Die Laser-Tattooentfernung ist das heute am häufigsten eingesetzte Verfahren, um Tätowierungen aufzuhellen oder weitgehend zu entfernen. Dabei werden die Farbpigmente in der Haut mit sehr kurzen, energiereichen Laserimpulsen in winzige Teilchen zertrümmert, die der Körper über Wochen bis Monate abtransportiert. In einer Serie von Sitzungen verblasst die Tätowierung schrittweise. Viele Menschen lassen eine Tätowierung entfernen, weil sie ihnen nicht mehr gefällt, weil sie an eine abgeschlossene Lebensphase oder eine frühere Beziehung erinnert, aus beruflichen Gründen, weil sie misslungen ist oder weil sie durch eine neue Tätowierung überdeckt werden soll. Auch Permanent Make-up an Augenbrauen oder Lippen kann mit Laser behandelt werden. Medespoir organisiert Laser-Tattooentfernungen für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in Partnerkliniken in Tunesien, meist im Rahmen eines Aufenthalts für andere Behandlungen.
Diese Seite erklärt, wie die Laser-Tattooentfernung funktioniert, welche Laser verwendet werden, warum manche Farben schwerer zu entfernen sind, wie viele Sitzungen nötig sind, wie eine Behandlung abläuft, welche Nebenwirkungen und Risiken bestehen und welche Alternativen es gibt. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Das Wichtigste in Kürze
Der Laser zertrümmert die Farbpigmente in winzige Teilchen, die der Körper abtransportiert. Die Tätowierung verblasst in einer Serie von Sitzungen schrittweise.
Meist sind fünf bis fünfzehn Sitzungen oder mehr im Abstand von sechs bis acht Wochen nötig. Schwarz spricht am besten an, Farben wie Grün, Blau, Gelb und Weiss sind schwieriger. Eine vollständige Entfernung kann nicht zugesichert werden.
Mögliche Nebenwirkungen sind Blasen, Krusten, Pigmentstörungen und selten Narben. Bei dunkler Haut und bei Permanent Make-up ist besondere Vorsicht nötig. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Eine ästhetische Tattooentfernung wird von der Grundversicherung nach KVG nicht übernommen. Kostenangaben sind indikativ und nicht vertraglich.
Beim Tätowieren werden Farbpigmente mit Nadeln in die Lederhaut eingebracht, die mittlere Hautschicht unter der Oberhaut. Dort werden die Pigmentteilchen von Zellen des Immunsystems, den Makrophagen, aufgenommen oder bleiben zwischen den Zellen liegen. Weil die Teilchen zu gross sind, um vom Körper abtransportiert zu werden, bleibt die Tätowierung dauerhaft sichtbar. Der Laser erzeugt Lichtimpulse, die nur Milliardstel oder Billionstel Sekunden dauern und von den Pigmenten aufgenommen werden. Die Energie wird so schnell abgegeben, dass sich die Pigmentteilchen schlagartig erhitzen und durch eine Art Druckwelle in viel kleinere Teilchen zerfallen. Diese kleineren Teilchen werden von den Makrophagen aufgenommen und über das Lymphsystem abtransportiert. Da bei jeder Sitzung nur ein Teil der Pigmente zertrümmert wird und der Abtransport Zeit braucht, verblasst die Tätowierung schrittweise über viele Monate.
Die Wellenlänge des Lasers muss zur Farbe des Pigments passen, weil jede Farbe Licht bestimmter Wellenlängen aufnimmt. Schwarzes Pigment nimmt fast alle Wellenlängen auf und ist deshalb am leichtesten zu behandeln. Rotes Pigment nimmt grünes Licht auf, grünes und blaues Pigment nimmt rotes Licht auf. Für mehrfarbige Tätowierungen sind deshalb Laser mit mehreren Wellenlängen nötig.
Gütegeschaltete Laser, auch Q-switched-Laser genannt, erzeugen Impulse im Bereich von Nanosekunden, also Milliardstel Sekunden. Sie sind seit Jahrzehnten der Standard in der Tattooentfernung. Der Nd:YAG-Laser mit 1064 Nanometern eignet sich für schwarzes und dunkelblaues Pigment und für dunkle Haut, mit Frequenzverdopplung auf 532 Nanometer für rotes, orangefarbenes und violettes Pigment. Der Rubinlaser mit 694 Nanometern und der Alexandritlaser mit 755 Nanometern eignen sich für schwarzes, blaues und grünes Pigment, sind aber bei dunkler Haut weniger geeignet.
Pikosekundenlaser erzeugen noch kürzere Impulse im Bereich von Billionstel Sekunden. Die Energie wird so schnell abgegeben, dass die Pigmente stärker durch den mechanischen Effekt und weniger durch Wärme zertrümmert werden, was zu feineren Teilchen führt. In vielen Fällen können damit weniger Sitzungen nötig sein, besonders bei hartnäckigen Farben wie Grün und Blau und bei Tätowierungen, die auf gütegeschaltete Laser nicht mehr ansprechen. Ausserdem kann die Wärmebelastung der umliegenden Haut geringer sein. Pikosekundenlaser gelten heute als moderner Standard, sind aber nicht in jeder Klinik verfügbar.
| Laser | Impulsdauer | Wellenlänge | Geeignete Farben |
|---|---|---|---|
| Nd:YAG, gütegeschaltet | Nanosekunden | 1064 Nanometer | Schwarz, Dunkelblau, dunkle Haut |
| Nd:YAG, frequenzverdoppelt | Nanosekunden | 532 Nanometer | Rot, Orange, Violett |
| Rubin | Nanosekunden | 694 Nanometer | Schwarz, Blau, Grün |
| Alexandrit | Nanosekunden oder Pikosekunden | 755 Nanometer | Schwarz, Blau, Grün |
| Pikosekundenlaser | Pikosekunden | Je nach Gerät mehrere | Viele Farben, hartnäckige Pigmente |
Tätowierfarben bestehen aus Farbpigmenten, die in einer Trägerflüssigkeit gelöst oder aufgeschwemmt sind. Die Pigmente sind entweder anorganisch, etwa Russ oder Kohlenstoff für Schwarz, Eisenoxide für Braun- und Rottöne und Titandioxid für Weiss, oder organisch, etwa sogenannte Azopigmente für viele leuchtende Farben wie Rot, Orange und Gelb. Die Zusammensetzung beeinflusst, wie gut eine Farbe auf den Laser anspricht. Kohlenstoff nimmt fast alle Wellenlängen auf und lässt sich gut zertrümmern. Titandioxid und manche Eisenoxide können sich unter dem Laser chemisch verändern und dunkel verfärben. Organische Pigmente können beim Zerfall neue Stoffe bilden, deren Wirkung im Körper noch nicht vollständig untersucht ist. In der Europäischen Union und in der Schweiz gelten heute strengere Vorschriften für die Zusammensetzung von Tätowierfarben, die bestimmte gesundheitlich bedenkliche Stoffe einschränken. Ältere Tätowierungen und Tätowierungen aus anderen Ländern können jedoch Farben enthalten, die diesen Vorschriften nicht entsprechen. Da die genaue Zusammensetzung einer bestehenden Tätowierung meist unbekannt ist, ist eine Testbehandlung bei hellen und bunten Farben besonders wichtig.
Tätowierungen gibt es seit Jahrtausenden, und ebenso lange suchen Menschen nach Wegen, sie wieder loszuwerden. Früher wurden sie durch Abschleifen, Ausschneiden, Verätzen mit Säuren oder Salz oder durch Verbrennen entfernt, was fast immer zu auffälligen Narben führte. In den 1960er-Jahren wurden die ersten Versuche mit Lasern gemacht, doch die frühen Dauerstrichlaser verbrannten die Haut und hinterliessen ebenfalls Narben. Den Durchbruch brachten in den 1980er- und 1990er-Jahren die gütegeschalteten Laser mit sehr kurzen Impulsen, die die Pigmente gezielt zertrümmern, ohne die umliegende Haut stark zu erhitzen. Seit etwa 2010 sind Pikosekundenlaser verfügbar, die mit noch kürzeren Impulsen arbeiten und bei vielen Tätowierungen die Zahl der Sitzungen verringern können. Mit der wachsenden Zahl tätowierter Menschen ist auch die Nachfrage nach Tattooentfernungen gestiegen, und die Technik entwickelt sich weiter.
Eine Tätowierung ist oft Ausdruck einer bestimmten Lebensphase, einer Beziehung, einer Zugehörigkeit oder eines Lebensgefühls. Mit der Zeit können sich die Lebensumstände, der Geschmack oder die berufliche Situation ändern, und eine Tätowierung, die früher bedeutsam war, wird als störend empfunden. Manche bereuen eine spontan gestochene Tätowierung, andere eine, die an eine schmerzhafte Erfahrung erinnert. Für manche Menschen ist die Entfernung ein Abschluss und ein Neuanfang. Die lange Dauer der Behandlung erfordert Geduld, und die schrittweise Veränderung kann emotional bewegend sein. Wichtig sind realistische Erwartungen, denn nicht jede Tätowierung lässt sich vollständig entfernen, und manchmal bleibt ein Schatten zurück. Wer eine neue Tätowierung plant, sollte sich Zeit für die Entscheidung nehmen und bedenken, dass eine spätere Entfernung aufwendig ist.
Wie gut und wie schnell eine Tätowierung verblasst, hängt von vielen Faktoren ab. Die Farbe ist einer der wichtigsten: Schwarz und Dunkelblau sprechen am besten an, Rot meist gut, Grün, Hellblau, Türkis und Violett schwerer, Gelb, Orange, Weiss und Hautfarbtöne am schwersten. Weisse und hautfarbene Pigmente sowie manche rote und rosa Farben können sich unter dem Laser sogar dunkel verfärben, weil sie Titandioxid oder Eisenoxid enthalten, die sich chemisch verändern. Professionelle Tätowierungen enthalten oft mehr und tiefer eingebrachte Farbe als Amateurtätowierungen und erfordern deshalb mehr Sitzungen. Ältere Tätowierungen verblassen oft schneller, weil ein Teil der Pigmente bereits abgebaut wurde. Auch die Lage spielt eine Rolle: Tätowierungen am Rumpf, am Hals und im Gesicht verblassen meist schneller als an Händen, Füssen und Unterschenkeln, weil die Durchblutung und der Lymphabfluss dort besser sind. Ein guter Allgemeinzustand, ein funktionierendes Immunsystem und der Verzicht auf Rauchen fördern den Abtransport. Schichtungen, bei denen eine alte Tätowierung überstochen wurde, erfordern meist viele Sitzungen.
| Faktor | Günstig | Ungünstig |
|---|---|---|
| Farbe | Schwarz, Dunkelblau | Gelb, Weiss, Hautfarben, Grün |
| Art | Amateurtätowierung | Professionelle, dichte Tätowierung |
| Alter | Ältere Tätowierung | Frische Tätowierung |
| Lage | Rumpf, Hals, Gesicht | Hände, Füsse, Unterschenkel |
| Rauchen | Nichtraucher | Raucher |
| Schichtung | Eine Schicht | Überstochene Tätowierung |
Die Zahl der Sitzungen lässt sich vorab nur schätzen. Bei kleinen, schwarzen Amateurtätowierungen reichen manchmal fünf bis acht Sitzungen, bei grossen, bunten, professionellen Tätowierungen können fünfzehn oder mehr Sitzungen nötig sein. Der Abstand zwischen den Sitzungen beträgt meist sechs bis acht Wochen oder mehr, damit die Haut heilen und der Körper die zertrümmerten Pigmente abtransportieren kann. Kürzere Abstände beschleunigen die Entfernung nicht, sondern erhöhen das Risiko für Narben und Pigmentstörungen. Eine vollständige Entfernung dauert deshalb oft ein bis zwei Jahre oder länger. Bei manchen Tätowierungen bleibt ein Schatten oder ein Rest bestehen, der sich nicht vollständig entfernen lässt. Soll die Tätowierung nur so weit aufgehellt werden, dass sie mit einer neuen überdeckt werden kann, sind oft weniger Sitzungen nötig.
Gute Voraussetzungen bestehen bei dunklen Pigmenten auf heller bis mitteldunkler Haut, bei gutem Allgemeinzustand und bei realistischen Erwartungen. Bei dunkler Haut ist die Behandlung mit dem Nd:YAG-Laser möglich, aber das Risiko für Pigmentstörungen ist höher. Nicht behandelt werden sollten frisch gebräunte Haut, Hautinfektionen oder Entzündungen im Behandlungsbereich, frische Tätowierungen, die noch nicht vollständig verheilt sind, und in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei einer Neigung zu Keloiden, bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte im Behandlungsbereich, bei lichtempfindlich machenden Medikamenten und bei einer bekannten Allergie gegen Tätowierfarben ist besondere Vorsicht nötig. Bei einer allergischen Reaktion auf eine Tätowierung, etwa einer anhaltenden Schwellung und Juckreiz in einer roten Farbe, kann der Laser die Allergie verstärken, weil die zertrümmerten Pigmente in den Körper gelangen, und es sollte vorher ärztlich abgeklärt werden. Medespoir vermittelt Behandlungen ausschliesslich an volljährige Patientinnen und Patienten.
Weisse Tätowierungen und helle Farben wie Hellgelb, Pastelltöne oder Hautfarben gehören zu den schwierigsten Fällen der Tattooentfernung. Weisses Pigment besteht meist aus Titandioxid, das kaum Laserlicht aufnimmt und sich zudem unter dem Laser grau oder schwarz verfärben kann. Helle Farben enthalten oft Beimischungen von Titandioxid, um sie aufzuhellen, und können sich ebenfalls dunkel verfärben. Eine solche Verfärbung ist schwer rückgängig zu machen, obwohl das dunkle Pigment dann manchmal mit weiteren Sitzungen behandelt werden kann. Deshalb ist vor jeder Behandlung heller Farben eine Testbehandlung an einer kleinen Stelle nötig, deren Ergebnis einige Wochen abgewartet wird. Bei weissen Tätowierungen wird oft von einer Laserbehandlung abgeraten und eine chirurgische Entfernung oder ein Cover-up besprochen. Auch Tätowierungen, die mit weissen Akzenten versehen sind, erfordern besondere Vorsicht.
Bei bunten Tätowierungen auf dunkler Haut sind die Wellenlängen, die für farbige Pigmente nötig sind, oft stärker vom Hautpigment aufgenommen, was das Risiko für Pigmentstörungen erhöht. Grüne und blaue Pigmente erfordern Wellenlängen im roten Bereich, die bei dunkler Haut riskanter sind. Deshalb werden bei dunkler Haut bunte Tätowierungen oft vorsichtiger und mit mehr Sitzungen behandelt, und manchmal ist eine vollständige Entfernung bestimmter Farben nicht möglich.
Da die behandelte Haut nach jeder Sitzung vor Sonne geschützt werden muss und gebräunte Haut ein höheres Risiko für Nebenwirkungen hat, beginnen viele eine Serie im Herbst oder Winter. Tätowierungen an Stellen, die meist von Kleidung bedeckt sind, können auch im Sommer behandelt werden, wenn Sonnenschutz und Bedeckung konsequent eingehalten werden. Badeferien sollten so geplant werden, dass die Haut zum Reisezeitpunkt vollständig verheilt ist. In Tunesien ist wegen der starken Sonneneinstrahlung besonders auf Schatten, Kleidung und Sonnenschutz zu achten.
Warum ein Laser eine Tätowierung zertrümmern kann, ohne die Haut zu verbrennen, hängt mit der Dauer der Lichtimpulse zusammen. Jedes Teilchen in der Haut hat eine sogenannte thermische Relaxationszeit, also die Zeit, in der es aufgenommene Wärme an seine Umgebung abgibt. Kleine Pigmentteilchen geben Wärme sehr schnell ab. Wenn der Laserimpuls kürzer ist als diese Zeit, bleibt die Energie im Teilchen gefangen, das sich schlagartig erhitzt und durch die entstehende Druckwelle zerfällt, bevor die Wärme auf die umliegende Haut übergehen kann. Je kleiner die Teilchen, desto kürzer muss der Impuls sein. Nanosekundenlaser erreichen dies für grössere Teilchen, Pikosekundenlaser auch für kleinere Teilchen, die nach den ersten Sitzungen übrig bleiben. Deshalb können Pikosekundenlaser besonders bei hartnäckigen Resten hilfreich sein. Die Energie muss zudem hoch genug sein, um die Teilchen zu zertrümmern, aber nicht so hoch, dass die Haut geschädigt wird. Die Grösse des Lichtflecks beeinflusst die Eindringtiefe: Grössere Flecken dringen tiefer ein und eignen sich für tiefer liegende Pigmente.
Männer und Frauen lassen gleichermassen Tätowierungen entfernen, oft aber an unterschiedlichen Stellen und aus unterschiedlichen Gründen. Bei Männern sind häufig grössere Tätowierungen an Armen, Brust, Rücken oder Händen betroffen, bei Frauen häufiger kleinere Motive an Handgelenken, Knöcheln, im Nacken oder am unteren Rücken und Permanent Make-up. Die Behandlung unterscheidet sich technisch nicht, doch die Grösse, die Dichte und die Lage der Tätowierung beeinflussen die Zahl der Sitzungen. Bei Männern mit dichter Körperbehaarung kann der Laser Haare in der behandelten Zone ausfallen lassen.
Bei einer Strahlentherapie werden oft kleine Punkte auf die Haut tätowiert, die als Markierungen für die genaue Ausrichtung der Bestrahlung dienen. Nach Abschluss der Behandlung empfinden manche Menschen diese Punkte als belastende Erinnerung an die Krankheit. Sie lassen sich meist in wenigen Sitzungen mit einem Laser entfernen. Bevor eine solche Markierung entfernt wird, sollte mit dem behandelnden Onkologen geklärt werden, ob sie für eine mögliche spätere Behandlung noch benötigt wird. Auch nach einem Brustwiederaufbau wird manchmal der Brustwarzenhof tätowiert, eine Tätowierung, die in der Regel erhalten bleiben soll.
Bei Stürzen auf Asphalt, bei Explosionen oder Schussverletzungen können Fremdkörper wie Asphalt, Sand, Schiesspulver oder Russ in die Haut eingesprengt werden und bleiben dauerhaft sichtbar. Diese Schmutztätowierungen lassen sich oft gut mit Laser behandeln. Bei Schiesspulver ist jedoch Vorsicht geboten, weil es sich unter dem Laser entzünden und kleine Narben verursachen kann. Die Behandlung von Unfallfolgen kann von der Unfallversicherung übernommen werden.
Neben Permanent Make-up gibt es weitere kosmetische Tätowierungen, etwa zur Tarnung von Narben oder Pigmentverlust, zur Nachbildung von Haaren auf der Kopfhaut, die sogenannte Mikropigmentierung, oder zur Verbesserung der Kontur der Lippen. Diese Tätowierungen enthalten oft helle, hautfarbene oder braune Pigmente, die sich unter dem Laser dunkel verfärben können. Eine Testbehandlung ist deshalb besonders wichtig.
Tätowierungen an Händen, Fingern und Füssen verblassen oft langsamer, weil die Durchblutung und der Lymphabfluss dort geringer sind. Ausserdem ist die Haut an den Händen stärker beansprucht, was die Heilung beeinflussen kann. Tätowierungen an den Fingern sind oft von Amateuren gestochen und manchmal leichter zu entfernen, doch die Haut an den Fingern ist empfindlich und heilt langsamer.
Um die Zahl der Sitzungen zu verringern, werden verschiedene Strategien untersucht. Bei der Mehrfachbehandlung in einer Sitzung wird die Tätowierung mehrmals hintereinander behandelt, jeweils nachdem das Frosting verschwunden ist, was manche als effizienter beschreiben. Auflagen mit bestimmten Flüssigkeiten auf der Haut können das Frosting rascher auflösen und mehrere Durchgänge erleichtern. Fraktionierte Laser können in Kombination mit Tattoolasern den Abtransport der Pigmente unterstützen und die Hautstruktur verbessern. Diese Verfahren werden nicht überall angeboten, und ihre Vorteile sind nicht für alle Tätowierungen eindeutig belegt. Nach Abschluss der Tattooentfernung können verbleibende Hautveränderungen wie Texturunterschiede oder Pigmentstörungen mit fraktionierten Lasern, Peelings oder einer aufhellenden Pflege behandelt werden. Informationen finden Sie auf der Seite Narbenbehandlung.
Tätowierungen am Hals und im Nacken verblassen wegen der guten Durchblutung oft vergleichsweise schnell. Die Haut am Hals ist jedoch dünn und empfindlich, was eine sorgfältige Einstellung erfordert. Bei Tätowierungen in der Nähe des Haaransatzes können Haare ausfallen.
Am Rücken befinden sich oft grosse Tätowierungen, die viele Sitzungen und lange Behandlungszeiten pro Sitzung erfordern. Die Haut am Rücken ist dicker, und die Wundpflege kann schwieriger sein, weil man die Stelle schlecht selbst erreicht. Eine Begleitperson kann bei der Pflege helfen.
An den Oberarmen und Oberschenkeln verblassen Tätowierungen meist gut. An den Unterarmen, Unterschenkeln und besonders an den Knöcheln verlaufen die Behandlungen oft langsamer, weil der Lymphabfluss geringer ist. An den Unterschenkeln kann sich zudem nach der Behandlung eine Schwellung bilden, die durch Hochlagern gemildert wird.
Tätowierungen im Gesicht, einschliesslich Permanent Make-up, verblassen wegen der guten Durchblutung oft schnell, erfordern aber besondere Vorsicht, weil Narben und Pigmentstörungen hier stark auffallen. Die Nähe zu den Augen erfordert einen besonderen Augenschutz.
Tätowierungen in empfindlichen Zonen wie dem Intimbereich, den Innenseiten der Oberschenkel oder in der Nähe der Brustwarzen können schmerzhafter sein und erfordern besondere Vorsicht bei der Wundpflege. Schleimhäute werden nicht behandelt.
Dermatologinnen und Dermatologen in der Schweiz sind wichtige Partner bei der Tattooentfernung. Sie können vor der Behandlung prüfen, ob sich unter oder in der Tätowierung Muttermale oder Hautveränderungen befinden, die abgeklärt werden sollten, denn eine Tätowierung kann Hautkrebs verdecken, und ein Laser sollte verdächtige Veränderungen nicht behandeln. Sie behandeln allergische Reaktionen auf Tätowierfarben, betreuen die Wundheilung und behandeln Pigmentstörungen oder Narben nach der Entfernung. Viele Dermatologinnen und Dermatologen führen die Laser-Tattooentfernung auch selbst durch.
Viele Menschen möchten eine alte Tätowierung nicht vollständig entfernen, sondern durch ein neues Motiv ersetzen. Ein Cover-up ist oft einfacher, wenn die alte Tätowierung vorher mit einigen Laser-Sitzungen aufgehellt wurde. Dunkle, dichte Tätowierungen lassen sich nur mit noch dunkleren und grösseren Motiven überdecken, was die gestalterischen Möglichkeiten einschränkt. Nach einer Aufhellung hat der Tätowierer mehr Freiheit bei Farben und Motiv. Wie viele Sitzungen dafür nötig sind, hängt von der alten Tätowierung und vom geplanten neuen Motiv ab und sollte gemeinsam mit dem Tätowierer besprochen werden. Zwischen der letzten Laser-Sitzung und der neuen Tätowierung sollte ausreichend Zeit liegen, meist mindestens sechs bis acht Wochen, damit die Haut vollständig verheilt ist. Wer sich für ein Cover-up entscheidet, sollte das neue Motiv sorgfältig wählen, um eine spätere erneute Entfernung zu vermeiden.
Manchmal ist eine Tätowierung nicht wie gewünscht gelungen, etwa mit verlaufenen Linien, ungleichmässiger Farbe, einem Schreibfehler oder einem Motiv, das nicht der Vorstellung entspricht. In solchen Fällen kann eine gezielte Laserbehandlung einzelne Teile der Tätowierung aufhellen oder entfernen, etwa einen Buchstaben oder eine verlaufene Kontur, sodass der Tätowierer die Tätowierung korrigieren kann. Diese gezielte Korrektur erfordert eine genaue Arbeit und einen Laser mit kleinem Lichtfleck. Bei frischen Tätowierungen muss zuerst die vollständige Abheilung abgewartet werden.
Bei fachgerechter Laserbehandlung ist das Narbenrisiko gering, doch es besteht. Narben entstehen vor allem, wenn die Energie zu hoch ist, die Abstände zwischen den Sitzungen zu kurz sind, Blasen aufgestochen oder Krusten abgekratzt werden, eine Infektion auftritt oder eine Neigung zu Keloiden besteht. Manchmal hat die Tätowierung selbst bereits eine Narbe hinterlassen, etwa wenn sie zu tief gestochen wurde oder schlecht verheilt ist. Diese Narbe wird nach der Entfernung der Farbe sichtbar und ist keine Folge der Laserbehandlung. Vor der Behandlung sollte die Haut auf bestehende Narben untersucht und dies dokumentiert werden. Nach der Tattooentfernung verbleibende Narben oder Hautveränderungen können mit fraktionierten Lasern oder anderen Verfahren verbessert werden.
Nach jeder Laser-Sitzung übernimmt der Körper die eigentliche Arbeit der Entfernung. Die zertrümmerten Pigmentteilchen werden von Makrophagen, den Fresszellen des Immunsystems, aufgenommen und über die Lymphgefässe zu den Lymphknoten transportiert. Ein Teil der Teilchen wird dort gespeichert, ein Teil über die Leber und die Nieren ausgeschieden. Nicht alle Teilchen werden sofort abtransportiert. Manche werden erneut von Zellen in der Haut aufgenommen und bleiben dort, bis sie bei der nächsten Sitzung weiter zertrümmert werden. Deshalb verblasst eine Tätowierung schrittweise und nicht auf einmal. Die Geschwindigkeit hängt von der Leistungsfähigkeit des Immunsystems und des Lymphsystems ab. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung, Schlaf und Flüssigkeit, der Verzicht auf Rauchen und ein gut eingestellter Diabetes können den Abtransport unterstützen. Bei einem geschwächten Immunsystem, etwa durch Medikamente oder Erkrankungen, kann die Entfernung langsamer verlaufen und das Infektionsrisiko erhöht sein. Dass Pigmentteilchen in den Lymphknoten gespeichert werden, ist auch bei Tätowierungen ohne Laserbehandlung der Fall. Die langfristigen Folgen werden weiter erforscht.
Am Tag der Behandlung sollte die tätowierte Haut sauber, nicht gebräunt und frei von Cremes sein. Die Ärztin oder die Fachperson bespricht mit Ihnen den Ablauf, fotografiert die Tätowierung und legt die Einstellungen fest. Wenn gewünscht, wird eine betäubende Creme etwa eine halbe bis eine Stunde vorher aufgetragen. Sie erhalten eine Schutzbrille. Während der Behandlung wird die Haut oft mit kalter Luft gekühlt. Nach der Behandlung wird die Stelle gekühlt, mit Wundsalbe versorgt und verbunden. Sie erhalten Hinweise zur Wundpflege. Da die behandelte Stelle in den ersten Tagen empfindlich ist, sollte die Kleidung locker sitzen und nicht an der Wunde reiben.
Eine sorgfältige Wundpflege nach jeder Sitzung verringert das Risiko für Infektionen, Narben und Pigmentstörungen. In den ersten Stunden kann die Stelle gekühlt werden, ohne Eis direkt auf die Haut zu legen. Der Verband wird nach Anweisung gewechselt, meist täglich, bis die Haut geschlossen ist. Die Stelle wird vorsichtig mit Wasser und einer milden Seife gereinigt und trocken getupft, dann mit einer Wundsalbe versorgt. Blasen bleiben geschlossen, Krusten fallen von selbst ab. Baden, Schwimmen, Sauna, Dampfbad und intensiver Sport sollten bis zur Abheilung gemieden werden. Nach der Abheilung wird die Stelle konsequent mit einem hohen Sonnenschutz geschützt, bis zur nächsten Sitzung und darüber hinaus.
Eine gute Planung einer Tattooentfernung beginnt mit einer genauen Beurteilung der Tätowierung: ihrer Farben, Grösse, Tiefe, ihres Alters, der Art, ob professionell oder amateurhaft, und ob sie überstochen wurde. Die Fachperson beurteilt den Hauttyp, klärt Gegenanzeigen und Allergien, untersucht die Haut auf Muttermale und bestehende Narben, wählt die passenden Laser und Wellenlängen und führt bei hellen oder bunten Farben eine Testbehandlung durch. Sie erklärt die geschätzte Zahl der Sitzungen, die Abstände, die Nebenwirkungen, die Wundpflege und die Kosten über die Serie und dokumentiert Einstellungen und Fotos. Vorsicht ist angebracht, wenn eine vollständige Entfernung in wenigen Sitzungen versprochen wird, wenn die Abstände sehr kurz geplant werden oder wenn keine Testbehandlung bei hellen Farben erfolgt.
Vermeiden Sie in den Wochen vor der Behandlung Sonne, Solarium und Selbstbräuner auf der tätowierten Stelle. Rasieren Sie behaarte Stellen am Tag vorher. Tragen Sie am Behandlungstag keine Cremes, Lotionen oder Make-up auf die Stelle auf. Informieren Sie die Fachperson über Medikamente, Erkrankungen und Allergien. Trinken Sie ausreichend und essen Sie vorher etwas, weil manche Menschen bei der Behandlung schmerzempfindlich reagieren und kreislaufschwach werden können. Bringen Sie lockere Kleidung mit, die nicht auf der behandelten Stelle reibt. Planen Sie die Behandlung nicht unmittelbar vor einem Urlaub mit Baden und Sonne.
Die Laser-Tattooentfernung wird von vielen als unangenehmer empfunden als das Tätowieren selbst, dauert aber nur kurz. Das Schmerzempfinden hängt von der Körperstelle, der Grösse der Tätowierung, den Farben und der persönlichen Empfindlichkeit ab. Stellen über Knochen, etwa an den Rippen, Knöcheln oder am Handrücken, sind oft empfindlicher. Eine betäubende Creme, die eine halbe bis eine Stunde vorher aufgetragen wird, und eine Kühlung mit kalter Luft während der Behandlung lindern die Schmerzen deutlich. Bei sehr grossen Tätowierungen kann in manchen Fällen eine örtliche Betäubung mit Spritzen eingesetzt werden. Nach der Behandlung fühlt sich die Stelle oft wie nach einem Sonnenbrand an. Kühlen und einfache Schmerzmittel helfen.
In der ersten Beratung werden die Tätowierung, ihre Farben, ihre Grösse, ihr Alter, die Art der Tätowierung und der Hauttyp beurteilt. Die Tätowierung wird fotografiert, damit der Fortschritt über die Sitzungen verglichen werden kann. Oft wird an einer kleinen Stelle eine Testbehandlung durchgeführt, besonders bei hellen, weissen, hautfarbenen oder roten Farben, um eine mögliche Dunkelfärbung zu erkennen. Vor der Behandlung wird die Haut gereinigt, und je nach Empfindlichkeit wird eine betäubende Creme aufgetragen oder die Haut mit kalter Luft gekühlt. Sie und die behandelnde Person tragen Schutzbrillen. Der Laser wird dann Punkt für Punkt über die Tätowierung geführt. Jeder Impuls fühlt sich wie das Schnalzen eines Gummibands oder ein Spritzer heissen Fetts an. Direkt nach dem Impuls wird die behandelte Haut oft kurz weiss, ein sogenanntes Frosting, das durch Gasbläschen entsteht und nach einigen Minuten verschwindet. Die Behandlung dauert je nach Grösse wenige Minuten bis etwa eine halbe Stunde. Danach wird die Haut gekühlt, mit einer Wundsalbe versorgt und mit einem Verband abgedeckt.
Nach der Behandlung ist die Haut gerötet, geschwollen und kann leicht bluten. In den ersten Tagen können sich Blasen bilden, die nicht aufgestochen werden sollten, und anschliessend Krusten, die nicht abgekratzt werden dürfen. Die Wunde sollte sauber gehalten, nach Anweisung mit einer Wundsalbe gepflegt und mit einem Verband geschützt werden. Baden, Schwimmen, Sauna und Sonne sollten bis zur Abheilung gemieden werden. Die Haut heilt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Danach sollte die behandelte Stelle konsequent mit einem hohen Sonnenschutz geschützt werden. Das Verblassen der Tätowierung setzt in den Wochen nach der Sitzung ein, weil der Körper die Pigmente allmählich abtransportiert.
| Zeitraum | Was Sie erwarten können | Empfehlungen |
|---|---|---|
| Direkt danach | Weissfärbung, Rötung, Schwellung | Kühlen, Wundsalbe, Verband |
| Tag 1 bis 3 | Mögliche Blasen | Nicht aufstechen, sauber halten |
| Tag 3 bis 14 | Krusten, Juckreiz | Nicht kratzen, pflegen |
| Woche 2 bis 8 | Tätowierung verblasst allmählich | Sonnenschutz, nächste Sitzung planen |
Wenden Sie sich an die behandelnde Ärztin oder eine Ärztin in der Schweiz bei zunehmender Rötung, Wärme, Schwellung, Eiter oder Fieber, bei starken Schmerzen, bei ausgedehnten Blasen, bei einer allergischen Reaktion mit Juckreiz, Ausschlag oder Schwellung ausserhalb der behandelten Stelle oder bei Atembeschwerden.
Bei einer Laser-Tattooentfernung entstehen offene Wunden, weshalb Hygiene und Sicherheit wichtig sind. Der Behandlungsraum sollte gegen austretendes Laserlicht gesichert sein, und alle Anwesenden müssen passende Schutzbrillen tragen. Die Haut wird vor der Behandlung gereinigt. Da beim Zertrümmern der Pigmente feine Hautteilchen und Blutspritzer entstehen können, verwenden viele Fachpersonen einen Schutzaufsatz am Laserkopf, tragen Handschuhe und eine Maske und saugen den entstehenden Rauch ab. Die Wunde wird nach der Behandlung steril versorgt. Achten Sie darauf, dass diese Grundregeln eingehalten werden, und fragen Sie bei Unsicherheit nach.
Wenn eine alte Tätowierung für ein Cover-up aufgehellt oder eine misslungene Tätowierung korrigiert werden soll, ist eine Zusammenarbeit zwischen der Laserpraxis und dem Tattoostudio sinnvoll. Der Tätowierer kann beurteilen, wie stark die alte Tätowierung aufgehellt werden muss, damit sein neues Motiv gut wirkt. Die Laserpraxis kann gezielt die Bereiche behandeln, die besonders störend sind. Bringen Sie, wenn möglich, eine Skizze des geplanten neuen Motivs zur Beratung mit.
Eine Tattooentfernung erstreckt sich oft über ein bis zwei Jahre oder länger, und der Fortschritt zwischen den Sitzungen ist nicht immer gut sichtbar. Viele Menschen verlieren in der Mitte der Serie die Geduld. Regelmässige Fotos in gleichem Licht und gleicher Position helfen, den Fortschritt zu erkennen. Ein realistisches Ziel, etwa eine deutliche Aufhellung statt einer vollständigen Entfernung, kann die Zufriedenheit erhöhen. Wer eine Serie abbricht, behält eine aufgehellte, manchmal verschwommene Tätowierung, die später mit weiteren Sitzungen fortgesetzt werden kann.
Vor einer Tattooentfernung sollten Erkrankungen und Medikamente besprochen werden. Medikamente, die die Haut lichtempfindlich machen, erhöhen das Risiko für Verbrennungen. Nach einer Behandlung mit Isotretinoin gegen Akne wird oft empfohlen, einige Monate zu warten. Blutverdünner können zu stärkeren Blutergüssen und leichten Blutungen führen. Goldhaltige Medikamente, die früher bei Rheuma eingesetzt wurden, können unter Laserlicht dauerhafte Verfärbungen verursachen. Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder einem geschwächten Immunsystem kann die Wundheilung verzögert und das Infektionsrisiko erhöht sein. Bei einer Neigung zu Keloiden kann die Behandlung verdickte Narben auslösen. Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder die Weissfleckenkrankheit können durch die Reizung an der behandelten Stelle ausgelöst werden. Bei einer bekannten Allergie gegen Tätowierfarben sollte die Behandlung besonders sorgfältig abgewogen werden. Informieren Sie die Fachperson über alle Erkrankungen, Medikamente und Allergien.
Viele Menschen lassen sich in jungen Jahren tätowieren und bereuen einzelne Motive später. Bei jungen Erwachsenen heilt die Haut meist gut, und der Abtransport der Pigmente funktioniert zügig. Im mittleren Lebensalter spielen oft berufliche Gründe oder veränderte Lebensumstände eine Rolle. Ältere Tätowierungen sind oft verblasst und verschwommen und sprechen gut an, doch mit dem Alter heilt die Haut langsamer, und Durchblutung und Lymphabfluss werden schwächer, was die Entfernung verlangsamen kann. In der Schwangerschaft und Stillzeit wird von einer Tattooentfernung abgeraten, weil zertrümmerte Pigmente in den Körper gelangen und Daten zur Sicherheit fehlen.
Eine offene Kommunikation über Ihre Erwartungen ist wichtig. In Tunesien wird häufig Französisch gesprochen, und unser Team unterstützt deutschsprachige Patientinnen und Patienten bei der Verständigung. Sagen Sie, ob Sie die Tätowierung vollständig entfernen oder für ein Cover-up aufhellen möchten, teilen Sie mit, wann und von wem die Tätowierung gestochen wurde, ob sie überstochen wurde und ob Sie allergisch reagiert haben.
Bei einer Tattooentfernung im Ausland ist besonders wichtig, dass ein für Ihre Farben und Ihren Hauttyp geeigneter Laser vorhanden ist, dass die Behandlung von qualifiziertem Personal durchgeführt wird und dass die Wundpflege nach der Sitzung sichergestellt ist. Lassen Sie sich den Lasertyp, die Wellenlängen und die Einstellungen aufschreiben, damit die Serie in der Schweiz passend fortgesetzt werden kann. Vermeiden Sie während des Aufenthalts Sonne und Baden im Meer oder Pool, solange die Haut nicht verheilt ist. Wir prüfen die Rahmenbedingungen unserer Partnerkliniken und stellen Angaben zu den Geräten auf Anfrage zur Verfügung.
Für manche Berufe können sichtbare Tätowierungen eine Rolle spielen, etwa im Kundenkontakt, in bestimmten Uniformberufen oder in traditionellen Branchen. Auch wenn die gesellschaftliche Akzeptanz von Tätowierungen zugenommen hat, möchten manche Menschen sichtbare Tätowierungen an Händen, Hals oder im Gesicht aus beruflichen Gründen entfernen oder aufhellen. Da die Entfernung lange dauert, sollte sie frühzeitig geplant werden, wenn ein Bewerbungsgespräch oder ein Berufseinstieg bevorsteht. In der Zwischenzeit können Tätowierungen mit Kleidung oder speziellem Make-up abgedeckt werden. Während der Behandlung kann die Stelle einige Tage gerötet und verkrustet sein, was bei sichtbaren Stellen berücksichtigt werden sollte.
Nach einer Sitzung sollte für einige Tage auf intensiven Sport verzichtet werden, weil Schwitzen und Reibung die Wunde reizen und das Infektionsrisiko erhöhen können. Kontaktsportarten und Sportarten, bei denen die behandelte Stelle Stössen ausgesetzt ist, sollten bis zur Abheilung gemieden werden. Schwimmen im Hallenbad, im Meer oder in Seen ist erst nach vollständiger Abheilung möglich. Outdoorsport sollte mit konsequentem Sonnenschutz oder bedeckender Kleidung auf der behandelten Stelle erfolgen.
Nach einer Sitzung in Tunesien pflegen Sie die Wunde nach Anweisung weiter, bis sie abgeheilt ist, und schützen die Stelle konsequent vor Sonne. Setzen Sie die Serie nach dem empfohlenen Abstand in der Schweiz fort und bringen Sie die Angaben zu Laser, Wellenlängen, Einstellungen und Fotos mit. Bei Anzeichen einer Infektion, einer allergischen Reaktion oder anhaltenden Hautveränderungen wenden Sie sich an eine Dermatologin oder einen Dermatologen.
Permanent Make-up an Augenbrauen, Lidstrich oder Lippen ist eine besondere Form der Tätowierung. Viele Farben für Permanent Make-up enthalten Eisenoxid oder Titandioxid, die sich unter dem Laser dunkel verfärben können, weshalb vor der Behandlung immer eine Testbehandlung an einer kleinen Stelle erfolgen sollte. Tätowierungen am Lidrand werden wegen der Nähe zum Auge meist nicht mit Laser behandelt oder nur von sehr erfahrenen Ärztinnen und Ärzten mit speziellen Augenschutzschalen. An den Augenbrauen können die Haare durch den Laser ausfallen, was meist vorübergehend, manchmal aber dauerhaft ist. Bei Permanent Make-up an den Lippen ist das Risiko für eine Auslösung von Lippenherpes erhöht, weshalb eine vorbeugende Behandlung sinnvoll sein kann. Tätowierungen im Gesicht verblassen wegen der guten Durchblutung oft schneller, erfordern aber besondere Vorsicht wegen der Sichtbarkeit von Narben und Pigmentstörungen.
Bei dunkler Haut nimmt auch das Pigment der Haut Laserlicht auf, was das Risiko für helle und dunkle Flecken und für Narben erhöht. Der Nd:YAG-Laser mit 1064 Nanometern ist hier meist die sicherste Wahl, weil er weniger vom Hautpigment aufgenommen wird. Ausserdem werden niedrigere Energien, längere Abstände zwischen den Sitzungen und eine Testbehandlung eingesetzt. Bunte Tätowierungen auf dunkler Haut sind schwieriger zu behandeln, weil die Wellenlängen für farbige Pigmente stärker vom Hautpigment aufgenommen werden. Ein konsequenter Sonnenschutz vor und nach den Sitzungen ist besonders wichtig.
Neben dem Laser gibt es weitere Möglichkeiten, eine Tätowierung zu entfernen oder zu verändern. Kleine Tätowierungen können chirurgisch herausgeschnitten und die Wunde vernäht werden, was eine Narbe hinterlässt, aber in einer Sitzung abgeschlossen ist. Grössere Tätowierungen können schrittweise in mehreren Operationen verkleinert werden. Dermabrasion und chemische Mittel, die die Haut abtragen oder die Farbe herauslösen sollen, hinterlassen häufig Narben und werden heute kaum noch empfohlen. Von Cremes und Mitteln, die eine Tätowierung angeblich ohne Behandlung entfernen, ist abzuraten, weil sie unwirksam sind oder Verätzungen verursachen können. Eine weitere Möglichkeit ist eine neue Tätowierung, ein Cover-up, das die alte überdeckt, oft nach einigen Laser-Sitzungen, die die alte aufhellen.
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Laser | Schonend, schrittweise, geringe Narbenbildung | Viele Sitzungen, nicht immer vollständig |
| Chirurgische Entfernung | In einer Sitzung abgeschlossen | Narbe, nur bei kleinen Tätowierungen |
| Dermabrasion | Abtragung der Haut | Hohes Narbenrisiko |
| Chemische Mittel | Keine Laserbehandlung | Narben, Verätzungen |
| Cover-up | Neue Gestaltung | Neue Tätowierung, oft Aufhellung nötig |
Die folgenden Beispiele sind vereinfachte, typische Konstellationen und keine Erfahrungsberichte realer Personen.
Eine Frau Mitte zwanzig möchte einen kleinen schwarzen Schriftzug am Handgelenk entfernen lassen. Mit einem Pikosekundenlaser verblasst er über mehrere Sitzungen deutlich.
Ein Mann Mitte dreissig möchte eine grosse, bunte Tätowierung entfernen. Die Ärztin erklärt, dass viele Sitzungen nötig sind und Grün und Gelb schwer zu entfernen sein können.
Eine Frau Anfang dreissig möchte eine alte Tätowierung mit einem neuen Motiv überdecken lassen. Einige Laser-Sitzungen hellen die alte Tätowierung so weit auf, dass der Tätowierer sie überdecken kann.
Eine Frau Ende vierzig hat ein Permanent Make-up an den Augenbrauen, das sich rötlich verfärbt hat. Nach einer Testbehandlung, die keine Dunkelfärbung zeigt, wird das Permanent Make-up vorsichtig behandelt.
Ein Mann Anfang vierzig hat eine blasse Amateurtätowierung an der Hand. Weil die Farbe oberflächlich und alt ist, verblasst sie nach wenigen Sitzungen weitgehend.
Der Verlauf einer Tattooentfernung folgt meist einem typischen Muster. Nach den ersten Sitzungen verblasst die Tätowierung oft deutlich, besonders bei schwarzen Pigmenten, weil zuerst die oberflächlichen und am leichtesten erreichbaren Teilchen zertrümmert werden. Mit jeder weiteren Sitzung wird der Fortschritt kleiner, weil die verbleibenden Pigmente tiefer liegen, heller sind oder schwerer ansprechen. Bunte Tätowierungen verblassen oft ungleichmässig: Schwarze Konturen verschwinden zuerst, während grüne, blaue oder gelbe Flächen länger sichtbar bleiben. Manchmal ist eine Umstellung auf einen anderen Laser oder eine andere Wellenlänge nötig. In der Mitte der Serie kann die Tätowierung verschwommen oder fleckig aussehen, was viele als unschön empfinden, bevor sie weiter verblasst. Eine regelmässige Fotodokumentation hilft, den Fortschritt sachlich zu beurteilen. Wenn nach mehreren Sitzungen kaum noch eine Veränderung sichtbar ist, sollte besprochen werden, ob weitere Sitzungen sinnvoll sind, ob ein anderer Laser eingesetzt werden kann oder ob eine andere Lösung, etwa ein Cover-up oder eine chirurgische Entfernung eines Restes, in Frage kommt.
Eine Laser-Tattooentfernung ist eine längere Investition, weil viele Sitzungen über ein bis zwei Jahre oder länger nötig sind. Die Gesamtkosten hängen von der Zahl der Sitzungen ab, die vorab nur geschätzt werden kann. Grosse, bunte und professionelle Tätowierungen sind deutlich aufwendiger als kleine, schwarze Amateurtätowierungen. Bei einer Behandlung im Ausland kommen Reisekosten hinzu, weshalb eine vollständige Serie in Tunesien meist nicht wirtschaftlich ist. Eine einzelne Sitzung im Rahmen eines Aufenthalts kann dagegen sinnvoll sein. Kostenvergleiche sind dabei stets indikativ und nicht vertraglich.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass eine Tätowierung nach wenigen Sitzungen vollständig verschwindet. Meist sind viele Sitzungen nötig, und ein Rest kann bleiben. Ein zweites Missverständnis ist, dass alle Farben gleich gut ansprechen. Schwarz ist am leichtesten, Gelb und Weiss am schwersten. Ein drittes Missverständnis betrifft die Abstände, die oft zu kurz gewählt werden, was die Haut schädigen kann. Und schliesslich wird die Bedeutung der Wundpflege und des Sonnenschutzes oft unterschätzt.
Einige Fragen helfen, die eigene Situation einzuordnen. Möchten Sie die Tätowierung vollständig entfernen oder nur für ein Cover-up aufhellen? Welche Farben enthält sie, und wie gross ist sie? Ist sie professionell oder amateurhaft gestochen, und wie alt ist sie? Welchen Hauttyp haben Sie? Sind Sie bereit, eine Serie über ein bis zwei Jahre einzuplanen? Haben Sie auf die Tätowierung allergisch reagiert? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie gezielt in die Beratung gehen.
Unser Team begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Nachsorge. Wir besprechen offen, ob eine Tattooentfernung in Tunesien für Sie sinnvoll ist, meist als einzelne Sitzung im Rahmen eines Aufenthalts für andere Behandlungen, erstellen eine transparente Offerte und bleiben erreichbar.
Die Laser-Tattooentfernung ist das schonendste und wirksamste Verfahren, um Tätowierungen aufzuhellen oder weitgehend zu entfernen. Sie erfordert viel Geduld, eine Serie von Sitzungen im Abstand von mehreren Wochen, eine sorgfältige Wundpflege und einen konsequenten Sonnenschutz. Schwarze Tätowierungen sprechen am besten an, manche Farben bleiben hartnäckig, und ein Rest kann bleiben. Eine ganze Serie in Tunesien ist nur mit vielen Aufenthalten möglich, weshalb die Behandlung meist in der Schweiz fortgesetzt wird.
Wer eine Tätowierung entfernen lässt, denkt oft auch über neue Tätowierungen nach. Die Erfahrung der Entfernung zeigt, wie aufwendig eine spätere Korrektur ist. Vor einer neuen Tätowierung lohnt es sich deshalb, das Motiv, die Grösse, die Lage und die Farben sorgfältig zu wählen. Schwarze und dunkle Farben lassen sich bei Bedarf besser entfernen als helle und bunte. Kleine Motive an gut durchbluteten Stellen sind leichter zu entfernen als grosse an Händen oder Füssen. Wählen Sie ein seriöses Tattoostudio, das Farben verwendet, die den geltenden Vorschriften entsprechen, und auf Hygiene achtet. Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung und vermeiden Sie spontane Tätowierungen, etwa im Urlaub oder unter Alkoholeinfluss. Namen von Partnerinnen oder Partnern gehören zu den häufigsten Gründen für eine spätere Entfernung.
Manche Tätowierfarben, besonders ältere und eisenhaltige, können bei einer Magnetresonanztomografie selten zu Wärmegefühl, Brennen oder Schwellungen an der Tätowierung führen. Nach einer Laserbehandlung ist dies in der Regel kein besonderes Problem. Informieren Sie das Personal vor einer Untersuchung über Tätowierungen und Permanent Make-up, besonders im Bereich der Augen.
Nein, meist sind viele Sitzungen im Abstand von mehreren Wochen nötig.
Nicht immer. Manche Farben und dichte Tätowierungen hinterlassen einen Schatten oder Rest.
Nein, sie erhöhen das Risiko für Narben und Pigmentstörungen, ohne die Entfernung wesentlich zu beschleunigen.
Nein, sie sind unwirksam oder können Verätzungen und Narben verursachen.
Bei fachgerechter Anwendung ist das Narbenrisiko gering. Es steigt bei zu hoher Energie, zu kurzen Abständen oder schlechter Wundpflege.
Da die Laser-Tattooentfernung viele Sitzungen im Abstand von sechs bis acht Wochen oder mehr erfordert, ist eine vollständige Serie in Tunesien nur bei zahlreichen Aufenthalten möglich. Eine Reise allein für eine einzelne Sitzung ist meist nicht sinnvoll. Sinnvoll kann eine Sitzung im Rahmen eines Aufenthalts für andere Behandlungen sein, wobei die Serie in der Schweiz fortgesetzt wird. Da die behandelte Haut vor Sonne geschützt werden muss, ist in Tunesien ein besonders konsequenter Sonnenschutz nötig.
| Kriterium | Behandlung in der Schweiz | Behandlung in Tunesien über Medespoir |
|---|---|---|
| Kosten | Höheres Kostenniveau | Etwa 60 % günstiger, indikativ und nicht vertraglich |
| Serie von Sitzungen | Am Wohnort gut planbar | Nur mit vielen Aufenthalten |
| Im Rahmen anderer Behandlungen | Möglich | Einzelne Sitzung, Fortsetzung in der Schweiz |
| Wundpflege und Sonnenschutz | Einfacher | Besonders wichtig |
Medespoir ist eine Vermittlungs- und Organisationsagentur für Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Wir arbeiten mit Partnerkliniken in Tunesien zusammen, deren Rahmenbedingungen wir vor einer Zusammenarbeit prüfen. Angaben zu den Geräten und zum Personal stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung. Mehr dazu auf der Seite Unsere Kliniken. Die medizinische Verantwortung liegt beim behandelnden Arzt und der Klinik. Wenn eine Serie in der Schweiz für Sie praktischer ist, sagen wir Ihnen das offen.
Die Kosten hängen von der Grösse, den Farben, der Zahl der Sitzungen, dem Laser und der Klinik ab. Wir veröffentlichen keine Festpreise.
| Land | Relatives Kostenniveau | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweiz | Referenz (100 %) | Behandlung in einer Praxis, ohne Reise |
| Tunesien | etwa 60 % günstiger als in der Schweiz | Serie nur mit vielen Aufenthalten |
| Türkei | etwa 30 % günstiger als in Tunesien | Je nach Klinik und Leistungsumfang |
Diese Werte sind indikativ und nicht vertraglich. Verbindlich ist allein die schriftliche Offerte.
Die Entfernung einer Tätowierung aus ästhetischen Gründen wird von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG nicht übernommen. Ausnahmen können bestehen, wenn eine Tätowierung durch einen Unfall entstanden ist, etwa eine Schmutztätowierung durch eingesprengten Asphalt oder Schiesspulver, die von der Unfallversicherung übernommen werden kann, oder bei einer medizinisch begründeten Indikation wie einer schweren allergischen Reaktion, nach vorgängiger Kostengutsprache. Geplante Behandlungen im Ausland werden von der Grundversicherung nicht vergütet, weil das KVG dem Territorialitätsprinzip folgt. Für Leistungen der Grundversicherung gelten Franchise und Selbstbehalt.
Wichtige medizinische Hinweise
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose. Laserbehandlungen sollten von qualifiziertem Personal unter ärztlicher Verantwortung durchgeführt werden.
Eine vollständige Entfernung kann nicht zugesichert werden. Pigmentstörungen und selten Narben sind möglich. Ergebnisse können nicht garantiert werden.
Ästhetische Behandlungen werden von der Grundversicherung nach KVG nicht übernommen. Geplante Behandlungen im Ausland werden nicht vergütet.
Kosten- und Preisvergleiche sind indikativ und nicht vertraglich. Massgebend ist allein die schriftliche Offerte. Weitere Informationen finden Sie in den rechtlichen Hinweisen.
Sehr kurze Laserimpulse zertrümmern die Farbpigmente in winzige Teilchen, die der Körper über das Lymphsystem abtransportiert.
Weil die Pigmentteilchen zu gross sind, um vom Körper abtransportiert zu werden, und in der Lederhaut verbleiben.
In der Lederhaut, der mittleren Hautschicht unter der Oberhaut.
Immunzellen, die Pigmentteilchen aufnehmen und nach der Laserbehandlung beim Abtransport helfen.
Weil jede Farbe Licht bestimmter Wellenlängen aufnimmt. Rotes Pigment nimmt grünes Licht auf, grünes Pigment rotes Licht.
Weil schwarzes Pigment fast alle Wellenlängen aufnimmt.
Grün, Hellblau, Türkis, Violett, Gelb, Orange, Weiss und Hautfarbtöne.
Weil weisse, hautfarbene und manche rote Pigmente Titandioxid oder Eisenoxid enthalten, die sich chemisch verändern.
Nicht immer. Manche Farben und dichte Tätowierungen hinterlassen einen Schatten oder Rest.
Ein Laser mit Impulsen im Nanosekundenbereich, der seit Jahrzehnten Standard in der Tattooentfernung ist.
Ein Laser mit noch kürzeren Impulsen im Billionstel-Sekunden-Bereich, der die Pigmente in feinere Teilchen zertrümmert.
In vielen Fällen können weniger Sitzungen nötig sein, besonders bei hartnäckigen Farben. Sie sind aber nicht überall verfügbar.
Vor allem der Nd:YAG-Laser mit 1064 Nanometern.
Der frequenzverdoppelte Nd:YAG-Laser mit 532 Nanometern.
Rubin- und Alexandritlaser oder Pikosekundenlaser mit passenden Wellenlängen.
Weil verschiedene Farben Licht unterschiedlicher Wellenlängen aufnehmen.
Weil sie meist weniger und oberflächlicher eingebrachte Farbe enthalten als professionelle Tätowierungen.
Oft ja, weil ein Teil der Pigmente bereits abgebaut wurde.
Weil Durchblutung und Lymphabfluss dort schlechter sind als am Rumpf oder Gesicht.
Ja, Rauchen kann den Abtransport der Pigmente verlangsamen.
Ja, Schichtungen enthalten mehr Farbe und erfordern meist viele Sitzungen.
Meist fünf bis fünfzehn oder mehr, je nach Farbe, Grösse, Art und Lage der Tätowierung.
Nein, sie erhöhen das Risiko für Narben und Pigmentstörungen.
Oft ein bis zwei Jahre oder länger.
Oft weniger, weil die alte Tätowierung nur aufgehellt werden muss.
Nein, sie lässt sich nur schätzen und hängt von vielen Faktoren ab.
Am besten bei dunklen Pigmenten auf heller bis mitteldunkler Haut und bei gutem Allgemeinzustand.
Erst wenn sie vollständig verheilt ist, meist nach einigen Wochen bis Monaten.
Der Laser kann die Allergie verstärken, weil zertrümmerte Pigmente in den Körper gelangen. Eine ärztliche Abklärung ist vorher nötig.
Nein, in Schwangerschaft und Stillzeit wird davon abgeraten.
Ja, meist mit dem Nd:YAG-Laser, niedrigeren Energien und längeren Abständen, mit höherem Risiko für Pigmentstörungen.
Die Haut wird gereinigt und gekühlt, Schutzbrillen werden getragen, und der Laser wird Punkt für Punkt über die Tätowierung geführt.
Viele empfinden sie wie das Schnalzen eines Gummibands oder einen Spritzer heissen Fetts. Eine betäubende Creme oder Kühlung hilft.
Eine kurze Weissfärbung der Haut direkt nach dem Laserimpuls durch Gasbläschen, die nach einigen Minuten verschwindet.
Um die Reaktion der Haut zu prüfen und eine mögliche Dunkelfärbung heller Pigmente zu erkennen.
Damit der Fortschritt über die Sitzungen verglichen werden kann.
Gerötet und geschwollen, manchmal mit leichter Blutung. In den ersten Tagen können Blasen und später Krusten entstehen.
Nein, sie sollten geschützt werden und von selbst abheilen.
Nein, das erhöht das Risiko für Narben und Infektionen.
Sauber halten, nach Anweisung mit Wundsalbe pflegen und mit einem Verband schützen.
Erst nach der Abheilung, meist nach ein bis zwei Wochen. Duschen ist oft vorher möglich.
Meist ein bis zwei Wochen.
In den Wochen nach der Sitzung, weil der Körper die Pigmente allmählich abtransportiert.
Juckreiz ist ein normales Zeichen der Wundheilung, besonders während der Krustenbildung.
Rötung, Schwellung, Blasen, Krusten, helle oder dunkle Flecken, Dunkelfärbung von Pigmenten, selten Narben, Infektionen und Allergien.
Helle Flecken durch Schädigung der pigmentbildenden Zellen, besonders bei dunkler Haut, oft über Monate rückläufig.
Dunkle Flecken durch vermehrte Pigmentierung nach der Entzündung, meist rückläufig.
Selten, häufiger bei zu kurzen Abständen, zu hoher Energie oder schlechter Wundpflege.
Ja, in behaarten Zonen können Haare vorübergehend oder dauerhaft ausfallen.
Vor allem rote Pigmente.
Ja, aber viele Farben können sich dunkel verfärben, weshalb immer eine Testbehandlung erfolgen sollte.
Meist nicht oder nur von sehr erfahrenen Ärzten mit speziellen Augenschutzschalen, wegen der Nähe zum Auge.
Sie können vorübergehend, manchmal aber dauerhaft ausfallen.
Weil die Behandlung einen Lippenherpes auslösen kann. Eine vorbeugende Behandlung kann sinnvoll sein.
Die chirurgische Entfernung, Dermabrasion, chemische Mittel und ein Cover-up mit einer neuen Tätowierung.
Bei kleinen Tätowierungen, die in einer Sitzung herausgeschnitten und vernäht werden können, mit einer Narbe.
Nein, sie sind unwirksam oder können Verätzungen und Narben verursachen.
Die Überdeckung einer alten Tätowierung mit einem neuen Motiv, oft nach einer Aufhellung mit Laser.
Kaum, weil sie häufig Narben hinterlässt.
Aus ästhetischen Gründen nicht. Schmutztätowierungen nach Unfällen können von der Unfallversicherung übernommen werden.
Eine Tätowierung durch eingesprengte Fremdkörper wie Asphalt oder Schiesspulver nach einem Unfall.
Aus anorganischen Pigmenten wie Kohlenstoff, Eisenoxiden und Titandioxid oder organischen Pigmenten, aufgeschwemmt in einer Trägerflüssigkeit.
Weil sie meist aus Kohlenstoff besteht, der fast alle Wellenlängen aufnimmt.
Organische Pigmente für leuchtende Farben wie Rot, Orange und Gelb.
Die Wirkung mancher Zerfallsprodukte organischer Pigmente ist noch nicht vollständig untersucht.
Ja, in der Europäischen Union und in der Schweiz gelten strengere Vorschriften, die bedenkliche Stoffe einschränken.
Durch Abschleifen, Ausschneiden, Verätzen oder Verbrennen, was fast immer Narben verursachte.
Seit den 1980er- und 1990er-Jahren.
Seit etwa 2010.
Wegen veränderter Lebensumstände, Geschmack, Beruf, einer früheren Beziehung oder weil die Tätowierung misslungen ist.
Die lange Dauer erfordert Geduld, und die schrittweise Veränderung kann emotional bewegend sein, oft auch als Neuanfang erlebt.
Ja, meist in wenigen Sitzungen. Vorher sollte mit dem Onkologen geklärt werden, ob sie noch benötigt werden.
Als Markierungen für die genaue Ausrichtung der Bestrahlung.
Oft gut mit Laser. Bei Schiesspulver ist Vorsicht geboten, weil es sich entzünden und Narben verursachen kann.
Eine kosmetische Tätowierung, die kurz geschnittene Haare auf der Kopfhaut nachbildet.
Ja, doch die Pigmente können sich verfärben, weshalb eine Testbehandlung wichtig ist.
Weil Durchblutung und Lymphabfluss dort geringer sind und die Haut empfindlich ist und langsamer heilt.
Die Tätowierung wird mehrmals hintereinander behandelt, jeweils nach Verschwinden des Frostings.
Sie können den Abtransport der Pigmente unterstützen und die Hautstruktur verbessern. Die Vorteile sind nicht für alle Tätowierungen belegt.
Mit fraktionierten Lasern, Peelings oder einer aufhellenden Pflege.
Sie werden von Fresszellen aufgenommen und über die Lymphgefässe zu den Lymphknoten transportiert, teilweise über Leber und Nieren ausgeschieden.
Weil nicht alle Teilchen sofort abtransportiert werden und manche in der Haut verbleiben, bis sie bei der nächsten Sitzung weiter zertrümmert werden.
Eine gesunde Lebensweise mit Bewegung, Schlaf, Flüssigkeit und der Verzicht auf Rauchen können ihn unterstützen.
Ja, und das Infektionsrisiko kann erhöht sein.
Meist täglich nach Anweisung, bis die Haut geschlossen ist.
Nicht direkt auf die Haut. Kühlen mit einem Tuch dazwischen ist in den ersten Stunden sinnvoll.
Locker sitzende Kleidung, die nicht an der Wunde reibt.
Bis zur nächsten Sitzung und darüber hinaus, mit einem hohen Sonnenschutz.
Weil zuerst die oberflächlichen und am leichtesten erreichbaren Pigmente zertrümmert werden.
Weil Schwarz gut anspricht, während Grün, Blau oder Gelb länger sichtbar bleiben.
Weil Teile bereits verblasst sind und andere noch nicht. Mit weiteren Sitzungen verblasst sie weiter.
Besprechen, ob ein anderer Laser, ein Cover-up oder eine chirurgische Entfernung des Restes sinnvoll ist.
Weil sie den Fortschritt sachlich zeigt, der im Alltag oft kaum auffällt.
Meist nicht, wegen der vielen Aufenthalte. Eine einzelne Sitzung im Rahmen eines Aufenthalts kann sinnvoll sein.
Ob vollständige Entfernung oder Aufhellung gewünscht ist, welche Farben und Grösse, welche Art und welches Alter, welcher Hauttyp und ob eine Serie möglich ist.
Diabetes, Durchblutungsstörungen, ein geschwächtes Immunsystem, Keloidneigung, Schuppenflechte, Weissfleckenkrankheit und Farballergien.
Bei Veranlagung kann die Reizung an der behandelten Stelle helle Flecken auslösen.
Ja, und Durchblutung und Lymphabfluss werden schwächer, was die Entfernung verlangsamen kann.
Weil zertrümmerte Pigmente in den Körper gelangen und Daten zur Sicherheit fehlen.
Nicht, solange die Haut nicht verheilt ist, wegen des Infektionsrisikos.
Weil dunkle, dichte Tätowierungen nur mit noch dunkleren, grösseren Motiven überdeckt werden können. Nach einer Aufhellung ist die Gestaltung freier.
Meist mindestens sechs bis acht Wochen, bis die Haut vollständig verheilt ist.
Ja, einzelne Buchstaben oder Konturen können gezielt aufgehellt werden, sodass der Tätowierer korrigieren kann.
Manchmal hat die Tätowierung selbst eine Narbe hinterlassen, die nach der Entfernung der Farbe sichtbar wird.
Mit ausreichenden Abständen, angemessener Energie, sorgfältiger Wundpflege und ohne Blasen aufzustechen oder Krusten abzukratzen.
Ja, verbleibende Narben oder Hautveränderungen können mit fraktionierten Lasern oder anderen Verfahren verbessert werden.
Oft ja, wegen der guten Durchblutung. Die Haut ist aber dünn und empfindlich.
Weil man die Stelle schlecht selbst erreicht. Eine Begleitperson kann helfen.
Weil der Lymphabfluss dort geringer ist. Hochlagern mildert die Schwellung.
Ja, deshalb sollten Muttermale oder Hautveränderungen in der Tätowierung vorher dermatologisch abgeklärt werden.
Viele Dermatologinnen und Dermatologen in der Schweiz führen sie selbst durch.
Die Beurteilung der Tätowierung und des Hauttyps, die Klärung von Allergien, passende Laser, eine Testbehandlung und eine Dokumentation.
Versprechen vollständiger Entfernung in wenigen Sitzungen, sehr kurze Abstände und keine Testbehandlung bei hellen Farben.
Weil manche Menschen bei der Behandlung schmerzempfindlich reagieren und kreislaufschwach werden können.
Viele empfinden sie als unangenehmer, sie dauert aber nur kurz.
Stellen über Knochen, etwa an Rippen, Knöcheln oder Handrücken.
Oft wie nach einem Sonnenbrand. Kühlen und einfache Schmerzmittel helfen.
Frühzeitig, weil die Entfernung lange dauert, besonders vor einem Bewerbungsgespräch oder Berufseinstieg.
Nach der Abheilung mit Kleidung oder speziellem Make-up. Auf offene Wunden sollte kein Make-up aufgetragen werden.
Nach einigen Tagen, Kontaktsport und Schwimmen erst nach vollständiger Abheilung.
Die Zeit, in der ein Teilchen aufgenommene Wärme an seine Umgebung abgibt. Ist der Impuls kürzer, bleibt die Energie im Teilchen.
Weil der Impuls so kurz ist, dass die Energie im Pigment gefangen bleibt und nicht auf die Haut übergeht.
Weil sie auch die kleineren Teilchen zertrümmern können, die nach den ersten Sitzungen übrig bleiben.
Weil grössere Flecken tiefer eindringen und sich für tiefer liegende Pigmente eignen.
Kleine, schwarze oder dunkle Motive an gut durchbluteten Stellen.
Auf Hygiene und Farben, die den geltenden Vorschriften entsprechen.
Spontane Tätowierungen, Namen früherer Partnerinnen oder Partner, veränderter Geschmack und berufliche Gründe.
Selten können ältere, eisenhaltige Farben Wärmegefühl oder Brennen verursachen. Informieren Sie das Personal vorab.
Weil beim Zertrümmern der Pigmente feine Hautteilchen und Blutspritzer entstehen können.
Weil der Tätowierer beurteilen kann, wie stark die alte Tätowierung für ein Cover-up aufgehellt werden muss.
Die Tätowierung bleibt aufgehellt, manchmal verschwommen, und kann später mit weiteren Sitzungen fortgesetzt werden.
Mit regelmässigen Fotos in gleichem Licht und einem realistischen Ziel.
Schwer, weil Titandioxid kaum Licht aufnimmt und sich dunkel verfärben kann. Oft wird eine chirurgische Entfernung oder ein Cover-up besprochen.
Meist einige Wochen, um eine mögliche Verfärbung sicher zu beurteilen.
Manchmal ja, das dunkle Pigment kann mit weiteren Sitzungen behandelt werden, doch die Verfärbung ist schwer rückgängig zu machen.
Weil die nötigen Wellenlängen stärker vom Hautpigment aufgenommen werden und das Risiko für Pigmentstörungen steigt.
Viele beginnen im Herbst oder Winter, weil die Haut nach jeder Sitzung vor Sonne geschützt werden muss.
Ja, besonders an bedeckten Stellen, wenn Sonnenschutz und Bedeckung konsequent eingehalten werden.
Nach Anweisung der Fachperson. Viele empfehlen spezielle Wundauflagen, die die Heilung unterstützen.
Am Behandlungstag besser nicht, weil Alkohol die Durchblutung steigert und Schwellungen und Blutungen verstärken kann.
Ja, eine Flugreise ist meist unproblematisch. Die Wunde sollte gut verbunden und sauber gehalten werden.
Meist ja. Manchmal bleiben leichte Unterschiede in Farbe oder Struktur, die sich über Monate angleichen können.
Das ist möglich, sollte aber zeitlich abgestimmt werden, damit sich die Behandlungen nicht gegenseitig beeinflussen.
Ja, nach vollständiger Abheilung, meist frühestens sechs bis acht Wochen nach der letzten Sitzung.
An zunehmender Rötung, Wärme, Schwellung, Schmerzen, Eiter oder Fieber einige Tage nach der Behandlung. Dann ist eine ärztliche Kontrolle nötig.
Meist nicht. Eine scheinbare Dunkelfärbung kann durch Pigmentstörungen der Haut entstehen, die sich oft zurückbilden.
Ja, doch Narbengewebe kann anders reagieren und die Heilung beeinflussen. Die Fachperson beurteilt dies individuell.
Ja, eine Pause ist jederzeit möglich. Die Serie kann später fortgesetzt werden, wobei die Haut vor der nächsten Sitzung nicht gebräunt sein sollte.
Leichte Schwellungen benachbarter Lymphknoten sind möglich, weil sie Pigmentteilchen aufnehmen. Bei anhaltenden Schwellungen ist eine Abklärung sinnvoll.
Eine sanfte Lymphdrainage wird manchmal nach der Abheilung empfohlen, ihr Nutzen ist aber nicht eindeutig belegt. Auf frische Wunden gehört keine Massage.
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