Botulinumtoxin ist ein Wirkstoff, der die Übertragung von Nervensignalen auf Muskeln vorübergehend hemmt. In sehr kleinen, gezielt gespritzten Mengen entspannt er einzelne Gesichtsmuskeln, sodass die Falten, die durch deren wiederholte Bewegung entstehen, weicher werden oder verschwinden. Typische Behandlungszonen sind die Stirnfalten, die Zornesfalte zwischen den Augenbrauen und die Krähenfüsse an den äusseren Augenwinkeln. Botulinumtoxin wird zudem in der Medizin seit Jahrzehnten eingesetzt, etwa bei Lidkrampf, Schiefhals, übermässigem Schwitzen oder chronischer Migräne. Die Behandlung ist kurz, erfordert kaum Ausfallzeit und wirkt einige Monate. Medespoir organisiert Behandlungen mit Botulinumtoxin für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in Partnerkliniken in Tunesien, meist im Rahmen eines Aufenthalts für andere Behandlungen.
Diese Seite erklärt, wie Botulinumtoxin wirkt, welche Falten sich damit behandeln lassen, wie eine Behandlung abläuft, wie lange die Wirkung anhält, welche Nebenwirkungen möglich sind, welche medizinischen Anwendungen es gibt und was bei einer Behandlung im Ausland zu beachten ist. Informationen zu Füllstoffen finden Sie auf der Seite Hyaluronsäure. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Botulinumtoxin entspannt gezielt einzelne Gesichtsmuskeln und glättet so mimische Falten wie Stirnfalten, Zornesfalte und Krähenfüsse. Statische Falten und Volumenverlust behandelt es nicht.
Die Behandlung dauert meist nur wenige Minuten. Die Wirkung setzt nach einigen Tagen ein, erreicht nach etwa zwei Wochen ihr Maximum und hält meist drei bis sechs Monate.
Botulinumtoxin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und gehört in ärztliche Hände. Mögliche Nebenwirkungen sind Blutergüsse, Kopfschmerzen und selten ein vorübergehend hängendes Lid oder eine hängende Braue. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Ästhetische Behandlungen werden von der Grundversicherung nach KVG nicht übernommen. Bestimmte medizinische Anwendungen können in der Schweiz übernommen werden. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Jede Bewegung eines Muskels wird durch ein Signal ausgelöst, das von einem Nerv an den Muskel weitergegeben wird. An der Verbindungsstelle zwischen Nerv und Muskel setzt der Nerv einen Botenstoff frei, das Acetylcholin, das den Muskel zur Kontraktion anregt. Botulinumtoxin blockiert die Freisetzung dieses Botenstoffs an den Nervenendigungen im behandelten Muskel. Der Muskel erhält dadurch keine oder weniger Signale und entspannt sich. Die Wirkung ist örtlich begrenzt auf den Bereich, in den gespritzt wurde, und vorübergehend, weil die Nervenendigungen mit der Zeit neue Verbindungen zum Muskel bilden. Nach einigen Monaten kehrt die Muskelbewegung deshalb allmählich zurück.
In der ästhetischen Medizin wird fast ausschliesslich Botulinumtoxin Typ A verwendet. Es gibt verschiedene Präparate verschiedener Hersteller, die sich in der Zusammensetzung, der Dosierung und der Verteilung im Gewebe unterscheiden. Die Einheiten der verschiedenen Präparate sind nicht direkt miteinander vergleichbar. In der Schweiz sind Botulinumtoxin-Präparate verschreibungspflichtige Arzneimittel, die nur von Ärztinnen und Ärzten angewendet werden dürfen. Welches Präparat in der gewählten Partnerklinik verwendet wird, bestätigen wir Ihnen in der Offerte.
Für die Wirkung von Botulinumtoxin ist die Unterscheidung zwischen zwei Faltenarten wichtig. Mimische oder dynamische Falten entstehen durch die wiederholte Bewegung der Gesichtsmuskeln beim Lachen, Stirnrunzeln oder Blinzeln. Anfangs sind sie nur bei der Bewegung sichtbar. Mit den Jahren graben sie sich in die Haut ein und bleiben auch in Ruhe bestehen, man spricht dann von statischen Falten. Botulinumtoxin wirkt vor allem auf mimische Falten, indem es die Bewegung dämpft, die sie verursacht. Bei bereits tief eingegrabenen Falten kann es die Vertiefung verringern und ein weiteres Vertiefen verhindern, doch oft bleibt eine feine Linie bestehen, die mit anderen Verfahren wie Hyaluronsäure, Peelings oder Laser ergänzend behandelt werden kann. Falten, die durch Volumenverlust oder Erschlaffung entstehen, etwa die Nasolabialfalten oder Hängebäckchen, lassen sich mit Botulinumtoxin nicht behandeln.
| Faltenart | Ursache | Wirkung von Botulinumtoxin | Ergänzende Verfahren |
|---|---|---|---|
| Mimische Falten | Muskelbewegung | Sehr gut | Meist nicht nötig |
| Statische Falten | Eingegrabene mimische Falten | Teilweise | Hyaluronsäure, Peeling, Laser |
| Volumenfalten | Verlust von Fett und Knochen | Keine | Hyaluronsäure, Lipofilling |
| Erschlaffung | Absinken des Gewebes | Keine | Fadenlifting, Facelifting |
Botulinumtoxin wird von einem Bakterium gebildet, das im neunzehnten Jahrhundert als Ursache einer schweren Lebensmittelvergiftung, des Botulismus, entdeckt wurde. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort für Wurst ab, weil die Vergiftung damals häufig nach dem Verzehr verdorbener Wurstwaren auftrat. In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gelang es, das Toxin zu reinigen, und Forscher erkannten, dass es in winzigen Mengen gezielt einzelne Muskeln entspannen kann. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde es erstmals medizinisch eingesetzt, zunächst bei Schielen und Lidkrampf. Dabei fiel auf, dass sich bei Patienten, die im Bereich der Augen behandelt wurden, die Falten glätteten. Daraus entwickelte sich die ästhetische Anwendung, die ab den 1990er- und 2000er-Jahren in vielen Ländern zugelassen wurde. Heute gehört die Behandlung mit Botulinumtoxin zu den häufigsten ästhetischen Behandlungen weltweit, und die medizinischen Anwendungen haben sich auf zahlreiche Fachgebiete ausgeweitet.
Die mimische Muskulatur des Gesichts ist einzigartig, weil viele ihrer Muskeln nicht an Knochen, sondern direkt an der Haut ansetzen. Wenn sie sich zusammenziehen, bewegen sie die Haut und erzeugen die Gesichtsausdrücke, mit denen wir Gefühle zeigen. Im oberen Gesicht hebt der Stirnmuskel die Brauen und erzeugt die Stirnfalten. Ihm entgegen wirken die Muskeln zwischen den Brauen, der Augenbrauenrunzler und der Prozerus, die die Brauen zusammen und nach unten ziehen und die Zornesfalte bilden. Der Ringmuskel des Auges schliesst das Lid und erzeugt die Krähenfüsse. Um den Mund liegen der Ringmuskel des Mundes, die Heber und Senker der Mundwinkel und der Oberlippe und der Kinnmuskel. Die Balance zwischen hebenden und senkenden Muskeln bestimmt die Position der Brauen und Mundwinkel. Botulinumtoxin nutzt diese Balance: Wird ein senkender Muskel entspannt, überwiegt der hebende Muskel, und die Braue oder der Mundwinkel hebt sich leicht. Eine genaue Kenntnis dieser Anatomie ist die Voraussetzung für natürliche Ergebnisse.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass Botulinumtoxin alle Falten beseitigt. Es wirkt vor allem auf mimische Falten, nicht auf Volumenverlust oder Erschlaffung. Ein zweites Missverständnis ist, dass mehr Botulinumtoxin bessere Ergebnisse bringt. Zu hohe Dosen führen eher zu einem starren Ausdruck und Nebenwirkungen. Ein drittes Missverständnis ist, dass Botulinumtoxin dasselbe ist wie ein Füllstoff. Botulinumtoxin entspannt Muskeln, Füllstoffe füllen Volumen auf. Und schliesslich wird die Bedeutung einer ärztlichen Anwendung unterschätzt. Botulinumtoxin ist ein Arzneimittel und gehört nicht in Kosmetikstudios.
Die Zornesfalte, auch Glabellafalte genannt, entsteht zwischen den Augenbrauen durch die Muskeln, die die Brauen zusammen- und nach unten ziehen. Sie kann dem Gesicht einen strengen, müden oder verärgerten Ausdruck geben. Die Zornesfalte ist eine der häufigsten und am besten untersuchten Behandlungszonen. Das Botulinumtoxin wird an mehreren Punkten in die Muskeln zwischen und über den Brauen gespritzt. Nach der Behandlung wirkt die Stirn entspannter und der Blick offener.
Die horizontalen Stirnfalten entstehen durch den Stirnmuskel, der die Augenbrauen hebt. Viele Menschen spannen diesen Muskel unbewusst an, besonders wenn die Augenbrauen abgesunken sind oder die Oberlider schwer sind. Bei der Behandlung der Stirn ist besondere Sorgfalt nötig, weil der Stirnmuskel der einzige Muskel ist, der die Brauen hebt. Eine zu hohe Dosis oder eine zu tiefe Injektion kann die Brauen absinken lassen und die Lider schwerer wirken lassen. Deshalb wird die Stirn oft zusammen mit der Zornesfalte behandelt, damit die Kräfte ausgewogen bleiben, und die Dosis wird zurückhaltend gewählt.
Die Krähenfüsse sind feine Falten an den äusseren Augenwinkeln, die beim Lachen durch den Ringmuskel des Auges entstehen. Sie werden mit einigen kleinen Injektionen seitlich des Auges behandelt. Nach der Behandlung wirkt die Augenpartie glatter, ohne dass das Lächeln verloren geht, sofern die Dosis angemessen ist.
Durch gezielte Injektionen in die Muskeln, die die äussere Braue nach unten ziehen, kann die Braue leicht angehoben werden. Dieser sogenannte chemische Brauenlift öffnet den Blick und kann leichte Schlupflider optisch verbessern. Die Anhebung beträgt meist nur wenige Millimeter und ersetzt keine Lidstraffung bei deutlichem Hautüberschuss. Informationen finden Sie auf der Seite Blepharoplastik.
Im unteren Gesicht ist die Behandlung mit Botulinumtoxin anspruchsvoller, weil die Muskeln um den Mund an Sprechen, Essen und Lächeln beteiligt sind und eine zu starke Entspannung die Mimik beeinträchtigen kann. Mit sehr kleinen Dosen können die feinen senkrechten Falten an der Oberlippe, die sogenannten Raucherfältchen, gemildert, hängende Mundwinkel leicht angehoben, ein gerunzeltes Kinn mit Orangenhaut geglättet und ein Gummy Smile verringert werden, bei dem beim Lächeln viel Zahnfleisch sichtbar ist. Am Hals können Botulinumtoxin-Injektionen in die Stränge des Halsmuskels den Hals vorübergehend glatter wirken lassen und die Kinnlinie leicht verbessern. Die Behandlung des vergrösserten Kaumuskels an den Kieferwinkeln kann ein kantiges Gesicht weicher und schmaler wirken lassen und wird auch bei Zähneknirschen eingesetzt. Diese Anwendungen erfordern besondere Erfahrung und eine genaue Kenntnis der Muskelanatomie.
| Zone | Muskel | Wirkung | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Zornesfalte | Muskeln zwischen den Brauen | Entspannter, offener Blick | Häufigste Zone |
| Stirn | Stirnmuskel | Glattere Stirn | Vorsicht wegen Brauenabsinkung |
| Krähenfüsse | Ringmuskel des Auges | Glattere Augenwinkel | Lächeln bleibt erhalten |
| Äussere Braue | Brauensenker | Leichte Anhebung | Wenige Millimeter |
| Oberlippe | Ringmuskel des Mundes | Mildere Raucherfältchen | Sehr kleine Dosen |
| Mundwinkel | Mundwinkelsenker | Leichte Anhebung | Erfahrung nötig |
| Kinn | Kinnmuskel | Glatteres Kinn | Erfahrung nötig |
| Kieferwinkel | Kaumuskel | Schmaleres Gesicht, weniger Knirschen | Wirkung nach Wochen |
| Hals | Halsmuskel | Glattere Stränge | Erfahrung nötig |
Gute Voraussetzungen bestehen bei mimischen Falten, die als störend empfunden werden, bei guter Allgemeingesundheit und bei realistischen Erwartungen. Viele Menschen beginnen mit der Behandlung zwischen dreissig und fünfzig Jahren, doch entscheidend ist der Befund. Nicht behandelt werden sollten Schwangere und Stillende, Menschen mit bestimmten neuromuskulären Erkrankungen wie Myasthenie oder anderen Erkrankungen der Nerv-Muskel-Übertragung, Menschen mit einer bekannten Allergie gegen das Präparat oder seine Bestandteile, und Menschen mit einer Entzündung oder Infektion im Behandlungsbereich. Bestimmte Medikamente, etwa einige Antibiotika aus der Gruppe der Aminoglykoside, können die Wirkung verstärken. Blutverdünner erhöhen das Risiko für Blutergüsse. Informieren Sie die Ärztin oder den Arzt deshalb über alle Erkrankungen und Medikamente. Medespoir vermittelt Behandlungen ausschliesslich an volljährige Patientinnen und Patienten.
Die Zornesfalte ist eine der ausdrucksstärksten Falten des Gesichts. Sie entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Muskeln: Der Augenbrauenrunzler zieht die Brauen zur Mitte und nach unten und erzeugt die senkrechten Falten, der Prozerus an der Nasenwurzel zieht die Haut zwischen den Brauen nach unten und erzeugt eine waagrechte Falte über der Nase. Bei vielen Menschen sind diese Muskeln sehr aktiv, etwa bei Konzentration, starkem Licht oder Kurzsichtigkeit. Die Falte kann einen strengen, besorgten oder verärgerten Ausdruck erzeugen, auch wenn man entspannt ist. Bei der Behandlung werden meist fünf Injektionspunkte gesetzt, in die Mitte und entlang der Brauen, wobei die Dosis an die Muskelstärke angepasst wird. Nach der Behandlung können die Brauen nicht mehr so stark zusammengezogen werden, was den Ausdruck entspannt. Weil der Prozerus die Brauen nach unten zieht, kann seine Entspannung die Brauen innen leicht anheben. Tiefe, eingegrabene Zornesfalten werden oft zusätzlich mit Hyaluronsäure oder Hautbehandlungen verbessert. Wer wegen einer Sehschwäche häufig die Augen zusammenkneift, sollte auch seine Brille oder Sehhilfe überprüfen lassen.
Die Krähenfüsse entstehen durch den Ringmuskel des Auges, der das Lid schliesst und beim Lachen die Haut am äusseren Augenwinkel zusammenzieht. Sie sind oft die ersten Falten, die im Gesicht sichtbar werden, und gelten auch als Lachfalten, die einem Gesicht Wärme verleihen. Bei der Behandlung werden meist zwei bis vier Punkte seitlich des Auges gesetzt, in ausreichendem Abstand zum Augenrand. Die Dosis wird so gewählt, dass die Falten weicher werden, das Lächeln aber natürlich bleibt. Eine zu starke Behandlung kann das Lächeln verändern und die Wange beim Lachen weniger anheben, was einen ungewohnten Ausdruck erzeugt. Bei Krähenfüssen, die bis auf die Wange reichen, ist besondere Vorsicht geboten, weil dort Muskeln liegen, die das Lächeln steuern. Feine Linien unter dem Auge, die durch dünne Haut und nicht durch Muskelaktivität entstehen, sprechen weniger gut auf Botulinumtoxin an und werden besser mit Hautbehandlungen verbessert.
Die Stirn ist die Zone, in der eine zu starke Behandlung am häufigsten zu unerwünschten Ergebnissen führt. Der Stirnmuskel ist der einzige Muskel, der die Augenbrauen anhebt, und er arbeitet gegen die Muskeln zwischen den Brauen und den Ringmuskel des Auges, die die Brauen nach unten ziehen. Viele Menschen nutzen ihn ständig, um die Brauen anzuheben und den Blick offen zu halten, besonders wenn die Oberlider schwer sind oder die Brauen mit dem Alter abgesunken sind. Wird der Stirnmuskel stark entspannt, können die Brauen absinken, die Oberlider schwerer wirken und ein müder oder schwerer Ausdruck entstehen. Deshalb wird die Stirn meist mit geringeren Dosen und in höheren Bereichen behandelt, und der untere Teil der Stirn direkt über den Brauen wird oft ausgespart. Häufig wird die Stirn zusammen mit der Zornesfalte behandelt, damit die senkenden Muskeln ebenfalls entspannt werden und die Brauen im Gleichgewicht bleiben. Bei Menschen mit einer niedrigen Stirn, schweren Lidern oder abgesunkenen Brauen wird besonders vorsichtig vorgegangen, und manchmal wird von einer Behandlung der Stirn abgeraten. Ein sogenannter Mephisto-Effekt, bei dem die äusseren Brauen spitz nach oben gezogen werden, entsteht, wenn die Mitte der Stirn behandelt wird, die Seiten aber nicht. Er lässt sich mit einer kleinen Nachkorrektur ausgleichen.
Bei wiederholten Behandlungen mit Botulinumtoxin passen viele Ärztinnen und Ärzte die Dosis und die Zonen an die Erfahrungen der vorherigen Behandlungen an. Es lohnt sich deshalb, bei derselben Person zu bleiben oder die Angaben zu Präparat, Dosis und Zonen zu dokumentieren. Bringen Sie diese Angaben mit, wenn Sie die Behandlung an einem anderen Ort auffrischen lassen, etwa nach einer Behandlung in Tunesien in der Schweiz. Zwischen den Behandlungen sollte die Wirkung weitgehend abgeklungen sein. Zu häufige Auffrischungen in kurzen Abständen erhöhen das sehr geringe Risiko einer Antikörperbildung.
Der Kaumuskel, fachlich Masseter, liegt an der Seite des Unterkiefers vor dem Ohr und ist einer der kräftigsten Muskeln des Körpers. Er schliesst den Kiefer beim Kauen. Bei Menschen, die nachts mit den Zähnen knirschen oder tagsüber pressen, oft stressbedingt, wird der Muskel stark beansprucht und kann sich deutlich vergrössern. Das untere Gesicht wirkt dann breit und kantig, besonders an den Kieferwinkeln. Das Knirschen kann zudem zu abgenutzten Zähnen, Schmerzen in den Kiefergelenken, Kopfschmerzen und Verspannungen führen. Bei der Behandlung wird Botulinumtoxin an mehreren Punkten in den unteren, kräftigsten Teil des Muskels gespritzt, meist beidseits. Der Muskel verliert dadurch einen Teil seiner Kraft, ohne dass das normale Kauen wesentlich beeinträchtigt wird. In den ersten Wochen kann das Kauen harter Speisen etwas anstrengender sein. Nach einigen Wochen bis Monaten bildet sich der Muskel durch die geringere Beanspruchung etwas zurück, sodass das Gesicht schmaler und weicher wirkt. Die Wirkung hält oft vier bis sechs Monate oder länger. Bei zu hoher Dosis oder falscher Platzierung können die Muskeln des Lächelns beeinträchtigt werden, was ein ungleichmässiges Lächeln verursachen kann. Deshalb ist eine genaue Kenntnis der Anatomie wichtig. Bei Zähneknirschen sollte zusätzlich eine zahnärztliche Abklärung erfolgen, und eine Schutzschiene für die Nacht bleibt sinnvoll. Informationen finden Sie auf der Seite Zahnbehandlungen.
Nach einer Behandlung mit Botulinumtoxin ist keine eigentliche Ruhephase nötig, doch einige einfache Regeln helfen, das Ergebnis zu sichern und Nebenwirkungen zu vermeiden. In den ersten vier Stunden sollten Sie aufrecht bleiben, den behandelten Bereich nicht berühren, massieren oder reiben und keine enge Kopfbedeckung oder Brille tragen, die auf die Stirn drückt. Am Behandlungstag sollten Sie auf intensiven Sport, Sauna, Dampfbad, heisse Duschen, Solarium und Alkohol verzichten, weil sie die Durchblutung steigern und die Verteilung des Präparats beeinflussen können. Am nächsten Tag können Sie Ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen. Gesichtsbehandlungen wie Massagen, Peelings oder Laser im behandelten Bereich sollten einige Tage bis zwei Wochen verschoben werden.
In der Beratung werden Ihre Wünsche, Ihre Gesundheit, Medikamente, frühere Behandlungen mit Botulinumtoxin oder Füllstoffen und Ihre Erwartungen besprochen. Die Ärztin oder der Arzt betrachtet Ihr Gesicht in Ruhe und bei Bewegung, bittet Sie, die Stirn zu runzeln, die Brauen zu heben, zu lächeln und die Augen zusammenzukneifen, und beurteilt so die Stärke und das Zusammenspiel der Muskeln. Dabei werden auch Asymmetrien, die Lage der Augenbrauen und die Schwere der Oberlider beurteilt, weil sie die Dosierung beeinflussen. Sie erfahren, welche Zonen behandelt werden sollten, wie das Ergebnis aussehen kann, wie lange es anhält und welche Nebenwirkungen möglich sind. Ein natürliches Ergebnis bedeutet, dass die Falten weicher werden, der Gesichtsausdruck aber erhalten bleibt. Ein völlig erstarrtes Gesicht ist bei einer sorgfältigen Dosierung nicht das Ziel.
Vor der Behandlung wird die Haut gereinigt und desinfiziert. Die Injektionspunkte werden oft mit einem Stift markiert. Auf Wunsch kann eine betäubende Creme aufgetragen oder die Haut gekühlt werden, meist ist das aber nicht nötig, weil sehr feine Nadeln verwendet werden. Das Botulinumtoxin wird in kleinen Mengen an mehreren Punkten in die jeweiligen Muskeln gespritzt. Die Einstiche fühlen sich wie kleine Nadelstiche an. Die gesamte Behandlung dauert meist nur zehn bis zwanzig Minuten. Direkt danach können kleine Quaddeln an den Einstichstellen sichtbar sein, die nach wenigen Minuten bis Stunden verschwinden. Sie können die Klinik sofort verlassen und Ihren Alltag fortsetzen.
In den ersten Stunden nach der Behandlung sollte der behandelte Bereich nicht massiert oder gerieben werden, damit sich das Präparat nicht in benachbarte Muskeln verteilt. Viele Ärzte empfehlen, sich in den ersten vier Stunden nicht hinzulegen und sich nicht stark vorzubeugen. Am Behandlungstag sollten intensiver Sport, Sauna, Solarium und Alkohol gemieden werden. Make-up kann meist nach einigen Stunden aufgetragen werden. Manche Ärzte empfehlen, die behandelten Muskeln in den ersten Stunden bewusst zu bewegen, der Nutzen ist aber nicht eindeutig belegt.
Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern meist nach zwei bis fünf Tagen, weil die Blockade der Nervenendigungen Zeit braucht. Das volle Ergebnis zeigt sich nach etwa zwei Wochen. Eine Kontrolle nach etwa zwei Wochen ist sinnvoll, um das Ergebnis zu beurteilen und bei Bedarf eine kleine Nachkorrektur vorzunehmen, etwa wenn eine Seite stärker wirkt als die andere. Die Wirkung hält meist drei bis sechs Monate, bei manchen Menschen etwas kürzer oder länger. Sie hängt von der Dosis, dem Präparat, der Muskelstärke, dem Stoffwechsel und der behandelten Zone ab. Danach kehrt die Muskelbewegung allmählich zurück, und die Falten werden wieder sichtbar, jedoch nicht stärker als vorher. Bei regelmässiger Behandlung berichten manche, dass die Wirkung länger anhält, weil sich die Muskeln an die geringere Aktivität gewöhnen und die Falten sich weniger stark eingraben.
| Zeitpunkt | Was geschieht | Hinweise |
|---|---|---|
| Direkt nach der Behandlung | Kleine Quaddeln, eventuell Rötung | Nicht massieren, nicht hinlegen |
| Tag 2 bis 5 | Wirkung setzt ein | Keine Nachbehandlung nötig |
| Etwa Tag 14 | Volles Ergebnis | Kontrolle und gegebenenfalls Nachkorrektur |
| Monat 3 bis 6 | Wirkung lässt allmählich nach | Auffrischung planen |
Übermässiges Schwitzen, die Hyperhidrose, betrifft viele Menschen und kann den Alltag stark belasten. Bei der primären Hyperhidrose schwitzen Betroffene ohne erkennbare Ursache deutlich mehr, als zur Temperaturregulierung nötig ist, meist an den Achseln, Handflächen, Fusssohlen oder im Gesicht. Die sekundäre Hyperhidrose ist dagegen Folge einer anderen Erkrankung, etwa einer Schilddrüsenüberfunktion, von Diabetes, Infektionen oder Medikamenten, und muss zuerst abgeklärt werden. Bei der primären Hyperhidrose werden zunächst starke Antitranspirantien auf Aluminiumbasis versucht, bei den Händen und Füssen auch die Leitungswasser-Iontophorese, bei der ein schwacher Strom die Schweissdrüsen hemmt. Wenn diese Massnahmen nicht ausreichen, kann Botulinumtoxin eingesetzt werden. Es wird in viele kleine Punkte in die Haut des betroffenen Bereichs gespritzt und hemmt die Nerven, die die Schweissdrüsen anregen. Die Wirkung setzt nach einigen Tagen ein und hält an den Achseln oft sechs Monate oder länger. An den Händen ist die Behandlung schmerzhafter und kann vorübergehend die Kraft der Finger leicht verringern. In der Schweiz kann die Behandlung einer ausgeprägten Hyperhidrose nach Ausschöpfung anderer Massnahmen und mit Kostengutsprache von der Grundversicherung übernommen werden. Eine Abklärung durch eine Dermatologin oder einen Dermatologen in der Schweiz ist deshalb sinnvoll.
Bei chronischer Migräne, bei der an mindestens fünfzehn Tagen im Monat Kopfschmerzen auftreten, davon an vielen Tagen mit Migränemerkmalen, kann Botulinumtoxin die Zahl der Kopfschmerztage verringern. Die Behandlung erfolgt nach einem festgelegten Schema mit Injektionen an zahlreichen Punkten an Stirn, Schläfen, Hinterkopf, Nacken und Schultern alle etwa drei Monate. Sie wird von Neurologinnen und Neurologen durchgeführt, wenn andere vorbeugende Medikamente nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. In der Schweiz kann sie bei entsprechender Diagnose unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden. Diese medizinische Anwendung unterscheidet sich deutlich von der ästhetischen Faltenbehandlung und gehört in die Hände spezialisierter Fachärzte in der Schweiz.
Am Tag der Behandlung erscheinen Sie möglichst ohne Make-up. Die Ärztin oder der Arzt bespricht mit Ihnen noch einmal die geplanten Zonen und betrachtet Ihr Gesicht bei verschiedenen Bewegungen. Oft werden Fotos vor der Behandlung aufgenommen, die später beim Vergleich helfen. Die Haut wird gereinigt und desinfiziert, und die Injektionspunkte werden markiert. Das Präparat wird kurz vor der Behandlung nach Herstellerangaben aufgelöst. Die Injektionen dauern nur wenige Minuten. Danach erhalten Sie Hinweise für die nächsten Stunden. Bei einem Aufenthalt in Tunesien kann die Behandlung am Anfang des Aufenthalts erfolgen, damit eine Kontrolle nach etwa zwei Wochen vor Ort möglich ist, oder die Kontrolle erfolgt in der Schweiz.
Botulinumtoxin wird häufig mit anderen Verfahren kombiniert, um das Gesicht harmonisch zu verjüngen. Während Botulinumtoxin die Muskelbewegung entspannt, gleicht Hyaluronsäure Volumenverlust aus und füllt statische Falten auf. Bei tiefen Zornesfalten wird oft zuerst Botulinumtoxin gespritzt und nach etwa zwei Wochen die verbleibende Linie mit Hyaluronsäure aufgefüllt. Peelings, Laserbehandlungen und eine gute Hautpflege verbessern die Hautqualität, die Botulinumtoxin nicht beeinflusst. Bei deutlicher Erschlaffung helfen Fadenlifting oder Facelifting. Nach einem Facelifting oder einer Lidstraffung kann Botulinumtoxin ergänzend die mimischen Falten behandeln. Informationen finden Sie auf den Seiten Hyaluronsäure, Peeling und Facelifting.
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine Frau Ende dreissig wird oft gefragt, ob sie verärgert sei, obwohl sie sich gut fühlt. Eine Behandlung der Zornesfalte entspannt den Blick. Nach zwei Wochen wirkt ihr Gesichtsausdruck offener.
Ein Mann Mitte fünfzig hat tiefe Stirnfalten und schwere Oberlider. Die Ärztin erklärt, dass er die Stirn anspannt, um die Lider anzuheben, und eine starke Behandlung der Stirn die Lider schwerer wirken lassen würde. Sie behandelt die Stirn zurückhaltend und empfiehlt eine Abklärung einer Lidstraffung.
Eine Frau Anfang vierzig stört sich an Krähenfüssen, die beim Lachen sichtbar sind. Wenige Injektionen seitlich der Augen glätten die Falten, ohne ihr Lächeln zu verändern.
Ein Mann Mitte dreissig hat Kieferschmerzen durch nächtliches Knirschen und einen kantigen Kiefer. Botulinumtoxin in die Kaumuskeln lindert die Beschwerden, und nach einigen Wochen wirkt das Gesicht schmaler.
Eine Frau Anfang dreissig leidet unter starkem Schwitzen unter den Achseln. Nach einer Abklärung bei einer Dermatologin in der Schweiz erhält sie Botulinumtoxin-Injektionen, die das Schwitzen für mehrere Monate verringern.
Viele Menschen befürchten, nach einer Behandlung mit Botulinumtoxin starr oder maskenhaft auszusehen. Dieses Risiko besteht vor allem bei zu hohen Dosen, bei einer Behandlung zu vieler Zonen gleichzeitig oder bei ungünstiger Platzierung. Ein natürliches Ergebnis entsteht durch eine massvolle Dosierung, die die Muskeln nicht vollständig lähmt, sondern ihre Kraft verringert, sodass eine gewisse Mimik erhalten bleibt. Bei einer ersten Behandlung wird oft zurückhaltend dosiert und bei der Kontrolle nach zwei Wochen gegebenenfalls nachgebessert. Auch die Gesichtsform und das Geschlecht werden berücksichtigt: Bei Männern wird die Braue meist flacher belassen, bei Frauen darf sie leicht angehoben werden. Sprechen Sie Ihre Wünsche offen an, etwa ob Sie eine leichte Restbewegung behalten möchten.
Botulinumtoxin wirkt auf die Muskeln und nicht direkt auf die Haut. Es verbessert deshalb weder Pigmentflecken noch die Hautstruktur, grosse Poren oder die Elastizität. Indirekt kann es die Haut jedoch schonen, weil die mimischen Falten nicht mehr bei jeder Bewegung neu gefaltet werden und sich weniger tief eingraben. Für eine umfassende Verjüngung der Haut wird Botulinumtoxin deshalb oft mit Massnahmen kombiniert, die die Hautqualität verbessern: täglicher Sonnenschutz, eine Hautpflege mit Wirkstoffen wie Retinoiden oder Vitamin C, Peelings, Laserbehandlungen, Microneedling oder Behandlungen mit Hyaluronsäure, die die Haut von innen befeuchten, sogenannte Skinbooster. Manche Ärztinnen und Ärzte spritzen zudem sehr verdünntes Botulinumtoxin in die oberflächliche Hautschicht, um feine Linien zu glätten und die Talgproduktion zu verringern. Diese Anwendung ist weniger gut untersucht als die klassische Muskelbehandlung.
In der Schweiz können Dermatologinnen und Dermatologen sowie Fachärzte für plastische Chirurgie Behandlungen mit Botulinumtoxin durchführen und Auffrischungen nach einer Behandlung im Ausland übernehmen. Bei medizinischen Anwendungen wie Hyperhidrose, Migräne oder Bewegungsstörungen sind Dermatologen, Neurologen und andere Fachärzte zuständig, die auch die Kostengutsprache der Krankenkasse beantragen können. Ihr Hausarzt kann bei Fragen zu Medikamenten und Erkrankungen helfen, etwa ob eine Behandlung trotz einer bestimmten Erkrankung möglich ist. Bringen Sie nach einer Behandlung in Tunesien die Angaben zu Präparat, Dosis und Zonen mit, damit die Auffrischung in der Schweiz passend geplant werden kann.
Die Dosis von Botulinumtoxin wird in Einheiten angegeben. Für eine Behandlung der Zornesfalte, der Stirn oder der Krähenfüsse werden jeweils nur wenige bis einige Dutzend Einheiten verwendet, je nach Präparat, Muskelstärke und gewünschter Wirkung. Die Einheiten verschiedener Präparate sind nicht direkt vergleichbar, weil sie unterschiedlich gemessen werden. Die Dosis wird individuell gewählt und bei Männern oft höher angesetzt. Eine höhere Dosis bewirkt eine stärkere und manchmal etwas länger anhaltende Entspannung, erhöht aber auch das Risiko eines starren Ausdrucks und von Nebenwirkungen. Lassen Sie sich die verwendete Dosis dokumentieren.
Zwischen dreissig und vierzig Jahren beginnen mimische Falten sich zu vertiefen, sind aber oft noch nicht in Ruhe sichtbar. In diesem Alter wird Botulinumtoxin manchmal eingesetzt, um das Eingraben der Falten zu verlangsamen, meist mit geringen Dosen. Zwischen vierzig und fünfzig Jahren sind die Falten häufig auch in Ruhe sichtbar, und die Behandlung wird oft mit Hyaluronsäure oder Hautbehandlungen kombiniert. Ab etwa fünfzig Jahren stehen Volumenverlust und Erschlaffung stärker im Vordergrund, und Botulinumtoxin allein reicht meist nicht mehr aus. Es bleibt aber eine wirksame Ergänzung, etwa nach einem Lifting oder einer Lidstraffung. Im höheren Alter muss die Stirn besonders vorsichtig behandelt werden, weil die Brauen und Lider oft schon abgesunken sind und der Stirnmuskel sie stützt. In jedem Alter gilt: Ein natürlicher Ausdruck ist wichtiger als eine vollständig glatte Haut.
Die Behandlung mit Botulinumtoxin sieht einfach aus, erfordert aber eine gründliche ärztliche Ausbildung und Erfahrung. Die Ärztin oder der Arzt muss die Anatomie der Gesichtsmuskeln genau kennen, die individuellen Unterschiede in der Muskelstärke und im Zusammenspiel erkennen, die richtige Dosis für jede Zone wählen und die Injektionstiefe und die Punkte so setzen, dass sich das Präparat nicht in benachbarte Muskeln verteilt. Er muss Kontraindikationen erkennen, Nebenwirkungen einordnen und behandeln können. In der Schweiz dürfen Botulinumtoxin-Präparate nur von Ärztinnen und Ärzten angewendet werden. Behandlungen in Kosmetikstudios, bei Partys oder durch nicht ärztliches Personal sind riskant, weil die Herkunft und Qualität der Präparate und die Fachkenntnis nicht gesichert sind. Fragen Sie in der Beratung nach der Ausbildung und Erfahrung der behandelnden Person und nach dem verwendeten Präparat.
Im Internet und in manchen Ländern werden Botulinumtoxin-Präparate aus unsicheren Quellen angeboten, oft zu auffallend tiefen Preisen. Solche Präparate können gefälscht, falsch gelagert oder falsch dosiert sein. Die Folgen reichen von fehlender Wirkung über unerwartete Nebenwirkungen bis zu ernsten Vergiftungen mit Muskelschwäche, Schluck- und Atemstörungen, die in manchen Ländern gemeldet wurden. Botulinumtoxin muss kühl gelagert und nach Herstellerangaben aufgelöst werden. Achten Sie darauf, dass ein zugelassenes Präparat eines bekannten Herstellers verwendet wird, und fragen Sie gegebenenfalls, ob Sie die Verpackung sehen können. Wir bestätigen das in unserer Partnerklinik verwendete Präparat in der Offerte.
Die Mimik ist ein wichtiger Teil der Kommunikation. Mit den Gesichtsmuskeln zeigen wir Freude, Überraschung, Sorge oder Ärger, und unser Gegenüber liest diese Signale oft unbewusst. Tiefe Zornesfalten können einen strengen oder verärgerten Eindruck vermitteln, auch wenn man entspannt ist, und schwere Stirnfalten können sorgenvoll wirken. Viele Menschen, die Botulinumtoxin wählen, berichten, dass sie seltener gefragt werden, ob sie müde oder verärgert seien. Gleichzeitig ist es wichtig, die Ausdrucksfähigkeit nicht zu stark einzuschränken, denn ein Gesicht, das keine Gefühle mehr zeigen kann, wirkt unnatürlich und kann die Kommunikation erschweren. Einige Studien untersuchen zudem, ob die Entspannung der Zornesfalte die Stimmung beeinflusst, weil die Mimik auch auf das eigene Empfinden zurückwirken kann. Diese Forschung ist aber noch nicht abgeschlossen, und Botulinumtoxin ist keine Behandlung psychischer Erkrankungen im ästhetischen Rahmen. Wenn der Wunsch nach Behandlungen sehr stark belastet oder sich auf kaum sichtbare Unterschiede bezieht, kann ein Gespräch mit einer Fachperson hilfreich sein.
Eine gute Planung einer Behandlung mit Botulinumtoxin beginnt mit einer Analyse der Mimik in Ruhe und bei Bewegung. Die Ärztin oder der Arzt beurteilt die Stärke der Muskeln, ihre Balance, die Lage der Brauen, die Schwere der Lider und Asymmetrien. Sie wählt die Zonen, die Dosis und die Punkte individuell, bespricht mit Ihnen, wie viel Bewegung erhalten bleiben soll, und erklärt, wann die Wirkung einsetzt, wie lange sie hält und welche Nebenwirkungen möglich sind. Sie plant eine Kontrolle nach etwa zwei Wochen und dokumentiert Präparat, Dosis und Zonen. Vorsicht ist angebracht, wenn ohne Analyse der Mimik behandelt wird, wenn ein Präparat unbekannter Herkunft verwendet wird oder wenn die Behandlung nicht von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.
Botulinumtoxin gilt bei fachgerechter Anwendung in den üblichen, geringen Dosen der ästhetischen Medizin als gut verträglich. Nebenwirkungen sind meist leicht und vorübergehend.
Die Nebenwirkungen sind vorübergehend, weil auch die Wirkung vorübergehend ist. Ernste, den ganzen Körper betreffende Nebenwirkungen sind bei den geringen ästhetischen Dosen äusserst selten.
Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder eine Notfallstation bei Schluckbeschwerden, Sprechstörungen, Atemnot, einer ausgeprägten Muskelschwäche am Körper, Sehstörungen oder Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Schwellung von Gesicht oder Zunge. Diese Beschwerden sind nach einer ästhetischen Behandlung sehr selten, erfordern aber eine rasche Abklärung.
Neben der ästhetischen Anwendung hat Botulinumtoxin zahlreiche medizinische Einsatzgebiete. Es wird bei Lidkrampf und halbseitigem Gesichtskrampf, bei Schiefhals und anderen Bewegungsstörungen, bei Muskelverkrampfungen nach Schlaganfällen oder bei Zerebralparese, bei chronischer Migräne, bei einer überaktiven Blase und bei übermässigem Schwitzen, der Hyperhidrose, eingesetzt. Bei der Hyperhidrose der Achseln, Hände oder Füsse hemmt Botulinumtoxin die Schweissdrüsen für mehrere Monate. Diese medizinischen Anwendungen erfolgen oft in anderen Dosierungen und durch spezialisierte Fachärzte. Bei entsprechender Diagnose können sie in der Schweiz von der Grundversicherung übernommen werden, meist mit Kostengutsprache. Informationen zum Lidkrampf finden Sie auf der Seite Medizinische Blepharoplastik.
Der Kaumuskel an den Kieferwinkeln kann bei Menschen, die viel mit den Zähnen knirschen oder pressen, deutlich vergrössert sein. Das Gesicht wirkt dann im unteren Bereich breit und kantig, und das Knirschen kann zu Kieferschmerzen, Kopfschmerzen und Zahnschäden führen. Botulinumtoxin in den Kaumuskel verringert die Kraft des Muskels, was das Knirschen und die Beschwerden lindern kann. Nach einigen Wochen bis Monaten bildet sich der Muskel zudem etwas zurück, sodass das Gesicht schmaler und weicher wirkt. Die Wirkung hält oft länger als im oberen Gesicht. Eine nächtliche Schutzschiene bleibt bei Knirschen dennoch sinnvoll. Die Behandlung erfordert eine genaue Kenntnis der Anatomie, damit andere Muskeln, etwa die des Lächelns, nicht beeinträchtigt werden.
Bei einer Behandlung mit Botulinumtoxin im Ausland sind einige Punkte besonders wichtig. Achten Sie darauf, dass die Behandlung von einer Ärztin oder einem Arzt mit Erfahrung durchgeführt wird, dass ein zugelassenes Präparat eines bekannten Herstellers verwendet wird und dass die Dosis und die behandelten Zonen dokumentiert werden. Planen Sie die Behandlung so, dass eine Kontrolle nach etwa zwei Wochen möglich ist, entweder vor Ort bei einem längeren Aufenthalt oder in der Schweiz. Da die Wirkung einige Tage braucht, bis sie einsetzt, sollte die Behandlung nicht erst am letzten Tag des Aufenthalts erfolgen, damit Sie bei unerwarteten Nebenwirkungen noch vor Ort betreut werden können. Wir prüfen die Rahmenbedingungen unserer Partnerkliniken und bestätigen das verwendete Präparat in der Offerte.
Eine offene Kommunikation über Ihre Wünsche ist wichtig für ein natürliches Ergebnis. In Tunesien wird häufig Französisch gesprochen, und unser Team unterstützt deutschsprachige Patientinnen und Patienten bei der Verständigung. Sagen Sie, welche Falten Sie stören, wie viel Bewegung Sie behalten möchten und ob Sie schon früher behandelt wurden. Wenn Sie mit früheren Behandlungen gute oder schlechte Erfahrungen gemacht haben, teilen Sie das mit, damit die Dosis angepasst werden kann.
Nach der Rückkehr beobachten Sie, wie die Wirkung in den ersten zwei Wochen einsetzt. Wenn eine Seite stärker wirkt als die andere oder eine Braue zu hoch oder zu tief steht, kann eine Ärztin oder ein Arzt in der Schweiz eine kleine Nachkorrektur vornehmen. Bringen Sie dazu die Angaben zu Präparat, Dosis und Zonen mit. Bei Warnzeichen wie Schluck- oder Atembeschwerden suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf. Planen Sie die Auffrischung nach drei bis sechs Monaten, meist in der Schweiz.
Obwohl Botulinumtoxin in geringen Dosen gut verträglich ist, sollte die Allgemeingesundheit vor der Behandlung erfragt werden. Neuromuskuläre Erkrankungen wie Myasthenie oder das Lambert-Eaton-Syndrom, bei denen die Übertragung zwischen Nerv und Muskel ohnehin gestört ist, sind Gegenanzeigen, weil Botulinumtoxin die Schwäche verstärken kann. Auch bei Erkrankungen wie der amyotrophen Lateralsklerose wird von einer Behandlung abgeraten. Bestimmte Medikamente, etwa Aminoglykosid-Antibiotika, Mittel gegen Malaria oder Muskelrelaxantien, können die Wirkung verstärken. Blutverdünner erhöhen das Risiko für Blutergüsse, dürfen aber nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Bei einer akuten Infektion, einer Erkältung mit Fieber oder einer Entzündung der Haut im Behandlungsbereich sollte die Behandlung verschoben werden. Informieren Sie die Ärztin oder den Arzt über alle Erkrankungen und Medikamente, auch über frühere Behandlungen mit Botulinumtoxin für medizinische Zwecke, weil sich die Dosen summieren können.
Die Zahl der Männer, die sich mit Botulinumtoxin behandeln lassen, nimmt zu. Männer haben meist kräftigere Gesichtsmuskeln als Frauen, weshalb oft höhere Dosen nötig sind, um eine vergleichbare Wirkung zu erzielen. Die Ziele unterscheiden sich häufig: Bei Männern wird ein natürlicher, markanter Ausdruck bevorzugt, und die Brauen sollten eher flach und gerade bleiben, weil eine stark angehobene, gebogene Braue feminisierend wirken kann. Auch wünschen viele Männer, dass eine gewisse Mimik erhalten bleibt, damit das Gesicht nicht behandelt wirkt. Häufige Behandlungszonen bei Männern sind die Zornesfalte, die Stirn und die Krähenfüsse sowie der Kaumuskel bei Zähneknirschen. Die Behandlung von übermässigem Schwitzen ist bei Männern ebenfalls häufig. Eine erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt passt Dosis und Platzierung an die männliche Anatomie an.
Botulinumtoxin ist keine einmalige Behandlung, sondern muss alle drei bis sechs Monate aufgefrischt werden, wenn die Wirkung erhalten bleiben soll. Über ein Jahr fallen deshalb meist zwei bis vier Behandlungen an. Bei einem Vergleich mit anderen Verfahren sollten diese wiederkehrenden Kosten berücksichtigt werden. Eine Lidstraffung oder ein Stirnlifting wirkt dagegen viele Jahre, erfordert aber einen chirurgischen Eingriff. Für viele ist Botulinumtoxin eine gute Möglichkeit, das Gesicht mit wenig Aufwand frisch zu halten, auch wenn die Kosten über die Zeit summieren. Da Auffrischungen meist in der Schweiz erfolgen, spielt der Kostenvorteil im Ausland bei Botulinumtoxin eine geringere Rolle als bei einmaligen Eingriffen. Kostenvergleiche sind dabei stets indikativ und nicht vertraglich.
Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Welche Falten stören Sie, und sind sie vor allem bei Bewegung oder auch in Ruhe sichtbar? Stehen mimische Falten im Vordergrund, oder eher Volumenverlust und Erschlaffung, die andere Behandlungen erfordern? Sind Ihre Brauen oder Lider abgesunken, sodass die Stirn vorsichtig behandelt werden muss? Möchten Sie eine leichte Restbewegung behalten? Sind Sie bereit, die Behandlung regelmässig aufzufrischen? Haben Sie Erkrankungen oder nehmen Sie Medikamente, die gegen eine Behandlung sprechen? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie gezielt in die Beratung gehen.
Unser Team begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Nachsorge. Wir besprechen offen, ob eine Behandlung mit Botulinumtoxin in Tunesien für Sie sinnvoll ist, meist als Ergänzung zu anderen Behandlungen, erstellen eine transparente Offerte und bleiben nach der Rückkehr erreichbar.
Botulinumtoxin ist eine wirksame, gut untersuchte und vergleichsweise sichere Behandlung für mimische Falten wie Zornesfalte, Stirnfalten und Krähenfüsse. Es entspannt die Muskeln für einige Monate und lässt den Gesichtsausdruck frischer wirken, ersetzt aber keine Behandlung von Volumenverlust oder Erschlaffung. Die Behandlung gehört in ärztliche Hände und muss regelmässig aufgefrischt werden. Eine Reise ins Ausland allein für Botulinumtoxin ist meist nicht sinnvoll, als Ergänzung zu anderen Behandlungen kann sie es sein.
Bei einer massvollen Dosierung bleibt die Mimik erhalten, und das Gesicht wirkt entspannt statt starr.
In hohen Mengen ist Botulinumtoxin tatsächlich giftig. Die in der ästhetischen Medizin verwendeten Dosen sind jedoch sehr gering, und das Präparat ist ein zugelassenes Arzneimittel mit jahrzehntelanger Erfahrung.
Nein, es entspannt Muskeln. Zum Auffüllen werden Füllstoffe wie Hyaluronsäure verwendet.
Nein, nach dem Abklingen der Wirkung kehren die Falten auf den früheren Zustand zurück, nicht stärker.
Die Wirkung setzt erst nach einigen Tagen ein und erreicht nach etwa zwei Wochen ihr Maximum.
Auch viele Männer lassen sich behandeln, oft mit angepasster Dosis, weil ihre Muskeln kräftiger sind.
Eine Behandlung mit Botulinumtoxin ist kurz und in der Schweiz gut verfügbar. Da die Wirkung nur einige Monate hält und regelmässig aufgefrischt werden muss, ist eine Reise allein für diese Behandlung meist nicht sinnvoll. Eine Behandlung in Tunesien bietet sich vor allem im Rahmen eines Aufenthalts für andere Behandlungen an, etwa ergänzend zu einem Lifting oder einer Lidstraffung. Auffrischungen erfolgen dann in der Schweiz.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten | Höheres Kostenniveau | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Sinnvoll allein | Ja, gut verfügbar | Wegen Reisekosten meist nicht |
| Im Rahmen anderer Behandlungen | Möglich | Sinnvoll als Ergänzung |
| Kontrolle nach zwei Wochen | Am Wohnort | Nur bei längerem Aufenthalt vor Ort |
| Auffrischungen | Am Wohnort | Meist in der Schweiz |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu den Ärztinnen und Ärzten und zum verwendeten Präparat stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Arzt und der Klinik. Wenn eine Behandlung in der Schweiz für Sie praktischer ist, sagen wir Ihnen das offen.
Die Kosten hängen von der Zahl der behandelten Zonen, der Dosis, dem Präparat und der Klinik ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Behandlung in einer Praxis, ohne Reise |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Vor allem im Rahmen anderer Behandlungen sinnvoll |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte.
Eine ästhetische Behandlung mit Botulinumtoxin wird von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG nicht übernommen. Bestimmte medizinische Anwendungen, etwa bei Lidkrampf, Schiefhals, Spastik nach Schlaganfall, chronischer Migräne oder ausgeprägter Hyperhidrose, können bei entsprechender Diagnose und oft nach Kostengutsprache in der Schweiz übernommen werden. Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nicht vergütet, weil das KVG dem Territorialitätsprinzip folgt. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt.
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Botulinumtoxin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und darf nur von Ärztinnen und Ärzten angewendet werden.
Die Wirkung ist vorübergehend. Nebenwirkungen wie Blutergüsse, Kopfschmerzen oder ein vorübergehend hängendes Lid sind möglich. Schluck- oder Atembeschwerden erfordern sofortige ärztliche Hilfe. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Ästhetische Behandlungen werden von der Grundversicherung nach KVG nicht übernommen. Geplante Behandlungen im Ausland werden nicht vergütet.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Ein Wirkstoff, der die Übertragung von Nervensignalen auf Muskeln vorübergehend hemmt und in kleinen Mengen einzelne Gesichtsmuskeln entspannt.
Es blockiert die Freisetzung des Botenstoffs Acetylcholin an den Nervenendigungen, sodass sich der Muskel entspannt und die Falten weicher werden.
Fast ausschliesslich Botulinumtoxin Typ A.
Nein, sie unterscheiden sich in Zusammensetzung, Dosierung und Verteilung. Die Einheiten verschiedener Präparate sind nicht direkt vergleichbar.
Ja, in der Schweiz ist es ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das nur von Ärztinnen und Ärzten angewendet werden darf.
Weil die Nervenendigungen mit der Zeit neue Verbindungen zum Muskel bilden, sodass die Bewegung allmählich zurückkehrt.
Falten, die durch die wiederholte Bewegung der Gesichtsmuskeln entstehen, etwa beim Lachen oder Stirnrunzeln.
Falten, die auch in Ruhe sichtbar bleiben, weil sich mimische Falten mit den Jahren in die Haut eingegraben haben.
Teilweise. Es kann die Vertiefung verringern, oft bleibt aber eine feine Linie, die ergänzend behandelt werden kann.
Nein, diese Falten entstehen durch Volumenverlust und Erschlaffung und werden eher mit Hyaluronsäure behandelt.
Nein, Erschlaffung wird mit Fadenlifting oder Facelifting behandelt.
Die Falte zwischen den Augenbrauen, die durch die Muskeln entsteht, die die Brauen zusammen- und nach unten ziehen.
Weil der Stirnmuskel als einziger die Brauen hebt. Eine zu starke Behandlung kann die Brauen absinken lassen.
Feine Falten an den äusseren Augenwinkeln, die beim Lachen durch den Ringmuskel des Auges entstehen.
Eine leichte Anhebung der äusseren Braue durch Botulinumtoxin in die Muskeln, die sie nach unten ziehen.
Ja, mit sehr kleinen Dosen können sie gemildert werden. Die Behandlung erfordert Erfahrung, damit die Lippenbewegung erhalten bleibt.
Leicht, durch Entspannung des Muskels, der die Mundwinkel nach unten zieht.
Ja, indem es die Muskeln entspannt, die die Oberlippe beim Lächeln stark anheben.
Injektionen in die Stränge des Halsmuskels können den Hals vorübergehend glatter wirken lassen.
Ein gerunzeltes, unebenes Kinn durch einen aktiven Kinnmuskel, das mit Botulinumtoxin geglättet werden kann.
Viele beginnen zwischen dreissig und fünfzig Jahren, entscheidend ist aber der Befund. Medespoir vermittelt ausschliesslich an volljährige Patienten.
Schwangere, Stillende, Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen wie Myasthenie, bei Allergie gegen das Präparat und bei Entzündungen im Behandlungsbereich.
Bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Aminoglykoside können die Wirkung verstärken. Blutverdünner erhöhen das Risiko für Blutergüsse.
Nein, in Schwangerschaft und Stillzeit wird von einer ästhetischen Behandlung abgeraten.
Ja, oft mit angepasster Dosis, weil ihre Muskeln kräftiger sind.
Die Haut wird gereinigt, die Punkte werden markiert und das Präparat wird mit sehr feinen Nadeln in die Muskeln gespritzt.
Meist nur zehn bis zwanzig Minuten.
Die Einstiche fühlen sich wie kleine Nadelstiche an. Eine betäubende Creme oder Kühlung ist meist nicht nötig.
Kleine Erhebungen an den Einstichstellen, die nach wenigen Minuten bis Stunden verschwinden.
Ja, meist können Sie Ihren Alltag sofort fortsetzen.
Massieren des Bereichs, Hinlegen in den ersten vier Stunden, intensiven Sport, Sauna, Solarium und Alkohol am Behandlungstag.
Damit sich das Präparat nicht in benachbarte Muskeln verteilt. Viele Ärzte empfehlen, vier Stunden aufrecht zu bleiben.
Meist nach einigen Stunden, ohne dabei stark zu reiben.
Die Wirkung setzt meist nach zwei bis fünf Tagen ein und erreicht nach etwa zwei Wochen ihr Maximum.
Meist drei bis sechs Monate, je nach Dosis, Präparat, Muskelstärke und Zone.
Um das Ergebnis zu beurteilen und bei Bedarf eine kleine Nachkorrektur vorzunehmen.
Nein, sie kehren auf den früheren Zustand zurück, nicht stärker.
Manche berichten dies, weil sich die Muskeln an die geringere Aktivität gewöhnen.
Meist in Abständen von drei bis sechs Monaten, nicht häufiger als empfohlen.
Meist Rötung, Schwellung, kleine Blutergüsse und Kopfschmerzen, selten ein hängendes Lid oder eine hängende Braue, Asymmetrie oder eine beeinträchtigte Mimik.
Wenn sich das Präparat bis zum Lidhebermuskel verteilt. Das bildet sich meist innerhalb einiger Wochen zurück.
Es bildet sich von selbst zurück. Bestimmte Augentropfen können das Lid vorübergehend leicht anheben. Sprechen Sie mit dem Arzt.
Wenn die äussere Stirn weniger behandelt wurde, kann die Braue zu stark angehoben wirken. Eine kleine Nachkorrektur gleicht dies aus.
Bei Behandlungen um den Mund ist das möglich, wenn sich das Präparat auf benachbarte Muskeln verteilt. Es ist vorübergehend.
Gelegentlich treten in den ersten Tagen nach der Behandlung der Stirn Kopfschmerzen auf, die rasch abklingen.
Sehr selten können sich bei häufigen und hohen Dosen Antikörper bilden, die die Wirkung verringern.
Schluckbeschwerden, Sprechstörungen, Atemnot, ausgeprägte Muskelschwäche am Körper, Sehstörungen oder eine allergische Reaktion.
In hohen Mengen ist es giftig. Die ästhetischen Dosen sind jedoch sehr gering, und das Präparat ist ein zugelassenes Arzneimittel.
Nein, sie sind vorübergehend, weil auch die Wirkung des Präparats vorübergehend ist.
Bei Lidkrampf, Gesichtskrampf, Schiefhals, Spastik, chronischer Migräne, überaktiver Blase und übermässigem Schwitzen.
Ja, es hemmt die Schweissdrüsen an Achseln, Händen oder Füssen für mehrere Monate.
Bei chronischer Migräne kann es die Häufigkeit der Anfälle verringern. Die Behandlung erfolgt durch spezialisierte Ärzte.
Bei ausgeprägter Hyperhidrose kann es in der Schweiz nach Kostengutsprache übernommen werden.
Ja, Injektionen in den Kaumuskel können die Kraft verringern und Beschwerden lindern. Eine Schutzschiene bleibt sinnvoll.
Bei vergrössertem Kaumuskel bildet sich der Muskel nach einigen Wochen etwas zurück, sodass das Gesicht schmaler wirkt.
Oft länger als im oberen Gesicht, weil sich der Muskel zurückbildet.
Ja, Botulinumtoxin entspannt die Muskeln, Hyaluronsäure füllt Volumen und statische Falten auf.
Bei tiefen Zornesfalten oft zuerst Botulinumtoxin und nach etwa zwei Wochen Hyaluronsäure für die verbleibende Linie.
Ja, nach der Heilung kann es ergänzend die mimischen Falten behandeln, die ein Lifting nicht verändert.
Bei massvoller Dosierung nicht. Ein starres Aussehen entsteht vor allem bei zu hohen Dosen oder zu vielen Zonen.
Ja, sprechen Sie diesen Wunsch an. Die Dosis wird dann so gewählt, dass eine gewisse Mimik erhalten bleibt.
Um zu sehen, wie Ihre Muskeln reagieren, und bei der Kontrolle gegebenenfalls nachzubessern.
Oft ja. Bei Männern wird die Braue meist flacher belassen und die Dosis an die kräftigeren Muskeln angepasst.
Ja, wer die Stirn anspannt, um die Lider zu heben, kann nach einer starken Stirnbehandlung schwerere Lider bemerken.
Meist nicht, weil die Wirkung nur einige Monate hält und regelmässig aufgefrischt werden muss.
Vor allem als Ergänzung im Rahmen eines Aufenthalts für andere Behandlungen.
Meist in der Schweiz, weil sie alle paar Monate nötig sind.
Von der Zahl der Zonen, der Dosis, dem Präparat und der Klinik. In Tunesien liegen sie zur Orientierung etwa 60 % unter dem Schweizer Niveau, indikativ und nicht vertraglich.
Nein, ästhetische Behandlungen werden nicht übernommen.
Das hängt von der Klinik ab. Wir bestätigen das Präparat in der Offerte.
Ja, eine Flugreise nach der Behandlung ist in der Regel unproblematisch.
Am Behandlungstag sollte intensiver Sport gemieden werden. Ab dem nächsten Tag ist Sport meist möglich.
Am Behandlungstag besser nicht, weil Alkohol Blutergüsse begünstigen kann.
Massagen und Gesichtsbehandlungen sollten einige Tage nicht im behandelten Bereich erfolgen.
Kaum. Für die Hautqualität sind Peelings, Laser und Hautpflege geeignet.
Eine frühzeitige Behandlung kann das Eingraben mimischer Falten verlangsamen. Ein dauerhafter Schutz ist das aber nicht.
Es wird von einem Bakterium gebildet, das im neunzehnten Jahrhundert als Ursache des Botulismus entdeckt wurde.
Vom lateinischen Wort für Wurst, weil die Vergiftung früher häufig nach dem Verzehr verdorbener Wurstwaren auftrat.
Seit den 1970er- und 1980er-Jahren, zunächst bei Schielen und Lidkrampf.
Bei Patienten, die im Augenbereich behandelt wurden, fiel auf, dass sich die Falten glätteten.
Weil viele direkt an der Haut ansetzen und sie bewegen, was die Gesichtsausdrücke erzeugt.
Der Augenbrauenrunzler und der Prozerus, die die Brauen zusammen und nach unten ziehen.
Indem es die senkenden Muskeln entspannt, sodass der hebende Stirnmuskel überwiegt.
Nein, zu hohe Dosen führen eher zu einem starren Ausdruck und mehr Nebenwirkungen.
Nein, Botulinumtoxin entspannt Muskeln, Füllstoffe wie Hyaluronsäure füllen Volumen auf.
Die primäre tritt ohne erkennbare Ursache auf, die sekundäre ist Folge einer anderen Erkrankung oder von Medikamenten und muss zuerst abgeklärt werden.
Starke Antitranspirantien auf Aluminiumbasis und bei Händen und Füssen die Leitungswasser-Iontophorese.
Eine Behandlung, bei der ein schwacher Strom über Wasserbäder die Schweissdrüsen an Händen oder Füssen hemmt.
An den Achseln oft sechs Monate oder länger.
Ja, sie ist schmerzhafter als an den Achseln und kann die Fingerkraft vorübergehend leicht verringern.
Bei chronischer Migräne mit mindestens fünfzehn Kopfschmerztagen im Monat, wenn andere vorbeugende Medikamente nicht ausreichen.
Nach einem festen Schema mit Injektionen an Stirn, Schläfen, Hinterkopf, Nacken und Schultern alle etwa drei Monate.
Neurologinnen und Neurologen, meist in der Schweiz.
Damit das Ergebnis später verglichen und gegebenenfalls eine Nachkorrektur geplant werden kann.
Kurz vor der Behandlung nach Herstellerangaben.
Am besten am Anfang, damit eine Kontrolle nach etwa zwei Wochen möglich ist, oder die Kontrolle erfolgt in der Schweiz.
Manchmal wird es mit geringen Dosen eingesetzt, um das Eingraben mimischer Falten zu verlangsamen.
Meist nicht allein, weil Volumenverlust und Erschlaffung im Vordergrund stehen. Es bleibt aber eine wirksame Ergänzung.
Weil Brauen und Lider oft abgesunken sind und der Stirnmuskel sie stützt.
Eine ärztliche Ausbildung mit genauer Kenntnis der Gesichtsanatomie und Erfahrung mit Botulinumtoxin.
Nein, Behandlungen ausserhalb einer ärztlichen Praxis sind riskant, weil Präparat, Hygiene und Fachkenntnis nicht gesichert sind.
Weil sie gefälscht, falsch gelagert oder falsch dosiert sein können, bis hin zu ernsten Vergiftungen.
Kühl und nach Herstellerangaben, und es wird kurz vor der Anwendung aufgelöst.
Fragen Sie danach. Seriöse Ärztinnen und Ärzte zeigen Ihnen gerne das verwendete Präparat.
Ausgeprägte Muskelschwäche, Schluck- und Sprechstörungen, Doppelbilder und Atemnot. Sie erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
Oft ja, weil ihre Gesichtsmuskeln kräftiger sind und für eine vergleichbare Wirkung höhere Dosen nötig sind.
Weil eine stark angehobene, gebogene Braue bei Männern feminisierend wirken kann.
Zornesfalte, Stirn, Krähenfüsse, der Kaumuskel bei Knirschen und die Achseln bei übermässigem Schwitzen.
Meist zwei bis vier, weil die Wirkung drei bis sechs Monate hält.
Die wiederkehrenden Kosten summieren sich über die Zeit, während eine Operation einmalig ist, aber einen Eingriff erfordert.
Welche Falten stören, ob sie mimisch sind, ob Brauen oder Lider abgesunken sind, ob Restbewegung gewünscht ist und ob Sie regelmässig auffrischen möchten.
Weil die Muskeln zwischen den Brauen sehr aktiv sind, etwa bei Konzentration, starkem Licht oder Kurzsichtigkeit.
Meist etwa fünf, in der Mitte und entlang der Brauen, je nach Muskelstärke.
Leicht, weil die Entspannung des Prozerus die Brauen innen weniger nach unten zieht.
Wer wegen einer Sehschwäche die Augen zusammenkneift, kann durch eine passende Sehhilfe die Belastung der Muskeln verringern.
Meist zwei bis vier Punkte seitlich des Auges in ausreichendem Abstand zum Augenrand.
Bei zu starker Behandlung ja. Eine angemessene Dosis erhält das natürliche Lächeln.
Nur begrenzt, wenn die Fältchen durch dünne Haut entstehen. Hautbehandlungen sind dann oft besser geeignet.
Weil dort Muskeln liegen, die das Lächeln steuern und nicht beeinträchtigt werden sollen.
Weil der Stirnmuskel die Brauen hebt und eine starke Entspannung die Brauen absinken und die Lider schwerer wirken lassen kann.
Um ein Absinken der Brauen zu vermeiden.
Eine spitz nach oben gezogene äussere Braue, wenn nur die Mitte der Stirn behandelt wurde. Eine kleine Nachkorrektur gleicht dies aus.
Ja, bei niedriger Stirn, schweren Lidern oder abgesunkenen Brauen kann von einer Stirnbehandlung abgeraten werden.
Ja, Präparat, Dosis und Zonen helfen bei späteren Auffrischungen, besonders an einem anderen Ort.
Weil zu kurze Abstände das sehr geringe Risiko einer Antikörperbildung erhöhen.
Viele berichten, dass sie nach der Behandlung der Zornesfalte seltener gefragt werden, ob sie müde oder verärgert seien.
Einige Studien untersuchen dies, doch die Forschung ist nicht abgeschlossen. Es ist keine Behandlung psychischer Erkrankungen.
Eine Analyse der Mimik, eine individuelle Wahl von Zonen und Dosis, eine Besprechung der gewünschten Restbewegung und eine Kontrolle nach zwei Wochen.
Weil erst die Bewegung zeigt, wie stark die Muskeln sind und wie sie zusammenspielen.
Der Kaumuskel an der Seite des Unterkiefers, einer der kräftigsten Muskeln des Körpers, der den Kiefer beim Kauen schliesst.
Das normale Kauen kaum. In den ersten Wochen kann das Kauen harter Speisen etwas anstrengender sein.
Bei zu hoher Dosis oder falscher Platzierung ist ein ungleichmässiges Lächeln möglich. Eine genaue Anatomiekenntnis ist wichtig.
Ja, eine zahnärztliche Abklärung und eine Schutzschiene für die Nacht bleiben sinnvoll.
In den ersten Stunden sollte keine Brille oder Kopfbedeckung auf die behandelte Stirn drücken.
Am Behandlungstag nicht, weil die Wärme die Verteilung des Präparats beeinflussen kann. Ab dem nächsten Tag meist wieder.
Gesichtsbehandlungen im behandelten Bereich sollten einige Tage bis zwei Wochen verschoben werden.
Nein, es wirkt auf die Muskeln und nicht auf die Pigmentierung der Haut.
Behandlungen mit Hyaluronsäure, die die Haut von innen befeuchten und ihre Qualität verbessern sollen.
Sehr verdünntes Botulinumtoxin in der oberflächlichen Hautschicht, um feine Linien zu glätten. Diese Anwendung ist weniger gut untersucht.
Dermatologinnen und Dermatologen sowie Fachärzte für plastische Chirurgie.
Das verwendete Präparat, die Dosis und die behandelten Zonen.
Weil die Wirkung erst nach einigen Tagen einsetzt und Sie bei unerwarteten Nebenwirkungen noch vor Ort betreut werden sollten.
Eine Ärztin oder ein Arzt in der Schweiz, wenn Sie die Angaben zu Präparat, Dosis und Zonen mitbringen.
Neuromuskuläre Erkrankungen wie Myasthenie oder das Lambert-Eaton-Syndrom sowie die amyotrophe Lateralsklerose.
Etwa Aminoglykosid-Antibiotika, bestimmte Mittel gegen Malaria und Muskelrelaxantien.
Ja, bei einer akuten Infektion mit Fieber oder einer Hautentzündung im Behandlungsbereich sollte sie verschoben werden.
Ja, deshalb sollten Sie frühere medizinische Behandlungen mit Botulinumtoxin angeben.
In Einheiten, die je nach Präparat unterschiedlich gemessen werden und deshalb nicht direkt vergleichbar sind.
Manchmal etwas, sie erhöht aber auch das Risiko eines starren Ausdrucks und von Nebenwirkungen.
Ja, die sogenannten Bunny Lines, feine schräge Falten auf dem Nasenrücken beim Lachen, lassen sich mit kleinen Dosen glätten.
Oft ja, durch unterschiedliche Dosierung auf beiden Seiten, sodass die Brauen gleichmässiger stehen.
In den ersten Stunden sollte keine enge Kopfbedeckung auf die Stirn drücken. Danach ist sie unproblematisch.
Nein, es gibt kein Gegenmittel für die ästhetische Anwendung. Die Wirkung klingt aber nach einigen Monaten von selbst ab.
Sofort, kleine Rötungen an den Einstichstellen verschwinden meist innerhalb weniger Stunden.
In spezialisierten Behandlungen kann es auf der gesunden Seite eingesetzt werden, um die Symmetrie zu verbessern. Dies gehört in die Hände erfahrener Fachärzte.
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