Eine Gesässvergrösserung, medizinisch Gluteoplastik oder Gesässaugmentation genannt, verändert Volumen, Form und Projektion des Gesässes. Dafür gibt es zwei chirurgische Hauptwege: die Übertragung von Eigenfett, oft als Lipofilling oder Brazilian Butt Lift bezeichnet, und das Einsetzen von Gesässimplantaten. Daneben existieren nichtchirurgische Verfahren mit Injektionen, deren Wirkung begrenzt ist. Medespoir organisiert Gesässvergrösserungen für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in Partnerkliniken in Tunesien.
Diese Seite vergleicht die Methoden, erklärt, für wen welche Technik geeignet ist, wie die Operation abläuft, warum das Sitzen nach dem Eingriff eingeschränkt ist, welche Risiken bestehen, darunter ein seltenes, aber ernstes Risiko bei der Eigenfettübertragung, und welche Fragen Sie mit Ihrer Krankenkasse klären sollten. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Für eine Gesässvergrösserung stehen vor allem Eigenfett und Implantate zur Verfügung. Die Wahl hängt von Fettreserven, Körperbau, gewünschtem Volumen und Risikobereitschaft ab.
Bei der Eigenfettübertragung darf das Fett nach heutigem Wissensstand nur in das Unterhautfett und nicht in den Gesässmuskel injiziert werden, um das Risiko einer seltenen, aber lebensgefährlichen Fettembolie zu senken.
Nach dem Eingriff ist das Sitzen und Liegen auf dem Gesäss für mehrere Wochen eingeschränkt. Das muss bei Arbeit, Reise und Alltag eingeplant werden.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nach KVG grundsätzlich nicht vergütet. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Die Form des Gesässes wird durch drei Schichten bestimmt: die Gesässmuskulatur, das darüberliegende Fettgewebe und die Haut. Der grosse Gesässmuskel bildet die Grundlage, das Fett gibt Rundung und Weichheit, und die Haut umhüllt beides. Die Knochenstruktur des Beckens und die Lage der Hüften beeinflussen zusätzlich die Silhouette von vorne und von der Seite. Eine Gesässvergrösserung verändert vor allem das Volumen und die Projektion, also wie weit das Gesäss in der Seitenansicht nach hinten ragt, und die Rundung im oberen und seitlichen Bereich.
Viele Menschen wünschen sich eine Gesässvergrösserung, weil ihr Gesäss von Natur aus flach ist, weil es nach einer Gewichtsabnahme an Volumen verloren hat, weil sich die Form mit dem Alter verändert hat oder weil sie die Proportionen zwischen Taille, Hüften und Gesäss harmonisieren möchten. Seitliche Einziehungen unterhalb der Hüften, sogenannte Hüftdellen, sind ein häufiger zusätzlicher Wunsch.
Diese Begriffe werden oft vermischt, bezeichnen aber unterschiedliche Ziele. Eine Gesässvergrösserung fügt Volumen hinzu. Eine Gesässstraffung entfernt überschüssige Haut, meist nach grosser Gewichtsabnahme, und hebt das Gesäss an, oft im Rahmen eines Bodylifts. Eine Gesässformung durch Fettabsaugung verändert die Kontur der Umgebung, etwa der Flanken und des unteren Rückens, damit das Gesäss runder wirkt. Häufig werden diese Ansätze kombiniert.
| Methode | Prinzip | Geeignet bei | Wichtige Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Eigenfett (Lipofilling, Brazilian Butt Lift) | Absaugung von Fett an anderer Stelle, Injektion ins Gesäss | Ausreichende Fettreserven, Wunsch nach natürlicher Form | Teilweiser Abbau des Fetts, seltenes Risiko der Fettembolie |
| Gesässimplantate | Silikonimplantat in oder unter dem Gesässmuskel | Wenig Fettreserven, Wunsch nach deutlichem Volumen | Implantatrisiken, Narbe in der Gesässfalte, längere Erholung |
| Kombination Implantat und Eigenfett | Implantat für Volumen, Fett für Übergänge | Schlanke Personen mit hohen Formwünschen | Summe der Risiken beider Verfahren |
| Poly-L-Milchsäure (Sculptra) | Injektionen, die die Kollagenbildung anregen | Leichte Volumen- und Konturverbesserung | Mehrere Sitzungen, begrenzter Effekt |
| Hyaluronsäure-Filler | Injektion eines Füllmaterials | Kleine Konturkorrekturen | Grosse Mengen nötig, zeitlich begrenzt |
| Gesässstraffung | Entfernung überschüssiger Haut | Hängendes Gesäss nach Gewichtsabnahme | Lange Narbe, oft Teil eines Bodylifts |
Die Tabelle dient der Orientierung. Welche Methode für Sie geeignet ist, entscheidet der Chirurg nach der Untersuchung. Weitere Informationen zu den Injektionsverfahren finden Sie auf den Seiten Sculptra am Gesäss und Makrolane am Gesäss, zur Eigenfettmethode auf der Seite Gesäss-Lipofilling.
Die Eigenfettübertragung ist heute die am häufigsten nachgefragte Methode. Sie kombiniert zwei Effekte: An den Entnahmestellen, etwa Bauch, Flanken, unterer Rücken oder Oberschenkel, wird Fett abgesaugt, was die Taille schmaler wirken lässt. Das gewonnene Fett wird aufbereitet und in das Gesäss injiziert, um Volumen und Rundung zu schaffen. Der Kontrast zwischen schmaler Taille und runderem Gesäss verstärkt den optischen Effekt.
Zunächst wird das Fett mit einer schonenden Fettabsaugung gewonnen. Anschliessend wird es aufbereitet, indem Flüssigkeit, Blutbestandteile und beschädigte Fettzellen abgetrennt werden, zum Beispiel durch Absetzen, Filtern oder Zentrifugieren. Das gereinigte Fett wird dann über kleine Einstiche mit feinen Kanülen in zahlreichen dünnen Strängen verteilt, damit jede Fettportion Anschluss an die Blutversorgung findet.
Nicht das gesamte übertragene Fett überlebt. Ein Teil wird in den ersten Wochen und Monaten vom Körper abgebaut. Wie viel anwächst, ist individuell unterschiedlich und hängt von der Technik, der Aufbereitung, der Durchblutung des Empfängergewebes, dem Rauchverhalten und der Schonung nach der Operation ab. Aus diesem Grund überträgt der Chirurg oft etwas mehr Fett als das gewünschte Endvolumen. Nach etwa drei bis sechs Monaten lässt sich beurteilen, wie viel dauerhaft erhalten bleibt. Manche Patientinnen wünschen später eine zweite Sitzung.
Die Eigenfettmethode setzt voraus, dass genügend Fett an anderen Körperstellen vorhanden ist. Bei sehr schlanken Personen reicht es oft nicht für eine deutliche Vergrösserung. Eine gezielte Gewichtszunahme vor der Operation wird manchmal diskutiert, ist aber nur begrenzt sinnvoll, weil eine spätere Abnahme auch das übertragene Fett verkleinert. In solchen Fällen können Implantate oder eine Kombination die bessere Wahl sein.
Die Eigenfettübertragung ins Gesäss ist mit einem seltenen, aber ernsten Risiko verbunden, der Fettembolie. Gelangt Fett bei der Injektion in die grossen Venen, die in und unter dem Gesässmuskel verlaufen, kann es in die Lunge geschwemmt werden und lebensgefährlich sein. Fachgesellschaften der plastischen Chirurgie haben deshalb Empfehlungen formuliert: Das Fett soll ausschliesslich in das Unterhautfettgewebe oberhalb des Muskels injiziert werden, nicht in den Muskel und nicht darunter. Dafür werden stabile Kanülen verwendet, die Injektionsrichtung wird so gewählt, dass die Kanüle nicht in die Tiefe gleitet, und manche Teams nutzen Ultraschall zur Kontrolle.
Fragen Sie in der Konsultation ausdrücklich, wie der Chirurg vorgeht, in welche Schicht er injiziert und welche Sicherheitsmassnahmen er anwendet. Ein seriöser Chirurg beantwortet diese Frage offen. Eine Gesässvergrösserung mit Eigenfett sollte nur von Chirurgen durchgeführt werden, die in dieser Technik erfahren sind.

Gesässimplantate bestehen meist aus einem festen, formstabilen Silikon, das sich deutlich von Brustimplantaten unterscheidet. Es ist robuster, damit es dem Druck beim Sitzen standhält. Implantate eignen sich vor allem für schlanke Personen mit geringen Fettreserven und für Patientinnen, die ein deutliches, vorhersehbares Volumen wünschen.
Das Implantat wird in der Regel nicht direkt unter die Haut gelegt, weil es dort tastbar und sichtbar wäre und leichter verrutschen könnte. Üblich ist eine Lage im Gesässmuskel oder unter der festen Muskelhülle. Die Wahl beeinflusst die Natürlichkeit, die Stabilität und die Erholung. Eine Lage im Muskel bietet eine gute Abdeckung, ist aber in den ersten Wochen schmerzhafter.
Der Zugang erfolgt meist über einen Schnitt in der Mittellinie zwischen den Gesässhälften, in der Gesässfalte oder seltener in der unteren Gesässfalte. Die Narbe liegt dadurch gut verborgen. Wegen der Nähe zum Analbereich erfordert die Wundpflege in den ersten Wochen besondere Sorgfalt, um Infektionen zu vermeiden.
Ein Implantat vergrössert vor allem den mittleren und oberen Bereich des Gesässes. Die seitliche Rundung und die Hüftdellen lassen sich damit nur begrenzt behandeln. Deshalb wird ein Implantat manchmal mit Eigenfett kombiniert, das die Übergänge weicher macht. Implantate sind keine lebenslangen Produkte und können im Laufe der Jahre einen Wechsel oder eine Entfernung erfordern.

| Kriterium | Eigenfett | Implantat |
|---|---|---|
| Fremdmaterial | Nein | Ja, Silikonimplantat |
| Voraussetzung | Ausreichende Fettreserven | Keine Fettreserven nötig |
| Zusatzeffekt | Taillenformung durch Absaugung | Keiner |
| Vorhersehbarkeit des Volumens | Geringer, da Teil des Fetts abgebaut wird | Höher, da Volumen festgelegt |
| Natürlichkeit von Gefühl und Form | Meist sehr natürlich | Je nach Lage fester, eventuell tastbar |
| Narben | Wenige Millimeter lange Einstiche | Narbe in der Gesässfalte |
| Spezifisches Hauptrisiko | Seltene, aber ernste Fettembolie | Infektion, Verschiebung, Wundöffnung |
| Dauerhaftigkeit | Angewachsenes Fett bleibt, verändert sich mit dem Gewicht | Implantat kann später Wechsel erfordern |
| Erholung | Sitzverbot auf dem Gesäss über mehrere Wochen | Schmerzhaftere erste Wochen, Sitzen eingeschränkt |
Welche Methode für Sie besser ist, hängt von Ihren Fettreserven, Ihrem Körperbau, dem gewünschten Volumen und Ihrer persönlichen Abwägung der Risiken ab. Ein seriöser Chirurg erklärt Ihnen beide Wege und begründet seine Empfehlung.
Eine Gesässvergrösserung kommt für Frauen und Männer infrage, die sich ein volleres, runderes oder besser proportioniertes Gesäss wünschen und bei denen Training allein nicht die gewünschte Form erreicht. Gute Voraussetzungen sind ein stabiles Gewicht, ein guter Allgemeinzustand, ein Rauchstopp vor und nach der Operation, realistische Erwartungen und die Bereitschaft, die Einschränkungen beim Sitzen nach der Operation einzuhalten.
Typische Ausgangssituationen sind:
Zurückhaltung ist angezeigt bei deutlichem Übergewicht, bei aktiver Gewichtsabnahme, bei früheren Thrombosen oder Lungenembolien, bei Gerinnungsstörungen, bei schlecht eingestelltem Diabetes, bei Hauterkrankungen oder Infektionen im Gesäss- und Analbereich sowie bei starkem Rauchen. Bei einem hängenden Gesäss mit deutlichem Hautüberschuss nach grosser Gewichtsabnahme ist eine Vergrösserung allein meist nicht sinnvoll. Hier steht eher eine Straffung, etwa im Rahmen eines Bodylifts, im Vordergrund, eventuell kombiniert mit einer Eigenfettübertragung.
Gezieltes Training der Gesässmuskulatur kann Form und Festigkeit verbessern und ist eine wertvolle Ergänzung zu jedem Eingriff. Die Muskeln lassen sich jedoch nur begrenzt vergrössern, und die Fettverteilung ist weitgehend genetisch bestimmt. Wer mit Training eine sichtbare Verbesserung erreicht, sollte dies zuerst ausschöpfen. Nach der Heilung unterstützt Training den Erhalt des Ergebnisses.
Vor dem Eingriff markiert der Chirurg im Stehen die Entnahmestellen für die Fettabsaugung, die Areale, die aufgefüllt werden sollen, oder die Lage des Implantats. Dabei werden Asymmetrien, Hüftdellen und die gewünschte Form besprochen.
Eine Gesässvergrösserung erfolgt in der Regel in Vollnarkose, bei kleineren Eigenfettbehandlungen manchmal in einer Kombination aus örtlicher Betäubung und Sedierung. Da für die Injektion ins Gesäss meist in Bauchlage operiert wird, erfordert die Lagerung besondere Sorgfalt.
Eine Eigenfettübertragung mit Absaugung mehrerer Regionen dauert meist zwei bis vier Stunden, das Einsetzen von Implantaten etwa zwei bis drei Stunden. In der Regel bleiben Sie eine bis zwei Nächte in der Klinik. Danach erfolgt die Erholung im Hotel mit Kontrollen bis zur Freigabe für den Rückflug.
Die Erholung nach einer Gesässvergrösserung hat eine Besonderheit: Das behandelte Gesäss sollte für mehrere Wochen nicht belastet werden. Beim Eigenfett soll so verhindert werden, dass Druck die Durchblutung der frisch übertragenen Fettzellen stört. Bei Implantaten sollen Wunde und Implantattasche geschont werden.
| Zeitraum | Was Sie erwarten können | Empfehlungen |
|---|---|---|
| Tag 1 bis 3 | Schwellung, Spannung, Blutergüsse an Entnahme- und Empfängerstellen | Bauch- oder Seitenlage, kurze Gehstrecken, Schmerzmittel |
| Woche 1 bis 2 | Rückgang der Schwellung, Kompression an den Absaugstellen | Nicht direkt auf dem Gesäss sitzen, Kissen unter den Oberschenkeln |
| Woche 3 bis 4 | Deutlich mehr Beweglichkeit | Kurzes Sitzen nach Freigabe mit speziellem Kissen |
| Woche 6 bis 8 | Weitgehende Belastbarkeit | Normales Sitzen nach Freigabe, Sport schrittweise |
| Monat 3 bis 6 | Fettvolumen stabilisiert sich, Implantat setzt sich | Stabiles Gewicht, Kontrolle des Ergebnisses |
Die Regeln zum Sitzen unterscheiden sich je nach Chirurg und Methode. Häufig wird empfohlen, in den ersten zwei bis drei Wochen gar nicht direkt auf dem Gesäss zu sitzen und danach für einige Wochen ein spezielles Kissen zu verwenden, das den Druck auf die Oberschenkel verlagert. Das betrifft auch Autofahrten, Toilettengänge, Mahlzeiten und die Arbeit am Schreibtisch. Stehen, Gehen und Liegen auf dem Bauch oder auf der Seite sind in dieser Zeit die bevorzugten Positionen.
Geschlafen wird in den ersten Wochen auf dem Bauch oder auf der Seite, nicht auf dem Rücken. Viele Patientinnen empfinden die Bauchlage anfangs als ungewohnt. Ein weiches Kissen unter der Hüfte und eines zwischen den Knien können helfen.
An den Absaugstellen wird ein Kompressionsmieder oder eine Kompressionshose getragen, meist über vier bis sechs Wochen. Manche Mieder sind am Gesäss ausgespart, damit kein Druck auf das übertragene Fett entsteht. Nach einer Implantateinlage kann eine spezielle Kompression die Implantate stabilisieren.
Wegen der Sitzeinschränkung ist eine Bürotätigkeit oft erst nach zwei bis drei Wochen und dann nur mit Kissen oder im Stehen möglich. Stehpulte können hilfreich sein. Bei körperlich belastender Arbeit ist mit längeren Ausfällen zu rechnen. Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis kann Ihnen der behandelnde Arzt oder Ihr Hausarzt ausstellen. Klären Sie vorher, wie Ihr Arbeitgeber und Ihre Krankentaggeldversicherung ästhetische Eingriffe behandeln.
Die Risiken hängen von der gewählten Methode ab. Das Aufklärungsgespräch mit dem Chirurgen ist unverzichtbar.
Wie bei jeder Operation sind Blutungen, Thrombosen, Lungenembolien, Narkoserisiken, allergische Reaktionen und ein Ergebnis, das nicht den Erwartungen entspricht, möglich.
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen, Verwirrtheit, einer schmerzhaften Schwellung eines Beins, hohem Fieber, zunehmender Rötung und Schwellung am Gesäss oder übelriechenden Absonderungen aus der Wunde. In der Schweiz wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, eine Notfallstation oder in lebensbedrohlichen Situationen an die Sanitätsnotrufnummer 144.
Das Gesäss besteht aus mehreren Muskelschichten, die von Fettgewebe und Haut bedeckt sind. Der grosse Gesässmuskel ist einer der kräftigsten Muskeln des Körpers und bildet den Hauptteil der Form. Darunter liegen der mittlere und der kleine Gesässmuskel, die vor allem die Hüfte stabilisieren. Zwischen und unter diesen Muskeln verlaufen grosse Blutgefässe und der Ischiasnerv, der das Bein versorgt. Diese Strukturen sind der Grund, warum bei Eingriffen am Gesäss die Tiefe, in der gearbeitet wird, so entscheidend ist.
Über der Muskulatur liegt das Unterhautfettgewebe. Es ist bei Frauen meist dicker als bei Männern und bestimmt wesentlich die Rundung und die Weichheit des Gesässes. Bei der Eigenfettübertragung wird genau in diese Schicht injiziert. Sie ist gut durchblutet, was das Anwachsen der Fettzellen fördert, und liegt oberhalb der grossen Gefässe, was das Risiko einer Fettembolie senkt. Die Dicke dieser Schicht beeinflusst auch, wie viel Fett sicher aufgenommen werden kann.
Nach unten wird das Gesäss durch die Gesässfalte begrenzt, die es vom Oberschenkel trennt. Seitlich schliesst sich die Hüftregion an, in der bei vielen Menschen eine Einziehung zwischen Beckenkamm und Oberschenkelknochen sichtbar ist, die Hüftdelle. Nach oben geht das Gesäss in den unteren Rücken über. Die Kurve in diesem Übergangsbereich prägt die Silhouette in der Seitenansicht stark, weshalb eine Absaugung des unteren Rückens bei vielen Eigenfettbehandlungen dazugehört.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine Frau mit normalem Gewicht hat ein flaches Gesäss, aber Fettpolster an Flanken und Bauch. Hier kann eine Eigenfettübertragung zwei Wünsche erfüllen: Die Absaugung formt die Taille, und das Fett gibt dem Gesäss mehr Volumen und Rundung. Wichtig sind realistische Erwartungen an das anwachsende Volumen.
Eine sehr schlanke Frau mit kräftiger Muskulatur wünscht mehr Volumen, hat aber kaum Fettreserven. Eine Eigenfettübertragung würde nur wenig bewirken. Hier werden eher Implantate im Muskel besprochen, eventuell kombiniert mit kleinen Fettmengen für die Übergänge, sofern verfügbar.
Nach einer Gewichtsabnahme hat eine Frau am Gesäss an Volumen verloren, die Haut ist leicht erschlafft. Bei moderatem Hautüberschuss kann eine Eigenfettübertragung Volumen zurückgeben und die Haut etwas straffen. Bei deutlichem Hautüberschuss wäre eine Straffung, eventuell mit Eigenfett kombiniert, die bessere Lösung.
Eine Frau stört sich vor allem an seitlichen Einziehungen unterhalb der Hüften. Eine gezielte Eigenfettbehandlung dieser Bereiche, kombiniert mit einer Absaugung der angrenzenden Regionen, kann die Kontur glätten. Hier ist oft nur eine moderate Fettmenge nötig.
Bei der Gesässvergrösserung, besonders mit Eigenfett, ist die Sicherheit ein zentrales Thema. Eine sorgfältige Planung erkennen Sie daran, dass der Chirurg Ihnen ohne Zögern erklärt, in welche Schicht er injiziert und welche Kanülen er verwendet, dass er die Fettmenge an Ihre Anatomie anpasst statt an Wunschbilder, dass er die Risiken einschliesslich der Fettembolie offen anspricht, dass eine Anästhesie und eine Notfallversorgung in der Klinik vorhanden sind und dass ein Konzept zur Thrombosevorbeugung und zur Nachsorge besteht.
Zurückhaltung ist geboten bei Angeboten, die sehr grosse Volumina versprechen, den Eingriff als harmlos darstellen, Injektionen in den Muskel befürworten, ausserhalb einer medizinischen Einrichtung stattfinden oder Substanzen verwenden, deren Name und Zulassung Sie nicht erfahren. Ihre Sicherheit ist wichtiger als jede Grösse.
Die Sitzeinschränkung ist für viele Patientinnen die grösste Herausforderung im Alltag. Mit einigen Vorbereitungen wird sie leichter:
Der Wunsch nach einem volleren Gesäss wird heute stark von Bildern in sozialen Medien geprägt. Viele dieser Bilder sind bearbeitet, mit vorteilhaften Posen, Licht und Filtern aufgenommen oder zeigen Ergebnisse, die nur mit sehr grossen Volumina und entsprechenden Risiken erreichbar sind. Solche Bilder als Vorlage zu verwenden, kann zu Erwartungen führen, die mit dem eigenen Körper nicht erfüllbar sind.
Hilfreicher ist es, sich zu fragen, was genau Sie stört und welches Ergebnis für Ihren Körperbau stimmig wäre. Bringen Sie Beispielbilder mit, aber lassen Sie sich vom Chirurgen erklären, was bei Ihrer Anatomie, Ihren Fettreserven und Ihrer Hautqualität realistisch ist. Ein guter Chirurg rät auch von übermässigen Volumina ab, wenn diese die Sicherheit oder die Natürlichkeit gefährden würden.
Wenn der Wunsch nach Veränderung Ihr Leben stark bestimmt, Sie sich trotz früherer Eingriffe weiterhin sehr unzufrieden fühlen oder Sie viel Zeit mit dem Kontrollieren Ihres Aussehens verbringen, kann ein Gespräch mit einer Fachperson für psychische Gesundheit hilfreich sein, bevor Sie sich für eine Operation entscheiden.
Auch Männer lassen ihr Gesäss vergrössern, meist mit dem Ziel einer kräftigeren, muskulöser wirkenden Form. Männer haben am Gesäss oft weniger Unterhautfett, dafür eine kräftigere Muskulatur. Das beeinflusst die Wahl der Methode: Bei schlanken Männern mit geringen Fettreserven werden häufiger Implantate diskutiert, bei ausreichenden Reserven an Bauch und Flanken eine Eigenfettübertragung, die zugleich die Taille formt.
Die männliche Gesässform ist seitlich eher flacher, und eine starke Rundung an den Hüften wirkt meist nicht passend. Die Planung konzentriert sich deshalb auf Projektion und Festigkeit im mittleren und oberen Bereich. Die Regeln zum Sitzen, Schlafen und zur Nachsorge gelten für Männer genauso wie für Frauen.
Nach einer Eigenfettübertragung braucht der Körper Energie und Baustoffe, damit die Fettzellen Anschluss an die Blutversorgung finden und die Absaugstellen heilen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiss, gesunden Fetten, Gemüse und Früchten unterstützt diesen Prozess. Eine strenge Diät in den Wochen nach der Operation ist ungünstig, weil der Körper dann auch Fettreserven abbaut, einschliesslich des frisch übertragenen Fetts.
Trinken Sie ausreichend, um den Kreislauf zu unterstützen und das Thromboserisiko zu senken. Verzichten Sie auf Nikotin, denn es verschlechtert die Durchblutung erheblich. Alkohol sollte in den ersten Wochen gemieden werden, da er Schwellungen verstärken und mit Medikamenten wechselwirken kann. Nach der Heilung hilft ein stabiles Gewicht, das Volumen dauerhaft zu erhalten.
In der Konsultation vor einer Gesässvergrösserung erhebt der Chirurg zunächst Ihre Vorgeschichte: frühere Operationen, besonders Fettabsaugungen oder Injektionen am Gesäss, Gewichtsverlauf, Vorerkrankungen, Gerinnungsstörungen, frühere Thrombosen, Medikamente, Allergien und Rauchgewohnheiten. Wenn Sie früher Injektionen ins Gesäss erhalten haben, ist es wichtig, das verwendete Produkt zu kennen, da manche Substanzen die Planung erheblich beeinflussen.
Bei der Untersuchung im Stehen beurteilt der Chirurg die Form des Gesässes von hinten und von der Seite, die Hüftdellen, die Gesässfalte, die Hautqualität und mögliche Asymmetrien. Er prüft, wo und wie viel Fett für eine Übertragung zur Verfügung steht, und schätzt die Dicke des Unterhautfetts am Gesäss ab. Bei Interesse an Implantaten wird die Kraft und Grösse des Gesässmuskels beurteilt.
Anschliessend erläutert der Chirurg die empfohlene Methode, die voraussichtliche Fettmenge oder Implantatgrösse, die Entnahmestellen, die Narben, die Einschränkungen beim Sitzen und die Risiken, einschliesslich der Sicherheitsmassnahmen gegen eine Fettembolie. Nutzen Sie diesen Moment, um alle Fragen zu stellen, und nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung.
Nach der Rückkehr setzen Sie die Sitzeinschränkung und die Kompression wie verordnet fort. Vereinbaren Sie idealerweise vor der Reise einen Termin bei Ihrem Hausarzt in der ersten Woche nach der Rückkehr, um die Einstichstellen oder die Narbe kontrollieren zu lassen. Bringen Sie den Operationsbericht und bei Implantaten den Implantatpass mit.
Unser Team bleibt für Fragen erreichbar. Fotos des Verlaufs können an den Chirurgen weitergeleitet werden. Bei Warnzeichen wie Atemnot, Brustschmerzen, einer schmerzhaften Beinschwellung, Fieber oder zunehmender Rötung am Gesäss suchen Sie sofort ärztliche Hilfe in der Schweiz auf.
Eine Gesässvergrösserung ist ein Wunscheingriff, der nicht dringend ist. Nehmen Sie sich deshalb die Zeit, die Sie brauchen. Vergleichen Sie die Methoden, besprechen Sie Ihre Pläne mit Menschen, denen Sie vertrauen, und lassen Sie Ihre Fragen vollständig beantworten. Wenn Sie nach der Beratung unsicher sind, ist es völlig in Ordnung, die Entscheidung aufzuschieben oder sich eine zweite Meinung einzuholen.
Planen Sie den Eingriff zu einem Zeitpunkt, an dem Sie die Einschränkungen der ersten Wochen gut umsetzen können, etwa ohne grössere berufliche Verpflichtungen im Sitzen, ohne geplante lange Autofahrten und ohne Feriensaison mit starker Sonne. Eine gute Planung trägt viel dazu bei, dass die Erholung ruhig verläuft und das Ergebnis so gut wie möglich wird. Unser Team unterstützt Sie gerne dabei, einen passenden Zeitraum zu finden und die Organisation vor und nach der Reise zu klären.
Auch nach der Heilung lohnt es sich, das Gesäss im Blick zu behalten. Beim Eigenfett sind regelmässige Kontrollen meist nur nötig, wenn Knoten, Verhärtungen oder Formveränderungen auftreten. Tastbare Knoten sollten immer ärztlich beurteilt werden, auch wenn sie meist harmlose Ölzysten oder vernarbtes Fett sind. Bei Implantaten sind Kontrollen in grösseren Abständen sinnvoll, besonders bei Schmerzen, Formveränderungen oder Schwellungen. Bewahren Sie den Operationsbericht und den Implantatpass auf und informieren Sie behandelnde Ärztinnen und Ärzte bei späteren Untersuchungen, Injektionen oder Operationen im Gesässbereich über den Eingriff. So lassen sich Befunde richtig einordnen und unnötige Abklärungen vermeiden.
Viele Patientinnen berichten, dass sie sich nach Abschluss der Heilung in Kleidung und Badebekleidung wohler fühlen und ihre Silhouette als stimmiger empfinden. Diese Zufriedenheit hängt stark davon ab, dass die Erwartungen vor dem Eingriff realistisch waren und die Einschränkungen der ersten Wochen konsequent eingehalten wurden. Individuelle Erfahrungen sind jedoch nie direkt übertragbar, denn jeder Körper reagiert anders auf eine Operation und auf die Übertragung von Eigenfett. Ein offenes Gespräch mit dem Chirurgen über Chancen und Grenzen bleibt deshalb der wichtigste Schritt auf dem Weg zu einer guten Entscheidung.
Wer keine Operation wünscht, fragt oft nach Injektionen. Zwei Arten werden angeboten: Präparate mit Poly-L-Milchsäure, die die körpereigene Kollagenbildung anregen, und Füllmaterialien auf Basis von Hyaluronsäure. Beide können eine leichte Verbesserung der Kontur bewirken, etwa bei Hüftdellen oder einer leichten Abflachung. Für eine deutliche Vergrösserung sind jedoch sehr grosse Mengen nötig, was die Behandlung aufwendig macht, und die Wirkung ist zeitlich begrenzt.
Mit Injektionen am Gesäss sind ebenfalls Risiken verbunden, etwa Knötchen, Entzündungen, Infektionen, Asymmetrien und bei grossen Volumina Verhärtungen. Von der Injektion nicht zugelassener oder unbekannter Substanzen, wie sie gelegentlich ausserhalb medizinischer Einrichtungen angeboten werden, ist dringend abzuraten, da sie schwere, bleibende Schäden verursachen können. Lassen Sie sich immer genau sagen, welches Produkt verwendet wird. Ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten Sculptra am Gesäss und Makrolane am Gesäss.
Die Gesässvergrösserung mit Eigenfett ist von Natur aus eine Kombination, weil sie eine Fettabsaugung einschliesst. Häufig werden Bauch, Flanken, unterer Rücken und Oberschenkel abgesaugt, um die Taille zu formen und das Fett zu gewinnen. Eine Kombination mit einer Bauchdeckenstraffung ist dagegen schwierig, weil nach der Bauchdeckenstraffung die Rückenlage mit gebeugten Knien empfohlen wird, während das Gesäss nach der Eigenfettübertragung nicht belastet werden soll. Deshalb werden diese Eingriffe häufig getrennt geplant.
Nach massiver Gewichtsabnahme kann eine Straffung des Gesässes im Rahmen eines Bodylifts mit einer Eigenfettübertragung oder einer Verlagerung von Eigengewebe kombiniert werden, um Volumen zu erhalten. Die Oberschenkelstraffung wird meist in einer separaten Sitzung durchgeführt. Wer an den Oberschenkelaussenseiten Fettpolster hat, findet Informationen auf der Seite zur Fettabsaugung der Reiterhosen.
Beim Eigenfett zeigt sich das endgültige Volumen nach etwa drei bis sechs Monaten, wenn Schwellungen zurückgegangen sind und der Körper das nicht angewachsene Fett abgebaut hat. Das angewachsene Fett verhält sich danach wie normales Körperfett: Es nimmt bei einer Gewichtszunahme zu und bei einer Abnahme ab. Ein stabiles Gewicht ist deshalb für ein dauerhaftes Ergebnis entscheidend.
Bei Implantaten ist das Volumen von Anfang an vorhersehbarer. Das Implantat setzt sich in den ersten Monaten, und die Form wird weicher. Implantate sind langlebig, aber nicht für das ganze Leben gedacht. Veränderungen des Körpers, eine Kapselbildung oder eine Verschiebung können im Laufe der Jahre einen Wechsel oder eine Entfernung nötig machen.
Trotz des Namens ist der Brazilian Butt Lift keine Straffung, sondern eine Vergrösserung mit Eigenfett. Durch mehr Volumen im oberen Bereich wirkt das Gesäss angehobener, überschüssige Haut wird aber nicht entfernt.
Eine übermässige Fettmenge kann den Druck im Gewebe erhöhen, die Durchblutung verschlechtern und das Anwachsen verringern. Zudem kann ein sehr grosses Volumen unnatürlich wirken und die Haut belasten. Eine Vergrösserung in Massen führt oft zu einem harmonischeren und dauerhafteren Ergebnis.
Die meisten Chirurgen empfehlen, mindestens zwei bis drei Wochen nicht direkt auf dem Gesäss zu sitzen, danach oft einige Wochen nur mit Kissen. Wer früh sitzt, riskiert, dass weniger Fett anwächst oder Implantate belastet werden.
Injektionen können kleine Konturverbesserungen bewirken, erreichen aber nicht das Volumen einer Operation und sind zeitlich begrenzt. Für eine deutliche Vergrösserung sind sie meist keine gleichwertige Alternative.
Training kräftigt die Muskulatur und verbessert die Form, doch die Fettverteilung und die Knochenstruktur des Beckens sind weitgehend genetisch bestimmt. Training ist eine wertvolle Ergänzung, ersetzt aber nicht jede Veränderung.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten | Höheres Kostenniveau | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Reise nach der Operation | Keine | Rückflug mit eingeschränktem Sitzen, Planung nötig |
| Nachkontrollen | Kurze Wege | Kontrollen vor Ort, danach Fernbetreuung und Ärzte in der Schweiz |
| Organisation | Selbst zu koordinieren | Termine, Transfers und Unterkunft werden koordiniert |
| Versicherung | Rein ästhetisch, keine Übernahme | Grundsätzlich keine Vergütung durch die Grundversicherung |
Bei der Gesässvergrösserung ist der Rückflug ein besonderer Planungspunkt, weil das Sitzen eingeschränkt ist. Viele Patientinnen verwenden ein spezielles Kissen, das den Druck auf die Oberschenkel verlagert, stehen während des Fluges häufig auf und wählen einen Sitzplatz am Gang. Besprechen Sie mit dem Chirurgen, ab wann ein Flug für Sie sinnvoll ist.
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken und Chirurgen in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu Qualifikationen und Erfahrung der Ärzte, auch speziell mit der Eigenfettübertragung ins Gesäss, stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung, damit Sie diese selbst überprüfen können. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Chirurgen und der Klinik. Mehr über unsere Partner erfahren Sie auf der Seite Unsere Kliniken.
Eine Pauschale umfasst in der Regel den Empfang am Flughafen, die Transfers, die Konsultation, die präoperativen Untersuchungen, die Honorare von Chirurg und Anästhesie, die Operation, den Klinikaufenthalt, erste Kompressionskleidung sofern vorgesehen, bei Implantaten die Implantate gemäss Offerte, den Hotelaufenthalt und die Kontrollen bis zur Rückreise. Flüge, persönliche Ausgaben und Begleitpersonen sind je nach Angebot nicht enthalten.
Die Kosten hängen von der Methode, der Anzahl der abgesaugten Regionen, bei Implantaten vom Implantattyp sowie von Klinik und Aufenthaltsdauer ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise. Zur Orientierung dient das ungefähre Kostenverhältnis zwischen den Ländern.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Eingriff in einer Privatklinik, ohne Reise |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Pauschale inklusive Aufenthalt, je nach Offerte |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte nach Prüfung Ihres Dossiers. Planen Sie zusätzlich Reserven für Reise, ein spezielles Sitzkissen, zusätzliche Kompression, Kontrollen in der Schweiz und eine allfällige längere Arbeitsunfähigkeit ein.
Eine Gesässvergrösserung ist ein ästhetischer Eingriff und keine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei einer Rekonstruktion nach Unfall, Tumor oder schweren Weichteildefekten, kann eine Behandlung Krankheitswert haben. Eine Übernahme ist dann nur in der Schweiz und nach vorgängiger Kostengutsprache der Krankenkasse möglich.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung grundsätzlich nicht vergütet. Das KVG folgt dem Territorialitätsprinzip. Für Leistungen, die Sie nach der Rückkehr in der Schweiz beziehen, gelten wie üblich Franchise und Selbstbehalt, sofern die Kasse die Leistung übernimmt. Klären Sie vor der Reise, wie Komplikationen nach einem ästhetischen Eingriff im Ausland versicherungsrechtlich behandelt werden.
Weitere praktische Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Aufenthalt in Tunesien.
| Tag | Programm | Hinweise |
|---|---|---|
| Tag 1 | Ankunft, Empfang, Transfer | Sitzkissen mitbringen oder vor Ort besorgen |
| Tag 2 | Konsultation, Voruntersuchungen, Anzeichnung, Operation | Nüchtern bleiben gemäss Anweisung |
| Tag 3 | Klinikaufenthalt, erste Gehversuche | Bauch- oder Seitenlage, Thrombosevorbeugung |
| Tag 4 bis 8 | Erholung im Hotel, Kontrollen | Nicht auf dem Gesäss sitzen, Kompression, Sonne meiden |
| Tag 8 bis 10 | Abschlusskontrolle, Unterlagen, Freigabe für den Rückflug | Sitzplatz am Gang, Kissen, häufig aufstehen |
Für eine Gesässvergrösserung sollten Sie in der Regel etwa sieben bis zehn Tage in Tunesien einplanen. Die genaue Dauer legt der Chirurg fest. Eine Begleitperson ist hilfreich, weil Transfers und Mahlzeiten ohne Sitzen anstrengend sein können.
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Jeder Eingriff erfordert eine individuelle Indikation durch einen qualifizierten Facharzt.
Ergebnisse sind individuell verschieden und können nicht garantiert werden. Beispielbilder sind nicht übertragbar.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nach KVG grundsätzlich nicht vergütet. Eine allfällige Kostenübernahme setzt eine vorgängige Kostengutsprache Ihrer Krankenkasse voraus und ist im Einzelfall zu klären.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Chirurgisch stehen vor allem die Übertragung von Eigenfett und das Einsetzen von Gesässimplantaten zur Verfügung, manchmal kombiniert. Nichtchirurgisch werden Injektionen mit Poly-L-Milchsäure oder Hyaluronsäure angeboten, die jedoch nur begrenzte Veränderungen bewirken.
Gluteoplastik ist der medizinische Oberbegriff für Operationen, die die Form des Gesässes verändern. Er umfasst Vergrösserungen mit Implantaten oder Eigenfett ebenso wie Straffungen. Der Name leitet sich vom Gesässmuskel, dem Musculus gluteus, ab.
So wird die Gesässvergrösserung mit Eigenfett genannt. Fett wird an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln abgesaugt, aufbereitet und ins Gesäss injiziert. Trotz des Namens handelt es sich nicht um eine Straffung, sondern um eine Volumenvergrösserung mit gleichzeitiger Taillenformung.
Die Vergrösserung fügt Volumen hinzu. Die Straffung entfernt überschüssige, hängende Haut und hebt das Gesäss an, meist nach grosser Gewichtsabnahme. Beide Ansätze können kombiniert werden, wenn Volumen fehlt und gleichzeitig Haut überschüssig ist.
Hüftdellen sind seitliche Einziehungen zwischen Hüfte und Oberschenkel, die durch die Anatomie des Beckens und die Fettverteilung entstehen. Sie lassen sich mit Eigenfett auffüllen, oft in Kombination mit einer Absaugung der Umgebung. Mit Implantaten sind sie kaum zu behandeln.
Die Form des Gesässes hängt neben der Muskulatur stark von der Fettverteilung, der Beckenform und der Hautspannung ab, die weitgehend genetisch bestimmt sind. Training kann die Muskulatur verbessern, aber die Fettverteilung und die Knochenstruktur kaum verändern.
Mit zunehmendem Alter nehmen Muskelmasse, Hautspannung und das Fett im oberen Gesässbereich ab, während sich Fett eher an Hüften und Oberschenkeln sammelt. Das Gesäss wirkt dadurch flacher und tiefer. Eine Vergrösserung kann Volumen zurückgeben, bei deutlichem Hautüberschuss ist eine Straffung nötig.
Ja, die Nachfrage bei Männern nimmt zu. Männer wünschen meist eine kräftigere, muskulöser wirkende Form statt starker Rundung. Die Methoden sind grundsätzlich dieselben, die Planung wird an die männlichen Proportionen angepasst.
Die Breite und Neigung des Beckens bestimmen, wie das Gesäss von hinten und von der Seite wirkt. Ein schmales Becken mit geringer Neigung lässt das Gesäss flacher erscheinen. Das Becken selbst lässt sich chirurgisch nicht verändern, die Weichteile darüber schon.
Ja, das ist oft das eigentliche Ziel. Die Kombination aus schmalerer Taille durch Absaugung und runderem Gesäss durch Fetttransfer verändert das Verhältnis von Taille zu Hüfte und lässt die Silhouette kurviger erscheinen.
Unterschiede zwischen beiden Seiten lassen sich mit Eigenfett gut ausgleichen, indem unterschiedliche Mengen injiziert werden. Eine vollkommene Symmetrie ist jedoch nicht garantiert, auch weil das Fett unterschiedlich anwachsen kann.
Ein Facharzt für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie mit spezifischer Erfahrung in der Gesässchirurgie. Besonders bei der Eigenfettübertragung ist die Kenntnis der sicheren Injektionstechnik entscheidend. Fragen Sie nach dieser Erfahrung.
Meist von Bauch, Flanken, unterem Rücken, Hüften und Oberschenkeln. Die Wahl hängt davon ab, wo Fettreserven vorhanden sind und wo eine Absaugung die Silhouette zusätzlich verbessert, etwa an der Taille.
Das abgesaugte Fett wird von Flüssigkeit, Blutbestandteilen und beschädigten Fettzellen getrennt, zum Beispiel durch Absetzen, Filtern, Waschen oder Zentrifugieren. Ziel ist ein möglichst reines Fett mit vitalen Zellen, die gute Chancen haben anzuwachsen.
Das hängt von den Fettreserven, der Grösse des Gesässes und dem gewünschten Ergebnis ab. Der Chirurg legt die Menge individuell fest und achtet darauf, das Gewebe nicht zu überfüllen, weil dies das Anwachsen verschlechtert.
Weil ein Teil des übertragenen Fetts vom Körper abgebaut wird. Ein gewisser Überschuss gleicht diesen Verlust aus. Zu viel Fett kann jedoch den Druck im Gewebe erhöhen und das Anwachsen verringern, deshalb ist Erfahrung wichtig.
Die ersten Wochen sind entscheidend, weil das Fett in dieser Zeit Anschluss an die Blutversorgung finden muss. Nach etwa drei bis sechs Monaten ist das verbleibende Volumen stabil und lässt sich beurteilen.
Es wird vom Körper abgebaut und abtransportiert. Manchmal bleiben kleine Knoten oder Ölzysten zurück, die sich als Verhärtungen tasten lassen. Sie sind meist harmlos, können aber bei Beschwerden behandelt werden.
Bei einer Fettembolie gelangt Fett in grosse Venen und wird in die Lunge geschwemmt, was lebensgefährlich sein kann. Beim Gesäss verlaufen solche Venen in und unter dem Muskel. Deshalb soll das Fett nur in das Unterhautfett oberhalb des Muskels injiziert werden.
Durch eine Injektion ausschliesslich in das Unterhautfett, die Verwendung stabiler Kanülen, eine Injektionsrichtung, die ein Abgleiten in die Tiefe vermeidet, und bei manchen Teams eine Kontrolle mit Ultraschall. Fragen Sie Ihren Chirurgen konkret nach seinem Vorgehen.
Im und unter dem Gesässmuskel verlaufen grosse Blutgefässe. Wird Fett dort injiziert, steigt das Risiko, dass es in diese Gefässe gelangt. Fachgesellschaften empfehlen deshalb, auf Injektionen in den Muskel zu verzichten.
Ja, wenn das Ergebnis nach der ersten Sitzung zu klein ausfällt und noch Fettreserven vorhanden sind. Eine zweite Sitzung wird meist frühestens nach sechs Monaten geplant, wenn das erste Ergebnis stabil ist.
Wenn kaum Fettreserven vorhanden sind, reicht das Fett oft nicht für eine deutliche Vergrösserung. Der Chirurg beurteilt dies bei der Untersuchung. Bei sehr schlanken Personen werden eher Implantate oder eine Kombination empfohlen.
Eine gezielte Gewichtszunahme wird manchmal diskutiert, ist aber nur begrenzt sinnvoll. Nimmt man danach wieder ab, verkleinert sich auch das übertragene Fett. Besprechen Sie dies mit dem Chirurgen, bevor Sie Ihr Gewicht bewusst verändern.
Ja. Angewachsenes Fett verhält sich wie normales Körperfett. Bei einer Gewichtszunahme wird das Gesäss grösser, bei einer Abnahme kleiner. Ein stabiles Gewicht ist daher für ein dauerhaftes Ergebnis wichtig.
Einzelne Bereiche können sich verhärten, wenn Fett abstirbt und vernarbt oder Ölzysten bildet. Meist sind diese Verhärtungen klein und bessern sich mit der Zeit. Grössere oder schmerzhafte Knoten sollten ärztlich untersucht werden.
In der Regel ja, weil körpereigenes Gewebe verwendet wird und sich das Gesäss weich anfühlt. Die Natürlichkeit hängt aber auch von der Menge und der Verteilung ab. Ein sehr grosses Volumen kann unnatürlich wirken.
Gesässimplantate bestehen meist aus einem festen, formstabilen Silikon, das robuster ist als bei Brustimplantaten. Es muss dem Druck beim Sitzen und bei Bewegung standhalten. Es gibt runde und ovale Formen in verschiedenen Grössen.
Meist im Gesässmuskel oder unter der festen Muskelhülle, nicht direkt unter der Haut. Diese Lage schützt das Implantat, macht es weniger tastbar und verringert das Risiko einer Verschiebung. Die genaue Lage hängt von der Technik des Chirurgen ab.
Der Zugang erfolgt meist über einen Schnitt in der Mittellinie zwischen den Gesässhälften, seltener in der unteren Gesässfalte. Die Narbe ist dadurch gut verborgen, erfordert aber wegen der Nähe zum Analbereich sorgfältige Hygiene.
Bei einer Lage im Muskel sind Implantate meist wenig tastbar, besonders in Ruhe. Beim Anspannen der Muskulatur oder bei sehr schlanken Personen kann der Rand spürbar sein. Das Gesäss fühlt sich oft fester an als mit Eigenfett.
Die Grösse richtet sich nach der Breite und Dicke des Gesässmuskels, der Hautspannung, Ihrem Körperbau und Ihrem Wunsch. Zu grosse Implantate erhöhen das Risiko von Wundproblemen und Verschiebungen. Der Chirurg empfiehlt eine Grösse, die sicher untergebracht werden kann.
Bei einer Lage im Muskel wird der Gesässmuskel gedehnt, was in den ersten Tagen und Wochen starke Spannungsschmerzen beim Gehen, Sitzen und Aufstehen verursachen kann. Die Beschwerden lassen mit der Zeit nach und werden mit Schmerzmitteln behandelt.
Implantate sind langlebig, aber nicht für das ganze Leben gedacht. Veränderungen des Körpers, Kapselbildung oder Verschiebung können im Laufe der Jahre einen Wechsel oder eine Entfernung nötig machen. Regelmässige Kontrollen sind sinnvoll.
Wegen des festen Materials ist ein Riss selten, aber nicht ausgeschlossen. Da die Implantate meist aus festem Silikon bestehen, tritt dabei kein flüssiger Inhalt aus. Eine Beschädigung wird meist bei Kontrollen oder durch Formveränderungen bemerkt.
Eine Verschiebung oder Rotation kann das Gesäss asymmetrisch aussehen lassen. Leichte Verschiebungen bleiben manchmal ohne Folgen, deutliche erfordern eine Korrektur. Das Einhalten der Schonungsregeln in den ersten Wochen verringert dieses Risiko.
Die Narbe liegt nahe am Analbereich, wo viele Bakterien vorkommen. Eine Infektion um das Implantat ist schwer zu behandeln und kann eine Entfernung erfordern. Deshalb sind sorgfältige Hygiene und die Einnahme verordneter Antibiotika wichtig.
Ja, Implantate können entfernt werden, etwa bei Komplikationen oder auf Wunsch. Danach kann das Gesäss je nach Hautspannung etwas schlaffer wirken. Manchmal wird bei der Entfernung Eigenfett eingesetzt, um Volumen zu erhalten.
Nach vollständiger Heilung ja, meist nach etwa drei Monaten und nach Freigabe. Übungen, die den Gesässmuskel stark beanspruchen, wie Kniebeugen mit schweren Gewichten, werden schrittweise wieder aufgenommen.
Ja. Wer Implantate hat, sollte medizinisches Personal vor Injektionen in den Gesässmuskel informieren, damit die Spritze an einer anderen Stelle gesetzt oder mit Vorsicht verabreicht wird.
Häufig, vor allem bei schlanken Personen mit hohen Formwünschen. Das Implantat liefert das Grundvolumen, das Fett gestaltet die Übergänge zu Hüften und Oberschenkeln weicher. Diese Kombination vereint Vorteile, aber auch die Risiken beider Verfahren.
Viele Chirurgen empfehlen, zwei bis drei Wochen nicht direkt auf dem Gesäss zu sitzen und danach einige Wochen ein spezielles Kissen zu verwenden. Die genauen Regeln hängen von der Methode und vom Chirurgen ab und sind konsequent einzuhalten.
Druck auf das frisch übertragene Fett kann die Durchblutung stören, die die Fettzellen zum Anwachsen brauchen. Wer früh auf dem Gesäss sitzt, riskiert, dass mehr Fett abgebaut wird und das Ergebnis kleiner ausfällt.
Ein BBL-Kissen ist ein spezielles Sitzkissen, das den Druck auf die Oberschenkel verlagert, sodass das Gesäss frei bleibt. Es wird nach der ersten Phase des Sitzverbots für Autofahrten, Arbeit und Mahlzeiten empfohlen.
Der Toilettengang ist möglich, sollte aber kurz sein und das Gesäss möglichst wenig belasten. Manche Patientinnen stützen sich dabei vorne ab, um den Druck zu verringern. Nach Implantaten ist sorgfältige Hygiene an der Narbe besonders wichtig.
In den ersten Wochen auf dem Bauch oder auf der Seite, nicht auf dem Rücken. Ein Kissen unter der Hüfte und eines zwischen den Knien können die Bauchlage angenehmer machen. Den genauen Zeitraum legt der Chirurg fest.
Viele Patientinnen essen im Stehen an einer erhöhten Fläche oder in Seitenlage. Planen Sie Mahlzeiten, die sich einfach im Stehen essen lassen, und stellen Sie Geschirr in erreichbare Höhe.
In der ersten Phase nicht, weil das Sitzen auf dem Gesäss untersagt ist. Später ist Autofahren mit einem speziellen Kissen möglich, sofern Sie sicher und schmerzfrei bremsen können. Als Beifahrerin kann man in manchen Fällen liegend oder in Bauchlage mitfahren.
Ein Stehpult ist ideal. Nach der ersten Phase kann mit einem speziellen Kissen kurz gesessen werden, mit regelmässigen Pausen im Stehen. Planen Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Lösung, bevor Sie zur Operation reisen.
Mit einem speziellen Kissen, einem Sitzplatz am Gang, häufigem Aufstehen, bequemer Kleidung und ausreichend Flüssigkeit. Besprechen Sie mit dem Chirurgen, ab wann ein Flug für Sie sinnvoll ist und welche Thrombosevorbeugung nötig ist.
Ja, in Bauch- oder Seitenlage. Rückenlage mit Druck auf das Gesäss sollte in der ersten Phase vermieden werden. Viele Patientinnen richten sich für diese Zeit bewusst einen bequemen Liegeplatz ein.
Über dem Kompressionsmieder weite Kleider oder lockere Hosen, die nicht auf das Gesäss drücken. Enge Jeans und Hosen mit festen Nähten am Gesäss sollten in den ersten Wochen vermieden werden.
Meist nach etwa sechs bis acht Wochen, abhängig von Methode und Heilungsverlauf. Der Übergang erfolgt schrittweise, zuerst mit Kissen und kurzen Sitzphasen. Ihr Chirurg gibt die Freigabe.
Personen mit stabilem Gewicht, ausreichenden Fettreserven an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln, guter Hautelastizität am Gesäss, gutem Gesundheitszustand und realistischen Erwartungen. Wer die Sitzeinschränkungen danach einhalten kann, hat gute Voraussetzungen.
Schlanke Personen mit wenig Fettreserven, die ein deutliches und vorhersehbares Volumen wünschen und einen ausreichend kräftigen Gesässmuskel haben, der das Implantat aufnehmen kann.
Bei deutlichem Hautüberschuss allein meist nicht, weil zusätzliches Volumen das Hängen verstärken kann. Hier steht eine Straffung im Vordergrund, oft kombiniert mit Eigenfett oder einer Verlagerung von Eigengewebe, um Volumen zu erhalten.
Aufnahmen des Gesässes von hinten, von beiden Seiten und schräg, im Stehen mit entspannter Haltung, bei gutem Licht. Zusätzlich helfen Fotos von Bauch, Flanken und Oberschenkeln, um die Fettreserven für eine Eigenfettübertragung einzuschätzen.
Das ist nicht zwingend, aber eine gute körperliche Verfassung erleichtert die Erholung. Vor einer Implantateinlage kann ein kräftiger Gesässmuskel vorteilhaft sein. Kurz vor der Operation sollten Sie keine neuen, intensiven Trainingsprogramme beginnen.
Ja, es ist sinnvoll, ein geeignetes Kissen schon vor der Reise zu besorgen oder mit der Klinik zu klären, ob eines bereitgestellt wird. Sie brauchen es für den Rückflug, die Autofahrt nach Hause und die ersten Wochen im Alltag.
Richten Sie einen bequemen Liegeplatz für Bauch- und Seitenlage ein, stellen Sie eine erhöhte Fläche zum Essen und Arbeiten im Stehen bereit und legen Sie weite Kleidung zurecht. Planen Sie Unterstützung für Einkäufe und Haushalt ein.
Ja, deutlich. Nikotin verengt die Blutgefässe und verschlechtert die Durchblutung, die das übertragene Fett zum Überleben braucht. Ein Rauchstopp vor und nach der Operation ist eine der wichtigsten Massnahmen für ein gutes Ergebnis.
Ja, sofern an anderen Stellen noch Fettreserven vorhanden sind. Frühere Absaugungen können das Gewebe verändert haben, was der Chirurg bei der Planung berücksichtigt.
Aktive Hautinfektionen, Abszesse, eine Pilonidalzyste oder entzündliche Erkrankungen im Gesäss- und Analbereich müssen vor dem Eingriff behandelt sein. Sie erhöhen das Infektionsrisiko, besonders bei Implantaten.
Die stärkste Schwellung nimmt in den ersten zwei bis drei Wochen ab. Das Gesäss wirkt anfangs oft grösser als das Endergebnis, weil Schwellung und noch nicht abgebautes Fett hinzukommen. Nach drei bis sechs Monaten zeigt sich das stabile Volumen.
Beim Eigenfett gehen Schwellung zurück und ein Teil des übertragenen Fetts wird abgebaut. Diese Abnahme ist normal und eingeplant. Das verbleibende Volumen nach einigen Monaten ist das eigentliche Ergebnis.
An den Absaugstellen meist vier bis sechs Wochen. Viele Mieder sind am Gesäss ausgespart, damit kein Druck auf das übertragene Fett entsteht. Nach Implantaten kann eine spezielle Kompression empfohlen werden.
An den Absaugstellen können Lymphdrainagen Schwellungen verringern. Direkt am Gesäss werden sie beim Eigenfett oft zurückhaltend eingesetzt, um das Fett nicht zu belasten. Fragen Sie Ihren Chirurgen, ob und ab wann sie empfohlen werden.
Spaziergänge sind früh erwünscht. Leichtes Training ohne Belastung des Gesässes ist oft nach vier bis sechs Wochen möglich, gezieltes Gesäss- und Beintraining nach etwa drei Monaten und nach Freigabe.
Nach der Heilung kann Training die Muskulatur unter dem Fett kräftigen und die Form unterstützen. Das angewachsene Fett wird dadurch nicht mehr, aber das Gesäss kann straffer wirken. Ein stabiles Gewicht bleibt entscheidend.
Gewichtszunahme und hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft können das Volumen und die Form verändern. Nach der Schwangerschaft und einer Gewichtsabnahme kann das Gesäss kleiner wirken als zuvor.
Ungleichmässiges Anwachsen des Fetts oder abgestorbene Fettbereiche können Dellen oder Unregelmässigkeiten verursachen. Kleinere Unebenheiten lassen sich oft mit einer weiteren Fettbehandlung ausgleichen.
Beim Eigenfett nach etwa drei bis sechs Monaten, bei Implantaten meist nach drei bis sechs Monaten, wenn sich das Implantat gesetzt hat und die Schwellung vollständig zurückgegangen ist.
Die Haut wird durch das zusätzliche Volumen etwas gestrafft. Cellulite kann sich teilweise glätten, verschwindet aber nicht. Bei sehr grossen Volumina kann die Haut gedehnt werden, was langfristig zu Dehnungsstreifen führen kann.
Die Fettembolie ist selten, aber aufgrund ihrer Schwere das wichtigste Risiko dieses Eingriffs. Ihre Häufigkeit hängt stark von der Technik ab. Eine Injektion ausschliesslich in das Unterhautfett gilt als wichtigste Massnahme zur Risikominderung.
Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Hautblutungen oder Bewusstseinsstörungen. Eine Fettembolie tritt meist während oder kurz nach der Operation auf und ist ein Notfall, der sofortige Behandlung erfordert.
Ölzysten sind meist harmlos. Sie entstehen, wenn abgestorbenes Fett sich verflüssigt und von einer Kapsel umgeben wird. Grössere oder schmerzhafte Zysten können punktiert oder entfernt werden. Bei tastbaren Knoten sollte eine Fachperson die Ursache beurteilen.
Ja, abgestorbenes Fett kann Verhärtungen, Ölzysten oder in seltenen Fällen Entzündungen verursachen. Eine schonende Technik, eine angemessene Fettmenge und das Einhalten des Sitzverbots verringern dieses Risiko.
Bei Implantaten im Muskel ist eine Reizung des Ischiasnervs selten, aber möglich, etwa durch Druck oder Schwellung. Ausstrahlende Schmerzen ins Bein sollten ärztlich abgeklärt werden. Beim Eigenfett im Unterhautfett ist dieses Risiko sehr gering.
Ja, besonders bei Implantaten, weil eine Infektion um das Implantat oft dessen Entfernung erfordert. Beim Eigenfett sind Infektionen selten, können aber Abszesse verursachen. Rötung, Schwellung, Fieber und Absonderungen müssen sofort beurteilt werden.
Eine Wundöffnung in der Gesässfalte ist wegen der Nähe zum Implantat und zum Analbereich ernst zu nehmen. Kontaktieren Sie sofort das Behandlungsteam. Kleine Öffnungen können mit Wundpflege heilen, grössere erfordern eine Behandlung.
Ja, sehr. Injektionen nicht zugelassener Substanzen, zum Beispiel flüssiges Silikon, die gelegentlich ausserhalb medizinischer Einrichtungen angeboten werden, können schwere Entzündungen, Gewebeschäden und lebensgefährliche Komplikationen verursachen. Davon ist dringend abzuraten.
Fragen Sie, in welche Schicht das Fett injiziert wird, welche Kanülen und Sicherheitsmassnahmen verwendet werden, wie viele Gesässvergrösserungen er durchgeführt hat, wie die Thrombosevorbeugung aussieht und wie Notfälle in der Klinik behandelt werden.
Weil die sichere Injektionstechnik beim Eigenfett und die korrekte Platzierung von Implantaten viel Übung erfordern. Die Erfahrung beeinflusst sowohl die Sicherheit als auch die Form des Ergebnisses. Angaben dazu erhalten Sie auf Anfrage.
Sculptra enthält Poly-L-Milchsäure, die nach der Injektion die körpereigene Kollagenbildung anregt. Das Volumen baut sich über Wochen bis Monate langsam auf. Meist sind mehrere Sitzungen nötig, und die Wirkung ist moderater als bei einer Operation.
Hyaluronsäure wird vom Körper mit der Zeit abgebaut, sodass die Wirkung zeitlich begrenzt ist. Die Dauer hängt vom Produkt, der Menge und dem Stoffwechsel ab. Für ein grösseres Volumen sind erhebliche Mengen nötig.
Ja, das ist möglich. Injektionen können helfen, sich an ein leicht verändertes Gesäss zu gewöhnen. Informieren Sie den Chirurgen vor einer späteren Operation über alle früheren Injektionen und die verwendeten Produkte.
Das ist meist nicht sinnvoll, weil nach einer Oberschenkelstraffung Sitzen und Beinbewegungen ebenfalls eingeschränkt sind und die Erholung sehr belastend wäre. Diese Eingriffe werden in der Regel getrennt geplant.
Nach einer Bauchdeckenstraffung wird Rückenlage mit angewinkelten Knien empfohlen, nach einer Gesässvergrösserung mit Eigenfett dagegen Bauch- oder Seitenlage ohne Druck auf das Gesäss. Diese gegensätzlichen Anforderungen machen eine gleichzeitige Durchführung problematisch.
Ja, Fettpolster an den Oberschenkelaussenseiten sind eine häufige Entnahmestelle. Ihre Absaugung verbessert zugleich die Kontur zwischen Hüfte und Oberschenkel und liefert Fett für die Gesässvergrösserung.
Er hängt von der Methode, der Anzahl der abgesaugten Regionen, bei Implantaten vom Implantattyp, von der Klinik und der Aufenthaltsdauer ab. Zur Orientierung liegen die Kosten in Tunesien etwa 60 % unter dem Schweizer Niveau, indikativ und nicht vertraglich.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Eigenfett erfordert eine aufwendige Absaugung und Aufbereitung, Implantate verursachen Materialkosten. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte nach Prüfung Ihres Dossiers.
Nein, eine ästhetische Gesässvergrösserung ist keine Pflichtleistung nach KVG. Nur bei Rekonstruktionen nach Unfall oder Krankheit kann in der Schweiz eine Übernahme nach vorgängiger Kostengutsprache geprüft werden.
In der Regel etwa sieben bis zehn Tage. Die genaue Dauer legt der Chirurg nach Methode und Heilungsverlauf fest. Planen Sie wegen der Sitzeinschränkung genügend Zeit vor dem Rückflug ein.
Häufig ein spezielles Sitzkissen, zusätzliche Kompressionskleidung, eventuell ein Stehpult oder Anpassungen am Arbeitsplatz, Kontrollen in der Schweiz und eine allfällige zweite Eigenfettsitzung.
Wegen der Sitzeinschränkung oft zwei bis drei Wochen bei Bürotätigkeit, sofern danach im Stehen oder mit Kissen gearbeitet werden kann. Bei Tätigkeiten mit viel Sitzen, etwa als Fahrerin, kann die Ausfallzeit länger sein.
Es gibt kein einheitliches Ideal. Harmonie entsteht vor allem durch stimmige Proportionen zwischen Taille, Hüften, Gesäss und Oberschenkeln sowie durch einen fliessenden Übergang zum unteren Rücken. Kulturelle Vorlieben und persönlicher Geschmack spielen eine grosse Rolle.
Bis zu einem gewissen Grad. Mit Eigenfett lässt sich Volumen gezielt oben, seitlich oder in der Mitte platzieren. Die Grundform wird jedoch durch Becken, Muskulatur und Haut vorgegeben. Bringen Sie Beispielbilder mit, damit der Chirurg Ihre Vorstellung versteht.
Projektion beschreibt, wie weit das Gesäss in der Seitenansicht nach hinten ragt. Eine Vergrösserung erhöht meist die Projektion, besonders im oberen Bereich. Zu viel Projektion kann unnatürlich wirken und die Haut belasten.
Sehr wichtig. Eine Absaugung des unteren Rückens und der Flanken vertieft die Kurve oberhalb des Gesässes und lässt dieses optisch runder und höher erscheinen, auch ohne grosse Volumenzugabe.
Bei Eigenfett kann überschüssiges Volumen durch eine vorsichtige Absaugung reduziert werden. Implantate können gegen kleinere ausgetauscht oder entfernt werden. Solche Korrekturen erfolgen frühestens nach Abschluss der Heilung.
Beim Abnehmen verliert der Körper auch Fett am Gesäss, und die Haut kann erschlaffen. Dadurch sinkt das Gesäss und wirkt flacher. Je nach Hautspannung kommen Eigenfett, Implantate oder eine Straffung infrage.
Hosen und Röcke können am Gesäss enger sitzen, während die Taille durch die Absaugung schmaler werden kann. Viele Patientinnen müssen danach Schnitte wählen, die mehr Platz am Gesäss bieten.
Nach der Heilung bewegt sich ein Gesäss mit Eigenfett in der Regel natürlich mit, weil es sich um körpereigenes, weiches Gewebe handelt. In den ersten Wochen können Schwellung und Spannung das Gehen ungewohnt wirken lassen.
Ein ausgeprägtes Hohlkreuz verstärkt die Projektion des Gesässes bereits. Eine Vergrösserung kann diesen Effekt übersteigern. Der Chirurg berücksichtigt die Haltung bei der Planung und empfiehlt eine angemessene Volumenmenge.
Eine leichte Falte unter dem Gesäss kann durch Volumen im unteren Bereich verbessert werden. Eine ausgeprägte Hängefalte mit Hautüberschuss wird dagegen eher durch eine Straffung behandelt.
Der Chirurg beurteilt vor der Operation die Grösse und Form beider Seiten und plant die Fettmenge oder Implantatgrösse entsprechend. Bei Asymmetrien wird bewusst unterschiedlich viel eingebracht.
Elastische Haut nimmt zusätzliches Volumen gut auf und passt sich der neuen Form an. Sehr straffe Haut begrenzt die mögliche Fettmenge, sehr schlaffe Haut kann ein Hängen begünstigen. Die Hautqualität bestimmt deshalb auch die Methode.
Ja, denn das übertragene Fett verändert sich mit dem Körpergewicht. Eine Zunahme vergrössert das Gesäss, eine Abnahme verkleinert es. Ein stabiles Gewicht ist der beste Weg, das Ergebnis zu erhalten.
Regelmässiges Training kräftigt die Gesässmuskulatur und kann die Form positiv unterstützen. Sehr intensives Ausdauertraining mit starkem Körperfettverlust kann hingegen auch das übertragene Fett verringern.
Nach der Heilung ist normales Sitzen möglich. Manche Patientinnen spüren die Implantate beim Sitzen auf harten Flächen. Weiche Sitzunterlagen können dann angenehmer sein.
Nach vollständiger Heilung ja. In den ersten Wochen wird Rückenlage vermieden, um die Wunde und die Implantattasche zu schonen. Den Zeitpunkt der Freigabe bestimmt der Chirurg.
In den ersten Monaten sollten Sie auf kräftige Massagen am Gesäss verzichten, besonders nach einer Eigenfettübertragung. Später sind normale Massagen meist möglich. Informieren Sie Masseurinnen und Physiotherapeuten über den Eingriff.
Eigenfett ist in der Bildgebung als Fettgewebe sichtbar, kann aber Verkalkungen oder Ölzysten zeigen. Implantate sind in der Bildgebung gut erkennbar. Informieren Sie das Untersuchungsteam immer über den Eingriff.
Erst nach Ende der Sitzeinschränkung und nach Freigabe, meist nach etwa acht Wochen. Ein breiter, gut gepolsterter Sattel und kurze Strecken zu Beginn sind empfehlenswert.
Nach dem Anwachsen ist das Fett ein normaler Bestandteil des Gewebes und wird durch alltägliches Sitzen nicht mehr gefährdet. Die Sitzeinschränkung betrifft nur die ersten Wochen, in denen die Fettzellen einwachsen.
Ja, wenn die Haut mit dem Alter oder nach Gewichtsabnahme erschlafft, kann eine Straffung sinnvoll werden. Die frühere Vergrösserung wird bei der Planung berücksichtigt, und Eigenfett kann dabei erhalten bleiben.
Hilfreich sind Fotos vor der Operation sowie nach einem, drei, sechs und zwölf Monaten unter gleichen Bedingungen. So lässt sich die Entwicklung des Volumens objektiv verfolgen und mit dem Chirurgen besprechen.
Ich habe Medespoir Schweiz wegen einer Botox-Injektion kontaktiert. Mir hat ihre Freundlichkeit sehr gefallen und ihre Schönheitsärztin ist sehr kompetent.
Frankreich
Meine Schwester und ich sind für eine Fettabsaugung und eine
Bauchdeckenstraffung nach Tunesien gekommen. Nachdem wir zwischen mehreren
Agenturen gezögert hatten, entschieden wir uns für Medespoir. Für uns, die wir
in Genf wohnen, war es eine Entscheidung, die auf dem Preis und dem
Namen des Schönheitschirurgen, der uns vorgeschlagen wurde. Das Ergebnis nach
drei Monaten ist für mich und meine Schwester sehr zufriedenstellend.
Genf
Für einen Mann ist der kleine Bauch überhaupt nicht ästhetisch. Ich kontaktierte Medespoir Schweiz für eine Fettabsaugung am Bauch im September 2019. Das Ergebnis hat mich umgehauen und ich war angenehm überrascht von der Qualität der Betreuung.
Genf
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