Der Magensleeve, auch Schlauchmagen oder Sleeve-Gastrektomie genannt, ist eine Operation zur Behandlung von starkem Übergewicht, der Adipositas. Dabei werden etwa drei Viertel bis vier Fünftel des Magens entlang der grossen Krümmung entfernt, sodass ein schmaler, schlauchförmiger Restmagen verbleibt. Der kleinere Magen fasst deutlich weniger Nahrung, und durch die Entfernung des Teils, der das Hungerhormon Ghrelin bildet, verringert sich oft auch das Hungergefühl. Der Schlauchmagen ist heute weltweit die häufigste Adipositasoperation. Er führt bei den meisten Betroffenen zu einem deutlichen Gewichtsverlust und kann Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Schlafapnoe verbessern. Er ist aber ein bleibender Eingriff, der nicht rückgängig gemacht werden kann, und erfordert eine lebenslange Anpassung der Ernährung, eine lebenslange Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen und eine regelmässige ärztliche Nachsorge.
Diese Seite erklärt, für wen ein Schlauchmagen in Frage kommt, wie die Abklärung, die Operation und die Zeit danach verlaufen, welche Risiken und Langzeitfolgen bestehen, wie die Krankenkasse in der Schweiz eine Adipositasoperation übernehmen kann und was bei einer Behandlung in Tunesien besonders zu beachten ist. Wichtig vorab: Adipositasoperationen können in der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden, und die lebenslange Nachsorge ist am Wohnort entscheidend. Wir empfehlen deshalb, zuerst die Möglichkeiten in der Schweiz zu prüfen. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Beim Schlauchmagen werden etwa drei Viertel bis vier Fünftel des Magens entfernt. Der Eingriff ist nicht umkehrbar und führt bei den meisten zu einem deutlichen Gewichtsverlust.
Voraussetzungen sind eine ausgeprägte Adipositas, meist ab einem Body-Mass-Index von 35 mit Begleiterkrankungen oder ab 40, eine interdisziplinäre Abklärung und die Bereitschaft zu einer lebenslangen Nachsorge.
Nach der Operation müssen Ernährung und Essverhalten dauerhaft angepasst und lebenslang Vitamine und Mineralstoffe eingenommen werden. Mögliche Risiken sind Nahtundichtigkeit, Blutung, Thrombose, Reflux und Mangelzustände. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
In der Schweiz kann eine Adipositasoperation unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden, nicht aber eine geplante Operation im Ausland. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Adipositas ist eine chronische Krankheit, bei der sich übermässig viel Körperfett ansammelt, sodass die Gesundheit beeinträchtigt wird. Sie wird meist mit dem Body-Mass-Index gemessen, dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern. Ein Wert ab 30 gilt als Adipositas, ab 35 als ausgeprägte und ab 40 als schwere Adipositas. Der Body-Mass-Index ist ein grobes Mass, das die Verteilung des Fetts und die Muskelmasse nicht berücksichtigt. Deshalb werden auch der Bauchumfang und die Begleiterkrankungen beurteilt. Adipositas entsteht durch ein Zusammenspiel von Erbanlagen, Hormonen, Stoffwechsel, Ernährung, Bewegung, psychischen Faktoren, Schlaf, Medikamenten und Umwelt. Sie ist keine Frage der Willenskraft allein. Der Körper verteidigt sein Gewicht durch hormonelle Anpassungen, weshalb viele Menschen nach einer Diät wieder zunehmen.
Adipositas erhöht das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen, darunter Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafapnoe, Fettleber, Gelenkverschleiss, Refluxkrankheit, Unfruchtbarkeit, bestimmte Krebsarten und Depressionen. Eine deutliche und dauerhafte Gewichtsabnahme kann viele dieser Erkrankungen verbessern oder zum Verschwinden bringen.
| Body-Mass-Index | Einteilung | Hinweis |
|---|---|---|
| 18,5 bis 24,9 | Normalgewicht | |
| 25 bis 29,9 | Übergewicht | Lebensstiländerung |
| 30 bis 34,9 | Adipositas Grad I | Konservative Behandlung, Medikamente |
| 35 bis 39,9 | Adipositas Grad II | Operation bei Begleiterkrankungen erwägen |
| Ab 40 | Adipositas Grad III | Operation erwägen |
Der Schlauchmagen wirkt nicht nur durch die Verkleinerung des Magens, sondern auch über Hormone. Mit dem entfernten Teil des Magens wird ein grosser Teil der Zellen entfernt, die das Hungerhormon Ghrelin bilden, weshalb viele Menschen nach der Operation deutlich weniger Hunger verspüren. Zudem gelangt die Nahrung schneller in den Dünndarm, wo Darmhormone wie GLP-1 und PYY vermehrt ausgeschüttet werden. Diese Hormone fördern das Sättigungsgefühl, verlangsamen die Magenentleerung und verbessern die Wirkung des Insulins. Deshalb verbessert sich ein Diabetes Typ 2 oft schon in den ersten Tagen und Wochen nach der Operation, noch bevor viel Gewicht verloren wurde. Auch der Fettstoffwechsel, der Blutdruck und die Fettleber verbessern sich häufig. Die Veränderung der Hormone erklärt, warum ein Schlauchmagen wirksamer ist als eine Diät allein, bei der der Körper im Gegenteil mehr Hungerhormone bildet und den Stoffwechsel drosselt. Dennoch ist die hormonelle Wirkung nicht bei allen gleich stark, und mit der Zeit kann sich das Hungergefühl teilweise wieder einstellen.
In den letzten Jahren sind Medikamente zur Behandlung der Adipositas deutlich wirksamer geworden. Wirkstoffe, die das Darmhormon GLP-1 nachahmen oder mehrere Darmhormone kombinieren, werden als wöchentliche Spritze verabreicht und können bei vielen Menschen einen erheblichen Gewichtsverlust bewirken, oft geringer als nach einer Operation, aber deutlich mehr als mit früheren Medikamenten. Sie verringern den Appetit und verbessern den Blutzucker. Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Verdauungsbeschwerden und Verstopfung. Die Wirkung hält nur an, solange das Medikament eingenommen wird, und nach dem Absetzen wird oft wieder zugenommen. In der Schweiz werden diese Medikamente unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen, meist mit Einschränkungen und Bedingungen. Für manche Menschen sind sie eine Alternative zu einer Operation, für andere eine Ergänzung vor oder nach einer Operation, etwa bei erneuter Gewichtszunahme. Die Entscheidung sollte mit einer Ärztin oder einem Arzt in der Schweiz besprochen werden, weil sie die Wahl der Behandlung beeinflussen kann.
Die Adipositaschirurgie entstand in den 1950er- und 1960er-Jahren mit Operationen, die grosse Teile des Dünndarms umgingen und zu schweren Mangelzuständen führten. In den 1960er-Jahren wurde der Magenbypass entwickelt, der seither vielfach verbessert wurde. In den 1980er- und 1990er-Jahren kamen das Magenband und die minimalinvasive Schlüssellochtechnik hinzu, die die Operationen deutlich sicherer machte. Der Schlauchmagen wurde ursprünglich als erster Schritt einer zweistufigen Operation bei sehr schwerer Adipositas durchgeführt. Als sich zeigte, dass viele Patienten bereits nach diesem Schritt ausreichend abnahmen, etablierte er sich Anfang der 2000er-Jahre als eigenständige Operation und ist heute weltweit die häufigste Adipositasoperation.
Eine Adipositasoperation wird in der Regel erwogen, wenn der Body-Mass-Index bei 40 oder höher liegt, oder ab 35, wenn gleichzeitig Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Schlafapnoe bestehen. In der Schweiz verlangen die Richtlinien für eine Kostenübernahme zudem, dass eine angemessene konservative Behandlung über eine gewisse Zeit, meist zwei Jahre, nicht zu einer ausreichenden Gewichtsabnahme geführt hat. In bestimmten Fällen, etwa bei schwer einstellbarem Diabetes, kann eine Operation auch bei einem niedrigeren Body-Mass-Index diskutiert werden. Wichtig sind zudem eine stabile psychische Situation, die Fähigkeit und Bereitschaft, die Ernährung dauerhaft umzustellen, lebenslang Vitamine einzunehmen und regelmässig zur Nachsorge zu gehen, und der Verzicht auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Nicht geeignet sind Menschen mit unbehandelten schweren psychischen Erkrankungen, aktiven Essstörungen wie einer Bulimie, einer Sucht, bestimmten schweren Erkrankungen, die eine Operation zu riskant machen, und in der Schwangerschaft. Eine ausgeprägte Refluxkrankheit mit Speiseröhrenentzündung spricht eher für einen Magenbypass als für einen Schlauchmagen. Medespoir vermittelt Behandlungen ausschliesslich an volljährige Patientinnen und Patienten.
Eine Adipositasoperation erfordert eine gründliche, interdisziplinäre Abklärung. Dazu gehören eine ärztliche Untersuchung mit Blutuntersuchungen, die Stoffwechsel, Schilddrüse, Leber, Nieren, Vitamine und Mineralstoffe prüfen, eine Magenspiegelung, um Entzündungen, Geschwüre, einen Zwerchfellbruch oder eine Infektion mit Helicobacter pylori festzustellen, eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs, etwa auf Gallensteine, eine Beurteilung von Herz und Lunge, oft eine Untersuchung auf Schlafapnoe, eine Ernährungsberatung und eine psychologische oder psychiatrische Beurteilung. Diese Abklärung dient der Sicherheit, klärt, welche Operation am besten geeignet ist, und bereitet auf die Zeit danach vor. In der Schweiz erfolgt sie in anerkannten Adipositaszentren, die auch die langfristige Nachsorge übernehmen. Bei einer Operation im Ausland ist es besonders wichtig, dass diese Abklärung vollständig erfolgt und die Nachsorge in der Schweiz vorab organisiert ist.
Der Schlauchmagen wird fast immer minimalinvasiv in der Schlüssellochtechnik, der Laparoskopie, in Vollnarkose durchgeführt. Über mehrere kleine Schnitte in der Bauchdecke werden eine Kamera und Instrumente eingeführt. Der Bauch wird mit Gas gefüllt, damit der Chirurg Platz hat. Ein Kalibrierungsschlauch wird durch den Mund in den Magen eingeführt und dient als Schablone für die Weite des Schlauchmagens. Mit einem Klammernahtgerät wird der Magen entlang dieses Schlauchs durchtrennt und gleichzeitig verschlossen. Der entfernte Teil des Magens wird über einen der Schnitte herausgenommen. Die Klammernaht wird auf Dichtigkeit geprüft. Der Eingriff dauert meist etwa ein bis zwei Stunden. Nach der Operation bleiben Sie meist zwei bis vier Tage im Spital. Am ersten Tag nach der Operation wird oft geprüft, ob die Naht dicht ist, und Sie dürfen schluckweise klare Flüssigkeiten trinken. Eine frühe Mobilisation, Kompressionsstrümpfe und Spritzen zur Blutverdünnung beugen Thrombosen vor.
Am Tag vor der Operation erfolgt oft eine letzte Besprechung mit dem Chirurgen und dem Anästhesisten. In den zwei Wochen vor der Operation wird häufig eine eiweissreiche, kalorienarme Flüssigdiät empfohlen, die die Leber verkleinert und die Operation sicherer macht, weil eine grosse Fettleber den Zugang zum Magen erschwert. Am Operationstag sind Sie nüchtern. Nach der Operation erwachen Sie im Aufwachraum und werden auf die Station gebracht. Schmerzen im Bauch und manchmal in den Schultern, die durch das Gas entstehen, sind in den ersten Tagen häufig und werden mit Schmerzmitteln behandelt. Sie werden ermutigt, bereits am Operationstag oder am nächsten Morgen aufzustehen und zu gehen, um Thrombosen und Lungenentzündungen vorzubeugen. Atemübungen helfen, die Lunge zu belüften. Kompressionsstrümpfe und Spritzen zur Blutverdünnung werden eingesetzt. Ab dem ersten Tag dürfen Sie schluckweise trinken. Übelkeit ist in den ersten Tagen häufig und wird behandelt. Die Entlassung aus dem Spital erfolgt meist nach zwei bis vier Tagen, wenn Sie ausreichend trinken können und keine Komplikationen bestehen.
In den ersten Wochen nach der Operation steht das Trinken im Vordergrund, weil die Gefahr einer Austrocknung besteht, wenn nicht genug getrunken wird. Die Flüssigkeit wird in kleinen Schlucken über den ganzen Tag verteilt aufgenommen. Die Ernährung wird schrittweise nach dem Plan aufgebaut. Viele fühlen sich in dieser Zeit müde und schwach, weil der Körper wenig Energie erhält. Die Spritzen zur Blutverdünnung werden oft für einige Wochen fortgesetzt. Säureblocker werden meist für einige Monate eingenommen, um die Klammernaht und die Speiseröhre zu schützen. Die Wunden heilen innerhalb von ein bis zwei Wochen. Schweres Heben sollte etwa vier bis sechs Wochen vermieden werden. Viele können nach zwei bis vier Wochen wieder einer Bürotätigkeit nachgehen. Die erste Kontrolle erfolgt meist nach einigen Wochen, danach in regelmässigen Abständen.
Eine Adipositasoperation verändert nicht nur den Körper, sondern auch das Leben. Viele Betroffene haben jahrelang unter ihrem Gewicht, Vorurteilen, Diskriminierung und gesundheitlichen Einschränkungen gelitten. Nach der Operation erleben viele eine grosse Erleichterung, mehr Selbstvertrauen, mehr Beweglichkeit und neue Möglichkeiten. Die rasche Veränderung kann aber auch herausfordernd sein: Das Essen verliert seine Rolle als Trost oder Belohnung, das Körperbild passt sich oft langsamer an als der Körper, Beziehungen verändern sich, und der Hautüberschuss kann belasten. Manche erleben Stimmungsschwankungen oder Depressionen. Eine psychologische Begleitung vor und nach der Operation und der Austausch in Selbsthilfegruppen können helfen. Bei Anzeichen einer Depression, eines neuen Suchtverhaltens oder einer Essstörung sollte rasch Hilfe gesucht werden.
Die Ernährung wird nach einem Schlauchmagen schrittweise aufgebaut, damit die Klammernaht heilen kann und sich der Körper an den kleinen Magen gewöhnt. In den ersten ein bis zwei Wochen sind nur klare und dann cremige Flüssigkeiten erlaubt, etwa Wasser, Tee, Bouillon, Joghurt und Proteindrinks. In der dritten und vierten Woche folgt pürierte Kost, danach weiche Kost, und nach etwa sechs bis acht Wochen kann schrittweise wieder normale Kost gegessen werden, in kleinen Portionen. Die Mahlzeiten sollten langsam gegessen und gut gekaut werden. Trinken und Essen werden zeitlich getrennt, weil Flüssigkeit zu den Mahlzeiten den kleinen Magen rasch füllt. Wichtig ist eine eiweissreiche Ernährung, um den Muskelabbau während der raschen Gewichtsabnahme zu begrenzen, oft mit etwa sechzig bis achtzig Gramm Eiweiss pro Tag nach ärztlicher Empfehlung. Zuckerreiche Getränke, kohlensäurehaltige Getränke, fettige und sehr süsse Speisen sollten gemieden werden, weil sie Beschwerden verursachen und den Gewichtsverlust bremsen. Alkohol wird nach einem Schlauchmagen schneller aufgenommen und wirkt stärker. Eine Ernährungsberatung vor und nach der Operation ist ein wichtiger Teil der Behandlung.
| Zeitraum | Kostform | Beispiele |
|---|---|---|
| Woche 1 bis 2 | Klare, dann cremige Flüssigkeiten | Wasser, Tee, Bouillon, Joghurt, Proteindrinks |
| Woche 3 bis 4 | Pürierte Kost | Pürierte Suppen, Gemüse, Fisch |
| Woche 5 bis 8 | Weiche Kost | Weiches Gemüse, Eier, zarter Fisch |
| Ab etwa Woche 8 | Normale Kost in kleinen Portionen | Eiweissreich, langsam essen |
Nach einem Schlauchmagen isst man weniger, und der Magen bildet weniger Säure und weniger von einem Stoff, der für die Aufnahme von Vitamin B12 nötig ist. Deshalb besteht ein Risiko für Mangelzustände, besonders an Vitamin B12, Eisen, Folsäure, Vitamin D, Kalzium und Zink. Unbehandelt können sie zu Blutarmut, Nervenschäden, Knochenschwund und Müdigkeit führen. Deshalb müssen nach einem Schlauchmagen lebenslang ein Multivitaminpräparat und je nach Blutwerten weitere Präparate eingenommen werden. Vitamin B12 wird oft gespritzt. Regelmässige Blutkontrollen, anfangs alle drei bis sechs Monate, später jährlich, sind unerlässlich. Diese lebenslange Nachsorge ist ein zentraler Grund, warum die Betreuung am Wohnort in der Schweiz organisiert sein muss.
Nach einem Schlauchmagen verlieren die meisten Menschen in den ersten zwölf bis achtzehn Monaten einen grossen Teil ihres Übergewichts. Häufig wird von einem Verlust von etwa fünfzig bis siebzig Prozent des Übergewichts gesprochen, wobei die Werte individuell stark schwanken. Der grösste Gewichtsverlust erfolgt in den ersten Monaten. Danach stabilisiert sich das Gewicht meist. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten kommt es nach einigen Jahren zu einer erneuten Gewichtszunahme, etwa wenn sich der Schlauchmagen dehnt oder das Essverhalten sich wieder verändert. Eine dauerhafte Anpassung der Ernährung, regelmässige Bewegung und die Nachsorge sind deshalb entscheidend. Viele Begleiterkrankungen verbessern sich bereits in den ersten Monaten, besonders der Diabetes Typ 2.
Während der raschen Gewichtsabnahme nach einem Schlauchmagen verliert der Körper nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse. Eine ausreichende Eiweisszufuhr ist deshalb besonders wichtig, um den Muskelabbau zu begrenzen, die Wundheilung zu unterstützen, das Immunsystem zu stärken und Haarausfall zu verringern. Da nur kleine Mengen gegessen werden können, ist es schwierig, genug Eiweiss aufzunehmen. Hilfreich sind eiweissreiche Lebensmittel wie mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Magerquark, Joghurt, Hüttenkäse, Tofu und Hülsenfrüchte, die bei jeder Mahlzeit zuerst gegessen werden. In den ersten Monaten werden oft Eiweissdrinks oder Eiweisspulver ergänzt. Der Bedarf wird individuell festgelegt und liegt oft bei etwa sechzig bis achtzig Gramm pro Tag oder mehr. Zeichen eines Eiweissmangels sind Schwäche, Müdigkeit, Wassereinlagerungen, verstärkter Haarausfall und eine schlechte Wundheilung. Die Blutkontrollen prüfen auch das Eiweiss im Blut.
Nach einem Schlauchmagen berichten viele Menschen über Veränderungen des Geschmacks und der Verträglichkeit. Manche Speisen, die vorher beliebt waren, schmecken anders oder werden nicht mehr vertragen, etwa fettige Speisen, sehr süsse Speisen, rotes Fleisch, Brot, Reis oder Teigwaren, die im kleinen Magen aufquellen. Kohlensäurehaltige Getränke verursachen oft ein Druckgefühl. Diese Veränderungen sind individuell verschieden und können sich mit der Zeit wieder verändern. Ein langsames Ausprobieren neuer Speisen in kleinen Mengen hilft, herauszufinden, was gut vertragen wird. Bei anhaltender Übelkeit, Erbrechen oder Schluckbeschwerden sollte eine Ärztin aufgesucht werden, weil eine Engstelle vorliegen kann.
Nach einem Schlauchmagen sind regelmässige Blutkontrollen ein wichtiger Teil der Nachsorge. Sie prüfen das Blutbild, um eine Blutarmut zu erkennen, das Eisen und das Ferritin als Mass der Eisenspeicher, Vitamin B12 und Folsäure, Vitamin D, Kalzium und das Parathormon, das Hinweise auf einen Kalziummangel und den Knochenstoffwechsel gibt, Zink und manchmal weitere Spurenelemente, Eiweiss und Albumin, die Leber- und Nierenwerte sowie Blutzucker und Blutfette. Bei Diabetes wird der Langzeitblutzucker kontrolliert. In den ersten zwei Jahren erfolgen die Kontrollen häufiger, danach meist jährlich. Auffällige Werte führen zu einer Anpassung der Präparate. Da Mangelzustände oft lange keine Beschwerden verursachen, sind die Kontrollen auch dann wichtig, wenn man sich gut fühlt. Nach einigen Jahren kann eine Knochendichtemessung sinnvoll sein, um einen Knochenschwund frühzeitig zu erkennen.
| Zeitpunkt | Typische Kontrollen | Hinweise |
|---|---|---|
| Nach drei Monaten | Blutbild, Eisen, Vitamine, Eiweiss | Anpassung der Präparate |
| Nach sechs Monaten | Wie oben, dazu Vitamin D und Kalzium | Ernährungsberatung |
| Nach zwölf Monaten | Umfassende Kontrolle | Medikamente anpassen |
| Danach jährlich | Umfassende Kontrolle | Lebenslang |
| Nach einigen Jahren | Knochendichte, Spiegelung bei Reflux | Individuell |
Eine gute Planung einer Adipositasoperation beruht auf einer interdisziplinären Abklärung durch Chirurgen, Internisten, Ernährungsberater und Psychologen, einer ehrlichen Beurteilung, ob ein Schlauchmagen, ein Bypass oder eine andere Behandlung geeignet ist, einer Vorbereitung mit Ernährungsberatung und Flüssigdiät, einer erfahrenen Klinik mit Möglichkeiten zur Behandlung von Komplikationen und einer klar geregelten lebenslangen Nachsorge. Vorsicht ist angebracht, wenn eine Operation ohne ausreichende Abklärung angeboten wird, wenn der Aufenthalt sehr kurz ist, wenn keine Nachsorge besprochen wird oder wenn die Operation als einfache Lösung ohne Veränderung des Lebensstils dargestellt wird.
Ein Schlauchmagen verändert nicht nur die Menge, die man essen kann, sondern erfordert auch eine dauerhafte Veränderung des Essverhaltens. Hilfreiche Regeln sind, drei kleine Hauptmahlzeiten und gegebenenfalls ein bis zwei kleine Zwischenmahlzeiten zu planen, sich zum Essen Zeit zu nehmen, etwa zwanzig bis dreissig Minuten pro Mahlzeit, kleine Bissen zu nehmen und gründlich zu kauen, mit dem Eiweiss zu beginnen, etwa Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte oder Hülsenfrüchte, und danach Gemüse und zuletzt Kohlenhydrate zu essen, das Essen sofort zu beenden, wenn ein Sättigungsgefühl auftritt, und etwa eine halbe Stunde vor und nach dem Essen nicht zu trinken. Über den Tag verteilt sollten etwa eineinhalb bis zwei Liter kalorienfreie Flüssigkeit in kleinen Schlucken getrunken werden. Snacks zwischen den Mahlzeiten, weiche, kalorienreiche Speisen wie Schokolade, Chips oder Glace und gesüsste Getränke können den Gewichtsverlust verhindern, weil sie leicht durch den kleinen Magen gelangen. Viele Menschen profitieren davon, ein Ernährungstagebuch zu führen und die Ernährungsberatung regelmässig zu besuchen. Wer vor der Operation emotional gegessen hat, etwa bei Stress oder Trauer, sollte dieses Muster in einer psychologischen Begleitung bearbeiten, weil der Schlauchmagen die Ursachen nicht behebt.
Regelmässige Bewegung ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Sie hilft, den Gewichtsverlust zu unterstützen, den Muskelabbau zu begrenzen, die Knochen zu stärken, die Stimmung zu verbessern und das Gewicht langfristig zu halten. In den ersten Wochen nach der Operation sind Spaziergänge erwünscht, die schrittweise verlängert werden. Nach etwa vier bis sechs Wochen kann leichter Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen oder zügiges Gehen begonnen werden. Krafttraining ist besonders wichtig, um die Muskelmasse zu erhalten, und kann nach Rücksprache mit dem Arzt nach einigen Wochen aufgenommen werden. Als Ziel werden oft mindestens hundertfünfzig Minuten mässig intensive Bewegung pro Woche und zwei Einheiten Krafttraining empfohlen. Viele Menschen, die vor der Operation wegen ihres Gewichts oder ihrer Gelenkschmerzen kaum Sport treiben konnten, entdecken nach dem Gewichtsverlust die Freude an der Bewegung.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Ein Mann Anfang fünfzig mit einem Body-Mass-Index von 38 und schwer einstellbarem Diabetes Typ 2 hat seit Jahren erfolglos versucht abzunehmen. Nach der Abklärung in einem Schweizer Adipositaszentrum erfüllt er die Voraussetzungen, und die Operation wird in der Schweiz durchgeführt und übernommen.
Eine Frau Mitte vierzig mit einem Body-Mass-Index von 42 hat seit Jahren starkes Sodbrennen und einen Zwerchfellbruch. Das Team empfiehlt einen Magenbypass statt eines Schlauchmagens.
Eine Frau Ende dreissig mit einem Body-Mass-Index von 36 ohne Begleiterkrankungen erfüllt die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme in der Schweiz nicht. Sie entscheidet sich nach vollständiger Abklärung und Klärung der Nachsorge bei ihrem Hausarzt für eine Operation in Tunesien.
Ein Mann Mitte vierzig hat fünf Jahre nach einem Schlauchmagen einen Teil des Gewichts wieder zugenommen und leidet an Sodbrennen. Nach einer Abklärung wird eine Umwandlung in einen Magenbypass besprochen.
Eine Frau Anfang vierzig isst bei Stress grosse Mengen Süssigkeiten. Vor der Operation beginnt sie eine psychologische Begleitung, um ihr Essverhalten zu verändern.
Ein wichtiger Nutzen einer Adipositasoperation ist die Verbesserung der Begleiterkrankungen. Der Diabetes Typ 2 bessert sich bei vielen Patientinnen und Patienten deutlich, und bei einem Teil kann er in eine Remission gehen, sodass keine Medikamente mehr nötig sind, besonders wenn der Diabetes noch nicht lange besteht. Der Bluthochdruck bessert sich häufig, sodass Medikamente reduziert werden können. Eine Schlafapnoe bildet sich oft zurück, und die Atemmaske in der Nacht kann manchmal abgesetzt werden, nach Kontrolle durch einen Schlafmediziner. Die Fettleber bildet sich meist zurück. Gelenkschmerzen an Knien, Hüften und Rücken lassen oft nach. Die Fruchtbarkeit nimmt bei vielen Frauen zu. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsarten sinkt nach grossen Studien. Diese Verbesserungen erfordern aber eine ärztliche Begleitung, weil Medikamente angepasst werden müssen, etwa Diabetesmedikamente, die sonst zu Unterzuckerungen führen können, oder Blutdruckmedikamente, die zu einem zu niedrigen Blutdruck führen können.
| Begleiterkrankung | Mögliche Veränderung | Hinweise |
|---|---|---|
| Diabetes Typ 2 | Deutliche Besserung, teils Remission | Medikamente ärztlich anpassen |
| Bluthochdruck | Häufige Besserung | Medikamente anpassen |
| Schlafapnoe | Oft Rückbildung | Kontrolle vor Absetzen der Maske |
| Fettleber | Meist Rückbildung | Kontrolle der Leberwerte |
| Gelenkschmerzen | Oft Linderung | Bewegung fördern |
| Reflux | Kann sich verschlechtern | Kontrollspiegelungen |
Nach einem Schlauchmagen können sich die Aufnahme und die Wirkung von Medikamenten verändern. Grosse Tabletten können in den ersten Wochen schwer zu schlucken sein und sollten, wenn möglich, als kleinere Tabletten, Kapseln, Flüssigkeit oder zerkleinert eingenommen werden, nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker, weil manche Tabletten nicht zerkleinert werden dürfen. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac sollten gemieden werden, weil sie Geschwüre verursachen können. Die Wirkung der Pille zur Verhütung kann in den ersten Monaten unsicher sein, besonders bei Erbrechen, weshalb eine zusätzliche Verhütung empfohlen wird. Die Dosierung von Medikamenten gegen Diabetes, Bluthochdruck, Depressionen und Schilddrüsenerkrankungen muss oft angepasst werden. Informieren Sie jede Ärztin und jeden Apotheker darüber, dass Sie einen Schlauchmagen haben.
Ein Schlauchmagen ist eine grössere Bauchoperation mit Risiken, die in erfahrenen Zentren gering sind, aber bestehen.
Wenden Sie sich sofort an die Klinik oder eine Notfallstation bei zunehmenden Bauchschmerzen, Schmerzen in der linken Schulter, Fieber, Herzrasen, Atemnot, Brustschmerzen, einer einseitigen Beinschwellung, wiederholtem Erbrechen, Unfähigkeit zu trinken, schwarzem Stuhl oder Erbrechen von Blut. Ein schneller Puls über einhundert pro Minute in den ersten Tagen kann ein frühes Zeichen einer Nahtundichtigkeit sein. Nach der Rückkehr wenden Sie sich an eine Notfallstation und teilen mit, dass Sie einen Schlauchmagen haben.
Die Nachsorge nach einem Schlauchmagen ist lebenslang. Sie umfasst regelmässige ärztliche Kontrollen des Gewichts, der Begleiterkrankungen und der Blutwerte, die Anpassung von Medikamenten, etwa gegen Diabetes oder Bluthochdruck, die oft reduziert werden können, die Ernährungsberatung, die Kontrolle der Vitamin- und Mineralstoffeinnahme, gegebenenfalls psychologische Unterstützung und bei Refluxbeschwerden Kontrollspiegelungen. In den ersten ein bis zwei Jahren sind die Kontrollen häufig, danach meist jährlich. Die Nachsorge sollte in der Schweiz organisiert sein, idealerweise bei einem Adipositaszentrum, einem mit Adipositas erfahrenen Hausarzt oder einer Endokrinologin, und durch eine Ernährungsberatung ergänzt werden. Bei einer Operation im Ausland ist es entscheidend, diese Nachsorge vor der Reise zu klären, denn nicht alle Zentren übernehmen die Nachsorge von Patienten, die im Ausland operiert wurden.
Die Nahtundichtigkeit, fachlich Leckage, ist die gefürchtetste frühe Komplikation eines Schlauchmagens. Sie tritt in erfahrenen Zentren selten auf, meist bei etwa einem bis zwei von hundert Operationen, manchmal seltener. Am häufigsten liegt die undichte Stelle am oberen Ende der Klammernaht nahe dem Übergang zur Speiseröhre, wo der Druck im Schlauchmagen am höchsten und die Durchblutung am geringsten ist. Die meisten Leckagen zeigen sich in den ersten Tagen bis zwei Wochen nach der Operation, manche aber auch später. Typische Zeichen sind ein schneller Puls, Fieber, Bauchschmerzen, Schmerzen in der linken Schulter, Atemnot und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Wird eine Leckage vermutet, werden eine Computertomografie oder eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel durchgeführt. Die Behandlung hängt vom Ausmass ab und reicht von Antibiotika, Nahrungspause und Drainagen über das Einsetzen eines Stents oder anderer endoskopischer Verfahren bis zu einer erneuten Operation. Die Heilung kann Wochen bis Monate dauern und einen längeren Spitalaufenthalt erfordern. Dies ist einer der wichtigsten Gründe, warum der Aufenthalt nach einer Operation im Ausland ausreichend lang sein sollte und warum die Klinik über die Möglichkeit zur Behandlung solcher Komplikationen verfügen muss.
Sodbrennen und Reflux gehören zu den häufigsten Langzeitproblemen nach einem Schlauchmagen. Der schmale Magen hat einen höheren Innendruck, der Schliessmuskel zur Speiseröhre kann durch die Operation geschwächt sein, und ein bestehender Zwerchfellbruch kann den Reflux begünstigen. Ein Teil der Patientinnen und Patienten entwickelt nach der Operation neue Refluxbeschwerden, bei anderen bessern sie sich mit dem Gewichtsverlust. Leichte Beschwerden werden mit Säureblockern und angepasstem Essverhalten behandelt, etwa kleine Portionen, nicht spät am Abend essen und den Oberkörper im Bett erhöht lagern. Bei starken Beschwerden oder einer Entzündung der Speiseröhre kann eine Umwandlung in einen Magenbypass nötig sein, der den Reflux meist bessert. Da ein langjähriger Reflux eine Veränderung der Schleimhaut der Speiseröhre verursachen kann, die ein erhöhtes Krebsrisiko hat, werden regelmässige Kontrollspiegelungen empfohlen, oft einige Jahre nach der Operation und danach in Abständen.
Nicht bei allen Patientinnen und Patienten verläuft die Zeit nach einem Schlauchmagen wie erwartet. Bei einer erneuten Gewichtszunahme, einem unzureichenden Gewichtsverlust, einem starken Reflux oder Komplikationen wie einer Engstelle kann eine weitere Operation nötig werden. Am häufigsten wird der Schlauchmagen in einen Magenbypass umgewandelt, der den Reflux meist bessert und einen zusätzlichen Gewichtsverlust bewirken kann. Andere Möglichkeiten sind eine erneute Verkleinerung des Schlauchmagens, ein sogenannter Re-Sleeve, oder weitere Formen des Bypasses. Solche Revisionsoperationen sind technisch anspruchsvoller als der erste Eingriff und haben ein höheres Komplikationsrisiko. Sie sollten in spezialisierten Zentren nach sorgfältiger Abklärung erfolgen. Vor einer Revisionsoperation wegen erneuter Gewichtszunahme sollten auch das Essverhalten, die Bewegung, psychische Faktoren und die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung geprüft werden, weil eine erneute Operation allein das Problem nicht immer löst. In der Schweiz kann eine medizinisch begründete Revisionsoperation unter bestimmten Voraussetzungen übernommen werden.
Eine Adipositasoperation erfordert eine besondere Ausstattung. Dazu gehören Operationstische, Betten, Stühle und Waagen, die für ein hohes Körpergewicht geeignet sind, lange laparoskopische Instrumente, eine Anästhesie mit Erfahrung bei Adipositas und Schlafapnoe, eine Überwachung nach der Operation, eine Intensivstation, radiologische Untersuchungsmöglichkeiten wie die Computertomografie und die Möglichkeit endoskopischer Eingriffe bei Komplikationen. Die Thromboseprophylaxe folgt einem festgelegten Schema. Achten Sie darauf, dass die Klinik diese Standards erfüllt, und fragen Sie nach der Zahl der jährlich durchgeführten Adipositasoperationen, weil die Erfahrung eines Zentrums mit den Ergebnissen zusammenhängt.
Neben dem Schlauchmagen gibt es weitere Adipositasoperationen. Beim Magenbypass wird ein kleiner Vormagen gebildet und direkt mit dem Dünndarm verbunden, sodass ein Teil des Magens und des Dünndarms umgangen wird. Er führt oft zu einem ähnlichen oder etwas grösseren Gewichtsverlust, wirkt besonders gut bei Diabetes und Reflux, hat aber ein höheres Risiko für bestimmte Mangelzustände und Spätkomplikationen wie ein Dumping-Syndrom oder innere Hernien. Das Magenband, ein verstellbarer Ring um den oberen Magen, wird heute wegen häufiger Spätkomplikationen und eines geringeren Gewichtsverlusts nur noch selten eingesetzt. Welche Operation geeignet ist, hängt von den Begleiterkrankungen, dem Body-Mass-Index, dem Essverhalten, einem bestehenden Reflux und den Wünschen ab und sollte in einem interdisziplinären Team entschieden werden. Informationen finden Sie auf den Seiten Magenbypass und Magenband.
| Kriterium | Schlauchmagen | Magenbypass | Magenband |
|---|---|---|---|
| Prinzip | Verkleinerung des Magens | Verkleinerung und Umgehung | Verstellbarer Ring |
| Umkehrbarkeit | Nein | Teilweise, aufwendig | Ja |
| Gewichtsverlust | Deutlich | Deutlich, oft etwas grösser | Geringer |
| Reflux | Kann sich verschlechtern | Verbessert sich meist | Kann auftreten |
| Mangelzustände | Möglich | Häufiger | Seltener |
| Heute | Häufigste Operation | Häufig | Selten |
Nach einem grossen Gewichtsverlust bleibt häufig erschlaffte Haut am Bauch, an den Oberarmen, an den Oberschenkeln, an der Brust und im Gesicht zurück. Sie kann zu Hautreizungen, Entzündungen in den Hautfalten und einer Belastung des Körpergefühls führen. Straffungsoperationen können diese Haut entfernen, sollten aber frühestens erfolgen, wenn das Gewicht seit mindestens sechs bis zwölf Monaten stabil ist, meist etwa eineinhalb bis zwei Jahre nach der Adipositasoperation. In der Schweiz kann eine Straffung bei medizinischer Indikation, etwa wiederkehrenden Entzündungen in den Hautfalten, unter bestimmten Voraussetzungen übernommen werden, meist nach Kostengutsprache. Informationen finden Sie auf den Seiten Bauchstraffung und Oberarmstraffung.
Viele Frauen werden nach einem Gewichtsverlust wieder fruchtbarer. Eine Schwangerschaft sollte jedoch erst geplant werden, wenn das Gewicht stabil ist, meist frühestens zwölf bis achtzehn Monate nach der Operation, weil die rasche Gewichtsabnahme und mögliche Mangelzustände das Kind gefährden können. Eine sichere Verhütung in dieser Zeit ist wichtig. Während einer Schwangerschaft nach einem Schlauchmagen ist eine engmaschige Betreuung mit Kontrolle der Vitamine und Mineralstoffe nötig. Informationen finden Sie auf der Seite Schwangerschaft nach Sleeve.
Viele Menschen erleben das Leben nach einem Schlauchmagen als deutliche Verbesserung. Alltägliche Tätigkeiten wie Treppensteigen, Spazieren, Spielen mit Kindern oder Reisen werden leichter. Die Kleidung passt besser, und die Auswahl wird grösser. Viele fühlen sich energiegeladener, schlafen besser und haben weniger Schmerzen. Gleichzeitig verändert sich der Alltag: Mahlzeiten werden kleiner und müssen geplant werden, Restaurantbesuche und Einladungen erfordern Anpassungen, etwa das Bestellen kleiner Portionen oder einer Vorspeise, und Alkohol wird vorsichtiger getrunken. Die Einnahme der Vitamine und die regelmässigen Kontrollen gehören dauerhaft dazu. Die Familie und das Umfeld reagieren unterschiedlich auf die Veränderung, und manche Beziehungen verändern sich. Eine offene Kommunikation mit Partnerin oder Partner, Familie und Freunden über die neuen Essgewohnheiten hilft.
Auf Reisen sollten Vitamine und Medikamente in ausreichender Menge mitgenommen werden, im Handgepäck. Da nur kleine Mengen gegessen werden können, sind eiweissreiche Snacks für unterwegs hilfreich. In warmen Ländern ist ausreichendes Trinken besonders wichtig, weil der kleine Magen die Flüssigkeitsaufnahme begrenzt. Bei Magen-Darm-Infekten mit Erbrechen oder Durchfall kann es rasch zu einer Austrocknung kommen, weshalb frühzeitig ärztliche Hilfe gesucht werden sollte. Ein kurzer Bericht über die Operation, am besten in mehreren Sprachen, kann auf Reisen nützlich sein.
Die obstruktive Schlafapnoe, bei der die Atmung im Schlaf wiederholt aussetzt, ist bei Menschen mit Adipositas sehr häufig und oft nicht bekannt. Sie verursacht Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und erhöht das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor einer Adipositasoperation wird deshalb oft eine Untersuchung auf Schlafapnoe durchgeführt, weil eine unbehandelte Schlafapnoe das Narkoserisiko erhöht. Wer eine Atemmaske in der Nacht verwendet, sollte sie in die Klinik mitnehmen und nach der Operation weiter benutzen. Nach dem Gewichtsverlust bessert sich die Schlafapnoe oft, eine Kontrolle durch einen Schlafmediziner entscheidet, ob die Maske abgesetzt werden kann.
Adipositasoperationen werden häufiger bei Frauen als bei Männern durchgeführt, obwohl Adipositas bei beiden Geschlechtern ähnlich häufig ist. Männer suchen oft später Hilfe und haben häufiger bereits Folgeerkrankungen wie Diabetes, Schlafapnoe und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die das Operationsrisiko erhöhen. Bei Männern ist das Fett häufiger im Bauchraum eingelagert, was die Operation technisch anspruchsvoller machen kann und eine Flüssigdiät vor der Operation besonders wichtig macht. Bei Frauen spielen Fragen der Fruchtbarkeit, der Verhütung und einer späteren Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Auch das Risiko für Eisenmangel ist bei Frauen im gebärfähigen Alter wegen der Menstruation höher. Nach dem Gewichtsverlust wünschen Frauen häufiger Straffungsoperationen, etwa an Brust, Bauch und Oberarmen, Männer oft eine Straffung von Bauch und Brust.
Bei jungen Erwachsenen ist eine Adipositasoperation eine Entscheidung mit sehr langfristigen Folgen, weil die Ernährung, die Vitamine und die Nachsorge über viele Jahrzehnte beibehalten werden müssen. Gleichzeitig kann eine frühe Behandlung Folgeerkrankungen verhindern. Im mittleren Lebensalter stehen oft bereits bestehende Folgeerkrankungen im Vordergrund, deren Verbesserung ein wichtiges Ziel ist. Bei älteren Menschen über sechzig oder fünfundsechzig Jahren kann eine Adipositasoperation ebenfalls sinnvoll sein, doch das Operationsrisiko ist höher, der Muskelabbau problematischer und der Nutzen muss sorgfältig abgewogen werden. Kinder und Jugendliche mit schwerer Adipositas werden in spezialisierten Zentren in der Schweiz betreut. Medespoir vermittelt keine Behandlungen an Minderjährige.
Ein Schlauchmagen ist nicht nur ein einmaliger Eingriff, sondern mit lebenslangen Kosten für Vitamine und Mineralstoffe, regelmässige Blutkontrollen, ärztliche Nachsorge und Ernährungsberatung verbunden. Hinzu kommen möglicherweise Kosten für Straffungsoperationen nach dem Gewichtsverlust, die Behandlung von Spätkomplikationen oder eine Umwandlungsoperation. Auf der anderen Seite können die Kosten für Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck und andere Folgeerkrankungen sinken. Bei einer Operation in der Schweiz mit Kostenübernahme durch die Grundversicherung ist die Nachsorge in der Regel eingebunden. Bei einer Operation im Ausland sollten die Kosten der Nachsorge in der Schweiz vorab geklärt werden. Kostenvergleiche sind dabei stets indikativ und nicht vertraglich.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein Schlauchmagen eine einfache Lösung ist, die ohne eigene Veränderung wirkt. Tatsächlich erfordert er eine dauerhafte Anpassung von Ernährung, Essverhalten und Bewegung. Ein zweites Missverständnis ist, dass nach der Operation keine Gewichtszunahme mehr möglich ist. Bei einem Teil der Patienten kommt es nach einigen Jahren zu einer erneuten Zunahme. Ein drittes Missverständnis ist, dass Vitamine nur in den ersten Monaten nötig sind. Sie müssen lebenslang eingenommen werden. Ein viertes Missverständnis betrifft die Umkehrbarkeit: Der Schlauchmagen kann nicht rückgängig gemacht werden. Und schliesslich wird die Bedeutung der Nachsorge oft unterschätzt, besonders bei einer Operation im Ausland.
Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Welchen Body-Mass-Index haben Sie, und bestehen Folgeerkrankungen? Haben Sie über längere Zeit eine konservative Behandlung versucht? Erfüllen Sie die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme in der Schweiz? Haben Sie Reflux oder Sodbrennen, die eher für einen Bypass sprechen? Sind Sie bereit, Ihre Ernährung dauerhaft umzustellen und lebenslang Vitamine einzunehmen? Ist die Nachsorge in der Schweiz geklärt? Haben Sie die Möglichkeit von Medikamenten gegen Adipositas mit Ihrem Arzt besprochen? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie gezielt in die Beratung gehen.
Unser Team begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Nachsorge. Bei einer Adipositasoperation empfehlen wir Ihnen ausdrücklich, zuerst die Möglichkeiten in der Schweiz zu prüfen. Wenn Sie sich für eine Operation in Tunesien entscheiden, unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung der Abklärung, leiten Ihre Unterlagen an das Team weiter, erstellen eine transparente Offerte, organisieren den Aufenthalt und helfen bei der Vorbereitung der Nachsorge in der Schweiz.
Der Schlauchmagen ist eine wirksame und häufig durchgeführte Operation, die bei ausgeprägter Adipositas zu einem deutlichen Gewichtsverlust und einer Verbesserung vieler Folgeerkrankungen führen kann. Er ist nicht umkehrbar, erfordert eine lebenslange Anpassung der Ernährung, die lebenslange Einnahme von Vitaminen und eine regelmässige Nachsorge. In der Schweiz kann die Operation bei erfüllten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden, was eine Behandlung in der Schweiz für viele zur besseren Wahl macht. Eine Operation im Ausland kann für Selbstzahler sinnvoll sein, erfordert aber eine besonders sorgfältige Vorbereitung und eine vorab organisierte Nachsorge.
Bei einer Adipositasoperation ist die Frage, ob sie in der Schweiz oder im Ausland erfolgen soll, besonders sorgfältig abzuwägen. In der Schweiz kann die Operation bei erfüllten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden, sodass nur Franchise und Selbstbehalt anfallen. Zudem ist die lebenslange Nachsorge am Wohnort einfacher zu organisieren, und bei Komplikationen nach der Rückkehr kennt das behandelnde Zentrum den Verlauf. Eine Operation in Tunesien kann für Menschen in Frage kommen, die die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme in der Schweiz nicht erfüllen, etwa weil die geforderte konservative Therapiedauer nicht erreicht ist, und die die Operation selbst bezahlen möchten. In diesem Fall sind eine vollständige Abklärung, eine erfahrene Klinik, ein ausreichend langer Aufenthalt und eine vorab organisierte Nachsorge in der Schweiz unerlässlich.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten bei erfüllten Voraussetzungen | Franchise und Selbstbehalt | Keine Vergütung durch die Grundversicherung |
| Kosten als Selbstzahler | Volle Kosten | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Abklärung | Im Adipositaszentrum | Vorab in der Schweiz und vor Ort |
| Aufenthalt | Spitalaufenthalt am Wohnort | Etwa sieben bis zehn Tage |
| Lebenslange Nachsorge | Am Wohnort | Muss in der Schweiz organisiert werden |
| Behandlung von Spätkomplikationen | Im gleichen Zentrum | In der Schweiz |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu Qualifikationen und Erfahrung der Chirurgen in der Adipositaschirurgie stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung. Mehr dazu auf den Seiten Unsere Chirurgen und Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Chirurgen und der Klinik. Bei einer Adipositasoperation empfehlen wir Ihnen ausdrücklich, zuerst die Möglichkeit einer Kostenübernahme in der Schweiz zu prüfen und die Nachsorge in der Schweiz vor der Reise zu klären.
Die Kosten hängen von der Abklärung, der Operation, dem Spitalaufenthalt, der Klinik, dem Aufenthalt und den Nachsorgeleistungen vor Ort ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Bei erfüllten Voraussetzungen Übernahme durch die Grundversicherung |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Selbstzahlung, Reisekosten separat |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte.
In der Schweiz kann eine Adipositasoperation eine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG sein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören in der Regel ein Body-Mass-Index ab 35, eine angemessene, erfolglose konservative Behandlung über einen festgelegten Zeitraum, eine interdisziplinäre Abklärung und die Durchführung in einem anerkannten Zentrum, das auch die Nachsorge sicherstellt. Die genauen Voraussetzungen können sich ändern und sollten mit dem Hausarzt, einem Adipositaszentrum und der Krankenkasse geklärt werden. Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nicht vergütet, weil das KVG dem Territorialitätsprinzip folgt. Auch die Behandlung von Komplikationen einer im Ausland durchgeführten Operation kann Fragen zur Kostenübernahme aufwerfen, die vorab geklärt werden sollten. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt.
Adipositasoperationen im Ausland sind in den letzten Jahren häufiger geworden, und Fachgesellschaften in Europa berichten über Patientinnen und Patienten, die nach einer Operation im Ausland mit Komplikationen oder ohne ausreichende Nachsorge zurückkehren. Häufige Probleme sind eine unvollständige Abklärung vor der Operation, eine zu kurze Aufenthaltsdauer, fehlende Informationen über die durchgeführte Operation, keine Planung der Vitamineinnahme und der Nachsorge und Schwierigkeiten bei der Behandlung von Spätkomplikationen. Wer sich für eine Operation in Tunesien entscheidet, sollte deshalb einige Punkte besonders beachten. Die Abklärung sollte vollständig sein, idealerweise mit Untersuchungen beim Hausarzt in der Schweiz vor der Reise, einschliesslich Blutuntersuchungen und gegebenenfalls einer Magenspiegelung. Die Klinik sollte über ein erfahrenes Team, eine Intensivstation und die Möglichkeit zur sofortigen Behandlung von Komplikationen wie einer Nahtundichtigkeit verfügen. Der Aufenthalt sollte mindestens sieben bis zehn Tage dauern, weil die meisten frühen Komplikationen in dieser Zeit auftreten. Sie sollten einen vollständigen Operationsbericht erhalten, der die Art der Operation, die Grösse des Kalibrierungsschlauchs, die Klammernahttechnik und den Verlauf beschreibt. Und die lebenslange Nachsorge in der Schweiz muss vor der Reise mit dem Hausarzt oder einem Zentrum vereinbart sein. Wir unterstützen Sie bei diesen Schritten.
Bei einer Adipositasoperation ist eine klare Kommunikation besonders wichtig, weil es um viele Informationen zur Vorbereitung, zur Ernährung, zu den Medikamenten und zur Nachsorge geht. In Tunesien wird häufig Französisch gesprochen, und unser Team unterstützt deutschsprachige Patientinnen und Patienten bei der Verständigung. Lassen Sie sich die Ernährungspläne, die Medikamentenpläne und den Operationsbericht schriftlich geben, möglichst in einer Sprache, die Ihr Hausarzt versteht.
Nach der Rückkehr sollten Sie innerhalb weniger Tage Ihren Hausarzt aufsuchen, ihm den Operationsbericht übergeben und die Nachsorge besprechen. Setzen Sie die Ernährung nach Plan fort, trinken Sie ausreichend, nehmen Sie die Vitamine, Säureblocker und gegebenenfalls die Spritzen zur Blutverdünnung nach Anweisung und bewegen Sie sich regelmässig. Vereinbaren Sie eine Ernährungsberatung. Bei Warnzeichen wie Bauchschmerzen, Fieber, Herzrasen, Atemnot, wiederholtem Erbrechen oder Unfähigkeit zu trinken suchen Sie sofort eine Notfallstation auf und teilen mit, dass Sie einen Schlauchmagen haben.
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Eine Adipositasoperation erfordert eine interdisziplinäre Abklärung und eine lebenslange Nachsorge.
Der Schlauchmagen ist nicht umkehrbar. Zunehmende Bauchschmerzen, Fieber, Herzrasen oder Atemnot nach der Operation sind ein Notfall. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
In der Schweiz kann eine Adipositasoperation unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden. Geplante Behandlungen im Ausland werden nicht vergütet.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Eine Operation, bei der etwa drei Viertel bis vier Fünftel des Magens entfernt werden, sodass ein schlauchförmiger Restmagen verbleibt.
Der kleinere Magen fasst weniger Nahrung, und durch die Entfernung des Teils, der das Hungerhormon bildet, verringert sich oft das Hungergefühl.
Ein Hungerhormon, das vor allem im oberen Teil des Magens gebildet wird, der beim Schlauchmagen entfernt wird.
Nein, der entfernte Teil des Magens kann nicht wiederhergestellt werden.
Ja, etwa bei starkem Reflux oder erneuter Gewichtszunahme.
Weil er technisch einfacher ist als ein Bypass, gut wirkt und keine Umleitung des Darms erfordert.
Ja, eine chronische Krankheit, die durch Erbanlagen, Hormone, Stoffwechsel, Lebensweise, Psyche und Umwelt entsteht.
Weil der Körper sein Gewicht durch hormonelle Anpassungen verteidigt.
Unter anderem Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafapnoe, Fettleber, Gelenkverschleiss und bestimmte Krebsarten.
Ja, der Diabetes Typ 2 verbessert sich oft bereits in den ersten Monaten deutlich.
In der Regel ab 40, oder ab 35 mit Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schlafapnoe.
Ja, in der Schweiz wird für eine Kostenübernahme meist eine angemessene konservative Behandlung über etwa zwei Jahre verlangt.
Menschen mit unbehandelten schweren psychischen Erkrankungen, aktiven Essstörungen, Suchterkrankungen, zu hohem Operationsrisiko und Schwangere.
Weil Sodbrennen sich nach einem Schlauchmagen oft verschlechtert. Ein Magenbypass ist dann meist besser geeignet.
Um psychische Erkrankungen, Essstörungen und Suchtneigungen zu erkennen und auf die grosse Veränderung vorzubereiten.
Blutuntersuchungen, Magenspiegelung, Ultraschall des Bauchs, Beurteilung von Herz und Lunge, Schlafapnoe-Untersuchung, Ernährungsberatung und psychologische Beurteilung.
Um Entzündungen, Geschwüre, einen Zwerchfellbruch oder eine Helicobacter-Infektion festzustellen.
Ein Bakterium im Magen, das Entzündungen und Geschwüre verursachen kann und vor der Operation behandelt wird.
Minimalinvasiv in Schlüssellochtechnik, wobei der Magen mit einem Klammernahtgerät entlang eines Kalibrierungsschlauchs durchtrennt und verschlossen wird.
Ein Schlauch, der durch den Mund in den Magen eingeführt wird und als Schablone für die Weite des Schlauchmagens dient.
Etwa sieben bis zehn Tage, damit die ersten kritischen Tage vor Ort überwacht werden.
Mehrere kleine Narben von wenigen Zentimetern am Bauch.
Meist ab dem ersten Tag schluckweise klare Flüssigkeiten, nach Prüfung der Naht.
Schrittweise von klaren Flüssigkeiten über cremige und pürierte Kost bis zu weicher und nach etwa acht Wochen normaler Kost.
Weil Flüssigkeit zu den Mahlzeiten den kleinen Magen rasch füllt und Beschwerden verursachen kann.
Oft etwa sechzig bis achtzig Gramm pro Tag nach ärztlicher Empfehlung, um den Muskelabbau zu begrenzen.
Weil sie den kleinen Magen dehnen und Beschwerden verursachen können.
Ja, er wird schneller aufgenommen und wirkt stärker.
Anfangs sehr klein, später meist etwa eine kleine Tasse bis ein kleiner Teller pro Mahlzeit.
Weil der kleine Magen rasch voll ist und zu schnelles Essen Übelkeit und Erbrechen verursachen kann.
Weil man weniger isst und der Magen weniger Säure und weniger eines Stoffes für die Vitamin-B12-Aufnahme bildet.
Mangel an Vitamin B12, Eisen, Folsäure, Vitamin D, Kalzium und Zink.
Lebenslang.
Anfangs alle drei bis sechs Monate, später jährlich.
Häufig etwa fünfzig bis siebzig Prozent des Übergewichts in zwölf bis achtzehn Monaten, mit grossen individuellen Unterschieden.
In den ersten Monaten nach der Operation.
Ja, bei einem Teil der Patienten nach einigen Jahren, etwa wenn sich der Magen dehnt oder das Essverhalten sich verändert.
Ja, mit der Zeit kann er sich etwas weiten, besonders bei grossen Portionen.
Mit einer dauerhaft angepassten Ernährung, regelmässiger Bewegung und der Nachsorge.
Eine undichte Stelle an der Klammernaht, durch die Mageninhalt in den Bauchraum austritt. Sie ist selten, aber ernst.
An Bauchschmerzen, Schmerzen in der linken Schulter, Fieber, Herzrasen und Atemnot, meist in den ersten Tagen oder Wochen.
Oft mit Stents, Drainagen, Antibiotika oder einer erneuten Operation.
Weil ein Puls über einhundert pro Minute ein frühes Zeichen einer Nahtundichtigkeit sein kann.
Ja, weil der Druck im schmalen Magen steigt. Bei starken Beschwerden kann eine Umwandlung in einen Bypass nötig sein.
Weil ein langjähriger Reflux Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut verursachen kann.
Eine Verengung, die Schluckbeschwerden und Erbrechen verursacht und oft mit einer Aufdehnung behandelt wird.
Durch den raschen Gewichtsverlust, der die Zusammensetzung der Galle verändert.
Vorübergehend durch die rasche Gewichtsabnahme und einen möglichen Eiweissmangel in den ersten Monaten.
Manche verlagern nach der Operation auf andere Suchtmittel wie Alkohol, der zudem stärker wirkt. Die Nachsorge achtet darauf.
Lebenslang, mit häufigen Kontrollen in den ersten zwei Jahren und danach meist jährlich.
Kontrollen von Gewicht, Begleiterkrankungen und Blutwerten, Anpassung von Medikamenten, Ernährungsberatung und bei Bedarf psychologische Unterstützung.
Ein Adipositaszentrum, ein erfahrener Hausarzt oder eine Endokrinologin, ergänzt durch eine Ernährungsberatung.
Nicht alle, deshalb sollte die Nachsorge vor der Reise geklärt werden.
Oft ja, etwa gegen Diabetes oder Bluthochdruck, unter ärztlicher Kontrolle.
Beim Schlauchmagen wird der Magen verkleinert, beim Bypass wird zusätzlich ein Teil von Magen und Dünndarm umgangen.
Oft bei Reflux und manchmal bei schwerem Diabetes.
Wegen häufiger Spätkomplikationen und eines geringeren Gewichtsverlusts.
Oft bleibt erschlaffte Haut an Bauch, Oberarmen, Oberschenkeln, Brust und Gesicht zurück.
Frühestens nach sechs bis zwölf Monaten stabilem Gewicht, meist eineinhalb bis zwei Jahre nach der Operation.
Bei medizinischer Indikation unter bestimmten Voraussetzungen, meist nach Kostengutsprache.
Weil die Fruchtbarkeit oft steigt und eine Schwangerschaft in der Phase rascher Gewichtsabnahme das Kind gefährden kann.
In der Schweiz bei erfüllten Voraussetzungen, etwa einem Body-Mass-Index ab 35, erfolgloser konservativer Therapie und Operation in einem anerkannten Zentrum.
Für Selbstzahler, die die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme in der Schweiz nicht erfüllen, mit vorab organisierter Nachsorge.
Von Abklärung, Operation, Spitalaufenthalt, Klinik, Aufenthalt und Nachsorge vor Ort. In Tunesien liegen sie zur Orientierung etwa 60 % unter dem Schweizer Niveau, indikativ und nicht vertraglich.
Das Hungerhormon Ghrelin nimmt ab, und Darmhormone wie GLP-1 und PYY, die sättigen und den Blutzucker verbessern, werden vermehrt ausgeschüttet.
Weil die veränderte Ausschüttung der Darmhormone die Wirkung des Insulins rasch verbessert.
Weil er die Hungerhormone verringert, während der Körper bei einer Diät mehr Hungerhormone bildet und den Stoffwechsel drosselt.
Ja, mit der Zeit kann es sich teilweise wieder einstellen.
Wirkstoffe, die Darmhormone wie GLP-1 nachahmen oder kombinieren, meist als wöchentliche Spritze.
Meist ist der Gewichtsverlust geringer als nach einer Operation, aber deutlich grösser als mit früheren Medikamenten.
Oft wird wieder zugenommen, weil die Wirkung nur während der Einnahme anhält.
In der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen und mit Einschränkungen.
Ja, etwa bei erneuter Gewichtszunahme, nach ärztlicher Beurteilung.
Ursprünglich als erster Schritt einer zweistufigen Operation. Anfang der 2000er-Jahre etablierte er sich als eigenständige Operation.
Meist drei kleine Hauptmahlzeiten und gegebenenfalls ein bis zwei kleine Zwischenmahlzeiten.
Etwa zwanzig bis dreissig Minuten, mit kleinen Bissen und gründlichem Kauen.
Weil Eiweiss wichtig für den Muskelerhalt ist und der kleine Magen rasch voll ist.
Etwa eineinhalb bis zwei Liter kalorienfreie Flüssigkeit in kleinen Schlucken über den Tag verteilt.
Weil sie leicht durch den kleinen Magen gelangen und viele Kalorien liefern.
Ja, es hilft, das Essverhalten zu beobachten und Probleme früh zu erkennen.
Nein, die Ursachen sollten in einer psychologischen Begleitung bearbeitet werden.
Spaziergänge sofort, leichter Ausdauersport nach etwa vier bis sechs Wochen, Krafttraining nach Rücksprache.
Weil es die Muskelmasse während des raschen Gewichtsverlusts erhält.
Oft mindestens hundertfünfzig Minuten mässig intensive Bewegung pro Woche und zwei Einheiten Krafttraining.
Weil sie die Leber verkleinert und die Operation sicherer macht, da eine grosse Fettleber den Zugang zum Magen erschwert.
Durch das Gas, das während der Laparoskopie in den Bauch geleitet wird. Die Schmerzen klingen nach einigen Tagen ab.
Weil sie die Lunge belüften und Lungenentzündungen vorbeugen.
Weil der kleine Magen nur kleine Mengen aufnimmt und leicht zu wenig getrunken wird.
Um die Klammernaht und die Speiseröhre zu schützen, meist für einige Monate.
Weil der Körper wenig Energie erhält und sich an die neue Situation anpasst.
Viele erleben mehr Selbstvertrauen, manche aber auch Stimmungsschwankungen, Depressionen oder ein verändertes Körperbild.
Ja, der Austausch mit anderen Betroffenen kann in der Zeit der Veränderung sehr hilfreich sein.
Bei einem Teil der Patienten geht er in eine Remission, besonders wenn er noch nicht lange besteht.
Oft bildet sich die Schlafapnoe zurück. Die Maske sollte aber erst nach Kontrolle durch einen Schlafmediziner abgesetzt werden.
Meist ja, mit dem Gewichtsverlust.
Oft ja, weil die Gelenke entlastet werden.
Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac, weil sie Geschwüre verursachen können.
Nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker, weil manche Tabletten nicht zerkleinert werden dürfen.
In den ersten Monaten kann sie unsicher sein, besonders bei Erbrechen. Eine zusätzliche Verhütung wird empfohlen.
Ja, jede Ärztin und jeden Apotheker, weil Medikamente und Behandlungen angepasst werden müssen.
Unvollständige Abklärung, zu kurzer Aufenthalt, fehlende Operationsberichte, keine Planung der Vitamine und Nachsorge und Schwierigkeiten bei Spätkomplikationen.
Ein erfahrenes Team, eine Intensivstation und die Möglichkeit, Komplikationen wie eine Nahtundichtigkeit sofort zu behandeln.
Innerhalb weniger Tage, mit dem Operationsbericht.
Dass Sie einen Schlauchmagen haben, wann und wo er durchgeführt wurde, und zeigen den Operationsbericht.
Möglichst in einer Sprache, die Ihr Hausarzt versteht, etwa Deutsch oder Französisch.
Männer suchen oft später Hilfe und haben dann häufiger Folgeerkrankungen, die das Operationsrisiko erhöhen.
Wegen der Menstruation im gebärfähigen Alter.
Ja, doch das Operationsrisiko ist höher und der Nutzen muss sorgfältig abgewogen werden.
Für Vitamine, Blutkontrollen, ärztliche Nachsorge, Ernährungsberatung und möglicherweise Straffungen oder Folgeoperationen.
Oft sinken die Kosten für Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck und andere Folgeerkrankungen.
In erfahrenen Zentren selten, meist bei etwa einem bis zwei von hundert Operationen, manchmal seltener.
Am oberen Ende der Klammernaht nahe der Speiseröhre, wo der Druck am höchsten ist.
Mit einer Computertomografie oder einer Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel.
Oft Wochen bis Monate, mit längerem Spitalaufenthalt.
Säureblocker, kleine Portionen, nicht spät essen und den Oberkörper im Bett erhöht lagern.
Bei starken Beschwerden oder einer Entzündung der Speiseröhre.
Blutbild, Eisen, Ferritin, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, Kalzium, Parathormon, Zink, Eiweiss, Leber- und Nierenwerte und Blutzucker.
Ein Mass für die Eisenspeicher im Körper.
Weil Mangelzustände oft lange keine Beschwerden verursachen.
Nach einigen Jahren, um einen Knochenschwund frühzeitig zu erkennen.
Eine interdisziplinäre Abklärung, eine ehrliche Wahl der Operation, Vorbereitung, eine erfahrene Klinik und eine geregelte Nachsorge.
Fehlende Abklärung, sehr kurzer Aufenthalt, keine Nachsorge und Darstellung als einfache Lösung ohne Lebensstiländerung.
Nein, er erfordert eine dauerhafte Anpassung von Ernährung, Essverhalten und Bewegung.
Body-Mass-Index, Folgeerkrankungen, bisherige Behandlungen, Voraussetzungen in der Schweiz, Reflux, Bereitschaft zur Umstellung und geklärte Nachsorge.
Ja, sie können eine Alternative oder Ergänzung sein und die Wahl der Behandlung beeinflussen.
Mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Magerquark, Joghurt, Hüttenkäse, Tofu und Hülsenfrüchte.
In den ersten Monaten werden sie oft ergänzt, weil nur kleine Mengen gegessen werden können.
An Schwäche, Müdigkeit, Wassereinlagerungen, verstärktem Haarausfall und schlechter Wundheilung.
Bei vielen ja. Manche Speisen schmecken anders oder werden nicht mehr vertragen.
Weil sie im kleinen Magen aufquellen und ein Druckgefühl verursachen können.
Eine erneute Verkleinerung eines gedehnten Schlauchmagens.
Weil das Gewebe bereits operiert ist und das Komplikationsrisiko höher ist.
Essverhalten, Bewegung, psychische Faktoren und die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung.
Geeignete Tische, Betten und Waagen, lange Instrumente, erfahrene Anästhesie, Intensivstation, Computertomografie und endoskopische Möglichkeiten.
Weil die Erfahrung eines Zentrums mit den Ergebnissen zusammenhängt.
Mahlzeiten werden kleiner und müssen geplant werden, Restaurantbesuche erfordern Anpassungen, und Vitamine und Kontrollen gehören dazu.
Oft mit einer kleinen Portion, einer Vorspeise als Hauptgang oder durch Teilen eines Gerichts.
Vitamine und Medikamente im Handgepäck, eiweissreiche Snacks und einen kurzen Operationsbericht.
Weil es rasch zu einer Austrocknung kommen kann. Frühzeitig ärztliche Hilfe suchen.
Ja, und sie nach der Operation weiter benutzen.
Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck.
Meist nach einigen Wochen in Massen, nach Rücksprache. Er kann Sodbrennen verstärken und sollte nicht zu den Mahlzeiten getrunken werden.
In den ersten Wochen besser nicht, weil verschluckter Kaugummi im kleinen Magen Probleme verursachen kann.
Verstopfung ist häufig, weil wenig gegessen und getrunken wird. Ausreichende Flüssigkeit und Ballaststoffe helfen.
Ja, mit kleineren Portionen und angepasster Auswahl. Viele Restaurants bieten kleinere Portionen an.
Manche frieren nach grossem Gewichtsverlust schneller, weil das isolierende Fett abnimmt.
Die meisten gewöhnen sich in den ersten Monaten an die neue Essweise, die Anpassung setzt sich aber über Jahre fort.
Meist nicht in den ersten Monaten. Später hängt es von den Blutwerten und den Regeln des Blutspendedienstes ab.
Vor allem Fett wird abgebaut, aber auch Muskelmasse. Eiweiss und Krafttraining helfen, die Muskeln zu erhalten.
Ja, nach der Heilung. Viele entdecken nach dem Gewichtsverlust neue Sportarten.
Nicht völlig, aber süsse Speisen sollten selten und in kleinen Mengen gegessen werden, weil sie den Gewichtsverlust bremsen.
Ja, mit besonderem Augenmerk auf ausreichend Eiweiss, Eisen und Vitamin B12, nach Beratung.
Längeres Fasten, auch aus religiösen Gründen, sollte mit dem Arzt besprochen werden, weil Flüssigkeit und Eiweiss knapp werden können.
Vor der Reise, damit ein Hausarzt oder ein Zentrum die Kontrollen nach der Rückkehr übernimmt.
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