Beim Wechsel von Brustimplantaten werden vorhandene Implantate entfernt und durch neue ersetzt, oft verbunden mit einer Behandlung der umgebenden Kapsel, einer Korrektur der Implantattasche oder einer Straffung der Brust. Manche Frauen lassen ihre Implantate auch ohne Ersatz entfernen. Gründe sind etwa eine Kapselfibrose, ein Implantatdefekt, eine Formveränderung der Brust, der Wunsch nach einer anderen Grösse oder Beschwerden, die mit den Implantaten in Verbindung gebracht werden. Medespoir organisiert Implantatwechsel und Implantatentfernungen für Patientinnen aus der Deutschschweiz und der Romandie in Partnerkliniken in Tunesien.
Diese Seite erklärt, wann ein Wechsel sinnvoll ist, warum es keine feste Austauschfrist gibt, wie ein Implantatdefekt erkannt wird, welche Möglichkeiten bei der Kapsel bestehen, welche Optionen es für die neue Form gibt, wie der Eingriff und die Heilung verlaufen und welche Risiken bestehen. Informationen zur ersten Brustvergrösserung finden Sie auf der Seite zur Brustvergrösserung, einen Überblick über alle Brusteingriffe auf der Seite zur Brustchirurgie. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Es gibt keine feste Frist, nach der Brustimplantate ausgetauscht werden müssen. Ein Wechsel erfolgt, wenn es einen Grund dafür gibt, etwa eine Kapselfibrose, einen Defekt oder eine störende Formveränderung.
Vor einem Wechsel sollte der Zustand der Implantate untersucht werden, am zuverlässigsten mit einer Magnetresonanztomografie. Bringen Sie Ihren Implantatausweis und frühere Operationsberichte mit.
Ein Wechsel ist oft anspruchsvoller als die erste Operation, weil Kapsel, Gewebe und Tasche verändert sind.
Ob die Grundversicherung nach KVG die Behandlung einer Komplikation übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. Geplante Behandlungen im Ausland werden grundsätzlich nicht vergütet. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Lange hielt sich die Vorstellung, Brustimplantate müssten nach zehn Jahren ausgetauscht werden. Eine solche feste Frist gibt es nicht. Moderne Implantate können viele Jahre ohne Probleme halten, andere erfordern früher eine Korrektur. Die Wahrscheinlichkeit einer Folgeoperation steigt aber mit der Zeit, weil die Hülle altert, sich die Kapsel verändern kann und die Brust selbst durch Alter, Schwangerschaften und Gewichtsschwankungen ihre Form verändert.
Statt nach einem festen Zeitplan zu wechseln, empfehlen Fachleute regelmässige Kontrollen und einen Wechsel, wenn es einen Grund dafür gibt. Bei Silikonimplantaten wird teilweise zusätzlich eine Bildgebung in bestimmten Abständen empfohlen, um stille Defekte zu erkennen. Welche Kontrollen für Sie sinnvoll sind, hängt vom Implantattyp, vom Alter der Implantate und von Ihren Beschwerden ab.
Die häufigste Ursache für einen Wechsel ist die Kapselfibrose. Die Bindegewebshülle um das Implantat verdickt und verhärtet sich, zieht sich zusammen, und die Brust wird fest, verändert ihre Form und kann schmerzen. Die Einteilung erfolgt nach Baker in vier Grade. Bei leichten Formen ist oft keine Behandlung nötig. Bei ausgeprägter Kapselfibrose wird die Kapsel meist entfernt und das Implantat ersetzt, häufig mit einer Änderung der Lage, etwa von vor den Muskel hinter den Muskel.
Die Hülle eines Implantats kann im Laufe der Jahre einreissen. Bei modernen kohäsiven Gelimplantaten bleibt das Gel meist innerhalb der Kapsel, man spricht von einer intrakapsulären Ruptur. Sie verursacht oft keine Beschwerden. Seltener tritt Gel ausserhalb der Kapsel ins Gewebe aus. Ein defektes Implantat wird in der Regel ausgetauscht oder entfernt, weil ausgetretenes Gel Entzündungen und Knoten verursachen kann. Bei Kochsalzimplantaten zeigt sich ein Defekt meist durch einen raschen, sichtbaren Volumenverlust.
Implantate können im Laufe der Zeit nach unten oder zur Seite rutschen, die Brust kann über dem Implantat absinken, sodass eine sogenannte Doppelblasenform entsteht, oder die Implantate können sich in der Mitte zu nahe kommen. Wellenbildung und sichtbare Ränder treten besonders bei dünnem Gewebe auf. Solche Probleme werden oft durch eine Korrektur der Tasche, eine Änderung der Lage, eine Straffung oder eine Polsterung mit Eigenfett behandelt.
Manche Frauen wünschen sich nach Jahren eine andere Grösse, oft eine kleinere, weil sich Körper, Lebensstil oder Geschmack verändert haben. Andere möchten etwas mehr Volumen. Ein Grössenwechsel ist möglich, erfordert aber eine sorgfältige Planung, weil das Gewebe durch das bisherige Implantat verändert ist.
Wenn ein Implantattyp zurückgerufen wurde oder mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, etwa stark texturierte Implantate im Zusammenhang mit dem seltenen BIA-ALCL, fragen sich viele Frauen, ob sie ihre Implantate wechseln sollten. Fachgesellschaften empfehlen eine vorsorgliche Entfernung ohne Beschwerden in der Regel nicht. Die Entscheidung ist aber individuell und sollte mit einem Facharzt besprochen werden. Frauen mit Implantaten eines Herstellers, der um 2010 wegen nicht zugelassenen Silikons in die Kritik geriet, wurde vielerorts eine Entfernung empfohlen. Wichtig ist in jedem Fall, den eigenen Implantattyp zu kennen.
Manche Frauen berichten über allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder Konzentrationsstörungen und bringen diese mit ihren Implantaten in Verbindung. Ein ursächlicher Zusammenhang ist wissenschaftlich nicht belegt, die Beschwerden werden aber ernst genommen. Nach einer Abklärung anderer Ursachen kann eine Entfernung der Implantate besprochen werden. Manche Frauen berichten danach über eine Besserung, andere nicht.
Jedes Implantat wird vom Körper als Fremdkörper erkannt. Innerhalb weniger Wochen nach dem Einsetzen bildet sich um das Implantat eine dünne Hülle aus Bindegewebe, die Kapsel. Diese Reaktion ist normal und bei allen Implantaten zu beobachten, von Herzschrittmachern bis zu künstlichen Gelenken. Eine gesunde Kapsel ist dünn, weich und elastisch und fällt der Frau nicht auf. Sie hält das Implantat in seiner Tasche und trennt es vom umgebenden Gewebe.
Im Laufe der Jahre kann sich die Kapsel verändern. Bei einer Kapselfibrose verdickt sie sich, wird fester und zieht sich zusammen. Das Implantat wird dadurch zusammengedrückt, die Brust wird hart und kann ihre Form verlieren. Bei sehr alten Implantaten kann die Kapsel zudem verkalken. In seltenen Fällen bildet sich Flüssigkeit zwischen Implantat und Kapsel, ein sogenanntes spätes Serom, das abgeklärt werden sollte. Die Kapsel ist auch der Ort, an dem sich das seltene BIA-ALCL entwickeln kann. Deshalb ist die Beurteilung der Kapsel ein zentraler Teil jedes Implantatwechsels, und die Entscheidung, sie zu belassen oder zu entfernen, sollte sorgfältig begründet werden.
Viele Frauen, die heute einen Wechsel planen, haben Implantate, die vor zehn, zwanzig oder mehr Jahren eingesetzt wurden. Die Implantatgenerationen unterscheiden sich deutlich. Ältere Implantate hatten teilweise dünnere Hüllen und ein flüssigeres Gel, das bei einer Ruptur leichter austreten konnte. Modernere Implantate haben stabilere Hüllen und ein kohäsives Gel. Bei manchen Implantattypen wurden im Laufe der Zeit Probleme bekannt, etwa bei einem Hersteller, der nicht zugelassenes Silikon verwendete, oder bei stark texturierten Oberflächen im Zusammenhang mit BIA-ALCL.
Für den Wechsel bedeutet das, dass die Kenntnis des alten Implantattyps viel über die zu erwartenden Befunde und das richtige Vorgehen verrät. Ein sehr altes Implantat mit dünner Hülle ist eher defekt und kann Gel ins Gewebe abgegeben haben. Ein stark texturiertes Implantat lässt an eine sorgfältige Kapseluntersuchung denken. Deshalb ist der Implantatausweis so wichtig, und deshalb lohnt es sich, fehlende Unterlagen zu beschaffen, bevor ein Wechsel geplant wird.
In den ersten Tagen nach dem Wechsel ist die Brust geschwollen und gespannt, besonders nach einer Kapselentfernung oder einem Lagewechsel hinter den Muskel. Die Drainagen werden meist nach ein bis zwei Tagen entfernt. Sie tragen den Stütz-BH, schlafen auf dem Rücken und schonen die Arme. Nach etwa einer Woche lassen die Beschwerden deutlich nach.
In der zweiten bis vierten Woche nimmt die Schwellung ab, und die Brust wird weicher. Viele Frauen, die zuvor unter einer Kapselfibrose litten, bemerken schon früh, dass die Brust wieder beweglicher und weicher ist. Zwischen der vierten und sechsten Woche senken sich die neuen Implantate in ihre Position, und die Form wird natürlicher. Nach Freigabe beginnen Sie wieder mit Sport. Nach drei bis sechs Monaten ist das Ergebnis weitgehend stabil. Die Narbe, meist die bisherige, verblasst über die folgenden Monate erneut.
Ein seriöser Implantatwechsel beginnt mit einer gründlichen Diagnose. Der Chirurg untersucht die Brust sorgfältig, beurteilt aktuelle Bildgebung, fragt nach den bisherigen Implantaten und Operationen und klärt eine späte Schwellung vor dem Eingriff ab. Er erklärt nachvollziehbar, wie er mit der Kapsel umgehen möchte und warum, welche neuen Implantate er empfiehlt und ob eine Straffung oder Eigenfett sinnvoll ist. Er spricht offen über die Risiken, einschliesslich einer erneuten Kapselfibrose, und darüber, dass auch neue Implantate keine lebenslangen Produkte sind. Er sorgt dafür, dass die entfernte Kapsel bei Bedarf untersucht wird, und gibt Ihnen einen neuen Implantatausweis.
Vorsicht ist angebracht, wenn ohne Bildgebung und ohne Kenntnis der alten Implantate operiert werden soll, wenn eine späte Schwellung nicht abgeklärt wird, wenn der Umgang mit der Kapsel nicht erklärt wird oder wenn ein grösseres Implantat als Lösung für eine abgesunkene Brust vorgeschlagen wird.
Vor einem Wechsel untersucht der Chirurg die Brust im Stehen und im Liegen, beurteilt Form, Symmetrie, Konsistenz, Lage der Implantate, Hautqualität und Gewebedicke und tastet nach Knoten oder Verhärtungen, auch in der Achselhöhle. Er misst die Brust aus und prüft, ob die Brust über dem Implantat abgesunken ist. Diese Untersuchung zeigt, ob neben dem Wechsel eine Straffung, eine Korrektur der Tasche oder eine Polsterung nötig ist.
Die zuverlässigste Methode zur Beurteilung von Silikonimplantaten ist die Magnetresonanztomografie. Sie zeigt, ob die Hülle intakt ist, ob Gel innerhalb oder ausserhalb der Kapsel liegt, ob sich Flüssigkeit um das Implantat angesammelt hat und wie dick die Kapsel ist. Ein Ultraschall kann Hinweise auf eine Ruptur, eine Flüssigkeitsansammlung oder vergrösserte Lymphknoten geben und ist weniger aufwendig. Eine Mammografie dient vor allem der Brustkrebsvorsorge und kann das Implantat nur begrenzt beurteilen. Idealerweise lassen Sie die empfohlene Bildgebung in der Schweiz vor der Reise durchführen, damit die Befunde in die Planung einfliessen.
Wenn sich Jahre nach der Operation eine Brust plötzlich vergrössert, weil sich Flüssigkeit um das Implantat angesammelt hat, sollte diese Flüssigkeit vor einem Wechsel punktiert und untersucht werden. So kann das seltene BIA-ALCL ausgeschlossen oder festgestellt werden, was das weitere Vorgehen bestimmt. Eine solche Abklärung sollte in der Schweiz erfolgen, bevor ein Eingriff im Ausland geplant wird.
Für die Planung eines Wechsels sind Informationen zu den bisherigen Implantaten sehr wichtig: Hersteller, Modell, Oberfläche, Grösse, Lage und Zugang. Diese Angaben stehen im Implantatausweis und im Operationsbericht. Wenn Sie diese Unterlagen nicht mehr haben, versuchen Sie, sie über die Klinik der ersten Operation zu erhalten. Fehlen sie, kann der Chirurg manches aus der Untersuchung und der Bildgebung ableiten, die Planung wird aber ungenauer.
Bei jedem Implantatwechsel stellt sich die Frage, wie mit der Bindegewebskapsel um das alte Implantat umgegangen wird. Die Entscheidung hängt vom Zustand der Kapsel, vom Grund für den Wechsel, von der Lage des Implantats und von der Anatomie ab.
Eine dünne, weiche Kapsel ohne Auffälligkeiten kann bei einem einfachen Wechsel belassen werden, etwa bei einem Grössenwechsel ohne Kapselfibrose. Manchmal wird die Kapsel eingeschnitten, um die Tasche zu erweitern, oder teilweise vernäht, um sie zu verkleinern.
Bei einer teilweisen Kapselentfernung wird ein Teil der Kapsel entfernt, etwa die verdickten Anteile oder der vordere Anteil. Das kann bei einer leichten bis mittleren Kapselfibrose oder zur Anpassung der Tasche sinnvoll sein.
Bei einer vollständigen Kapselentfernung, der totalen Kapsulektomie, wird die gesamte Kapsel entfernt. Sie ist bei ausgeprägter Kapselfibrose, bei ausgetretenem Gel, bei Verkalkungen der Kapsel und bei Verdacht auf Erkrankungen der Kapsel üblich. Bei der Entfernung in einem Stück, en bloc genannt, werden Implantat und Kapsel gemeinsam entfernt, ohne die Kapsel zu eröffnen. Dieses Vorgehen wird bei bestimmten Befunden, etwa bei gesichertem BIA-ALCL, empfohlen, ist technisch anspruchsvoll und nicht in jeder Situation möglich oder nötig, etwa wenn die Kapsel sehr dünn ist oder eng mit den Rippen verwachsen ist.
| Vorgehen | Typische Situation | Vorteile | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Kapsel belassen | Weiche, unauffällige Kapsel, Grössenwechsel | Kürzere Operation, weniger Blutverlust | Nur bei unauffälliger Kapsel |
| Teilweise Entfernung | Leichte bis mittlere Kapselfibrose | Anpassung der Tasche möglich | Reste der Kapsel bleiben |
| Vollständige Entfernung | Ausgeprägte Kapselfibrose, Ruptur mit Gelaustritt | Entfernung aller veränderten Anteile | Längere Operation, mehr Blutverlust |
| En-bloc-Entfernung | Bestimmte Befunde wie BIA-ALCL | Kapsel bleibt geschlossen | Technisch anspruchsvoll, nicht immer möglich |
Die entfernte Kapsel und gegebenenfalls Flüssigkeit sollten feingeweblich untersucht werden, besonders bei texturierten Implantaten oder auffälligen Befunden. Fragen Sie, wie die Klinik dies handhabt und wie Sie den Befund erhalten.
Bei einem einfachen Austausch wird das alte Implantat entfernt und durch ein neues ersetzt, meist über den bisherigen Zugang, damit keine neue Narbe entsteht. Das neue Implantat kann gleich gross oder anders dimensioniert sein. Es wird oft ein Implantat mit moderner Oberfläche gewählt, bei stark texturierten alten Implantaten häufig ein glattes oder mikrotexturiertes.
Bei Kapselfibrose, sichtbaren Rändern oder Wellenbildung wird das neue Implantat oft in eine andere Ebene gelegt, etwa von vor den Muskel hinter den Muskel oder in eine Dual-Plane-Lage. Umgekehrt kann bei störenden Bewegungen des Implantats beim Anspannen des Muskels eine Lage vor dem Muskel oder unter der Muskelhaut gewählt werden. Eine neue Tasche kann das Risiko einer erneuten Kapselfibrose verringern.
Wenn Implantate nach unten oder zur Seite gerutscht sind oder sich in der Mitte zu nahe kommen, wird die Tasche mit inneren Nähten verkleinert oder neu geformt. In manchen Fällen werden zusätzliche Materialien zur Verstärkung des Gewebes eingesetzt, etwa spezielle Netze oder Gewebematrizen. Ob dies sinnvoll ist, hängt von der Situation und der Erfahrung des Chirurgen ab.
Wenn die Brust über dem Implantat abgesunken ist, reicht ein Austausch allein nicht aus. Dann wird der Wechsel mit einer Bruststraffung kombiniert, die die Brustwarze anhebt und überschüssige Haut entfernt. Je nach Gewebe und Durchblutung erfolgt dies in einer Operation oder in zwei Schritten.
Bei dünnem Gewebe, sichtbaren Rändern oder Wellenbildung kann Eigenfett über und neben dem Implantat eingebracht werden, um die Abdeckung zu verbessern. Mehr dazu auf der Seite zum Brustlipofilling.
Manche Frauen entscheiden sich, ihre Implantate ganz entfernen zu lassen, ohne neue einzusetzen. Das wird als Explantation bezeichnet. Nach Jahren mit Implantaten sind Haut und Gewebe jedoch gedehnt, und die Brust wirkt nach der Entfernung oft leer und abgesunken. Je nach Befund wird die Entfernung mit einer Straffung verbunden, gleichzeitig oder einige Monate später, und eventuell mit Eigenfett ergänzt, um einen Teil des Volumens zu ersetzen. Wie die Brust nach einer Entfernung aussehen wird, hängt vom eigenen Gewebe, der Hautqualität und der Grösse der bisherigen Implantate ab.
| Option | Typische Situation | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Einfacher Austausch | Defekt, Grössenwechsel ohne weitere Probleme | Oft über den bisherigen Zugang |
| Wechsel der Lage | Kapselfibrose, sichtbare Ränder, Bewegungen | Neue Tasche kann Risiko senken |
| Korrektur der Tasche | Verrutschte Implantate | Innere Nähte, eventuell Verstärkungsmaterial |
| Wechsel mit Straffung | Abgesunkene Brust über dem Implantat | Einzeitig oder zweizeitig |
| Polsterung mit Eigenfett | Dünnes Gewebe, Wellenbildung | Verbessert die Abdeckung |
| Entfernung ohne Ersatz | Wunsch ohne Implantate | Oft mit Straffung und Eigenfett |
Frauen, die ihre ersten Implantate in jungen Jahren erhalten haben, stehen oft zehn bis zwanzig Jahre später vor der Frage eines Wechsels. In der Zwischenzeit haben sich häufig Körper und Lebensumstände verändert: Schwangerschaften, Stillzeiten, Gewichtsschwankungen und die natürliche Alterung haben die Brust beeinflusst. Ein Wechsel in dieser Lebensphase ist deshalb selten ein einfacher Austausch, sondern oft eine Neuplanung, die Straffung, Grössenwechsel oder Lagewechsel einschliesst.
Nach den Wechseljahren verändert sich das Brustgewebe weiter, die Haut wird dünner und weniger elastisch, und das Implantat kann deutlicher spürbar werden. Manche Frauen entscheiden sich in dieser Phase für kleinere Implantate oder für eine Entfernung, weil sie ihren Körper anders wahrnehmen oder weitere Operationen im höheren Alter vermeiden möchten. Andere möchten das gewohnte Volumen erhalten. Beide Wege sind möglich, wenn die Gesundheit gut ist und die Vorsorgeuntersuchungen unauffällig sind.
Ein Implantatwechsel lässt sich mit anderen Eingriffen verbinden, sofern der Gesamtumfang sicher bleibt. Häufig ist die Kombination mit einer Straffung, wenn die Brust über dem Implantat abgesunken ist. Bei dünnem Gewebe kann Eigenfett aus Bauch oder Oberschenkeln gewonnen und zur Polsterung verwendet werden. Nach Schwangerschaften wird der Wechsel manchmal mit einer Bauchdeckenstraffung zu einem Mommy Makeover verbunden. Jede Kombination verlängert die Operation, erhöht das Thromboserisiko und verlängert die Erholung, weshalb der Chirurg sorgfältig abwägt, was in einer Sitzung sinnvoll ist.
Damit der Chirurg Ihre Situation schon vor der Reise gut einschätzen kann, hilft ein vollständiges Dossier. Dazu gehören der Implantatausweis oder andere Angaben zu Hersteller, Modell, Oberfläche und Grösse der bisherigen Implantate, die Operationsberichte früherer Eingriffe mit Angaben zu Lage und Zugang, die Befunde einer aktuellen Bildgebung, idealerweise einer Magnetresonanztomografie oder eines Ultraschalls, Fotos der Brust aus mehreren Blickwinkeln, auch mit angespanntem Brustmuskel, eine Beschreibung Ihrer Beschwerden und Wünsche, Angaben zu Vorerkrankungen und Medikamenten sowie gegebenenfalls Befunde einer Punktion bei einer späten Schwellung. Je vollständiger Ihr Dossier, desto genauer kann die Vorabbeurteilung ausfallen und desto besser lassen sich Operation und Aufenthalt planen.
Ihr Hausarzt oder Gynäkologe ist bei einem Implantatwechsel ein wichtiger Partner. Er kann die Bildgebung veranlassen, eine späte Schwellung abklären, Ihre Beschwerden dokumentieren und bei Bedarf eine Stellungnahme für die Krankenkasse verfassen, wenn es um die Übernahme einer Komplikationsbehandlung geht. Nach der Rückkehr übernimmt er die Kontrollen vor Ort und ist Ihr erster Ansprechpartner bei Fragen. Informieren Sie ihn deshalb frühzeitig über Ihre Pläne und bringen Sie ihm nach der Rückkehr den Operationsbericht, den neuen Implantatausweis und den Befund der Kapseluntersuchung.
In der Konsultation werden Ihre Beschwerden, Ihre Wünsche, die bisherigen Implantate und Operationen, Ihr Gesundheitszustand und Ihre Medikamente besprochen. Der Chirurg untersucht die Brust, beurteilt die Bildgebung und erklärt, welches Vorgehen er für die Kapsel, die Tasche und die neue Form empfiehlt. Wenn neue Implantate eingesetzt werden, erfolgt die Auswahl mit Probeimplantaten. Sie erhalten Informationen zu Hersteller, Modell, Oberfläche und Grösse der neuen Implantate. Blutuntersuchungen und das Narkosegespräch ergänzen die Vorbereitung.
Der Implantatwechsel erfolgt in Vollnarkose und dauert je nach Umfang etwa eineinhalb bis vier Stunden. Ein einfacher Austausch ist kürzer, eine vollständige Kapselentfernung mit Lagewechsel und Straffung deutlich länger. Der Zugang erfolgt meist über die bisherige Narbe, häufig in der Unterbrustfalte. Bei einer vollständigen Kapselentfernung kann ein etwas längerer Schnitt nötig sein. Nach der Entfernung der alten Implantate und der Behandlung der Kapsel wird die Tasche gespült, die Blutstillung sorgfältig kontrolliert und das neue Implantat mit möglichst geringer Berührung eingesetzt. Häufig werden für ein bis zwei Tage Drainagen eingelegt, besonders nach einer Kapselentfernung.
Die meisten Patientinnen bleiben eine bis zwei Nächte in der Klinik. Die Schmerzen hängen vom Umfang ab und sind meist gut mit Medikamenten zu behandeln. Nach einer Kapselentfernung oder einem Lagewechsel hinter den Muskel ist das Spannungsgefühl ausgeprägter. Ein Stütz-BH wird für mehrere Wochen getragen. In den folgenden Tagen im Hotel finden Kontrollen statt, und nach etwa sechs bis acht Tagen ist die Rückreise meist möglich.
| Zeitraum | Was Sie erwarten können | Empfehlungen |
|---|---|---|
| Tag 1 bis 3 | Spannungsgefühl, Schwellung, eventuell Drainagen | Schmerzmittel, Stütz-BH, frühes Gehen |
| Woche 1 | Blutergüsse, empfindliche Narbe | Nicht schwer heben, auf dem Rücken schlafen |
| Woche 2 bis 4 | Schwellung nimmt ab | Leichte Tätigkeiten, Büroarbeit oft möglich |
| Woche 4 bis 6 | Form wird natürlicher | Sport schrittweise nach Freigabe |
| Monat 3 bis 6 | Weitgehend endgültige Form | Narbenpflege, Sonnenschutz |
| Monat 12 | Kontrolle | Neuen Implantatausweis aufbewahren |
Ein Implantatwechsel ist oft anspruchsvoller als die erste Operation, weil Gewebe, Kapsel und Tasche verändert sind und das Gewebe durch die bisherigen Implantate dünner sein kann. Die Risiken umfassen:
Wenden Sie sich sofort an die Klinik oder einen Arzt bei einer rasch zunehmenden, einseitigen Schwellung, bei Fieber, Rötung und Überwärmung, bei starken Schmerzen, bei Atemnot oder Brustschmerzen, bei Wundöffnungen mit Absonderung und bei einer einseitigen schmerzhaften Beinschwellung. Eine späte Schwellung der Brust Monate oder Jahre nach dem Wechsel sollte ebenfalls abgeklärt werden. In der Schweiz wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, eine Notfallstation oder in lebensbedrohlichen Situationen an die Sanitätsnotrufnummer 144.
Nach einem gelungenen Wechsel ist die Brust meist wieder weich, symmetrischer und in der gewünschten Form. Die neuen Implantate unterliegen denselben Überlegungen wie die ersten: Sie sind keine lebenslangen Produkte, und weitere Folgeoperationen im Laufe des Lebens sind möglich. Regelmässige Kontrollen bleiben sinnvoll. Bewahren Sie den neuen Implantatausweis zusammen mit allen früheren Unterlagen auf.
Nach einer Entfernung ohne Ersatz hängt das Ergebnis stark vom eigenen Gewebe ab. Bei ausreichend eigenem Brustgewebe und guter Haut kann die Brust nach der Rückbildung der Schwellung und eventuell einer Straffung eine natürliche, kleinere Form haben. Bei wenig eigenem Gewebe wirkt sie oft flach, was mit Eigenfett teilweise ausgeglichen werden kann. Viele Frauen, die sich bewusst für ein Leben ohne Implantate entschieden haben, sind mit diesem Ergebnis zufrieden, auch wenn die Brust kleiner ist als vorher.
Bei der Wahl der neuen Implantate gelten dieselben Überlegungen wie bei der ersten Vergrösserung, ergänzt durch die Erfahrungen mit den bisherigen Implantaten. Wenn Sie mit Volumen und Form zufrieden waren, kann ein ähnliches Implantat mit moderner Oberfläche gewählt werden. Wenn Sie sich eine andere Grösse wünschen, wird das Gewebe neu vermessen. Bei dünnem Gewebe wird oft ein etwas kleineres oder schmaleres Implantat empfohlen, eventuell in einer Lage mit mehr Abdeckung. Bei wiederholter Kapselfibrose kann ein Implantat mit anderer Oberfläche oder eine neue Tasche sinnvoll sein. Probeimplantate helfen auch beim Wechsel, eine Vorstellung vom Ergebnis zu gewinnen. Hersteller und Modell der neuen Implantate bestätigen wir Ihnen in der Offerte, und alle Angaben stehen später in Ihrem neuen Implantatausweis.
Am Morgen der Operation erscheinen Sie nüchtern in der Klinik. Nach der Aufnahme folgt das Gespräch mit dem Anästhesisten. Der Chirurg nimmt im Stehen die Anzeichnung vor, markiert die Position der neuen Implantate, eine allfällige neue Unterbrustfalte und bei einer Straffung die Schnittlinien. Er bespricht mit Ihnen noch einmal das Vorgehen für die Kapsel und die gewählten Implantate. Nach der Operation erwachen Sie im Aufwachraum, wo Kreislauf, Schmerzen und Drainagen überwacht werden. Am Abend dürfen Sie meist aufstehen und einige Schritte gehen, was zur Vorbeugung von Thrombosen wichtig ist.
Nach einem Implantatwechsel gelten dieselben Empfehlungen wie nach der ersten Operation. Ein stabiles Gewicht erhält die Form, weil Gewichtsschwankungen das Gewebe um das Implantat verändern. Ein gut sitzender BH, besonders beim Sport, entlastet Haut und Gewebe. Der Verzicht auf Rauchen senkt das Risiko für Wundheilungsstörungen und möglicherweise für eine erneute Kapselfibrose. Regelmässige Kontrollen und das Beobachten der eigenen Brust helfen, Veränderungen früh zu erkennen. Bewahren Sie den neuen Implantatausweis und alle Unterlagen sorgfältig auf, damit auch spätere Behandlungen gut geplant werden können.
Brustimplantate erhöhen nach heutigem Kenntnisstand das Risiko für die häufigen Formen von Brustkrebs nicht, können aber die Untersuchung der Brust beeinflussen. Informieren Sie bei jeder Vorsorgeuntersuchung über Ihre Implantate und bringen Sie den Implantatausweis mit. Bei der Mammografie werden spezielle Aufnahmetechniken verwendet, und Ultraschall oder Magnetresonanztomografie ergänzen die Untersuchung. Nach einer Kapselentfernung können Narben oder kleine Verkalkungen in der Bildgebung sichtbar sein, was erfahrene Radiologen in der Regel gut einordnen können.
Ein Implantatwechsel kann Beschwerden wie eine Kapselfibrose beheben, einen Defekt beseitigen, die Form verbessern oder den Übergang zu einem Leben ohne Implantate ermöglichen. Er ist oft anspruchsvoller als die erste Operation, erfordert eine gründliche Diagnose mit Bildgebung und eine sorgfältige Planung für Kapsel, Tasche und Form. Auch neue Implantate sind keine lebenslangen Produkte. Wer diese Punkte kennt, die alten Unterlagen bereithält und einen erfahrenen Chirurgen wählt, hat die besten Voraussetzungen für ein gutes Ergebnis.
Ein Implantatwechsel ist für viele Frauen mit gemischten Gefühlen verbunden. Manche sind erleichtert, endlich eine verhärtete oder schmerzende Brust behandeln zu lassen. Andere sind verunsichert, weil sie nicht wissen, wie ihre Brust nach dem Eingriff aussehen wird, besonders wenn sie eine Entfernung ohne Ersatz erwägen. Es hilft, die eigenen Erwartungen offen zu formulieren und mit dem Chirurgen zu besprechen, was realistisch erreichbar ist. Ein Wechsel kann die Form und das Gefühl der Brust oft deutlich verbessern, doch die Brust verändert sich mit den Jahren weiter, und ein perfektes, dauerhaft unverändertes Ergebnis gibt es nicht. Wer mit dieser Haltung in den Eingriff geht, ist mit dem Ergebnis meist zufriedener.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine Frau hat seit fünfzehn Jahren Implantate vor dem Muskel. Die rechte Brust ist in den letzten Monaten hart geworden, sitzt höher und schmerzt. Die Untersuchung zeigt eine ausgeprägte Kapselfibrose. Empfohlen werden eine vollständige Kapselentfernung und ein Wechsel auf neue Implantate in einer Dual-Plane-Lage, um das Risiko einer erneuten Fibrose zu senken.
Bei einer Vorsorgeuntersuchung zeigt ein Ultraschall Hinweise auf eine Ruptur. Die anschliessende Magnetresonanztomografie bestätigt eine intrakapsuläre Ruptur ohne Gelaustritt ins Gewebe. Die Frau hat keine Beschwerden. Empfohlen wird ein Wechsel mit Entfernung der Kapsel auf der betroffenen Seite, weil das Gel mit der Zeit austreten könnte.
Eine Frau Ende vierzig empfindet ihre grossen Implantate als nicht mehr passend zu ihrem Lebensstil und hat Rückenbeschwerden. Sie wünscht sich kleinere Implantate. Weil die Haut durch die bisherigen Implantate gedehnt ist, wird der Wechsel mit einer Straffung kombiniert, damit die Brust nach dem Wechsel nicht leer und abgesunken wirkt.
Eine Frau möchte nach Jahren ohne Beschwerden ihre Implantate entfernen lassen, weil sie ohne Fremdmaterial leben möchte. Sie hat eigenes Brustgewebe von mittlerer Menge. Die Entfernung wird mit Kapselentfernung und einer Straffung geplant. Eigenfett kann später ergänzt werden, falls sie sich mehr Volumen wünscht.
In der Beratung werden der Grund für den Wechsel, Ihre Wünsche zur neuen Form, die bisherigen Implantate, Ihr Gesundheitszustand und frühere Operationen besprochen. Der Chirurg beurteilt die Bildgebung und die Untersuchung und erklärt, welches Vorgehen er für die Kapsel, die Lage und die Form empfiehlt. Er bespricht, ob neue Implantate, eine Straffung, Eigenfett oder eine Entfernung ohne Ersatz sinnvoll sind, und erläutert offen die Risiken, einschliesslich der Möglichkeit einer erneuten Kapselfibrose. Eine gute Beratung zeigt auch die Grenzen auf, etwa wenn dünnes Gewebe die Möglichkeiten einschränkt oder eine Kapselentfernung aus anatomischen Gründen nur teilweise möglich ist.
Lassen Sie vor der Reise die empfohlene Bildgebung durchführen, idealerweise eine Magnetresonanztomografie oder einen Ultraschall, und bringen Sie Bilder und Befunde mit. Suchen Sie Ihren Implantatausweis und die Operationsberichte früherer Eingriffe. Stellen Sie das Rauchen mindestens vier bis sechs Wochen vorher ein. Besprechen Sie Medikamente, besonders blutverdünnende, mit Ihrem Arzt. Planen Sie die ersten zwei Wochen nach der Rückkehr so, dass Sie nicht schwer heben müssen.
Nach der Rückkehr vereinbaren Sie einen Kontrolltermin bei Ihrem Hausarzt oder Gynäkologen und nehmen den Operationsbericht, den neuen Implantatausweis und, sobald vorliegend, den Befund der Kapseluntersuchung mit. Tragen Sie den Stütz-BH wie empfohlen, schonen Sie die Arme und halten Sie die Narbe sauber. Melden Sie Warnzeichen sofort. Langfristig sind regelmässige Kontrollen der Brust und der neuen Implantate sinnvoll.
Eine feste Frist gibt es nicht. Ein Wechsel erfolgt bei einem Grund, etwa Kapselfibrose, Defekt oder Formveränderung.
Eine Ruptur moderner Gelimplantate ist meist kein Notfall, sollte aber abgeklärt und in der Regel geplant behandelt werden.
Haut und Gewebe sind durch die Implantate gedehnt. Die Brust wirkt oft leerer und kann eine Straffung benötigen.
Ein Wechsel ist oft anspruchsvoller, weil Kapsel, Tasche und Gewebe verändert sind.
Das hängt vom Befund ab. Eine unauffällige, weiche Kapsel kann bei einem einfachen Wechsel oft belassen werden.
Viele Frauen stehen beim Wechsel vor einer grundsätzlichen Frage: Möchte ich weiterhin Implantate haben, oder möchte ich ohne sie leben? Beide Entscheidungen sind legitim. Für neue Implantate spricht, wenn Sie mit dem Volumen und der Form Ihrer Brust mit Implantaten zufrieden waren und das Ergebnis erhalten möchten. Dagegen spricht, wenn Sie wiederholt Probleme wie Kapselfibrosen hatten, sich weitere Folgeoperationen ersparen möchten, Beschwerden mit den Implantaten in Verbindung bringen oder sich Ihre Einstellung zum eigenen Körper verändert hat.
Wer sich gegen neue Implantate entscheidet, sollte realistisch einschätzen, wie die Brust ohne sie aussehen wird. Das hängt vor allem vom eigenen Brustgewebe ab. Frauen mit ausreichend eigenem Gewebe erreichen nach einer Entfernung und eventuell einer Straffung oft eine natürliche, kleinere Brust. Frauen mit wenig eigenem Gewebe erleben häufiger eine flache, leere Brust, die mit Eigenfett teilweise aufgefüllt werden kann. Ein ehrliches Gespräch mit dem Chirurgen, Fotos von Ergebnissen bei ähnlichem Ausgangsbefund und ausreichend Bedenkzeit helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Frauen, die nach einer Brustkrebserkrankung eine Rekonstruktion mit Implantaten erhalten haben, benötigen im Laufe der Zeit ebenfalls manchmal einen Wechsel, etwa wegen einer Kapselfibrose, die nach einer Bestrahlung häufiger auftritt, oder wegen einer Formveränderung. Diese Situation unterscheidet sich von einem Wechsel nach einer ästhetischen Vergrösserung, weil das Gewebe durch Operation und Bestrahlung verändert ist und die onkologische Nachsorge berücksichtigt werden muss. In der Schweiz kann die Grundversicherung einen Wechsel im Rahmen der Rekonstruktion nach Kostengutsprache übernehmen. Deshalb ist eine Behandlung in der Schweiz in Abstimmung mit dem onkologischen Team in diesen Fällen in der Regel der richtige Weg.
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, Implantate müssten nach einer festen Zahl von Jahren gewechselt werden. Ein anderes ist die Erwartung, dass nach der Entfernung der Implantate die Brust wieder genauso aussieht wie vor der ersten Operation. Tatsächlich sind Haut und Gewebe durch die Implantate gedehnt und oft dünner geworden. Ein drittes Missverständnis betrifft die Kapsel: Manche Frauen gehen davon aus, dass sie immer vollständig entfernt werden muss, andere wissen nicht, dass sie überhaupt existiert. Die richtige Behandlung der Kapsel hängt vom Befund ab und sollte im Einzelfall entschieden werden. Eine gute Beratung klärt diese Punkte, damit Sie mit realistischen Erwartungen in den Eingriff gehen.
Unser Team begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Nachsorge. Wir helfen Ihnen, Unterlagen früherer Eingriffe zu beschaffen, erinnern Sie an die empfohlene Bildgebung vor der Reise, leiten Fotos und Befunde an den Chirurgen weiter, erstellen eine transparente Offerte mit Angaben zu neuen Implantaten und zur Kapseluntersuchung, koordinieren den Aufenthalt und bleiben nach der Rückkehr erreichbar. Wenn eine späte Schwellung oder ein auffälliger Befund zuerst in der Schweiz abgeklärt werden sollte, sagen wir Ihnen das offen.
Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Welche Beschwerden oder Veränderungen haben Sie bemerkt, und seit wann? Wie alt sind Ihre Implantate, und welcher Typ wurde verwendet? Liegt eine aktuelle Bildgebung vor? Möchten Sie weiterhin Implantate, und wenn ja, in welcher Grösse? Ist Ihre Brust über dem Implantat abgesunken? Wie wichtig ist es Ihnen, weitere Folgeoperationen zu vermeiden? Hatten Sie früher bereits Kapselfibrosen oder andere Komplikationen? Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, können Sie in der Beratung gezielt nachfragen und gemeinsam mit dem Chirurgen den für Sie richtigen Weg wählen, sei es ein einfacher Austausch, ein Wechsel mit Straffung oder eine Entfernung ohne Ersatz.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten | Höheres Kostenniveau | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Voruntersuchungen | Am Wohnort | Bildgebung idealerweise vor der Reise in der Schweiz |
| Aufenthalt | Keine Reise | Etwa sechs bis acht Tage |
| Nachkontrollen | Am Wohnort | Kontrollen vor Ort, danach Hausarzt und Fernbetreuung |
| Versicherung | Einzelfallabhängig bei Komplikationen | Grundsätzlich keine Vergütung durch die Grundversicherung |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken und Chirurgen in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu Qualifikationen und Zulassungen der Ärzte sowie zu den verwendeten Implantaten stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung. Ob die entfernte Kapsel feingeweblich untersucht wird und wie Sie den Befund erhalten, bestätigen wir in der Offerte. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Chirurgen und der Klinik.
Die Kosten hängen vom Umfang, der Behandlung der Kapsel, neuen Implantaten, einer Kombination mit Straffung oder Eigenfett, der Klinik und der Aufenthaltsdauer ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Eingriff in einer Privatklinik, ohne Reise |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Pauschale inklusive Aufenthalt, je nach Offerte |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte.
Ein Implantatwechsel aus ästhetischen Gründen, etwa für eine andere Grösse, ist keine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. Bei Komplikationen wie einer ausgeprägten Kapselfibrose mit Schmerzen, einer Ruptur, einer Infektion oder einem Verdacht auf BIA-ALCL stellt sich die Frage, ob die Grundversicherung die medizinisch nötige Behandlung übernimmt. Das hängt vom Einzelfall und von der Beurteilung der Krankenkasse ab. Häufig wird die Entfernung eines defekten Implantats und die Behandlung der Komplikation anders beurteilt als das Einsetzen neuer Implantate aus ästhetischen Gründen. Klären Sie dies vor einer Behandlung mit Ihrer Krankenkasse, idealerweise mit einem Bericht Ihres Arztes. Nach einer Brustrekonstruktion wegen Brustkrebs kann ein Implantatwechsel in der Schweiz nach Kostengutsprache übernommen werden.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung grundsätzlich nicht vergütet. Das KVG folgt dem Territorialitätsprinzip. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt.
Weitere praktische Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Aufenthalt in Tunesien.
| Tag | Programm | Hinweise |
|---|---|---|
| Tag 1 | Ankunft, Empfang, Transfer | Bildgebung, Implantatausweis und Berichte mitbringen |
| Tag 2 | Konsultation, Voruntersuchungen, Implantatwahl | Vorgehen für Kapsel und Form besprechen |
| Tag 3 | Operation | Eine bis zwei Nächte in der Klinik |
| Tag 4 bis 7 | Erholung im Hotel, Kontrollen | Stütz-BH, Arme schonen |
| Tag 8 | Abschlusskontrolle, Rückreise | Operationsbericht und neuen Implantatausweis mitnehmen |
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Jeder Eingriff erfordert eine individuelle Indikation durch einen qualifizierten Facharzt.
Eine späte Schwellung der Brust sollte vor einem Wechsel in der Schweiz abgeklärt werden. Implantate sind keine lebenslangen Produkte, und weitere Folgeoperationen sind möglich. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Ob die Grundversicherung nach KVG die Behandlung einer Komplikation übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. Geplante Behandlungen im Ausland werden grundsätzlich nicht vergütet.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Ein Eingriff, bei dem vorhandene Brustimplantate entfernt und durch neue ersetzt werden, oft mit Behandlung der Kapsel, Korrektur der Tasche oder einer Straffung. Manche Frauen lassen die Implantate auch ohne Ersatz entfernen.
Nein, eine feste Austauschfrist gibt es nicht. Implantate werden gewechselt, wenn ein Grund vorliegt, etwa eine Kapselfibrose, ein Defekt oder eine störende Formveränderung. Die Wahrscheinlichkeit einer Folgeoperation steigt aber mit den Jahren.
Kapselfibrose, Ruptur, Verrutschen oder Absinken der Brust über dem Implantat, Wellenbildung, der Wunsch nach einer anderen Grösse, Rückrufe oder Sorgen um den Implantattyp und Beschwerden, die den Implantaten zugeschrieben werden.
Die Entfernung von Brustimplantaten ohne Ersatz. Sie wird oft mit einer Kapselentfernung und einer Straffung verbunden, weil die Brust danach leer und abgesunken wirken kann.
Oft ja, weil Kapsel, Tasche und Gewebe durch die bisherigen Implantate verändert sind. Die Planung muss diese Veränderungen berücksichtigen.
An einer zunehmenden Verhärtung, Formveränderung, Schmerzen, einer späten Schwellung, einer sichtbaren Wellenbildung oder einem Hinweis in der Bildgebung. Viele Rupturen verursachen jedoch keine Beschwerden.
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Frauen brauchen nie einen Wechsel, andere einen oder mehrere. Implantate sind keine lebenslangen Produkte, und die Wahrscheinlichkeit einer Folgeoperation steigt mit den Jahren.
Die Brust wird fester, das Implantat kann höher sitzen oder sich verformen, und in fortgeschrittenen Stadien treten Schmerzen auf. Oft ist nur eine Seite betroffen.
Nein, leichte Formen ohne Beschwerden und Formveränderung werden oft nur beobachtet. Bei ausgeprägter Verhärtung, Schmerzen oder Verformung wird meist operiert.
Eine neue Tasche, etwa hinter dem Muskel oder in Dual-Plane-Lage, kann das Risiko einer erneuten Kapselfibrose verringern und die Abdeckung verbessern.
Ja, eine erneute Kapselfibrose ist möglich. Die vollständige Kapselentfernung, eine neue Tasche, sorgfältige Hygiene und moderne Implantate sollen das Risiko senken, ausschliessen lässt es sich nicht.
Verschiedene Medikamente wurden untersucht, ihre Wirkung ist aber begrenzt und nicht gesichert. Bei ausgeprägter Kapselfibrose ist die Operation die wirksamste Behandlung.
Die Kapselbildung ist ein individueller Vorgang, der von Faktoren wie Blutungen, Keimbesiedelung oder Lage abhängt. Diese können sich zwischen beiden Seiten unterscheiden.
Oft gar nicht, weil moderne Gelimplantate bei einem Riss meist zusammenhalten. Manchmal verändert sich Form oder Konsistenz, oder es treten Knoten auf. Die zuverlässigste Untersuchung ist die Magnetresonanztomografie.
Ein Riss, bei dem Gel ausserhalb der Kapsel ins Gewebe austritt. Das kann Knoten und Entzündungen verursachen und erfordert meist eine Entfernung des Gels und der Kapsel.
Meist ist es kein Notfall, sollte aber abgeklärt und in der Regel geplant ausgetauscht oder entfernt werden, bevor mehr Gel austritt.
Neben der klinischen Untersuchung die Magnetresonanztomografie bei Silikonimplantaten, ergänzt durch einen Ultraschall. Bei einer späten Schwellung zusätzlich eine Punktion und Untersuchung der Flüssigkeit.
Ein Ultraschall kann Hinweise auf eine Ruptur geben und ist gut verfügbar, ist aber weniger zuverlässig als die Magnetresonanztomografie.
Weil sie auf eine Flüssigkeitsansammlung hinweisen kann, die untersucht werden sollte, um das seltene BIA-ALCL auszuschliessen. Das Ergebnis bestimmt das weitere Vorgehen.
Die Entfernung der Bindegewebskapsel um ein Implantat. Sie kann teilweise oder vollständig erfolgen und wird bei Kapselfibrose, Ruptur mit Gelaustritt oder auffälligen Befunden durchgeführt.
Die Entfernung von Implantat und Kapsel in einem Stück, ohne die Kapsel zu eröffnen. Sie wird bei bestimmten Befunden wie BIA-ALCL empfohlen und ist technisch anspruchsvoll.
Nein, eine weiche, unauffällige Kapsel kann bei einem einfachen Wechsel oft belassen oder nur angepasst werden. Die Entscheidung hängt vom Befund ab.
Wenn die Kapsel sehr dünn ist oder eng mit den Rippen verwachsen ist, kann die vollständige Entfernung das Risiko von Verletzungen der Brustwand erhöhen. Dann wird abgewogen, wie viel entfernt wird.
Sie sollte feingeweblich untersucht werden, besonders bei texturierten Implantaten oder auffälligen Befunden. Fragen Sie vor dem Eingriff, wie die Klinik dies handhabt.
Bei sehr alten Implantaten kann die Kapsel verkalken und hart werden. Verkalkte Kapseln werden in der Regel entfernt, weil sie Beschwerden verursachen und die Beurteilung der Brust erschweren können.
Ja, ein Wechsel auf grössere oder kleinere Implantate ist möglich. Das Gewebe ist durch die bisherigen Implantate verändert, was bei der Planung berücksichtigt wird.
Die gedehnte Haut kann nach dem Wechsel zu weit sein, sodass die Brust leer und abgesunken wirkt. Häufig wird der Wechsel deshalb mit einer Straffung kombiniert.
Ja, etwa von vor den Muskel hinter den Muskel oder umgekehrt. Ein Lagewechsel kann Kapselfibrose, sichtbare Ränder oder störende Bewegungen verbessern.
Eine Form, bei der die Brust über dem Implantat absinkt oder das Implantat unter die Brust rutscht, sodass zwei Rundungen sichtbar werden. Sie wird durch eine Straffung oder Korrektur der Tasche behandelt.
Die Tasche wird mit inneren Nähten verkleinert oder neu geformt, manchmal mit einer neuen Lage des Implantats und in ausgewählten Fällen mit Materialien zur Verstärkung des Gewebes.
Ja, Eigenfett kann über und neben dem neuen Implantat eingebracht werden, um dünnes Gewebe zu polstern und Wellenbildung oder sichtbare Ränder zu verbessern.
Implantate zugelassener Hersteller, oft mit glatter oder mikrotexturierter Oberfläche. Hersteller und Modell bestätigen wir in der Offerte und in Ihrem neuen Implantatausweis.
Das hängt vom eigenen Gewebe, der Hautqualität und der Grösse der Implantate ab. Häufig wirkt die Brust leer und abgesunken. Mit Straffung und Eigenfett lässt sich die Form oft deutlich verbessern.
Ja, ein erneutes Einsetzen ist später möglich. Das Gewebe wird dann erneut beurteilt, und die Planung berücksichtigt die veränderte Anatomie.
Manche Frauen berichten nach der Entfernung über eine Besserung allgemeiner Beschwerden, andere nicht. Ein ursächlicher Zusammenhang mit den Implantaten ist wissenschaftlich nicht belegt.
Eigenfett kann einen Teil des Volumens ersetzen, meist aber nicht das volle Volumen früherer Implantate. Oft sind mehrere Sitzungen nötig.
Etwa wegen wiederkehrender Kapselfibrose, Sorgen um die Sicherheit, allgemeiner Beschwerden, einer veränderten Lebenseinstellung oder dem Wunsch, weitere Folgeoperationen zu vermeiden.
Je nach Umfang etwa eineinhalb bis vier Stunden. Ein einfacher Austausch ist kürzer, eine vollständige Kapselentfernung mit Lagewechsel und Straffung dauert länger.
Meist ja, um keine neue Narbe zu schaffen. Bei einer vollständigen Kapselentfernung kann der Schnitt etwas verlängert werden.
Häufig ja, besonders nach einer Kapselentfernung, weil dabei eine grosse Wundfläche entsteht. Sie werden meist nach ein bis zwei Tagen entfernt.
Das hängt vom Umfang ab. Ein einfacher Austausch ist oft schneller überstanden, eine Kapselentfernung mit Lagewechsel hinter den Muskel kann anstrengender sein.
Bei Bürotätigkeit oft nach ein bis zwei Wochen, bei körperlicher Arbeit nach drei bis vier Wochen, je nach Umfang des Eingriffs.
Meist etwa vier bis sechs Wochen, oft tag und nachts, besonders nach einer Korrektur der Tasche.
Nachblutung, Serom, Infektion, erneute Kapselfibrose, Formprobleme, Wundheilungsstörungen, veränderte Empfindung, selten Verletzungen der Brustwand bei Kapselentfernung sowie allgemeine Operationsrisiken.
Nach einer Kapselentfernung entsteht eine grosse Wundfläche, die Flüssigkeit absondern kann. Drainagen und Kompression beugen vor, grössere Serome werden punktiert.
Ja, besonders nach grossen Implantaten und mehreren Operationen kann das Gewebe dünn werden. Dann werden kleinere Implantate, eine andere Lage, Eigenfett oder eine Entfernung ohne Ersatz erwogen.
Auch neue Implantate können Kapselfibrose, Verrutschen oder Defekte entwickeln. Die Risiken sind nach einem Wechsel oft etwas höher als nach der ersten Operation.
Sehr selten, wenn die Kapsel eng mit der Brustwand verwachsen ist, kann ein Lufteintritt in den Brustkorb entstehen. Erfahrene Chirurgen erkennen und behandeln dies während der Operation.
Fragen Sie in der Klinik der ersten Operation nach dem Operationsbericht und den Implantatangaben. Fehlen diese, kann der Chirurg manches aus Untersuchung und Bildgebung ableiten, die Planung wird aber ungenauer.
Hersteller, Modell, Oberfläche, Grösse und Lage helfen, das Vorgehen zu planen, Risiken wie BIA-ALCL einzuschätzen und die richtige Grösse der neuen Implantate zu wählen.
Ja, mit Angaben zu Hersteller, Modell, Oberfläche, Grösse und Seriennummer der neuen Implantate. Bewahren Sie ihn zusammen mit den alten Unterlagen auf.
Das ist je nach Klinik und Vorschriften unterschiedlich. Manche Kliniken geben die Implantate auf Wunsch aus, andere senden sie an den Hersteller oder entsorgen sie. Fragen Sie vorab.
Bei Defekten kann eine Meldung an den Hersteller und die zuständige Behörde sinnvoll sein, etwa im Rahmen von Garantieprogrammen oder zur Überwachung von Medizinprodukten.
Ein ästhetischer Wechsel wird nicht übernommen. Ob die Grundversicherung die Behandlung einer Komplikation wie einer Ruptur oder schmerzhaften Kapselfibrose übernimmt, hängt vom Einzelfall ab und sollte vorab geklärt werden.
Manche Hersteller bieten Garantie- oder Ersatzprogramme bei Rupturen oder Kapselfibrose an. Die Bedingungen unterscheiden sich stark und decken oft nicht alle Kosten. Prüfen Sie Ihre Unterlagen und fragen Sie beim Hersteller nach.
Nach einer Brustrekonstruktion wegen Brustkrebs kann ein Implantatwechsel in der Schweiz nach Kostengutsprache übernommen werden. Im Ausland wird er grundsätzlich nicht vergütet.
Vom Umfang, der Behandlung der Kapsel, neuen Implantaten, Kombinationen mit Straffung oder Eigenfett, der Klinik und dem Aufenthalt. Kostenvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich.
Fachgesellschaften empfehlen eine vorsorgliche Entfernung ohne Beschwerden in der Regel nicht. Die Entscheidung ist individuell und sollte mit einem Facharzt besprochen werden.
Prüfen Sie mit Ihrem Implantatausweis, ob Sie betroffen sind, und besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Empfehlungen der Behörden. Nicht jeder Rückruf bedeutet, dass Implantate entfernt werden müssen.
Frauen mit Implantaten dieses Herstellers wurde vielerorts eine Entfernung empfohlen, weil die Hüllen häufiger rissen. Wenn Sie betroffen sind, besprechen Sie einen Wechsel mit Ihrem Arzt.
Vor allem eine späte, oft einseitige Schwellung der Brust, ein neuer Knoten oder vergrösserte Lymphknoten in der Achsel. Diese Zeichen sollten zeitnah abgeklärt werden.
Schwellung und Spannung nehmen ab, die Implantate senken sich in ihre Position, und die Form wird weicher. Nach etwa drei bis sechs Monaten ist das Ergebnis weitgehend stabil.
Das hängt vor allem davon ab, ob bei der ersten Operation die Drüse beeinträchtigt wurde. Ein Wechsel über die Unterbrustfalte beeinflusst die Stillfähigkeit meist nicht zusätzlich.
Die Brustkrebsvorsorge richtet sich nach Ihrem Alter und Risiko. Informieren Sie immer über die Implantate, damit spezielle Aufnahmetechniken verwendet werden.
Meist etwa sechs bis acht Tage, einschliesslich Konsultation, Operation, ein bis zwei Nächten in der Klinik und Kontrollen vor der Rückreise.
Implantatausweis, Operationsberichte früherer Eingriffe, aktuelle Bildgebung mit Befund, Angaben zu Vorerkrankungen und Medikamenten sowie gegebenenfalls Befunde einer Punktion.
Ja, idealerweise. So fliessen die Befunde in die Planung ein, und bei auffälligen Ergebnissen kann die weitere Abklärung in der Schweiz erfolgen, bevor ein Eingriff im Ausland geplant wird.
Das ist möglich und kann Vorteile haben, weil die Unterlagen vorliegen. Sie können aber auch eine andere Klinik wählen, wenn Sie die bisherigen Unterlagen mitbringen.
Die entfernte Kapsel und Flüssigkeit werden untersucht, und der Befund wird Ihnen mitgeteilt. Die weitere Abklärung und Behandlung erfolgt in der Schweiz durch die zuständigen Fachärzte.
Ja, etwa bei einer einseitigen Kapselfibrose oder Ruptur. Viele Chirurgen empfehlen bei älteren Implantaten jedoch, beide gleichzeitig zu wechseln, um Symmetrie und spätere Operationen zu berücksichtigen.
Weil das zweite Implantat ähnlich alt ist und ein ähnliches Risiko für Defekte hat, und weil neue und alte Implantate sich in Form und Gefühl unterscheiden können.
Durch Ausmessen der Brust, Beurteilung des Gewebes und Probeimplantate. Das bisherige Volumen ist ein Anhaltspunkt, aber nicht immer die richtige Wahl für das veränderte Gewebe.
Ja, das ist ein häufiger Wechsel, weil Silikongelimplantate sich oft natürlicher anfühlen und weniger zu Wellenbildung neigen.
Es wird bei der Operation so weit wie möglich entfernt, meist zusammen mit der Kapsel. Gel, das weiter ins Gewebe gewandert ist, lässt sich nicht immer vollständig entfernen.
Knoten, die sich im Gewebe um ausgetretenes Silikongel bilden können, manchmal auch in Lymphknoten der Achsel. Sie sind meist harmlos, sollten aber abgeklärt werden.
Ein einfacher Austausch wird manchmal ambulant durchgeführt. Bei Kapselentfernung, Lagewechsel oder Straffung ist eine Überwachung von ein bis zwei Nächten üblich.
Rauchen erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen, Infektionen und erneute Kapselfibrose. Ein vollständiger Nikotinverzicht vor und nach der Operation ist dringend empfohlen.
Das ist möglich, sofern der Gesamtumfang sicher bleibt. Die Operation wird länger, und die Erholung anspruchsvoller.
Durch genaue Planung, eventuell unterschiedliche Implantatgrössen, Korrektur der Taschen und den Vergleich beider Seiten in halbsitzender Position während der Operation.
Weil Schwellung, veränderte Kapsel und gedehntes Gewebe das Ergebnis in den ersten Wochen beeinflussen. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach drei bis sechs Monaten.
Achten Sie auf Erfahrung mit Revisionsoperationen, Kapselentfernungen und Korrekturen der Tasche, eine gründliche Diagnostik mit Bildgebung und eine ehrliche Aufklärung über Grenzen und Risiken.
Eine erneute Operation nach einem früheren Brusteingriff, etwa ein Implantatwechsel, eine Korrektur der Tasche oder eine Behandlung einer Komplikation.
Nur zusammen mit einer Straffung. Ein grösseres Implantat allein würde das abgesunkene Gewebe nicht anheben und kann das Problem verstärken.
Das Gewebe kann dünner werden, und das Risiko für Formprobleme steigt. Nach mehreren Wechseln wird oft über kleinere Implantate, Eigenfett oder eine Entfernung ohne Ersatz gesprochen.
Meist mindestens sechs Monate nach dem Abstillen, bis sich die Brust stabilisiert hat und das Ergebnis zuverlässig geplant werden kann.
Lassen Sie die Schwellung zeitnah ärztlich abklären, meist mit Ultraschall und gegebenenfalls einer Punktion der Flüssigkeit. Eine späte Schwellung kann verschiedene Ursachen haben, darunter selten BIA-ALCL.
In frühen Stadien meist durch Entfernung von Implantat und gesamter Kapsel, idealerweise en bloc. In fortgeschrittenen Stadien können weitere Therapien nötig sein. Die Behandlung erfolgt in spezialisierten Zentren.
Das ist eine individuelle Entscheidung, die mit den behandelnden Fachärzten getroffen wird. Häufig werden dann glatte Implantate oder Eigengewebe erwogen.
Wir unterstützen Sie dabei, Operationsberichte und Implantatangaben früherer Eingriffe anzufragen, besonders wenn die erste Operation in einer unserer Partnerkliniken stattfand.
Lassen Sie die empfohlene Bildgebung durchführen, suchen Sie Implantatausweis und Operationsberichte, stellen Sie das Rauchen ein, besprechen Sie Medikamente und planen Sie Unterstützung für die ersten zwei Wochen.
Fotos der Brust von vorne, von beiden Seiten und schräg, im Stehen mit hängenden Armen und mit angespanntem Brustmuskel, damit Lage und Bewegungen der Implantate sichtbar werden.
Es zeigt, ob sich die Implantate beim Anspannen bewegen oder verformen, was auf eine Lage hinter dem Muskel hinweist und die Planung beeinflusst.
Überlegen Sie, ob Sie weiterhin Implantate möchten, wie wichtig Ihnen Volumen ist, wie Sie mit möglichen weiteren Folgeoperationen umgehen möchten und wie viel eigenes Gewebe vorhanden ist. Der Chirurg hilft bei der Einschätzung.
Ja, die Entscheidung liegt bei Ihnen. Nehmen Sie sich Bedenkzeit und stellen Sie alle Fragen, bevor Sie einen Termin festlegen.
Ob die Kapsel belassen, teilweise oder vollständig entfernt wird, warum dieses Vorgehen gewählt wird, ob sie untersucht wird und wie Sie den Befund erhalten.
Welcher Hersteller, welches Modell, welche Oberfläche, Grösse und Lage empfohlen werden, warum und ob ein Garantie- oder Ersatzprogramm gilt.
Ohne Beschwerden und ohne auffällige Befunde ist ein Wechsel meist nicht nötig. Regelmässige Kontrollen sind dann sinnvoller als ein vorsorglicher Austausch.
Auch für neue Implantate gibt es keine feste Lebensdauer. Viele halten viele Jahre, die Wahrscheinlichkeit weiterer Folgeoperationen steigt aber mit der Zeit.
Manche Fachleute empfehlen bei Silikonimplantaten eine Bildgebung in bestimmten Abständen, um stille Rupturen zu erkennen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, was für Sie sinnvoll ist.
Achten Sie auf Verhärtungen, Formveränderungen, Schmerzen, späte Schwellungen und neue Knoten, auch in der Achsel. Lassen Sie solche Veränderungen zeitnah abklären.
Nach der Heilung ja. Ein gut sitzender Sport-BH wird empfohlen. Bei einer Lage hinter dem Muskel können sich die Implantate beim Krafttraining sichtbar bewegen.
Vorübergehende Veränderungen der Empfindung sind möglich, besonders nach einer Kapselentfernung. Sie bessern sich meist über Monate.
Haut und Gewebe erschlaffen weiterhin, die Brust kann absinken, und die Implantate können deutlicher spürbar werden. Weitere Korrekturen können dann sinnvoll werden.
Weil er Implantate als Fremdkörper erkennt und sie mit einer dünnen Bindegewebshülle umgibt. Diese Reaktion ist normal und tritt bei allen Implantaten auf.
Eine Flüssigkeitsansammlung zwischen Implantat und Kapsel, die Monate oder Jahre nach der Operation auftritt. Sie sollte punktiert und untersucht werden, um seltene Erkrankungen wie BIA-ALCL auszuschliessen.
Weil die Hülle im Laufe der Jahre altert und ältere Implantatgenerationen teilweise dünnere Hüllen und flüssigeres Gel hatten. Moderne Implantate sind stabiler.
Ja, nach einer Bestrahlung der Brust, etwa im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung, ist das Risiko einer Kapselfibrose deutlich erhöht.
In Abstimmung mit dem onkologischen Team, unter Berücksichtigung der Bestrahlung und der Nachsorge. In der Schweiz kann die Grundversicherung den Wechsel nach Kostengutsprache übernehmen.
Viele Frauen entscheiden sich bewusst dafür und sind zufrieden. Mit Straffung oder Eigenfett lässt sich die Form bei Bedarf verbessern.
Das hängt vom eigenen Gewebe ab. Mit ausreichend Gewebe ist oft eine natürliche, kleinere Brust erreichbar, bei wenig Gewebe wirkt sie eher flach.
Sehr wichtig, weil die Entscheidung das Aussehen der Brust deutlich verändert. Fotos von Ergebnissen bei ähnlichem Befund und ein ehrliches Gespräch helfen bei der Entscheidung.
Eine belassene, unauffällige Kapsel verursacht meist keine Beschwerden und wird vom Körper teilweise abgebaut. Bei auffälligen Befunden wird sie entfernt.
Ja, eine zu tief oder zu hoch liegende Unterbrustfalte kann beim Wechsel mit inneren Nähten korrigiert werden, um eine harmonische Position des Implantats zu erreichen.
Die Position der neuen Implantate, eine allfällige neue Unterbrustfalte und bei einer Straffung die Schnittlinien. Die Anzeichnung erfolgt im Stehen.
Nach der Behandlung einer Kapselfibrose bemerken viele Frauen schon früh, dass die Brust weicher und beweglicher ist, auch wenn Schwellung anfangs noch Spannung verursacht.
Nach vollständiger Heilung ja. In den ersten Wochen sollte die Sauna gemieden werden, bis die Wunde verschlossen und die Schwellung abgeklungen ist.
Narben oder kleine Verkalkungen können sichtbar sein. Erfahrene Radiologen ordnen sie meist gut ein, besonders wenn sie über den Eingriff informiert sind.
Ein Wechsel über die Unterbrustfalte beeinflusst die Stillfähigkeit meist nicht zusätzlich. Entscheidend ist, ob bei früheren Operationen die Drüse beeinträchtigt wurde.
Weil sich Brust und Körper durch Schwangerschaften, Gewichtsschwankungen und Alter verändert haben. Oft sind Straffung, Grössen- oder Lagewechsel nötig, nicht nur ein einfacher Austausch.
Ja, wenn es einen Grund gibt und die Gesundheit gut ist. Viele Frauen wählen dann kleinere Implantate oder eine Entfernung, andere erhalten das gewohnte Volumen.
Ja, das Fett kann aus Bauch, Flanken oder Oberschenkeln gewonnen und zur Polsterung über dem Implantat oder als Volumenersatz nach einer Entfernung eingesetzt werden.
Implantatausweis, frühere Operationsberichte, aktuelle Bildgebung, Fotos aus mehreren Blickwinkeln, eine Beschreibung der Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente und gegebenenfalls Befunde einer Punktion.
Er kann die Bildgebung veranlassen, Befunde beurteilen, eine späte Schwellung abklären und nach der Rückkehr Kontrollen übernehmen. Bei Versicherungsfragen kann er eine Stellungnahme verfassen.
Welche Veränderungen Sie bemerkt haben, wie alt Ihre Implantate sind, ob eine aktuelle Bildgebung vorliegt, ob Sie weiterhin Implantate möchten, ob die Brust abgesunken ist und wie wichtig Ihnen die Vermeidung weiterer Operationen ist.
Formulieren Sie Ihre Erwartungen offen, lassen Sie sich Ergebnisse bei ähnlichem Befund zeigen und nehmen Sie sich Bedenkzeit. Ein ausführliches Gespräch mit dem Chirurgen hilft, realistische Ziele zu setzen.
Oft lässt sich die Form deutlich verbessern, doch Veränderungen durch Alter, Schwangerschaften und frühere Operationen bleiben teilweise bestehen. Ein vollständig identisches Ergebnis ist nicht immer erreichbar.
Nach Ihren Wünschen, den Erfahrungen mit den bisherigen Implantaten, der Gewebedicke, der Brustbasis und dem Grund für den Wechsel. Probeimplantate helfen bei der Entscheidung.
Weil dünnes Gewebe grosse Implantate schlechter abdeckt, was sichtbare Ränder, Wellenbildung und weitere Probleme begünstigt. Ein kleineres Implantat belastet das Gewebe weniger.
Ja, etwa von anatomischen zu runden Implantaten oder umgekehrt. Die Wahl richtet sich nach Ihrem Wunsch, dem Gewebe und der Empfehlung des Chirurgen.
Regelmässig, etwa einmal im Monat, wie jede Frau. Achten Sie auf Knoten, Verhärtungen, Schwellungen oder Formveränderungen, und lassen Sie diese ärztlich abklären.
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