nötig, etwa bei Kindern, bei Menschen mit starker Demenz, Bewegungsstörungen oder grosser Angst. Die Wahl der Betäubung wird vor der Operation besprochen.
Nach einer erfolgreichen Kataraktoperation bleiben regelmässige augenärztliche Kontrollen wichtig. Sie dienen der Früherkennung eines Nachstars, der Kontrolle des Augeninnendrucks und der Netzhaut und der Erkennung anderer altersbedingter Augenerkrankungen wie Makuladegeneration und Grüner Star, die unabhängig von der Operation auftreten können. Die Brille sollte angepasst werden, wenn sich das Sehen verändert. Menschen mit Diabetes sollten ihre Netzhaut mindestens jährlich kontrollieren lassen. Bei plötzlichen Veränderungen des Sehens, Lichtblitzen oder einem Schatten im Gesichtsfeld sollte sofort eine Augenärztin aufgesucht werden. Bewahren Sie den Linsenpass und den Operationsbericht auf.
Unser Team berät Sie offen, ob eine Kataraktoperation in Tunesien für Sie sinnvoll ist. Für die meisten Menschen in der Schweiz empfehlen wir die Operation in der Schweiz mit Kostenübernahme durch die Grundversicherung. Wenn in Ihrer Situation eine Operation in Tunesien in Frage kommt, leiten wir Ihre Befunde an das Team weiter, erstellen eine transparente Offerte, organisieren den Aufenthalt und helfen bei der Organisation der Nachsorge in der Schweiz.
Die Kataraktoperation ist eine der sichersten und erfolgreichsten Operationen der Medizin und verbessert das Sehen bei den meisten Menschen deutlich. Sie wird in der Schweiz mit Standardlinse von der Grundversicherung übernommen, was eine Behandlung in der Schweiz für die meisten zur besten Wahl macht. Premiumlinsen bieten mehr Brillenfreiheit, erfordern aber einen Aufpreis und sind nicht für alle Augen geeignet. Ein Nachstar ist eine häufige und leicht behandelbare Folge. Regelmässige Kontrollen bleiben auch nach der Operation wichtig.
Die Genauigkeit des Ergebnisses einer Kataraktoperation hängt stark von der richtigen Berechnung der Kunstlinse ab. Mit der optischen Biometrie wird die Länge des Auges auf Hundertstelmillimeter genau gemessen, dazu die Wölbung der Hornhaut, die Tiefe der vorderen Augenkammer und die Dicke der Linse. Diese Werte werden in spezielle Formeln eingegeben, die die Brechkraft der Kunstlinse berechnen, mit der das Auge nach der Operation in der gewünschten Entfernung scharf sieht. Moderne Formeln berücksichtigen mehrere Messwerte und sind bei normalen Augen sehr genau. Bei sehr kurzen oder sehr langen Augen, nach einer früheren Laserkorrektur oder bei unregelmässiger Hornhaut ist die Berechnung schwieriger, und eine leichte Abweichung der Brillenstärke nach der Operation ist häufiger. Bei torischen Linsen wird zusätzlich die Achse der Hornhautverkrümmung genau bestimmt und vor der Operation am Auge markiert. Die meisten Menschen erreichen nach der Operation eine Sehstärke nahe am Ziel. Eine kleine Abweichung wird mit einer Brille ausgeglichen. Bei einer grösseren Abweichung kann in seltenen Fällen ein Linsentausch oder eine Laserkorrektur der Hornhaut erwogen werden.
Viele Menschen möchten nach einer Kataraktoperation rasch wieder Auto fahren. Voraussetzung ist, dass die Sehschärfe beider Augen zusammen die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt und dass keine störenden Doppelbilder oder Blendungen bestehen. Nach der Operation des ersten Auges kann ein grosser Unterschied zwischen beiden Augen das räumliche Sehen beeinträchtigen, weshalb das Autofahren erst nach Freigabe durch die Augenärztin erfolgen sollte. Nach der Operation beider Augen und der Anpassung der Brille fahren viele sicherer als vorher, besonders in der Nacht. Wenn im Führerausweis eine Brillenpflicht eingetragen ist, sollte sie weiter beachtet werden, bis eine augenärztliche Bestätigung vorliegt.
Viele Menschen, die an Grauem Star leiden, haben gleichzeitig andere Augenerkrankungen, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Bei einer altersbedingten Makuladegeneration ist die Netzhautmitte geschädigt, sodass die Sehschärfe nach der Kataraktoperation begrenzt bleiben kann. Die Operation kann das Sehen trotzdem verbessern, weil die Trübung wegfällt, doch die Erwartungen sollten angepasst werden. Beim Grünen Star kann die Kataraktoperation den Augeninnendruck oft leicht senken, und in manchen Fällen wird sie mit einem Eingriff zur Drucksenkung kombiniert. Bei Diabetes sollte die Netzhaut vor und nach der Operation besonders sorgfältig kontrolliert werden, weil das Risiko für ein Makulaödem erhöht ist und eine bestehende diabetische Netzhauterkrankung vorher behandelt werden sollte. Bei einer Pseudoexfoliation, einer Ablagerung von Material in der Linse und im Auge, sind die Zonulafasern oft geschwächt, und die Operation ist anspruchsvoller. Bei starker Kurzsichtigkeit ist das Risiko einer Netzhautablösung nach der Operation erhöht. Nach einer früheren Laserkorrektur ist die Berechnung der Kunstlinse schwieriger. Eine erfahrene Augenärztin berücksichtigt diese Situationen bei der Planung.
Bei der Kataraktoperation kann die Brechkraft der Kunstlinse so gewählt werden, dass das Auge nach der Operation in einer bestimmten Entfernung scharf sieht. Die meisten Menschen wählen eine Einstellung für die Ferne und benutzen eine Lesebrille für die Nähe. Manche, besonders Menschen, die lebenslang kurzsichtig waren und gerne ohne Brille lesen, wählen eine leichte Kurzsichtigkeit, sodass sie in der Nähe ohne Brille lesen können und für die Ferne eine Brille brauchen. Bei der Monovision wird ein Auge für die Ferne und das andere für die Nähe eingestellt. Wichtig ist, dass beide Augen aufeinander abgestimmt werden, weil ein zu grosser Unterschied zu Beschwerden führen kann. Wenn nur ein Auge operiert wird und das andere stark kurz- oder weitsichtig ist, muss dies besonders beachtet werden. Die Wahl sollte vor der Operation gemeinsam mit der Augenärztin getroffen werden.
| Zielrefraktion | Ohne Brille scharf | Brille nötig für | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Ferne | Autofahren, Fernsehen | Lesen, Handy | Die meisten Menschen |
| Leichte Kurzsichtigkeit | Lesen, Handarbeiten | Ferne, Autofahren | Frühere Kurzsichtige, die gern ohne Brille lesen |
| Monovision | Ferne mit einem, Nähe mit dem anderen Auge | Manchmal für lange Lektüre | Nach Test mit Kontaktlinsen |
| Premiumlinsen | Ferne, Mitte, Nähe | Oft keine | Wunsch nach Brillenfreiheit |
Menschen mit einem Grünen Star haben häufig auch einen Grauen Star, weil beide Erkrankungen mit dem Alter zunehmen. Beim Engwinkelglaukom, einer Form des Grünen Stars, bei der der Abfluss des Kammerwassers durch eine dicke Linse behindert wird, kann eine Kataraktoperation den Augeninnendruck deutlich senken, weil die dünne Kunstlinse mehr Platz schafft. Beim häufigeren Offenwinkelglaukom senkt die Operation den Druck oft leicht. In manchen Fällen wird die Kataraktoperation mit einem kleinen Eingriff zur Verbesserung des Kammerwasserabflusses kombiniert, etwa dem Einsetzen eines winzigen Implantats. Nach der Operation muss der Augeninnendruck kontrolliert werden, weil er vorübergehend ansteigen kann. Die Glaukommedikamente werden nach der Operation meist weitergeführt und gegebenenfalls angepasst. Da ein Grüner Star das Gesichtsfeld schädigen kann, bleibt die regelmässige Kontrolle auch nach der Kataraktoperation wichtig. Premiumlinsen sind bei fortgeschrittenem Grünem Star oft weniger geeignet, weil sie den Kontrast verringern können.
Nach früheren Augenoperationen, etwa einer Laserkorrektur, einer Netzhautoperation mit Silikonöl oder Gas, einer Glaukomoperation oder einer Hornhauttransplantation, ist die Kataraktoperation oft anspruchsvoller. Nach einer Netzhautoperation entwickelt sich häufig rascher ein Grauer Star. Nach einer Laserkorrektur ist die Linsenberechnung schwieriger. Nach einer Glaukomoperation muss das Filterkissen berücksichtigt werden. Bringen Sie alle Unterlagen früherer Operationen zur Voruntersuchung mit.
Am Tag der Kataraktoperation erscheinen Sie meist nüchtern oder nach einem leichten Frühstück, je nach Art der Betäubung und den Anweisungen der Klinik. Nehmen Sie Ihre üblichen Medikamente nach Rücksprache ein, und bringen Sie eine Liste der Medikamente mit. Blutverdünner werden bei einer Kataraktoperation meist weitergenommen, nach Absprache mit der Augenärztin. Tragen Sie bequeme Kleidung, kein Make-up und keinen Schmuck im Gesicht. Die Pupille des zu operierenden Auges wird mit Tropfen weitgestellt. Die Haut um das Auge wird desinfiziert, und ein steriles Tuch deckt das Gesicht ab, mit einer Öffnung für das Auge. Während der Operation liegen Sie auf dem Rücken und blicken in ein helles Licht. Sie sehen Farben und Bewegungen, aber keine scharfen Bilder. Die Chirurgin spricht mit Ihnen und sagt, was geschieht. Wichtig ist, ruhig zu liegen und den Kopf nicht zu bewegen. Nach der Operation erhalten Sie einen Verband oder eine Schutzkappe und ruhen einige Minuten, bevor Sie mit einer Begleitperson nach Hause gehen können.
Am Abend nach der Operation kann das Auge leicht schmerzen oder kratzen, was mit einfachen Schmerzmitteln gut behandelbar ist. Die Schutzkappe wird am nächsten Tag bei der Kontrolle entfernt. In den ersten Tagen ist das Sehen oft noch etwas verschwommen, verbessert sich aber rasch. Die Tropfen werden genau nach Plan verwendet, meist mehrmals täglich über einige Wochen mit abnehmender Häufigkeit. Duschen und Haarewaschen sind erlaubt, wenn kein Wasser und keine Seife ins Auge gelangen. Lesen, Fernsehen und Spaziergänge sind meist ab dem ersten Tag möglich. In den ersten Wochen sollten Sie das Auge vor Stössen, Staub und Wind schützen, nicht schwer heben, sich nicht stark vorbeugen und keine Gartenarbeit mit Staub machen. Nachts wird oft einige Tage eine Schutzkappe getragen. Die weiteren Kontrollen erfolgen meist nach etwa einer Woche und einem Monat.
Die meisten Menschen, die eine Kataraktoperation benötigen, sind über sechzig Jahre alt, viele über achtzig. Die Operation ist auch im hohen Alter gut möglich, weil sie kurz ist und in örtlicher Betäubung erfolgt. Ein besseres Sehen kann im Alter besonders wertvoll sein, weil es die Selbständigkeit, die Sicherheit beim Gehen und die Teilnahme am sozialen Leben fördert und das Sturzrisiko verringern kann. Bei älteren Menschen mit Erkrankungen wie Demenz, Parkinson oder schweren Herz- und Lungenerkrankungen kann eine besondere Vorbereitung nötig sein, etwa eine Begleitung während der Operation oder in seltenen Fällen eine Vollnarkose. Die Unterstützung durch Angehörige bei der Einnahme der Tropfen und bei den Kontrollen ist oft hilfreich.
Wenn beide Augen einen Grauen Star haben, wird meist zuerst das stärker betroffene Auge operiert. Das zweite Auge folgt oft nach einigen Tagen bis Wochen, wenn das erste Auge gut verheilt ist und die Messwerte des ersten Auges die Berechnung der zweiten Linse verfeinern können. In der Zeit zwischen den beiden Operationen kann ein grosser Unterschied in der Sehstärke zwischen beiden Augen bestehen, was zu Unsicherheit beim räumlichen Sehen, Kopfschmerzen oder Schwindel führen kann. Manchmal hilft eine vorübergehende Anpassung der Brille, etwa das Entfernen des Glases vor dem operierten Auge, oder eine Kontaktlinse auf dem noch nicht operierten Auge. In manchen Zentren werden in ausgewählten Fällen beide Augen am selben Tag operiert, mit getrennten sterilen Abläufen für jedes Auge. Dies spart Zeit und Wege, bringt aber das theoretische Risiko mit sich, dass eine Komplikation beide Augen betrifft. Die Entscheidung sollte gemeinsam mit der Augenärztin getroffen werden. Bei einer Operation im Ausland ist die Planung der Abstände zwischen den beiden Augen besonders wichtig.
Bei der Wahl der Klinik für eine Kataraktoperation sind die Erfahrung der Chirurgin, die Qualität der Voruntersuchung, die verwendeten Geräte, die Auswahl an Kunstlinsen, die Hygiene und die Organisation der Nachsorge wichtige Kriterien. Eine erfahrene Chirurgin führt jährlich eine grosse Zahl von Kataraktoperationen durch und kann auch bei schwierigen Situationen wie einer Pseudoexfoliation, einer engen Pupille oder einer sehr harten Linse sicher operieren. Fragen Sie nach der Erfahrung, nach der Biometrie, nach den Linsen und nach dem Umgang mit Komplikationen. In der Schweiz führen viele Augenkliniken und Praxen Kataraktoperationen mit hoher Qualität durch, oft mit kurzen Wartezeiten.
Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Beeinträchtigt der Graue Star Ihren Alltag, etwa beim Lesen, Autofahren oder Erkennen von Gesichtern? Haben Sie andere Augenerkrankungen, die das Ergebnis begrenzen können? Möchten Sie nach der Operation vor allem in der Ferne ohne Brille sehen, oder wünschen Sie eine möglichst weitgehende Brillenfreiheit? Nehmen Sie Medikamente wie Prostatamittel oder Blutverdünner? Haben Sie eine Grundversicherung in der Schweiz, die die Operation übernimmt? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie gezielt in die Beratung gehen.
Der Graue Star ist vor allem eine Erkrankung des höheren Alters, kann aber auch jüngere Menschen betreffen. Bei jüngeren Erwachsenen sind häufige Ursachen ein Diabetes, eine langfristige Einnahme von Kortison als Tabletten, Spray oder Tropfen, frühere Augenverletzungen, eine starke Kurzsichtigkeit, Entzündungen im Auge, bestimmte Hauterkrankungen wie die Neurodermitis, Stoffwechselerkrankungen und eine Bestrahlung. Bei jüngeren Menschen ist die Linse noch elastisch und ermöglicht eine Akkommodation, die nach der Operation verloren geht, weil die Kunstlinse sich nicht verformen kann. Jüngere Menschen verlieren deshalb nach einer Kataraktoperation die Fähigkeit, zwischen Nähe und Ferne scharf zu stellen, und benötigen je nach Linse eine Lesebrille. Premiumlinsen können hier eine Möglichkeit sein. Die Voruntersuchung und die Linsenwahl erfordern bei jüngeren Menschen besondere Sorgfalt. Auch das Risiko für eine Netzhautablösung nach der Operation ist bei jüngeren, kurzsichtigen Menschen erhöht.
Ein angeborener oder früh erworbener Grauer Star bei Kindern ist selten, muss aber rasch erkannt und behandelt werden, weil eine Trübung in der Kindheit die Entwicklung des Sehens stören und zu einer bleibenden Schwachsichtigkeit führen kann. Zeichen können eine weissliche Pupille, ein Schielen oder ein Augenzittern sein. Die Behandlung erfolgt in spezialisierten Kinderaugenkliniken in der Schweiz, oft in Vollnarkose und mit einer langen Nachsorge mit Brillen, Kontaktlinsen und Sehtraining. Medespoir vermittelt keine Behandlungen an Minderjährige.
Eine gute Kommunikation hilft, die Operation passend zu planen. Beschreiben Sie, welche Tätigkeiten Ihnen im Alltag wichtig sind, etwa Lesen, Autofahren, Handarbeiten, Computerarbeit oder Sport, und ob Sie nach der Operation lieber in der Ferne oder in der Nähe ohne Brille sehen möchten. Teilen Sie alle Medikamente, Erkrankungen und früheren Augenoperationen mit, auch eine frühere Laserkorrektur. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen, und lassen Sie sich die Wahl der Linse erklären.
Nach der Operation wird das Auge mit einem Verband oder einer Schutzkappe abgedeckt. Sie können die Klinik nach kurzer Zeit mit einer Begleitperson verlassen. In den ersten Tagen kann das Auge leicht gerötet sein, kratzen oder tränen, und das Sehen ist oft noch etwas verschwommen. Die meisten bemerken aber bereits am nächsten Tag eine deutliche Verbesserung, besonders der Farben und der Helligkeit. Die erste Kontrolle erfolgt meist am nächsten Tag. In den ersten Wochen werden entzündungshemmende und antibiotische Tropfen nach Plan verwendet. Das Auge sollte nicht gerieben oder gedrückt werden, und nachts wird oft eine Schutzkappe getragen. Staub, Schwimmbad, Sauna, Augen-Make-up und schweres Heben sollten in den ersten ein bis zwei Wochen gemieden werden. Lesen, Fernsehen und leichte Tätigkeiten sind meist bald wieder möglich. Die Brille wird nach etwa vier bis sechs Wochen angepasst, wenn sich das Auge stabilisiert hat.
| Zeitpunkt | Was geschieht | Empfehlungen |
|---|---|---|
| Tag der Operation | Verband oder Schutzkappe, Ruhe | Begleitperson, nicht selbst fahren |
| Nächster Tag | Erste Kontrolle, deutlich besseres Sehen | Tropfen nach Plan |
| Erste Wochen | Leichte Reizung, Heilung | Nicht reiben, Schutzkappe nachts |
| Nach vier bis sechs Wochen | Stabilisierung | Brillenanpassung |
Die Kataraktoperation ist eine der sichersten Operationen, doch wie jeder Eingriff hat sie Risiken.
Wenden Sie sich sofort an die operierende Klinik oder eine Augenklinik bei zunehmenden Schmerzen, einer deutlichen Verschlechterung des Sehens, zunehmender Rötung, Schwellung der Lider, Eiter, Lichtblitzen, einem Schatten oder Vorhang im Gesichtsfeld oder zahlreichen neuen schwarzen Punkten. Diese Zeichen können auf eine Infektion oder eine Netzhautablösung hinweisen, die rasch behandelt werden müssen.
Der Nachstar, fachlich hintere Kapseltrübung, ist die häufigste Spätfolge der Kataraktoperation und betrifft einen erheblichen Teil der operierten Augen im Laufe der Jahre. Er entsteht, weil Zellen, die nach der Entfernung der Linse in der Kapsel verbleiben, wachsen und die hintere Kapsel hinter der Kunstlinse trüben. Das Sehen wird allmählich wieder verschwommen und blendempfindlich, ähnlich wie beim ursprünglichen Grauen Star. Der Nachstar ist keine Komplikation im eigentlichen Sinn, sondern eine häufige Folge, die sich einfach behandeln lässt. Die Behandlung erfolgt ambulant mit einem YAG-Laser. Nach dem Weitstellen der Pupille und dem Einträufeln betäubender Tropfen sitzen Sie vor dem Gerät, und die Augenärztin öffnet mit kurzen Laserimpulsen in der Mitte der Kapsel ein kleines Fenster. Die Behandlung dauert wenige Minuten, ist schmerzfrei, und das Sehen verbessert sich meist innerhalb von Stunden bis Tagen. Mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehend vermehrte schwarze Punkte, ein leichter Anstieg des Augeninnendrucks und sehr selten eine Netzhautablösung oder ein Makulaödem. Ein erneuter Nachstar tritt nach der Laserbehandlung meist nicht auf. Die Behandlung wird in der Schweiz von der Grundversicherung übernommen und sollte am Wohnort erfolgen.
Bei einer Kataraktoperation in der Schweiz mit Standardlinse fallen für die Patientin oder den Patienten nur Franchise und Selbstbehalt an, und auch die Nachkontrollen und eine spätere Nachstarbehandlung werden übernommen. Bei einer Operation im Ausland werden diese Leistungen nicht vergütet, und die Reisekosten kommen hinzu. Die Nachkontrollen und eine allfällige Nachstarbehandlung in der Schweiz werden in der Regel übernommen, wenn sie medizinisch nötig sind. Bei Premiumlinsen ist der Aufpreis selbst zu bezahlen, unabhängig vom Ort der Operation. Ein Kostenvergleich lohnt sich deshalb vor allem beim Aufpreis für Premiumlinsen, nicht bei der Standardoperation. Kostenvergleiche sind dabei stets indikativ und nicht vertraglich.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass eine Kataraktoperation erst bei starker Sehverschlechterung sinnvoll ist. Sie ist sinnvoll, sobald die Trübung den Alltag beeinträchtigt. Ein zweites Missverständnis ist, dass eine Premiumlinse immer besser ist. Sie bietet mehr Brillenfreiheit, kann aber Lichthöfe und Blendungen verursachen und ist nicht für alle Augen geeignet. Ein drittes Missverständnis betrifft die Krankenkasse: Die Standardoperation wird in der Schweiz übernommen, eine geplante Operation im Ausland nicht. Und schliesslich wird der Nachstar oft mit einem Misserfolg verwechselt, obwohl er eine häufige und leicht behandelbare Folge ist.
Obwohl die Kataraktoperation in örtlicher Betäubung erfolgt, sollten die Allgemeingesundheit und die Medikamente berücksichtigt werden. Ein gut eingestellter Blutdruck und Blutzucker verringern das Risiko für Komplikationen. Bestimmte Medikamente gegen Prostatabeschwerden, sogenannte Alphablocker wie Tamsulosin, können die Iris während der Operation schlaff machen und die Pupille verengen, was die Operation erschwert. Dieses Syndrom heisst intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom. Wichtig ist, der Augenärztin mitzuteilen, dass man solche Medikamente nimmt oder genommen hat, auch wenn sie abgesetzt wurden, damit sich das Team vorbereiten kann. Ein Absetzen vor der Operation hilft meist nicht. Auch Blutverdünner, Kortison, Medikamente gegen Diabetes und Augentropfen sollten mitgeteilt werden. Menschen, die nicht flach liegen können, etwa wegen Rücken-, Herz- oder Lungenerkrankungen, sollten dies vorher besprechen, damit die Lagerung angepasst werden kann. Bei starkem Husten oder unkontrolliertem Zittern kann die Operation verschoben oder anders geplant werden.
Die Kataraktoperation erfolgt unter streng sterilen Bedingungen, weil eine Infektion im Auge, die Endophthalmitis, zwar sehr selten, aber schwerwiegend ist. Die Haut um das Auge und die Bindehaut werden mit einer desinfizierenden Lösung behandelt, das Operationsfeld wird steril abgedeckt, und die Instrumente sind steril oder Einwegmaterial. Oft wird am Ende der Operation ein Antibiotikum ins Auge gegeben, um Infektionen vorzubeugen. Nach der Operation werden antibiotische Tropfen verwendet. Die Kunstlinsen stammen von zugelassenen Herstellern, und ihre Daten werden dokumentiert, damit bei späteren Untersuchungen bekannt ist, welche Linse eingesetzt wurde. Achten Sie darauf, dass die Klinik diese Standards erfüllt, und lassen Sie sich den Linsenpass mit den Daten der Kunstlinse geben.
Wenn Sie sich in einer besonderen Situation für eine Kataraktoperation im Ausland entscheiden, sollten Sie einige Punkte beachten. Planen Sie einen Aufenthalt, der mindestens die Kontrolle am Tag nach der Operation und idealerweise eine weitere Kontrolle nach einigen Tagen einschliesst. Wenn beide Augen operiert werden sollen, verlängert sich der Aufenthalt, oder das zweite Auge wird in einem späteren Aufenthalt operiert. Lassen Sie sich einen vollständigen Bericht mit der Art der Linse, ihrer Brechkraft und dem Verlauf der Operation sowie den Linsenpass geben. Vereinbaren Sie die weiteren Kontrollen vorab bei einer Augenärztin in der Schweiz. Klären Sie, dass eine spätere Nachstarbehandlung in der Schweiz erfolgen kann. Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung und empfehlen offen, wenn eine Operation in der Schweiz sinnvoller ist.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Ein Mann Anfang siebzig wird beim Autofahren in der Nacht zunehmend von Scheinwerfern geblendet. Die Augenärztin stellt einen Grauen Star auf beiden Augen fest. Die Operation erfolgt in der Schweiz mit Standardlinsen und wird von der Grundversicherung übernommen. Er fährt danach wieder sicher.
Eine Frau Mitte sechzig mit beginnendem Grauem Star wünscht sich, nach der Operation möglichst ohne Brille zu sehen. Nach einer Beratung entscheidet sie sich für trifokale Linsen und bezahlt den Aufpreis selbst.
Ein Mann Ende siebzig hat einen Grauen Star und eine altersbedingte Makuladegeneration. Die Augenärztin erklärt, dass die Operation das Sehen verbessern kann, aber nicht vollständig. Nach der Operation sind die Farben kräftiger, die Lesefähigkeit bleibt eingeschränkt.
Eine Frau Anfang siebzig sieht zwei Jahre nach einer Kataraktoperation wieder verschwommen. Die Augenärztin stellt einen Nachstar fest und behandelt ihn mit dem YAG-Laser in wenigen Minuten. Das Sehen ist danach wieder klar.
Ein Mann Mitte sechzig mit Diabetes hat einen Star unter der hinteren Kapsel. Vor der Operation wird die Netzhaut untersucht und behandelt. Nach der Operation werden die Kontrollen wegen des erhöhten Risikos für ein Makulaödem engmaschig durchgeführt.
Nein, heute wird operiert, wenn die Trübung den Alltag beeinträchtigt.
Nein, die Kunstlinse ersetzt die Brechkraft der natürlichen Linse. Oft genügt eine Lesebrille.
Die Linse kann sich nicht erneut trüben, weil sie ersetzt wurde. Ein Nachstar ist eine Trübung der Kapsel, die rasch mit dem Laser behandelt wird.
Die Kataraktoperation gehört zu den sichersten Operationen, schwere Komplikationen sind selten.
Nein, sie hält in der Regel ein Leben lang.
Der Graue Star entwickelt sich so langsam, dass viele Menschen die Verschlechterung des Sehens kaum bemerken und sich an das trübe Bild gewöhnen. Erst nach der Operation wird ihnen bewusst, wie stark das Sehen eingeschränkt war. Viele beschreiben die Zeit danach als wie ein neues Sehen, mit leuchtenden Farben, mehr Helligkeit und mehr Sicherheit im Alltag. Manche haben Angst vor einem Eingriff am Auge, besonders wenn nur ein Auge noch gut sieht. Eine ausführliche Aufklärung, die Möglichkeit eines Beruhigungsmittels und das Wissen, dass die Operation kurz und in der Regel schmerzfrei ist, helfen. Für ältere Menschen, die allein leben, kann ein besseres Sehen die Selbständigkeit deutlich verlängern.
Ein Grauer Star lässt sich nicht vollständig verhindern, weil er vor allem eine Folge des Alters ist. Einige Massnahmen können sein Auftreten aber möglicherweise verzögern. Eine Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz und ein Hut mit Krempe schützen die Augen vor ultraviolettem Licht, besonders in den Bergen, am Wasser und in sonnigen Ländern wie Tunesien. Der Verzicht auf Rauchen verringert das Risiko deutlich. Ein gut eingestellter Diabetes und ein massvoller Umgang mit Alkohol sind ebenfalls günstig. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, die Antioxidantien enthält, wird oft empfohlen, die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln ist aber nicht eindeutig belegt. Kortison sollte nur so lange und so hoch dosiert eingenommen werden, wie medizinisch nötig, nach ärztlicher Anweisung. Eine Schutzbrille bei Arbeiten mit Verletzungsrisiko für die Augen beugt Verletzungen vor, die einen Grauen Star auslösen können. Regelmässige augenärztliche Kontrollen ab etwa vierzig Jahren helfen, Augenerkrankungen früh zu erkennen.
Studien zeigen, dass eine Kataraktoperation nicht nur das Sehen, sondern auch die Lebensqualität deutlich verbessern kann. Menschen nach einer Kataraktoperation berichten über mehr Sicherheit im Alltag, beim Autofahren, Lesen und Erkennen von Gesichtern, mehr Freude an Hobbys und sozialen Aktivitäten und ein besseres Wohlbefinden. Bei älteren Menschen wurde nach einer Kataraktoperation ein geringeres Risiko für Stürze, Hüftbrüche und Autounfälle beobachtet. Einige Studien deuten zudem darauf hin, dass ein besseres Sehen mit einer langsameren Abnahme der geistigen Fähigkeiten im Alter verbunden sein könnte, was aber noch weiter erforscht wird.
Die Augenärztin in der Schweiz ist bei einem Grauen Star die zentrale Ansprechpartnerin. Sie stellt die Diagnose, beurteilt den richtigen Zeitpunkt für die Operation, untersucht die Augen auf andere Erkrankungen, führt die Biometrie durch und berät bei der Wahl der Linse. Viele Augenärztinnen operieren selbst oder überweisen an eine Augenklinik. Nach der Operation übernimmt sie die Kontrollen, die Anpassung der Brille und die Behandlung eines Nachstars. Auch langfristig bleibt sie wichtig für die Früherkennung anderer Augenerkrankungen. Die Behandlung durch die Augenärztin wird in der Schweiz von der Grundversicherung übernommen. Wer eine Operation im Ausland erwägt, sollte die Augenärztin vorher informieren, damit die Nachsorge gewährleistet ist.
Eine Kataraktoperation ist kein Notfall, sondern ein planbarer Eingriff. Der richtige Zeitpunkt hängt davon ab, wie stark die Trübung den Alltag beeinträchtigt. Wer die Operation lange hinauszögert, riskiert, dass die Linse härter wird und die Operation etwas anspruchsvoller wird, und lebt länger mit einer eingeschränkten Sicht. Planen Sie die Operation so, dass Sie in den ersten Wochen danach keine Reisen mit Staub, Hitze oder Schwimmen und keine anstrengenden körperlichen Tätigkeiten geplant haben. Für die Kontrollen nach einem Tag, einer Woche und einem Monat sollten Sie erreichbar sein.
Nach einer Kataraktoperation merken die meisten Menschen die Kunstlinse im Auge nicht. Sie kann weder verrutschen, wenn man sich bückt, noch muss sie gepflegt werden. Sportliche Aktivitäten, Reisen, Fliegen und Schwimmen sind nach der Heilung ohne Einschränkungen möglich. Auch Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomografie sind mit einer Kunstlinse möglich. Die Kunstlinse schützt oft vor ultraviolettem Licht, eine Sonnenbrille bleibt aber sinnvoll, um die Netzhaut zu schützen. Bewahren Sie den Linsenpass auf und zeigen Sie ihn bei späteren Augenuntersuchungen vor.
Eine gute Planung einer Kataraktoperation beruht auf einer gründlichen Untersuchung beider Augen, einer genauen Biometrie, einer Beurteilung anderer Augenerkrankungen, einer Beratung zur Zielrefraktion und zur Wahl der Linse, einer Klärung der Medikamente und der Allgemeingesundheit, einer offenen Aufklärung über Risiken und einer geregelten Nachsorge mit Kontrollen am nächsten Tag, nach einer Woche und nach einem Monat. Vorsicht ist angebracht, wenn eine Premiumlinse ohne Berücksichtigung der Augengesundheit empfohlen wird, wenn die Nachsorge nicht geregelt ist oder wenn der Operationsbericht und der Linsenpass nicht ausgehändigt werden.
Bei der Kataraktoperation wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt, deren Brechkraft genau berechnet wird. Die Standardlinse ist eine monofokale Linse, die das Sehen in einer Entfernung scharf stellt, meist in der Ferne. Für die Nähe wird dann eine Lesebrille benötigt. Monofokale Linsen liefern eine sehr gute Bildqualität und verursachen kaum Blendungen. Torische Linsen gleichen zusätzlich eine Hornhautverkrümmung aus. Multifokale und trifokale Linsen haben mehrere Brennpunkte und ermöglichen ein Sehen in der Ferne, in der mittleren Entfernung und in der Nähe, sodass viele Menschen weitgehend ohne Brille auskommen. Dafür können Lichthöfe und Blendungen in der Nacht auftreten, und der Kontrast kann etwas geringer sein. Linsen mit erweiterter Tiefenschärfe liegen dazwischen, mit einem guten Sehen in der Ferne und der mittleren Entfernung und weniger Nebenwirkungen als Multifokallinsen, aber oft mit einer Lesebrille für kleine Schrift. Die Wahl der Linse hängt von den Wünschen, dem Alltag, der Augengesundheit und den Messwerten ab. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Seite Intraokularlinse.
| Linsenart | Scharfes Sehen | Brille | Nebenwirkungen | Kostenübernahme in der Schweiz |
|---|---|---|---|---|
| Monofokal | Eine Entfernung, meist Ferne | Lesebrille nötig | Kaum Blendung | Ja |
| Torisch | Eine Entfernung, mit Ausgleich der Verkrümmung | Lesebrille meist nötig | Kaum Blendung | Aufpreis meist selbst |
| Multifokal, trifokal | Ferne, Mitte, Nähe | Oft ohne Brille | Lichthöfe, Blendung möglich | Aufpreis selbst |
| Erweiterte Tiefenschärfe | Ferne, Mitte | Lesebrille für kleine Schrift | Weniger Blendung | Aufpreis selbst |
Da die Kataraktoperation mit einer Standardlinse in der Schweiz von der Grundversicherung übernommen wird und für die Patientin oder den Patienten nur Franchise und Selbstbehalt anfallen, ist eine Behandlung in der Schweiz für die meisten Menschen die beste Wahl. Hinzu kommt, dass die Nachsorge, die Kontrolle am nächsten Tag, die Behandlung von Komplikationen und die Behandlung eines späteren Nachstars am Wohnort einfacher sind. Eine Operation im Ausland kann allenfalls für Menschen in Frage kommen, die keine Grundversicherung in der Schweiz haben, die sehr lange Wartezeiten vermeiden möchten oder die eine Premiumlinse wünschen und den Aufpreis im Ausland als günstiger empfinden. In diesen Fällen sollte der Aufenthalt so geplant werden, dass mindestens die Kontrolle am nächsten Tag und idealerweise eine Kontrolle nach einigen Tagen vor Ort erfolgen, und die weitere Nachsorge in der Schweiz sollte organisiert sein. Wir sagen Ihnen offen, wenn eine Operation in der Schweiz für Sie sinnvoller ist.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten Standardlinse | Grundversicherung, Franchise und Selbstbehalt | Keine Vergütung durch die Grundversicherung |
| Aufpreis Premiumlinse | Selbst bezahlt | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Kontrolle am nächsten Tag | Am Wohnort | Vor Ort |
| Nachstar, Komplikationen | Am Wohnort | In der Schweiz |
| Empfehlung | Für die meisten die beste Wahl | Nur in besonderen Situationen |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu den Augenärzten und den verwendeten Linsen stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Arzt und der Klinik. Bei einer Kataraktoperation empfehlen wir Ihnen ausdrücklich, zuerst die Operation in der Schweiz mit Kostenübernahme durch die Grundversicherung zu prüfen.
Die Kosten hängen von der Art der Kunstlinse, der Voruntersuchung, der Technik, den Kontrollen, der Klinik und dem Aufenthalt ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Standardlinse von der Grundversicherung übernommen |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Selbstzahlung, Reisekosten separat |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte.
Die Kataraktoperation ist in der Schweiz eine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG, wenn sie medizinisch angezeigt ist. Übernommen werden die Operation mit einer Standardlinse, die Voruntersuchungen, die Nachkontrollen und die Behandlung eines Nachstars mit dem Laser. Aufpreise für Premiumlinsen wie torische, multifokale oder trifokale Linsen und für eine laserassistierte Operation werden in der Regel nicht übernommen und müssen selbst bezahlt werden, manchmal beteiligt sich eine Zusatzversicherung. Bei besonderen Situationen, etwa einer sehr ausgeprägten Hornhautverkrümmung, kann eine Kostengutsprache für eine torische Linse geprüft werden. Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nicht vergütet, weil das KVG dem Territorialitätsprinzip folgt. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt.
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine augenärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Die Kataraktoperation erfordert eine gründliche Voruntersuchung.
Zunehmende Schmerzen, eine Verschlechterung des Sehens, Lichtblitze oder ein Schatten im Gesichtsfeld nach der Operation erfordern sofortige Hilfe. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Die Kataraktoperation mit Standardlinse ist in der Schweiz eine Leistung der Grundversicherung nach KVG. Geplante Behandlungen im Ausland werden nicht vergütet.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Eine Trübung der natürlichen Augenlinse, die das Sehen schleichend verschlechtert.
Eine Operation, bei der die getrübte Linse entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt wird.
Weil die Pupille bei fortgeschrittener Trübung grau erscheinen kann.
Der Graue Star ist eine Linsentrübung, der Grüne Star eine Schädigung des Sehnervs, meist durch erhöhten Augeninnendruck.
Die häufigste Form, der Altersstar, tritt bei den meisten Menschen ab etwa sechzig Jahren in unterschiedlichem Mass auf.
Diabetes, langfristige Kortisoneinnahme, Augenverletzungen, frühere Operationen, Entzündungen, starke Kurzsichtigkeit, Rauchen und viel Sonnenlicht.
Nein, es gibt kein Medikament, das die Trübung rückgängig macht. Die einzige wirksame Behandlung ist die Operation.
Oft ja, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass.
Ja, selten bei Kindern. Er wird in spezialisierten Zentren in der Schweiz behandelt.
Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und der Verzicht auf Rauchen können das Risiko verringern.
Schleiersehen, Blendempfindlichkeit, blassere Farben, verminderter Kontrast, häufiger Brillenwechsel und manchmal Doppelbilder auf einem Auge.
Weil die getrübte Linse das Licht streut, besonders bei Gegenlicht und Scheinwerfern in der Nacht.
Weil die Linse sich verdichtet und das Auge kurzsichtiger wird.
Wenn die Trübung den Alltag beeinträchtigt, etwa beim Lesen, Autofahren oder Erkennen von Gesichtern.
Nein, heute wird eher früher operiert, weil eine weichere Linse leichter zu entfernen ist.
Wenn die Linse einen Grünen Star auslösen kann, der Augenhintergrund nicht mehr beurteilbar ist oder ein grosser Unterschied zwischen beiden Augen besteht.
Ja, bei fortgeschrittener Trübung sind die Mindestanforderungen für den Führerausweis oft nicht mehr erfüllt.
Sehschärfe, Augeninnendruck, Hornhaut, Linse, Netzhaut und Sehnerv sowie die Masse des Auges für die Linsenberechnung.
Eine optische Messung der Augenlänge, Hornhautwölbung und Kammertiefe, aus der die Brechkraft der Kunstlinse berechnet wird.
Weil Erkrankungen wie Makuladegeneration oder Grüner Star das Ergebnis der Operation begrenzen können.
Die übliche Technik, bei der die getrübte Linse mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt wird.
Meist etwa zwei bis drei Millimeter am Rand der Hornhaut.
Meist nicht, er schliesst sich von selbst.
Die hintere Kapsel bleibt erhalten und dient als Tasche für die Kunstlinse.
Gefaltet durch den kleinen Schnitt, sie entfaltet sich im Auge.
Eine Operation, bei der einige Schritte mit einem Femtosekundenlaser vorbereitet werden. Sie ist genauer, aber nicht eindeutig besser für das Ergebnis.
Dank örtlicher Betäubung meist nicht. Man spürt höchstens leichten Druck.
In der Regel nicht, meist im Abstand von einigen Tagen bis Wochen.
Meist etwa fünfzehn bis dreissig Minuten.
Die meisten bemerken bereits am nächsten Tag eine deutliche Verbesserung, besonders der Farben.
Weil die gelbliche, getrübte Linse entfernt wurde und mehr blaues Licht ins Auge gelangt.
Meist nach etwa vier bis sechs Wochen, wenn sich das Auge stabilisiert hat.
Reiben des Auges, Staub, Schwimmbad, Sauna, Augen-Make-up und schweres Heben in den ersten ein bis zwei Wochen.
Wenn die Sehschärfe die Anforderungen erfüllt, nach Freigabe durch die Augenärztin.
Eine Trübung der hinteren Linsenkapsel, die Monate bis Jahre nach der Operation das Sehen wieder verschwommen macht.
Mit einem YAG-Laser, der die getrübte Kapsel in wenigen Minuten ambulant öffnet, ohne erneute Operation.
Nach einer Laserbehandlung meist nicht, weil die Kapsel in der Mitte geöffnet bleibt.
Eine Schwellung der Netzhautmitte, die Wochen nach der Operation das Sehen verschlechtern kann und mit Tropfen behandelt wird.
Sehr selten, aber ein Notfall, der sofort behandelt werden muss.
Selten, häufiger bei starker Kurzsichtigkeit.
Selten, manchmal auch Jahre nach der Operation, was eine erneute Operation erfordern kann.
Die Kunstlinse wird an einer anderen Position eingesetzt, und das Risiko für weitere Komplikationen ist etwas erhöht.
Zunehmende Schmerzen, Sehverschlechterung, Rötung, Lidschwellung, Eiter, Lichtblitze, ein Schatten im Gesichtsfeld oder viele neue schwarze Punkte.
Eine Kunstlinse, die das Sehen in einer Entfernung scharf stellt, meist in der Ferne, mit Lesebrille für die Nähe.
Eine Kunstlinse, die zusätzlich eine Hornhautverkrümmung ausgleicht.
Eine Kunstlinse mit mehreren Brennpunkten für Ferne, mittlere Entfernung und Nähe.
Lichthöfe und Blendungen in der Nacht und ein etwas geringerer Kontrast.
Linsen mit gutem Sehen in Ferne und mittlerer Entfernung und weniger Nebenwirkungen als Multifokallinsen.
Nach Wünschen, Alltag, Augengesundheit und Messwerten, gemeinsam mit der Augenärztin.
Ja, sie muss in der Regel nicht ersetzt werden.
Ja, in der Schweiz ist sie mit Standardlinse eine Pflichtleistung der Grundversicherung, mit Franchise und Selbstbehalt.
Die Aufpreise für torische, multifokale oder trifokale Linsen werden in der Regel nicht übernommen.
Ja, die Laserbehandlung eines Nachstars wird in der Schweiz übernommen.
Für die meisten nicht, weil sie in der Schweiz übernommen wird. Nur in besonderen Situationen kann sie in Frage kommen.
Etwa ohne Grundversicherung in der Schweiz, bei sehr langen Wartezeiten oder bei Wunsch nach einer Premiumlinse.
Von der Linse, der Voruntersuchung, der Technik, den Kontrollen, der Klinik und dem Aufenthalt. Zur Orientierung liegen sie etwa 60 % unter dem Schweizer Niveau, indikativ und nicht vertraglich.
Ein altes Verfahren, bei dem die getrübte Linse mit einer Nadel in den Glaskörper gedrückt wurde, mit vielen Komplikationen.
Im Jahr 1949 durch einen britischen Augenarzt.
Weil nach der Entfernung der Linse ohne Kunstlinse die Brechkraft fehlte.
Etwa zehn Millimeter im Durchmesser und vier Millimeter dick.
Feine Fasern, die die Linse am Ziliarmuskel aufhängen.
Die Fähigkeit der Linse, sich stärker zu wölben und auf die Nähe scharf zu stellen.
Besondere Eiweisse der Linse, die in regelmässiger Anordnung für die Klarheit sorgen.
Eine Trübung im Zentrum der Linse, oft mit zunehmender Kurzsichtigkeit.
Eine Trübung, die besonders bei Diabetes und Kortisoneinnahme auftritt und früh die Lesefähigkeit und Blendempfindlichkeit beeinträchtigt.
Sie kann das Sehen verbessern, weil die Trübung wegfällt, doch die Sehschärfe bleibt durch die geschädigte Netzhautmitte begrenzt.
Oft leicht. Beim Grünen Star kann sie mit einem Eingriff zur Drucksenkung kombiniert werden.
Die Netzhaut sollte sorgfältig kontrolliert und eine bestehende diabetische Netzhauterkrankung vorher behandelt werden.
Eine Ablagerung von Material in der Linse und im Auge, bei der die Zonulafasern oft geschwächt sind und die Operation anspruchsvoller ist.
Die Entfernung, in der das Auge nach der Operation ohne Brille scharf sehen soll.
Um in der Nähe ohne Brille lesen zu können, mit Brille für die Ferne.
Weil ein zu grosser Unterschied zwischen beiden Augen zu Beschwerden führen kann.
Der Unterschied zwischen beiden Augen muss besonders beachtet werden, damit keine Beschwerden entstehen.
Je nach Betäubung und Klinik, oft ist ein leichtes Frühstück erlaubt. Folgen Sie den Anweisungen der Klinik.
Meist nicht, nach Absprache mit der Augenärztin.
Farben, helles Licht und Bewegungen, aber keine scharfen Bilder.
Damit die Chirurgin sicher arbeiten kann. Das Tuch und die Betäubung helfen dabei.
Meist bis zur Kontrolle am nächsten Tag und nachts einige Tage.
Ja, wenn kein Wasser und keine Seife ins Auge gelangen.
Staubige Arbeiten sollten in den ersten Wochen gemieden werden.
Ja, sie ist auch im hohen Alter gut möglich, weil sie kurz ist und in örtlicher Betäubung erfolgt.
Ein besseres Sehen kann die Sicherheit beim Gehen verbessern und das Sturzrisiko verringern.
Bei der Einnahme der Tropfen, bei den Kontrollen und bei der Begleitung am Operationstag.
Die Linse kann sich nicht erneut trüben. Ein Nachstar ist eine Kapseltrübung, die mit dem Laser behandelt wird.
Nein, die Kunstlinse ersetzt die Brechkraft. Oft genügt eine Lesebrille.
Meist nur begrenzt, weil die geschädigte Netzhautmitte die Lesefähigkeit einschränkt.
Viele beschreiben es wie ein neues Sehen mit leuchtenden Farben und mehr Helligkeit.
Eine ausführliche Aufklärung und ein leichtes Beruhigungsmittel helfen. Die Operation ist kurz und meist schmerzfrei.
Ja, es fördert die Orientierung, Sicherheit und Teilnahme am sozialen Leben.
Weil verbleibende Zellen in der Kapsel wachsen und die hintere Kapsel hinter der Kunstlinse trüben.
Nach dem Weitstellen der Pupille öffnet die Augenärztin mit kurzen Laserimpulsen ein kleines Fenster in der Kapsel.
Nein, sie ist schmerzfrei und dauert wenige Minuten.
Meist innerhalb von Stunden bis Tagen.
Vorübergehend vermehrte schwarze Punkte, ein leichter Druckanstieg und sehr selten eine Netzhautablösung oder ein Makulaödem.
Nein, er ist eine häufige Folge, die sich einfach behandeln lässt.
Vor allem beim Aufpreis für Premiumlinsen, nicht bei der Standardoperation, die in der Schweiz übernommen wird.
Nicht immer. Sie bietet mehr Brillenfreiheit, kann aber Lichthöfe verursachen und ist nicht für alle Augen geeignet.
Eine schlaffe Iris und enge Pupille während der Operation, ausgelöst durch bestimmte Prostatamedikamente wie Tamsulosin.
Ein Absetzen hilft meist nicht. Wichtig ist, der Augenärztin die Einnahme mitzuteilen, damit sich das Team vorbereiten kann.
Dies vorher besprechen, damit die Lagerung während der Operation angepasst werden kann.
Eine sehr seltene, schwere Infektion im Inneren des Auges nach einer Operation, die sofort behandelt werden muss.
Mit Desinfektion, sterilem Abdecken, sterilen Instrumenten, oft einem Antibiotikum ins Auge und antibiotischen Tropfen danach.
Ein Dokument mit den Daten der eingesetzten Kunstlinse, das für spätere Untersuchungen wichtig ist.
Mindestens bis zur Kontrolle am nächsten Tag, idealerweise bis zu einer weiteren Kontrolle nach einigen Tagen.
Meist das stärker betroffene Auge.
Weil ein grosser Unterschied in der Sehstärke zwischen beiden Augen zu Unsicherheit, Kopfschmerzen oder Schwindel führen kann.
Auf Erfahrung, Voruntersuchung, Geräte, Linsenauswahl, Hygiene und Nachsorge.
In vielen Kliniken und Praxen sind die Wartezeiten kurz.
Ob der Alltag beeinträchtigt ist, ob andere Augenerkrankungen bestehen, welche Brillenfreiheit gewünscht ist und welche Medikamente eingenommen werden.
Eine Betäubung mit Tropfen auf das Auge, bei der das Auge schmerzfrei ist, sich aber noch bewegen kann.
Eine Betäubung durch eine Spritze neben oder hinter das Auge, die das Auge schmerzfrei und unbeweglich macht.
Selten, etwa bei Kindern, starker Demenz, Bewegungsstörungen oder grosser Angst.
Zur Früherkennung von Nachstar, Grünem Star, Makuladegeneration und anderen Augenerkrankungen.
Ja, etwa durch Diabetes, Kortison, Verletzungen, starke Kurzsichtigkeit, Entzündungen oder Neurodermitis.
Die Fähigkeit, zwischen Nähe und Ferne scharf zu stellen, weil sich die Kunstlinse nicht verformen kann.
Ja, besonders bei langfristiger Einnahme als Tabletten, Spray oder Tropfen.
An einer weisslichen Pupille, einem Schielen oder einem Augenzittern. Eine rasche Abklärung ist nötig.
In spezialisierten Kinderaugenkliniken in der Schweiz.
Welche Tätigkeiten wichtig sind, in welcher Entfernung ohne Brille gesehen werden soll, Medikamente und frühere Operationen.
Mit einer optischen Messung der Augenlänge auf Hundertstelmillimeter und modernen Formeln, bei normalen Augen sehr genau.
Bei sehr kurzen oder langen Augen, nach einer Laserkorrektur und bei unregelmässiger Hornhaut.
Meist hilft eine Brille. In seltenen Fällen kann ein Linsentausch oder eine Laserkorrektur erwogen werden.
Damit die Linse genau in der Richtung der Hornhautverkrümmung eingesetzt wird.
Erst nach Freigabe durch die Augenärztin, weil ein grosser Unterschied zwischen beiden Augen das räumliche Sehen beeinträchtigen kann.
Viele fahren nach der Operation beider Augen und der Brillenanpassung sicherer, besonders in der Nacht.
Nicht vollständig, doch Sonnenschutz, Verzicht auf Rauchen, ein gut eingestellter Diabetes und ein massvoller Umgang mit Kortison können ihn verzögern.
Ihre Wirkung ist nicht eindeutig belegt. Eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse wird empfohlen.
Oft ab etwa vierzig Jahren, früher bei Risikofaktoren oder Beschwerden.
Ja, Studien zeigen mehr Sicherheit im Alltag, mehr Freude an Aktivitäten und ein besseres Wohlbefinden.
Bei älteren Menschen wurde nach der Operation ein geringeres Risiko für Stürze, Hüftbrüche und Autounfälle beobachtet.
Die Augenärztin, die die Diagnose stellt, den Zeitpunkt beurteilt, berät und oft selbst operiert.
Die Linse wird härter, die Operation etwas anspruchsvoller, und die eingeschränkte Sicht dauert länger.
Nein, die meisten merken die Kunstlinse nicht.
Ja, Kunstlinsen sind für eine MRT-Untersuchung in der Regel unproblematisch.
Ja, sie bleibt sinnvoll, um die Netzhaut und die Augenoberfläche zu schützen.
Ja, nach der Heilung ohne Einschränkungen.
Beim Engwinkelglaukom oft deutlich, beim Offenwinkelglaukom senkt sie den Druck oft leicht.
Ja, etwa mit dem Einsetzen eines winzigen Implantats zur Verbesserung des Kammerwasserabflusses.
Bei fortgeschrittenem Grünem Star oft weniger, weil sie den Kontrast verringern können.
Ja, oft entwickelt sich danach sogar rascher ein Grauer Star. Die Operation ist aber anspruchsvoller.
Eine gründliche Untersuchung, genaue Biometrie, Beurteilung anderer Erkrankungen, Beratung zur Linse, Aufklärung über Risiken und geregelte Nachsorge.
Premiumlinsen ohne Berücksichtigung der Augengesundheit, fehlende Nachsorge und kein Operationsbericht oder Linsenpass.
Leichte Aktivitäten bald, Sport mit Stössen oder Staub meist nach einigen Wochen, nach Rücksprache.
Meist einige Wochen mit abnehmender Häufigkeit, nach Plan der Augenärztin.
Ja, meist schon am Tag nach der Operation.
Ja, sobald das Sehen es erlaubt, oft mit einer vorübergehenden Lesebrille bis zur endgültigen Anpassung.
Ja, doch in den ersten Nächten sollte nicht auf dem operierten Auge gelegen und eine Schutzkappe getragen werden.
Oft passt sie nicht mehr. Eine vorübergehende Lösung wird bis zur Anpassung nach einigen Wochen besprochen.
Ja, durch die Wahl der Kunstlinse kann eine bestehende Kurz- oder Weitsichtigkeit gleichzeitig korrigiert werden.
Nein, die Kunstlinse ist von aussen nicht sichtbar.
In den ersten ein bis zwei Wochen besser nicht, um den Druck im Auge nicht zu erhöhen.
Ja, befeuchtende Tropfen ohne Konservierungsstoffe sind oft hilfreich, zeitlich getrennt von den verordneten Tropfen.
Ja, eine Brille oder Sonnenbrille schützt vor Wind, Regen und Staub.
Oft einige Tage, bei körperlicher oder staubiger Arbeit länger.
Selten gibt es erbliche Formen, meist ist der Graue Star altersbedingt.
In den ersten Tagen sollten Haare und Staub von Tieren vom Auge ferngehalten werden.
Ja, doch Dampf und Spritzer sollten in den ersten Tagen vom operierten Auge ferngehalten werden.
Leichtes Vorbeugen ist meist möglich. Starkes Bücken sollte in den ersten Tagen vermieden werden.
Nein, Hörgeräte können normal getragen werden. Die Brillenfassung kann oft behalten und nur mit neuen Gläsern versehen werden.
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