Als Reiterhosen bezeichnet man Fettpolster an der Aussenseite der Oberschenkel, unterhalb der Hüften, die die Silhouette seitlich ausladend wirken lassen. Der Name spielt auf die Form klassischer Reithosen an, die an dieser Stelle weit geschnitten sind. Reiterhosen sind keine Krankheit, sondern Ausdruck einer typischen, vor allem weiblichen Fettverteilung. Viele Frauen empfinden sie dennoch als störend, weil sie sich durch Ernährung und Training kaum beeinflussen lassen und Hosen, Röcke und Badebekleidung schlecht sitzen. Eine gezielte Fettabsaugung kann die Kontur wirkungsvoll verbessern. Medespoir organisiert diesen Eingriff für Patientinnen aus der Deutschschweiz und der Romandie in Partnerkliniken in Tunesien.
Diese Seite erklärt, warum sich Fett an den Oberschenkelaussenseiten sammelt, wie sich Reiterhosen von einem Lipödem und von Cellulite unterscheiden, für wen eine Absaugung geeignet ist, wie der Eingriff abläuft, wie die Heilung verläuft, welche Risiken bestehen und welche Fragen Sie mit Ihrer Krankenkasse klären sollten. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Reiterhosen sind lokalisierte Fettpolster an den Oberschenkelaussenseiten, die oft hormonell und genetisch bedingt sind und auf Diäten kaum ansprechen.
Vor einer Absaugung muss ein Lipödem ausgeschlossen werden, eine chronische Erkrankung, die anders behandelt und beurteilt wird.
Die Absaugung formt die Kontur dauerhaft, sofern das Gewicht stabil bleibt. Cellulite und schlaffe Haut werden dadurch nicht behandelt.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nach KVG grundsätzlich nicht vergütet. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Der weibliche Körper speichert Fett bevorzugt an Hüften, Gesäss und Oberschenkeln. Diese sogenannte gynoide oder gluteofemorale Fettverteilung wird vor allem durch Östrogene gesteuert und beginnt in der Pubertät. Die Fettzellen in diesen Regionen besitzen besonders viele Rezeptoren, die die Einlagerung von Fett fördern, und vergleichsweise wenige, die den Abbau anregen. Aus Sicht der Evolution dienen diese Depots als Energiereserve für Schwangerschaft und Stillzeit. Im Alltag bedeuten sie, dass Fett an den Oberschenkelaussenseiten besonders hartnäckig ist.
Die Veranlagung spielt eine grosse Rolle. Wenn Mutter oder Grossmutter ausgeprägte Reiterhosen hatten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch die Tochter sie entwickelt. Schwangerschaften, hormonelle Verhütung und Gewichtsschwankungen können die Polster verstärken. Auch schlanke, sportliche Frauen haben häufig Reiterhosen, weil die Fettverteilung unabhängig vom Gesamtgewicht vorgegeben ist.
Bei Männern kommen Reiterhosen selten vor, weil ihre Fettverteilung eher auf Bauch und Flanken ausgerichtet ist. Tritt bei Männern eine auffällige Fettvermehrung an Hüften und Oberschenkeln auf, sollte eine hormonelle Ursache ärztlich abgeklärt werden.
An der Aussenseite des Oberschenkels, auf Höhe des grossen Rollhügels des Oberschenkelknochens, liegt ein Fettdepot, das bei vielen Frauen eine seitliche Wölbung bildet. Darüber spannt sich die Haut, darunter liegt eine kräftige Sehnenplatte, die vom Becken bis zum Knie zieht. Oberhalb der Wölbung liegt oft eine leichte Einziehung, die Hüftdelle, die den Kontrast zwischen Taille, Hüfte und Oberschenkel verstärkt. Zwischen Gesäss und Oberschenkel befindet sich zudem die Gesässfalte, unter der manche Frauen ein zusätzliches Fettpolster haben, das als Bananenrolle bezeichnet wird.
Diese Strukturen sind für die Planung wichtig. Die Gesässfalte wird durch feste Bindegewebszüge gehalten. Wird in diesem Bereich zu viel Fett entfernt oder werden diese Züge verletzt, kann das Gesäss tiefer sinken und eine doppelte Falte entstehen. Ein erfahrener Chirurg behandelt diesen Bereich deshalb besonders zurückhaltend.
Reiterhosen, Lipödem und Cellulite werden oft verwechselt, sind aber verschiedene Dinge. Die Unterscheidung ist für die Behandlung entscheidend.
| Merkmal | Reiterhosen | Lipödem | Cellulite |
|---|---|---|---|
| Was ist es? | Lokales Fettpolster durch normale Fettverteilung | Chronische Erkrankung mit krankhafter Fettvermehrung | Veränderung der Hautoberfläche |
| Verteilung | Umschrieben an den Oberschenkelaussenseiten | Symmetrisch an Beinen, oft auch an Armen, Hände und Füsse ausgespart | An Oberschenkeln, Gesäss, teils Bauch |
| Beschwerden | Keine Schmerzen | Druckschmerz, Schweregefühl, Neigung zu Blutergüssen | Keine |
| Reaktion auf Diät | Gering, aber vorhanden | Kaum Veränderung an den betroffenen Regionen | Kaum |
| Typische Behandlung | Fettabsaugung | Kompressionstherapie, Bewegung, in bestimmten Fällen spezialisierte Liposuktion | Kosmetische Verfahren mit begrenzter Wirkung |
Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschliesslich Frauen betrifft. Typisch sind eine symmetrische Vermehrung des Fettgewebes an Beinen, manchmal auch an Armen, ein deutliches Missverhältnis zwischen schlankem Oberkörper und kräftigen Beinen, Druck- und Berührungsschmerzen, ein Schwere- oder Spannungsgefühl und eine Neigung zu Blutergüssen. Hände und Füsse bleiben meist ausgespart, sodass an Knöcheln und Handgelenken eine Stufe entstehen kann.
Ein Lipödem wird durch eine Fachärztin, etwa in der Angiologie, Phlebologie oder Dermatologie, diagnostiziert. Die Behandlung umfasst Kompression, Bewegung und je nach Stadium eine spezialisierte Liposuktion, die nach anderen Grundsätzen geplant wird als eine ästhetische Absaugung der Reiterhosen, oft in mehreren Sitzungen und mit besonderer Schonung der Lymphgefässe. In der Schweiz kann die Liposuktion bei Lipödem unter bestimmten Voraussetzungen nach vorgängiger Kostengutsprache von der Grundversicherung übernommen werden. Wenn Sie Anzeichen eines Lipödems bemerken, sollten Sie diese zuerst in der Schweiz abklären lassen, bevor Sie eine ästhetische Absaugung im Ausland planen.
Cellulite, im Volksmund Orangenhaut, entsteht durch den Aufbau des Bindegewebes unter der Haut. Bei Frauen verlaufen die Bindegewebsstränge senkrecht, sodass Fettläppchen sich zwischen ihnen nach oben wölben können, während die Stränge die Haut punktuell nach unten ziehen. Das Ergebnis ist eine unebene Hautoberfläche. Cellulite ist sehr häufig, auch bei schlanken Frauen, und keine Erkrankung. Eine Fettabsaugung behandelt Cellulite nicht und kann sie bei schlaffer Haut sogar sichtbarer machen.
Gute Voraussetzungen bestehen, wenn Sie ein normales oder leicht erhöhtes, stabiles Gewicht haben, wenn die Fettpolster an den Oberschenkelaussenseiten klar umschrieben sind, wenn die Haut straff und elastisch ist, wenn ein Lipödem ausgeschlossen wurde, wenn Sie gesund sind und nicht rauchen und wenn Ihre Erwartungen realistisch sind. Viele Patientinnen sind zwischen zwanzig und fünfzig Jahre alt. Jüngere Frauen haben oft eine besonders elastische Haut, die sich nach der Absaugung gut zusammenzieht.
Die Haut an den Oberschenkelaussenseiten ist meist fester als an der Innenseite. Das ist ein Vorteil, denn sie zieht sich nach der Absaugung in der Regel gut zusammen. Ist die Haut dagegen bereits schlaff, etwa nach grosser Gewichtsabnahme oder im höheren Alter, kann eine Absaugung das Bild einer hängenden Haut verstärken. Dann kann eine Oberschenkelstraffung oder eine Kombination sinnvoller sein.
Zurückhaltung ist angezeigt bei deutlichem Übergewicht, bei Verdacht auf ein Lipödem, bei ausgeprägter Cellulite und schlaffer Haut, bei Venenerkrankungen mit Neigung zu Thrombosen, bei Gerinnungsstörungen, bei schlecht eingestelltem Diabetes, bei aktiver Gewichtsabnahme und bei unrealistischen Erwartungen, etwa dem Wunsch nach einer perfekt geraden Beinlinie.
Reiterhosen sind selten ein isoliertes Problem. Für eine harmonische Silhouette betrachtet der Chirurg die gesamte Region zwischen Taille und Knie.
| Zone | Beschreibung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Oberschenkelaussenseite | Das eigentliche Reiterhosenpolster | Häufigste Zone, meist gut ansprechende Haut |
| Hüften | Fett oberhalb der Reiterhosen, unterhalb der Taille | Wird oft kombiniert für fliessende Übergänge |
| Hüftdelle | Einziehung zwischen Hüfte und Oberschenkel | Kann mit Eigenfett aufgefüllt werden |
| Bananenrolle | Fettpolster unter der Gesässfalte | Sehr zurückhaltend behandeln, Gefahr des Absinkens des Gesässes |
| Oberschenkelinnenseite | Fett an der Innenseite, oft mit dünner Haut | Höheres Risiko für Unregelmässigkeiten |
| Knieinnenseite | Kleines Fettpolster oberhalb des Knies | Häufige Ergänzung für eine gerade Beinlinie |
| Oberschenkelvorderseite | Fett im vorderen Bereich | Seltener behandelt, anspruchsvolle Zone |
Die Kombination mehrerer Zonen verlängert die Operation und erhöht die Absaugmenge. Seriöse Chirurgen priorisieren deshalb mit Ihnen die wichtigsten Bereiche. Bei vielen Frauen wird die Reiterhosen-Absaugung zudem mit einer Absaugung der Flanken kombiniert, um die Taille zu betonen, oder mit einem Gesäss-Lipofilling, bei dem das gewonnene Fett ins Gesäss übertragen wird.
Viele Frauen stört nicht nur die Wölbung der Reiterhosen, sondern auch die Einziehung darüber. Durch die Absaugung der Reiterhosen wird der Unterschied zwischen Delle und Wölbung kleiner. Bei einer ausgeprägten Delle kann zusätzlich Eigenfett eingebracht werden, um die seitliche Kontur zu glätten. Diese Kombination wird häufig im Rahmen einer Gesässformung geplant.
Die Region direkt unter dem Gesäss verdient besondere Aufmerksamkeit. Die Gesässfalte wird durch feste Bindegewebszüge gehalten, die das Gesäss tragen. Eine aggressive Absaugung in diesem Bereich kann diese Stützstrukturen schwächen. Die Folge kann ein tiefer sitzendes Gesäss mit einer doppelten oder verlängerten Falte sein, eine Komplikation, die sich schwer korrigieren lässt. Ein erfahrener Chirurg behandelt die Bananenrolle deshalb nur vorsichtig oder gar nicht.
Die Absaugung der Reiterhosen erfolgt mit denselben Verfahren wie an anderen Körperstellen. Grundlage ist fast immer die Tumeszenztechnik, bei der eine verdünnte Lösung mit örtlichem Betäubungsmittel und einem gefässverengenden Zusatz eingebracht wird. Danach wird das Fett mit dünnen, stumpfen Kanülen abgesaugt, oft unterstützt durch Vibration, Wasserstrahl, Ultraschall oder Laser. Mehr zur laserunterstützten Absaugung lesen Sie auf der Seite zu Smartlipo.
Besonders wichtig an den Oberschenkeln ist eine gleichmässige Absaugung in der tieferen Fettschicht. Die Haut der Oberschenkel reagiert empfindlich auf Unregelmässigkeiten. Eine zu oberflächliche oder ungleiche Absaugung kann Wellen und Dellen verursachen, die bei seitlichem Licht deutlich sichtbar werden. Der Chirurg arbeitet deshalb mit fächerförmigen Bewegungen aus mehreren Richtungen, kreuzt die Absaugkanäle und kontrolliert die Kontur immer wieder durch Abtasten und im Vergleich beider Seiten.
Vor der Operation werden Gesundheitszustand, Medikamente und Vorerkrankungen erhoben. Je nach Alter und Befund gehören Blutuntersuchungen und Gerinnungswerte dazu. Bei Krampfadern, Schwellungen oder früheren Thrombosen kann eine Untersuchung der Venen sinnvoll sein. Besteht der Verdacht auf ein Lipödem, sollte er vor der Planung fachärztlich abgeklärt werden.
Im Stehen markiert der Chirurg die Fettpolster, ihre Grenzen, die Hüftdellen, die Gesässfalte und Asymmetrien. Da viele Frauen Unterschiede zwischen beiden Seiten haben, wird die Absaugmenge für jede Seite einzeln geplant.
Die Absaugung erfolgt meist in Vollnarkose, bei kleinen Arealen manchmal in örtlicher Betäubung mit Sedierung. Die Einstiche, meist drei bis fünf Millimeter lang, werden häufig in der Gesässfalte, an der Hüfte oder seitlich am Oberschenkel gesetzt. Für die Behandlung der Aussenseiten liegen Sie auf der Seite oder auf dem Bauch. Nach der Absaugung wird eine Kompressionshose angelegt.
Eine Absaugung der Reiterhosen allein dauert meist etwa ein bis zwei Stunden, mit zusätzlichen Zonen länger. Häufig bleiben Sie eine Nacht in der Klinik. Danach erfolgt die Erholung im Hotel mit Kontrollen bis zur Freigabe für den Rückflug.
Die folgenden Angaben beschreiben einen häufigen Verlauf. Die Anweisungen Ihres Chirurgen haben immer Vorrang.
| Zeitraum | Was Sie erwarten können | Empfehlungen |
|---|---|---|
| Tag 1 bis 2 | Flüssigkeitsaustritt aus den Einstichen, Spannung, Muskelkatergefühl | Kompressionshose Tag und Nacht, kurze Gehstrecken |
| Tag 3 bis 7 | Blutergüsse, Schwellung bis zu den Knien möglich | Beine hochlagern, viel trinken, regelmässig gehen |
| Woche 2 | Blutergüsse verblassen | Rückkehr zu leichter Arbeit oft möglich |
| Woche 3 bis 4 | Verhärtungen, Restschwellung | Leichter Sport nach Freigabe, eventuell Lymphdrainage |
| Woche 6 | Weitgehende Belastbarkeit | Intensiveres Training nach Freigabe |
| Monat 3 bis 6 | Endgültige Kontur | Stabiles Gewicht halten |
Die Kompressionshose reicht meist von der Taille bis zum Knie oder bis zum Knöchel und wird in der Regel vier bis sechs Wochen getragen, anfangs Tag und Nacht. Sie verringert Schwellungen und Blutergüsse, unterstützt die Anpassung der Haut und beugt Flüssigkeitsansammlungen vor. Achten Sie darauf, dass sie keine Falten wirft, besonders in den Kniekehlen und in der Leiste. Eine Hose mit Öffnung im Schritt erleichtert den Toilettengang.
Weil die Schwerkraft Flüssigkeit nach unten zieht, können nach einer Absaugung der Oberschenkel auch Knie, Unterschenkel und Knöchel anschwellen. Das ist in den ersten Wochen häufig und harmlos. Regelmässiges Gehen, Hochlagern der Beine und die Kompression helfen. Eine einseitige, schmerzhafte Schwellung einer Wade kann jedoch auf eine Thrombose hindeuten und muss sofort ärztlich abgeklärt werden.
Anders als nach einem Gesäss-Lipofilling ist Sitzen nach einer Reiterhosen-Absaugung in der Regel erlaubt, wenn auch in den ersten Tagen unangenehm. Bei einer Bürotätigkeit ist die Rückkehr oft nach etwa einer Woche möglich. Spaziergänge sind vom ersten Tag an erwünscht. Leichtes Ausdauertraining wie Velofahren auf dem Hometrainer oder Walking ist oft nach zwei bis drei Wochen möglich, intensives Training und Sprünge nach etwa vier bis sechs Wochen.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine schlanke, sportliche Frau hat seit der Pubertät deutliche Wölbungen an den Oberschenkelaussenseiten, während Taille und Oberkörper schmal sind. Die Haut ist straff, Beschwerden bestehen keine. Hier ist eine gezielte Absaugung der Reiterhosen, eventuell mit einer leichten Absaugung der Hüften, eine typische Lösung. Die Haut zieht sich in dieser Situation meist gut zusammen.
Eine Frau stört sich an den Reiterhosen und empfindet ihr Gesäss gleichzeitig als flach. Hier kann das abgesaugte Fett aufbereitet und ins Gesäss übertragen werden. Die Absaugung verkleinert die seitliche Wölbung, das Lipofilling gibt dem Gesäss mehr Rundung, und die Silhouette wirkt insgesamt harmonischer. Nach dieser Kombination gelten die Sitzeinschränkungen des Lipofillings.
Eine Frau hat kräftige Beine mit einem deutlichen Missverhältnis zum schlanken Oberkörper, klagt über Schweregefühl und Druckschmerz und bekommt leicht blaue Flecken. Diese Zeichen sprechen für ein mögliches Lipödem. Hier steht zuerst eine fachärztliche Abklärung in der Schweiz im Vordergrund, bevor über eine Absaugung entschieden wird, auch weil eine Kostenübernahme in der Schweiz möglich sein kann.
Eine Frau hat viel Gewicht verloren. An den Oberschenkeln sind noch Fettpolster vorhanden, die Haut ist aber schlaff und faltig. Eine Absaugung allein würde den Hautüberschuss verstärken. Hier kommt eher eine Straffung in Frage, eventuell mit Absaugung kombiniert.
In der Konsultation fragt der Chirurg nach dem Gewichtsverlauf, nach Schwangerschaften, nach Beschwerden an den Beinen wie Schmerzen, Schwellungen oder Schweregefühl, nach Venenerkrankungen, früheren Thrombosen, Medikamenten, hormoneller Verhütung und Rauchgewohnheiten. Er möchte wissen, ob Sie in der Familie Frauen mit ähnlicher Fettverteilung oder einem Lipödem kennen.
Bei der Untersuchung im Stehen beurteilt er die Form der Oberschenkel von vorne, von hinten und von der Seite, die Hüftdellen, die Gesässfalte, die Hautqualität, die Cellulite und Asymmetrien. Er prüft mit einem Greiftest, wie viel Fett vorhanden ist, achtet auf eine Druckempfindlichkeit und auf die typische Aussparung von Knöcheln und Füssen, die auf ein Lipödem hinweisen kann.
Anschliessend erläutert er, welche Zonen er behandeln würde, wie viel Fett er entfernen möchte, wie er mit der Gesässfalte umgeht, ob eine Eigenfettübertragung sinnvoll ist und welche Risiken in Ihrem Fall besonders zu beachten sind. Eine gute Beratung spricht auch klar aus, was die Absaugung nicht leisten kann, etwa die Beseitigung von Cellulite.
Nach einer Absaugung an den Beinen ist die Förderung des Blut- und Lymphflusses besonders wichtig. Regelmässiges Gehen, das Hochlagern der Beine, ausreichend Flüssigkeit und die konsequente Kompression unterstützen die Heilung und beugen Thrombosen vor. Langes Stehen oder Sitzen ohne Bewegung sollten Sie in den ersten Wochen vermeiden. Einfache Fussgymnastik, etwa das Kreisen der Füsse und das Anheben der Zehen, kann auch im Sitzen den Kreislauf anregen.
Langfristig trägt eine ausgewogene Ernährung mit wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln und regelmässiger Bewegung dazu bei, das Gewicht stabil zu halten. Training der Bein- und Gesässmuskulatur kann die neue Kontur zusätzlich formen. Wer eine Neigung zu Krampfadern hat, sollte die Venen regelmässig kontrollieren lassen und auf ausreichend Bewegung achten.
Reiterhosen sind oft Teil einer typischen weiblichen Silhouette mit schmaler Taille und betonten Hüften. Ziel einer Absaugung ist nicht, diese Silhouette zu beseitigen, sondern sie ausgewogener zu gestalten. Werden die Reiterhosen zu stark reduziert, während Gesäss und Hüften unverändert bleiben, kann die Form unharmonisch wirken. Umgekehrt kann eine abgestimmte Behandlung von Reiterhosen, Hüften, Flanken und gegebenenfalls Gesäss eine sehr natürliche, weibliche Kontur ergeben. Wer auch am Bauch Fettpolster hat, findet Informationen auf der Seite zur Fettabsaugung am Bauch. Nichtoperative Alternativen wie die Kryolipolyse eignen sich eher für kleine Polster.
Das Unterhautfett an den Oberschenkeln ist, wie am Bauch, in eine oberflächliche und eine tiefe Schicht gegliedert. Die oberflächliche Schicht besteht aus kleinen, dicht gepackten Fettläppchen, die durch senkrechte Bindegewebsstränge mit der Haut verbunden sind. Diese Struktur ist bei Frauen besonders ausgeprägt und erklärt die Neigung zu Cellulite. Die tiefe Schicht enthält grössere, locker angeordnete Fettläppchen. Gerade dort sitzt ein grosser Teil des Reiterhosenpolsters.
Für eine gleichmässige Absaugung arbeitet der Chirurg vor allem in der tiefen Schicht. Die oberflächliche Schicht wird nur behutsam behandelt, weil sie der Haut ihre glatte Kontur gibt. Wird sie zu stark ausgedünnt, zeichnen sich die Bindegewebsstränge und Kanäle ab, und es entstehen Wellen oder Dellen. Dieses Wissen um die Schichten ist einer der Gründe, warum die Erfahrung des Chirurgen an den Oberschenkeln so entscheidend ist.
Unter dem Unterhautfett liegt an der Aussenseite eine kräftige Sehnenplatte, der sogenannte Tractus iliotibialis, der vom Becken bis unter das Knie reicht. Er bildet eine feste Grenze, oberhalb der abgesaugt wird. Am Übergang zum Gesäss verlaufen die Haltebänder der Gesässfalte, die das Gewebe des Gesässes tragen. Diese Strukturen bestimmen, wo und wie tief die Kanüle geführt werden darf.
Die Reiterhosen sind eng mit dem Hormonhaushalt verbunden. In der Pubertät beginnen Östrogene, Fett in die Hüft- und Oberschenkelregion zu lenken. Während der Schwangerschaft verstärkt sich diese Einlagerung, weil der Körper Reserven für die Stillzeit anlegt. Hormonelle Verhütung kann bei manchen Frauen ebenfalls eine Zunahme begünstigen. Nach der Menopause nimmt der Östrogeneinfluss ab, und Fett wird vermehrt am Bauch gespeichert. Die Reiterhosen verschwinden dadurch aber selten, weil die bestehenden Fettzellen erhalten bleiben.
Diese Zusammenhänge erklären, warum der Zeitpunkt einer Absaugung sorgfältig gewählt werden sollte. Nach einer Schwangerschaft ist es sinnvoll, die Stillzeit abzuschliessen und das Gewicht einige Monate zu stabilisieren. Wer noch eine Schwangerschaft plant, sollte wissen, dass sich die Fettverteilung dadurch erneut verändern kann. Nach der Menopause ist die Hautqualität ein zentraler Faktor für das Ergebnis.
Am Operationstag stehen Sie nach einigen Stunden auf und gehen kurze Strecken. Aus den Einstichen tritt rötliche Flüssigkeit aus. Die Beine fühlen sich an wie nach einem sehr intensiven Training, besonders an den Aussenseiten. Die Kompressionshose sitzt eng und wird Tag und Nacht getragen.
Zwischen dem zweiten und vierten Tag erreichen Schwellungen und Blutergüsse meist ihren Höhepunkt. Blutergüsse können sich bis zu den Knien ausbreiten. Hochlagern der Beine in Ruhephasen und regelmässiges Gehen helfen. Viele Patientinnen fühlen sich in diesen Tagen müde, was nach einer Narkose und der Wundheilung normal ist.
Ab dem fünften Tag bessert sich das Befinden deutlich, und der Rückflug wird meist freigegeben. In der zweiten Woche verblassen die Blutergüsse, die Beweglichkeit nimmt zu, und eine Rückkehr zur Bürotätigkeit ist oft möglich. Verhärtungen und Knötchen unter der Haut werden in dieser Phase häufig tastbar und bilden sich in den folgenden Monaten zurück.
Die Absaugung der Reiterhosen gehört zu den Eingriffen, bei denen die Zufriedenheit bei guter Indikation oft hoch ist, weil sich die Silhouette deutlich verändert und das Fett an dieser Stelle auf andere Weise schwer zu beeinflussen ist. Dennoch gibt es Grenzen: Cellulite bleibt, die Knochenstruktur des Beckens bestimmt die Grundform, und das Ergebnis hängt vom späteren Gewicht ab. Kleine Unebenheiten oder Seitenunterschiede können trotz sorgfältiger Technik bestehen bleiben. Wer diese Grenzen kennt, kann das Ergebnis realistisch einschätzen und die Entscheidung mit einem guten Gefühl treffen.
Eine sorgfältige Planung der Reiterhosen-Absaugung beginnt mit einer gründlichen Untersuchung im Stehen, bei der die Oberschenkel von allen Seiten betrachtet werden. Der Chirurg fragt aktiv nach Beschwerden, die auf ein Lipödem hindeuten könnten, und empfiehlt bei entsprechenden Zeichen eine Abklärung, bevor er operiert. Er erklärt, welche Zonen er behandeln würde und warum, wie er mit der Gesässfalte umgeht und wie er Seitenunterschiede ausgleicht. Er spricht offen über das Risiko von Dellen und sagt klar, dass Cellulite durch die Absaugung nicht verschwindet.
Zurückhaltung ist angebracht, wenn eine sehr grosse Absaugmenge versprochen wird, wenn die Frage nach einem Lipödem gar nicht gestellt wird, wenn eine perfekte Beinlinie oder das vollständige Verschwinden von Cellulite in Aussicht gestellt wird oder wenn Sie zu einer raschen Entscheidung gedrängt werden. Eine gute Beratung lässt Ihnen Zeit und beantwortet alle Fragen verständlich.
Nach der Freigabe durch den Chirurgen ist Training eine wertvolle Ergänzung zur Absaugung. Übungen für die Gesäss- und Beinmuskulatur wie Ausfallschritte, Brückenübungen, seitliches Beinheben und Kniebeugen formen die Oberschenkel und das Gesäss und verbessern die Stabilität der Hüfte. Ausdauersport wie Laufen, Schwimmen, Velofahren oder Wandern unterstützt ein stabiles Gewicht und fördert die Durchblutung der Beine.
Beginnen Sie behutsam und steigern Sie die Belastung über einige Wochen. In der Phase, in der noch Verhärtungen bestehen, können intensive Dehnübungen unangenehm sein. Hören Sie auf Ihren Körper und besprechen Sie Unsicherheiten mit dem Chirurgen oder einer Physiotherapeutin. Langfristig ist regelmässige Bewegung einer der wichtigsten Faktoren, um die neue Kontur zu erhalten.
Nach der Rückkehr tragen Sie die Kompressionshose weiter und gehen regelmässig spazieren. Ein Kontrolltermin beim Hausarzt in der ersten Woche ist sinnvoll, um die Einstiche zu begutachten und allfällige Fäden zu entfernen. Bringen Sie den Operationsbericht mit. Ab der zweiten oder dritten Woche können Lymphdrainagen nach Rücksprache helfen, Schwellungen und Verhärtungen an den Beinen abzubauen.
Unser Team bleibt für Fragen erreichbar, und Fotos des Verlaufs können an den Chirurgen weitergeleitet werden. Leichte Unebenheiten, taube Stellen und Verhärtungen sind in den ersten Monaten normal. Eine einseitige, schmerzhafte Schwellung einer Wade, Atemnot, Brustschmerzen, Fieber oder zunehmende Rötung an den Einstichen müssen dagegen sofort ärztlich beurteilt werden.
Eine zweite Meinung kann hilfreich sein, wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Reiterhosen oder ein Lipödem handelt, wenn Ihnen sehr unterschiedliche Vorgehensweisen empfohlen wurden oder wenn frühere Absaugungen, eine schlaffe Haut oder eine ausgeprägte Asymmetrie die Situation komplizieren. Eine zweite Meinung ist bei Wunscheingriffen üblich und kein Zeichen von Misstrauen. Bringen Sie Fotos, Befunde und frühere Operationsberichte mit, damit die Beurteilung auf einer vollständigen Grundlage erfolgt.
Menschen unterscheiden sich stark in ihrer Körperform. Häufig werden vereinfachte Typen beschrieben, etwa die Birnenform mit schmalem Oberkörper und betonten Hüften und Oberschenkeln, die Apfelform mit Betonung des Bauches, die Sanduhrform mit ausgeglichenen Schultern und Hüften und schmaler Taille oder die gerade Form mit wenig ausgeprägter Taille. Reiterhosen sind besonders typisch für die Birnenform.
Eine Absaugung verändert die Grundform eines Körpers nicht vollständig, denn Knochenbau, Beckenbreite und Muskulatur bleiben gleich. Sie kann aber die Proportionen verschieben. Bei einer ausgeprägten Birnenform kann die Reduktion der Reiterhosen den Unterschied zwischen Ober- und Unterkörper verringern und die Silhouette ausgewogener erscheinen lassen. Wird gleichzeitig das Gesäss betont und die Taille geformt, kann sich die Kontur in Richtung einer Sanduhrform entwickeln.
Wichtig ist, dass die Veränderung zum eigenen Körper passt. Eine sehr starke Reduktion der Oberschenkel bei breitem Becken kann unnatürlich wirken. Deshalb betrachtet ein erfahrener Chirurg nicht nur die Reiterhosen, sondern die gesamte Silhouette und bespricht mit Ihnen, welche Veränderung harmonisch wäre.
In den Wochen vor der Absaugung hilft eine ausgewogene Ernährung, das Gewicht stabil zu halten und den Körper auf die Heilung vorzubereiten. Eiweissreiche Lebensmittel, Gemüse, Früchte und Vollkornprodukte liefern die nötigen Bausteine. Crash-Diäten kurz vor dem Eingriff sind ungünstig, weil sie den Körper schwächen und das Ergebnis weniger vorhersehbar machen.
Nach der Operation unterstützen Eiweiss, Vitamin C, Zink und ausreichend Flüssigkeit die Wundheilung. Da an den Beinen Schwellungen im Vordergrund stehen, ist eine salzarme Kost in den ersten Wochen besonders hilfreich. Alkohol sollte in dieser Zeit gemieden werden, weil er Schwellungen verstärken und mit Medikamenten wechselwirken kann. Langfristig ist eine Ernährung, die ein stabiles Gewicht ermöglicht, der wichtigste Beitrag zur Erhaltung des Ergebnisses.
An den Beinen dauert die Heilung oft etwas länger als an anderen Körperstellen, weil die Schwerkraft die Wundflüssigkeit nach unten zieht und der Lymphabfluss Zeit braucht. Viele Patientinnen sind in den ersten Wochen ungeduldig, weil die Oberschenkel noch geschwollen und fest wirken. Das ist normal. Die schlankere Kontur zeigt sich schrittweise, und die Haut passt sich über mehrere Monate an. Vergleichen Sie Ihre Fotos in Abständen von einigen Wochen statt täglich im Spiegel, tragen Sie die Kompressionshose konsequent und bleiben Sie in Bewegung. Nach drei bis sechs Monaten lässt sich das Ergebnis fair beurteilen und mit dem Chirurgen besprechen.
Wer sich diese Zeit gibt und die Empfehlungen zur Nachsorge einhält, schafft die besten Voraussetzungen für ein gleichmässiges und dauerhaftes Ergebnis an Hüften und Oberschenkeln.
Die Absaugung der Reiterhosen ist ein häufiger Eingriff, bleibt aber eine Operation mit Risiken.
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei einer einseitigen, schmerzhaften Schwellung einer Wade oder eines Beins, bei Atemnot, Brustschmerzen, hohem Fieber, zunehmender Rötung und Eiterbildung an den Einstichen oder bei starken Schmerzen, die nicht nachlassen. In der Schweiz wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, eine Notfallstation oder in lebensbedrohlichen Situationen an die Sanitätsnotrufnummer 144.
Die schlankere Kontur der Oberschenkel zeigt sich nach dem Rückgang der Schwellung. Nach etwa drei Monaten ist das Ergebnis gut beurteilbar, nach sechs Monaten weitgehend endgültig. Kleidung sitzt häufig besser, und die Silhouette wirkt von vorne und von hinten harmonischer.
Die entfernten Fettzellen wachsen nicht nach. Bei einer Gewichtszunahme können sich die verbleibenden Fettzellen jedoch vergrössern, und Fett kann sich an anderen Stellen einlagern. Ein stabiles Gewicht ist deshalb entscheidend. Schwangerschaften und hormonelle Veränderungen können die Fettverteilung erneut beeinflussen, die typische ausgeprägte Wölbung kehrt nach einer fachgerechten Absaugung aber meist nicht im gleichen Mass zurück.
Sport kräftigt die Muskulatur, verbessert die Form der Beine und reduziert das Gesamtkörperfett. Die hormonell bedingte Fettverteilung an den Oberschenkelaussenseiten ist aber oft sehr hartnäckig. Viele sportliche Frauen behalten ihre Reiterhosen trotz regelmässigem Training.
Cellulite ist eine Veränderung der Hautstruktur und wird durch eine Fettabsaugung nicht behandelt. Bei schlaffer Haut kann sie nach der Absaugung sogar deutlicher sichtbar werden.
Reiterhosen sind eine normale Fettverteilung ohne Beschwerden. Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung mit Schmerzen, Schweregefühl und Neigung zu Blutergüssen. Beide werden unterschiedlich beurteilt und behandelt.
Eine zu starke Absaugung kann zu Dellen, eingefallenen Konturen und einer unnatürlichen Beinform führen. Ziel ist eine harmonische, der Körperform angepasste Kontur, nicht die maximale Menge.
Bei stabilem Gewicht verteilt sich kein Fett neu. Nur bei einer Gewichtszunahme lagern die verbleibenden Fettzellen mehr Fett ein, oft an nicht behandelten Stellen. Das Gewicht bleibt der entscheidende Faktor.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten | Höheres Kostenniveau | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Lipödem-Abklärung | Direkt vor Ort möglich | Abklärung vor der Reise in der Schweiz empfohlen |
| Nachkontrollen | Kurze Wege | Kontrollen vor Ort, danach Fernbetreuung und Ärzte in der Schweiz |
| Organisation | Selbst zu koordinieren | Termine, Transfers und Unterkunft werden koordiniert |
| Versicherung | Ästhetisch keine Übernahme, Lipödem teils nach Kostengutsprache | Grundsätzlich keine Vergütung durch die Grundversicherung |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken und Chirurgen in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu Qualifikationen und Zulassungen der Ärzte stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung, damit Sie diese selbst überprüfen können. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Chirurgen und der Klinik.
Eine Pauschale umfasst in der Regel den Empfang am Flughafen, die Transfers, die Konsultation, die präoperativen Untersuchungen, die Honorare von Chirurg und Anästhesie, die Operation, den Klinikaufenthalt, eine erste Kompressionshose sofern vorgesehen, den Hotelaufenthalt und die Kontrollen bis zur Rückreise. Flüge, persönliche Ausgaben und Begleitpersonen sind je nach Angebot nicht enthalten.
Die Kosten hängen von der Anzahl der Zonen, der Technik, einer allfälligen Eigenfettübertragung, der Anästhesie, der Klinik und der Aufenthaltsdauer ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Eingriff in einer Privatklinik, ohne Reise |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Pauschale inklusive Aufenthalt, je nach Offerte |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte nach Prüfung Ihres Dossiers. Planen Sie zusätzlich Reserven für Reise, eine zweite Kompressionshose, Lymphdrainagen und Kontrollen in der Schweiz ein.
Eine Absaugung der Reiterhosen aus ästhetischen Gründen ist keine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. Anders kann es beim Lipödem sein: Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa einem festgelegten Schweregrad, dokumentierten Beschwerden und einer vorausgegangenen konservativen Therapie, kann eine Liposuktion bei Lipödem in der Schweiz nach vorgängiger Kostengutsprache übernommen werden. Die Kriterien können sich ändern und werden im Einzelfall durch die Krankenkasse geprüft.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung grundsätzlich nicht vergütet. Das KVG folgt dem Territorialitätsprinzip. Wer ein Lipödem hat, sollte deshalb vor einer Entscheidung klären, ob eine Behandlung in der Schweiz übernommen würde. Für Leistungen, die Sie nach der Rückkehr in der Schweiz beziehen, gelten wie üblich Franchise und Selbstbehalt, sofern die Kasse die Leistung übernimmt.
Weitere praktische Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Aufenthalt in Tunesien.
| Tag | Programm | Hinweise |
|---|---|---|
| Tag 1 | Ankunft, Empfang, Transfer | Befunde zu Venen oder Lipödem-Abklärung mitbringen |
| Tag 2 | Konsultation, Voruntersuchungen, Anzeichnung, Operation | Nüchtern bleiben gemäss Anweisung |
| Tag 3 | Kontrolle, Entlassung ins Hotel | Kompressionshose, regelmässig gehen |
| Tag 4 bis 6 | Erholung im Hotel, Kontrolle | Beine hochlagern, viel trinken, Sonne meiden |
| Tag 6 bis 7 | Abschlusskontrolle, Unterlagen, Freigabe für den Rückflug | Im Flugzeug aufstehen, Thrombosevorbeugung |
Für eine Reiterhosen-Absaugung sollten Sie in der Regel etwa fünf bis sieben Tage in Tunesien einplanen. Die genaue Dauer legt der Chirurg fest.
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Bei Verdacht auf ein Lipödem sollte vor jeder Absaugung eine fachärztliche Abklärung erfolgen.
Ergebnisse sind individuell verschieden und können nicht garantiert werden. Beispielbilder sind nicht übertragbar.
Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nach KVG grundsätzlich nicht vergütet. Eine allfällige Kostenübernahme setzt eine vorgängige Kostengutsprache Ihrer Krankenkasse voraus und ist im Einzelfall zu klären.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Reiterhosen sind Fettpolster an der Aussenseite der Oberschenkel unterhalb der Hüften, die die Silhouette seitlich verbreitern. Sie entstehen durch die typisch weibliche Fettverteilung und sind keine Krankheit, werden aber oft als störend empfunden.
Östrogene steuern die Fetteinlagerung bei Frauen bevorzugt an Hüften, Gesäss und Oberschenkeln. Die Fettzellen dort speichern leicht und geben Fett nur zögerlich ab. Bei Männern wird Fett eher am Bauch eingelagert.
Die Veranlagung spielt eine grosse Rolle. Frauen, deren Mutter oder Grossmutter ausgeprägte Reiterhosen hatte, entwickeln sie häufiger. Hormone, Schwangerschaften und Gewichtsschwankungen beeinflussen zusätzlich die Ausprägung.
Ja, sehr häufig. Die Fettverteilung ist weitgehend unabhängig vom Gesamtgewicht vorgegeben. Viele schlanke oder sportliche Frauen haben deshalb trotz niedrigem Körperfett deutliche Polster an den Oberschenkelaussenseiten.
Die Fettzellen an den Oberschenkelaussenseiten besitzen viele Rezeptoren, die die Einlagerung fördern, und wenige, die den Abbau anregen. Beim Abnehmen schrumpfen sie deshalb oft zuletzt. Manche Frauen verlieren zuerst an Gesicht und Brust.
So nennt man die typisch weibliche Fettverteilung mit Betonung von Hüften, Gesäss und Oberschenkeln, im Gegensatz zur androiden Verteilung am Bauch. Sie wird oft als Birnenform beschrieben und ist hormonell bedingt.
Hormonelle Verhütung kann bei manchen Frauen die Fetteinlagerung an Hüften und Oberschenkeln sowie Wassereinlagerungen fördern. Sie ist aber selten die alleinige Ursache. Die genetische Veranlagung bleibt meist entscheidend.
Häufig nehmen sie in der Schwangerschaft zu, weil der Körper Energiereserven anlegt. Nach der Stillzeit bilden sie sich oft nur teilweise zurück. Mit einer Absaugung wird meist gewartet, bis Gewicht und Hormone stabil sind.
Mit dem Alter verändert sich die Fettverteilung. Nach der Menopause verschiebt sich Fett eher zum Bauch, die Reiterhosen bleiben aber oft bestehen. Gleichzeitig verliert die Haut an Elastizität, was das Ergebnis einer Absaugung beeinflusst.
Nein. Fett an Hüften und Oberschenkeln gilt im Gegensatz zu Bauchraumfett nicht als gesundheitlich belastend. Die Absaugung der Reiterhosen ist daher ein rein ästhetischer Eingriff.
Ein gezielter Fettabbau an einer bestimmten Stelle ist durch Training nicht möglich. Übungen für Gesäss und Oberschenkel stärken die Muskulatur und verbessern die Form, das Fettpolster an der Aussenseite bleibt aber oft bestehen.
Reiterhosen sind umschriebene, schmerzlose Polster an den Oberschenkelaussenseiten. Ein Lipödem betrifft die Beine meist symmetrisch und grossflächig, oft bis zu den Knöcheln, und geht mit Druckschmerz, Schweregefühl und leichten Blutergüssen einher. Eine fachärztliche Untersuchung bringt Klarheit.
Meist eine Fachärztin oder ein Facharzt für Angiologie, Phlebologie oder Dermatologie mit Erfahrung in Lymph- und Fettgewebserkrankungen. Die Diagnose beruht vor allem auf der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung.
Weil ein Lipödem eine chronische Erkrankung ist, die anders behandelt wird, besondere Anforderungen an die Absaugung stellt und in der Schweiz unter Umständen von der Krankenkasse übernommen werden kann. Eine rein ästhetische Absaugung wird dieser Situation nicht gerecht.
Ja, beides kann nebeneinander bestehen. Ein beginnendes Lipödem kann zudem wie ausgeprägte Reiterhosen wirken. Deshalb sollten Beschwerden wie Druckschmerz oder Schwellungsneigung vor jeder Absaugung ernst genommen und abgeklärt werden.
Reiterhosen sind ein Fettpolster, das die Kontur verändert. Cellulite ist eine unebene Hautoberfläche durch den Aufbau des Bindegewebes. Beide treten oft gemeinsam auf, werden aber unterschiedlich behandelt.
In der Regel nicht. Die Absaugung reduziert das Fettvolumen, verändert aber die Bindegewebsstruktur nicht. Bei straffer Haut bleibt die Cellulite ähnlich, bei schlaffer Haut kann sie deutlicher werden.
Die Wirkung aller Verfahren ist begrenzt. Diskutiert werden Stosswellen, Radiofrequenz, Laser, Subzision und kosmetische Behandlungen. Regelmässige Bewegung und ein stabiles Gewicht verbessern das Hautbild oft etwas, beseitigen Cellulite aber nicht.
Nein, eine Absaugung löst kein Lipödem aus. Ein bestehendes, unerkanntes Lipödem kann aber nach einer rein ästhetischen Absaugung weiter fortschreiten. Deshalb ist die Abklärung vor der Operation wichtig.
Die Behandlung umfasst Kompressionstherapie, manuelle Lymphdrainage, Bewegung, Gewichtskontrolle und je nach Schweregrad eine spezialisierte Liposuktion, oft in mehreren Sitzungen. Die Therapie sollte von einem erfahrenen Team geplant werden.
Frauen mit stabilem, normalem oder leicht erhöhtem Gewicht, klar umschriebenen Fettpolstern an den Oberschenkelaussenseiten, straffer Haut, ohne Anzeichen eines Lipödems, in gutem Gesundheitszustand und mit realistischen Erwartungen.
Es gibt kein Idealalter. Jüngere Frauen haben meist eine elastischere Haut, die sich gut anpasst. Wichtig ist, dass die Entwicklung abgeschlossen ist und das Gewicht stabil bleibt. Auch ältere Frauen können bei guter Hautqualität profitieren.
Bei deutlichem Übergewicht steht die Gewichtsreduktion im Vordergrund. Die Absaugung ist zur Formung lokaler Polster gedacht, nicht zur Behandlung von Übergewicht, und die Risiken steigen mit dem Körpergewicht.
Krampfadern müssen vor der Operation beurteilt werden, weil sie das Thromboserisiko und die Schwellungsneigung beeinflussen. Eine Untersuchung der Venen kann sinnvoll sein. Bei ausgeprägten Venenerkrankungen kann eine Behandlung vorher nötig sein.
Die Haut an der Aussenseite der Oberschenkel ist meist fester als an der Innenseite und zieht sich gut zusammen. Nach grosser Gewichtsabnahme oder im höheren Alter kann sie jedoch schlaff sein, was der Chirurg beurteilt.
Hormonelle Verhütung kann das Thromboserisiko erhöhen. Ob ein Absetzen oder Wechseln sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrer Gynäkologin und dem Chirurgen. Setzen Sie Verhütungsmittel nicht eigenständig ab, ohne auf einen zuverlässigen Schutz zu achten.
Ja, die Absaugung hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Eine spätere Schwangerschaft kann die Fettverteilung aber wieder verändern. Viele Frauen planen den Eingriff deshalb nach der Familienphase.
Wenn Sie abnehmen möchten, ist es besser, dies vor der Operation zu tun und das Gewicht einige Monate zu halten. So zeigt sich, welches Fett wirklich hartnäckig ist, und das Ergebnis wird vorhersehbarer.
Häufig die Hüften, die Flanken, die Oberschenkelinnenseiten und die Knieinnenseiten. Die Kombination richtet sich nach Ihrer Silhouette. Ziel ist ein fliessender Übergang von der Taille bis zum Knie, ohne Stufen.
Dort halten feste Bindegewebszüge das Gesäss. Eine zu starke Absaugung kann sie schwächen, sodass das Gesäss absinkt und eine doppelte Falte entsteht. Erfahrene Chirurgen behandeln diesen Bereich deshalb sehr zurückhaltend.
So wird ein Fettpolster direkt unter der Gesässfalte bezeichnet, das sich als zusätzliche Falte zeigt. Es kann vorsichtig abgesaugt werden, eine zu starke Behandlung birgt aber das Risiko, dass das Gesäss seine Stütze verliert.
Durch die Absaugung der Wölbung darunter wirkt die Delle oft weniger ausgeprägt. Bei deutlichen Einziehungen kann zusätzlich Eigenfett eingebracht werden, um die seitliche Linie zu glätten.
Die meisten Frauen haben leichte Seitenunterschiede. Der Chirurg dokumentiert diese vor der Operation und passt die Absaugmenge für jede Seite an. Eine vollständige Symmetrie ist jedoch nicht garantiert.
Häufig in der Gesässfalte, an der Hüfte oder seitlich am Oberschenkel, jeweils nur wenige Millimeter lang. Die Lage wird so gewählt, dass die Einstiche später von Unterwäsche oder Badebekleidung verdeckt werden.
Meist in Seiten- oder Bauchlage, damit die Oberschenkelaussenseiten gut erreichbar sind. Werden zusätzlich Innenseiten oder Bauch behandelt, wird während der Operation umgelagert.
Durch Absaugen aus mehreren Richtungen entsteht ein gleichmässiges Netz von Kanälen. Das verringert das Risiko von Rillen und Dellen, die an den Oberschenkeln bei seitlichem Licht besonders auffallen würden.
Die Tumeszenztechnik bildet die Grundlage, ergänzt durch vibrations-, wasserstrahl-, ultraschall- oder laserassistierte Verfahren. Entscheidend sind weniger das Gerät als eine gleichmässige Absaugung in der richtigen Schicht und die Erfahrung des Chirurgen.
Das ist sehr individuell und hängt von der Grösse der Polster und dem Körperbau ab. Ziel ist eine harmonische Kontur, nicht eine maximale Menge. Eine Überkorrektur kann die Aussenseite eingefallen wirken lassen.
Wenn Sie sich zugleich mehr Volumen an anderer Stelle wünschen, etwa an einer flachen Gesässpartie oder in einer tiefen Hüftdelle, kann das gewonnene Fett aufbereitet und dort eingebracht werden. Ohne diesen Wunsch wird das Fett einfach verworfen.
Nur wenn dort Fettpolster stören und die Haut ausreichend straff ist. Die Innenseite hat dünnere Haut und neigt eher zu Unregelmässigkeiten, deshalb wird sie besonders vorsichtig behandelt.
Ja, kleine Fettpolster an der Knieinnenseite werden häufig mit abgesaugt, damit die Beinlinie gerader wirkt. Die Haut am Knie ist dünn, weshalb nur geringe Mengen entfernt werden.
In der Regel vier bis sechs Wochen, anfangs Tag und Nacht. Die Hose reicht meist bis zum Knie oder Knöchel. Sie verringert Schwellungen und unterstützt die Anpassung der Haut an die neue Kontur.
Die Schwerkraft zieht Wundflüssigkeit nach unten, sodass Knie, Unterschenkel und Knöchel anschwellen können. Das ist in den ersten Wochen häufig und harmlos. Gehen, Hochlagern und Kompression helfen.
In der Regel ja. Sitzen kann in den ersten Tagen unangenehm sein, ist aber nicht verboten, anders als nach einem Gesäss-Lipofilling. Wurde zusätzlich Fett ins Gesäss übertragen, gelten die Sitzeinschränkungen des Lipofillings.
Rückenlage mit leicht erhöhten Beinen ist in den ersten Tagen oft am angenehmsten, weil die Aussenseiten entlastet werden. Seitenlage kann anfangs schmerzhaft sein. Ein Kissen zwischen den Knien kann helfen.
Bei einer Bürotätigkeit meist nach etwa einer Woche, bei Tätigkeiten mit viel Stehen oder Gehen nach etwa zwei Wochen. Planen Sie kurze Bewegungspausen ein, um den Kreislauf in den Beinen anzuregen.
Leichtes Ausdauertraining wie Walking oder Hometrainer ist oft nach zwei bis drei Wochen möglich. Joggen mit Erschütterungen und Sprünge meist nach vier bis sechs Wochen und nach Freigabe.
Verhärtungen und Knötchen können mehrere Wochen bis Monate tastbar sein. Sie gehören zur normalen Heilung und werden allmählich weicher. Lymphdrainagen und sanfte Massagen nach Freigabe können den Prozess unterstützen.
Nach etwa drei Monaten ist die neue Kontur gut erkennbar, nach sechs Monaten weitgehend endgültig. Vorher überdecken Schwellungen und Heilungsgewebe das Ergebnis.
Die Muskelpumpe der Waden treibt Blut und Lymphe aus den Beinen zurück. Regelmässiges Gehen verringert Schwellungen und senkt das Thromboserisiko. Schon am Tag der Operation sind kurze Wege erwünscht.
Gemütliches Velofahren ist oft nach zwei bis drei Wochen möglich, sobald Schwellung und Schmerzen es erlauben. Achten Sie darauf, dass Sattel und Kompressionshose nicht an den Einstichen reiben.
Tragen Sie die Kompressionshose, stehen Sie im Flugzeug oder Auto regelmässig auf, bewegen Sie die Füsse, trinken Sie ausreichend und wenden Sie die verordnete Thrombosevorbeugung an. Wählen Sie im Flugzeug einen Sitzplatz am Gang.
Nach Ende der Kompressionsphase und Rückgang der Schwellung, meist nach sechs Wochen. Enge Hosen mit dicken Nähten an den Aussenseiten sollten vorher vermieden werden, weil sie auf das heilende Gewebe drücken.
Schwellung und Heilungsgewebe füllen die Absaugkanäle vorübergehend und erzeugen ein Spannungsgefühl, besonders beim Gehen und Beugen. Das Gefühl nimmt über die ersten Wochen ab.
Die Haut an den Oberschenkeln zeigt Unregelmässigkeiten der darunterliegenden Fettschicht deutlich, besonders bei seitlichem Licht. Eine ungleichmässige oder zu oberflächliche Absaugung kann Wellen und Dellen hinterlassen. Sorgfältige Technik verringert dieses Risiko.
Wird zu viel Fett entfernt, kann die Oberschenkelaussenseite eingefallen wirken, und die Hüftdelle darüber verstärkt sich. Die Kontur wirkt dann unnatürlich. Eine Korrektur mit Eigenfett ist möglich, aber aufwendig.
Ja, wenn zu viel Fett unter der Gesässfalte entfernt oder die stützenden Bindegewebszüge verletzt werden. Das Gesäss kann dann tiefer wirken und eine doppelte Falte bilden. Vorsichtige Technik in diesem Bereich beugt dem vor.
Es ist insgesamt gering, aber bei Eingriffen an den Beinen, längeren Operationen, hormoneller Verhütung, Übergewicht und Bewegungsmangel erhöht. Frühes Gehen, Kompression, Flüssigkeit und je nach Risiko Spritzen senken es.
Typisch sind eine einseitige, schmerzhafte Schwellung der Wade oder des ganzen Beins, Überwärmung, Rötung oder bläuliche Verfärbung und Schmerzen beim Auftreten. Eine allgemeine, beidseitige Schwellung ist dagegen nach der Operation häufig normal.
Ja, an den Oberschenkeln sammelt sich gelegentlich Wundflüssigkeit in einer Tasche unter der Haut. Kleine Serome bilden sich oft zurück, grössere werden punktiert. Kompression und Schonung helfen, ihnen vorzubeugen.
Bei wenig elastischer Haut kann sie nach der Entfernung des Fetts faltig wirken und die Cellulite verstärken. Deshalb beurteilt der Chirurg die Hautqualität vor der Operation und rät bei schlaffer Haut eher zu anderen Lösungen.
Moderne Techniken mit Tumeszenz und stumpfen Kanülen sollen die Lymphgefässe schonen. Vorübergehende Schwellungen sind häufig. Dauerhafte Lymphabflussstörungen sind selten, das Risiko steigt bei aggressiver Absaugung, besonders an der Innenseite.
Leichte Unterschiede sind häufig und oft vorbestehend. Bleibt nach sechs Monaten eine deutliche Asymmetrie, kann eine Nachkorrektur durch zusätzliche Absaugung oder Eigenfett besprochen werden. Klären Sie vorher die Bedingungen für Korrekturen.
Beim Absaugen werden feine Hautnerven gereizt. Die Haut kann deshalb einige Wochen bis Monate taub, kribbelnd oder überempfindlich sein. Das Gefühl kehrt in der Regel vollständig zurück.
Ja, frühestens nach sechs Monaten, wenn das Gewebe vollständig abgeheilt ist. Korrekturen sind an den Oberschenkeln anspruchsvoll, besonders bei Dellen. Deshalb ist eine sorgfältige Erstbehandlung besonders wichtig.
Das ist individuell und hängt von der Menge des entfernten Fetts ab. Häufig verringert sich der Hüftumfang um einige Zentimeter. Wichtiger als die Zahl ist die veränderte Silhouette, die sich im Spiegel und an der Kleidung zeigt.
Die entfernten Fettzellen wachsen nicht nach, sodass die typische ausgeprägte Wölbung meist nicht im selben Mass zurückkehrt. Bei Gewichtszunahme vergrössern sich jedoch die verbleibenden Fettzellen, und die Oberschenkel können wieder voller werden.
Häufig ja. Viele Frauen berichten, dass Hosen an Hüften und Oberschenkeln besser sitzen und die Grössendifferenz zwischen Taille und Hüfte kleiner wird. Individuelle Erfahrungen sind jedoch nicht übertragbar.
Durch die Reduktion der seitlichen Wölbung und gegebenenfalls der Knieinnenseiten kann die Beinlinie gerader und schlanker wirken. Die Knochenstellung und Muskulatur setzen dieser Veränderung natürliche Grenzen.
Eine Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann die verbleibenden Fettzellen vergrössern. Nach der Schwangerschaft und Rückkehr zum Ausgangsgewicht bleibt die Kontur meist besser als vor der Absaugung, da weniger Fettzellen vorhanden sind.
Durch ein stabiles Gewicht, regelmässige Bewegung, Training der Bein- und Gesässmuskulatur und eine ausgewogene Ernährung. Hormonelle Veränderungen lassen sich nicht vollständig steuern, ihre Auswirkung ist nach der Absaugung aber meist geringer.
Bei kleinen, gut greifbaren Polstern kann die Kryolipolyse eine gewisse Reduktion bewirken, oft in mehreren Sitzungen. Für grössere Reiterhosen und eine präzise Konturierung ist die Absaugung meist wirksamer.
Massagegeräte und Cremes können die Durchblutung anregen und die Haut vorübergehend glatter erscheinen lassen, sie entfernen aber kein Fett. Eine dauerhafte Veränderung der Reiterhosen ist damit nicht zu erwarten.
Die Straffung entfernt überschüssige Haut und ist bei schlaffer Haut sinnvoll, vor allem an der Innenseite. Bei straffer Haut mit Fettpolstern ist die Absaugung die richtige Wahl. Manchmal werden beide Verfahren kombiniert.
Fettlösende Injektionen sind für kleine Areale gedacht. Für Reiterhosen wären viele Injektionen nötig, mit Schwellungen und begrenzter Wirkung. Sie sind meist keine gleichwertige Alternative zur Absaugung.
In der Regel etwa fünf bis sieben Tage. Bei einer Kombination mit Gesäss-Lipofilling kann der Aufenthalt etwas länger sein. Die genaue Dauer legt der Chirurg fest.
Entscheidend ist, ob nur die Oberschenkelaussenseiten oder zusätzlich Hüften, Knie und Innenseiten behandelt werden und ob das Fett ins Gesäss übertragen wird. Im Vergleich zur Schweiz lässt sich in Tunesien rund 60 % sparen, was indikativ und nicht vertraglich ist.
In der Schweiz kann eine Liposuktion bei Lipödem unter bestimmten Voraussetzungen nach vorgängiger Kostengutsprache übernommen werden. Die Kriterien prüft die Krankenkasse im Einzelfall. Eine rein ästhetische Absaugung der Reiterhosen wird nicht übernommen.
Fotos der Oberschenkel von vorne, hinten und seitlich, Befunde einer allfälligen Venen- oder Lipödem-Abklärung, eine Medikamentenliste und Informationen zu früheren Operationen. Senden Sie diese idealerweise vorab mit Ihrem Dossier.
Weite Hosen oder Kleider, die über die Kompressionshose passen, bequeme Schuhe, saugfähige Unterlagen für die ersten Tage, Ihre Medikamente und Sonnenschutz für die Einstiche.
Sie sind nicht zwingend, werden aber häufig empfohlen, um Schwellungen und Verhärtungen an den Beinen schneller abzubauen. Viele beginnen damit ab der zweiten Woche nach Rücksprache mit dem Chirurgen.
Das ist bei einer deutlichen Asymmetrie möglich. Meist werden aber beide Seiten behandelt, mit unterschiedlichen Mengen, damit die Kontur ausgeglichen wirkt. Der Chirurg beurteilt die Situation im Stehen.
Von hinten wirkt die Region zwischen Taille und Knie schmaler und die Kurve der Hüften ausgewogener. Wird zusätzlich das Gesäss aufgefüllt, entsteht ein deutlicherer Kontrast zwischen Taille und Gesäss.
Die meisten Patientinnen beschreiben ein Gefühl wie nach einem sehr intensiven Beintraining mit Druckempfindlichkeit an den Aussenseiten. Die Beschwerden lassen sich mit Schmerzmitteln gut behandeln und nehmen in der ersten Woche deutlich ab.
Meist ein bis zwei Tage. Die Flüssigkeit stammt aus der Tumeszenzlösung und ist mit etwas Blut vermischt. Saugfähige Unterlagen im Bett und auf dem Sitz schützen Textilien.
Sobald der Chirurg den ersten Verbandwechsel vorgenommen hat, ist kurzes, lauwarmes Abduschen der Beine meist erlaubt. Die kleinen Einstiche an Hüfte und Gesässfalte danach nur abtupfen, nicht reiben, und die Kompressionshose rasch wieder anziehen.
Ja, von Anfang an, wenn auch langsam und anfangs mit Spannungsgefühl. Treppensteigen fördert zudem die Durchblutung. Vermeiden Sie in den ersten Wochen schnelles Laufen und grosse Stufen.
Die erste Hose wird meist von der Klinik angepasst. Für eine zweite Hose sollten Sie sich die Grösse und das Modell notieren. Die Hose soll fest, aber nicht einschnürend sitzen und keine Falten in Kniekehlen oder Leiste bilden.
Juckreiz kann durch die heilenden Einstiche, die Kompressionshose und die Regeneration der Hautnerven entstehen. Eine milde Feuchtigkeitspflege auf intakter Haut und atmungsaktive Unterwäsche können helfen.
Längere Flüge sollten Sie in den ersten Wochen nur mit Kompression und Thrombosevorbeugung antreten. Strandferien mit viel Sonne sind in den ersten Monaten ungünstig, weil die Einstiche vor UV-Strahlung geschützt werden sollten.
Mindestens bis Schwellung und Blutergüsse abgeklungen und die Einstiche vollständig verheilt sind, meist sechs Wochen. Hitze kann Schwellungen an den Beinen verstärken.
Viel Salz fördert Wassereinlagerungen, die sich an den Beinen besonders bemerkbar machen. Eine salzarme Ernährung in den ersten Wochen kann helfen, die Schwellung schneller abklingen zu lassen.
Sehr wichtig. Die Wadenmuskeln wirken wie eine Pumpe, die Blut und Lymphe nach oben befördert. Fussgymnastik und regelmässiges Gehen aktivieren diese Pumpe und unterstützen die Heilung.
Nein, Sport fördert eher ein stabiles Gewicht und eine straffe Kontur. Laufsport und Krafttraining sind nach der Heilung ausdrücklich empfehlenswert, um das Ergebnis zu erhalten.
Reiten belastet die Oberschenkel und die Innenseiten stark. Es wird meist nach etwa sechs Wochen und nach Freigabe wieder erlaubt, wenn Schwellung und Empfindlichkeit abgeklungen sind.
Kleine Beulen sind in den ersten Monaten oft Heilungsgewebe und verschwinden allmählich. Bleibt nach sechs Monaten eine störende Unregelmässigkeit, kann sie gezielt nachbehandelt werden.
Nein, die Absaugung betrifft nur das Unterhautfett und nicht die Muskulatur oder Gelenke. In den ersten Tagen gehen manche aufgrund der Spannung vorsichtiger, das normalisiert sich rasch.
Ja, falls Männer entsprechende Fettpolster haben. Das ist seltener als bei Frauen. Eine auffällige Fettvermehrung an Hüften und Oberschenkeln bei Männern sollte zuvor hormonell abgeklärt werden.
In der Regel nicht wesentlich. Informieren Sie den Orthopäden jedoch über die frühere Absaugung, falls Sie später eine Hüftoperation benötigen, damit er die Narben und das Gewebe berücksichtigen kann.
Ja, nach vollständiger Heilung, meist frühestens nach drei bis sechs Monaten. Verfahren wie Stosswellen oder Radiofrequenz können dann ergänzend eingesetzt werden, ihre Wirkung ist aber begrenzt.
Fotos von vorne, hinten und beiden Seiten bei gleichem Licht und gleicher Haltung, vor der Operation und nach einem, drei und sechs Monaten. Zusätzlich hilft das Messen des Hüftumfangs an der breitesten Stelle.
Rauchen verschlechtert die Durchblutung der Haut und erhöht das Risiko von Wundheilungsstörungen, Infektionen und Thrombosen. Ein Rauchstopp mehrere Wochen vor und nach der Absaugung ist empfehlenswert.
Grundsätzlich ist das möglich, sollte aber von einem Team mit Erfahrung in der Lipödem-Behandlung geplant werden. Prüfen Sie zuvor, ob eine Behandlung in der Schweiz von der Krankenkasse übernommen würde, da dies finanziell entscheidend sein kann.
Bei dunklerem Hauttyp können die kleinen Einstichnarben eher dunkler oder heller als die Umgebung abheilen. Sorgfältiger Sonnenschutz und eine Lage in verdeckten Bereichen verringern die Sichtbarkeit.
Idealerweise ein Jahr lang. Frische Narben reagieren empfindlich auf UV-Strahlung und können sich dauerhaft verfärben. Ein Pflaster oder Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor schützt die kleinen Narben.
Ja, eine Kombination ist häufig und kann die Silhouette rundum formen. Die Gesamtmenge und die Operationsdauer müssen aber im sicheren Rahmen bleiben. Der Chirurg legt fest, was in einer Sitzung vertretbar ist.
An den Aussenseiten wird meist die grösste Fettmenge entfernt, und das Gewebe ist gut durchblutet. Blutergüsse sind dort deshalb häufig ausgeprägt und wandern mit der Schwerkraft teilweise Richtung Knie. Sie verblassen innerhalb von zwei bis drei Wochen.
Manche Patientinnen verwenden Arnika gegen Blutergüsse. Die Wirkung ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Besprechen Sie die Einnahme mit dem Chirurgen, da manche Präparate nicht mit anderen Medikamenten kombiniert werden sollten.
In den ersten Wochen nur kurz zum Duschen und Wechseln. Danach erlauben viele Chirurgen, die Hose schrittweise nur noch tagsüber zu tragen. Halten Sie sich an den individuellen Plan, denn ein zu frühes Weglassen kann Schwellungen verstärken.
Druckstellen, Einschnürungen oder starke Schmerzen unter der Hose sollten Sie melden. Eventuell ist die Grösse falsch oder die Hose wirft Falten. Eine schlecht sitzende Hose kann Dellen oder Hautreizungen verursachen.
Nein. Eine Absaugung verursacht kein Lipödem. Wird ein beginnendes Lipödem jedoch übersehen, kann es trotz Absaugung fortschreiten. Neue Beschwerden wie Druckschmerz sollten daher auch später abgeklärt werden.
Hüftgold bezeichnet meist Fettpolster an den Flanken oberhalb der Hüftknochen, Reiterhosen sitzen tiefer an den Oberschenkelaussenseiten. Beide Zonen werden oft gemeinsam behandelt, um eine durchgehende Kontur zu erreichen.
Die Einstiche sind meist drei bis fünf Millimeter lang. Nach der Reifung sind sie oft nur noch als kleine helle Punkte erkennbar und liegen in Bereichen, die von Unterwäsche oder Badebekleidung verdeckt werden.
In den ersten Wochen ja, weil Schwellungen die Beine voller erscheinen lassen. Auch später können zyklusbedingte oder hitzebedingte Wassereinlagerungen die Kontur leicht verändern. Beurteilen Sie das Ergebnis deshalb über mehrere Monate.
Kniebeugen ohne Gewicht sind oft nach drei bis vier Wochen möglich, mit Gewichten meist nach sechs Wochen und nach Freigabe. Beginnen Sie behutsam, da tiefe Beugungen die Oberschenkel stark dehnen.
Das Scheuern entsteht meist an der Innenseite. Werden die Innenseiten mitbehandelt, kann es sich verbessern. Die alleinige Absaugung der Aussenseiten verändert das Scheuern kaum.
Die Heilung verläuft nicht immer symmetrisch, etwa durch unterschiedliche Absaugmengen oder bevorzugtes Liegen auf einer Seite. Leichte Unterschiede sind normal. Eine einseitige, schmerzhafte Schwellung der Wade muss aber wegen Thrombosegefahr abgeklärt werden.
Es wird als medizinischer Abfall fachgerecht entsorgt. Nur wenn eine Eigenfettübertragung geplant ist, wird es aufbereitet und wieder injiziert.
Optisch entsteht der Eindruck einer schmaleren Taille oft durch den veränderten Kontrast. Wenn die seitliche Wölbung unterhalb der Hüften reduziert wird, wirkt der gesamte Übergang ausgeglichener. Werden die Flanken mitbehandelt, verstärkt sich dieser Effekt.
Die Beckenbreite und die Lage der Oberschenkelknochen bestimmen die Grundform der Hüften. Die Absaugung entfernt Fett, verändert aber nicht die Knochenstruktur. Bei breitem Becken bleibt die Silhouette daher auch nach der Absaugung eher weiblich rund.
Fettpolster an Aussenseiten und Knien können eine Beinachse krummer wirken lassen. Deren Reduktion kann die Beine optisch gerader erscheinen lassen. Eine knöcherne Fehlstellung wird dadurch aber nicht verändert.
Mindestens so lange, bis Blutergüsse und die stärkste Schwellung abgeklungen sind, meist vier bis sechs Wochen. Wärme erweitert die Gefässe und kann die Schwellung an den Beinen verstärken.
Bei kleinen Polstern kann eine Tumeszenz-Lokalanästhesie mit leichter Sedierung ausreichen. Bei grösseren Arealen oder zusätzlichen Zonen wird meist eine Vollnarkose bevorzugt, um eine ruhige Lagerung und gleichmässiges Arbeiten zu ermöglichen.
Langes Stehen verstärkt die Schwellung an den Beinen. In den ersten Wochen sind Wechsel zwischen Gehen, Stehen und Sitzen mit hochgelagerten Beinen günstiger. Die Kompressionshose hilft, Schwellungen im Stehen zu begrenzen.
In der ersten Phase ersetzt ein Stützstrumpf die Hose nicht, weil er die Oberschenkel nicht ausreichend komprimiert. Später kann der Chirurg eine leichtere Kompression erlauben, besonders für Reisen oder langes Stehen.
Ruhiges Tanzen ist oft nach zwei bis drei Wochen möglich. Sprünge, schnelle Drehungen und intensive Bewegungen sollten meist bis zur sechsten Woche warten, wenn die Schwellung weitgehend abgeklungen ist.
Warnzeichen sind zunehmende Rötung, Überwärmung, pochende Schmerzen, eitrige oder trübe Absonderungen und Fieber. Eine leichte Rötung direkt am Einstich in den ersten Tagen ist dagegen oft normal. Im Zweifel sollten Sie die Stelle ärztlich beurteilen lassen.
Ja, sofern die Trainingspause eingeplant wird. Sportlerinnen haben meist eine gute Hautqualität und Muskulatur, was das Ergebnis unterstützt. Wettkämpfe sollten frühestens nach einigen Monaten geplant werden.
Ich habe Medespoir Schweiz wegen einer Botox-Injektion kontaktiert. Mir hat ihre Freundlichkeit sehr gefallen und ihre Schönheitsärztin ist sehr kompetent.
Frankreich
Meine Schwester und ich sind für eine Fettabsaugung und eine
Bauchdeckenstraffung nach Tunesien gekommen. Nachdem wir zwischen mehreren
Agenturen gezögert hatten, entschieden wir uns für Medespoir. Für uns, die wir
in Genf wohnen, war es eine Entscheidung, die auf dem Preis und dem
Namen des Schönheitschirurgen, der uns vorgeschlagen wurde. Das Ergebnis nach
drei Monaten ist für mich und meine Schwester sehr zufriedenstellend.
Genf
Für einen Mann ist der kleine Bauch überhaupt nicht ästhetisch. Ich kontaktierte Medespoir Schweiz für eine Fettabsaugung am Bauch im September 2019. Das Ergebnis hat mich umgehauen und ich war angenehm überrascht von der Qualität der Betreuung.
Genf
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