Beim Lipofilling im Gesicht, auch Eigenfettunterspritzung, Lipostructure oder Lipomodelage genannt, wird körpereigenes Fett an einer Stelle mit Überschuss schonend abgesaugt, aufbereitet und in feinen Portionen in Bereiche des Gesichts übertragen, die an Volumen verloren haben. So lassen sich eingefallene Wangen, hohle Schläfen, tiefe Augenringe, Nasolabialfalten, dünne Lippen oder eine unscharfe Kinn- und Kieferlinie natürlich auffüllen und modellieren. Anders als Filler besteht das Material aus eigenem Gewebe und kann nach dem Anwachsen dauerhaft bleiben. Medespoir organisiert Lipofillings im Gesicht für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in Partnerkliniken in Tunesien.
Diese Seite erklärt, warum das Gesicht mit dem Alter Volumen verliert, welche Bereiche mit Eigenfett behandelt werden können, wie der Eingriff abläuft, warum nicht das ganze Fett anwächst, welche Rolle feinere Aufbereitungen wie Mikrofett und Nanofat spielen, welche Risiken bestehen und wie sich das Lipofilling von Hyaluronsäure und einem Facelifting unterscheidet. Einen Überblick über alle Gesichtseingriffe finden Sie auf der Seite zur Gesichtschirurgie. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Das Lipofilling ersetzt verlorenes Volumen mit Eigenfett und wirkt sehr natürlich. Es strafft aber keine hängende Haut, dafür ist ein Lifting nötig.
Nur ein Teil des übertragenen Fetts wächst dauerhaft an. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa drei bis sechs Monaten, manchmal ist eine zweite Sitzung sinnvoll.
Im Gesicht werden sehr feine Kanülen und kleine Mengen verwendet. Die Region um die Augen erfordert besondere Erfahrung.
Ein ästhetisches Lipofilling wird von der Grundversicherung nach KVG nicht vergütet. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Lange Zeit galt die Erschlaffung der Haut als Hauptursache der Gesichtsalterung. Heute weiss man, dass der Verlust von Volumen eine ebenso wichtige Rolle spielt. Das Gesicht enthält mehrere Fettpolster, die in jungen Jahren prall sind und dem Gesicht eine weiche, runde Kontur geben. Mit den Jahren schrumpfen manche dieser Polster und verschieben sich nach unten, besonders im Bereich der Schläfen, der Wangen, unter den Augen und um den Mund. Gleichzeitig verändert sich der Knochen: Die Augenhöhlen werden weiter, der Oberkiefer und der Unterkiefer bilden sich leicht zurück. Die Haut verliert Kollagen und Elastizität.
Die Folge sind eingefallene Schläfen, flache Wangen, tiefe Übergänge zwischen Unterlid und Wange, sogenannte Tränenrinnen, ausgeprägte Nasolabialfalten, schmalere Lippen und eine weniger klare Kieferlinie. Das Gesicht wirkt müde, hager oder streng. Auch sehr schlanke Menschen, Ausdauersportler und Menschen nach grosser Gewichtsabnahme haben oft ein eingefallenes Gesicht, unabhängig vom Alter. Das Lipofilling setzt hier an, indem es das verlorene Volumen mit eigenem Fett ersetzt.
| Bereich | Typisches Problem | Ziel des Lipofillings | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Schläfen | Eingefallene, hohle Schläfen | Weiche, harmonische Kontur des oberen Gesichts | Stützt optisch die Braue |
| Wangen | Flache, eingefallene Wangen | Mehr Fülle und Kontur im Mittelgesicht | Häufigste Zone |
| Unter den Augen | Tiefe Tränenrinnen, dunkle Schatten | Glatterer Übergang zwischen Lid und Wange | Sehr dünne Haut, besondere Erfahrung nötig |
| Nasolabialfalten | Tiefe Falten zwischen Nase und Mund | Mildern der Falte | Oft kombiniert mit Wangenaufbau |
| Lippen | Schmale, dünne Lippen | Natürliche Fülle | Anwachsrate oft geringer |
| Mundwinkel und Marionettenfalten | Herabhängende Mundwinkel | Unterstützung der Mundwinkel | Oft ergänzend |
| Kinn und Kieferlinie | Schwaches Kinn, unscharfe Kieferlinie | Mehr Kontur und Projektion | Für stärkere Veränderungen Kinnkorrektur |
| Stirn | Eingefallene Stirn | Weichere Wölbung | Seltener |
| Handrücken | Eingefallene Hände mit sichtbaren Sehnen | Verjüngung der Hände | Ausserhalb des Gesichts, häufig ergänzend |
Welche Bereiche sinnvoll sind, hängt von Ihrem Gesicht ab. Ein erfahrener Chirurg betrachtet das Gesicht als Ganzes und behandelt die Zonen, die zu einem harmonischen Ergebnis beitragen, statt nur einzelne Falten aufzufüllen. Häufig ist das Auffüllen der Wangen und Schläfen wirksamer gegen einen müden Ausdruck als die direkte Behandlung einzelner Falten.
Gute Voraussetzungen bestehen bei einem Volumenverlust im Gesicht durch Alter, Veranlagung, Sport oder Gewichtsabnahme, bei ausreichend Spenderfett an Bauch, Hüften, Oberschenkeln oder Knien, bei guter Gesundheit, stabilem Gewicht und realistischen Erwartungen. Das Lipofilling eignet sich auch für Menschen, die mit Fillern gute Erfahrungen gemacht haben und eine dauerhaftere Lösung mit eigenem Gewebe suchen, und zur Ergänzung eines Liftings.
Weniger geeignet ist das Verfahren bei stark hängender Haut ohne gleichzeitiges Lifting, weil zusätzliches Volumen die Haut nicht strafft und schwer wirken kann, bei sehr wenig Spenderfett, bei starken Gewichtsschwankungen, weil das übertragene Fett mitwächst oder schrumpft, bei aktivem Rauchen, bei aktiven Hautentzündungen im Gesicht, bei bestimmten Autoimmunerkrankungen und bei dem Wunsch nach einem exakt vorhersagbaren Volumen. Nach früheren Behandlungen mit dauerhaften Fillern im Gesicht ist besondere Vorsicht geboten.
Auch Männer lassen ein Lipofilling im Gesicht durchführen, etwa für kantigere Wangen, eine stärkere Kieferlinie oder das Auffüllen eingefallener Schläfen und Wangen bei Ausdauersportlern. Die Planung berücksichtigt die männlichen Proportionen: flachere, kantigere Wangen, ein kräftigeres Kinn und eine betonte Kieferlinie. Ein übermässig rundes Mittelgesicht kann bei Männern unpassend wirken.
Nach einer grossen Gewichtsabnahme wirkt das Gesicht oft hager und älter. Eigenfett kann das verlorene Volumen ersetzen, sofern noch ausreichend Spenderfett vorhanden ist. Das Gewicht sollte stabil sein, damit das Ergebnis vorhersehbar bleibt.
In der Konsultation analysiert der Chirurg Ihr Gesicht in Ruhe und in Bewegung, von vorne und von der Seite. Er beurteilt, wo Volumen fehlt, wie die Haut beschaffen ist, ob ein Lifting nötig wäre und wo ausreichend Spenderfett vorhanden ist. Fotos aus jüngeren Jahren können sehr hilfreich sein, weil sie zeigen, wo sich das Gesicht verändert hat. Er fragt nach Ihrer Gesundheit, Medikamenten, früheren Eingriffen und Behandlungen mit Fillern oder Botulinumtoxin. Die zu behandelnden Zonen werden im Sitzen angezeichnet.
Das Fett wird meist an Bauch, Hüften, Oberschenkeln oder Knien entnommen. Nach dem Einbringen einer Tumeszenzlösung wird es mit sehr dünnen Kanülen und geringem Unterdruck abgesaugt, um die Fettzellen zu schonen. Für das Gesicht werden deutlich kleinere Mengen benötigt als für Brust oder Gesäss, oft nur einige Dutzend Milliliter. Die Entnahmestelle wird dadurch kaum verändert.
Das abgesaugte Fett wird von Flüssigkeit, Blut und Öl getrennt, etwa durch Zentrifugieren, Filtern oder Absetzen lassen. Für das Gesicht wird das Fett oft zusätzlich verfeinert. Je nach Zone wird unterschieden zwischen Mikrofett, das mit sehr feinen Kanülen eingebracht werden kann, und Nanofat, einer emulgierten, sehr feinen Aufbereitung, die kaum noch lebende Fettzellen enthält, aber regenerative Zellen und Faktoren, die die Hautqualität verbessern sollen. Nanofat füllt kein Volumen, sondern wird zur Verbesserung der Haut, etwa bei feinen Fältchen oder dunklen Augenringen, eingesetzt.
Über winzige Einstiche wird das Fett mit sehr feinen stumpfen Kanülen in vielen kleinen Portionen und in verschiedenen Schichten verteilt, beim Zurückziehen der Kanüle, damit jede Portion gut durchblutetes Gewebe erreicht. Im Gesicht wird mit besonderer Sorgfalt gearbeitet, weil die Haut dünn ist und schon kleine Unregelmässigkeiten sichtbar werden können. Die Region um die Augen erfordert eine besonders feine Technik. Der Eingriff dauert je nach Umfang etwa eine bis zwei Stunden und erfolgt in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose, besonders bei Kombination mit anderen Eingriffen.
Das Gesichtsfett ist nicht eine gleichmässige Schicht, sondern in einzelne Polster unterteilt, die durch feine Bindegewebswände voneinander getrennt sind. Man unterscheidet oberflächliche Polster direkt unter der Haut und tiefe Polster, die näher am Knochen liegen und dem Gesicht seine Stütze geben. Im Laufe des Lebens verlieren besonders die tiefen Polster im Mittelgesicht an Volumen, während manche oberflächlichen Polster nach unten gleiten. So entstehen die typischen Zeichen der Alterung: eine flache Wange, eine tiefere Nasolabialfalte und Hängebäckchen an der Kieferlinie.
Ein erfahrener Chirurg berücksichtigt diese Anatomie. Statt nur eine Falte oberflächlich aufzufüllen, ersetzt er gezielt das Volumen in den tiefen Polstern, um die Wange von innen zu stützen. Das hebt das Mittelgesicht leicht an und mildert oft auch die Nasolabialfalte. In oberflächlichen Schichten wird feineres Fett für Feinkorrekturen und zur Verbesserung der Hautqualität eingesetzt. Diese schichtweise Vorgehensweise ist ein wesentlicher Grund, warum ein gut geplantes Lipofilling natürlicher wirkt als das punktuelle Auffüllen einzelner Falten.
Die Region unter den Augen ist eine der anspruchsvollsten Zonen für ein Lipofilling. Die Haut ist hier sehr dünn, das Gewebe beweglich, und schon kleine Mengen Fett können sichtbare Knötchen verursachen. Gleichzeitig ist die Tränenrinne, der Übergang zwischen Unterlid und Wange, eine der Zonen, die am stärksten zum müden Aussehen beiträgt. Erfahrene Chirurgen arbeiten hier mit sehr feinem Fett, kleinsten Portionen und tiefen Schichten, nahe am Knochen. Dunkle Augenringe durch dünne Haut und durchscheinende Gefässe können mit Nanofat in der oberflächlichen Schicht verbessert werden, doch der Effekt ist begrenzt und individuell. Bei ausgeprägten Tränensäcken durch vorfallendes Fett ist oft eine Unterlidkorrektur die bessere Lösung, bei der das Fett umverteilt wird.
Das Lipofilling der Lippen ist möglich, aber schwieriger vorherzusagen als an den Wangen. Die Lippen sind stark bewegt und gut durchblutet, trotzdem schwindet hier oft ein grösserer Teil des Fetts. Häufig sind mehrere Sitzungen nötig, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erreichen. Das Ergebnis wirkt sehr natürlich, ist aber weniger präzise steuerbar als mit Hyaluronsäure. Viele entscheiden sich deshalb an den Lippen für Hyaluronsäure und an den übrigen Gesichtszonen für Eigenfett.
Nanofat ist eine besonders fein aufbereitete Form des Eigenfetts, die durch mechanisches Zerkleinern und Filtern entsteht. Dabei werden die meisten Fettzellen zerstört, doch es bleiben Zellen und Faktoren erhalten, denen eine regenerative Wirkung auf die Haut zugeschrieben wird. Nanofat wird mit sehr feinen Nadeln in die obere Hautschicht eingebracht, etwa bei feinen Fältchen um die Augen und den Mund, bei dünner Haut unter den Augen oder bei Narben. Es füllt kein Volumen auf. Die wissenschaftliche Datenlage zur Wirkung ist noch begrenzt, und Ergebnisse sind individuell. Seriöse Anbieter stellen Nanofat als ergänzende Methode dar und versprechen keine dramatischen Effekte.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine Frau Anfang fünfzig wirkt müde, obwohl die Haut noch relativ straff ist. Die Wangen sind flach, die Tränenrinnen tief und die Nasolabialfalten ausgeprägt. Ein Lipofilling der tiefen Wangenpolster und der Tränenrinnen kann das Mittelgesicht auffüllen und den Ausdruck auffrischen, ohne dass ein Lifting nötig ist.
Ein Mann Mitte vierzig betreibt intensiv Ausdauersport. Sein Gesicht wirkt hager, mit eingefallenen Schläfen und Wangen. Ein Lipofilling von Schläfen und Wangen mit männlicher, kantiger Formgebung kann das Gesicht gesünder und weniger erschöpft wirken lassen. Da er wenig Körperfett hat, wird zuerst geprüft, ob genügend Spenderfett vorhanden ist.
Eine Frau Anfang sechzig plant ein Facelifting wegen Hängebäckchen und schlaffer Halshaut. Das Gesicht hat zusätzlich an Volumen verloren. Ein Lipofilling von Wangen und Schläfen während desselben Eingriffs ergänzt die Straffung und sorgt für ein natürlicheres Ergebnis.
Eine junge Frau wünscht sich vollere Lippen und hat von Eigenfett gehört. Der Chirurg erklärt, dass die Anwachsrate an den Lippen schwankt und mehrere Sitzungen nötig sein können. Sie entscheidet sich zunächst für Hyaluronsäure, um das Ergebnis auszuprobieren.
Ein schönes, natürlich wirkendes Gesicht zeichnet sich durch harmonische Proportionen und weiche Übergänge aus. Bei jungen Gesichtern bildet das Mittelgesicht oft eine leichte Wölbung, die von den Wangenknochen nach unten schmaler wird, und die Übergänge zwischen Stirn, Schläfen, Wangen und Kiefer sind fliessend. Mit dem Alter verliert sich diese Form, das Gesicht wird unten breiter und oben schmaler, und es entstehen Stufen und Schatten. Das Ziel eines Lipofillings ist nicht, einzelne Falten aufzufüllen, sondern diese harmonischen Übergänge wiederherzustellen.
Ein erfahrener Chirurg beurteilt deshalb nicht nur die sichtbaren Falten, sondern das Zusammenspiel aller Zonen. Oft ist es wirksamer, das Volumen an den Wangen und Schläfen zu ersetzen, als eine Nasolabialfalte direkt aufzufüllen, weil das Mittelgesicht dadurch angehoben wird und die Falte von selbst weicher erscheint. Bei Männern wird auf kantigere Konturen geachtet, bei Frauen auf weichere Wölbungen. Diese Kunst der Proportionen unterscheidet ein harmonisches Ergebnis von einem aufgefüllten, künstlich wirkenden Gesicht.
Für verschiedene Zonen des Gesichts werden unterschiedliche Aufbereitungen des Fetts verwendet. Für tiefe Zonen mit grösserem Volumenbedarf, etwa die Wangen und Schläfen, eignet sich klassisch aufbereitetes Fett, das eine gute Stütze bietet. Für feinere Zonen mit dünner Haut, etwa die Tränenrinnen oder die Lippenränder, wird Mikrofett verwendet, das durch sehr feine Kanülen eingebracht werden kann und weniger Knötchen verursacht. Nanofat schliesslich dient nicht dem Volumenaufbau, sondern der Verbesserung der Hautqualität in der obersten Schicht, etwa bei feinen Fältchen, dünner Haut oder Narben. Ein erfahrener Chirurg kombiniert diese Aufbereitungen je nach Bedarf in einer Sitzung und passt die Technik an jede Zone an.
Obwohl das Lipofilling im Gesicht ein vergleichsweise kleiner Eingriff ist, ist die Nachsorge wichtig für ein gutes Ergebnis. In den ersten Wochen geht es darum, das übertragene Fett nicht durch Druck, Massage oder starke Bewegungen zu stören, damit es gut anwachsen kann. Kühlen, ein erhöhter Kopf und Ruhe helfen gegen die Schwellung. In den folgenden Monaten beobachten Sie die Entwicklung und dokumentieren sie mit Fotos. Knötchen oder Unregelmässigkeiten, die nach einigen Wochen noch bestehen, sollten beurteilt werden, damit sie gegebenenfalls behandelt werden können. Unser Team leitet Ihre Fotos und Fragen an den Chirurgen weiter und hilft bei der Planung einer eventuellen zweiten Sitzung.
Eine gute Planung eines Lipofillings beginnt mit einer genauen Analyse. Der Chirurg betrachtet Ihr Gesicht aus mehreren Blickwinkeln, in Ruhe und in Bewegung, vergleicht es mit Fotos aus jüngeren Jahren und markiert die Zonen, in denen Volumen fehlt. Er erklärt, welche Mengen er pro Zone plant, welche Aufbereitung er verwendet und in welcher Schicht er arbeitet. Er bespricht mit Ihnen, ob eine Kombination mit einem Lifting sinnvoll ist und ob eine zweite Sitzung wahrscheinlich wird. Diese Sorgfalt ist die Grundlage für ein Ergebnis, das natürlich und harmonisch wirkt.
Nach der Übertragung hat das Fett zunächst keine eigene Blutversorgung. Es wird in den ersten Tagen aus dem umgebenden Gewebe ernährt, bis neue Gefässe einwachsen. Fettzellen, die zu weit von einer Versorgung entfernt liegen, sterben ab und werden abgebaut. Wie gross der anwachsende Anteil ist, schwankt stark und hängt von der Technik, der Menge, der Durchblutung der Zone, dem Rauchen und individuellen Faktoren ab. Im Gesicht sind Zonen mit guter Durchblutung und wenig Bewegung, etwa die Wangen, oft günstiger als stark bewegte Zonen wie die Lippen, in denen das Fett häufiger schwindet.
Deshalb wird im Gesicht oft etwas mehr eingebracht als das angestrebte Endvolumen, allerdings nur so viel, wie das Gewebe verträgt, weil zu grosse Mengen an einer Stelle das Risiko von Knoten und Zysten erhöhen. Das Gesicht wirkt direkt nach dem Eingriff durch Schwellung und das gesamte übertragene Fett voller als das spätere Ergebnis. Nach etwa drei bis sechs Monaten ist das endgültige Volumen erreicht. Was dann vorhanden ist, bleibt bei stabilem Gewicht in der Regel lange erhalten. Wenn das Volumen nicht ausreicht, kann nach einigen Monaten eine zweite Sitzung erfolgen.
Das Gesicht ist nach einem Lipofilling deutlich geschwollen, oft mehr als nach einer Filler-Behandlung, und es können Blutergüsse entstehen, besonders unter den Augen. Die Schwellung erreicht meist am zweiten oder dritten Tag ihren Höhepunkt. Die Schmerzen sind meist gering, an den Entnahmestellen kann ein Muskelkater-ähnliches Gefühl bestehen. Viele Patientinnen und Patienten bleiben nach einem reinen Lipofilling nicht über Nacht in der Klinik, bei Kombination mit anderen Eingriffen ist eine Nacht üblich.
| Zeitraum | Was Sie erwarten können | Empfehlungen |
|---|---|---|
| Tag 1 bis 3 | Deutliche Schwellung, Blutergüsse, Spannungsgefühl | Kopf erhöht lagern, sanft kühlen, keinen Druck auf das Gesicht |
| Woche 1 | Schwellung nimmt ab, Blutergüsse verblassen | Keine Massage der behandelten Zonen, kein Sport |
| Woche 2 bis 3 | Gesellschaftlich meist wieder vorzeigbar | Leichte Tätigkeiten, Sonne meiden |
| Monat 1 bis 3 | Abbau nicht angewachsenen Fetts, Volumen nimmt ab | Stabiles Gewicht, Geduld |
| Monat 3 bis 6 | Endgültiges Volumen | Beurteilung, eventuell zweite Sitzung |
In den ersten Wochen sollten Sie keinen Druck auf die behandelten Zonen ausüben, nicht auf dem Gesicht schlafen und die Zonen nicht massieren, damit das Fett gut anwachsen kann. Anstrengender Sport, Sauna und starke Sonne sollten für einige Wochen gemieden werden. Rauchen und Nikotin sollten Sie strikt meiden, weil sie die Durchblutung verschlechtern und die Anwachsrate senken. Ein stabiles Gewicht in den folgenden Monaten hilft, das Ergebnis richtig zu beurteilen. Die Entnahmestellen werden je nach Umfang einige Tage bis Wochen mit Kompression versorgt.
Nach Abschluss der Heilung wirkt das Gesicht voller, weicher und frischer. Eingefallene Zonen sind aufgefüllt, Übergänge wirken harmonischer, und der Gesichtsausdruck oft weniger müde. Weil eigenes Gewebe verwendet wird, fühlt sich das Ergebnis natürlich an. Viele beobachten zudem eine Verbesserung der Hautqualität in den behandelten Zonen, die mit regenerativen Eigenschaften des Fettgewebes in Verbindung gebracht wird. Wie stark dieser Effekt ist, ist individuell verschieden.
Das angewachsene Fett bleibt in der Regel lange erhalten, verhält sich aber wie normales Körperfett. Bei einer Gewichtszunahme kann es wachsen, sodass das Gesicht runder wird, bei einer Abnahme schrumpft es. Die natürliche Alterung schreitet weiter, sodass nach Jahren eine Auffrischung sinnvoll sein kann. Eine bestimmte Dauer lässt sich nicht garantieren.
Ob das Fett gut anwächst, hängt von mehreren Faktoren ab, die teilweise beeinflussbar sind. Eine schonende Entnahme mit dünnen Kanülen und geringem Unterdruck, eine sorgfältige Aufbereitung, das Einbringen in kleinen Portionen und in gut durchblutete Schichten verbessern die Anwachsrate. Ungünstig sind zu grosse Mengen an einer Stelle, Druck und Bewegung in den ersten Wochen, Rauchen und eine schlechte Durchblutung des Gewebes, etwa nach Bestrahlungen oder bei Narben. Auch individuelle Faktoren wie Alter und Stoffwechsel spielen eine Rolle. Der Verzicht auf Nikotin und die Schonung der behandelten Zonen in den ersten Wochen sind die wichtigsten Beiträge, die Sie selbst leisten können.
Am Tag des Eingriffs erscheinen Sie in der Klinik, bei Dämmerschlaf oder Vollnarkose nüchtern. Nach dem Gespräch mit dem Anästhesisten zeichnet der Chirurg im Sitzen die Zonen an, die aufgefüllt werden sollen, und die Entnahmestellen. Er bespricht mit Ihnen noch einmal die geplanten Mengen. Zunächst wird das Fett an der Entnahmestelle gewonnen und aufbereitet, danach in die Gesichtszonen übertragen. Nach dem Eingriff werden die Einstichstellen mit kleinen Pflastern versorgt, und das Gesicht wird gekühlt. Bei einem reinen Lipofilling können Sie die Klinik oft am selben Tag verlassen, bei Kombinationen bleiben Sie meist eine Nacht.
Obwohl das Gesicht im Mittelpunkt steht, verdient auch die Entnahmestelle Aufmerksamkeit. Häufig werden Bauch, Hüften, die Innenseiten der Oberschenkel oder die Knie gewählt, weil dort meist genügend Fett vorhanden ist und die Absaugung gut möglich ist. Für das Gesicht werden nur kleine Mengen benötigt, sodass die Entnahmestelle kaum sichtbar verändert wird. Nach dem Eingriff kann die Stelle für einige Tage empfindlich sein und Blutergüsse zeigen. Eine leichte Kompression, etwa mit einem Mieder oder einer Kompressionshose, kann für einige Tage empfohlen werden. Wenn gleichzeitig eine ästhetische Absaugung gewünscht ist, kann diese kombiniert werden, wobei nur ein kleiner Teil des Fetts für das Gesicht verwendet wird.
Das Lipofilling im Gesicht gilt als vergleichsweise schonend, dennoch sind Nebenwirkungen und Komplikationen möglich.
Wenden Sie sich sofort an die Klinik oder einen Arzt bei plötzlichen Sehstörungen, starken Schmerzen, einer weissen oder bläulich-fleckigen Verfärbung der Haut in einer behandelten Zone, bei Fieber, zunehmender Rötung und Überwärmung oder bei Atemnot. Sehstörungen nach einer Injektion im Gesicht sind ein Notfall. In der Schweiz wenden Sie sich an eine Notfallstation oder in lebensbedrohlichen Situationen an die Sanitätsnotrufnummer 144.
| Kriterium | Lipofilling | Hyaluronsäure | Facelifting |
|---|---|---|---|
| Wirkung | Ersatz von Volumen mit Eigenfett | Ersatz von Volumen mit Filler | Straffung von Haut und Gewebe |
| Dauer | Angewachsenes Fett lange stabil | Meist Monate bis etwa zwei Jahre | Viele Jahre |
| Vorhersagbarkeit | Anwachsrate schwankt | Sehr gut steuerbar | Gut |
| Auflösbarkeit | Nein | Ja, mit Hyaluronidase | Nicht zutreffend |
| Ausfallzeit | Etwa ein bis drei Wochen Schwellung | Kurz | Mehrere Wochen |
| Eingriff | Kleine Operation mit Fettentnahme | Injektion | Operation |
| Hautqualität | Kann sich verbessern | Wenig Einfluss | Straffer, Qualität unverändert |
Die Verfahren schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Das Lipofilling eignet sich besonders für grössere Volumenverluste und für Menschen, die eine langfristige Lösung mit eigenem Gewebe möchten. Hyaluronsäure ist ideal für präzise, kleinere Korrekturen und für einen ersten Versuch, weil sie auflösbar ist. Ein Facelifting strafft hängende Haut, ersetzt aber kein verlorenes Volumen. Häufig wird deshalb ein Lifting mit einem Lipofilling kombiniert, um Straffung und Volumen zu verbinden. Auch mit einem Stirnlifting oder einer Lidstraffung lässt sich das Lipofilling gut verbinden.
Die Idee, Fett von einer Körperstelle ins Gesicht zu übertragen, ist über hundert Jahre alt. Frühe Versuche mit grösseren Fettstücken waren enttäuschend, weil ein grosser Teil des Gewebes abstarb. Mit der Entwicklung der Fettabsaugung in den 1980er-Jahren wurde es möglich, Fett schonend zu gewinnen. In den 1990er-Jahren beschrieb der amerikanische Chirurg Sydney Coleman eine standardisierte Technik, bei der das Fett schonend entnommen, durch Zentrifugieren aufbereitet und in sehr kleinen Portionen in vielen Schichten verteilt wird. Diese als Lipostructure bekannte Methode verbesserte die Anwachsrate deutlich und prägt das Vorgehen bis heute. Später kamen feinere Aufbereitungen wie Mikrofett und Nanofat hinzu, und das Wissen um die Fettpolster des Gesichts hat die Planung weiter verfeinert. Heute gilt das Lipofilling als etabliertes Verfahren der Gesichtsverjüngung, das allein oder in Kombination mit Liftings eingesetzt wird.
Eine natürlich wirkende Verjüngung berücksichtigt drei Ebenen: die Hautqualität, das Volumen und die Position des Gewebes. Die Hautqualität wird durch Sonnenschutz, Hautpflege, Peelings, Laser oder Nanofat beeinflusst. Das Volumen wird mit Eigenfett oder Hyaluronsäure ersetzt. Die Position des Gewebes wird durch Liftings verbessert, etwa ein Stirnlifting, ein Mittelgesichtslifting oder ein Facelifting. Wer nur eine Ebene behandelt, erreicht oft ein weniger harmonisches Ergebnis als mit einer abgestimmten Kombination. So kann ein Facelifting ohne Volumenausgleich ein gestrafftes, aber hageres Gesicht hinterlassen, während ein reines Auffüllen bei hängender Haut das Gesicht schwer wirken lässt.
Ein erfahrener Chirurg bespricht mit Ihnen, welche Ebene bei Ihnen im Vordergrund steht und welche Kombination sinnvoll ist. Nicht jeder braucht alle Massnahmen, und oft genügt es, mit dem wichtigsten Schritt zu beginnen und später zu ergänzen.
Fotos aus jüngeren Jahren sind bei der Planung eines Lipofillings besonders wertvoll. Sie zeigen, wie Ihr Gesicht mit mehr Volumen aussah, wo sich die Kontur verändert hat und welche Zonen am stärksten eingefallen sind. So kann der Chirurg gezielt das Volumen ersetzen, das Ihrem eigenen Gesicht entspricht, statt einem allgemeinen Schönheitsideal zu folgen. Gut geeignet sind Fotos von vorne und im Profil aus einer Zeit, in der Sie sich mit Ihrem Aussehen wohlfühlten, idealerweise ohne starke Filter oder Make-up, das die Konturen verändert.
Ein seriöses Lipofilling beginnt mit einer Analyse des ganzen Gesichts und nicht mit der Frage, wie viele Milliliter in eine Falte passen. Der Chirurg erklärt, welche Zonen er behandeln würde und warum, spricht offen über die schwankende Anwachsrate und die Möglichkeit einer zweiten Sitzung, weist auf die besonderen Risiken in der Region um die Augen hin und erklärt, wie er einem Gefässverschluss vorbeugt. Er arbeitet mit stumpfen, feinen Kanülen und kleinen Portionen und dokumentiert die übertragenen Mengen pro Zone. Er zeigt Grenzen auf, etwa wenn hängende Haut ein Lifting erfordert oder Hyaluronsäure für eine kleine Korrektur besser geeignet wäre.
Vorsicht ist angebracht, wenn eine bestimmte Menge Volumen garantiert wird, wenn grosse Mengen in einer Sitzung ohne Aufklärung eingebracht werden sollen, wenn Nanofat als Wundermittel dargestellt wird oder wenn Risiken verharmlost werden.
Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Wirkt Ihr Gesicht eher eingefallen oder eher schlaff? Stören Sie vor allem Schatten unter den Augen, flache Wangen oder hohle Schläfen? Wie würden Sie Ihr Gesicht auf Fotos aus jüngeren Jahren beschreiben? Haben Sie bereits Erfahrungen mit Hyaluronsäure gemacht, und wie haben Sie sich damit gefühlt? Ist Ihr Gewicht stabil? Möchten Sie eine lang anhaltende Lösung mit eigenem Gewebe, oder bevorzugen Sie eine auflösbare Behandlung? Sind Sie bereit, ein bis zwei Wochen Schwellung in Kauf zu nehmen? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie in der Beratung gezielt nachfragen, ob ein Lipofilling, Hyaluronsäure, ein Lifting oder eine Kombination für Sie am besten passt.
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, mehr Volumen sei immer besser. Tatsächlich wirkt ein massvolles, gut verteiltes Volumen am natürlichsten, während zu viel Fett das Gesicht schwer und aufgedunsen wirken lassen kann. Ein zweites Missverständnis betrifft die Haltbarkeit: Angewachsenes Fett bleibt lange erhalten, doch es folgt dem Körpergewicht und der natürlichen Alterung. Ein drittes Missverständnis ist die Erwartung, Eigenfett könne ein Lifting ersetzen. Bei hängender Haut ist eine Straffung nötig. Und schliesslich wird die Schwellung nach dem Eingriff oft unterschätzt. Sie ist deutlicher als nach Fillern und sollte bei der Planung berücksichtigt werden.
Viele Menschen, die sich für ein Lipofilling interessieren, möchten nicht anders aussehen, sondern wieder mehr wie sie selbst. Sie fühlen sich frisch und aktiv, wirken aber auf andere müde oder erschöpft. Ein gut geplantes Lipofilling kann diese Diskrepanz verringern, indem es die weichen Konturen des Gesichts wiederherstellt. Hilfreich ist es, konkrete Ziele zu formulieren, etwa weniger Schatten unter den Augen, vollere Wangen oder weichere Schläfen, und diese mit dem Chirurgen zu besprechen. Bilder aus sozialen Medien mit stark aufgefüllten Gesichtern sind kein guter Massstab, weil sie oft bearbeitet sind oder ein Ideal zeigen, das nicht zu jedem Gesicht passt. Wenn die Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen sehr belastet, kann ein Gespräch mit einer Fachperson für psychische Gesundheit sinnvoll sein.
Ihr Hausarzt kennt Ihre Vorgeschichte und kann vor dem Eingriff Voruntersuchungen durchführen und Medikamente anpassen, etwa blutverdünnende Mittel. Nach der Rückkehr ist er Ihr erster Ansprechpartner bei Fragen zur Heilung, kann Knötchen oder Unregelmässigkeiten beurteilen und bei Warnzeichen rasch handeln. Informieren Sie ihn frühzeitig über Ihre Pläne und bringen Sie ihm nach der Rückkehr den Operationsbericht mit den behandelten Zonen und Mengen.
Neben der ästhetischen Verjüngung wird das Lipofilling im Gesicht auch bei medizinischen Indikationen eingesetzt. Dazu gehören der Fettgewebsschwund im Gesicht, der bei manchen Menschen als Folge bestimmter Erkrankungen oder Medikamente auftritt, Gewebedefekte nach Unfällen, Verbrennungen oder Tumoroperationen, eingezogene Narben und angeborene oder erworbene Asymmetrien, etwa bei einer einseitigen Gesichtsatrophie. In diesen Situationen kann das Lipofilling nicht nur das Aussehen verbessern, sondern auch die seelische Belastung deutlich verringern. Weil hier oft ein Krankheitswert besteht, kann in der Schweiz eine Kostenübernahme durch die Grundversicherung nach vorgängiger Kostengutsprache geprüft werden. Die Behandlung sollte dann in Abstimmung mit den behandelnden Fachärzten erfolgen, und eine Behandlung in der Schweiz ist in der Regel vorzuziehen.
In den ersten Tagen nach dem Lipofilling ist das Gesicht deutlich geschwollen und wirkt voller als das spätere Ergebnis. Blutergüsse, besonders unter den Augen, können sich bis in die Wangen ausbreiten. Nach etwa einer Woche klingen Schwellung und Blutergüsse deutlich ab, nach zwei bis drei Wochen fühlen sich die meisten gesellschaftlich wieder wohl. In den folgenden Monaten nimmt das Volumen weiter ab, während nicht angewachsenes Fett abgebaut wird. Viele sind in dieser Phase verunsichert, weil das Gesicht wieder schmaler wird. Nach drei bis sechs Monaten ist das Ergebnis stabil, und es lässt sich beurteilen, ob eine zweite Sitzung sinnvoll ist.
Zwischen dreissig und vierzig Jahren zeigen sich die ersten Volumenverluste meist an den Tränenrinnen und an den Schläfen. In dieser Phase genügen oft kleine Mengen, und viele beginnen mit Hyaluronsäure. Zwischen vierzig und fünfzig Jahren nimmt der Volumenverlust im Mittelgesicht zu, die Wangen flachen ab, und die Nasolabialfalten werden tiefer. Ein Lipofilling kann jetzt das Gesicht deutlich auffrischen, oft ohne Lifting. Ab fünfzig Jahren kommen häufig Erschlaffungen der Haut, Hängebäckchen und Veränderungen am Hals hinzu. Das Lipofilling wird dann oft mit einem Lifting kombiniert, um Volumen und Straffung zu verbinden. In jedem Alter ist das Ziel, das eigene Gesicht zu erhalten und aufzufrischen, nicht es grundlegend zu verändern.
Das angewachsene Fett verhält sich wie normales Körperfett. Ein stabiles Gewicht ist deshalb der wichtigste Faktor, um das Ergebnis zu erhalten. Eine starke Gewichtszunahme kann das Gesicht runder machen, eine starke Abnahme lässt es wieder eingefallener wirken. Konsequenter Sonnenschutz, der Verzicht auf Rauchen, ausreichend Schlaf und eine gute Hautpflege erhalten die Hautqualität. Viele ergänzen das Ergebnis im Laufe der Jahre mit kleinen Behandlungen, etwa Botulinumtoxin gegen Mimikfalten oder einer Auffrischung mit Eigenfett oder Hyaluronsäure. So bleibt das Gesicht über viele Jahre harmonisch.
Das Lipofilling lässt sich gut mit anderen Eingriffen verbinden, weil das Fett bei einer Operation ohnehin leicht gewonnen werden kann. Häufig wird es mit einem Facelifting, einem Stirnlifting, einer Lidstraffung oder einer Nasenkorrektur kombiniert. Auch eine Fettabsaugung an Bauch oder Oberschenkeln kann gleichzeitig erfolgen, wobei für das Gesicht nur ein kleiner Teil des Fetts verwendet wird. Jede Kombination verlängert die Operation und die Erholung und wird individuell abgewogen. Informationen zu Eigenfetttransfers an anderen Körperstellen finden Sie auf den Seiten zum Brustlipofilling und zum Gesäss-Lipofilling.
Unser Team begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Nachsorge. Wir leiten Ihre aktuellen Fotos und Fotos aus jüngeren Jahren an den Chirurgen weiter, der eine erste Einschätzung gibt, welche Zonen behandelt werden könnten und ob ein Lifting sinnvoll wäre. Wir erstellen eine transparente Offerte, koordinieren den Aufenthalt und bleiben nach der Rückkehr erreichbar. Wenn eine zweite Sitzung sinnvoll ist, planen wir sie mit Ihnen zum passenden Zeitpunkt.
Das Lipofilling im Gesicht ist eine elegante Möglichkeit, verlorenes Volumen mit eigenem Gewebe zu ersetzen und dem Gesicht eine weichere, frischere Kontur zu geben. Seine Stärken sind das natürliche Ergebnis und die lange Haltbarkeit des angewachsenen Fetts. Seine Grenzen liegen in der schwankenden Anwachsrate, der längeren Schwellung als bei Fillern, der fehlenden Auflösbarkeit und in der Tatsache, dass es hängende Haut nicht strafft. Wer diese Punkte kennt und einen erfahrenen Chirurgen wählt, kann ein sehr natürliches und dauerhaftes Ergebnis erreichen.
In der Beratung werden Ihre Wünsche, Ihr Gesundheitszustand, Medikamente, frühere Eingriffe und Behandlungen im Gesicht besprochen, besonders Filler, Botulinumtoxin und Fadenlifting. Bringen Sie wenn möglich Fotos aus jüngeren Jahren mit. Der Chirurg analysiert Ihr Gesicht in Ruhe und beim Sprechen und Lächeln, beurteilt Volumen, Hautqualität, Symmetrie und die Frage, ob hängende Haut ein Lifting erforderlich macht. Er erklärt, welche Zonen er behandeln würde, welche Mengen er plant, wie die Anwachsrate einzuschätzen ist, ob eine zweite Sitzung wahrscheinlich ist und welche Alternativen es gibt. Er spricht offen über Risiken, insbesondere über Knötchen unter den Augen, Überkorrektur und die seltene Gefahr eines Gefässverschlusses.
Stellen Sie das Rauchen mindestens vier Wochen vor der Operation ein, weil Nikotin die Anwachsrate deutlich verringert. Besprechen Sie blutverdünnende Medikamente und Nahrungsergänzungen mit Ihrem Arzt. Informieren Sie den Chirurgen über alle früheren Filler im Gesicht, weil Hyaluronsäure-Reste die Planung beeinflussen und dauerhafte Filler ein erhöhtes Risiko bedeuten können. Halten Sie Ihr Gewicht stabil. Planen Sie nach dem Eingriff eine bis zwei Wochen ohne gesellschaftliche Verpflichtungen ein, weil die Schwellung deutlich sein kann. Eine Sonnenbrille und ein Tuch helfen auf der Rückreise.
Nach der Rückkehr kühlen Sie das Gesicht sanft nach Anweisung, schlafen mit erhöhtem Kopf und vermeiden Druck auf die behandelten Zonen. Die Entnahmestellen tragen Sie je nach Empfehlung mit Kompression. In den ersten Wochen nimmt das Volumen ab, während die Schwellung zurückgeht und nicht angewachsenes Fett abgebaut wird. Dokumentieren Sie die Entwicklung mit Fotos. Unser Team leitet Fotos und Fragen an den Chirurgen weiter. Knötchen, die nach einigen Wochen noch tastbar sind, sollten beurteilt werden. Warnzeichen wie Sehstörungen oder eine fleckige Verfärbung der Haut sind ein Notfall.
Angewachsenes Fett bleibt lange erhalten, verändert sich aber mit dem Körpergewicht und dem Alter. Eine Auffrischung nach Jahren kann sinnvoll sein.
Nur ein Teil des übertragenen Fetts wächst an. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach drei bis sechs Monaten.
Das Lipofilling ersetzt Volumen, strafft aber keine hängende Haut. Bei deutlichem Hautüberschuss ist ein Lifting nötig, oft kombiniert mit Eigenfett.
Auch Eigenfett kann Knötchen, Unregelmässigkeiten und sehr selten einen Gefässverschluss verursachen. Erfahrung und Technik sind entscheidend.
Nanofat enthält kaum lebende Fettzellen und füllt kein Volumen auf. Es wird zur Verbesserung der Hautqualität eingesetzt.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten | Höheres Kostenniveau | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Aufenthalt | Keine Reise | Etwa vier bis sechs Tage |
| Zweite Sitzung | Einfach planbar | Erneuter Aufenthalt nach einigen Monaten |
| Nachkontrollen | Am Wohnort | Kontrollen vor Ort, danach Hausarzt und Fernbetreuung |
| Versicherung | Ästhetisch, keine Übernahme | Keine Vergütung durch die Grundversicherung |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken und Chirurgen in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu Qualifikationen und Zulassungen der Ärzte stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung, damit Sie diese selbst überprüfen können. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Chirurgen und der Klinik.
Die Kosten hängen von der Zahl der behandelten Zonen, von Kombinationen mit anderen Eingriffen, der Klinik und der Aufenthaltsdauer ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Eingriff in einer Privatklinik, ohne Reise |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Pauschale inklusive Aufenthalt, je nach Offerte |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte. Berücksichtigen Sie die Möglichkeit einer zweiten Sitzung.
Ein Lipofilling im Gesicht aus ästhetischen Gründen ist keine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. Auch Zusatzversicherungen übernehmen es in der Regel nicht. In bestimmten Situationen mit Krankheitswert, etwa bei einem ausgeprägten Fettgewebsschwund im Gesicht infolge einer Erkrankung oder bestimmter Medikamente, bei Gewebedefekten nach Unfällen oder Tumoroperationen oder bei angeborenen Fehlbildungen wie einer einseitigen Gesichtsatrophie, kann in der Schweiz eine Übernahme nach vorgängiger Kostengutsprache geprüft werden.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung grundsätzlich nicht vergütet. Das KVG folgt dem Territorialitätsprinzip. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt.
Weitere praktische Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Aufenthalt in Tunesien.
| Tag | Programm | Hinweise |
|---|---|---|
| Tag 1 | Ankunft, Empfang, Transfer | Fotos aus jüngeren Jahren und Angaben zu Fillern mitbringen |
| Tag 2 | Konsultation, Voruntersuchungen, Anzeichnung | Zonen und Mengen besprechen |
| Tag 3 | Eingriff | Bei Kombination eine Nacht in der Klinik |
| Tag 4 bis 5 | Erholung im Hotel, Kontrolle | Kopf erhöht lagern, keinen Druck auf das Gesicht |
| Tag 6 | Rückreise | Operationsbericht mitnehmen, Sonnenbrille |
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Jeder Eingriff erfordert eine individuelle Indikation durch einen qualifizierten Facharzt.
Die Anwachsrate des Fetts schwankt, und Ergebnisse können nicht garantiert werden. Sehstörungen oder fleckige Hautverfärbungen nach einer Injektion im Gesicht sind ein Notfall.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nach KVG grundsätzlich nicht vergütet. Eine allfällige Kostenübernahme setzt eine vorgängige Kostengutsprache Ihrer Krankenkasse voraus.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Ein Eingriff, bei dem körpereigenes Fett abgesaugt, aufbereitet und in feinen Portionen in Gesichtszonen übertragen wird, die an Volumen verloren haben, etwa Wangen, Schläfen oder die Region unter den Augen.
Beide Begriffe bezeichnen den Eigenfetttransfer. Lipostructure steht für eine bestimmte, standardisierte Technik, bei der das Fett schonend entnommen, zentrifugiert und in sehr kleinen Portionen verteilt wird.
Ein französischer Begriff für das Modellieren des Gesichts oder Körpers mit Eigenfett. Gemeint ist dasselbe Prinzip wie beim Lipofilling.
Weil die Fettpolster im Gesicht schrumpfen und sich verschieben, der Knochen sich leicht zurückbildet und die Haut an Kollagen verliert. Die Folge sind eingefallene Schläfen, flache Wangen und tiefere Falten.
Schläfen, Wangen, die Region unter den Augen, Nasolabialfalten, Lippen, Mundwinkel, Kinn und Kieferlinie, die Stirn und ergänzend die Handrücken.
Nein, es ersetzt Volumen. Bei stark hängender Haut kann zusätzliches Volumen das Gesicht sogar schwer wirken lassen. Dann ist ein Lifting nötig, oft kombiniert mit Eigenfett.
Sehr natürlich, weil eigenes Gewebe verwendet wird und das Fett sich weich anfühlt. Entscheidend ist eine massvolle, gut verteilte Menge.
Viele beobachten eine leichte Verbesserung der Hautqualität in den behandelten Zonen, die mit regenerativen Eigenschaften des Fettgewebes in Verbindung gebracht wird. Das Ausmass ist individuell verschieden.
Ja, eine kleine Operation, weil Fett abgesaugt und übertragen wird. Sie erfolgt meist in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose.
Für Menschen mit Volumenverlust im Gesicht durch Alter, Veranlagung, Sport oder Gewichtsabnahme, mit ausreichend Spenderfett, guter Gesundheit, stabilem Gewicht und realistischen Erwartungen.
Bei stark hängender Haut ohne Lifting, sehr wenig Spenderfett, starken Gewichtsschwankungen, aktivem Rauchen, aktiven Hautentzündungen und bei dem Wunsch nach einem exakt vorhersagbaren Volumen.
Meist ab dem vierten Lebensjahrzehnt, wenn erste Volumenverluste auftreten. Bei sehr schlanken Menschen und Ausdauersportlern kann es auch früher sinnvoll sein.
Für das Gesicht werden nur kleine Mengen benötigt, sodass auch schlanke Menschen oft genügend Spenderfett haben. Der Chirurg prüft dies bei der Untersuchung.
Ja, etwa für kantigere Wangen, eine stärkere Kieferlinie oder das Auffüllen eingefallener Schläfen. Die Planung berücksichtigt die männlichen Proportionen.
Nach abbaubaren Fillern wie Hyaluronsäure meist ja. Nach dauerhaften Fillern ist besondere Vorsicht geboten. Informieren Sie den Chirurgen über alle früheren Behandlungen.
Bei bestimmten Autoimmunerkrankungen wird zur Zurückhaltung geraten. Bei einer Gesichtsatrophie infolge einer Erkrankung kann Eigenfett dagegen eine Behandlungsoption sein. Die Entscheidung erfolgt individuell.
Rauchen verschlechtert die Durchblutung und senkt die Anwachsrate deutlich. Ein vollständiger Nikotinverzicht mehrere Wochen vor und nach dem Eingriff ist dringend empfohlen.
Meist von Bauch, Hüften, Oberschenkeln oder Knien. Für das Gesicht werden nur kleine Mengen benötigt, sodass die Entnahmestelle kaum verändert wird.
Je nach Zonen oft nur einige Dutzend Milliliter aufbereitetes Fett. Die genaue Menge hängt vom Volumenverlust und von der Zahl der behandelten Zonen ab.
Es wird von Flüssigkeit, Blut und Öl getrennt, etwa durch Zentrifugieren oder Filtern. Für das Gesicht wird es oft zusätzlich zu Mikrofett oder Nanofat verfeinert.
Fein aufbereitetes Fett, das durch sehr dünne Kanülen eingebracht werden kann. Es eignet sich für Zonen mit dünner Haut und für Feinkorrekturen.
Eine emulgierte, sehr feine Aufbereitung, die kaum lebende Fettzellen enthält, aber regenerative Zellen und Faktoren. Sie füllt kein Volumen, sondern soll die Hautqualität verbessern.
Über winzige Einstiche mit sehr feinen stumpfen Kanülen, in vielen kleinen Portionen und in verschiedenen Schichten, beim Zurückziehen der Kanüle.
Meist etwa eine bis zwei Stunden, je nach Zahl der Zonen und Kombination mit anderen Eingriffen.
Es ist in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose möglich. Bei Kombination mit anderen Eingriffen wird meist eine Vollnarkose gewählt.
Nur winzige Einstichstellen, die meist kaum sichtbar sind. Auch an den Entnahmestellen bleiben nur kleine Einstiche.
Nach einem reinen Lipofilling oft nicht. Bei Kombination mit anderen Eingriffen ist eine Nacht üblich.
Deutlich, oft mehr als nach einer Filler-Behandlung. Die Schwellung erreicht meist am zweiten oder dritten Tag ihren Höhepunkt und klingt in ein bis drei Wochen ab.
In den ersten Wochen nicht, weil Massagen das Fett verschieben und die Einheilung stören können. Folgen Sie der Anweisung des Chirurgen.
Auf dem Rücken mit erhöhtem Kopf, damit kein Druck auf die behandelten Zonen entsteht und die Schwellung abfliessen kann.
Leichte Bewegung sofort, anstrengender Sport meist nach zwei bis drei Wochen, weil erhöhter Blutdruck die Schwellung verstärken kann.
Meist nach einigen Tagen, wenn die Einstichstellen verschlossen sind. Tragen Sie es sanft auf, ohne Druck auf die behandelten Zonen.
Das schwankt stark und hängt von Technik, Menge, Durchblutung der Zone, Rauchen und individuellen Faktoren ab. Seriöse Chirurgen nennen keine feste Zahl, sondern erklären, dass ein Teil des Fetts abgebaut wird.
In gut durchbluteten, wenig bewegten Zonen wie den Wangen und Schläfen. In stark bewegten Zonen wie den Lippen schwindet häufiger ein grösserer Teil.
Nach etwa drei bis sechs Monaten, wenn die Schwellung abgeklungen und das nicht angewachsene Fett abgebaut ist.
Das angewachsene Fett bleibt lange erhalten, verhält sich aber wie normales Körperfett. Gewichtsveränderungen und die natürliche Alterung beeinflussen das Ergebnis weiterhin.
Wenn das Volumen nach drei bis sechs Monaten nicht ausreicht. Das bereits angewachsene Fett verbessert oft die Bedingungen für die zweite Sitzung.
Es kann wachsen, sodass das Gesicht runder wird. Bei einer Abnahme schrumpft es. Ein stabiles Gewicht erhält das Ergebnis am besten.
Bei zu grossen Mengen oder einer späteren Gewichtszunahme ja. Eine Überkorrektur lässt sich nicht einfach auflösen, sondern erfordert etwa eine feine Absaugung.
Tiefe Falten durch Volumenverlust, etwa Nasolabialfalten, werden oft gemildert, besonders wenn die Wangen aufgefüllt werden. Feine Mimikfalten werden kaum beeinflusst.
Viele wirken frischer und weniger müde, weil die Konturen weicher sind. Wie viel jünger jemand wirkt, lässt sich nicht beziffern.
Tiefe Tränenrinnen lassen sich mit feinem Fett auffüllen, dunkle Augenringe durch dünne Haut manchmal mit Nanofat etwas verbessern. Der Effekt ist individuell.
Weil die Haut sehr dünn und das Gewebe beweglich ist. Schon kleine Mengen Fett können sichtbare Knötchen verursachen. Erfahrene Chirurgen arbeiten hier mit feinstem Fett in tiefen Schichten.
Bei Tränensäcken durch vorfallendes Fett ist oft eine Unterlidkorrektur besser, bei der das Fett umverteilt wird. Eigenfett kann ergänzend die Tränenrinne auffüllen.
Je nach Art mit Massage, gezielten Injektionen oder einer kleinen Korrektur. Deshalb ist in dieser Zone eine sehr feine, zurückhaltende Technik wichtig.
Ja, doch die Anwachsrate an den Lippen ist oft geringer, und mehrere Sitzungen können nötig sein. Viele bevorzugen an den Lippen Hyaluronsäure, weil sie präziser steuerbar ist.
Ja, für eine moderate Betonung. Für eine deutliche Veränderung des Kinns ist oft eine Kinnkorrektur mit Implantat oder Knochenverschiebung wirksamer.
Eigenfett kann die Kontur der Kieferlinie verbessern. Bei ausgeprägten Hängebäckchen ist zusätzlich ein Lifting nötig.
Ja, das ist eine gut geeignete Zone. Aufgefüllte Schläfen lassen das obere Gesicht harmonischer wirken und stützen optisch die Braue.
Ja, eingefallene Handrücken mit sichtbaren Sehnen und Venen können mit Eigenfett aufgefüllt werden. Dies wird oft zusammen mit einem Lipofilling im Gesicht durchgeführt.
Eingezogene Narben, etwa nach Akne oder Verletzungen, können mit Eigenfett unterfüttert und weicher werden. Nanofat kann die Hautqualität der Narbe verbessern.
Schwellung, Blutergüsse, Volumenverlust, Unregelmässigkeiten, Knötchen, Überkorrektur, Asymmetrie, Ölzysten, Infektion und sehr selten ein Gefässverschluss mit Gefahr für Haut oder Sehvermögen.
Das ist sehr selten, aber möglich, wenn Fett in ein Gefäss gelangt. Stumpfe Kanülen, kleine Portionen, langsame Injektion und gute Kenntnis der Anatomie senken das Risiko deutlich.
Plötzliche Sehstörungen, starke Schmerzen und eine weisse oder bläulich-fleckige Verfärbung der Haut in einer behandelten Zone. Dann sollten Sie sofort eine Notfallstation aufsuchen.
Ja, wenn das Fett auf beiden Seiten unterschiedlich anwächst. Leichte Unterschiede lassen sich in einer zweiten Sitzung ausgleichen.
Ja, aber aufwendiger als bei Hyaluronsäure. Überschüssiges Fett kann mit einer feinen Absaugung oder Injektionen verringert werden.
Meist nicht. Sie sind abgekapselte Ansammlungen abgestorbenen Fetts, oft klein und harmlos. Störende Zysten können punktiert oder entfernt werden.
Die Risiken sind unterschiedlich. Eigenfett verursacht keine Fremdkörperreaktionen, lässt sich aber nicht auflösen. Hyaluronsäure ist auflösbar, aber zeitlich begrenzt. Beide erfordern Erfahrung.
Infektionen sind selten. Warnzeichen sind zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerzen und Fieber. Dann ist eine rasche Behandlung nötig.
Das Lipofilling eignet sich für grössere Volumenverluste und eine lange Haltbarkeit mit eigenem Gewebe. Hyaluronsäure eignet sich für präzise, kleinere Korrekturen und ist auflösbar. Beide können kombiniert werden.
Das Lipofilling ersetzt Volumen, das Facelifting strafft hängende Haut. Viele Gesichter brauchen beides, weshalb die Verfahren häufig kombiniert werden.
Ja, Botulinumtoxin entspannt Mimikfalten, Eigenfett ersetzt Volumen. Die Behandlungen ergänzen sich und werden meist zeitlich getrennt geplant.
Ja, Eigenfett kann während einer Nasenkorrektur gewonnen und in andere Gesichtszonen übertragen werden, sofern der Gesamtumfang sicher bleibt.
Ja, besonders an den Unterlidern ergänzt Eigenfett die Straffung, indem es die Tränenrinne auffüllt und einen glatten Übergang zur Wange schafft.
Ein ästhetisches Lipofilling wird nicht übernommen. Bei Fettgewebsschwund durch Erkrankungen, Gewebedefekten nach Unfällen oder Tumoroperationen oder angeborenen Fehlbildungen kann in der Schweiz nach Kostengutsprache eine Übernahme geprüft werden.
Angaben zu Vorerkrankungen, Medikamenten, früheren Eingriffen und Fillern im Gesicht sowie Fotos aus jüngeren Jahren, die zeigen, wie sich Ihr Gesicht verändert hat.
Ja, nach Freigabe durch den Chirurgen, meist nach einigen Tagen. Die Schwellung kann auf der Reise noch sichtbar sein.
Meist erst nach einigen Wochen, wenn die Schwellung abgeklungen ist. Die genaue Dauer nennt Ihnen der Chirurg.
Ja, eine leichte Brille ist meist kein Problem. Bei behandelten Zonen an der Nasenwurzel oder den Wangen sollte sie nicht stark drücken.
Bei behandelten Lippen oder Mundwinkeln sollten Sie einige Wochen mit Zahnbehandlungen warten, die den Mund stark dehnen. Informieren Sie den Zahnarzt über den Eingriff.
Sanfte Pflege ist bald möglich, Massagen, Peelings und apparative Behandlungen sollten einige Wochen warten, damit das Fett gut anwachsen kann.
Anfangs nimmt das Volumen ab, während die Schwellung zurückgeht und nicht angewachsenes Fett abgebaut wird. Nach drei bis sechs Monaten ist das Ergebnis stabil und entwickelt sich danach nur noch langsam mit dem Alter.
Achten Sie auf Erfahrung mit Eigenfetttransfer im Gesicht, eine Analyse des ganzen Gesichts, feine Techniken, ehrliche Aufklärung über Anwachsrate und Risiken sowie eine strukturierte Nachsorge.
Sie zeigen, wo Ihr Gesicht Volumen verloren hat, sodass der Chirurg gezielt das Volumen ersetzen kann, das Ihrem eigenen Gesicht entspricht.
Der Eingriff selbst erfolgt in Betäubung. Danach bestehen meist nur geringe Schmerzen im Gesicht, an den Entnahmestellen kann ein Muskelkater-ähnliches Gefühl auftreten.
Meist wird empfohlen, einige Wochen zu warten, bis die Schwellung abgeklungen und das Fett eingeheilt ist. Die Planung erfolgt mit dem behandelnden Arzt.
Nach Abschluss der Heilung, meist nach drei bis sechs Monaten, wenn das Ergebnis beurteilt werden kann. Hyaluronsäure kann dann gezielt ergänzen.
Abgegrenzte Fettkompartimente, die durch feine Bindegewebswände getrennt sind. Man unterscheidet oberflächliche und tiefe Polster. Mit dem Alter schrumpfen besonders die tiefen Polster.
Weil die tiefen Polster dem Gesicht seine Stütze geben. Wird das Volumen dort ersetzt, hebt sich das Mittelgesicht leicht an, und oberflächliche Falten werden oft milder.
In den 1990er-Jahren beschrieb der Chirurg Sydney Coleman eine standardisierte Technik mit schonender Entnahme, Zentrifugieren und Verteilung in sehr kleinen Portionen, die das Vorgehen bis heute prägt.
Mit den Jahren bildet sich der Knochen an Oberkiefer, Unterkiefer und um die Augen leicht zurück. Das verringert die Stütze für die Weichteile und trägt zu Volumenverlust bei.
Der Übergang zwischen Unterlid und Wange. Wird er tiefer, wirkt der Blick müde, auch wenn man ausgeschlafen ist.
Weil eingefallene Wangen und Schläfen und tiefe Übergänge Schatten erzeugen, die mit Müdigkeit und Alter in Verbindung gebracht werden. Mehr Volumen lässt das Gesicht weicher wirken.
Hautqualität, Volumen und Position des Gewebes. Das Lipofilling behandelt vor allem das Volumen, Liftings die Position und Pflege oder Laser die Hautqualität.
Fettgewebe enthält Vorläuferzellen und Faktoren, denen eine Wirkung auf die Hautqualität zugeschrieben wird. Die Forschung dazu ist noch nicht abgeschlossen.
Häufig mehrere Zonen in einer Sitzung, etwa Schläfen, Wangen und Tränenrinnen, weil das Gesicht als Ganzes betrachtet wird. Die Auswahl hängt von Ihrem Befund ab.
Eigenfett kann tiefe Nasolabialfalten mildern, besonders in Kombination mit dem Auffüllen der Wangen. Eine vollständige Glättung ist nicht immer erreichbar.
Ja, die Falten von den Mundwinkeln nach unten lassen sich mit Eigenfett unterstützen. Bei ausgeprägten Hängebäckchen ist zusätzlich ein Lifting sinnvoll.
Ja, eine flache oder eingefallene Stirn kann mit Eigenfett eine weichere Wölbung erhalten. Diese Zone wird seltener behandelt.
Kleine Unebenheiten an der Nase können mit sehr feinem Fett ausgeglichen werden. Für Formveränderungen ist meist eine Nasenkorrektur nötig.
Erschlaffte, dünne Ohrläppchen lassen sich mit kleinen Mengen Eigenfett auffüllen. Diese Behandlung wird manchmal ergänzend durchgeführt.
Bei einem einseitigen Schwund von Fett- und Weichgewebe kann Eigenfett die betroffene Seite über mehrere Sitzungen auffüllen. In der Schweiz kann dies nach Kostengutsprache übernommen werden.
Eingezogene Aknenarben können mit Eigenfett unterfüttert und mit Nanofat in der Hautqualität verbessert werden. Oft wird dies mit anderen Narbenbehandlungen kombiniert.
Nach abbaubaren Fillern kann Eigenfett Unebenheiten ausgleichen, sofern der Filler abgebaut oder aufgelöst ist. Nach dauerhaften Fillern ist eine sorgfältige Abklärung nötig.
Ja, etwa nur die Schläfen oder nur die Tränenrinnen. Für kleine Korrekturen ist aber oft Hyaluronsäure praktischer, weil kein Eingriff zur Fettentnahme nötig ist.
Stellen Sie das Rauchen ein, besprechen Sie blutverdünnende Medikamente, informieren Sie über frühere Filler, halten Sie Ihr Gewicht stabil und planen Sie ein bis zwei Wochen Erholung ohne gesellschaftliche Verpflichtungen.
Nein, eine gezielte Zunahme ist nicht empfehlenswert, weil eine spätere Abnahme auch das übertragene Fett verkleinern würde. Für das Gesicht reichen meist kleine Mengen.
Das entscheidet der Chirurg. Manchmal ist es sinnvoll, noch vorhandene Hyaluronsäure vor dem Lipofilling aufzulösen, um das Ergebnis besser planen zu können.
Ruhe, ein erhöhtes Kopfkissen, Kühlkompressen, weiche Nahrung bei behandelten Lippen, eine Sonnenbrille und Zeit ohne gesellschaftliche Verpflichtungen.
Oft die Tränenrinnen und die Schläfen, später das Mittelgesicht mit den Wangen. Die Reihenfolge ist aber individuell verschieden.
Bei ersten, kleinen Volumenverlusten wird oft zunächst Hyaluronsäure verwendet. Bei sehr schlanken Menschen oder deutlichem Volumenverlust kann ein Lipofilling auch früher sinnvoll sein.
Das Facelifting strafft die hängende Haut, das Lipofilling ersetzt das verlorene Volumen. In derselben Operation ergänzen sich beide zu einem natürlicheren Ergebnis.
Intensiver Ausdauersport kann zu einem geringen Körperfettanteil führen, der auch das Gesicht hager wirken lässt. Das übertragene Fett folgt dem Körperfett und kann bei starker Abnahme schrumpfen.
Ja, bei einer deutlichen Gewichtszunahme kann das übertragene Fett wachsen und das Gesicht runder machen, als geplant.
Mehrere Sitzungen sind möglich, meist mit einigen Monaten Abstand. Voraussetzung ist ausreichend Spenderfett und ein guter Heilungsverlauf.
Nach Abklingen der Schwellung bleibt die Mimik unverändert, weil das Fett weich ist und sich mit dem Gewebe bewegt.
Weil das Volumen in den Wangen das Mittelgesicht anhebt und die Nasolabialfalte dadurch von selbst weicher erscheint. Das Ergebnis wirkt natürlicher als eine aufgefüllte Falte.
Meist klassisch aufbereitetes Fett, das in tiefen Schichten eine gute Stütze bietet. Für feinere Zonen wird Mikrofett, für die Hautqualität Nanofat eingesetzt.
Bei Männern wird auf kantigere Wangen und eine betonte Kieferlinie geachtet, bei Frauen auf weichere Wölbungen im Mittelgesicht. Die Proportionen werden an das Geschlecht und das Gesicht angepasst.
Wenn sie nach einigen Wochen noch tastbar oder sichtbar sind. Kleine Knötchen können sich zurückbilden, bestehende lassen sich oft behandeln.
Weil es in dieser Zeit Anschluss an die Blutversorgung finden muss. Druck, Massage und starke Bewegungen können das Anwachsen beeinträchtigen.
Ob Ihr Gesicht eher eingefallen oder schlaff wirkt, welche Zonen stören, wie Ihr Gesicht früher aussah, ob Ihr Gewicht stabil ist, ob Sie eine lang anhaltende oder auflösbare Lösung möchten und ob Sie die Schwellung in Kauf nehmen.
Bei massvoller Planung nicht. Ziel ist, das eigene Gesicht aufzufrischen. Zu grosse Mengen können das Gesicht jedoch schwer wirken lassen, weshalb erfahrene Chirurgen zurückhaltend dosieren.
Er kann Voruntersuchungen durchführen, Medikamente anpassen und nach der Rückkehr die Heilung beurteilen. Bringen Sie ihm den Operationsbericht mit den behandelten Zonen.
Ja, der Operationsbericht sollte die Mengen pro Zone festhalten. Das ist wichtig für eine eventuelle zweite Sitzung und spätere Behandlungen.
Weil sie oft bearbeitet sind oder stark aufgefüllte Gesichter zeigen, die nicht zu jedem Gesicht passen. Wichtiger ist, was bei Ihrer Anatomie natürlich wirkt.
Ja, etwa bei Fettgewebsschwund durch Erkrankungen oder Medikamente, Gewebedefekten nach Unfällen, Verbrennungen oder Tumoroperationen, eingezogenen Narben und Asymmetrien.
Meist nur wenige Tage bis Wochen. Die winzigen Einstiche verheilen in der Regel unauffällig und sind danach kaum zu erkennen.
Meist ein bis zwei Wochen, unter den Augen manchmal etwas länger. Mit Make-up lassen sie sich nach einigen Tagen gut abdecken.
An der Entnahmestelle wird je nach Umfang für einige Tage bis Wochen eine leichte Kompression empfohlen. Im Gesicht wird keine Kompression getragen.
Mit Kühlkompressen oder in ein Tuch gewickelten Kühlpacks, sanft und ohne Druck, in kurzen Intervallen in den ersten Tagen. Eis direkt auf der Haut sollte vermieden werden.
Ja, normale Mimik ist erlaubt. Bei behandelten Lippen empfiehlt sich in den ersten Tagen weiche Kost und das Vermeiden starker Mundbewegungen.
Sanfte Pflegeprodukte sind nach einigen Tagen möglich. Peelings, Masken mit Druck oder reizende Produkte sollten einige Wochen warten.
Ja, meist am folgenden Tag. Vermeiden Sie in den ersten Tagen sehr heisses Wasser im Gesicht und reiben Sie die behandelten Zonen nicht.
Nach Abklingen der Schwellung fühlt es sich wie eigenes Gewebe an, weich und natürlich, ohne tastbare Ränder.
Mit Fotos vor dem Eingriff und in regelmässigen Abständen danach, unter gleichen Lichtverhältnissen. So lässt sich die Entwicklung objektiv verfolgen.
Meist mindestens drei bis sechs Monate, bis das Ergebnis der ersten Sitzung stabil ist und das Gewebe sich erholt hat.
Anhand der Analyse des Volumenverlusts, der Fotos aus jüngeren Jahren und der Gewebeeigenschaften. Die geplanten Mengen werden besprochen und im Operationsbericht festgehalten.
Je nach Zone in tiefen Schichten nahe am Knochen für Stütze und Volumen und in oberflächlicheren Schichten für Feinkorrekturen und die Hautqualität.
Vor allem auf Nikotin verzichten, die behandelten Zonen in den ersten Wochen nicht belasten oder massieren, auf dem Rücken mit erhöhtem Kopf schlafen und ein stabiles Gewicht halten.
Narbengewebe ist oft schlechter durchblutet, weshalb die Anwachsrate dort geringer sein kann. Häufig sind mehrere Sitzungen nötig, die das Gewebe schrittweise verbessern.
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