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Intraokularlinse in Tunesien

Intraokularlinse in Tunesien: Fehlsichtigkeit und Alterssichtigkeit mit einem Linsenimplantat korrigieren

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Eine Intraokularlinse ist eine künstliche Linse, die in das Auge eingesetzt wird. Sie wird am häufigsten bei der Operation des Grauen Stars verwendet, um die getrübte natürliche Linse zu ersetzen. Intraokularlinsen werden aber auch eingesetzt, um Fehlsichtigkeiten zu korrigieren, bei denen eine Laserkorrektur nicht möglich oder nicht sinnvoll ist, etwa bei hoher Kurzsichtigkeit, dünner Hornhaut oder beginnender Alterssichtigkeit. Dabei gibt es zwei grundlegend verschiedene Wege. Bei der phaken Intraokularlinse wird eine zusätzliche Linse vor die eigene, klare Linse gesetzt, die im Auge verbleibt. Beim refraktiven Linsenaustausch wird die eigene Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt, ähnlich wie bei der Kataraktoperation, aber ohne dass bereits ein Grauer Star vorliegt. Beide Verfahren sind Eingriffe im Inneren des Auges und erfordern eine sorgfältige Auswahl, eine genaue Planung und eine gute Nachsorge. Medespoir organisiert Linsenimplantationen für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in Partnerkliniken in Tunesien.

Diese Seite erklärt die verschiedenen Arten von Intraokularlinsen, für wen sie in Frage kommen, wie die Eingriffe ablaufen, welche Vor- und Nachteile die Linsentypen haben, welche Risiken bestehen und wie die Kosten zu betrachten sind. Informationen zur Operation des Grauen Stars finden Sie auf der Seite Kataraktoperation, zur Laserkorrektur auf der Seite Lasik. Die Informationen ersetzen keine augenärztliche Beratung.

Intraokularlinse in Tunesien

Das Wichtigste in Kürze

Intraokularlinsen korrigieren Fehlsichtigkeiten, wenn eine Laserkorrektur nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Phake Linsen werden vor die eigene Linse gesetzt, beim refraktiven Linsenaustausch wird die eigene Linse ersetzt.

Phake Linsen eignen sich vor allem für jüngere Menschen mit hoher Kurzsichtigkeit oder dünner Hornhaut. Der Linsenaustausch eignet sich eher ab etwa fünfzig Jahren und kann mit Premiumlinsen auch die Alterssichtigkeit ausgleichen.

Beide Eingriffe erfolgen im Inneren des Auges. Mögliche Risiken sind Entzündungen, ein erhöhter Augeninnendruck, Blendungen, eine Netzhautablösung und selten eine Infektion. Ergebnisse können nicht garantiert werden.

Eine Linsenimplantation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit wird von der Grundversicherung nach KVG in der Regel nicht übernommen. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.

Die phake Intraokularlinse

Bei der phaken Intraokularlinse, auch implantierbare Kontaktlinse genannt, bleibt die eigene, klare Linse erhalten, und eine zusätzliche, sehr dünne Kunstlinse wird ins Auge eingesetzt. Am häufigsten wird sie hinter der Iris und vor der eigenen Linse platziert, in der hinteren Augenkammer. Ältere Modelle wurden vor der Iris befestigt, entweder an der Iris eingeklemmt oder im Kammerwinkel abgestützt. Die phake Linse wirkt wie eine Kontaktlinse, die im Auge liegt, und korrigiert Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Da die eigene Linse erhalten bleibt, bleibt auch die Fähigkeit erhalten, zwischen Nähe und Ferne scharf zu stellen, solange keine Alterssichtigkeit besteht. Die phake Linse kann bei Bedarf wieder entfernt oder ausgetauscht werden, etwa wenn später ein Grauer Star entsteht. Sie eignet sich besonders für jüngere Erwachsene mit hoher Kurzsichtigkeit, die über die Grenzen der Laserkorrektur hinausgeht, für Menschen mit dünner oder unregelmässiger Hornhaut und für Menschen mit trockenen Augen, bei denen eine Laserkorrektur ungünstig wäre. Voraussetzung ist eine ausreichend tiefe vordere Augenkammer, damit die Linse genug Platz hat, und eine ausreichende Zahl an Endothelzellen auf der Innenseite der Hornhaut.

Der refraktive Linsenaustausch

Beim refraktiven Linsenaustausch, auch klarer Linsenaustausch genannt, wird die eigene Linse wie bei einer Kataraktoperation entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt, obwohl noch kein oder nur ein beginnender Grauer Star vorliegt. Die Kunstlinse wird so gewählt, dass sie die Fehlsichtigkeit korrigiert, und je nach Linsentyp kann sie auch die Alterssichtigkeit ausgleichen. Da die natürliche Linse ab etwa fünfundvierzig bis fünfzig Jahren ihre Fähigkeit zum Scharfstellen ohnehin weitgehend verloren hat, ist der Verlust dieser Fähigkeit in diesem Alter weniger bedeutsam als bei jüngeren Menschen. Ein weiterer Vorteil ist, dass später kein Grauer Star mehr entstehen kann, weil die eigene Linse entfernt wurde. Der Linsenaustausch eignet sich besonders für Menschen ab etwa fünfzig Jahren mit Kurz- oder Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit, die möglichst unabhängig von einer Brille werden möchten, und für Menschen mit hoher Weitsichtigkeit, bei denen eine Laserkorrektur weniger geeignet ist. Bei jüngeren Menschen, besonders bei starker Kurzsichtigkeit, wird er zurückhaltend eingesetzt, weil das Risiko einer Netzhautablösung erhöht ist und die natürliche Akkommodation verloren geht.

VerfahrenEigene LinseGeeignet fürBesonderheiten
Phake IntraokularlinseBleibt erhaltenJüngere mit hoher Kurzsichtigkeit, dünner HornhautAkkommodation bleibt, umkehrbar
Refraktiver LinsenaustauschWird ersetztAb etwa fünfzig Jahren, AlterssichtigkeitKein späterer Grauer Star, Akkommodation geht verloren

Die Materialien und die Optik der Kunstlinsen

Moderne Intraokularlinsen bestehen meist aus weichem, faltbarem Acryl, seltener aus Silikon. Man unterscheidet hydrophobes Acryl, das wenig Wasser aufnimmt und mit einem geringeren Risiko für einen Nachstar in Verbindung gebracht wird, und hydrophiles Acryl, das mehr Wasser enthält und sehr gut verträglich ist. Frühere Linsen aus hartem Kunststoff, dem PMMA, erforderten grössere Schnitte und werden heute nur noch in besonderen Situationen verwendet. Phake Linsen bestehen oft aus einem besonders weichen, gut verträglichen Material, das mit Kollagen kombiniert sein kann. Viele Kunstlinsen haben einen Filter gegen ultraviolettes Licht, manche zusätzlich einen Gelbfilter gegen einen Teil des blauen Lichts, der die natürliche Filterfunktion der alternden Linse nachahmt. Ob dieser Blaufilter die Netzhaut langfristig schützt, ist nicht eindeutig belegt. Asphärische Linsen gleichen einen Abbildungsfehler der Hornhaut aus, die sphärische Aberration, und können das Kontrastsehen, besonders in der Dämmerung, verbessern. Die Linsen haben einen optischen Teil von etwa sechs Millimetern Durchmesser und seitliche Bügel, die Haptiken, die sie in der Linsenkapsel oder hinter der Iris halten.

Die Geschichte der Intraokularlinsen

Die erste Intraokularlinse wurde 1949 eingesetzt, nachdem ein britischer Augenarzt beobachtet hatte, dass Splitter aus Plexiglas im Auge von Kampfpiloten keine Entzündungen auslösten. Die ersten Linsen waren schwer und führten oft zu Komplikationen. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Linsen leichter, besser verträglich und für die Befestigung in der Linsenkapsel angepasst. In den 1980er-Jahren kamen faltbare Linsen aus Silikon und Acryl auf, die durch kleine Schnitte eingesetzt werden können. Die ersten multifokalen Linsen wurden Ende der 1980er-Jahre entwickelt, die trifokalen Linsen in den 2010er-Jahren. Phake Linsen wurden seit den 1950er-Jahren erprobt, doch erst in den 1990er-Jahren setzten sich Modelle durch, die hinter der Iris liegen und gut verträglich sind. Heute werden jährlich viele Millionen Intraokularlinsen weltweit eingesetzt.

Neuere Linsenkonzepte

Die Entwicklung der Intraokularlinsen geht weiter. Akkommodierende Linsen sollen sich im Auge bewegen oder verformen, um wie die natürliche Linse zwischen Nähe und Ferne scharf zu stellen. Die bisherigen Modelle haben die Erwartungen aber meist nur teilweise erfüllt. Lichtjustierbare Linsen können nach der Operation mit ultraviolettem Licht in ihrer Brechkraft angepasst werden, was eine genauere Einstellung ermöglicht, erfordern aber mehrere Behandlungen und einen konsequenten UV-Schutz bis zur endgültigen Fixierung. Zusatzlinsen, sogenannte Add-on-Linsen, können vor eine bereits eingesetzte Kunstlinse gesetzt werden, um eine verbleibende Fehlsichtigkeit zu korrigieren oder eine Nahsicht hinzuzufügen. Linsen mit kleiner Öffnung nach dem Prinzip einer Lochblende erweitern die Tiefenschärfe. Nicht alle diese Konzepte sind überall verfügbar, und ihre Langzeitergebnisse sind unterschiedlich gut belegt.

Die phake Linse im Detail

Die phake Linse, die hinter der Iris liegt, ist sehr dünn und besteht aus einem weichen Material. Sie wird so gewählt, dass zwischen ihr und der eigenen Linse ein kleiner Abstand bleibt, der sogenannte Vault. Dieser Abstand ist wichtig, weil eine zu nahe liegende phake Linse die eigene Linse berühren und einen Grauen Star fördern kann, während ein zu grosser Abstand den Kammerwinkel verengen und den Augeninnendruck erhöhen kann. Deshalb wird die Grösse der Linse anhand genauer Messungen der Augenkammer bestimmt, und der Abstand wird nach der Operation kontrolliert. Neuere Modelle haben eine kleine Öffnung in der Mitte, die den Fluss des Kammerwassers erleichtert. Phake Linsen können Kurzsichtigkeit bis zu hohen Werten korrigieren, oft bis etwa minus achtzehn Dioptrien oder mehr, sowie Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung mit torischen Modellen. Die Sehqualität ist oft sehr gut, weil die Hornhaut unverändert bleibt. Langfristig sind regelmässige Kontrollen nötig, etwa einmal jährlich, mit einer Zählung der Endothelzellen, einer Messung des Augeninnendrucks und einer Kontrolle der eigenen Linse. Wenn sich Probleme zeigen, kann die phake Linse entfernt werden, oft in Kombination mit einem Linsenaustausch.

Die phake Linse bei Keratokonus

Bei einem stabilen Keratokonus, oft nach einer Hornhautvernetzung, kann eine torische phake Linse eine Möglichkeit sein, die verbleibende Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung zu korrigieren, wenn die Hornhaut für eine Laserkorrektur ungeeignet ist und Kontaktlinsen nicht vertragen werden. Voraussetzung ist, dass der Keratokonus seit längerer Zeit stabil ist. Die Ergebnisse sind weniger vorhersehbar als bei einer normalen Hornhaut, weil die Hornhaut unregelmässig bleibt. Die Behandlung eines Keratokonus sollte gemeinsam mit einem spezialisierten Zentrum geplant werden.

Der Linsenaustausch bei Weitsichtigkeit

Weitsichtige Augen sind oft kurz, und die vordere Augenkammer ist flach. Mit dem Alter wird die natürliche Linse dicker und kann den Abfluss des Kammerwassers behindern, was das Risiko für einen akuten Grünen Star, einen Glaukomanfall, erhöht. Ein refraktiver Linsenaustausch kann bei weitsichtigen Menschen deshalb einen doppelten Nutzen haben: Er korrigiert die Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit und schafft durch die dünnere Kunstlinse mehr Platz in der vorderen Augenkammer, was das Risiko eines Glaukomanfalls verringert. Da eine Laserkorrektur bei Weitsichtigkeit weniger gut geeignet ist, ist der Linsenaustausch bei weitsichtigen Menschen ab etwa fünfundvierzig bis fünfzig Jahren oft die bevorzugte Lösung.

Die Pupillengrösse und die Linsenwahl

Die Grösse der Pupille hat einen wichtigen Einfluss auf das Sehen mit einer Kunstlinse. Bei multifokalen Linsen hängt die Verteilung des Lichts auf die verschiedenen Brennpunkte teilweise von der Pupillengrösse ab. Bei sehr kleinen Pupillen kann die Nahsicht mancher multifokaler Linsen eingeschränkt sein, bei sehr grossen Pupillen können Lichthöfe und Blendungen in der Nacht stärker sein. Bei phaken Linsen kann eine sehr grosse Pupille im Dunkeln dazu führen, dass Licht am Rand der Linse vorbeifällt, was ebenfalls Blendungen verursachen kann. Deshalb wird die Pupillengrösse bei verschiedenen Lichtverhältnissen gemessen und bei der Wahl der Linse berücksichtigt. Mit dem Alter wird die Pupille meist kleiner, was bei älteren Menschen die Nebenwirkungen in der Nacht verringern kann. Manche Medikamente, etwa bestimmte Augentropfen, können die Pupillengrösse beeinflussen.

Die Endothelzellen im Detail

Die Endothelzellen bilden eine einzige Zellschicht an der Innenseite der Hornhaut. Sie pumpen Flüssigkeit aus der Hornhaut und halten sie dadurch klar. Die Zahl dieser Zellen nimmt mit dem Alter langsam ab, und verlorene Zellen werden nicht ersetzt. Wenn die Zahl zu stark abnimmt, kann die Hornhaut anschwellen und trüb werden, was das Sehen beeinträchtigt und im schlimmsten Fall eine Hornhauttransplantation erfordert. Jeder Eingriff im Auge kann zu einem gewissen Verlust von Endothelzellen führen. Bei phaken Linsen, die dauerhaft im Auge liegen, wird die Zellzahl deshalb vor dem Eingriff gemessen und danach regelmässig kontrolliert. Liegt die Zellzahl vor dem Eingriff zu niedrig, wird von einer phaken Linse abgeraten. Nimmt sie nach dem Eingriff deutlich ab, kann die phake Linse entfernt werden, um weitere Verluste zu verhindern.

Der Linsenaustausch bei hoher Kurzsichtigkeit

Bei hoher Kurzsichtigkeit ist das Auge oft deutlich länger als normal, und die Netzhaut ist gedehnt und dünner. Dies erhöht das Risiko für Netzhautlöcher und Netzhautablösungen, unabhängig von einer Operation. Nach einem Linsenaustausch ist dieses Risiko zusätzlich erhöht, besonders bei jüngeren Menschen, bei denen der Glaskörper noch fest an der Netzhaut haftet und sich nach der Operation ablösen kann. Deshalb wird bei jüngeren Menschen mit hoher Kurzsichtigkeit meist eine phake Linse bevorzugt, die die eigene Linse erhält. Wenn bei hoher Kurzsichtigkeit dennoch ein Linsenaustausch geplant wird, etwa wegen eines beginnenden Grauen Stars, wird die Netzhaut vorher besonders sorgfältig untersucht, und dünne Stellen oder Löcher werden mit einem Laser behandelt. Nach der Operation sollten Warnzeichen einer Netzhautablösung wie Lichtblitze, ein Schatten oder zahlreiche neue schwarze Punkte besonders ernst genommen werden. Regelmässige Kontrollen der Netzhaut sind lebenslang wichtig.

Der Operationstag im Detail

Am Tag der Linsenimplantation erscheinen Sie nach den Anweisungen der Klinik, meist nach einem leichten Frühstück. Tragen Sie bequeme Kleidung, kein Make-up und keinen Schmuck im Gesicht. Nehmen Sie Ihre Medikamente nach Rücksprache ein und bringen Sie eine Liste mit. Die Pupille wird mit Tropfen weitgestellt, bei phaken Linsen oft sehr weit, damit die Linse hinter der Iris platziert werden kann. Nach der Desinfektion und dem sterilen Abdecken erhalten Sie betäubende Tropfen und gegebenenfalls ein Beruhigungsmittel. Während des Eingriffs blicken Sie in ein helles Licht und spüren höchstens leichten Druck. Nach dem Eingriff wird eine Schutzkappe aufgesetzt. Bei phaken Linsen wird der Augeninnendruck oft einige Stunden nach dem Eingriff kontrolliert, bevor Sie die Klinik verlassen. Sie benötigen eine Begleitperson für den Heimweg.

Die ersten Wochen im Detail

Am Tag nach dem Eingriff erfolgt die erste Kontrolle mit Messung der Sehschärfe und des Augeninnendrucks und bei phaken Linsen des Abstands zur eigenen Linse. Das zweite Auge wird oft nach einigen Tagen behandelt. In den ersten Wochen werden die Tropfen nach Plan verwendet. Das Sehen ist in den ersten Tagen oft noch etwas verschwommen und blendempfindlich. Bei multifokalen Linsen beginnt die Gewöhnung, die einige Wochen bis Monate dauern kann. Das Auge sollte nicht gerieben werden, Staub, Schwimmbad und Sauna sollten gemieden werden, und schweres Heben sollte in den ersten Wochen vermieden werden. Die weiteren Kontrollen erfolgen meist nach einer Woche, einem Monat und drei Monaten, meist in der Schweiz.

Die Linsentypen beim Linsenaustausch

Monofokale Linsen

Monofokale Linsen haben einen einzigen Brennpunkt und stellen das Sehen in einer Entfernung scharf, meist in der Ferne. Sie liefern eine sehr gute Bildqualität, einen hohen Kontrast und verursachen kaum Blendungen oder Lichthöfe. Für die Nähe, etwa zum Lesen oder für das Mobiltelefon, wird eine Lesebrille benötigt. Monofokale Linsen sind die Standardlinsen der Kataraktoperation. Eine Variante ist die Monovision, bei der ein Auge für die Ferne und das andere leicht kurzsichtig für die Nähe eingestellt wird. Zudem gibt es monofokale Linsen mit einem etwas erweiterten Schärfenbereich, die das Sehen in der mittleren Entfernung etwas verbessern.

Torische Linsen

Torische Linsen gleichen zusätzlich eine Hornhautverkrümmung aus. Sie müssen genau in der richtigen Achse im Auge ausgerichtet werden, weshalb die Achse vor der Operation vermessen und am Auge markiert wird. Torische Linsen gibt es als monofokale, multifokale und Linsen mit erweiterter Tiefenschärfe. Eine Drehung der Linse nach der Operation ist selten, kann aber eine Korrektur erfordern.

Multifokale und trifokale Linsen

Multifokale Linsen teilen das einfallende Licht auf mehrere Brennpunkte auf, bei bifokalen Linsen für Ferne und Nähe, bei trifokalen Linsen für Ferne, mittlere Entfernung und Nähe. Dadurch können viele Menschen weitgehend ohne Brille auskommen, beim Autofahren, am Computer und beim Lesen. Da das Licht aufgeteilt wird, ist der Kontrast etwas geringer, und in der Nacht können Lichthöfe und Blendungen um Lichtquellen auftreten. Das Gehirn braucht einige Wochen bis Monate, um sich an das neue Sehen zu gewöhnen, und die meisten Menschen gewöhnen sich gut daran. Nicht geeignet sind multifokale Linsen bei Erkrankungen der Netzhaut, etwa einer Makuladegeneration, bei fortgeschrittenem Grünem Star, bei unregelmässiger Hornhaut, bei ausgeprägt trockenen Augen und bei Menschen, die beruflich viel in der Nacht fahren oder einen sehr hohen Kontrast benötigen.

Linsen mit erweiterter Tiefenschärfe

Linsen mit erweiterter Tiefenschärfe, auch EDOF-Linsen genannt, erzeugen statt einzelner Brennpunkte einen verlängerten Schärfenbereich von der Ferne bis in die mittlere Entfernung. Sie ermöglichen ein gutes Sehen beim Autofahren und am Computer, oft aber eine Lesebrille für kleine Schrift. Lichthöfe und Blendungen sind meist geringer als bei multifokalen Linsen. Sie sind ein Kompromiss für Menschen, die mehr Brillenfreiheit als mit einer monofokalen Linse wünschen, aber weniger Nebenwirkungen als mit einer multifokalen Linse.

LinsentypFerneMitteNäheBlendung in der Nacht
MonofokalSehr gutEingeschränktLesebrilleKaum
Monofokal mit erweitertem BereichSehr gutBesserLesebrilleKaum
EDOFGutGutOft LesebrilleGering
TrifokalGutGutGutHäufiger

Für wen eignet sich eine Linsenimplantation?

Eine Linsenimplantation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit kommt für Erwachsene mit stabiler Sehstärke in Frage, bei denen eine Brille oder Kontaktlinsen nicht gewünscht oder nicht verträglich sind und eine Laserkorrektur nicht möglich oder weniger geeignet ist. Phake Linsen eignen sich meist für Menschen zwischen etwa einundzwanzig und fünfundvierzig Jahren mit hoher Kurzsichtigkeit, dünner Hornhaut oder trockenen Augen, bei ausreichender Tiefe der vorderen Augenkammer. Der refraktive Linsenaustausch eignet sich eher ab etwa fünfzig Jahren, besonders bei Weitsichtigkeit, Alterssichtigkeit oder beginnendem Grauem Star. Nicht geeignet sind Menschen mit unkontrollierten Augenerkrankungen wie einem Grünen Star, aktiven Entzündungen im Auge, Netzhauterkrankungen, die das Sehen begrenzen, einer zu flachen Augenkammer für phake Linsen, zu wenigen Endothelzellen und bei unrealistischen Erwartungen. Medespoir vermittelt Behandlungen ausschliesslich an volljährige Patientinnen und Patienten.

Die Wahl der Linse nach dem Alltag

Die Wahl der passenden Kunstlinse hängt stark davon ab, wie Sie Ihre Augen im Alltag nutzen. Wer viel liest, Handarbeiten macht oder am Mobiltelefon arbeitet, profitiert von einem guten Sehen in der Nähe. Wer viel am Computer arbeitet, braucht ein gutes Sehen in der mittleren Entfernung von etwa sechzig bis achtzig Zentimetern. Wer viel Auto fährt, besonders in der Nacht, braucht eine gute Fernsicht mit möglichst wenig Blendung. Wer Sport treibt, möchte ohne Brille beweglich sein. Menschen mit Berufen, die einen sehr hohen Kontrast erfordern, etwa Chirurgen, Fotografen oder Piloten, sind mit monofokalen Linsen oft besser bedient. Menschen, die sehr grossen Wert auf Brillenfreiheit legen und Lichthöfe in der Nacht in Kauf nehmen, profitieren eher von trifokalen Linsen. Menschen, die einen Kompromiss suchen, sind mit EDOF-Linsen oft zufrieden. Auch die Persönlichkeit spielt eine Rolle: Sehr perfektionistische Menschen, die sich an kleinen optischen Nebenwirkungen stören, sind mit multifokalen Linsen manchmal weniger zufrieden. Eine offene Besprechung des Alltags und der Erwartungen ist deshalb der Schlüssel zur richtigen Wahl.

Alltag und WünscheOft geeignete LinseHinweise
Viel Autofahren in der NachtMonofokal oder EDOFWenig Blendung wichtig
Viel ComputerarbeitEDOF oder trifokalGute mittlere Entfernung
Viel Lesen, HandarbeitenTrifokal oder MonovisionGute Nähe
Maximale BrillenfreiheitTrifokalLichthöfe möglich
Sehr hoher Kontrast nötigMonofokalBrille für Nähe
KompromissEDOFLesebrille für kleine Schrift

Die Gewöhnung an das neue Sehen

Nach einer Linsenimplantation, besonders mit multifokalen oder trifokalen Linsen, muss sich das Gehirn an die neue Art des Sehens gewöhnen. Dieser Prozess wird Neuroadaptation genannt. Das Gehirn lernt, aus den verschiedenen Bildern, die gleichzeitig auf der Netzhaut entstehen, das jeweils scharfe Bild auszuwählen und die unscharfen Anteile zu unterdrücken. In den ersten Wochen können Lichthöfe, Strahlenkränze und Blendungen um Lichtquellen in der Nacht besonders auffällig sein. Das Lesen kann anfangs mehr Licht erfordern. Bei den meisten Menschen werden diese Effekte über Wochen bis Monate deutlich weniger störend, bei manchen bleiben sie länger bestehen. Hilfreich sind Geduld, gutes Licht beim Lesen, die Behandlung trockener Augen und die Operation des zweiten Auges, weil das Gehirn mit beiden Augen besser adaptiert. Wenn die Beschwerden nach einigen Monaten weiterhin stark stören, können die Ursachen abgeklärt werden, etwa ein Nachstar, eine verbleibende Fehlsichtigkeit oder trockene Augen. In seltenen Fällen wird eine multifokale Linse gegen eine monofokale Linse ausgetauscht.

Die optischen Nebenwirkungen im Detail

Nach einer Linsenimplantation können verschiedene optische Erscheinungen auftreten, die als Dysphotopsien bezeichnet werden. Positive Dysphotopsien sind helle Erscheinungen wie Lichthöfe, Strahlenkränze, Blendungen und Lichtbögen, besonders um Lichtquellen in der Nacht. Sie sind bei multifokalen und trifokalen Linsen häufiger, weil das Licht auf mehrere Brennpunkte aufgeteilt wird, treten aber auch bei monofokalen Linsen auf, etwa durch Reflexionen am Linsenrand. Negative Dysphotopsien sind dunkle, sichelförmige Schatten am Rand des Gesichtsfelds, meist an der Schläfenseite, die bei manchen Menschen in den ersten Wochen nach einer Kataraktoperation oder einem Linsenaustausch auftreten und meist mit der Zeit verschwinden. Die meisten optischen Nebenwirkungen nehmen mit der Gewöhnung ab. Wenn sie stark stören, kann die Ursache abgeklärt werden, etwa eine Dezentrierung der Linse, ein Nachstar, eine Restfehlsichtigkeit oder eine grosse Pupille. Die Behandlung reicht von Geduld und angepasster Beleuchtung über Tropfen, die die Pupille verengen, bis zu einem Linsenaustausch in seltenen Fällen.

Die Kombination verschiedener Linsen

Nicht immer müssen beide Augen die gleiche Linse erhalten. Bei der Mix-and-Match-Strategie werden unterschiedliche Linsen kombiniert, etwa eine EDOF-Linse im führenden Auge für Ferne und mittlere Entfernung und eine trifokale Linse im anderen Auge für zusätzliche Nahsicht. Bei der Monovision werden monofokale Linsen so eingestellt, dass ein Auge für die Ferne und das andere für die Nähe scharf sieht. Solche Kombinationen können die Vorteile verschiedener Linsen verbinden und die Nebenwirkungen verringern, erfordern aber eine genaue Planung und eine gute Verträglichkeit. Die Augenärztin bestimmt vorher, welches Auge das führende Auge ist, und kann eine Monovision mit Kontaktlinsen testen.

Die Kosten über die Zeit betrachtet

Eine Linsenimplantation ist eine einmalige Investition, die über die Jahre Kosten für Brillen, Kontaktlinsen und Pflegemittel verringern kann. Bei der Kalkulation sollten neben dem Eingriff auch die Voruntersuchung, die Kontrollen, eine mögliche Feinkorrektur, eine Nachstarbehandlung, bei phaken Linsen die jährlichen Kontrollen und ein späterer Linsenaustausch sowie die Reisekosten berücksichtigt werden. Bei Premiumlinsen kann trotz allem für bestimmte Tätigkeiten eine Brille nötig bleiben. Kostenvergleiche sind dabei stets indikativ und nicht vertraglich.

Die Feinkorrektur nach einem Linsenaustausch

Auch bei genauer Berechnung kann nach einem Linsenaustausch eine kleine Fehlsichtigkeit bestehen bleiben. Bei monofokalen Linsen wird sie meist mit einer Brille ausgeglichen. Bei Premiumlinsen, bei denen das Ziel eine weitgehende Brillenfreiheit ist, kann bereits eine kleine verbleibende Fehlsichtigkeit das Ergebnis deutlich beeinträchtigen. Deshalb wird in solchen Fällen oft eine Feinkorrektur angeboten, meist mit einer Laserkorrektur der Hornhaut, etwa einer Lasik oder PRK, einige Monate nach dem Linsenaustausch, wenn sich das Auge stabilisiert hat. Eine andere Möglichkeit ist eine Add-on-Linse, die vor die bestehende Kunstlinse gesetzt wird, oder in selteneren Fällen ein Austausch der Kunstlinse. Bei torischen Linsen, die sich gedreht haben, kann die Linse in einem kleinen Eingriff zurückgedreht werden. Klären Sie vor dem Eingriff, wie die Klinik mit Feinkorrekturen umgeht und welche Kosten anfallen. Da die Laserkorrektur eine ausreichend dicke Hornhaut erfordert, sollte dies bei der Voruntersuchung berücksichtigt werden.

Die trockenen Augen bei Premiumlinsen

Trockene Augen sind bei Premiumlinsen besonders wichtig, weil ein unregelmässiger Tränenfilm die Bildqualität verschlechtert und die Nebenwirkungen multifokaler Linsen verstärkt. Zudem können trockene Augen die Messungen vor der Operation verfälschen und zu einer ungenauen Berechnung der Kunstlinse führen. Deshalb wird der Tränenfilm vor der Operation genau untersucht, und trockene Augen werden vorher behandelt, etwa mit befeuchtenden Tropfen, einer Lidrandpflege, warmen Kompressen oder weiteren Massnahmen. Nach der Operation ist die Behandlung trockener Augen oft ein wichtiger Teil der Nachsorge. Viele Beschwerden, die zunächst der Linse zugeschrieben werden, lassen sich durch eine gute Behandlung trockener Augen deutlich verbessern.

Die psychologische Seite

Für viele Menschen ist der Wunsch, ohne Brille zu leben, mit der Hoffnung auf mehr Freiheit und Lebensqualität verbunden. Nach einer erfolgreichen Linsenimplantation beschreiben viele eine grosse Befreiung. Gleichzeitig ist es wichtig, die Erwartungen realistisch zu halten. Auch mit Premiumlinsen ist das Sehen nicht identisch mit dem einer jungen, natürlichen Linse, und optische Nebenwirkungen sind möglich. Menschen, die von Anfang an wissen, was sie erwartet, sind meist zufriedener. Die Zeit der Gewöhnung erfordert Geduld. Eine offene Kommunikation mit der Augenärztin, die Beschwerden ernst nimmt und nach Ursachen sucht, hilft in dieser Zeit.

Die Ergebnisse im Überblick

Studien zu phaken Linsen zeigen bei gut ausgewählten Patientinnen und Patienten mit hoher Kurzsichtigkeit eine sehr gute Sehschärfe und eine hohe Zufriedenheit, oft mit einer besseren Sehqualität als nach einer Laserkorrektur bei gleicher Fehlsichtigkeit, weil die Hornhaut unverändert bleibt. Die langfristigen Risiken, besonders ein Grauer Star und ein Verlust von Endothelzellen, sind bei modernen Modellen geringer als bei früheren, erfordern aber weiterhin regelmässige Kontrollen. Beim refraktiven Linsenaustausch zeigen Studien eine hohe Brillenfreiheit mit trifokalen Linsen, besonders für die Ferne und die mittlere Entfernung, und eine hohe Zufriedenheit, wenn die Patienten gut ausgewählt und informiert sind. Optische Nebenwirkungen in der Nacht werden von einem Teil der Patienten berichtet, sind aber meist tolerierbar. Die Ergebnisse hängen stark von der Voruntersuchung, der Linsenwahl, der Erfahrung des Teams und der Nachsorge ab. Studienergebnisse lassen sich nicht auf den Einzelfall übertragen.

Die Entfernung einer Kunstlinse

In seltenen Fällen muss eine Kunstlinse entfernt oder ausgetauscht werden, etwa bei einer falschen Brechkraft, einer starken Unzufriedenheit mit einer multifokalen Linse, einer Dezentrierung, einer Trübung der Linse selbst oder bei einer phaken Linse, wenn ein Grauer Star entsteht oder die Endothelzellen abnehmen. Die Entfernung einer phaken Linse ist meist einfach und wird oft mit einem Linsenaustausch kombiniert. Der Austausch einer Kunstlinse in der Linsenkapsel ist in den ersten Wochen bis Monaten einfacher, weil die Kapsel noch nicht mit der Linse verwachsen ist. Später ist er anspruchsvoller, besonders nach einer Nachstarbehandlung mit dem Laser. Deshalb sollte bei starker Unzufriedenheit mit einer Linse die Entscheidung über einen Austausch nicht zu lange hinausgezögert werden, nachdem andere Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen wurden.

Beide Augen planen

Bei einer Linsenimplantation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit werden meist beide Augen behandelt, weil ein grosser Unterschied zwischen beiden Augen das beidäugige Sehen stören würde. Die Planung erfolgt für beide Augen gemeinsam, einschliesslich der Wahl der Linsen, der Zielrefraktion und des Abstands zwischen den Eingriffen. Meist wird zuerst das führende Auge oder das stärker fehlsichtige Auge behandelt. Die Ergebnisse des ersten Auges helfen bei der Feinabstimmung der Linse für das zweite Auge. Zwischen den beiden Eingriffen kann das Sehen unausgeglichen sein, was einige Tage dauert. Bei der Behandlung im Ausland werden beide Augen meist während desselben Aufenthalts im Abstand von einigen Tagen behandelt, damit die ersten Kontrollen beider Augen vor Ort erfolgen.

Die Kombination mit anderen Eingriffen

Manchmal wird eine Linsenimplantation mit anderen Eingriffen kombiniert oder abgestimmt. Bei einer Hornhautverkrümmung, die mit einer torischen Linse nicht vollständig korrigiert werden kann, kann eine Laserkorrektur später ergänzen. Bei einem beginnenden Grünen Star kann ein Eingriff zur Drucksenkung mit einem Linsenaustausch kombiniert werden. Bei erschlafften Oberlidern, die das Gesichtsfeld einschränken, kann eine Lidkorrektur sinnvoll sein, die aber meist zeitlich getrennt erfolgt, damit sich die Augenoberfläche erholen kann. Informationen zur Lidkorrektur finden Sie auf der Seite Medizinische Blepharoplastik.

Die Linsenwahl bei besonderen Berufen

Manche Berufe stellen besondere Anforderungen an das Sehen. Pilotinnen und Piloten, Berufsfahrer, Polizistinnen und Polizisten und Menschen in bestimmten technischen Berufen müssen Mindestanforderungen an die Sehschärfe, das Kontrastsehen und das Sehen in der Dämmerung erfüllen. Für manche dieser Berufe sind multifokale Linsen wegen möglicher Blendungen nicht zugelassen oder nur unter bestimmten Bedingungen. Auch nach einer phaken Linse können besondere Nachweise verlangt werden. Klären Sie vor dem Eingriff mit der zuständigen Stelle, welche Linsen und Verfahren für Ihren Beruf zulässig sind.

Linsenimplantation und Allgemeingesundheit

Vor einer Linsenimplantation werden die Allgemeingesundheit und die Medikamente berücksichtigt. Ein gut eingestellter Diabetes ist wichtig, weil er das Risiko für ein Makulaödem und Netzhautveränderungen beeinflusst. Autoimmunerkrankungen können Entzündungen im Auge begünstigen. Bestimmte Medikamente gegen Prostatabeschwerden können die Iris schlaff machen und den Eingriff erschweren, was besonders bei phaken Linsen hinter der Iris wichtig ist. Blutverdünner werden meist weitergenommen, nach Absprache. Menschen mit einer Neigung zu Herpesinfektionen am Auge oder mit früheren Entzündungen im Auge benötigen eine besondere Vorbereitung. Schwangerschaft und Stillzeit sind keine geeignete Zeit für einen solchen Eingriff, weil sich die Sehstärke hormonell verändern kann. Informieren Sie die Augenärztin über alle Erkrankungen und Medikamente.

Die Hygiene und die Sicherheit in der Klinik

Eine Linsenimplantation ist ein Eingriff im Inneren des Auges und erfordert streng sterile Bedingungen, weil eine Infektion im Auge sehr selten, aber schwerwiegend ist. Die Haut und die Bindehaut werden desinfiziert, das Operationsfeld wird steril abgedeckt, und die Instrumente und Linsen sind steril verpackt. Oft wird am Ende des Eingriffs ein Antibiotikum ins Auge gegeben. Die verwendeten Linsen sollten von zugelassenen Herstellern stammen, und ihre Daten werden im Linsenpass dokumentiert. Die Geräte zur Voruntersuchung, etwa die Biometrie und die Messung der Endothelzellen, sollten modern und gut gewartet sein. Achten Sie darauf, dass die Klinik diese Standards erfüllt.

Sicherheit bei Behandlungen im Ausland

Bei einer Linsenimplantation im Ausland sind eine gründliche Voruntersuchung, ein erfahrenes Team, zugelassene Linsen und eine gute Nachsorge besonders wichtig. Planen Sie einen Aufenthalt, der die Behandlung beider Augen und die ersten Kontrollen einschliesst, meist etwa sieben bis zehn Tage. Lassen Sie sich einen vollständigen Bericht mit dem Linsentyp, der Brechkraft, der Grösse bei phaken Linsen, den Messwerten und dem Verlauf sowie den Linsenpass geben. Vereinbaren Sie die weiteren Kontrollen vorab bei einer Augenärztin in der Schweiz, bei phaken Linsen einschliesslich der jährlichen Kontrollen der Endothelzellen und des Augeninnendrucks. Klären Sie, wie eine Feinkorrektur oder eine Nachstarbehandlung organisiert wird. Wir prüfen die Rahmenbedingungen unserer Partnerkliniken und unterstützen Sie bei der Vorbereitung.

Die Voruntersuchung

Vor einer Linsenimplantation ist eine umfassende Voruntersuchung nötig. Sie umfasst die Bestimmung der Sehstärke, die Vermessung der Hornhaut, die Messung der Augenlänge mit der Biometrie, die Messung der Tiefe der vorderen Augenkammer und des Kammerwinkels, eine Zählung der Endothelzellen auf der Innenseite der Hornhaut mit einem speziellen Mikroskop, die Messung der Pupillengrösse, die Messung des Augeninnendrucks und eine gründliche Untersuchung der Netzhaut mit weitgestellten Pupillen, besonders bei Kurzsichtigkeit, um Löcher oder dünne Stellen zu erkennen, die vorher mit einem Laser behandelt werden sollten. Bei phaken Linsen wird zusätzlich der Abstand zwischen Iris und eigener Linse gemessen, um die passende Linsengrösse zu bestimmen. Für Premiumlinsen werden der Tränenfilm, die Makula und die Qualität der Hornhaut besonders sorgfältig geprüft. Ein ausführliches Gespräch klärt, welche Tätigkeiten im Alltag wichtig sind und welche Brillenfreiheit gewünscht ist.

Der Ablauf des Eingriffs

Beide Eingriffe erfolgen ambulant in örtlicher Betäubung, oft mit einem leichten Beruhigungsmittel. Bei der phaken Linse wird über einen Schnitt von wenigen Millimetern am Rand der Hornhaut die gefaltete Linse eingeführt und hinter der Iris vor der eigenen Linse positioniert. Bei manchen Modellen wird vorher oder während des Eingriffs eine kleine Öffnung in der Iris angelegt, um einen Druckanstieg zu vermeiden, bei neueren Modellen ist dies dank einer kleinen Öffnung in der Linse selbst oft nicht mehr nötig. Beim refraktiven Linsenaustausch wird die eigene Linse wie bei einer Kataraktoperation mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt, und die Kunstlinse wird in die Linsenkapsel eingesetzt. Beide Eingriffe dauern meist etwa fünfzehn bis dreissig Minuten pro Auge. Die Augen werden meist an verschiedenen Tagen behandelt, oft im Abstand von einigen Tagen.

Nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff wird das Auge mit einer Schutzkappe abgedeckt. In den ersten Stunden kann das Auge leicht schmerzen, tränen und verschwommen sehen. Die erste Kontrolle erfolgt meist am nächsten Tag, bei phaken Linsen oft auch einige Stunden nach dem Eingriff, um den Augeninnendruck zu prüfen. In den ersten Wochen werden entzündungshemmende und antibiotische Tropfen verwendet. Das Auge sollte nicht gerieben werden, und Staub, Schwimmbad, Sauna und schweres Heben sollten gemieden werden. Die Sehschärfe verbessert sich meist innerhalb weniger Tage. Bei multifokalen Linsen dauert die Gewöhnung an das neue Sehen oft einige Wochen bis Monate, in denen Lichthöfe und Blendungen allmählich weniger störend werden.

Aufenthalt in Tunesien

Für eine Linsenimplantation in Tunesien wird ein Aufenthalt von etwa sieben bis zehn Tagen empfohlen, damit beide Augen behandelt und die ersten Kontrollen vor Ort durchgeführt werden können. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zum Aufenthalt in Tunesien.

Risiken und Komplikationen

  • Entzündung und erhöhter Augeninnendruck: meist vorübergehend und mit Tropfen behandelbar, bei phaken Linsen besonders wichtig zu kontrollieren.
  • Blendungen und Lichthöfe: besonders bei multifokalen Linsen und grossen Pupillen.
  • Netzhautablösung: besonders bei hoher Kurzsichtigkeit und nach einem Linsenaustausch bei jüngeren Menschen erhöht.
  • Grauer Star bei phaken Linsen: eine Trübung der eigenen Linse kann durch die phake Linse gefördert werden, was einen späteren Austausch erfordert.
  • Verlust von Endothelzellen: bei phaken Linsen, weshalb die Zellzahl regelmässig kontrolliert wird.
  • Falsche Linsengrösse oder Drehung: kann einen Austausch oder eine Neupositionierung erfordern.
  • Nachstar: nach einem Linsenaustausch häufig, mit dem Laser rasch behandelbar.
  • Makulaödem: Schwellung der Netzhautmitte, meist mit Tropfen behandelbar.
  • Infektion im Auge: sehr selten, ein Notfall.

Warnzeichen

Wenden Sie sich sofort an die Klinik oder eine Augenklinik bei zunehmenden Schmerzen, Kopfschmerzen mit Übelkeit, einer Verschlechterung des Sehens, zunehmender Rötung, Lichtblitzen, einem Schatten im Gesichtsfeld oder zahlreichen neuen schwarzen Punkten. Kopfschmerzen mit Übelkeit und einem roten Auge können auf einen stark erhöhten Augeninnendruck hinweisen.

Die Linsenimplantation in verschiedenen Lebensphasen

Zwischen etwa einundzwanzig und vierzig Jahren steht bei hoher Fehlsichtigkeit meist die phake Linse im Vordergrund, weil die eigene Linse noch klar ist und akkommodieren kann. Zwischen vierzig und fünfzig Jahren beginnt die Alterssichtigkeit, und die Wahl zwischen phaker Linse, Laserkorrektur und Linsenaustausch wird individueller. Menschen mit Weitsichtigkeit profitieren in diesem Alter oft bereits von einem Linsenaustausch, während Kurzsichtige noch länger auf eine phake Linse oder eine Laserkorrektur setzen. Ab etwa fünfzig bis fünfundfünfzig Jahren wird der Linsenaustausch häufiger, weil die eigene Linse ihre Akkommodation weitgehend verloren hat und sich zu trüben beginnt. Im höheren Alter, wenn ein Grauer Star vorliegt, wird der Linsenaustausch zur Kataraktoperation, die in der Schweiz mit Standardlinse übernommen wird. In jedem Alter hängen die Entscheidung und die Linsenwahl von den Messwerten, dem Alltag und den Erwartungen ab.

Die Rolle der Augenärztin in der Schweiz

Die Augenärztin in der Schweiz ist vor und nach einer Linsenimplantation im Ausland eine wichtige Ansprechpartnerin. Sie kann vorab die Sehstärke bestimmen, die Augen auf Erkrankungen untersuchen und Messwerte an das behandelnde Team übermitteln. Nach der Rückkehr übernimmt sie die Kontrollen, bei phaken Linsen die jährliche Zählung der Endothelzellen und die Messung des Augeninnendrucks, die Behandlung trockener Augen, eine allfällige Nachstarbehandlung und die Früherkennung anderer Augenerkrankungen. Informieren Sie sie vor der Reise über Ihre Pläne und bringen Sie nach der Rückkehr alle Unterlagen mit.

Die Wahl des Zeitpunkts

Eine Linsenimplantation lässt sich gut planen. Wählen Sie einen Zeitpunkt, an dem Sie einige Tage Ruhe haben und in den ersten Wochen keine Reisen mit Staub oder Schwimmen, keine anstrengenden körperlichen Tätigkeiten und keine wichtigen Termine mit hohen Anforderungen an das Sehen anstehen. Bei multifokalen Linsen sollten Sie berücksichtigen, dass die Gewöhnung einige Wochen bis Monate dauern kann. Kontaktlinsen müssen vor der Voruntersuchung einige Tage bis Wochen weggelassen werden.

Das Leben mit einem Linsenimplantat

Nach einer erfolgreichen Linsenimplantation können die meisten Menschen ihren Alltag weitgehend ohne Brille oder Kontaktlinsen gestalten, je nach Linsentyp. Sport, Schwimmen, Reisen und Fliegen sind nach der Heilung ohne Einschränkungen möglich. Die Kunstlinse wird nicht gespürt und muss nicht gepflegt werden. Mit einer phaken Linse bleibt die eigene Linse erhalten und kann sich mit dem Alter trüben oder die Alterssichtigkeit entwickeln, weshalb später eine Lesebrille oder ein Linsenaustausch nötig werden kann. Nach einem Linsenaustausch entsteht kein Grauer Star mehr, ein Nachstar ist aber möglich. Regelmässige augenärztliche Kontrollen bleiben wichtig, um Veränderungen der Netzhaut, des Augeninnendrucks und bei phaken Linsen der Endothelzellen früh zu erkennen. Bewahren Sie den Linsenpass auf und zeigen Sie ihn bei jeder Augenuntersuchung vor.

Die Kommunikation mit der Augenärztin

Eine offene Kommunikation ist bei der Wahl einer Kunstlinse besonders wichtig, weil die Linse dauerhaft im Auge bleibt. In Tunesien wird häufig Französisch gesprochen, und unser Team unterstützt deutschsprachige Patientinnen und Patienten bei der Verständigung. Beschreiben Sie Ihren Alltag, Ihre Hobbys, Ihren Beruf und Ihre Erwartungen möglichst genau. Sagen Sie, wie wichtig Ihnen die Brillenfreiheit ist und wie stark Sie sich an Lichthöfen oder Blendungen stören würden. Teilen Sie alle Erkrankungen, Medikamente und früheren Augenoperationen mit. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen.

Nach der Rückkehr in die Schweiz

Nach der Rückkehr setzen Sie die Tropfen nach Plan fort, reiben die Augen nicht und schützen sie vor Staub, Wind und Sonne. Vereinbaren Sie die weiteren Kontrollen bei einer Augenärztin in der Schweiz und bringen Sie den Bericht und den Linsenpass mit. Bei einer phaken Linse planen Sie die jährlichen Kontrollen. Bei zunehmenden Schmerzen, Kopfschmerzen mit Übelkeit, einer Verschlechterung des Sehens, Lichtblitzen oder einem Schatten im Gesichtsfeld suchen Sie sofort eine Augenärztin oder eine Augenklinik auf.

Woran Sie eine gute Planung erkennen

Eine gute Planung einer Linsenimplantation beginnt mit einer umfassenden Voruntersuchung mit Biometrie, Hornhautvermessung, Messung der Augenkammer, Zählung der Endothelzellen, Untersuchung des Tränenfilms und der Netzhaut. Die Augenärztin bespricht ausführlich den Alltag und die Erwartungen, erklärt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren und Linsen, rät von Premiumlinsen ab, wenn die Augen dafür nicht geeignet sind, und bespricht Alternativen wie eine Laserkorrektur oder das Beibehalten einer Brille. Sie erklärt die Risiken, die Gewöhnung, die Möglichkeit einer Feinkorrektur und die Nachsorge. Vorsicht ist angebracht, wenn Premiumlinsen ohne gründliche Untersuchung empfohlen werden, wenn eine vollständige Brillenfreiheit versprochen wird, wenn bei jungen, stark kurzsichtigen Menschen ohne Begründung ein Linsenaustausch statt einer phaken Linse empfohlen wird oder wenn die langfristige Nachsorge nicht geregelt ist.

Häufige Missverständnisse in der Beratung

Ein häufiges Missverständnis ist, dass eine Linsenimplantation ein kleiner Eingriff ist, vergleichbar mit einer Laserkorrektur. Tatsächlich ist sie ein Eingriff im Inneren des Auges mit eigenen Risiken. Ein zweites Missverständnis ist, dass Premiumlinsen immer eine vollständige Brillenfreiheit bringen. Viele kommen weitgehend ohne Brille aus, doch für bestimmte Tätigkeiten kann eine Brille nötig bleiben. Ein drittes Missverständnis ist, dass eine phake Linse keine Kontrollen erfordert. Jährliche Kontrollen sind wichtig. Ein viertes Missverständnis betrifft die Kostenübernahme: Ohne Grauen Star wird eine Linsenimplantation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit in der Regel nicht übernommen.

Entscheidungshilfe

Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Wie alt sind Sie, und wie hoch ist Ihre Fehlsichtigkeit? Ist eine Laserkorrektur für Sie möglich? Besteht bereits eine Alterssichtigkeit oder ein beginnender Grauer Star? Welche Tätigkeiten sind Ihnen im Alltag wichtig, und fahren Sie viel in der Nacht? Wie stark stören Sie optische Nebenwirkungen? Haben Sie andere Augenerkrankungen oder trockene Augen? Sind Sie bereit, regelmässige Kontrollen wahrzunehmen? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie gezielt in die Beratung gehen.

Unsere Begleitung

Unser Team begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Nachsorge. Wir leiten Ihre Brillenwerte und Befunde an das Team weiter, das eine erste Einschätzung gibt. Wir erstellen eine transparente Offerte, organisieren Flug, Transfers und Unterkunft, begleiten Sie während des Aufenthalts und bleiben nach der Rückkehr erreichbar.

Eine ehrliche Einschätzung

Intraokularlinsen bieten eine wirksame Möglichkeit, Fehlsichtigkeiten zu korrigieren, wenn eine Laserkorrektur nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Phake Linsen eignen sich besonders für jüngere Menschen mit hoher Kurzsichtigkeit, der refraktive Linsenaustausch eher für Menschen ab etwa fünfzig Jahren mit Alterssichtigkeit. Premiumlinsen ermöglichen mehr Brillenfreiheit, können aber optische Nebenwirkungen verursachen und sind nicht für alle Augen geeignet. Eine gründliche Voruntersuchung, eine sorgfältige Linsenwahl, realistische Erwartungen und eine konsequente Nachsorge sind entscheidend.

Typische Ausgangssituationen

Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.

Hohe Kurzsichtigkeit bei jungem Erwachsenen

Ein Mann Ende zwanzig hat minus elf Dioptrien und eine eher dünne Hornhaut. Eine Laserkorrektur ist nicht möglich. Nach der Voruntersuchung mit ausreichender Kammertiefe und Endothelzellzahl erhält er eine phake Intraokularlinse und sieht ohne Kontaktlinsen scharf.

Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit

Eine Frau Anfang fünfzig ist weitsichtig und braucht zunehmend eine Lesebrille. Sie entscheidet sich für einen refraktiven Linsenaustausch mit trifokalen Linsen und kommt danach meist ohne Brille aus. In den ersten Monaten bemerkt sie Lichthöfe in der Nacht, die allmählich weniger stören.

Berufsfahrer mit Wunsch nach Brillenfreiheit

Ein Mann Mitte fünfzig fährt beruflich viel in der Nacht. Die Augenärztin rät von multifokalen Linsen ab und empfiehlt Linsen mit erweiterter Tiefenschärfe oder monofokale Linsen mit Monovision.

Makuladegeneration

Eine Frau Anfang sechzig mit beginnender Makuladegeneration wünscht multifokale Linsen. Die Augenärztin erklärt, dass diese bei Netzhauterkrankungen nicht geeignet sind, und empfiehlt eine monofokale Linse.

Grauer Star nach phaker Linse

Ein Mann Mitte fünfzig, der vor fünfzehn Jahren eine phake Linse erhalten hat, entwickelt einen Grauen Star. Die phake Linse wird entfernt, und in derselben Operation wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt.

Mythen und Fakten

«Premiumlinsen sind immer die beste Wahl.»

Nicht immer. Sie bieten mehr Brillenfreiheit, können aber Blendungen verursachen und sind nicht für alle Augen geeignet.

«Eine phake Linse ist dauerhaft und muss nie entfernt werden.»

Sie kann lange im Auge bleiben, muss aber bei einem späteren Grauen Star oder bei Problemen entfernt werden.

«Nach einem Linsenaustausch bekommt man keinen Grauen Star mehr.»

Richtig, weil die eigene Linse entfernt wurde. Ein Nachstar ist aber möglich und leicht behandelbar.

«Mit einer multifokalen Linse sieht man wie in der Jugend.»

Viele kommen ohne Brille aus, doch das Sehen unterscheidet sich von dem einer jungen, natürlichen Linse, etwa durch Lichthöfe und einen etwas geringeren Kontrast.

Intraokularlinse in der Schweiz oder in Tunesien?

Eine Linsenimplantation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ist ein planbarer Eingriff, der in der Regel selbst bezahlt werden muss, weshalb ein Kostenvergleich für manche eine Rolle spielt. Da es sich um einen Eingriff im Inneren des Auges handelt, sind eine gründliche Voruntersuchung, ein erfahrenes Team, hochwertige Linsen und eine gute Nachsorge besonders wichtig. Die Kontrollen der ersten Tage erfolgen vor Ort, die weiteren Kontrollen, bei phaken Linsen auch die regelmässige Zählung der Endothelzellen und die Kontrolle des Augeninnendrucks, in der Schweiz.

KriteriumBehandlung in der SchweizBehandlung in Tunesien über Medespoir
KostenHöheres KostenniveauEtwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich
AufenthaltTermine am WohnortEtwa sieben bis zehn Tage
VoruntersuchungAm WohnortVorab in der Schweiz möglich, abschliessend vor Ort
Langfristige KontrollenAm WohnortIn der Schweiz
Nachstar, KomplikationenAm WohnortIn der Schweiz

Intraokularlinse in Tunesien mit Medespoir

Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu den Augenärzten, den verwendeten Linsen und den Geräten zur Voruntersuchung stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Arzt und der Klinik.

Was kostet eine Intraokularlinse in Tunesien?

Die Kosten hängen vom Verfahren, dem Linsentyp, der Zahl der Augen, der Voruntersuchung, den Kontrollen, der Klinik und dem Aufenthalt ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.

LandRelatives KostenniveauHinweis
SchweizReferenz (100 %)Behandlung in einer Augenklinik
Tunesienetwa 60 % günstiger als in der SchweizPauschale je nach Offerte, Reisekosten separat
Türkeietwa 30 % günstiger als in TunesienJe nach Klinik und Leistungsumfang

Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte.

Krankenkasse und KVG

Eine Linsenimplantation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ohne Grauen Star wird von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG in der Regel nicht übernommen. Liegt ein Grauer Star vor, der den Alltag beeinträchtigt, wird die Operation mit einer Standardlinse in der Schweiz übernommen, der Aufpreis für Premiumlinsen aber nicht. In besonderen Situationen, etwa bei einer extremen Fehlsichtigkeit oder einem sehr grossen Unterschied zwischen beiden Augen, der mit Brille oder Kontaktlinsen nicht ausgeglichen werden kann, kann eine Kostenübernahme nach vorgängiger Kostengutsprache geprüft werden. Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nicht vergütet, weil das KVG dem Territorialitätsprinzip folgt. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt.

Fragen für die Beratung

  • Ist eine phake Linse oder ein Linsenaustausch für mich besser geeignet?
  • Welcher Linsentyp passt zu meinem Alltag?
  • Wie tief ist meine Augenkammer, und wie viele Endothelzellen habe ich?
  • Welche Nebenwirkungen sind bei der empfohlenen Linse zu erwarten?
  • Wie hoch ist mein Risiko für eine Netzhautablösung?
  • Wer führt die langfristigen Kontrollen in der Schweiz durch?

Kleines Glossar

  • Intraokularlinse: Kunstlinse im Auge.
  • Phake Linse: zusätzliche Linse vor der eigenen Linse.
  • Refraktiver Linsenaustausch: Ersatz der klaren eigenen Linse durch eine Kunstlinse.
  • Trifokale Linse: Linse mit drei Brennpunkten.
  • EDOF-Linse: Linse mit erweiterter Tiefenschärfe.
  • Endothelzellen: Zellen an der Innenseite der Hornhaut, die sie klar halten.
  • Vordere Augenkammer: Raum zwischen Hornhaut und Iris.

Wichtige medizinische Hinweise

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine augenärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Eine Linsenimplantation erfordert eine gründliche Voruntersuchung.

Zunehmende Schmerzen, Kopfschmerzen mit Übelkeit, eine Verschlechterung des Sehens oder ein Schatten im Gesichtsfeld erfordern sofortige Hilfe. Ergebnisse können nicht garantiert werden.

Eine Linsenimplantation zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit wird von der Grundversicherung nach KVG in der Regel nicht übernommen. Geplante Behandlungen im Ausland werden nicht vergütet.

Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.

Intraokularlinse: 146 Fragen und Antworten

Grundlagen

Was ist eine Intraokularlinse?

Eine künstliche Linse, die in das Auge eingesetzt wird, um eine getrübte Linse zu ersetzen oder eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren.

Was ist der Unterschied zwischen phaker Linse und Linsenaustausch?

Bei der phaken Linse bleibt die eigene Linse erhalten, beim Linsenaustausch wird sie durch eine Kunstlinse ersetzt.

Was ist eine implantierbare Kontaktlinse?

Eine andere Bezeichnung für eine phake Intraokularlinse, die wie eine Kontaktlinse im Auge liegt.

Wo wird eine phake Linse platziert?

Meist hinter der Iris und vor der eigenen Linse, ältere Modelle auch vor der Iris.

Bleibt mit einer phaken Linse die Akkommodation erhalten?

Ja, solange keine Alterssichtigkeit besteht, weil die eigene Linse erhalten bleibt.

Kann eine phake Linse entfernt werden?

Ja, sie kann bei Bedarf entfernt oder ausgetauscht werden.

Warum kann nach einem Linsenaustausch kein Grauer Star mehr entstehen?

Weil die eigene Linse, die sich trüben könnte, entfernt wurde.

Warum wird der Linsenaustausch bei jüngeren Menschen zurückhaltend eingesetzt?

Weil die natürliche Akkommodation verloren geht und das Risiko einer Netzhautablösung erhöht ist.

Wann ist eine Linsenimplantation besser als eine Laserkorrektur?

Bei hoher Fehlsichtigkeit, dünner oder unregelmässiger Hornhaut, trockenen Augen oder Alterssichtigkeit.

Linsentypen

Was ist eine Monovision mit Kunstlinsen?

Eine Einstellung, bei der ein Auge für die Ferne und das andere leicht kurzsichtig für die Nähe eingestellt wird.

Was ist eine bifokale Linse?

Eine multifokale Linse mit zwei Brennpunkten für Ferne und Nähe.

Was ist eine trifokale Linse?

Eine Linse mit drei Brennpunkten für Ferne, mittlere Entfernung und Nähe.

Warum ist der Kontrast bei multifokalen Linsen geringer?

Weil das einfallende Licht auf mehrere Brennpunkte aufgeteilt wird.

Was ist eine EDOF-Linse?

Eine Linse mit erweiterter Tiefenschärfe, die einen verlängerten Schärfenbereich von der Ferne bis zur mittleren Entfernung erzeugt.

Wer sollte keine multifokale Linse erhalten?

Menschen mit Makuladegeneration, fortgeschrittenem Grünem Star, unregelmässiger Hornhaut, ausgeprägt trockenen Augen oder vielen Nachtfahrten.

Kann eine torische Linse sich im Auge drehen?

Selten, was eine Korrektur der Position erfordern kann.

Gibt es torische multifokale Linsen?

Ja, torische Varianten gibt es für monofokale, multifokale und EDOF-Linsen.

Eignung und Voruntersuchung

In welchem Alter eignet sich eine phake Linse?

Meist zwischen etwa einundzwanzig und fünfundvierzig Jahren.

In welchem Alter eignet sich ein refraktiver Linsenaustausch?

Eher ab etwa fünfzig Jahren.

Warum ist die Tiefe der vorderen Augenkammer wichtig?

Weil eine phake Linse genug Platz braucht, damit sie die Hornhaut und den Kammerwinkel nicht beeinträchtigt.

Warum werden die Endothelzellen gezählt?

Weil sie die Hornhaut klar halten und eine phake Linse ihren Verlust fördern kann.

Warum wird die Netzhaut vor einer Linsenimplantation untersucht?

Um Löcher oder dünne Stellen zu erkennen, die vorher mit einem Laser behandelt werden sollten.

Wie wird die Grösse der phaken Linse bestimmt?

Durch Messung des Abstands zwischen Iris und eigener Linse und der Grösse des Auges.

Eingriff

Wie wird eine phake Linse eingesetzt?

Gefaltet über einen kleinen Schnitt am Rand der Hornhaut und hinter der Iris vor der eigenen Linse positioniert.

Warum wird manchmal eine Öffnung in der Iris angelegt?

Um einen Druckanstieg im Auge zu vermeiden. Bei neueren Linsen ist dies oft nicht mehr nötig.

Warum wird bei phaken Linsen einige Stunden nach dem Eingriff kontrolliert?

Um den Augeninnendruck zu prüfen, der nach dem Eingriff ansteigen kann.

Wie lange sollte ich für eine Linsenimplantation in Tunesien bleiben?

Etwa sieben bis zehn Tage, damit beide Augen behandelt und kontrolliert werden können.

Risiken

Kann eine phake Linse einen Grauen Star auslösen?

Sie kann eine Trübung der eigenen Linse fördern, was einen späteren Austausch erfordert.

Warum ist der Verlust von Endothelzellen bei phaken Linsen wichtig?

Weil zu wenige Endothelzellen die Hornhaut trüben können, weshalb die Zellzahl regelmässig kontrolliert wird.

Was bedeuten Kopfschmerzen mit Übelkeit nach einer Linsenimplantation?

Sie können auf einen stark erhöhten Augeninnendruck hinweisen und erfordern sofortige Hilfe.

Was passiert, wenn die phake Linse die falsche Grösse hat?

Sie muss ausgetauscht oder neu positioniert werden.

Ist das Risiko einer Netzhautablösung nach einem Linsenaustausch erhöht?

Ja, besonders bei hoher Kurzsichtigkeit und jüngeren Menschen.

Organisation und Kosten

Übernimmt die Krankenkasse einen Linsenaustausch bei Grauem Star?

Ja, mit einer Standardlinse, der Aufpreis für Premiumlinsen aber nicht.

Wann kann eine Kostengutsprache für eine Linsenimplantation geprüft werden?

Bei extremer Fehlsichtigkeit oder einem grossen Unterschied zwischen beiden Augen, der nicht anders ausgeglichen werden kann.

Wovon hängen die Kosten einer Linsenimplantation ab?

Vom Verfahren, dem Linsentyp, der Zahl der Augen, der Voruntersuchung und dem Aufenthalt. In Tunesien liegen sie zur Orientierung etwa 60 % unter dem Schweizer Niveau, indikativ und nicht vertraglich.

Wer führt die langfristigen Kontrollen nach einer phaken Linse durch?

Eine Augenärztin in der Schweiz, mit Kontrollen der Endothelzellen, des Augeninnendrucks und der Linse.

Kann ich mich unverbindlich zur Linsenimplantation beraten lassen?

Ja, die Anfrage und die Vorabbeurteilung sind unverbindlich.

Mit welchen Linsenmarken arbeiten die Partnerkliniken?

Angaben zu den verwendeten Linsen stellen wir auf Anfrage zur Verfügung, sofern sie von der Klinik bestätigt sind.

Materialien, Geschichte, neue Konzepte

Aus welchem Material bestehen moderne Kunstlinsen?

Meist aus weichem, faltbarem Acryl, seltener aus Silikon.

Was ist der Unterschied zwischen hydrophobem und hydrophilem Acryl?

Hydrophobes Acryl nimmt wenig Wasser auf und wird mit weniger Nachstar in Verbindung gebracht, hydrophiles Acryl enthält mehr Wasser und ist sehr gut verträglich.

Was ist PMMA?

Ein harter Kunststoff, aus dem frühere Linsen bestanden, die grössere Schnitte erforderten.

Was ist ein Blaufilter in einer Kunstlinse?

Ein Gelbfilter gegen einen Teil des blauen Lichts, dessen langfristiger Schutz für die Netzhaut nicht eindeutig belegt ist.

Was ist eine asphärische Linse?

Eine Linse, die einen Abbildungsfehler der Hornhaut ausgleicht und das Kontrastsehen verbessern kann.

Was sind Haptiken?

Die seitlichen Bügel, die die Kunstlinse im Auge halten.

Wann kamen trifokale Linsen auf?

In den 2010er-Jahren.

Was sind akkommodierende Linsen?

Linsen, die wie die natürliche Linse zwischen Nähe und Ferne scharf stellen sollen, mit bisher begrenzten Ergebnissen.

Was ist eine lichtjustierbare Linse?

Eine Linse, deren Brechkraft nach der Operation mit ultraviolettem Licht angepasst werden kann.

Was ist eine Add-on-Linse?

Eine Zusatzlinse, die vor eine bereits eingesetzte Kunstlinse gesetzt wird, um die Sehstärke zu korrigieren.

Was ist eine Linse nach dem Lochblendenprinzip?

Eine Linse mit kleiner Öffnung, die die Tiefenschärfe erweitert.

Wahl und Gewöhnung

Welche Linse eignet sich für viel Computerarbeit?

Oft eine EDOF- oder trifokale Linse mit gutem Sehen in der mittleren Entfernung.

Welche Linse eignet sich für viel Autofahren in der Nacht?

Oft eine monofokale oder EDOF-Linse mit wenig Blendung.

Welche Linse eignet sich für Berufe mit hohem Kontrastbedarf?

Meist eine monofokale Linse, mit Brille für die Nähe.

Spielt die Persönlichkeit bei der Linsenwahl eine Rolle?

Ja, perfektionistische Menschen stören sich manchmal stärker an optischen Nebenwirkungen multifokaler Linsen.

Was ist Neuroadaptation?

Die Gewöhnung des Gehirns an das neue Sehen, bei der es lernt, das jeweils scharfe Bild auszuwählen.

Warum braucht das Lesen mit multifokalen Linsen anfangs mehr Licht?

Weil das Licht auf mehrere Brennpunkte aufgeteilt wird und das Gehirn sich erst anpassen muss.

Hilft die Operation des zweiten Auges bei der Gewöhnung?

Ja, das Gehirn adaptiert mit beiden Augen meist besser.

Was tun, wenn Lichthöfe nach Monaten noch stark stören?

Die Ursachen abklären lassen, etwa Nachstar, verbleibende Fehlsichtigkeit oder trockene Augen.

Kann eine multifokale Linse ausgetauscht werden?

In seltenen Fällen ja, gegen eine monofokale Linse, wenn die Beschwerden stark bleiben.

Phake Linse und Weitsichtigkeit

Was ist der Vault bei einer phaken Linse?

Der Abstand zwischen phaker Linse und eigener Linse, der weder zu klein noch zu gross sein darf.

Was passiert, wenn der Vault zu klein ist?

Die phake Linse kann die eigene Linse berühren und einen Grauen Star fördern.

Was passiert, wenn der Vault zu gross ist?

Der Kammerwinkel kann sich verengen und der Augeninnendruck steigen.

Bis zu welcher Kurzsichtigkeit kann eine phake Linse korrigieren?

Oft bis etwa minus achtzehn Dioptrien oder mehr, je nach Modell und Auge.

Wie oft sollte eine phake Linse kontrolliert werden?

Meist einmal jährlich, mit Endothelzellzählung, Augeninnendruck und Kontrolle der eigenen Linse.

Kann eine phake Linse bei Keratokonus eingesetzt werden?

Bei einem stabilen Keratokonus kann eine torische phake Linse eine Möglichkeit sein.

Warum ist der Linsenaustausch bei Weitsichtigkeit oft günstig?

Weil er die Weitsichtigkeit korrigiert und mehr Platz in der Augenkammer schafft, was das Risiko eines Glaukomanfalls verringert.

Was ist ein Glaukomanfall?

Ein akuter Anstieg des Augeninnendrucks durch einen Verschluss des Kammerwinkels, mit Schmerzen, rotem Auge und Sehverschlechterung.

Ab welchem Alter ist ein Linsenaustausch bei Weitsichtigkeit oft sinnvoll?

Oft ab etwa fünfundvierzig bis fünfzig Jahren.

Hohe Kurzsichtigkeit, Operationstag, erste Wochen

Warum ist bei hoher Kurzsichtigkeit das Netzhautrisiko erhöht?

Weil das Auge länger und die Netzhaut gedehnt und dünner ist.

Warum wird bei jungen Kurzsichtigen eine phake Linse bevorzugt?

Weil der Linsenaustausch bei ihnen das Risiko einer Netzhautablösung zusätzlich erhöht und die Akkommodation verloren ginge.

Warum wird die Pupille bei phaken Linsen sehr weit gestellt?

Damit die Linse hinter der Iris platziert werden kann.

Warum bleibe ich nach einer phaken Linse einige Stunden in der Klinik?

Damit der Augeninnendruck kontrolliert werden kann, bevor ich die Klinik verlasse.

Wann wird das zweite Auge behandelt?

Oft nach einigen Tagen, wenn das erste Auge gut verheilt ist.

Was wird am Tag nach dem Eingriff kontrolliert?

Sehschärfe, Augeninnendruck und bei phaken Linsen der Abstand zur eigenen Linse.

Feinkorrektur, trockene Augen, Erwartungen

Was ist eine Feinkorrektur nach einem Linsenaustausch?

Eine zusätzliche Korrektur einer verbleibenden Fehlsichtigkeit, meist mit einer Laserkorrektur einige Monate nach dem Eingriff.

Warum ist eine kleine Restfehlsichtigkeit bei Premiumlinsen störend?

Weil bereits eine kleine Abweichung die angestrebte Brillenfreiheit deutlich beeinträchtigen kann.

Kann eine gedrehte torische Linse korrigiert werden?

Ja, sie kann in einem kleinen Eingriff zurückgedreht werden.

Warum sind trockene Augen bei Premiumlinsen besonders wichtig?

Weil ein unregelmässiger Tränenfilm die Bildqualität verschlechtert und die Nebenwirkungen verstärkt.

Können trockene Augen die Linsenberechnung verfälschen?

Ja, deshalb werden sie vor den Messungen behandelt.

Lassen sich Beschwerden nach Premiumlinsen durch Behandlung trockener Augen verbessern?

Oft ja, viele Beschwerden lassen sich so deutlich verbessern.

Ist das Sehen mit Premiumlinsen wie mit einer jungen Linse?

Nein, es ist nicht identisch, und optische Nebenwirkungen sind möglich.

Warum sind realistische Erwartungen wichtig?

Weil Menschen, die wissen, was sie erwartet, nach dem Eingriff meist zufriedener sind.

Nebenwirkungen, Kombination, Kosten

Was sind Dysphotopsien?

Optische Erscheinungen nach einer Linsenimplantation, etwa Lichthöfe, Blendungen oder dunkle Schatten am Rand des Gesichtsfelds.

Was sind negative Dysphotopsien?

Dunkle, sichelförmige Schatten am Rand des Gesichtsfelds, die meist mit der Zeit verschwinden.

Treten Lichthöfe auch bei monofokalen Linsen auf?

Ja, seltener, etwa durch Reflexionen am Linsenrand.

Was hilft gegen störende Lichthöfe?

Geduld, angepasste Beleuchtung, pupillenverengende Tropfen und in seltenen Fällen ein Linsenaustausch.

Was ist die Mix-and-Match-Strategie?

Die Kombination unterschiedlicher Linsen in beiden Augen, um die Vorteile verschiedener Linsen zu verbinden.

Was ist das führende Auge?

Das Auge, das beim Sehen bevorzugt wird und bei der Planung einer Monovision für die Ferne eingestellt wird.

Welche Folgekosten kann eine phake Linse haben?

Jährliche Kontrollen und möglicherweise einen späteren Linsenaustausch.

Bleibt mit Premiumlinsen manchmal eine Brille nötig?

Ja, für bestimmte Tätigkeiten kann eine Brille nötig bleiben.

Gesundheit, Hygiene, Ausland

Warum ist ein gut eingestellter Diabetes vor einer Linsenimplantation wichtig?

Weil er das Risiko für ein Makulaödem und Netzhautveränderungen beeinflusst.

Warum sind Prostatamedikamente bei phaken Linsen wichtig?

Weil sie die Iris schlaff machen können, was das Platzieren der Linse hinter der Iris erschwert.

Ist eine Linsenimplantation in der Schwangerschaft möglich?

Nein, Schwangerschaft und Stillzeit sind keine geeignete Zeit, weil sich die Sehstärke verändern kann.

Was sollte der Bericht nach einer Linsenimplantation enthalten?

Linsentyp, Brechkraft, Grösse bei phaken Linsen, Messwerte, Verlauf und den Linsenpass.

Was muss ich vor einer Linsenimplantation im Ausland klären?

Die weiteren Kontrollen in der Schweiz, bei phaken Linsen jährlich, sowie Feinkorrektur und Nachstarbehandlung.

Was gehört zu einer guten Planung einer Linsenimplantation?

Eine umfassende Voruntersuchung, eine Besprechung von Alltag und Erwartungen, ehrliche Beratung zu Linsen und Alternativen und eine geregelte Nachsorge.

Welche Warnzeichen gibt es bei Angeboten zu Premiumlinsen?

Empfehlungen ohne gründliche Untersuchung, Versprechen vollständiger Brillenfreiheit und fehlende langfristige Nachsorge.

Ist eine Linsenimplantation ein kleiner Eingriff?

Nein, sie ist ein Eingriff im Inneren des Auges mit eigenen Risiken.

Braucht eine phake Linse Kontrollen?

Ja, jährliche Kontrollen sind wichtig.

Welche Fragen helfen mir bei der Entscheidung für eine Intraokularlinse?

Alter, Höhe der Fehlsichtigkeit, Möglichkeit einer Laserkorrektur, Alterssichtigkeit, Alltag, Nachtfahrten und Augenerkrankungen.

Muss eine Kunstlinse gepflegt werden?

Nein, sie wird nicht gespürt und muss nicht gepflegt werden.

Warum sollte ich den Linsenpass bei jeder Augenuntersuchung vorzeigen?

Damit die Augenärztin weiss, welche Linse eingesetzt wurde, was für Untersuchungen und Behandlungen wichtig ist.

Was sollte ich der Augenärztin vor der Linsenwahl sagen?

Alltag, Hobbys, Beruf, Erwartungen, Bedeutung der Brillenfreiheit und wie stark Nebenwirkungen stören würden.

Warum ist die Pupillengrösse bei multifokalen Linsen wichtig?

Weil sie die Verteilung des Lichts auf die Brennpunkte beeinflusst und bei grossen Pupillen Lichthöfe verstärken kann.

Wird die Pupille mit dem Alter kleiner?

Meist ja, was die nächtlichen Nebenwirkungen bei älteren Menschen verringern kann.

Welche Aufgabe haben die Endothelzellen?

Sie pumpen Flüssigkeit aus der Hornhaut und halten sie dadurch klar.

Werden verlorene Endothelzellen ersetzt?

Nein, sie werden nicht ersetzt, weshalb ihre Zahl bei phaken Linsen regelmässig kontrolliert wird.

Was passiert bei zu wenigen Endothelzellen?

Die Hornhaut kann anschwellen und trüb werden, im schlimmsten Fall ist eine Hornhauttransplantation nötig.

Welches Verfahren wird zwischen einundzwanzig und vierzig Jahren meist gewählt?

Bei hoher Fehlsichtigkeit meist eine phake Linse, weil die eigene Linse noch klar ist.

Welches Verfahren wird zwischen vierzig und fünfzig Jahren gewählt?

Die Wahl wird individueller, Weitsichtige profitieren oft bereits von einem Linsenaustausch.

Wann wird der Linsenaustausch zur Kataraktoperation?

Wenn ein Grauer Star vorliegt, der den Alltag beeinträchtigt.

Welche Aufgaben übernimmt die Augenärztin in der Schweiz nach einer Linsenimplantation?

Kontrollen, bei phaken Linsen die jährliche Endothelzellzählung, Behandlung trockener Augen und Nachstarbehandlung.

Ist die Sehqualität mit einer phaken Linse besser als nach einer Lasik?

Bei hoher Kurzsichtigkeit oft ja, weil die Hornhaut unverändert bleibt.

Wie zufrieden sind Menschen nach einem Linsenaustausch mit trifokalen Linsen?

Studien zeigen eine hohe Zufriedenheit, wenn die Patienten gut ausgewählt und informiert sind.

Wann muss eine Kunstlinse ausgetauscht werden?

Selten, etwa bei falscher Brechkraft, starker Unzufriedenheit, Dezentrierung oder Trübung der Linse.

Wann ist ein Linsenaustausch einfacher?

In den ersten Wochen bis Monaten, bevor die Kapsel mit der Linse verwachsen ist.

Warum sollte ein Austausch bei starker Unzufriedenheit nicht zu lange hinausgezögert werden?

Weil der Austausch später, besonders nach einer Nachstarbehandlung, anspruchsvoller wird.

Werden bei einer Linsenimplantation beide Augen behandelt?

Meist ja, weil ein grosser Unterschied zwischen beiden Augen das beidäugige Sehen stören würde.

Welches Auge wird bei einer Linsenimplantation zuerst behandelt?

Meist das führende oder das stärker fehlsichtige Auge.

Kann eine Linsenimplantation mit einer Laserkorrektur ergänzt werden?

Ja, etwa bei einer verbleibenden Hornhautverkrümmung.

Kann eine Lidkorrektur mit einer Linsenimplantation kombiniert werden?

Meist erfolgt sie zeitlich getrennt, damit sich die Augenoberfläche erholen kann.

Kann ich mit einer Intraokularlinse Kontaktsport treiben?

Nach der Heilung meist ja, mit einer Schutzbrille bei Sportarten mit Verletzungsrisiko.

Kann eine Intraokularlinse durch einen Schlag verrutschen?

Sehr selten, bei starken Verletzungen des Auges. Eine Schutzbrille verringert das Risiko.

Kann ich mit einer phaken Linse tauchen?

Nach der Heilung meist ja, nach Rücksprache mit der Augenärztin.

Kann eine Intraokularlinse beim Röntgen oder Flughafen-Scanner stören?

Nein, Kunstlinsen stören bei Röntgen und Sicherheitskontrollen nicht.

Wie verändert sich die Farbwahrnehmung nach einem Linsenaustausch?

Farben wirken oft klarer und kühler, weil die gelbliche natürliche Linse entfernt wurde.

Kann ich nach einer Linsenimplantation am Bildschirm arbeiten?

Meist nach einigen Tagen, mit Pausen und befeuchtenden Tropfen.

Kann ich nach einer Linsenimplantation in die Sonne?

Ja, mit einer guten Sonnenbrille zum Schutz vor Blendung.

Kann eine Linsenimplantation das Schielen beeinflussen?

Eine Korrektur der Fehlsichtigkeit kann ein latentes Schielen manchmal verändern, was vorher untersucht werden sollte.

Sind multifokale Linsen für Pilotinnen und Piloten zugelassen?

Für manche Berufe sind sie nicht oder nur unter Bedingungen zugelassen. Klären Sie dies vorher mit der zuständigen Stelle.

Welche Anforderungen stellen Berufsfahrer an das Sehen?

Mindestanforderungen an Sehschärfe, Kontrast und Dämmerungssehen, die bei der Linsenwahl berücksichtigt werden sollten.

Kann ich nach einer Linsenimplantation wieder Kontaktlinsen tragen?

Meist ist das nicht nötig, bei Bedarf aber oft möglich, nach Rücksprache.

Kann eine Kunstlinse sich eintrüben?

Sehr selten kann sich das Linsenmaterial selbst trüben, was einen Austausch erfordert.

Wie verändert sich das Lesen mit trifokalen Linsen bei schwachem Licht?

Bei schwachem Licht kann das Lesen schwieriger sein. Eine gute Beleuchtung hilft.

Kann ich mit einer EDOF-Linse Zeitung lesen?

Grössere Schrift oft ja, für kleine Schrift wird häufig eine schwache Lesebrille benötigt.

Können Kunstlinsen Allergien auslösen?

Allergien gegen das Linsenmaterial sind äusserst selten.

Kann ein Linsenaustausch die Kurzsichtigkeit vollständig beseitigen?

Meist wird die Kurzsichtigkeit weitgehend korrigiert, eine kleine Restfehlsichtigkeit ist möglich.

Beeinflusst eine Linsenimplantation das Gesichtsfeld?

Meist nicht wesentlich. Negative Dysphotopsien am Rand verschwinden oft mit der Zeit.

Kann ich nach einer Linsenimplantation eine Brille mit Sonnenschutz tragen?

Ja, normale Sonnenbrillen ohne Sehstärke reichen meist aus.

Werden beide Augen am selben Aufenthalt in Tunesien behandelt?

Meist ja, im Abstand von einigen Tagen, damit die ersten Kontrollen beider Augen vor Ort erfolgen.

Kann ich nach einer Linsenimplantation Handarbeiten machen?

Ja, mit Linsen für die Nähe oft ohne Brille, sonst mit einer Lesebrille, bei guter Beleuchtung.

Kann eine Kunstlinse bei einem Unfall beschädigt werden?

Die Linse selbst ist robust. Eine schwere Augenverletzung kann aber das Auge und die Lage der Linse beeinträchtigen.

Wie erkenne ich einen Nachstar nach einem Linsenaustausch?

Das Sehen wird allmählich wieder verschwommen oder blendempfindlich. Eine Laserbehandlung hilft rasch.

Wie lange hält eine phake Linse?

Oft viele Jahre, sie wird aber entfernt, wenn ein Grauer Star entsteht oder Probleme auftreten.

Kann ich nach einer Linsenimplantation Wimpern verlängern lassen?

Erst nach vollständiger Heilung, meist nach einigen Wochen, weil Klebstoffe und Dämpfe das Auge reizen können.

Kann ich nach einer Linsenimplantation in eine Klimaanlage-Umgebung?

Ja, doch trockene Luft kann die Augen reizen. Befeuchtende Tropfen helfen.

Kann ich nach einer Linsenimplantation schminken?

Augen-Make-up meist nach etwa einer Woche, nach Freigabe durch die Augenärztin.

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