Die Adipositaschirurgie, von Ärzten auch bariatrische oder metabolische Chirurgie genannt, umfasst mehrere Eingriffe, die weder dasselbe Prinzip noch dieselben Ergebnisse noch dieselben Einschränkungen haben. Schlauchmagen (Sleeve), Magenbypass, Mini-Bypass, distalere Umleitungen oder Magenband wählt man nicht aus einem Katalog; man muss sie auch mit endoskopischen Verfahren wie dem Magenballon oder der Gastroplastik und mit den neuen Medikamenten vergleichen. Dieser Ratgeber richtet sich an Menschen, die in der Schweiz leben und eine Behandlung in Istanbul in Betracht ziehen. Er hat ein einfaches Ziel: Ihnen zu helfen, alle Optionen zu verstehen, diejenige zu erkennen, die Ihrer Situation entspricht, und in Kenntnis der Sachlage zu entscheiden, wo Sie sie durchführen lassen, ob in der Türkei, in Tunesien oder in der Schweiz.
Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung jeder Technik, die Kriterien, die für die eine oder andere sprechen, die Schweizer Bestimmungen zur Kostenübernahme, die konkrete Organisation eines Behandlungswegs zwischen der Schweiz und Istanbul, die spezifischen Risiken jedes Eingriffs, die lebenslange Nachbetreuung, die Körperchirurgie nach massivem Gewichtsverlust und über zweihundert Fragen und Antworten. Für eine Vertiefung zum am häufigsten durchgeführten Eingriff geht unsere Seite zum Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie) in Istanbul ins Detail des Eingriffs, des Kostaufbaus und des Lebens nach der Operation. Unsere Seite Adipositaschirurgie in der Türkei stellt unsere Eingriffe in kürzerer Form vor.
Das Wichtigste vorab. Die Adipositaschirurgie ist heute die wirksamste und nachhaltigste Behandlung der schweren Adipositas, mit einem Gewichtsverlust von etwa 25 bis 35 % des Ausgangsgewichts je nach Technik. Sie verbessert einen grossen Teil der Begleiterkrankungen oder lässt sie verschwinden, allen voran den Typ-2-Diabetes. Sie bleibt in ihren Folgen ein schwerer Eingriff, mit lebenslanger Nachbetreuung und Supplementierung. In der Schweiz kann sie unter bestimmten Bedingungen von der Grundversicherung übernommen werden, was bei keinem im Ausland durchgeführten Eingriff möglich ist. Für Selbstzahler kostet eine Pauschale in Istanbul in der Regel rund 50 % weniger als in einer Schweizer Privatklinik, in Tunesien rund 30 % weniger. Die Wahl der Technik und des Teams wiegt für das Ergebnis viel schwerer als die Wahl des Landes.
Ein Wort zu unserer Position. Medespoir wurde 2009 in der Schweiz gegründet und begleitet Patientinnen und Patienten in die eigenen Kliniken in Istanbul und Tunesien: Wir haben also ein Interesse daran, dass Sie sich an uns wenden, und sagen das lieber offen. Im Bereich der Adipositas ist dieses Interesse nur dann sinnvoll, wenn es über zehn oder zwanzig Jahre mit dem Ihren übereinstimmt. Deshalb nennt dieser Ratgeber systematisch die Fälle, in denen die Schweiz vorzuziehen ist, die Techniken, von denen wir in bestimmten Situationen abraten, und die Bedingungen, ohne die wir die Organisation eines Eingriffs ablehnen.
Es ist hilfreich, die Chirurgie im Gesamtspektrum der verfügbaren Behandlungen einzuordnen. Adipositas wird stufenweise behandelt, von der Begleitung des Lebensstils bis zu den wirksamsten chirurgischen Eingriffen. Jede Stufe hat ihren Platz, und die richtige Behandlung ist jene, die dem Schweregrad der Krankheit, ihren Komplikationen und dem bisherigen Weg entspricht. Die folgende Tabelle zeigt diese Abstufung mit den in der medizinischen Literatur berichteten Grössenordnungen des Gewichtsverlusts.
| Stufe | Beispiele | Durchschnittlicher Gewichtsverlust | Haltbarkeit | Invasivität |
|---|---|---|---|---|
| Lebensstil | Ernährung, körperliche Aktivität, Schlaf, psychologische Begleitung | 3 bis 8 % des Gewichts | Ohne längerfristige Begleitung oft begrenzt | Keine |
| Medikamente | GLP-1-Analoga, duale Agonisten | 10 bis 20 % des Gewichts | Während der Behandlungsdauer | Wöchentliche Injektionen |
| Endoskopie | Magenballon, endoskopische Gastroplastik | 8 bis 18 % des Gewichts | Variabel, oft teilweise | Gering, ohne Schnitt |
| Restriktive Chirurgie | Schlauchmagen, Magenband | 15 bis 30 % des Gewichts | Gut beim Schlauchmagen, gering beim Magenband | Laparoskopie |
| Chirurgie mit Umleitung | Roux-en-Y-Bypass, Mini-Bypass | 28 bis 35 % des Gewichts | Langfristig gut | Laparoskopie |
| Distale Umleitungen | SADI-S, biliopankreatische Diversion | 35 bis 40 % des Gewichts | Sehr gut, um den Preis von Mangelerscheinungen | Laparoskopie, komplexe Technik |
Aus dieser Tabelle ergeben sich zwei Erkenntnisse. Die erste ist, dass die Wirksamkeit mit der Invasivität zunimmt, was nicht überrascht. Die zweite ist weniger naheliegend: Ab einem gewissen Schweregrad erreichen die weniger invasiven Behandlungen keinen ausreichenden Gewichtsverlust mehr, um die Komplikationen der Adipositas zurückzubilden. Eine Person mit einem BMI von 45 und Diabetes, die zehn Prozent ihres Gewichts verliert, bleibt schwer adipös; ein Verlust von dreissig Prozent verändert ihre Prognose tatsächlich. Diese Logik, und nicht eine Vorliebe für die Chirurgie, erklärt den Stellenwert der bariatrischen Chirurgie in den medizinischen Empfehlungen.
Diese Stufen schliessen sich nicht gegenseitig aus. Viele Patienten kombinieren ein Medikament vor oder nach einer Operation, einen Magenballon zur Vorbereitung eines Eingriffs, wenn das Gewicht ihn zu riskant macht, oder eine erneute Begleitung des Lebensstils in jeder Phase. Die Behandlung der Adipositas ist langfristig angelegt, wie jene von Bluthochdruck oder Diabetes.
Wie man sich Adipositas vorstellt, beeinflusst direkt, wie man ihre Behandlung erlebt. Jahrzehntelang wurde sie als blosse Folge eines Ungleichgewichts zwischen Aufnahme und Verbrauch beschrieben, unterschwellig als Mangel an Disziplin. Diese Sichtweise gilt in der medizinischen Forschung heute als weitgehend unvollständig.
Das Körpergewicht wird vom Hypothalamus reguliert, einer Hirnregion, die ständig Signale aus dem Fettgewebe, dem Magen, dem Darm, der Bauchspeicheldrüse und der Leber empfängt. Das von den Fettzellen gebildete Leptin informiert das Gehirn über den Stand der Reserven. Andere Hormone wie Ghrelin, GLP-1, Peptid YY oder Insulin signalisieren im Verlauf der Mahlzeiten Hunger und Sättigung. Dieses System neigt dazu, ein Referenzgewicht zu verteidigen, manchmal «Set-Point» genannt. Bei Menschen mit Adipositas scheint dieser Set-Point nach oben verschoben zu sein, und das Gehirn verteidigt dieses hohe Gewicht wie ein normales Gewicht.
Wenn man durch eingeschränkte Ernährung Gewicht verliert, reagiert das Regulationssystem: Das Leptin fällt, das Ghrelin steigt, die Sättigungshormone nehmen ab, und der Energieverbrauch in Ruhe sinkt stärker, als der Gewichtsverlust erklären würde. Diese Anpassungen bleiben über Jahre nach der Diät bestehen. Sie erklären, weshalb die meisten Menschen, die durch eine Diät viel Gewicht verloren haben, es innerhalb von drei bis fünf Jahren grösstenteils wieder zunehmen. Die bariatrische Chirurgie wirkt auf diesen Abwehrmechanismus, indem sie die hormonellen Signale aus dem Verdauungstrakt verändert, was eine Diät allein nicht vermag.
Die Genetik erklärt einen wesentlichen Teil der Gewichtsunterschiede zwischen Menschen: Zwillings- und Adoptionsstudien schätzen ihren Anteil auf über die Hälfte der Variabilität des BMI. Mehrere hundert genetische Varianten mit jeweils kleiner Wirkung beeinflussen den Appetit und die Reaktion auf Nahrung; einige seltene Formen der Adipositas beruhen auf einer einzigen Mutation. Zu dieser genetischen Grundlage kommen das Nahrungsumfeld, die durch viele Berufe bedingte Bewegungsarmut, Schlafmangel, chronischer Stress, bestimmte Medikamente wie Antidepressiva, Antipsychotika oder Kortison, die hormonellen Veränderungen in Schwangerschaft und Wechseljahren, der Rauchstopp sowie psychische und soziale Faktoren hinzu. Bei jedem Patienten ist das aktuelle Gewicht das Ergebnis einer eigenen Kombination dieser Faktoren.
Der BMI dient als Ausgangspunkt, doch Ärzte verwenden zunehmend weitere Kriterien, um den Schweregrad der Adipositas zu beurteilen. Der Taillenumfang gibt Auskunft über das Bauchfett, das für den Stoffwechsel am schädlichsten ist. Klassifikationssysteme wie die in Kanada entwickelte Edmonton-Skala beurteilen den Schweregrad nach den medizinischen, funktionellen und psychischen Auswirkungen: Zwei Personen mit demselben BMI können sehr unterschiedliche Schweregrade aufweisen. Dieser Ansatz erklärt, weshalb ein Chirurg einer Person mit einem BMI von 34 und kompliziertem Diabetes einen Eingriff vorschlagen und einer Person mit einem BMI von 37 ohne jegliche Auswirkungen davon abraten kann.
Schwere Adipositas ist mit einer langen Liste von Krankheiten verbunden: Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Störungen der Blutfette, Fettleber, die zur Zirrhose fortschreiten kann, Schlafapnoe, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Arthrose, Reflux, Harninkontinenz, Unfruchtbarkeit, polyzystisches Ovarialsyndrom, Depression sowie ein erhöhtes Risiko für mehrere Krebsarten, namentlich Gebärmutterschleimhaut-, Brustkrebs nach der Menopause, Darm-, Nieren- und Speiseröhrenkrebs. Bei den schwersten Formen verkürzt sie die Lebenserwartung um mehrere Jahre. Die bariatrische Chirurgie ist eine der wenigen Behandlungen, die in grossen, über zwanzig Jahre verfolgten Kohorten eine Senkung der Gesamtsterblichkeit und der Häufigkeit mehrerer dieser Krankheiten nachgewiesen hat.
Menschen mit Adipositas erfahren häufig Diskriminierung, bei der Stellensuche, in Verkehrsmitteln, in Geschäften und manchmal bei Fachpersonen im Gesundheitswesen. Diese Blicke belasten die psychische Gesundheit und verzögern oft den Gang zum Arzt. Viele Patienten, die uns kontaktieren, haben mit einer Ärztin oder einem Arzt nie anders über ihr Gewicht gesprochen als in Form des Ratschlags, «weniger zu essen». Wenn das auf Sie zutrifft: Eine spezialisierte Beurteilung Ihrer Adipositas zu verlangen, ist ein legitimer medizinischer Schritt, genau wie bei jeder anderen chronischen Krankheit.
Gemäss der vom Bundesamt für Statistik regelmässig durchgeführten Schweizerischen Gesundheitsbefragung lebt in der Schweiz etwa jede achte erwachsene Person mit Adipositas, und mehr als vier von zehn Erwachsenen sind übergewichtig oder adipös. Der Anteil ist seit den 1990er-Jahren gestiegen, auch wenn die Schweiz unter dem europäischen Durchschnitt bleibt. Männer sind häufiger von Übergewicht betroffen als Frauen. Die Unterschiede nach Bildungsstand und Einkommen sind ausgeprägt: Adipositas ist bei Personen ohne nachobligatorische Ausbildung deutlich häufiger. Auch regionale Unterschiede bestehen, mit je nach Kanton und Sprachregion unterschiedlichen Anteilen.
Das Versorgungsangebot ist dicht, aber ungleich verteilt. Die anerkannten Zentren für bariatrische Chirurgie konzentrieren sich auf die Städte, die spezialisierten Adipositas-Sprechstunden haben oft Wartezeiten, und viele Patienten werden ausschliesslich von ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt betreut. Ernährungsberatungen werden unter bestimmten Bedingungen und in begrenzter Zahl vergütet, die psychologische Begleitung hängt von den Modalitäten der Kostenübernahme für Psychotherapie ab, und angepasste körperliche Aktivität wird kaum finanziert. In diesem Umfeld erhalten viele Menschen mit schwerer Adipositas nie eine spezialisierte Beurteilung ihrer Krankheit. Diese Realität erklärt einen Teil der Anfragen, die wir erhalten: von Patienten, die das Gefühl haben, die in ihrer Nähe zugänglichen Optionen ausgeschöpft zu haben.
Die Kosten der Adipositas für das Schweizer Gesundheitssystem und die Wirtschaft, bedingt durch Begleiterkrankungen, Arbeitsausfälle und Invalidität, werden von den verfügbaren Studien auf mehrere Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. Sie haben die Gesundheitsbehörden veranlasst, Adipositas zu den Prioritäten der nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten zu zählen.
Nur wenige chronische Behandlungen verfügen über eine so lange Erfahrung wie die bariatrische Chirurgie. Die schwedische SOS-Studie, die seit Ende der 1980er-Jahre mehrere tausend operierte Patienten und eine vergleichbare Gruppe nicht operierter Patienten verfolgt, hat einen Grossteil des heutigen Wissens geliefert. Sie zeigt bei der Mehrheit der Operierten einen über zwanzig Jahre gehaltenen Gewichtsverlust, ein geringeres Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall, eine geringere Häufigkeit bestimmter Krebsarten, insbesondere bei Frauen, und eine geringere Gesamtsterblichkeit, mit einem Gewinn an Lebenserwartung von mehreren Jahren gegenüber nicht operierten Patienten, die jedoch unter jener der Allgemeinbevölkerung bleibt.
Weitere grosse Studien aus den USA, Europa und Asien bestätigen diese Ergebnisse und präzisieren sie Technik für Technik. Sie dokumentieren auch die langfristigen Nebenwirkungen: Mangelerscheinungen, Gewichtszunahme bei einem Teil der Patienten, Reflux nach Schlauchmagen, Spätkomplikationen der Umleitungsoperationen, ein erhöhtes Risiko für problematischen Alkoholkonsum und psychische Schwierigkeiten bei einer Minderheit. Eine ehrliche Information verlangt, beide Seiten dieser Bilanz darzustellen. Insgesamt ist das Verhältnis von Nutzen und Risiken bei schwerer Adipositas klar positiv, vorausgesetzt, die Nachbetreuung wird aufrechterhalten.
Auch die Wirkung auf die Lebensqualität ist gut dokumentiert: Mobilität, Schmerzen, Schlaf, soziales und berufliches Leben verbessern sich bei der Mehrheit der Patienten. Diese Verbesserung ist jedoch nicht automatisch. Ein Teil der Patienten beschreibt Schwierigkeiten, sich an den neuen Körper zu gewöhnen, Unzufriedenheit wegen überschüssiger Haut oder Enttäuschung, wenn der Gewichtsverlust Probleme nicht löst, die sie ihm zugeschrieben hatten. Diese Punkte sprechen für eine psychologische Vorbereitung und eine Begleitung, die nicht mit dem Austritt aus dem Spital enden.
Die Behandlung der Adipositas entwickelt sich rasch. Mehrere Ansätze verdienen Beachtung, ohne dass sie vorerst die Optionen für die Mehrheit der Patienten verändern. Neue Medikamente, die gleichzeitig auf drei Darmhormone wirken, werden derzeit erprobt und zeigen in den ersten Studien einen noch grösseren Gewichtsverlust als die heutigen Behandlungen. Hochdosierte orale Formen der GLP-1-Analoga werden entwickelt. Endoskopische Verfahren am Zwölffingerdarm, etwa die Umgestaltung seiner Schleimhaut oder das Einsetzen temporärer Schläuche, werden auf ihre Wirkung auf den Diabetes untersucht. Die robotische Chirurgie verbreitet sich, mit Nutzen vor allem bei komplexen Revisionen. Schliesslich könnte die Forschung zum Darmmikrobiom und zu den Gallensäuren helfen zu verstehen, weshalb manche Patienten besser ansprechen als andere.
Angesichts dieser Entwicklungen gilt ein Vorsichtsprinzip: Eine neue Technik ist nicht unbedingt besser, und in der Adipositaschirurgie zählen die Langzeitergebnisse. Wird Ihnen eine innovative Technik vorgeschlagen, fragen Sie, wie lange Erfahrungen damit bestehen, in welchen Studien sie untersucht wurde und wie viele Patienten das Team bereits operiert hat.
Die Entscheidung für eine Operation beruht nie auf einer einzigen Zahl. Sie berücksichtigt den Schweregrad der Adipositas, ihre Komplikationen, die bisher versuchten Behandlungen, das Alter, die psychische Verfassung und die Fähigkeit, sich auf eine dauerhafte Nachbetreuung einzulassen. So greifen diese Elemente in der Praxis ineinander.
Die 2022 vom internationalen Verband für Adipositaschirurgie und der amerikanischen Gesellschaft für bariatrische Chirurgie veröffentlichten Empfehlungen haben die 1991 festgelegten historischen Schwellenwerte gesenkt. Sie empfehlen die Chirurgie ab einem BMI von 35, unabhängig von Begleiterkrankungen, und schlagen sie ab 30 bei Personen vor, deren Stoffwechselerkrankung, insbesondere Typ-2-Diabetes, trotz medizinischer Behandlung schlecht eingestellt bleibt. Sie halten fest, dass diese Schwellenwerte bei Personen asiatischer Herkunft tiefer anzusetzen sind, da Komplikationen bei niedrigerem BMI auftreten. Diese Empfehlungen haben die Praxis vieler Zentren beeinflusst, namentlich in der Türkei.
Eine seit mehreren Jahren bestehende Adipositas, die ernsthaften Abnehmversuchen widerstanden hat, spricht eher für eine Operation als eine kürzliche Gewichtszunahme im Zusammenhang mit einem erkennbaren Ereignis, etwa einer medikamentösen Behandlung oder einer schwierigen Lebensphase. Im zweiten Fall ist es oft berechtigt, zuerst die Ursache zu behandeln. Der Chirurg interessiert sich auch für das höchste je erreichte Gewicht, die Schwankungen im Laufe des Lebens und die versuchten Behandlungen: begleitete Diäten, Gruppenprogramme, Ernährungsberatung, Medikamente.
Ein Diabetes, eine Schlafapnoe, ein Bluthochdruck, eine fortgeschrittene Fettleber oder eine stark einschränkende Arthrose verstärken die Indikation, weil der erwartete Nutzen der Gewichtsabnahme grösser ist. Einige dieser Erkrankungen beeinflussen auch die Wahl der Technik, wie wir noch sehen werden. Umgekehrt können schwere Erkrankungen von Herz, Lunge oder Leber das Operationsrisiko zu hoch machen.
Der psychologische Zeitpunkt zählt ebenso viel wie der medizinische. Eine unbehandelte Essstörung, eine schwere Depression, eine aktive Abhängigkeit oder eine persönliche Krisenzeit erhöhen das Risiko eines Misserfolgs oder von Komplikationen. Die vorgängige psychologische Abklärung hilft, solche Situationen zu erkennen und darauf einzugehen. Sie bietet auch Gelegenheit, über die Erwartungen zu sprechen: Wer glaubt, die Operation werde Schwierigkeiten in der Partnerschaft, im Beruf oder beim Selbstwertgefühl lösen, die nichts mit dem Gewicht zu tun haben, riskiert eine Enttäuschung.
Eine Operation ist nicht angezeigt bei blossem Übergewicht, um vor einem Anlass ein paar Kilo zu verlieren, bei Personen, die sich nicht auf eine lebenslange Nachsorge und Supplementierung einlassen können, bei Frauen, die schwanger sind oder innerhalb des Jahres schwanger werden möchten, bei aktiver Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, bei nicht stabilisierter psychiatrischer Erkrankung oder bei einer schweren Krankheit mit kurzfristig ungünstiger Prognose. Abgeraten wird davon auch, wenn die Adipositas Folge einer behandelbaren Ursache ist, etwa bestimmter hormoneller Erkrankungen, solange diese Ursache nicht behandelt wurde.
Ein höheres Alter ist für sich allein keine Kontraindikation. Nach 65 Jahren kann eine Operation in Frage kommen, wenn sie hilft, die Selbstständigkeit zu erhalten, eine Gelenkprothese zu ermöglichen oder einen Diabetes in den Griff zu bekommen. Der Gewinn an Lebenserwartung ist weniger ausgeprägt als mit 40 Jahren, das Operationsrisiko höher und der Verlust an Muskelmasse ein zentrales Anliegen. Für diese Patientinnen und Patienten ist eine Behandlung in Wohnortnähe, durch Ärztinnen und Ärzte, die sie kennen, in der Regel einem Eingriff im Ausland vorzuziehen.
Die Schweiz verfügt über klare Vorgaben für die bariatrische Chirurgie. Sie zu kennen ist unerlässlich, um zu entscheiden, wo man sich operieren lässt, denn sie bestimmen, wer bezahlt und wie die Nachsorge abläuft.
Seit 2011 sieht die Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) vor, dass die Grundversicherung die bariatrische Chirurgie bei Erwachsenen mit einem BMI von mindestens 35 übernimmt. Davor lag die Schwelle bei 40. Voraussetzung ist ausserdem, dass während eines festgelegten Zeitraums, in der Regel zwei Jahre, erfolglos eine angemessene Therapie zur Gewichtsreduktion durchgeführt wurde und dass der Eingriff in einem anerkannten Zentrum erfolgt, gemäss den Richtlinien der Swiss Society for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders, der SMOB. Diese Regeln wurden mehrfach revidiert und können sich weiter ändern: Massgebend ist allein die geltende Fassung, bestätigt durch Ihre Krankenkasse oder Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.
Die SMOB unterscheidet sogenannte Primärzentren, die für die üblichen Eingriffe zugelassen sind, und Referenzzentren, die auch komplexe Situationen, die höchsten BMI-Werte und Revisionseingriffe übernehmen. Diese Zentren müssen eine Mindestzahl an Eingriffen erreichen, über ein interdisziplinäres Team verfügen und eine Nachsorge über mehrere Jahre sicherstellen. Sie sind über die grossen Regionen des Landes verteilt, auch in der Westschweiz, und finden sich in Universitäts- und Kantonsspitälern sowie in Privatkliniken.
Der Weg beginnt in der Regel mit einer Zuweisung durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt. Er umfasst eine Abklärung durch das interdisziplinäre Team aus Chirurgin oder Chirurg, Endokrinologe oder Internist, Ernährungsberaterin und Psychologin oder Psychiater, präoperative Untersuchungen, eine Vorbereitungsphase sowie ein Kostengutsprachegesuch an Ihre Krankenkasse. Je nach Zentrum und Situation können zwischen der ersten Konsultation und dem Eingriff mehrere Monate vergehen. Die postoperative Nachsorge ist integriert, mit geplanten Konsultationen über mehrere Jahre.
Wird der Eingriff übernommen, bezahlen Sie Ihre jährliche Franchise, den Selbstbehalt von zehn Prozent bis zum gesetzlichen Jahreshöchstbetrag für Erwachsene sowie den Beitrag an die Kosten des Spitalaufenthalts. Je nach gewählter Franchise bewegt sich der Betrag zwischen einigen hundert und etwas über dreitausend Franken für das Jahr. Keine Pauschale im Ausland kann mit diesem Betrag mithalten. Deshalb gilt unsere erste Frage bei jeder Anfrage Ihrer Berechtigung in der Schweiz.
Schweizer Patientinnen und Patienten, die sich ans Ausland wenden, tun dies aus wiederkehrenden Gründen. Ihr BMI liegt unter 35, obwohl sie einen Diabetes oder eine andere Komplikation haben, was sie aus den Schweizer Kriterien ausschliesst, aber in die internationalen Empfehlungen einschliesst. Ihnen fehlt der Nachweis von zwei Jahren Therapie zur Gewichtsreduktion, weil ihre Versuche nicht ärztlich begleitet wurden. Sie haben von ihrer Krankenkasse eine Ablehnung erhalten. Sie stossen auf Wartezeiten, die sie als Bremse empfinden. Sie wünschen eine Technik, die in ihrer Region nicht angeboten wird. Sie sind Grenzgänger oder ausserhalb des Schweizer Systems versichert. Oder sie möchten den Zeitplan und die Wahl der Chirurgin bzw. des Chirurgen selbst bestimmen und nehmen dafür in Kauf, selbst zu bezahlen.
Die Schweizer Grundversicherung vergütet, abgesehen von sehr eng geregelten Ausnahmen, keine im Ausland durchgeführte geplante Behandlung. Es ist daher nicht möglich, einen in Istanbul oder Tunis durchgeführten bariatrischen Eingriff vergütet zu bekommen, selbst wenn man die Schweizer Kriterien erfüllt. Behandlungen, die nach der Rückkehr in der Schweiz erfolgen, unterliegen hingegen den üblichen Regeln. Manche Zusatzversicherungen sehen Ausschlüsse für die Folgen von Eingriffen vor, die ausserhalb der Schweiz durchgeführt wurden: Lesen Sie diese vor der Abreise aufmerksam durch.
Wenn Sie die Schweizer Kriterien erfüllen und innerhalb einer für Sie annehmbaren Frist Zugang zu einem anerkannten Zentrum haben, beginnen Sie in der Schweiz. Hat Ihre Krankenkasse abgelehnt, erfüllen Sie ein formales Kriterium nicht, obwohl eine echte medizinische Indikation besteht, oder haben Sie den Weg bereits begonnen, ohne ans Ziel zu kommen, dann lohnt es sich, einen Eingriff im Ausland ernsthaft zu prüfen. In jedem Fall ist die von uns angebotene Prüfung Ihres Dossiers kostenlos, und sie umfasst eine Einschätzung dessen, was die Schweiz Ihnen bieten könnte.
Viele Patientinnen und Patienten, die uns kontaktieren, wurden bereits in der Schweiz oder anderswo mit einem Magenband, einem Schlauchmagen oder einem Bypass operiert und wünschen einen Revisionseingriff. Die Kostenübernahme einer Revision durch die Grundversicherung in der Schweiz folgt eigenen Bedingungen, und der Eingriff muss in einem dafür zugelassenen Zentrum erfolgen. Bei diesen komplexeren Eingriffen ist die Wahl eines auf Revisionen spezialisierten Teams noch entscheidender als bei einer Erstoperation.
Wenn Sie glauben, die Schweizer Voraussetzungen zu erfüllen, wird das Gesuch um Kostenübernahme in der Regel vom bariatrischen Zentrum an Ihre Krankenkasse gerichtet, zusammen mit einem ärztlichen Bericht über Ihren BMI, Ihre Begleiterkrankungen und die bisherigen Behandlungen. Die Krankenkasse zieht ihren Vertrauensarzt bei und fällt ihren Entscheid. Bei einer Ablehnung verlangen Sie eine schriftliche, begründete Verfügung. Dagegen können Sie innerhalb der in der Verfügung angegebenen Frist von dreissig Tagen bei der Krankenkasse Einsprache erheben und die ergänzenden Unterlagen beilegen, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt liefern kann, zum Beispiel Belege über frühere Therapien zur Gewichtsreduktion. Wird die Einsprache abgewiesen, kann Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht eingereicht werden. Auch die Ombudsstelle Krankenversicherung kann Sie kostenlos beraten und als Vermittlerin auftreten. Diese Schritte brauchen Zeit, führen aber manchmal zum Erfolg, insbesondere wenn das ursprüngliche Dossier unvollständig war.
Das Kriterium der vorgängigen Therapie zur Gewichtsreduktion blockiert viele Dossiers, nicht weil die Betroffenen nichts versucht hätten, sondern weil ihre Versuche keine medizinischen Spuren hinterlassen haben. Wenn Sie in den kommenden Jahren eine Operation in Betracht ziehen, ob in der Schweiz oder anderswo, lohnt es sich, Ihre Bemühungen von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt festhalten zu lassen: Ernährungsberatungen, absolvierte Programme, ausprobierte Medikamente, Gewichtsverlauf. Diese Unterlagen nützen Ihnen unabhängig von Ihrem endgültigen Entscheid, und sie helfen dem chirurgischen Team, Ihre Geschichte zu verstehen.
Ein kombinierter Weg mit einem Eingriff in Istanbul und einer Nachsorge in der Schweiz stützt sich auf einige zentrale Fachpersonen in Ihrer Nähe. Zunächst die Hausärztin oder der Hausarzt, die bzw. der die Laborkontrollen koordiniert und die Behandlungen anpasst. Eine diplomierte Ernährungsberaterin oder ein diplomierter Ernährungsberater, idealerweise mit Erfahrung bei operierten Patientinnen und Patienten, die Sie durch die Phasen des Kostaufbaus und langfristig begleiten; ihre Beratungen können bei bestimmten Indikationen auf ärztliche Verordnung übernommen werden. Eine Psychologin oder ein Psychiater, wenn die Vorbereitung oder die ersten Monate es erfordern. Eine Physiotherapeutin oder ein Coach für angepasste Bewegung, um wieder in Bewegung zu kommen. Je nach Fall eine Endokrinologin für den Diabetes, ein Pneumologe für die Schlafapnoe, eine Gastroenterologin für die Kontroll-Magenspiegelungen und ein Gynäkologe für Verhütung und Schwangerschaftspläne. Diese Fachpersonen schon vor der Abreise zu bestimmen und sie über Ihr Vorhaben zu informieren, ist eine der besten Garantien für eine gelungene Nachsorge.
Ihre persönliche Beraterin kann Ihnen helfen, diese Kontakte vorzubereiten, indem sie Ihnen die Unterlagen und die Nachsorgeempfehlungen des Teams in Istanbul zur Verfügung stellt, die Sie an jede dieser Fachpersonen weitergeben. Wenn Sie in einer Region wohnen, in der Fachpersonen mit Erfahrung in bariatrischer Chirurgie selten sind, lässt sich ein Teil der Nachsorge oft über die Adipositas-Sprechstunde des nächstgelegenen Spitals abdecken, auch wenn der Eingriff im Ausland durchgeführt wurde.
Für viele Patientinnen und Patienten ist das Hauptziel der Operation nicht die Zahl auf der Waage, sondern die Besserung einer bestimmten Erkrankung. Die folgende Tabelle fasst die in der medizinischen Literatur beobachteten Tendenzen zusammen. Es handelt sich nicht um individuelle Versprechen: Der Verlauf jeder Erkrankung hängt von ihrer Dauer, ihrem Schweregrad und der erreichten Gewichtsabnahme ab.
| Erkrankung | Schlauchmagen (Sleeve) | Y-Magenbypass | Mini-Bypass, SADI-S | Ballon, Endoskopie |
|---|---|---|---|---|
| Typ-2-Diabetes | Häufige Besserung, Remission bei frischem Diabetes | Häufige Remission | Sehr häufige Remission | Mässige Besserung |
| Bluthochdruck | Häufige Besserung | Häufige Besserung | Häufige Besserung | Besserung möglich |
| Schlafapnoe | Deutliche Besserung | Deutliche Besserung | Deutliche Besserung | Teilweise Besserung |
| Fettleber | Deutliche Besserung | Deutliche Besserung | Deutliche Besserung, Ernährung im Auge behalten | Teilweise Besserung |
| Reflux | Risiko der Verschlechterung | Deutliche Besserung | Gallenreflux möglich | Unterschiedlich |
| Gelenkschmerzen | Häufige Besserung | Häufige Besserung | Häufige Besserung | Besserung möglich |
| Fruchtbarkeit, polyzystische Ovarien | Häufige Besserung | Häufige Besserung | Häufige Besserung | Besserung möglich |
| Fettstoffwechselstörungen | Besserung | Deutliche Besserung | Sehr deutliche Besserung | Mässige Besserung |
Zwei Punkte verdienen besondere Beachtung. Einerseits hinterlassen langjährige Erkrankungen oft Folgeschäden: Eine diabetische Retinopathie, eine Niereninsuffizienz oder eine fortgeschrittene Arthrose verschwinden nicht mit dem Gewicht, und ihre Kontrolle muss weitergeführt werden. Andererseits erfordert die rasche Besserung gewisser Erkrankungen eine Anpassung der Behandlungen, manchmal schon in den ersten Tagen: Ein Medikament gegen Bluthochdruck oder Diabetes, das vor der Operation nötig war, kann danach gefährlich werden. Das ist einer der Gründe, weshalb ein Termin bei der Hausärztin oder beim Hausarzt in den Tagen nach der Rückkehr unerlässlich ist.
Depressive Symptome bessern sich im Durchschnitt in den ersten Jahren nach der Operation, parallel zur Gewichtsabnahme und zur besseren Lebensqualität. Hinter diesem Durchschnitt verbergen sich jedoch sehr unterschiedliche Situationen, und das Risiko psychischer Schwierigkeiten bleibt höher als in der Allgemeinbevölkerung. Eine frühere Depression erfordert eine aufmerksame Begleitung, und eine allfällige antidepressive Behandlung muss weitergeführt und angepasst werden, ohne sie unvermittelt abzusetzen.
Mehrere grosse Studien haben nach bariatrischer Chirurgie eine Abnahme des Risikos für adipositasbedingte Krebserkrankungen beobachtet, insbesondere für Gebärmutterschleimhaut-, Brust- (nach der Menopause), Dickdarm- und Nierenkrebs, wobei dieser Effekt bei Frauen ausgeprägter ist. Die Daten zur Speiseröhre nach einem Schlauchmagen im Zusammenhang mit Reflux werden besonders aufmerksam verfolgt, was die empfohlene Kontroll-Magenspiegelung einige Jahre nach dem Eingriff begründet.
Wenn man über eine Operation nachdenkt, spricht man viel über ihre Risiken und Kosten und deutlich weniger über jene des Wartens. Doch auch eine unbehandelte schwere Adipositas hat ihren Preis: die Entwicklung eines Diabetes hin zu seinen Komplikationen, die Verschlechterung einer Schlafapnoe, der Gelenkverschleiss, die Müdigkeit, Arbeitsausfälle, sich häufende Medikamente. Die Chancen auf eine Remission des Diabetes sinken deutlich mit seiner Dauer: Ein Eingriff in den ersten Jahren der Erkrankung führt viel eher zu einer Remission als ein Eingriff nach zehn Jahren Behandlung. Das rechtfertigt keine Eile, ist aber ein Grund, einen medizinisch begründeten Entscheid nicht endlos hinauszuschieben.
Die genaue Liste der Voruntersuchungen legt das chirurgische Team anhand Ihres Dossiers fest. Die folgende Tabelle dient als Arbeitsgrundlage für das Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
| Untersuchung | Ballon, Endoskopie | Schlauchmagen (Sleeve) | Bypass, Mini-Bypass, SADI-S | Korrektur |
|---|---|---|---|---|
| Vollständige Blutuntersuchung mit Vitaminen | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Magenspiegelung | Je nach Fall | Empfohlen | Empfohlen | Unerlässlich |
| Ultraschall des Bauchraums | Je nach Fall | Ja | Ja | Ja |
| Röntgenuntersuchung oder CT der Anatomie | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Elektrokardiogramm, kardiologische Beurteilung | Je nach Alter | Je nach Alter und Profil | Je nach Alter und Profil | Je nach Alter und Profil |
| Screening auf Schlafapnoe | Je nach Fall | Ja | Ja | Ja |
| Psychologische Abklärung | Empfohlen | Ja | Ja | Ja |
| Ernährungsberatung | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Knochendichtemessung | Nein | Je nach Profil | Je nach Profil | Je nach Profil |
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden dem Team in Istanbul übermittelt, bevor das Datum bestätigt wird. Ein auffälliges Ergebnis, etwa ein ausgeprägter Mangel, eine Infektion mit Helicobacter pylori, eine schwere Apnoe oder eine Herzanomalie, kann dazu führen, dass der Eingriff für die Dauer einer Behandlung verschoben wird: Eine solche Verschiebung gehört zu einer seriösen Betreuung.
Beim Schlauchmagen, auch Sleeve-Gastrektomie genannt, wird laparoskopisch der grösste Teil des Magens entfernt, sodass nur ein schmaler Schlauch übrig bleibt. Er wirkt, indem er die Essmengen begrenzt und die Produktion des Hungerhormons stark senkt. Der Darm bleibt unberührt. Wegen seiner vergleichsweise einfachen Technik und seiner guten Ergebnisse ist er weltweit zum häufigsten bariatrischen Eingriff geworden, mit einem durchschnittlichen Verlust von einem Viertel bis einem Drittel des Körpergewichts. Seine wichtigsten Grenzen sind seine Irreversibilität und das Refluxrisiko, weshalb er sich wenig für Patientinnen und Patienten eignet, die bereits unter Sodbrennen leiden. Wir widmen ihm eine eigene Seite, die den Eingriff, den Aufenthalt, den Kostaufbau und das Leben nach der Operation ausführlich beschreibt: unseren Leitfaden zum Schlauchmagen in Istanbul für Schweizer Patientinnen und Patienten. Frauen mit Kinderwunsch finden zudem präzise Antworten auf unserer Seite zur Schwangerschaft nach einer Sleeve-Gastrektomie.
Der Roux-en-Y-Magenbypass, den Chirurginnen und Chirurgen oft mit der englischen Abkürzung RYGB für Roux-en-Y gastric bypass bezeichnen, war lange der Referenzeingriff der Adipositaschirurgie. Er ist heute weltweit die zweithäufigste Technik und in gewissen medizinischen Situationen die erste Wahl. Unsere Seite zum Magenbypass in Istanbul stellt den praktischen Ablauf vor; hier erfahren Sie, was Sie über sein Prinzip und seine Folgen wissen sollten.
Zuerst bildet die Chirurgin oder der Chirurg im oberen Teil des Magens einen kleinen Pouch mit einem Fassungsvermögen von etwa fünfzehn bis dreissig Millilitern, der vom übrigen Magen getrennt wird. Der Restmagen wird nicht entfernt: Er bleibt an Ort und Stelle, aber die Nahrung gelangt nicht mehr hinein. Anschliessend wird der Dünndarm durchtrennt, und eine seiner Schlingen, die sogenannte alimentäre Schlinge, wird hochgezogen und mit dem kleinen Pouch verbunden. Die Verdauungssäfte aus dem ausgeschalteten Magen, der Leber und der Bauchspeicheldrüse fliessen durch eine andere, die sogenannte biliopankreatische Schlinge, die weiter unten an die alimentäre Schlinge angeschlossen wird. Nahrung und Verdauungssäfte treffen also erst ab dieser Verbindungsstelle aufeinander. Die Konstruktion hat die Form des Buchstabens Y, daher der Name.
Der Bypass wirkt über mehrere kombinierte Mechanismen. Der kleine Pouch begrenzt die Essmengen. Die Umgehung des Zwölffingerdarms und des ersten Dünndarmabschnitts verändert die Ausschüttung zahlreicher Verdauungshormone: Die Nahrung gelangt rasch in einen Darmabschnitt, der reichlich Sättigungshormone wie GLP-1 und Peptid YY ausschüttet. Die Insulinempfindlichkeit verbessert sich, oft innerhalb weniger Tage. Auch der Gallensäurestoffwechsel und die Zusammensetzung der Darmflora verändern sich, was zur Wirkung auf Gewicht und Diabetes beizutragen scheint. Die Malabsorption von Kalorien spielt beim Standard-Bypass dagegen nur eine geringe Rolle: Vor allem Vitamine und Mineralstoffe werden schlechter aufgenommen.
Die durchschnittliche Gewichtsabnahme liegt nach ein bis zwei Jahren bei rund dreissig Prozent des Ausgangsgewichts, mit einer teilweisen Wiederzunahme bei einem Teil der Patientinnen und Patienten danach. Langzeitstudien über zehn bis zwanzig Jahre zeigen einen anhaltenden Verlust von etwa einem Viertel des Ausgangsgewichts. Die Wirkung auf den Typ-2-Diabetes gehört zu den stärksten aller Techniken: Bei einer Mehrheit der Diabetikerinnen und Diabetiker geht die Krankheit in Remission oder bessert sich deutlich, mit umso höheren Chancen, je kürzer der Diabetes besteht. Der gastroösophageale Reflux verschwindet oder bessert sich bei der grossen Mehrheit, was den Bypass zur Technik der Wahl macht, wenn ein Reflux vorliegt.
Nach einem Bypass gelangen sehr zuckerhaltige oder sehr fettreiche Speisen rasch in den Darm und können innerhalb weniger Minuten ein Unwohlsein auslösen, das als Frühdumping bezeichnet wird: Schweissausbrüche, Herzklopfen, Hitzewallungen, Schwächegefühl, Bauchkrämpfe, manchmal Durchfall. Dieses Phänomen ist unangenehm, hat aber eine erzieherische Wirkung: Viele Patientinnen und Patienten verlieren die Lust auf Süsses, nachdem sie es erlebt haben. Eine spätere Form, die ein bis drei Stunden nach einer Mahlzeit mit vielen schnellen Kohlenhydraten auftritt, äussert sich als Unterzuckerung mit Zittern, Schwitzen, Verwirrtheit oder Unwohlsein. Sie kann Monate oder Jahre nach der Operation auftreten. Vorbeugen lässt sie sich mit mehreren kleinen Mahlzeiten, die arm an schnellen Kohlenhydraten und reich an Eiweiss und Ballaststoffen sind; wiederholt sie sich, sollte sie der Ärztin oder dem Arzt gemeldet werden.
Weil der Zwölffingerdarm, der Hauptort der Eisen- und Kalziumaufnahme, umgangen wird und die Ausschüttung von Magensäure sowie des für die Aufnahme von Vitamin B12 nötigen Faktors stark abnimmt, sind Mängel häufiger als nach einem Schlauchmagen. Am stärksten betroffen sind Eisen, Vitamin B12, Kalzium, Vitamin D, Folsäure, Zink und Kupfer. Eine lebenslange Supplementierung, intensiver als nach einem Schlauchmagen, und regelmässige Blutuntersuchungen sind unerlässlich. Vitamin B12 wird oft gespritzt, da seine Aufnahme über den Mund unzuverlässig wird.
Neben den Risiken, die jede bariatrische Operation mit sich bringt, birgt der Bypass spezifische Komplikationen. Das Anastomosengeschwür, auch marginales Ulkus genannt, bildet sich an der Verbindung zwischen Magenpouch und Darm; Rauchen und entzündungshemmende Medikamente begünstigen es, und es äussert sich durch Schmerzen, manchmal durch eine Blutung. Die innere Hernie, die gefürchtetste Langzeitkomplikation, entsteht, wenn eine Darmschlinge in einen der durch die Konstruktion entstandenen Zwischenräume rutscht, oft nach einer starken Gewichtsabnahme; sie kann Monate oder Jahre nach dem Eingriff einen Darmverschluss verursachen und ist ein chirurgischer Notfall. Chirurginnen und Chirurgen verschliessen diese Zwischenräume heute während der Operation systematisch, um das Risiko zu senken. In den ersten Wochen kann zudem eine Verengung der Anastomose auftreten.
Ein Reflex, den Sie mit einem Bypass kennen sollten. Starke Bauchschmerzen, besonders wenn sie anfallsartig nach den Mahlzeiten wiederkehren, mit Übelkeit oder Erbrechen einhergehen oder nachts auftreten, erfordern einen raschen Gang auf die Notfallstation, selbst Jahre nach der Operation. Erwähnen Sie Ihren Bypass gleich bei der Aufnahme: Er lenkt die Diagnose in Richtung einer inneren Hernie, die nur ein CT und manchmal eine diagnostische Bauchspiegelung bestätigen können.
Die Aufnahme bestimmter Medikamente verändert sich nach einem Bypass: Gewisse Antidepressiva, Antiepileptika, Schilddrüsenhormone, orale Antikoagulanzien, die Antibabypille und Immunsuppressiva können schlechter oder anders aufgenommen werden. Retardpräparate wirken manchmal weniger gut. Entzündungshemmer sind wegen des Ulkusrisikos dauerhaft zu meiden. Jede neue Behandlung muss unter Berücksichtigung der Operation verordnet werden; Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker ist eine wertvolle Hilfe, um Darreichungsformen und Wechselwirkungen zu prüfen.
Technisch kann ein Bypass rückgängig gemacht und die Anatomie wiederhergestellt werden, da kein Teil des Magens entfernt wird. In der Praxis ist dies ein komplexer, selten durchgeführter Eingriff, der schweren Komplikationen wie therapieresistenten schweren Unterzuckerungen oder einer Mangelernährung vorbehalten ist. Auch der Bypass ist daher als endgültiger Eingriff zu betrachten.
Der Bypass wird häufig bevorzugt bei Patientinnen und Patienten mit Reflux oder Ösophagitis, bei langjährigen oder insulinpflichtigen Diabetikern, bei sehr hohem BMI, bei ausgeprägter Vorliebe für Süsses sowie als Revision nach einem Schlauchmagen oder Magenband. Weniger geeignet ist er für Personen, die Medikamente einnehmen müssen, deren Aufnahme sehr stabil bleiben muss, für jene, die keine konsequente Supplementierung sicherstellen können, für Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung und für Raucherinnen und Raucher, die nicht aufhören können, wegen des Ulkusrisikos.
Der Mini-Bypass, auch Ein-Anastomosen-Bypass, OAGB für one anastomosis gastric bypass, oder wegen der Form der Konstruktion Omega-Bypass genannt, hat sich in den letzten rund fünfzehn Jahren stark verbreitet, insbesondere in Europa, im Nahen Osten und in der Türkei.
Die Chirurgin oder der Chirurg formt einen längeren und schmaleren Magenpouch als beim Y-Bypass, in Form eines Schlauchs, und verbindet ihn direkt mit einer weiter entfernten Dünndarmschlinge, oft hundertfünfzig bis zweihundert Zentimeter. Es gibt nur eine Anastomose statt zwei wie beim Y-Bypass. Der Eingriff ist etwas schneller und technisch einfacher. Die längere Darmumgehung verstärkt die Wirkung auf Gewicht und Stoffwechsel.
Mit dem Mini-Bypass wird eine gleich grosse oder etwas grössere Gewichtsabnahme erreicht als mit dem Y-Bypass, bei starker metabolischer Wirkung. Er wird oft als Revision nach einem Schlauchmagen eingesetzt, wenn die Gewichtsabnahme ungenügend war. Das Risiko einer inneren Hernie ist geringer, da die Konstruktion weniger Zwischenräume schafft, in die der Darm rutschen kann.
Weil Galle und Bauchspeicheldrüsensäfte direkt mit dem Magenpouch in Kontakt kommen, birgt der Mini-Bypass das Risiko eines Gallenrefluxes, der eine Entzündung von Magen und Speiseröhre verursachen kann und manchmal eine Umwandlung in einen Y-Bypass erfordert. Die längere Umgehung erhöht das Risiko von Mängeln, insbesondere an Eiweiss, Eisen und fettlöslichen Vitaminen, und es wurden einige Fälle schwerer Mangelernährung beschrieben, wenn die Schlinge zu lang war. Die Ernährungsüberwachung muss daher besonders konsequent sein.
Der Mini-Bypass ist von der internationalen Fachgesellschaft für Adipositaschirurgie als Standardeingriff anerkannt. Seine Langzeitergebnisse sind inzwischen gut dokumentiert, auch wenn die Erfahrung kürzer zurückreicht als beim Y-Bypass. In der Türkei wird er sehr häufig durchgeführt. Wird er Ihnen vorgeschlagen, fragen Sie die Chirurgin oder den Chirurgen nach der geplanten Schlingenlänge, nach dem Umgang mit dem Risiko eines Gallenrefluxes und nach der empfohlenen Ernährungsnachsorge.
Die sogenannten distalen Umgehungen sind die wirksamsten bariatrischen Eingriffe. Sie verbinden eine Verkleinerung des Magens, meist in Form eines Schlauchmagens, mit einer Umgehung des Darms, die den Abschnitt, in dem die Nahrung auf die Verdauungssäfte trifft, stark verkürzt. Sie sind besonderen Situationen vorbehalten.
Sie ist die älteste dieser Techniken. Sie kombiniert einen Schlauchmagen mit einer Umgehung, die nur einen kurzen gemeinsamen Kanal von etwa fünfundsiebzig bis hundert Zentimetern übrig lässt, in dem Fette und ein Teil der Eiweisse aufgenommen werden. Sie bewirkt die grösste und dauerhafteste Gewichtsabnahme und sehr hohe Remissionsraten beim Diabetes, allerdings um den Preis häufiger und teils schwerer Mängel, von Durchfällen und übelriechendem Stuhl. Sie wird heute selten durchgeführt und ist hochspezialisierten Teams vorbehalten.
Der SADI-S, für single anastomosis duodeno-ileal bypass with sleeve gastrectomy, ist eine vereinfachte Version dieser Umgehung. Nach einem Schlauchmagen wird der Zwölffingerdarm direkt hinter dem Magenpförtner durchtrennt und direkt mit dem Darm verbunden, und zwar zweihundertfünfzig bis dreihundert Zentimeter vor dessen Ende. Der Magenpförtner bleibt erhalten, was das Risiko von Dumping und Geschwüren verringert. Es ist nur eine Anastomose nötig. Die Gewichtsabnahme ist grösser als nach einem Bypass, und die Wirkung auf den Diabetes ist sehr stark. Die Malabsorption ist zwar geringer als beim klassischen Duodenal-Switch, erfordert aber dennoch eine strikte lebenslange Ernährungsnachsorge.
Diese Eingriffe kommen vor allem bei Patientinnen und Patienten mit einem BMI über 50, bei schwerem Diabetes sowie als zweiter Schritt nach einem Schlauchmagen mit ungenügender Gewichtsabnahme in Frage. Sie setzen voraus, dass man Supplementierung und Kontrollen konsequent einhalten kann. Nicht geeignet sind sie für Menschen, die nur schwer Zugang zur Nachsorge haben, für Patientinnen und Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung und für jene, die bereits an chronischem Durchfall leiden. Ein solcher Eingriff im Ausland ist nur denkbar, wenn die Nachsorge in der Schweiz schon vor der Abreise organisiert ist.
Diese Technik, die vor allem in Südamerika entwickelt wurde und in der Türkei angewendet wird, ergänzt den Schlauchmagen durch eine Verbindung zwischen Magen und Ileum, während die normale Passage durch den Zwölffingerdarm erhalten bleibt. Die Nahrung nimmt so zwei Wege. Ziel ist eine metabolische Wirkung ähnlich wie beim Bypass mit weniger Mängeln. Ihre Langzeitergebnisse sind noch weniger untersucht als jene der Standardtechniken, und sie gehört in den aktuellen internationalen Empfehlungen nicht zu den Referenzeingriffen. Wir betrachten sie als Option, die Teams vorbehalten sein sollte, die sie in einem strukturierten Rahmen evaluieren.
Das verstellbare Magenband war Anfang der 2000er-Jahre sehr erfolgreich, auch in der Schweiz. Dabei wird um den oberen Teil des Magens ein Silikonband gelegt, das über einen Schlauch mit einer kleinen Portkammer unter der Haut verbunden ist. Durch Einspritzen oder Abziehen von Flüssigkeit in diese Kammer wird das Band enger oder weiter gestellt, was die Passage der Nahrung verlangsamt.
Seine theoretischen Vorteile sind beträchtlich: kurzer Eingriff, keine Durchtrennung von Magen oder Darm, Reversibilität. Langzeitstudien haben jedoch bei einem erheblichen Teil der Patientinnen und Patienten enttäuschende Ergebnisse gezeigt: bescheidene Gewichtsabnahme, häufige Wiederzunahme, Erbrechen, Reflux sowie mechanische Komplikationen wie Verrutschen des Bandes, dessen Wanderung durch die Magenwand oder Probleme mit der Portkammer. Ein hoher Anteil der eingesetzten Bänder musste innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren entfernt werden. Aus diesem Grund wird das Magenband von den meisten Teams kaum noch als Ersteingriff angeboten, in der Schweiz wie in der Türkei.
Zahlreich sind dagegen Patientinnen und Patienten mit einem Magenband, das ihnen nicht mehr entspricht. Die Entfernung des Bandes, eventuell kombiniert mit einer Umwandlung in einen Schlauchmagen oder häufiger in einen Bypass, gehört zu den üblichen Eingriffen spezialisierter Teams. Unsere Seite zum verstellbaren Magenband und seinen Umwandlungen beschreibt diese Situationen und die Umwandlungsoptionen im Detail.
Zwischen Medikamenten und Chirurgie liegen die endoskopischen Verfahren, die durch den Mund und ohne Schnitt durchgeführt werden. Sie sind besonders interessant für Menschen mit mässiger Adipositas, für jene, die eine Operation ablehnen, und für manche Menschen mit sehr schwerer Adipositas, bei denen man das Risiko eines späteren Eingriffs senken möchte.
Ein Silikonballon, gefüllt mit Flüssigkeit oder Luft, wird in den Magen eingesetzt, wo er einen Teil des Volumens einnimmt und die Magenentleerung verlangsamt. Es gibt mehrere Modelle. Klassische Ballons werden endoskopisch unter Sedierung eingesetzt und entfernt und bleiben je nach Modell sechs, manchmal zwölf Monate im Magen. Manche Ballons lassen sich während der Behandlung im Volumen anpassen. Ein neueres Modell ist eine Kapsel, die man schluckt und die mit einem dünnen Katheter verbunden ist, über den der Ballon im Magen gefüllt wird; er entleert sich nach etwa vier Monaten und wird ohne Endoskopie auf natürlichem Weg über den Verdauungstrakt ausgeschieden.
Die durchschnittliche Gewichtsabnahme liegt während der Behandlungsdauer bei etwa acht bis zwölf Prozent des Ausgangsgewichts. Die ersten Tage sind oft von Übelkeit und Erbrechen geprägt, manchmal stark. Schwere Komplikationen sind selten, kommen aber vor: Unverträglichkeit, die eine vorzeitige Entfernung erfordert, Geschwüre, selten ein Abwandern des Ballons in den Darm. Die entscheidende Frage ist die Zeit danach: Ein Teil des verlorenen Gewichts kommt nach der Entfernung oft zurück, wenn sich Ernährung und Bewegung nicht dauerhaft verändert haben. Der Ballon ist daher als begleitetes Lernwerkzeug zu verstehen, nicht als Behandlung an sich.
Die Wahl zwischen den verschiedenen Ballons hängt vor allem von der gewünschten Behandlungsdauer und der Toleranz gegenüber der Endoskopie ab. Der Schluckballon erspart zwei Endoskopien unter Sedierung, was ihn für Patientinnen und Patienten attraktiv macht, die diese Untersuchung fürchten, doch seine Wirkdauer von etwa vier Monaten ist kürzer und seine Wirkung auf das Gewicht etwas geringer. Endoskopisch eingesetzte Ballons bleiben länger im Magen, sechs bis zwölf Monate, was mehr Zeit lässt, neue Gewohnheiten zu verankern; dafür braucht es eine Endoskopie zum Einsetzen und eine weitere zur Entfernung sowie einen etwas längeren Aufenthalt vor Ort. Anpassbare Ballons erlauben es, das Volumen während der Behandlung zu verändern, um die Verträglichkeit zu verbessern oder die Wirkung neu anzustossen. In jedem Fall hängt der Wert eines Ballons vor allem von der Ernährungsbegleitung ab, die ihn während der gesamten Behandlung und nach der Entfernung umgibt. Ein Ballon ohne strukturierte Nachsorge bringt selten dauerhafte Ergebnisse. Wer in der Schweiz lebt, sollte zudem den Umgang mit der Übelkeit der ersten Tage vorausplanen, die die häufigste Ursache für Unverträglichkeit ist, und klären, wie die Entfernung erfolgen soll, wenn sie eine Endoskopie erfordert: entweder mit einer erneuten Reise oder bei einer Gastroenterologin oder einem Gastroenterologen in der Schweiz, die bzw. der bereit ist, sie durchzuführen, was vor dem Einsetzen abgeklärt werden muss.
Bei der endoskopischen Gastroplastik, oft mit der englischen Abkürzung ESG oder dem Handelsbegriff «Endosleeve» bezeichnet, wird das Magenvolumen verkleinert, indem von innen Nähte gesetzt werden, die den Magen zu einem Schlauch falten. Es wird nichts entfernt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, und die meisten Patientinnen und Patienten gehen am Folgetag nach Hause. Die Gewichtsabnahme liegt nach ein bis zwei Jahren bei etwa dreizehn bis achtzehn Prozent des Ausgangsgewichts. Sie ist weniger wirksam als ein chirurgischer Schlauchmagen, aber auch weniger invasiv. Die Langzeiterfahrung ist noch begrenzt, und die Haltbarkeit der Nähte ist unterschiedlich.
Endoskopische Verfahren eignen sich vor allem bei einem BMI zwischen 30 und 40, für Menschen mit hohem Operationsrisiko, für jene, die eine Operation vermeiden möchten, und für Patientinnen und Patienten, die vor einem anderen chirurgischen oder orthopädischen Eingriff abnehmen müssen. Bei schwerer, komplizierter Adipositas sind sie keine gleichwertige Alternative zur Chirurgie. In Istanbul werden sie häufig angeboten; der Aufenthalt ist kürzer als nach einer Operation, muss aber erlauben, die Übelkeit der ersten Tage unter guten Bedingungen zu bewältigen.
Die Einführung hochdosierter GLP-1-Analoga und danach von Wirkstoffen, die sowohl auf GLP-1 als auch auf ein weiteres Darmhormon, das GIP, wirken, war ein Umbruch in der Behandlung der Adipositas. In grossen klinischen Studien ermöglichte Semaglutid einen durchschnittlichen Verlust von etwa fünfzehn Prozent des Gewichts in etwas mehr als einem Jahr, Tirzepatid in den höchsten Dosen bis zu etwa zwanzig Prozent. Erstmals erreichen Medikamente annähernd die Wirksamkeit gewisser Eingriffe.
Diese Medikamente dämpfen den Appetit, steigern die Sättigung und verlangsamen die Magenentleerung. Sie verbessern die Diabeteseinstellung, und für einige wurde bei Risikopatientinnen und -patienten eine Senkung kardiovaskulärer Ereignisse nachgewiesen. Für Menschen mit einem BMI zwischen 30 und 35 oder für jene, die vor einer Operation zögern, sind sie heute oft die erste Option, die mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen ist. In der Schweiz können einige dieser Medikamente von der Grundversicherung übernommen werden, unter genauen Bedingungen bezüglich BMI, Begleiterkrankungen, Begleitung und Dauer, die sich in den letzten Jahren verändert haben und mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt geprüft werden müssen.
Ihre Wirksamkeit setzt voraus, dass die Behandlung fortgeführt wird: Nach dem Absetzen wird ein Grossteil des Gewichts in der Regel innerhalb eines Jahres wieder zugenommen. Häufig verursachen sie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung, vor allem bei der Dosissteigerung. Ohne Kostenübernahme ist die monatliche Rechnung hoch. Wie jede rasche Gewichtsabnahme führen sie zu einem Verlust an Muskelmasse, der ausgeglichen werden muss. Bei den schwersten Formen der Adipositas bleibt die damit erreichbare Gewichtsabnahme im Durchschnitt geringer als bei chirurgischen Eingriffen, und viele Patientinnen und Patienten bleiben trotz Behandlung adipös.
Medikamente und Chirurgie werden immer häufiger kombiniert. Vor einem Eingriff kann eine Behandlung bei Patientinnen und Patienten mit sehr hohem Gewicht das Gewicht und das Lebervolumen und damit das Operationsrisiko senken. Nach einem Eingriff kann sie eine ungenügende Gewichtsabnahme ergänzen oder eine Wiederzunahme bremsen und manchmal eine Revisionsoperation vermeiden. Ein Sicherheitspunkt ist wichtig: Diese Medikamente verlangsamen die Magenentleerung und müssen in der Regel etwa eine Woche vor einer Vollnarkose pausiert werden. Melden Sie sie immer dem Team, das Sie operiert.
Es gibt keine absolut beste Technik, sondern eine, die besser zur jeweiligen Situation passt. Die Wahl wird gemeinsam mit der Chirurgin oder dem Chirurgen anhand Ihres Dossiers getroffen und muss Ihnen erklärt werden. Hier die wichtigsten Kriterien, die den Entscheid lenken, gefolgt von einer Übersichtstabelle.
Dies ist das wichtigste Unterscheidungskriterium zwischen Schlauchmagen und Bypass. Ein regelmässiger Reflux, eine Ösophagitis bei der Magenspiegelung, eine grosse Hiatushernie oder ein Barrett-Ösophagus sprechen klar für den Y-Bypass, der den Reflux behandelt. Der Mini-Bypass, der einen Gallenreflux begünstigt, wird in diesen Situationen in der Regel vermieden. Der Schlauchmagen bleibt bei leichtem und gut abgeklärtem Reflux möglich, insbesondere wenn eine Hiatushernie korrigiert werden kann, doch der Patient oder die Patientin muss über das Risiko einer Verschlechterung informiert werden.
Alle Techniken verbessern den Diabetes, aber in unterschiedlichem Ausmass. Die Remissionschancen hängen vor allem von der Dauer des Diabetes, der Zahl der Medikamente, dem Einsatz von Insulin und der verbleibenden Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse ab. Es wurden Scores entwickelt, um diese Chancen vor der Operation abzuschätzen, etwa der DiaRem-Score, der Alter, glykiertes Hämoglobin, Insulintherapie und die übrigen Medikamente kombiniert. Bei einem frischen Diabetes erzielt der Schlauchmagen oft ausgezeichnete Ergebnisse; bei einem langjährigen oder insulinpflichtigen Diabetes werden in der Regel der Bypass oder die wirksameren Umgehungen bevorzugt.
Zwischen 35 und 45 erzielen Schlauchmagen und Bypass beim Gewicht ähnliche Ergebnisse. Über 50 werden oft die wirksameren Techniken oder ein zweistufiges Vorgehen, beginnend mit einem Schlauchmagen, diskutiert. Zwischen 30 und 35 sind zuerst Medikamente und endoskopische Verfahren in Betracht zu ziehen; die Chirurgie bleibt Situationen vorbehalten, in denen metabolische Komplikationen fortbestehen.
Wer viel Süsses isst oder viele gezuckerte Getränke trinkt, profitiert oft vom Dumping, das der Bypass auslöst. Wer zwischendurch nascht, kann dies hingegen mit jeder Technik weiterhin tun und muss dieses Verhalten mit einer Ernährungsberaterin oder einem Psychologen angehen. Eine Binge-Eating-Störung muss vor jedem Eingriff behandelt werden. Chirurgin, Chirurg und Ernährungsberatung interessieren sich für diese Verhaltensweisen nicht, um zu urteilen, sondern weil sie die Wahl und die Nachsorge beeinflussen.
Patientinnen und Patienten, die unverzichtbare Medikamente einnehmen, deren Aufnahme sehr stabil bleiben muss, etwa gewisse Mittel gegen Abstossung nach einer Transplantation, Antiepileptika, psychiatrische Medikamente oder Antikoagulanzien, werden oft zum Schlauchmagen hingeführt, der die Aufnahme weniger verändert. Wer regelmässig Entzündungshemmer braucht, zum Beispiel wegen einer rheumatischen Erkrankung, wird eher auf den Schlauchmagen als auf den Bypass ausgerichtet, da dieser das Ulkusrisiko stärker erhöht.
Rauchen erhöht die Komplikationen aller Techniken, ist aber nach einem Bypass oder Mini-Bypass besonders problematisch, weil es das Risiko eines Anastomosengeschwürs vervielfacht. Wer nicht dauerhaft mit dem Rauchen aufhören kann, ist kein guter Kandidat für eine Umgehung. Für uns ist ein vollständiger Rauchstopp ohnehin eine Voraussetzung für die Organisation eines Eingriffs.
Alle Techniken erfordern eine Wartezeit von zwölf bis achtzehn Monaten vor einer Schwangerschaft. Techniken mit ausgeprägter Malabsorption erhöhen das Risiko von Mängeln während der Schwangerschaft; bei jungen Frauen mit Kinderwunsch werden daher Schlauchmagen und Y-Bypass in der Regel den distalen Umgehungen vorgezogen. Dieser Wunsch sollte offen mit der Chirurgin oder dem Chirurgen besprochen werden.
Frühere Bauchoperationen, ein Bauchwandbruch, eine Magen- oder Darmoperation oder ein bereits vorhandenes Magenband verändern die Machbarkeit und das Risiko jeder Technik. Die Operationsberichte dieser Eingriffe sind für die Prüfung Ihres Dossiers unerlässlich.
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Zöliakie sprechen in der Regel für den Schlauchmagen, der den Darm nicht verändert, und schliessen Umgehungen oft aus. Die Meinung der Gastroenterologin oder des Gastroenterologen, die bzw. der Sie betreut, ist unerlässlich.
Je stärker eine Technik auf Malabsorption beruht, desto mehr verlangt sie regelmässige Laborkontrollen und eine konsequente Supplementierung. Wer weiss, dass es ihm schwerfallen wird, zweimal im Jahr Blut abnehmen zu lassen, oder weit entfernt von jeder Arztpraxis lebt, sollte eine weniger anspruchsvolle Technik wählen. Dieses Kriterium wird bei Entscheidungen aus der Ferne oft vernachlässigt, obwohl es für die langfristige Sicherheit entscheidend ist.
| Kriterium | Schlauchmagen (Sleeve) | Y-Magenbypass | Mini-Bypass | SADI-S | Magenballon |
|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittlicher Gewichtsverlust | 25 à 30 % | 28 à 33 % | 30 à 35 % | 35 à 40 % | 8 à 12 % |
| Wirkung auf Diabetes | Gut | Sehr gut | Sehr gut | Ausgezeichnet | Mässig |
| Wirkung auf den Reflux | Kann ihn verschlimmern | Verbessert ihn | Gallenreflux möglich | Kann ihn verschlimmern | Unterschiedlich |
| Risiko von Mängeln | Moderat | Hoch | Hoch | Sehr hoch | Gering |
| Dumping | Selten | Häufig | Möglich | Selten | Nein |
| Innere Hernie | Nein | Möglich | Selten | Selten | Nein |
| Umkehrbarkeit | Nein | Theoretisch | Theoretisch | Nein | Ja |
| Üblicher Aufenthalt in Istanbul | 6 bis 8 Tage | 7 bis 9 Tage | 7 bis 9 Tage | 8 bis 10 Tage | 3 bis 4 Tage |
Diese Werte sind Grössenordnungen aus der Literatur, die je nach Studie, Team und Patient variieren. Sie dienen dem Vergleich der Techniken untereinander, nicht der Vorhersage eines individuellen Ergebnisses.
Ein Angebot, das mit einer bereits festgelegten Technik kommt, bevor die Chirurgin oder der Chirurg Ihren Reflux, Ihren Diabetes, Ihre Medikamente und Ihre Vorgeschichte kennt, sollte Sie stutzig machen. Ebenso muss akzeptieren, wer mit einer bestimmten Technik im Kopf kommt, die in den sozialen Netzwerken oder auf Rat eines Angehörigen gewählt wurde, dass diese hinterfragt wird. Mehrere Patientinnen und Patienten, die uns wegen eines Schlauchmagens kontaktieren, gehen mit der Empfehlung für einen Bypass nach Hause, und auch das Umgekehrte kommt vor.
Ein nicht zu vernachlässigender Teil der bariatrisch operierten Patientinnen und Patienten wird sich im Laufe des Lebens einem zweiten Eingriff unterziehen. Man spricht von Revision, Korrektur oder Umwandlung. Diese Eingriffe betreffen viele Schweizer Patientinnen und Patienten, die in den 2000er- und 2010er-Jahren operiert wurden, insbesondere mit einem Magenband oder einem Schlauchmagen. Sie sind komplexer als ein Ersteingriff und verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Die Gründe lassen sich in zwei grosse Gruppen einteilen. Revisionen wegen Komplikationen betreffen einen schweren Reflux nach Schlauchmagen, eine Verengung, ein verrutschtes oder gewandertes Magenband, ein wiederkehrendes Geschwür nach Bypass, eine innere Hernie, eine Mangelernährung oder schwere Unterzuckerungen. Revisionen wegen ungenügenden Ergebnisses betreffen eine als zu gering beurteilte Gewichtsabnahme oder eine deutliche Wiederzunahme. Im zweiten Fall ist es entscheidend, die Ursache zu verstehen: Eine Gewichtszunahme durch Naschen zwischendurch oder flüssige Kalorien wird durch einen neuen Eingriff nicht gelöst, wenn sich das Verhalten nicht ändert.
Über eine Revision wird nie allein aufgrund des Gewichts entschieden. Die Abklärung umfasst in der Regel eine Magenspiegelung, eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel oder ein CT zur Darstellung der Anatomie, eine Ernährungs- und psychologische Beurteilung, eine Analyse der aktuellen Ernährung und eine vollständige Laboruntersuchung. Die Berichte der früheren Eingriffe sind unerlässlich: Ohne sie weiss die Chirurgin oder der Chirurg nicht genau, was sie oder ihn erwartet.
Nach einem Schlauchmagen ist die Umwandlung in einen Y-Bypass die häufigste Option, insbesondere bei Reflux, den sie in der grossen Mehrheit der Fälle behebt. Bei ungenügender Gewichtsabnahme ohne Reflux können der Mini-Bypass oder der SADI-S vorgeschlagen werden, mit stärkerer Wirkung, aber mehr Mängeln. Ein erneuter Schlauchmagen, Re-Sleeve genannt, wird manchmal bei einer deutlichen Erweiterung des Magens vorgeschlagen. Nach einem Magenband wird die Entfernung mit Umwandlung in einen Bypass in der Regel der Umwandlung in einen Schlauchmagen vorgezogen, wegen des Leckagerisikos an einem bereits veränderten Magen; die Umwandlung kann ein- oder zweizeitig erfolgen. Nach einem Bypass sind die Optionen begrenzter: Verkleinerung des Pouchs oder der Anastomose, manchmal endoskopisch, oder Verlängerung der Umgehung, mit erhöhtem Ernährungsrisiko.
Komplikationen sind häufiger als nach einem Ersteingriff: Leckagen, Blutungen, längere Operationsdauer, häufigerer Wechsel zur offenen Operation. Die erreichte Gewichtsabnahme ist im Durchschnitt geringer als nach einem Ersteingriff. Diese Eingriffe gehören in die Hände von Chirurginnen und Chirurgen, die sie regelmässig durchführen, in Einrichtungen, die ihre Komplikationen behandeln können. Hier kann die hohe Fallzahl der grossen Zentren in Istanbul ein echter Vorteil sein, vorausgesetzt, die spezifische Erfahrung der Chirurgin oder des Chirurgen mit Revisionen wird überprüft.
Bevor ein neuer Eingriff wegen einer Gewichtszunahme in Betracht gezogen wird, lohnt es sich, andere Ansätze zu versuchen: eine verstärkte Ernährungs- und psychologische Begleitung, strukturierte körperliche Aktivität und zunehmend eine Behandlung vom Typ GLP-1, deren Wirksamkeit nach bariatrischer Chirurgie gut belegt ist. Eine Revisionsoperation bleibt eine Option, sollte aber nicht die erste Antwort auf eine verhaltensbedingte Gewichtszunahme sein.
Eine bariatrische Operation im Ausland ist mehr als eine Reise und ein Eingriff. Sie ist als Behandlungspfad in drei Phasen organisiert: Vorbereitung in der Schweiz, chirurgische Behandlung in Istanbul und langfristige Nachsorge nach Ihrer Rückkehr. Hier die Schritte, die wir mit jeder Patientin und jedem Patienten gehen. Die praktischen Einzelheiten des Aufenthalts beschreibt auch unsere Seite zum bariatrischen Aufenthalt in Istanbul.
Sie kontaktieren uns über das Formular, per Telefon oder per Messenger. Ihre persönliche Beraterin stellt Ihnen zunächst einige einfache Fragen: Gewicht, Grösse, wichtigste Erkrankungen, Medikamente, eine allfällige frühere Operation und Ihre Versicherungssituation. Wenn Ihr Profil bereits in diesem Stadium für eine Kostenübernahme in der Schweiz zu sprechen scheint, teilt sie Ihnen das mit. Ist Ihr BMI für eine Operation zu niedrig, weist sie Sie auf andere Optionen hin. Ziel ist, dass Sie keine Zeit mit einem ungeeigneten Vorgehen verlieren.
Sie füllen einen ausführlichen medizinischen Fragebogen aus und senden Ihre Unterlagen: aktuelle Laborwerte, Operationsberichte, allfällige Befunde von Magenspiegelungen, Ihre Medikamentenliste, Berichte Ihrer Fachärztinnen und Fachärzte. Je vollständiger das Dossier, desto genauer die Einschätzung der Chirurgin oder des Chirurgen. Dokumente auf Deutsch, Italienisch oder Englisch werden akzeptiert; wichtige Berichte werden bei Bedarf übersetzt.
Die Chirurgin oder der Chirurg prüft Ihr Dossier und beurteilt die Indikation sowie die am besten geeignete Technik. Vor einer Stellungnahme können zusätzliche Untersuchungen verlangt werden. In einer Video-Telekonsultation wird Ihnen diese Empfehlung vorgestellt und besprochen, und Ihre Fragen werden beantwortet; ein Mitglied des Teams begleitet Sie dabei, damit Ihre Fragen genau verstanden werden. Weicht die empfohlene Technik von jener ab, die Sie im Kopf hatten, werden Ihnen die Gründe erklärt.
Sie erhalten ein detailliertes Angebot: Technik, Name der Chirurgin oder des Chirurgen, Klinik, Dauer von Spitalaufenthalt und Gesamtaufenthalt, inbegriffene und nicht inbegriffene Leistungen, Annullierungsbedingungen, Bedingungen im Fall einer Komplikation. Sie haben die nötige Zeit, es zu lesen, zu vergleichen und mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sowie Ihren Angehörigen zu besprechen. Kein Entscheid sollte unter dem Druck eines «befristeten Angebots» getroffen werden.
In den zwei bis drei Monaten vor dem Eingriff lassen Sie in der Schweiz die verlangten Untersuchungen durchführen, in der Regel mit Unterstützung Ihrer Hausärztin oder Ihres Hausarztes: vollständige Blutuntersuchungen mit Vitaminstatus, Magenspiegelung, Ultraschall des Bauchraums, Herz- und Lungenabklärung je nach Profil, Screening auf Schlafapnoe, Ernährungs- und psychologische Beratung. Sie hören mit dem Rauchen auf, gleichen allfällige Mängel aus und beginnen, Ihre Gewohnheiten zu ändern. Die anzupassenden Behandlungen, namentlich bei Diabetes und Blutverdünnung, werden mit den verschreibenden Ärztinnen und Ärzten besprochen.
Sobald das Datum feststeht, buchen Sie Ihre Flüge ab Genf, Zürich oder Basel-Mulhouse. Ihre persönliche Beraterin organisiert die Transfers, das Hotel und den Empfang vor Ort. Sie gibt Ihnen eine Liste mit, was Sie einpacken und was Sie für Ihre Rückkehr vorbereiten sollten. Sie organisieren Ihr Arbeitsunfähigkeitszeugnis und, falls nötig, eine Begleitperson. In den letzten Wochen folgen Sie der verordneten präoperativen Diät.
Bei der Ankunft werden Sie empfangen und ins Hotel oder ins Spital gebracht. Sie treffen die Chirurgin oder den Chirurgen, die Anästhesistin oder den Anästhesisten und die Ernährungsberatung, lassen die letzten Untersuchungen durchführen und unterschreiben die übersetzte Einverständniserklärung. Der Eingriff findet in der Regel am Tag nach der Ankunft oder am übernächsten Tag statt. Der Spitalaufenthalt dauert je nach Technik und Verlauf ein bis vier Tage. Danach verbringen Sie einige Tage im Hotel, mit einer Kontrolle vor der Abreise. Die Gesamtdauer hängt von der Technik ab, wie die folgende Tabelle zeigt.
| Eingriff | Nächte im Spital | Empfohlene Gesamtaufenthaltsdauer | Wiederaufnahme einer Büroarbeit |
|---|---|---|---|
| Magenballon | 0 à 1 | 3 bis 4 Tage | Einige Tage |
| Endoskopische Gastroplastik | 1 | 4 bis 5 Tage | 1 Woche |
| Schlauchmagen (Sleeve) | 2 à 3 | 6 bis 8 Tage | 2 bis 3 Wochen |
| Y-Bypass oder Mini-Bypass | 2 à 4 | 7 bis 9 Tage | 2 bis 4 Wochen |
| SADI-S oder distale Umgehung | 3 à 5 | 8 bis 10 Tage | 3 bis 4 Wochen |
| Revisionsoperation | 3 à 5 | 8 bis 12 Tage | 3 bis 6 Wochen |
Bevor Sie Istanbul verlassen, erhalten Sie Ihr gesamtes Dossier auf Französisch: Beschreibung der Operation, Zusammenfassung des Spitalaufenthalts, Verordnungen, Ernährungsanweisungen und Kontrolltermine. In den Tagen nach Ihrer Rückkehr suchen Sie mit diesen Unterlagen Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt auf. Sie oder er übernimmt die Blutuntersuchungen, die Anpassung der Behandlungen und die laufende Betreuung. Hat Sie eine Ernährungsberaterin oder ein Psychologe während der Vorbereitung begleitet, führt sie bzw. er die Nachsorge weiter.
Das chirurgische Team bleibt für alle Fragen rund um den Eingriff erreichbar. Nachsorgetermine sind zu festen Zeitpunkten geplant, oft nach einer Woche, einem Monat, drei Monaten, sechs Monaten und einem Jahr, per Nachricht, Fotos und Telekonsultation. Sie übermitteln Ihre Laborergebnisse und Ihren Gewichtsverlauf. Das Team kann Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt bei Bedarf schriftliche Empfehlungen zukommen lassen.
Nach dem ersten Jahr erfolgt die Nachsorge hauptsächlich in der Schweiz, mindestens einmal jährlich und lebenslang: Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, Vitaminstatus, bei Bedarf Knochendichte, Kontroll-Magenspiegelung nach bestimmten Eingriffsarten. Ihre persönliche Beraterin bleibt erreichbar, um bei Fragen oder Bedarf den Kontakt mit dem Team in Istanbul zu erleichtern.
Dieser Weg beruht auf einer klaren Rollenverteilung. Das Team in Istanbul ist verantwortlich für die Indikation, den Eingriff, den Spitalaufenthalt und die chirurgische Nachsorge. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt ist verantwortlich für Ihre allgemeine Gesundheit, die Laborkontrollen und die Anpassung Ihrer Behandlungen. Medespoir koordiniert, organisiert, übersetzt und sorgt für den Informationsfluss zwischen beiden. Und Sie stehen im Mittelpunkt: Mehr als jeder andere Faktor entscheidet Ihr Engagement in der Nachsorge über das langfristige Ergebnis.
Viele Patientinnen und Patienten fürchten dieses Gespräch. Manche Ärztinnen und Ärzte stehen Eingriffen im Ausland zurückhaltend gegenüber, oft weil sie Patientinnen und Patienten ohne jegliche Unterlagen zurückkehren sahen oder weil sie eine Behandlung in der Schweiz bevorzugt hätten. Stellen Sie Ihr Vorhaben einfach vor, erklären Sie, weshalb Sie das Ausland in Betracht ziehen, zeigen Sie das Angebot und fragen Sie nach der Meinung zur empfohlenen Technik. Bieten Sie an, die Berichte und den Nachsorgeplan zu erhalten. Nach unserer Erfahrung ist die grosse Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte bereit, ihre Patientinnen und Patienten weiter zu betreuen, wenn sie vollständige Informationen haben. Rät Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt dringend zu einem Schweizer Zentrum, hören Sie sich die Argumente an: Sie sind manchmal ausschlaggebend.
Frühling und Herbst sind in Istanbul die angenehmsten Jahreszeiten für die Genesung. Auf Schweizer Seite denken Sie an Ihre beruflichen Termine, an die Schulferien, wenn Sie Kinder haben, und an die Festtage zum Jahresende, die in den ersten Monaten des Kostaufbaus eine heikle Zeit sind. Planen Sie den Eingriff nicht unmittelbar vor einem wichtigen Familienanlass: Ihre Ernährung wird noch sehr eingeschränkt und Ihre Müdigkeit spürbar sein.
Die moderne bariatrische Chirurgie verdankt einen grossen Teil ihrer Sicherheit nicht dem chirurgischen Eingriff selbst, sondern der Organisation, die ihn umgibt. Hier die Elemente, die in einer seriösen Einrichtung jeden Eingriff begleiten.
Vor jedem Eingriff überprüft das OP-Team laut die Identität des Patienten, den geplanten Eingriff, Allergien, das verfügbare Material, das Blutungsrisiko und die Antibiotika. Dieses Verfahren, angelehnt an die Checkliste der Weltgesundheitsorganisation, verringert Fehler und Komplikationen. In akkreditierten Spitälern ist es zum Standard geworden; Sie dürfen fragen, ob es angewendet wird.
Die Dosen der vorbeugenden Blutverdünnung müssen an das Körpergewicht angepasst werden, was in Einrichtungen, die wenig Erfahrung mit adipösen Patientinnen und Patienten haben, nicht immer der Fall ist. Die Dauer der Behandlung nach der Entlassung richtet sich nach dem individuellen Risiko und der Rückreise; sie reicht von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Pneumatische Kompressionsmanschetten während des Eingriffs und Gehen noch am selben Tag ergänzen diese Prophylaxe.
Schwere Frühkomplikationen wie eine Blutung oder eine Leckage zeigen sich oft zuerst durch unauffällige Zeichen: ein beschleunigter Puls, ein sinkender Blutdruck, Fieber, ungewohnte Schmerzen. Eine engmaschige Überwachung durch die Pflege mit festgelegten Alarmschwellen ermöglicht es, sie früh zu erkennen. Risikopatientinnen und -patienten, insbesondere mit schwerer Schlafapnoe oder einer Herzerkrankung, verbringen die erste Nacht auf einer Überwachungs- oder Intensivstation.
Eine Patientin oder ein Patient verlässt das Spital erst, wenn sie oder er genug trinkt, die Schmerzen mit Medikamenten zum Einnehmen unter Kontrolle sind, sie oder er geht, die Vitalwerte normal sind und die Laborwerte beruhigend ausfallen. Diese Kriterien, nicht eine im Voraus festgelegte Dauer, bestimmen den Tag der Entlassung. Seien Sie vorsichtig bei Pauschalen, die eine Entlassung zu einem festen Datum ankündigen, unabhängig vom Verlauf.
Der Operationsbericht ist das wichtigste Dokument, das Sie aus Istanbul mitbringen. Er beschreibt genau, was gemacht wurde, und ist für jede Ärztin und jeden Arzt unerlässlich, die bzw. der Sie später behandelt, im Notfall ebenso wie bei einer Revision, manchmal Jahrzehnte später. Ein vollständiger Bericht nennt die durchgeführte Technik, die Namen von Chirurg und Anästhesist, das Datum, den Zugangsweg, allfällige Befunde während des Eingriffs wie eine Hiatushernie oder Verwachsungen sowie zusätzliche Massnahmen. Bei einem Schlauchmagen gibt er in der Regel das Kaliber der verwendeten Sonde und den Abstand zum Magenpförtner an. Bei einem Bypass oder Mini-Bypass nennt er die Länge der Schlingen und die Art, wie die Zwischenräume verschlossen wurden. Er erwähnt auch die Dichtigkeitsprüfung, das allfällige Einlegen einer Drainage und eventuelle Zwischenfälle.
Verlangen Sie eine ins Französische übersetzte Fassung und das Original. Bewahren Sie beide bei Ihren wichtigen Dokumenten auf, erstellen Sie eine digitale Kopie und geben Sie sie Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt weiter. Wenn Sie die Ärztin, den Arzt oder den Kanton wechseln, denken Sie daran, sie mitzunehmen. Ein fehlender Operationsbericht gehört zu den häufigsten Schwierigkeiten, auf die Schweizer Teams stossen, wenn sie im Ausland operierte Patientinnen und Patienten betreuen.
Die Adipositasoperation bei Jugendlichen ist Sache spezialisierter pädiatrischer Teams, die die Familie eng einbeziehen; ein solches Vorhaben organisieren wir nicht ausserhalb der Schweiz. Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren ist der Eingriff möglich, verlangt aber besondere Aufmerksamkeit. Die Aussicht auf Nachsorge und Supplementierung über sechzig Jahre oder mehr muss gut verstanden sein. Die folgenden Jahre sind oft von grossen Veränderungen geprägt, etwa Ausbildung, Auszug aus dem Elternhaus, erste Stelle oder Partnerschaft, die die Regelmässigkeit der Nachsorge erschweren können. Verhütung und Schwangerschaftspläne müssen offen angesprochen werden. Techniken mit ausgeprägter Malabsorption werden in diesem Alter in der Regel vermieden. Eine eingehende psychologische Abklärung wird besonders empfohlen, und der Einbezug der Familie ist ein Vorteil, wenn die junge Erwachsene oder der junge Erwachsene dies wünscht.
Die Gewichtsabnahme verändert, wie man wahrgenommen wird und wie man sich selbst wahrnimmt. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben ein wiedergewonnenes Selbstvertrauen, Lust auszugehen, zu reisen, Sport zu treiben, die Stelle zu wechseln. Diese Veränderungen sind positiv, können aber langjährige Gleichgewichte durcheinanderbringen. Studien zeigen, dass Trennungen und neue Partnerschaften in den Jahren nach einer bariatrischen Operation häufiger sind, was je nach Situation die Schwächung von Beziehungen widerspiegelt, deren Gleichgewicht teilweise auf der Adipositas beruhte, oder die wiedergewonnene Fähigkeit, eine unbefriedigende Beziehung zu verlassen.
Das Intimleben entwickelt sich oft positiv: mehr Lust und Wohlbefinden, Wegfall gewisser Schmerzen, besseres Selbstbild. Überschüssige Haut kann allerdings ein neues Unbehagen schaffen. Bei Frauen erfordert die zurückkehrende Fruchtbarkeit eine zuverlässige Verhütung. Bei Männern ist eine hormonelle Verbesserung häufig. Mit der Partnerin oder dem Partner und bei Bedarf mit einer Fachperson über diese Veränderungen zu sprechen, hilft, sie gelassen zu erleben.
Im Berufsleben berichten Patientinnen und Patienten oft von weniger Diskriminierung, grösserer Ausdauer und weniger krankheitsbedingten Ausfällen. Manche nutzen die Gelegenheit, sich beruflich neu auf Tätigkeiten auszurichten, die ihnen körperlich unzugänglich geworden waren.
Ein Reiseziel oder eine Klinik wählen, bevor die eigene Berechtigung in der Schweiz geklärt ist. Mit einer im Voraus beschlossenen Technik anreisen und sich weigern, darüber zu sprechen. Ein Angebot annehmen, in dem der Name der Chirurgin oder des Chirurgen nicht erscheint. Die Voruntersuchungen vernachlässigen und auf Untersuchungen am Vortag der Operation setzen. Einen Rückflug zu kurz nach dem Eingriff buchen, um ein paar Hotelnächte zu sparen. Ohne vollständigen und übersetzten Operationsbericht heimkehren. Die Hausärztin oder den Hausarzt nicht informieren und dann mit einer Frage oder einem Symptom allein dastehen. Vitamine und Nachsorge absetzen, sobald man sich gut fühlt. Jede dieser Fallen ist vermeidbar; zusammen erklären sie den Grossteil der Verläufe, die schiefgehen.
Alle bariatrischen Eingriffe teilen eine Basis von Risiken, die mit der Narkose, der Bauchchirurgie und der Adipositas selbst zusammenhängen. Jeder fügt spezifische Risiken hinzu, die mit seiner Konstruktion zusammenhängen. Wer diese Risiken kennt, kann in Kenntnis der Sachlage entscheiden und bei einem Symptom rasch reagieren.
Die Vollnarkose bei einer Person mit schwerer Adipositas erfordert besondere Vorsichtsmassnahmen, weil die Intubation manchmal schwieriger, die Atemfunktion eingeschränkt und eine Schlafapnoe häufig ist. Venenthrombose und Lungenembolie gehören zu den schwersten Komplikationen der bariatrischen Chirurgie; ihnen wird mit vorbeugender Blutverdünnung, Kompressionsstrümpfen und frühem Aufstehen vorgebeugt, und der Rückflug erhöht das Risiko. Blutungen, Infektionen einer Einstichstelle, Atemwegskomplikationen wie eine Lungenentzündung und seltener Herzkomplikationen vervollständigen diese Basis. Die Gesamtsterblichkeit der modernen bariatrischen Chirurgie ist gering, je nach Technik und Studie in der Grössenordnung von einem bis drei Promille, also vergleichbar mit anderen geplanten Bauchoperationen.
| Technik | Spezifische Frührisiken | Spezifische Langzeitrisiken |
|---|---|---|
| Schlauchmagen (Sleeve) | Leckage an der Klammernahtreihe, Blutung, Verengung | Reflux, Ösophagitis, Wiederzunahme, mässige Mängel |
| Y-Magenbypass | Leckage an den Anastomosen, Blutung, Verengung der Anastomose | Innere Hernie, marginales Ulkus, Dumping, Unterzuckerungen, Mängel |
| Mini-Bypass | Leckage an der Anastomose, Blutung | Gallenreflux, Ulkus, Mängel und Mangelernährung bei langer Schlinge |
| SADI-S, Umgehungen | Leckage, Blutung, längere Operationsdauer | Schwere Mängel, Durchfälle, Eiweissmangelernährung |
| Magenband | Seltene Perforation, Infektion der Portkammer | Verrutschen, Wanderung, Erweiterung der Speiseröhre, häufige Entfernung |
| Magenballon | Starke Übelkeit und Erbrechen, Unverträglichkeit | Ulkus, seltene Wanderung, Wiederzunahme nach Entfernung |
| Endoskopische Gastroplastik | Schmerzen, Übelkeit, seltene Blutung | Lockerung der Nähte, nachlassende Wirksamkeit |
Unabhängig vom Eingriff dürfen gewisse Symptome nie warten, insbesondere in den sechs Wochen danach: hohes Fieber, schneller Puls in Ruhe, zunehmende Bauch- oder Brustschmerzen, Atemnot, Erbrechen, das das Trinken verhindert, Blut im Erbrochenen oder schwarzer Stuhl, Schmerzen oder Schwellung einer Wade. Nach einem Bypass oder Mini-Bypass müssen heftige Bauchschmerzen, selbst Jahre später, an eine innere Hernie denken lassen. Nach einer distalen Umgehung können starke Müdigkeit, Ödeme an den Beinen oder eine nicht endende Gewichtsabnahme auf eine Mangelernährung hinweisen. In der Schweiz erreichen Sie den Sanitätsnotruf unter 144. Legen Sie immer Ihren Operationsbericht vor.
Ein Eingriff im Ausland ist an sich nicht riskanter als in der Schweiz, wenn er von einem kompetenten Team in einer geeigneten Einrichtung durchgeführt wird. Das zusätzliche Risiko liegt in der Distanz: Eine späte Komplikation wird in der Schweiz von einem Team behandelt, das Sie nicht operiert hat, und die Kommunikation mit der Chirurgin oder dem Chirurgen in Istanbul läuft über den Austausch aus der Ferne. Dieses Risiko sinkt, wenn Sie die Aufenthaltsdauer einhalten, vollständige Berichte mitnehmen, Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt informieren und die Warnzeichen kennen. Es sinkt auch, wenn Sie eine Technik wählen, deren Nachsorge für Sie realistisch ist.
Die Nachsorge nach einer bariatrischen Operation ist keine Formalität. Sie ist Teil der Behandlung. Patientinnen und Patienten, die in Nachsorge bleiben, haben bessere Ergebnisse beim Gewicht, weniger Mängel und weniger Spätkomplikationen. Dennoch bricht ein erheblicher Teil nach zwei oder drei Jahren jede Nachsorge ab, oft weil sie sich gut fühlen. Nach einem Eingriff im Ausland ist dieses Risiko noch höher, da kein Zentrum Sie erinnert. Es liegt an Ihnen, diese Nachsorge gemeinsam mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt aufrechtzuerhalten.
| Nährstoff | Schlauchmagen (Sleeve) | Y-Magenbypass | Mini-Bypass, SADI-S | Mögliche Folgen |
|---|---|---|---|---|
| Eisen | Häufig bei Frauen | Sehr häufig | Sehr häufig | Blutarmut, Müdigkeit, Haarausfall |
| Vitamin B12 | Häufig | Sehr häufig | Häufig | Blutarmut, neurologische Störungen |
| Kalzium und Vitamin D | Häufig | Sehr häufig | Sehr häufig | Osteoporose, Knochenbrüche |
| Folsäure | Möglich | Häufig | Häufig | Blutarmut, Risiko für die Schwangerschaft |
| Vitamin B1 | Selten, bei Erbrechen | Selten, bei Erbrechen | Möglich | Schwere neurologische Störungen |
| Zink, Kupfer | Möglich | Häufig | Häufig | Haarausfall, neurologische Störungen |
| Vitamine A, E, K | Selten | Möglich | Häufig | Seh- und Gerinnungsstörungen |
| Eiweiss | Anfangs möglich | Möglich | Häufig bei langer Schlinge | Muskelschwund, Ödeme |
Diese Tabelle zeigt eine allgemeine Tendenz. Die tatsächliche Häufigkeit hängt von der Supplementierung, der Ernährung und der Regelmässigkeit der Nachsorge ab. Eisenmangel ist besonders häufig bei Frauen mit starker Menstruation; Kalzium- und Vitamin-D-Mangel betreffen alle und gefährden langfristig die Knochenfestigkeit.
Die Basissupplementierung kombiniert ein speziell für operierte Patientinnen und Patienten entwickeltes Multivitaminpräparat, Kalzium mit Vitamin D, Vitamin B12 und bei Bedarf Eisen. Sie ist nach einer Umgehung intensiver als nach einem Schlauchmagen und nach einer distalen Umgehung nochmals verstärkt, die hochdosierte fettlösliche Vitamine erfordern kann. Die Dosen werden anhand der Blutuntersuchungen angepasst. Produkte für die Allgemeinbevölkerung reichen oft nicht aus. Kalzium in Form von Citrat wird nach einer Umgehung oft bevorzugt, weil es ohne Magensäure besser aufgenommen wird.
Blutuntersuchungen erfolgen in der Regel nach drei, sechs und zwölf Monaten, im zweiten Jahr dann alle sechs Monate und danach jährlich. Sie umfassen Blutbild, Eisen und Ferritin, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, Kalzium, Parathormon, Albumin, Nieren- und Leberwerte sowie je nach Technik Zink, Kupfer und die fettlöslichen Vitamine. Nach einigen Jahren kann eine Knochendichtemessung angeboten werden, insbesondere bei Frauen nach der Menopause. Wir geben jeder Patientin und jedem Patienten eine schriftliche Liste dieser Analysen mit, die an die Hausärztin oder den Hausarzt weiterzuleiten ist.
Ein Phänomen ist heute gut dokumentiert: Bei einer Minderheit der Patientinnen und Patienten wird das Essen, das der Regulation von Gefühlen diente, nach der Operation durch ein anderes zwanghaftes Verhalten ersetzt, etwa Alkohol, Kaufen, Glücksspiel oder übermässigen Sport. Beim Alkohol ist dieses Risiko nach einem Bypass ausgeprägter, da er sehr schnell aufgenommen wird. Wer darum weiss, kann es bei sich selbst oder bei Angehörigen erkennen und früh mit einer Fachperson darüber sprechen.
Körperliche Aktivität spielt für die Geschwindigkeit der Gewichtsabnahme eine begrenzte Rolle, für ihre Qualität und Dauerhaftigkeit aber eine zentrale. Sie erhält die Muskelmasse, schützt die Knochen, verbessert Stimmung und Schlaf und senkt das Risiko einer Wiederzunahme. Die Empfehlungen sehen mindestens hundertfünfzig Minuten moderate Aktivität pro Woche vor, etwa zügiges Gehen, Velofahren oder Schwimmen, ergänzt durch zwei Krafttrainingseinheiten. Der Wiedereinstieg erfolgt schrittweise, mit Gehen ab den ersten Tagen.
Unabhängig von der Technik ähneln sich die Grundsätze der langfristigen Ernährung: strukturierte, kleine Mahlzeiten, Eiweiss zuerst, langsames Kauen, Trinken ausserhalb der Mahlzeiten, wenig schnelle Kohlenhydrate, gezuckerte Getränke und Alkohol, Vorsicht beim Naschen zwischendurch. Wer einen Bypass hat, muss zudem grössere Mengen schneller Kohlenhydrate meiden, die Dumping und Unterzuckerungen auslösen. Die einzelnen Phasen des Kostaufbaus nach einem Schlauchmagen sind auf unserer Seite zum Schlauchmagen beschrieben; nach einem Bypass verläuft er ähnlich, mit einigen Unterschieden.
Der Kostaufbau nach einer Umgehung folgt ähnlichen Schritten wie nach einem Schlauchmagen, von Flüssigkeiten bis zu normaler Konsistenz innerhalb von sechs bis acht Wochen. Einige Besonderheiten sollten Sie jedoch kennen.
Nach einem Bypass lösen Speisen und Getränke mit vielen schnellen Kohlenhydraten oft ein Dumping aus: Fruchtsäfte, Süssgetränke, Bonbons, Gebäck, Glace, manchmal aber auch Lebensmittel, bei denen man es nicht vermutet, etwa gewisse Fruchtjoghurts, Fertigsaucen oder Frühstücksflocken. Etiketten zu lesen wird zur Gewohnheit. Süssstoffe werden in der Regel besser vertragen, halten aber die Lust auf Süsses aufrecht, was langfristig nicht immer hilft.
Nach einer Umgehung kann eine Laktoseintoleranz auftreten oder sich verstärken, mit Blähungen und Durchfall nach Milch. Naturjoghurt, gereifte Käse und laktosefreie Milch werden oft besser vertragen und bleiben wertvolle Quellen für Eiweiss und Kalzium.
Nach einem Mini-Bypass oder einer distalen Umgehung können sehr fettreiche Mahlzeiten Fettstühle, Durchfall und übelriechende Blähungen verursachen, Zeichen einer Fettmalabsorption. Diese Beschwerden nehmen ab, wenn man Frittiertes, reichhaltige Saucen und Wurstwaren einschränkt. Sie erinnern nützlich daran, die verordneten fettlöslichen Vitamine einzunehmen.
Monate oder sogar Jahre nach einem Bypass verspüren manche Patientinnen und Patienten ein bis drei Stunden nach einer Mahlzeit ein Unwohlsein: Zittern, Schwitzen, plötzlicher Hunger, Konzentrationsschwierigkeiten, manchmal Bewusstlosigkeit. Es handelt sich um Unterzuckerungen infolge einer übermässigen Insulinausschüttung als Reaktion auf eine Mahlzeit mit vielen schnellen Kohlenhydraten. Vorbeugen lässt sich mit mehreren kleinen Mahlzeiten, reich an Eiweiss und Ballaststoffen und arm an schnellen Kohlenhydraten. Wiederholen sie sich, sollten sie von einer Endokrinologin oder einem Endokrinologen abgeklärt werden. Es ist ratsam, einen kleinen Snack dabeizuhaben und bei Symptomen nicht Auto zu fahren.
Vitamin B12 wird oft alle ein bis drei Monate gespritzt oder als sehr hoch dosierte Tablette gegeben, da seine normale Aufnahme nach einem Bypass wegfällt. Grosse Tabletten und Retardpräparate sollten der Ärztin oder dem Arzt gemeldet werden, die bzw. der andere Darreichungsformen vorschlagen kann.
Die ersten Wochen nach der Rückkehr verlaufen viel besser, wenn der Alltag im Voraus vorbereitet wurde. Einige einfache Vorkehrungen machen den Unterschied.
Legen Sie sich für die Küche kleine Behälter zum Einfrieren von Portionen bereit, einen Stabmixer oder Standmixer für die pürierte Phase, eine kleine Waage und Dessertteller, die helfen, die Portionen optisch anzupassen. Legen Sie einen Vorrat an Bouillon, Proteingetränken, Kompott ohne Zuckerzusatz, Naturjoghurt und Quark an. Räumen Sie Lebensmittel aus den Schränken, die Sie in müden Momenten in Versuchung führen könnten, oder bitten Sie Ihr Umfeld, sie ausser Sichtweite aufzubewahren.
Für Ihre Organisation: Halten Sie zu Hause, bei der Arbeit und im Auto stets eine Wasserflasche griffbereit, und stellen Sie auf Ihrem Telefon Erinnerungen ein, um zu trinken und Ihre Vitamine einzunehmen. Führen Sie in den ersten Wochen ein kleines Heft oder eine App, um Ihre Nahrungsaufnahme, Ihre Flüssigkeitszufuhr und Ihre Symptome festzuhalten; das ist bei den Konsultationen hilfreich. Notieren Sie die Termine der Blutuntersuchungen und Nachsorgekontrollen.
Erklären Sie Ihrem Umfeld die Regeln der ersten Wochen ganz einfach: Sie werden wenig und langsam essen, getrennt von den Getränken, und Sie brauchen Ruhe während der Mahlzeiten. Wenn Sie kleine Kinder haben, organisieren Sie Hilfe für die ersten zwei Wochen: Ein Kind zu tragen oder schwere Einkäufe zu schleppen ist während der Wundheilung nicht ratsam.
Zögern ist bei einem Entscheid dieser Tragweite normal und sogar wünschenswert: Es zeugt von ernsthaftem Nachdenken. Mehrere Schritte können Ihnen helfen, klarer zu sehen, ohne sich zu verpflichten. Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt und fragen Sie nach ihrer bzw. seiner Einschätzung Ihrer Situation, der medikamentösen Optionen und Ihrer Berechtigung in der Schweiz. Lassen Sie sich in einer Adipositas-Sprechstunde oder einem bariatrischen Zentrum in der Schweiz beraten, auch wenn Sie letztlich das Ausland in Betracht ziehen: Die Meinung eines interdisziplinären Teams ist wertvoll. Treffen Sie operierte Patientinnen und Patienten in einer Gesprächsgruppe oder einem Verein; ihre Erfahrungen, positive wie negative, vermitteln ein konkretes Bild, das weder Ärzte noch Websites ersetzen können. Lassen Sie Ihr Dossier von unserem Team prüfen: Die Einschätzung der Chirurgin oder des Chirurgen und das Angebot sind kostenlos und unverbindlich, und Sie können sich für Ihren Entscheid alle Zeit nehmen, die Sie brauchen.
Umgekehrt sollten gewisse Zweifel als Warnsignale verstanden werden. Wenn Sie sich von einer nahestehenden Person gedrängt fühlen, wenn Sie den Eingriff vor allem in Betracht ziehen, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, wenn Sie eine persönliche Krise durchleben oder wenn Ihnen die Vorstellung, Ihr Leben lang Vitamine einzunehmen und Blutuntersuchungen zu machen, unannehmbar erscheint, ist es wahrscheinlich besser zu warten. Adipositaschirurgie gelingt, wenn sie ein persönlicher, gereifter und bewusst getragener Entscheid ist.
Ein Verlust von dreissig, fünfzig oder manchmal achtzig Kilo verändert den Körper weit über die Zahl auf der Waage hinaus. Die über Jahre gedehnte Haut zieht sich nur teilweise zurück. Sie bildet Falten an Bauch, Armen, Oberschenkeln, Brüsten, Rücken, Gesäss und manchmal an Gesicht und Hals. Viele Patientinnen und Patienten erleben diese Phase als zweite Prüfung nach jener der Adipositas selbst.
Überschüssige Haut ist nicht nur eine Frage des Aussehens. Sie verursacht Reizungen, Hautaufweichungen und Pilzinfektionen in den Falten, erschwert die Hygiene, den Kleiderkauf und das Sporttreiben und kann die Wiederaufnahme körperlicher Aktivität bremsen, die für das Halten des Gewichts doch unerlässlich ist. Sie belastet auch das Selbstbild und das Intimleben. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass Patientinnen und Patienten, die eine körperformende Chirurgie erhalten, ihre Gewichtsabnahme besser halten, wobei sich Ursache und Wirkung nicht leicht unterscheiden lassen.
Eine körperformende Chirurgie kommt erst nach der Stabilisierung des Gewichts in Frage, also wenn sich das Gewicht seit mindestens sechs Monaten nicht mehr wesentlich verändert hat. In der Praxis entspricht dies meist einem Zeitraum von achtzehn bis vierundzwanzig Monaten nach der bariatrischen Operation. Wer zu früh operiert, riskiert ein Ergebnis, das sich bei weiterer Gewichtsabnahme verschlechtert, sowie Wundheilungsstörungen bei noch bestehendem Ernährungsdefizit. Vor jedem Eingriff muss ein Ernährungsstatus, insbesondere für Eiweiss, Eisen und Vitamine, im Normbereich liegen.
Die Bauchdeckenstraffung nach Gewichtsabnahme entfernt überschüssige Haut und überschüssiges Fett am Unterbauch und strafft die Muskeln der Bauchwand. Reicht die Erschlaffung bis zu Flanken, Rücken und Gesäss, wird eine zirkuläre Bauchdeckenstraffung oder ein Lower Body Lift nach massiver Gewichtsabnahme durchgeführt, das rund um die Taille verläuft. Die Oberarmstraffung nach einer Gewichtsabnahme behandelt die hängende Haut an der Unterseite der Arme, um den Preis einer Narbe entlang der Innenseite. Die Oberschenkelstraffung nach Stabilisierung des Gewichts korrigiert die Erschlaffung an der Innenseite der Oberschenkel. Die Bruststraffung nach starker Gewichtsabnahme, mit oder ohne Implantat, gibt einer erschlafften Brust wieder Halt. Beim Mann fällt die Korrektur einer erschlafften Brust in den Bereich der Gynäkomastie-Korrektur nach einer Gewichtsabnahme. Auch Gesicht und Hals können betroffen sein; unser Gesichtsleitfaden, Abschnitt Gesicht nach Gewichtsabnahme widmet dem Gesicht nach einer starken Gewichtsabnahme einen eigenen Abschnitt.
Es ist verlockend, alles auf einmal korrigieren zu wollen. Manche Kombinationen sind üblich, etwa die Bauchdeckenstraffung mit einer Bruststraffung oder die Oberarm- mit der Oberschenkelstraffung, und unser Leitfaden zur Körperchirurgie stellt sie ausführlich vor. Doch Operationsdauer, Menge des entfernten Gewebes und Komplikationsrisiko steigen mit jedem zusätzlichen Eingriff. Nach einer massiven Gewichtsabnahme planen Chirurginnen und Chirurgen oft zwei bis drei Eingriffe im Abstand von einigen Monaten und beginnen mit der störendsten Zone, häufig dem Bauch. Die häufigsten Komplikationen dieser Eingriffe sind Wundheilungsstörungen, Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut, sogenannte Serome, und Infektionen; sie treten bei Raucherinnen und Rauchern sowie bei weiterhin hohem BMI häufiger auf.
In der Schweiz werden gewisse körperformende Eingriffe nach massiver Gewichtsabnahme manchmal von der Grundversicherung übernommen, wenn medizinische Kriterien erfüllt sind, zum Beispiel bei einer Fettschürze, die wiederholt Hautschäden verursacht. Dafür muss bei der Krankenkasse vorgängig ein Kostengutsprachegesuch mit Fotos und ärztlichem Bericht eingereicht werden. Rein ästhetische Eingriffe, wie die meisten Oberarm- oder Bruststraffungen, gehen in der Regel zulasten der Patientin oder des Patienten. Gerade bei diesen nicht vergüteten Eingriffen ist der Preisunterschied zu Istanbul für unsere Patientinnen und Patienten am häufigsten ausschlaggebend.
Die Gewichtsabnahme entlastet die tragenden Gelenke, und viele Patientinnen und Patienten stellen fest, dass ihre Knie- oder Hüftschmerzen abnehmen. Ist ein Gelenk bereits stark abgenutzt, bleibt eine Prothese nötig. Orthopädinnen und Orthopäden operieren oft lieber nach der Gewichtsabnahme, da das Risiko von Prothesenkomplikationen geringer ist. Die Abfolge bariatrische Operation, Gewichtsstabilisierung und dann Einsetzen einer Hüftprothese oder Knieprothese ist daher häufig.
Frauen machen in Europa rund drei Viertel der operierten Patienten aus. Mehrere Lebensphasen der Frau stehen in Wechselwirkung mit der bariatrischen Chirurgie. Das polyzystische Ovarialsyndrom, das bei adipösen Frauen häufig ist, bessert sich mit der Gewichtsabnahme oft, mit der Rückkehr regelmässiger Zyklen und der Fruchtbarkeit. Die Verhütung muss vor dem Eingriff angepasst werden, da die Pille schlechter aufgenommen werden kann, insbesondere nach einer Umgehung, und eine Schwangerschaft während zwölf bis achtzehn Monaten vermieden werden muss. Bei einer späteren Schwangerschaft muss die Supplementierung verstärkt und die Betreuung zwischen Gynäkologin oder Gynäkologe und dem bariatrischen Nachsorgeteam abgestimmt werden. In den Wechseljahren wird die Überwachung der Knochendichte zur Priorität. Starke Monatsblutungen führen zudem häufiger zu Eisenmangel.
Männer kommen seltener und später in die Sprechstunde, oft mit höherem BMI und fortgeschritteneren Komplikationen: Diabetes, Schlafapnoe, Fettleber, Bluthochdruck. Ihr Fett liegt häufiger in der Bauchhöhle, was den Eingriff technisch anspruchsvoller machen und das Operationsrisiko leicht erhöhen kann. Bei gleicher Nachsorge unterscheiden sich ihre Ergebnisse nicht von jenen der Patientinnen. Die Gewichtsabnahme verbessert oft den Testosteronspiegel, die Fruchtbarkeit und die Erektionsfähigkeit, was für viele Männer ein wichtiger Gewinn ist, der in der Sprechstunde selten zur Sprache kommt.
Bei Diabetikerinnen und Diabetikern ist die bariatrische Chirurgie auch eine metabolische Chirurgie. Die Vorbereitung muss eine Anpassung der Behandlung vor der Operation, während der präoperativen Diät und unmittelbar danach umfassen, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Insulintherapien müssen oft schon in den ersten Tagen stark reduziert werden. Die Patientin oder der Patient muss den Blutzucker während des Aufenthalts in Istanbul und nach der Rückkehr überwachen können und über einen schriftlichen Plan der Diabetologin oder des Diabetologen verfügen. Langfristig bleibt selbst bei einer Remission eine jährliche Kontrolle des glykierten Hämoglobins, des Augenhintergrunds und der Nieren nötig, da bereits eingetretene Diabeteskomplikationen nicht verschwinden.
Nach einer Schlafapnoe muss bei allen Kandidatinnen und Kandidaten gesucht werden, da sie häufig und oft unerkannt ist. Liegt sie vor, wird in der Regel vor dem Eingriff ein nächtliches Beatmungsgerät angepasst und ab der ersten Nacht nach der Operation verwendet. Es muss unbedingt nach Istanbul mitgenommen werden. Nach der Gewichtsabnahme zeigt eine erneute Schlafuntersuchung, ob das Gerät abgesetzt werden kann.
Eine stabilisierte psychiatrische Erkrankung ist keine Kontraindikation. Sie erfordert jedoch eine Abstimmung mit der behandelnden Psychiaterin oder dem behandelnden Psychiater, insbesondere was die Aufnahme der Medikamente betrifft, die durch den Eingriff verändert werden kann, und für die Zeit der ersten Monate, die oft reich an emotionalen Umbrüchen ist. Manche Psychopharmaka fördern die Gewichtszunahme; ihre Anpassung kann manchmal besprochen werden.
Die Türkei ist in rund fünfzehn Jahren zu einem der wichtigsten Ziele weltweit für bariatrische Chirurgie geworden. Dieser Erfolg beruht auf soliden Gründen, aber auch auf aggressivem Marketing, das man zu entschlüsseln wissen muss.
Adipositas ist in der Türkei sehr häufig; das Land gehört zu den europäischen Ländern, in denen sie bei Erwachsenen am weitesten verbreitet ist. Türkische Chirurginnen und Chirurgen operieren daher neben internationalen Patientinnen und Patienten auch viele einheimische. Daraus ergeben sich in den grossen Spitälern Istanbuls sehr erfahrene Teams, die mehrere hundert Eingriffe pro Jahr über alle Techniken hinweg durchführen, einschliesslich komplexer Revisionen. Türkische Chirurginnen und Chirurgen sind in den internationalen Fachgesellschaften und an spezialisierten Kongressen vertreten.
Das türkische Gesundheitsministerium regelt die Betreuung ausländischer Patientinnen und Patienten über ein spezielles Bewilligungssystem für den Gesundheitstourismus, das an Einrichtungen und Vermittler vergeben wird, die festgelegte Kriterien erfüllen. Viele grosse Privatspitäler in Istanbul verfügen zudem über eine internationale Akkreditierung der Joint Commission International. Diese Instrumente garantieren nicht die Qualität jedes einzelnen Eingriffs, legen aber einen Grundstock an Anforderungen fest und erlauben es, strukturierte Einrichtungen von opportunistischen Anbietern zu unterscheiden.
Die Preisunterschiede zur Schweiz erklären sich durch das Lohnniveau, die Immobilien- und Nebenkosten sowie den Wechselkurs. Sie spiegeln keinen Unterschied in der Technik wider: Laparoskopie-Ausrüstung, Klammernahtgeräte und Protokolle sind dieselben wie in Schweizer Spitälern. Der Unterschied darf nicht vergessen lassen, dass manche Billiganbieter genau bei dem sparen, was man nicht sieht: Anwesenheit der Anästhesistin oder des Anästhesisten, Überwachung, Intensivstation, Aufenthaltsdauer, Nachsorge.
Sobald das Dossier vollständig ist, kann oft innerhalb weniger Wochen ein Datum festgelegt werden. Diese Schnelligkeit wird geschätzt, darf aber nicht dazu führen, die Vorbereitung zu vernachlässigen. Eine kurze Frist zwischen Entscheid und Eingriff ist nur dann ein Vorteil, wenn die Voruntersuchungen durchgeführt wurden und die Patientin oder der Patient Zeit zum Nachdenken hatte.
Die Sprache ist eine echte Hürde: Der Austausch mit der Chirurgin oder dem Chirurgen läuft über Englisch oder über eine Dolmetscherin bzw. einen Dolmetscher. Die Distanz erschwert die Nachsorge, insbesondere bei einer späten Komplikation. Das sehr grosse Angebot macht die Auswahl für Patientinnen und Patienten schwierig, und Online-Bewertungen, oft angefragt oder ausgewählt, sind wenig zuverlässig. Schliesslich gilt im Streitfall türkisches Recht. Diese Grenzen sind keine Gründe zu verzichten, rechtfertigen aber, über eine Organisation zu gehen, die das Terrain kennt und die Nachsorge übernimmt.
In der Adipositaschirurgie wählt man nicht nur eine Chirurgin oder einen Chirurgen, sondern ein Team und eine Einrichtung, die den gesamten Behandlungsweg einschliesslich der Komplikationen übernehmen können. Hier ein Bewertungsraster, das wir selbst anwenden.
Ein erfahrener bariatrischer Chirurg führt jedes Jahr eine grosse Zahl von Eingriffen in mehreren Techniken durch und beherrscht Revisionen. Die anerkannten Schweizer Zentren müssen Mindestfallzahlen einhalten; das ist ein guter Anhaltspunkt, um ein Team im Ausland zu beurteilen. Fragen Sie, wie viele Eingriffe der geplanten Technik die Chirurgin oder der Chirurg pro Jahr durchführt und wie viele Revisionen.
Ein vollständiges bariatrisches Team umfasst neben der Chirurgin oder dem Chirurgen einen Anästhesisten mit Erfahrung bei adipösen Patienten, eine Endokrinologin oder einen Internisten, eine Ernährungsberaterin, einen Psychologen und eine Gastroenterologin, die therapeutische Endoskopien durchführen kann. Diese letzte Kompetenz ist entscheidend: Viele Komplikationen wie Leckagen oder Verengungen werden heute endoskopisch behandelt.
Die Einrichtung muss über eine Intensivstation vor Ort, ein im Notfall verfügbares CT, eine Endoskopieabteilung, ein Labor, eine Blutbank und eine Ausrüstung für Patientinnen und Patienten mit hohem Gewicht verfügen: Operationstische, Betten, Stühle, Blutdruckmanschetten, CT. Diese Elemente scheinen selbstverständlich; sie sind es nicht in allen Kliniken, die bariatrische Chirurgie anbieten.
Ein seriöses Team arbeitet nach schriftlichen Protokollen: gewichtsangepasste Thromboseprophylaxe, beschleunigte Erholung nach der Operation, Kostaufbau, Entlassungskriterien, Komplikationsmanagement, Fernnachsorge. Es kennt seine eigenen Komplikationsraten und teilt sie mit. Es akzeptiert, dass die Patientin oder der Patient Fragen stellt und Unterlagen verlangt.
Fragen Sie, wie die Nachsorge nach Ihrer Rückkehr konkret abläuft: wem Sie schreiben, innerhalb welcher Frist Sie eine Antwort erhalten, in welcher Sprache, wie oft Kontrolltermine geplant sind und was im Fall einer Komplikation vorgesehen ist. Ein Team, das auf diese Fragen keine klare Antwort hat, wird Sie nach der Entlassung aus dem Spital nicht begleiten.
Medespoir verfügt über Kliniken in Istanbul und in Tunesien, in denen wir Patientinnen und Patienten aus der Schweiz für Eingriffe der Adipositaschirurgie, der Schönheitschirurgie, der Haartransplantation oder für Zahnbehandlungen empfangen. Unsere Aufgabe ist es, bei jedem Schritt die Verbindung zwischen Ihrem Leben in der Schweiz und Ihrer Behandlung im Ausland herzustellen.
Konkret begleitet eine persönliche Beraterin Ihr Dossier vom ersten Kontakt bis zur Nachsorge nach der Rückkehr. Die Chirurginnen und Chirurgen, die in unseren Einrichtungen operieren, werden auf unserer Seite zu den Partnerchirurgen des Medespoir-Netzwerks vorgestellt, und eine eigene Seite ist Professor Rami Ben Saleh, Chirurg des Netzwerks in Tunesien, gewidmet. Jedes Angebot nennt den Namen der Chirurgin oder des Chirurgen und der Einrichtung. Die Berichte erhalten Sie übersetzt, und auf Wunsch wird ein Nachsorgeplan an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt übermittelt. Wie unsere Patientinnen und Patienten und die Presse über unsere Tätigkeit sprechen, erfahren Sie auf unserer Seite Pressespiegel, darunter die Gastrektomie von Loana, und alle Eingriffe, die wir organisieren, auf unserer Seite Katalog der Eingriffe, von der Adipositas bis zum Gesicht.
Wir halten uns an einige feste Regeln. Wir planen keinen Eingriff ohne vollständige Voruntersuchungen. Wir lehnen verkürzte Aufenthalte ab. Wir operieren keine Patientinnen und Patienten, die zum Zeitpunkt des Eingriffs rauchen. Wir schlagen keine Operation vor, wenn uns die Indikation nicht gerechtfertigt erscheint, und verweisen Patientinnen und Patienten, für die die Schweiz besser geeignet ist, dorthin. Diese Regeln kosten uns manchmal Anfragen; sie sind die Voraussetzung für das Vertrauen, das uns unsere Patientinnen und Patienten schenken.
Eine körperliche Vorbereitung vor dem Eingriff, manchmal Prähabilitation genannt, verbessert die Erholung. Sie beruht auf drei einfachen Säulen. Zuerst die Bewegung: Tägliches Gehen, und sei es nur zwanzig Minuten, steigert die Atem- und Herzleistung und bereitet auf das frühe Aufstehen nach der Operation vor. Dann die Atmung: Tiefe Atemübungen, eventuell mit einem kleinen Atemtrainer, den eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut verordnet, senken das Risiko von Lungenkomplikationen. Schliesslich die Ernährung: Mängel ausgleichen, den Eiweissanteil erhöhen und gezuckerte Getränke schon vor der präoperativen Diät reduzieren erleichtert den Übergang. In der Schweiz kann Sie auf ärztliche Verordnung eine Physiotherapeutin oder ein Programm für angepasste Bewegung begleiten.
Wer seinen Eingriff selbst finanziert, stellt sich zu Recht die Frage nach den Kosten. Wir geben unsere Preise prozentual im Vergleich zu einer gleichwertigen Behandlung in einer Schweizer Privatklinik an, da der genaue Betrag von der Technik, Ihrem Dossier und den gewählten Leistungen abhängt. Die allgemeine Regel lautet: Eine Pauschale in Istanbul kostet rund 50 % weniger, eine Pauschale in Tunesien rund 30 % weniger. Die Einzelheiten unserer Konditionen finden Sie auf unserer Seite Preise der Adipositasoperationen in Istanbul.
| Eingriff | Durchschnittliche Differenz in Istanbul | Durchschnittliche Differenz in Tunesien | Wichtigste Einflussfaktoren |
|---|---|---|---|
| Magenballon | Rund 50 % weniger | Rund 30 % weniger | Ballonmodell, inbegriffene Ernährungsbegleitung |
| Schlauchmagen (Sleeve) | Rund 50 % weniger | Rund 30 % weniger | Hiatushernie, Verstärkung der Klammernahtreihe, BMI |
| Y-Magenbypass | Rund 50 % weniger | Rund 30 % weniger | Anzahl Nächte, BMI, Verwachsungen |
| Mini-Bypass | Rund 50 % weniger | Rund 30 % weniger | Anzahl Nächte, BMI |
| SADI-S | Rund 50 % weniger | Auf Anfrage | Komplexität, Aufenthaltsdauer |
| Revisionsoperation | Rund 50 % weniger | Rund 30 % weniger | Art der Revision, Bandentfernung, Dauer |
In absoluten Zahlen ist der Unterschied in Franken umso grösser, je aufwendiger der Eingriff ist. Ein Preisunterschied darf aber nie isoliert beurteilt werden: Er muss dem gegenübergestellt werden, was inbegriffen ist und was Sie die Schweiz kosten würde, wenn die Grundversicherung einspringen könnte.
Eine vollständige Pauschale umfasst die präoperativen Konsultationen vor Ort, die im Spital durchgeführten Untersuchungen, die Honorare von Chirurg und Anästhesist, das Operationsmaterial, die Spitalnächte, die Medikamente während des Spitalaufenthalts, das Hotel, die Transfers, die Dolmetscherdienste und die Fernnachsorge. Sie hält klar fest, was nicht inbegriffen ist: Flug, Mahlzeiten ausserhalb des Spitals, Medikamente und Nahrungsergänzungen nach der Rückkehr, eine allfällige Verlängerung und Kosten im Zusammenhang mit einer Komplikation. Seien Sie vorsichtig bei einer Pauschale, deren Leistungen vage bleiben.
Über die Pauschale hinaus sollten Sie mehrere Kosten in Ihr Budget einrechnen: die in der Schweiz durchgeführten Voruntersuchungen, falls sie nicht übernommen werden; Flug und Kosten der Begleitperson; den Arbeitsausfall, falls Ihre Erwerbsausfallversicherung ihn nicht entschädigt; die Proteingetränke der ersten Wochen; die Vitaminpräparate, lebenslang; die Ernährungs- und psychologische Begleitung in der Schweiz, die teilweise vergütet wird; und später eine allfällige körperformende Chirurgie. Auch eine Versicherung, die Komplikationen eines Eingriffs im Ausland abdeckt, kann in Betracht gezogen werden.
Für eine Patientin oder einen Patienten mit Anspruch auf Kostenübernahme in der Schweiz beschränken sich die direkten Kosten des Eingriffs in der Schweiz auf Franchise und Selbstbehalt, also je nach Franchise einige hundert bis etwas über dreitausend Franken. In diesem Fall bleibt selbst eine Pauschale in Istanbul, die rund 50 % günstiger ist als in einer Privatklinik, deutlich teurer. Für Personen ohne Anspruch, die ihren Eingriff in der Schweiz vollständig selbst bezahlen müssten, kommt der Unterschied dagegen voll zum Tragen. Deshalb prüfen wir Ihre Situation systematisch, bevor wir Ihnen ein Angebot unterbreiten.
Ob Sie in Genf, Nyon, Lausanne, Vevey, Sitten, Freiburg, Neuenburg, Biel, Delémont, Bern oder Zürich wohnen: Senden Sie uns Ihren Fragebogen und Ihre Laborwerte. Die Chirurgin oder der Chirurg prüft die Indikation, vergleicht für Sie je nach Profil Schlauchmagen, Bypass, Mini-Bypass oder Ballon und lässt Ihnen ein detailliertes Angebot zukommen, rund 50 % unter dem Tarif einer Schweizer Privatklinik. Fällt Ihre Situation in den Bereich der Grundversicherung in der Schweiz, sagen wir Ihnen das offen.
Bei der Adipositaschirurgie hängt die Wahl des Reiseziels von Ihrer Berechtigung in der Schweiz, der geplanten Technik, davon, wie wohl Sie sich mit einer Betreuung in einer Fremdsprache fühlen, und von der Komplexität Ihrer Situation ab.
| Kriterium | Anerkanntes Zentrum in der Schweiz | Istanbul | Tunesien |
|---|---|---|---|
| Kostenübernahme durch die Grundversicherung | Ja, wenn die Kriterien erfüllt sind | Nein | Nein |
| Kosten für Selbstzahler | Referenz | Rund 50 % weniger | Rund 30 % weniger |
| Angewandte Indikationskriterien | Schweizer Kriterien | Internationale Empfehlungen | Internationale Empfehlungen |
| Sprache mit dem Chirurgen | Landessprache | Englisch oder Dolmetscher | Français |
| Spektrum der Techniken und komplexe Revisionen | Breit in den Referenzzentren | Sehr breit in den grossen Spitälern | Gängige Techniken und Revisionen |
| Integrierte interdisziplinäre Nachsorge | Ja, über mehrere Jahre | Aus der Ferne, mit Weiterbetreuung in der Schweiz | Aus der Ferne, mit Weiterbetreuung in der Schweiz |
| Wartezeit | Mehrere Monate Vorlauf | Wenige Wochen nach der Abklärung | Wenige Wochen nach der Abklärung |
| Flug ab Genf | — | Rund 3 Stunden | Rund 2 Stunden |
Unsere Patientinnen und Patienten wählen Istanbul vor allem wegen der Erfahrung der grossen Teams, besonders bei Revisionen, und Tunesien wegen der kürzeren Reise. Für einen einfachen Ersteingriff bei einer Person mit Anspruch in der Schweiz bleibt die Schweiz in der Regel die logischste Lösung. Wir können für jedes unserer Reiseziele ein Angebot erstellen, damit Sie anhand konkreter Unterlagen vergleichen können.
Die folgenden Situationen sind zusammengesetzte Porträts, die auf häufigen Anfragen beruhen. Sie beschreiben keine realen Personen. Sie zeigen, wie ein und dasselbe Vorhaben, sich im Ausland operieren zu lassen, je nach Profil zu sehr unterschiedlichen Entscheiden führt.
Sein Diabetes wurde zwei Jahre zuvor entdeckt, und seine Tabletten reichen nicht mehr aus. Er erfüllt das Schweizer BMI-Kriterium für eine Kostenübernahme der Operation nicht. Sein Arzt schlug ihm eine Behandlung vom Typ GLP-1 vor, die er wegen starker Übelkeit abbrechen musste. Der Chirurg in Istanbul hält gemäss den internationalen Empfehlungen eine metabolische Operation für gerechtfertigt und schlägt einen Schlauchmagen vor, da kein Reflux vorliegt und der Diabetes frisch ist. Er lässt seine Voruntersuchungen in Freiburg durchführen, fliegt ab Genf und bleibt sieben Tage. Ein Jahr später ist sein Langzeitblutzuckerwert ohne Behandlung normal; sein Arzt führt eine jährliche Kontrolle weiter.
Sie wünschte einen Schlauchmagen, den ihr eine Kollegin empfohlen hatte. Ihre Magenspiegelung zeigt eine Ösophagitis und eine Hiatushernie. Der Chirurg empfiehlt ihr einen Y-Bypass, der ihren Reflux behandeln wird. Sie hat in der Schweiz Anspruch auf Kostenübernahme, doch der Weg über ein Zentrum erscheint ihr lang; wir erklären ihr, was sie in der Schweiz bezahlen würde und was Istanbul kosten würde. Sie entscheidet sich schliesslich, in der Schweiz zu bleiben. Wir halten dies für einen guten Entscheid, in Kenntnis der Sachlage getroffen.
Sein Gewicht schränkt seine berufliche Tätigkeit ein, und seine Apnoe ist schwer. Sein Operationsrisiko ist hoch. Der Chirurg empfiehlt ein zweistufiges Vorgehen: eine medikamentöse Behandlung und eine mehrmonatige Vorbereitung, um Gewicht und Lebervolumen zu senken, danach einen Schlauchmagen, mit der Möglichkeit eines zweiten Eingriffs, falls die Gewichtsabnahme ungenügend bleibt. Er wird in Istanbul operiert, nach einer eingehenden Herz- und Lungenabklärung in Genf, mit einem Aufenthalt von zehn Tagen. Sein Gerät gegen die Apnoe begleitet ihn während des ganzen Aufenthalts.
Sie hat einen Grossteil des verlorenen Gewichts wieder zugenommen und leidet täglich unter Sodbrennen. Ihre Abklärung zeigt eine Erweiterung des Magens und eine Ösophagitis. Vor jeder Revision schlägt ihr das Team eine verstärkte Ernährungsbegleitung vor; diese deckt ein Naschverhalten auf, das seit einer Phase beruflichen Stresses besteht und mit einer Psychologin in Delémont angegangen wird. Sechs Monate später wird die Revision in Istanbul als Umwandlung in einen Y-Bypass durchgeführt, mit einem Aufenthalt von neun Tagen. Ihr Reflux verschwindet, und die Gewichtsabnahme setzt wieder ein.
Die biologischen Mechanismen, mit denen der Körper sein Gewicht verteidigt, erklären das häufige Scheitern von Diäten auf lange Sicht, unabhängig von der Motivation. Die Operation wirkt auf diese Mechanismen und erfordert danach ein grosses und dauerhaftes Engagement.
Nein. Der Bypass bleibt in mehreren Situationen die Referenztechnik, insbesondere bei Reflux und langjährigem Diabetes, und er ist nach einem Schlauchmagen die häufigste Umwandlungsoption.
Sie haben die Optionen erweitert und eignen sich für manche Patientinnen und Patienten besser. Bei schwerer Adipositas bleibt die Chirurgie im Durchschnitt wirksamer und erfordert keine lebenslangen Injektionen. Beide Ansätze ergänzen sich immer mehr.
Eine stärkere Technik bringt auch mehr Mängel mit sich und erfordert eine konsequentere Nachsorge. Die beste Technik ist jene, die einen ausreichenden Nutzen bringt, mit Einschränkungen, die Sie Ihr ganzes Leben lang einhalten können.
Das ist eine der gefährlichsten Vorstellungen. Mängeln, Spätkomplikationen und Gewichtszunahme wird durch die Nachsorge vorgebeugt und sie werden durch sie erkannt; sie muss ein Leben lang dauern.
Für manche Anbieter trifft das leider zu. Es ist aber kein Schicksal: Ein organisierter Behandlungsweg mit Übergabe in der Schweiz und geplanter Fernnachsorge vermeidet diese Klippe.
Sport strafft die Muskeln und verbessert das Gesamtbild, lässt aber einen grossen Hautüberschuss nach massiver Gewichtsabnahme nicht verschwinden; dieser ist Sache der körperformenden Chirurgie.
Warum in meinem Fall diese Technik und keine andere? Wie sind Ihre Ergebnisse und Komplikationsraten bei dieser Technik? Wie viele Revisionen führen Sie durch? Wie berücksichtigen Sie meinen Reflux, meinen Diabetes oder meine Medikamente? Welche Gewichtsabnahme kann ich vernünftigerweise erwarten, und in welcher Zeit? Welche lebenslange Supplementierung empfehlen Sie mir?
Verfügen Sie vor Ort über eine Intensivstation und eine Endoskopieabteilung? Wie lautet Ihr Protokoll zur Thromboseprophylaxe? Wer betreut mich nach der Entlassung aus dem Spital? Was geschieht, wenn während meines Aufenthalts oder nach meiner Rückkehr eine Komplikation auftritt?
Habe ich geprüft, ob die Schweiz meinen Eingriff übernehmen könnte? Ist meine Hausärztin oder mein Hausarzt informiert und bereit, mich zu betreuen? Bin ich bereit, mein Leben lang Vitamine einzunehmen und Blutuntersuchungen zu machen? Habe ich eine Ernährungsberaterin oder einen Ernährungsberater und bei Bedarf eine Psychologin oder einen Psychologen in meiner Nähe gefunden? Ist der Zeitpunkt in meinem privaten und beruflichen Leben der richtige?
Die Mehrheit unserer Patientinnen und Patienten stammt aus der Westschweiz. Genferinnen und Genfer profitieren von der Nähe zum Flughafen und von einem dichten medizinischen Angebot für die Nachsorge; unsere Seite für Patientinnen und Patienten aus Genf, die eine Adipositasoperation vorbereiten stellt unsere Begleitung vor Ort vor. Waadtländerinnen und Waadtländer erreichen Genf ab Lausanne mit dem Zug in weniger als einer Stunde; nützliche Informationen finden sie auf unserer Seite für Patientinnen und Patienten aus Lausanne, die einen Schlauchmagen oder Bypass in Betracht ziehen. Walliserinnen und Walliser planen eine längere Anreise und eine Begleitperson für die Rückkehr ein. Patientinnen und Patienten aus Neuenburg, dem Jura und dem Berner Jura fliegen oft ab Basel-Mulhouse, jene aus Freiburg und Bern ab Genf oder Zürich. Wo immer Sie wohnen, der Schlüssel ist derselbe: vor der Abreise die Fachpersonen bestimmen, die Sie in Ihrer Nähe betreuen werden.
Zum Abschluss dieses Leitfadens eine einfache Möglichkeit, Ihre Überlegungen zu ordnen. Erste Frage: Rechtfertigt meine Adipositas angesichts meines BMI, meiner Komplikationen und der bereits versuchten Behandlungen eine Operation? Ist die Antwort unsicher, beginnen Sie mit einer ärztlichen Beurteilung und ziehen Sie Medikamente in Betracht. Zweite Frage: Habe ich Anspruch auf eine Kostenübernahme in der Schweiz, und erhalte ich dort unter annehmbaren Bedingungen Zugang? Wenn ja, ist die Schweiz wahrscheinlich die beste Option. Dritte Frage: Welche Technik passt zu meinem Profil, unter Berücksichtigung von Reflux, Diabetes, Medikamenten, Plänen und meiner Fähigkeit zur Nachsorge? Vierte Frage: Erfüllt das vorgesehene Team im Ausland die in diesem Leitfaden beschriebenen Sicherheitskriterien, und sieht der Ablauf eine Übergabe in der Schweiz vor? Fünfte Frage: Bin ich persönlich bereit, mich auf eine lebenslange Nachsorge einzulassen? Wenn Sie diese fünf Fragen klar beantworten können, sind Sie in der Lage, einen fundierten Entscheid zu treffen.
| Phase | Zu prüfende Punkte |
|---|---|
| Überlegung | Meinung der Hausärztin oder des Hausarztes, Berechtigung in der Schweiz geprüft, medikamentöse Optionen besprochen, Weg der Gewichtsabnahme dokumentiert. |
| Wahl der Technik | Reflux per Magenspiegelung abgeklärt, Diabetes und Medikamente berücksichtigt, Kinderwunsch angesprochen, realistische Möglichkeit zur Nachsorge. |
| Wahl des Teams | Name der Chirurgin oder des Chirurgen, Erfahrung mit der Technik und mit Revisionen, Intensivstation und Endoskopie vor Ort, schriftliche Protokolle. |
| Angebot | Detaillierte Leistungen und Ausschlüsse, angemessene Aufenthaltsdauer, schriftliche Annullierungs- und Komplikationsbedingungen. |
| Vorbereitung | Vollständige Abklärung in der Schweiz, Rauchstopp, Mängel ausgeglichen, präoperative Diät, Behandlungen schriftlich angepasst. |
| Aufenthalt | Übersetzte Einverständniserklärung, frühes Aufstehen, Blutverdünnung, Entlassungskriterien eingehalten, Kontrolle vor der Abreise. |
| Rückreise | Übersetzte Berichte, Rezepte, Ernährungsprogramm, Konsultation bei der Hausärztin oder beim Hausarzt innerhalb von zehn Tagen. |
| Erstes Jahr | Geplante Blutuntersuchungen, Ernährungsbegleitung, schrittweise körperliche Aktivität, Verhütung, regelmässiger Kontakt mit dem Team. |
| Langfristig | Tägliche Vitamine, jährliche Kontrolle, Kontroll-Magenspiegelung je nach Technik, Wachsamkeit bei Alkohol, Naschen und Stimmung. |
Diese Checkliste kann ausgedruckt und mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt geteilt werden. Sie fasst die Schritte zusammen, die nach unserer Erfahrung gelungene von komplizierten Verläufen unterscheiden. Keiner ist überflüssig, und die meisten hängen mehr von Ihrer Organisation ab als vom Ort des Eingriffs. Wenn Sie sie im ersten Jahr regelmässig durchgehen, stellen Sie sicher, dass nichts Wesentliches vergessen wurde, besonders in dem Moment, in dem die Begeisterung der ersten Monate der Routine weicht, oft die Phase, in der die Nachsorge nachzulassen beginnt.
Bereitet Ihnen einer dieser Punkte Schwierigkeiten, etwa weil Sie keine Hausärztin oder keinen Hausarzt haben, nicht mit dem Rauchen aufhören können oder anhaltend an der Technik zweifeln, sprechen Sie mit Ihrer persönlichen Beraterin, bevor Sie ein Datum festlegen. Es ist immer besser, ein Vorhaben um einige Monate zu verschieben, als mit einer ungelösten Frage abzureisen.
Anastomose: chirurgische Verbindung zwischen zwei Abschnitten des Verdauungstrakts, zum Beispiel zwischen Magenpouch und Darm bei einem Bypass.
Alimentäre Schlinge: Dünndarmabschnitt, durch den die Nahrung nach einem Bypass gelangt, bevor sie auf die Verdauungssäfte trifft.
Biliopankreatische Schlinge: Darmabschnitt, der nach einem Bypass Galle und Bauchspeicheldrüsensäfte bis zur Verbindungsstelle mit der alimentären Schlinge transportiert.
Gemeinsamer Kanal: Darmabschnitt, in dem Nahrung und Verdauungssäfte gemeinsam fliessen; je kürzer er ist, desto ausgeprägter die Malabsorption.
Bariatrische Chirurgie: Gesamtheit der chirurgischen Eingriffe zur Behandlung der Adipositas, vom griechischen baros, das Gewicht.
Metabolische Chirurgie: Bezeichnung, die die Wirkung dieser Eingriffe auf Diabetes und Stoffwechsel über die Gewichtsabnahme hinaus betont.
Umwandlung: Umbau eines bariatrischen Eingriffs in einen anderen, zum Beispiel eines Schlauchmagens in einen Bypass.
DiaRem: Score, der die Chancen auf eine Remission eines Typ-2-Diabetes nach einer Operation anhand von Alter, glykiertem Hämoglobin und Behandlungen schätzt.
Edmonton-Skala: Einteilung des Schweregrads der Adipositas nach ihren medizinischen, funktionellen und psychischen Auswirkungen und nicht allein nach dem BMI.
Glykiertes Hämoglobin: Blutwert, der den durchschnittlichen Blutzucker der letzten drei Monate widerspiegelt und zur Verlaufskontrolle des Diabetes dient.
Innere Hernie: Durchtritt einer Darmschlinge in einen durch die Bypass-Konstruktion entstandenen Zwischenraum, der einen Darmverschluss verursachen kann.
Leptin: vom Fettgewebe produziertes Hormon, das das Gehirn über den Stand der Energiereserven informiert.
Malabsorption: verminderte Aufnahme bestimmter Nährstoffe durch den Darm, bei Umgehungen teilweise beabsichtigt und Ursache von Mängeln.
Mini-Bypass: Bypass mit nur einer Anastomose, auch Omega-Bypass oder OAGB genannt.
Übergewichtsverlust (Excess Weight Loss): Prozentsatz des Übergewichts oberhalb eines BMI von 25, der verloren wurde; in Studien oft verwendeter Indikator, zu unterscheiden vom prozentualen Verlust des Gesamtgewichts.
Prähabilitation: körperliche, Atem- und Ernährungsvorbereitung vor einem Eingriff zur Verbesserung der Erholung.
Revision: erneuter Eingriff nach einer ersten bariatrischen Operation, wegen einer Komplikation oder eines ungenügenden Ergebnisses.
RYGB: englische Abkürzung für den Roux-en-Y-Magenbypass, Roux-en-Y gastric bypass.
SADI-S: Eingriff, der einen Schlauchmagen mit einer duodeno-ilealen Umgehung mit nur einer Anastomose kombiniert.
Marginales Ulkus: Geschwür, das sich nach einem Bypass an der Anastomose zwischen Magenpouch und Darm bildet.
Adipositas ist eine chronische Krankheit, bei der das Gewicht durch biologische Mechanismen verteidigt wird, was das häufige Scheitern von Diäten auf lange Sicht erklärt. Die bariatrische Chirurgie ist die wirksamste Behandlung schwerer Adipositas, mit nachgewiesenem Nutzen bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit. Es gibt mehrere Techniken: Schlauchmagen und Y-Bypass werden am häufigsten durchgeführt, Mini-Bypass und distale Umgehungen sind wirksamer, um den Preis von mehr Mängeln, das Magenband wird kaum noch angeboten, und endoskopische Verfahren sowie Medikamente eignen sich vor allem für weniger schwere Formen der Adipositas. Die Wahl der Technik hängt vor allem von Reflux, Diabetes, BMI, Medikamenten und der Fähigkeit zur Nachsorge ab. In der Schweiz kann die Grundversicherung den Eingriff unter Bedingungen übernehmen, was sie für berechtigte Patientinnen und Patienten oft zur besten Option macht. Für alle anderen bietet Istanbul erfahrene Teams zu Kosten, die rund 50 % unter jenen einer Schweizer Privatklinik liegen, und Tunesien rund 30 % darunter, vorausgesetzt, man wählt ein seriöses Team und organisiert eine Übergabe in der Schweiz. Nachsorge und Supplementierung sind lebenslang.
Um eine Technik zu vertiefen, lesen Sie unsere Seiten zur Sleeve-Gastrektomie, zum Magenbypass und zum Magenband. Werdende Mütter finden präzise Anhaltspunkte auf unserer Seite zur Schwangerschaft nach einem Schlauchmagen. Unsere Seite zur Adipositas vereint alle unsere Eingriffe. Um erschlaffte Haut nach der Gewichtsstabilisierung zu korrigieren, lesen Sie unseren Leitfaden zur Körperformung in der Türkei. Für die Organisation siehe unsere Seiten zum Aufenthalt in Istanbul, zu unseren Kliniken und zu unseren Preisen. Und schliesslich fasst unser allgemeiner Leitfaden zur Chirurgie in der Türkei für Schweizerinnen und Schweizer die Informationen zusammen, die für alle Eingriffe gelten.
Dieser Leitfaden stützt sich auf die Empfehlungen der internationalen Fachgesellschaften für Adipositaschirurgie, insbesondere jene von 2022, auf die grossen Langzeitstudien zu operierten Patientinnen und Patienten, auf die Schweizer Regelung der Kostenübernahme und auf die Erfahrung in der Begleitung von Patientinnen und Patienten aus der Schweiz. Die Prozentangaben zu Gewichtsabnahme, Komplikationen und Remission sind Grössenordnungen aus der medizinischen Literatur, die je nach Studie und Team variieren. Die Bedingungen zu Versicherung, Vergütung und Formalitäten ändern sich: Prüfen Sie sie bei Ihrer Krankenkasse, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und den zuständigen Behörden. Dieser Leitfaden ersetzt keine ärztliche Konsultation. Er wird regelmässig überarbeitet; das Datum der Aktualisierung steht oben auf der Seite.
Seit 2009 begleiten wir in der Schweiz lebende Patientinnen und Patienten zu Teams, die wir kennen, und in Einrichtungen, die wir kontrollieren. Wir geben Ihnen eine offene Einschätzung zur Zweckmässigkeit des Eingriffs, zur Technik und zum Reiseziel, auch wenn diese Einschätzung Sie in die Schweiz verweist. Wir organisieren einen vollständigen Behandlungsweg, von der Liste der Untersuchungen in Ihrer Nähe bis zur Nachsorge nach der Rückkehr, mit einer einzigen persönlichen Ansprechpartnerin. Und wir bleiben langfristig für Sie da, denn die Adipositaschirurgie misst sich an Jahren, nicht an der Woche des Aufenthalts.
Nach Themen geordnet greifen diese Antworten die Fragen auf, die uns in der Schweiz lebende Menschen, die Techniken und Reiseziele vergleichen, am häufigsten stellen. Sie helfen Ihnen bei Ihren Überlegungen, ohne die Einschätzung einer Ärztin oder eines Arztes zu ersetzen, die bzw. der Ihr Dossier kennt.
Ist Adipositas in der Schweiz als Krankheit anerkannt? Ja. Die WHO und die Schweizer Fachgesellschaften zählen sie zu den chronischen Krankheiten, und ihre medizinische und chirurgische Behandlung ist in den Bestimmungen der Grundversicherung geregelt.
Was ist der Unterschied zwischen bariatrischer und metabolischer Chirurgie? Es handelt sich um dieselben Eingriffe. Der Begriff «metabolisch» betont ihre Wirkung auf Diabetes, Blutfette und Blutdruck, über den reinen Gewichtsverlust hinaus.
Weshalb nimmt mein Körper nach einer Diät immer wieder zu? Weil das Gehirn ein Referenzgewicht verteidigt: Nach einer Einschränkung nehmen der Hunger zu und das Sättigungsgefühl ab, und der Energieverbrauch sinkt dauerhaft. Das ist ein biologischer Mechanismus, kein Mangel an Willenskraft.
Spielt die Genetik bei Adipositas eine Rolle? Eine wichtige Rolle. Sie erklärt einen grossen Teil der Gewichtsunterschiede zwischen Menschen, über zahlreiche Gene, die den Appetit und die Reaktion auf Nahrung beeinflussen, ohne jedoch alles zu bestimmen.
Können bestimmte Medikamente zu Gewichtszunahme führen? Ja, insbesondere bestimmte Antidepressiva, Antipsychotika, Antiepileptika, Kortison als Langzeittherapie und Insulin. Eine Überprüfung dieser Behandlungen mit dem Arzt gehört zur Abklärung einer Adipositas.
Was ist die Edmonton-Skala? Eine Klassifikation, die den Schweregrad der Adipositas nach ihren medizinischen, funktionellen und psychischen Folgen beurteilt. Sie ergänzt den BMI, der nichts über Komplikationen aussagt.
Ist der Taillenumfang wichtiger als der BMI? Er liefert eine wertvolle Zusatzinformation, da Bauchfett am stärksten mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängt. Die Ärzte verwenden beide Werte.
Sollte man vor einer Operation einen Spezialisten aufsuchen? Das wird empfohlen. Eine Endokrinologin, eine Adipositas-Sprechstunde oder ein bariatrisches Zentrum können die Ursachen, die Komplikationen und alle chirurgischen und nicht chirurgischen Optionen klären.
Ist die Chirurgie das letzte Mittel? Sie gilt nicht mehr als solches. Bei schwerer Adipositas ist sie oft die wirksamste Behandlung, und zu langes Warten verringert gewisse Chancen, etwa jene auf eine Remission des Diabetes.
Wie viele Menschen werden weltweit jedes Jahr operiert? Weltweit werden jedes Jahr mehrere hunderttausend bariatrische Eingriffe durchgeführt, was sie zu einer der häufigsten Operationen am Verdauungstrakt macht.
Erhöht Adipositas das Krebsrisiko? Ja, für mehrere Krebsarten, darunter Gebärmutterschleimhaut-, Darm-, Nieren-, Speiseröhren- und Brustkrebs nach der Menopause. Der Gewichtsverlust nach einer Operation scheint dieses Risiko zu senken.
Rechtfertigt eine mässige Adipositas eine Behandlung? Ja, vor allem wenn sie mit Komplikationen einhergeht. Die Optionen sind dann eher die Begleitung des Lebensstils, Medikamente und manchmal endoskopische Verfahren.
Welche bariatrische Technik ist die wirksamste? Distale Umleitungen wie der SADI-S bewirken den grössten Gewichtsverlust, gefolgt vom Mini-Bypass, dem Roux-en-Y-Bypass und dem Schlauchmagen. Die wirksamste Technik ist aber nicht unbedingt die geeignetste, denn die Wirksamkeit wird mit Mangelerscheinungen erkauft.
Wer entscheidet über die angewandte Technik? Der Chirurg schlägt sie aufgrund Ihres Dossiers vor, und die Entscheidung wird gemeinsam mit Ihnen getroffen. Er muss Ihnen erklären, weshalb er eine Technik einer anderen vorzieht.
Kann ich dem Chirurgen eine Technik vorschreiben? Sie können eine Präferenz äussern, doch ein seriöser Chirurg lehnt eine Technik ab, die er für Sie als ungeeignet oder gefährlich erachtet. Das Gespräch sollte sich um seine Argumente drehen.
Weshalb ist der Reflux bei der Wahl so wichtig? Weil der Schlauchmagen ihn verstärken kann, während der Roux-en-Y-Bypass ihn behandelt. Ein ausgeprägter Reflux spricht fast immer für den Bypass.
Welche Technik bei insulinpflichtigem Diabetes? Der Roux-en-Y-Bypass oder der Mini-Bypass werden in der Regel bevorzugt, da ihre metabolische Wirkung stärker ist. In den schwersten Fällen können distale Umleitungen besprochen werden.
Welche Technik bei einem BMI von 55? Oft eine Strategie in zwei Schritten, mit einem Schlauchmagen und bei Bedarf einem zweiten Eingriff, oder je nach Profil gleich eine wirksamere Technik. Die Vorbereitung dauert länger.
Welche Technik, wenn ich nach einer Transplantation Medikamente gegen Abstossung nehme? Der Schlauchmagen wird oft bevorzugt, da er die Aufnahme von Medikamenten weniger verändert. Die Entscheidung wird mit dem Transplantationsteam getroffen.
Welche Technik, wenn ich regelmässig entzündungshemmende Medikamente brauche? Eher der Schlauchmagen, da entzündungshemmende Medikamente nach einem Bypass oder Mini-Bypass zu einem schweren Geschwür führen können.
Welche Technik, wenn ich viel Süsses esse? Der Bypass hilft oft dank des Dumpings, das Süssigkeiten unangenehm macht. Eine Arbeit an der Ernährung bleibt unabhängig von der Technik unerlässlich.
Welche Technik, wenn ich den ganzen Tag nasche? Keine Technik verhindert das Naschen. Dieses Verhalten muss vor und nach dem Eingriff mit einer Ernährungsberaterin oder einem Psychologen bearbeitet werden.
Welche Technik für eine Frau mit Kinderwunsch? Schlauchmagen und Roux-en-Y-Bypass werden in der Regel den distalen Umleitungen vorgezogen, die in der Schwangerschaft ein höheres Risiko für Mangelerscheinungen bergen.
Welche Technik bei Morbus Crohn? Meist der Schlauchmagen, der den Darm nicht verändert. Umleitungen sind in der Regel kontraindiziert.
Kann man die Meinung zur Technik kurz vor der Operation ändern? Ja, solange der Eingriff nicht stattgefunden hat. Besser ist es jedoch, sich im Vorfeld Zeit für das Gespräch zu nehmen, während der Prüfung des Dossiers und der Telekonsultation.
Sind die Techniken in der Schweiz und in Istanbul dieselben? Die Standardtechniken sind dieselben. Gewisse in der Schweiz weniger verbreitete Varianten werden in der Türkei häufiger durchgeführt; sie sollten mit Vorsicht besprochen werden.
Ist eine neuere Technik besser? Nicht unbedingt. In der Adipositaschirurgie zählen vor allem die Langzeitergebnisse, und neue Techniken haben davon naturgemäss weniger.
Was ist ein Magenbypass? Ein Eingriff, der im oberen Teil des Magens einen kleinen Pouch bildet und ihn direkt mit dem Dünndarm verbindet, wobei der restliche Magen und der Anfang des Darms umgangen werden.
Wird bei einem Bypass ein Teil des Magens entfernt? Nein. Der ausgeschaltete Magen bleibt an Ort und Stelle, doch die Nahrung passiert ihn nicht mehr. Er produziert weiterhin Verdauungssäfte, die weiter unten in den Darm gelangen.
Wie viel Gewicht verliert man mit einem Bypass? Im Durchschnitt rund 30 % des Ausgangsgewichts nach ein bis zwei Jahren, mit einer leichten Wiederzunahme bei einem Teil der Patienten.
Heilt der Bypass den Diabetes? Er führt oft zu einer Remission, vor allem bei kürzlich aufgetretenem Diabetes. Man spricht eher von Remission als von Heilung, da der Diabetes Jahre später wieder auftreten kann.
Was ist das Dumping-Syndrom? Ein Unwohlsein nach einer süssen oder fettreichen Mahlzeit bei Personen mit Bypass: Schwitzen, Herzklopfen, Schwäche, Krämpfe, manchmal Durchfall. Man beugt ihm vor, indem man schnell verfügbaren Zucker meidet.
Ist das Dumping gefährlich? Das Frühdumping ist unangenehm, aber selten gefährlich. Späte Unterzuckerungen können dagegen Schwächeanfälle oder sogar Bewusstlosigkeit verursachen und müssen gemeldet werden.
Was ist eine innere Hernie nach einem Bypass? Das Durchtreten einer Darmschlinge durch eine bei der Operation entstandene Lücke. Sie kann einen Darmverschluss verursachen und ist ein chirurgischer Notfall, selbst Jahre nach der Operation.
Wie erkennt man eine innere Hernie? An starken Bauchschmerzen, oft anfallsartig nach den Mahlzeiten oder nachts, manchmal begleitet von Übelkeit oder Erbrechen. Suchen Sie notfallmässig ärztliche Hilfe und weisen Sie auf den Bypass hin.
Was ist ein Anastomosenulkus? Ein Geschwür an der Verbindung zwischen Magenpouch und Darm. Es wird durch Rauchen und entzündungshemmende Medikamente begünstigt und kann Schmerzen und Blutungen verursachen.
Kann der ausgeschaltete Magen nach einem Bypass noch gespiegelt werden? Nicht auf dem üblichen Weg. Der ausgeschaltete Magen ist mit einer klassischen Magenspiegelung nicht mehr zugänglich, was eine sorgfältige Abklärung vor der Operation rechtfertigt.
Lässt der Bypass den Reflux verschwinden? Bei der grossen Mehrheit der Patienten ja. Das ist einer der Gründe, weshalb er bei Reflux dem Schlauchmagen vorgezogen wird.
Darf man nach einem Bypass Alkohol trinken? Alkohol wird sehr rasch aufgenommen, und seine Wirkung ist deutlich stärker. Das Abhängigkeitsrisiko steigt. Er sollte die Ausnahme bleiben und nur in sehr kleinen Mengen getrunken werden.
Weshalb wird Vitamin B12 nach einem Bypass gespritzt? Weil seine Aufnahme einen vom Magen gebildeten Faktor erfordert, der grösstenteils umgangen wird. Tabletten in sehr hoher Dosierung sind eine mögliche Alternative.
Wirken Medikamente nach einem Bypass schwächer? Manche ja, insbesondere Retardformen und bestimmte psychiatrische, hormonelle oder gerinnungshemmende Medikamente. Weisen Sie bei jeder Verschreibung auf Ihren Bypass hin.
Bleibt die Pille nach einem Bypass wirksam? Ihre Wirksamkeit kann verringert sein. Eine Spirale, ein Hormonimplantat oder ein Vaginalring werden oft empfohlen.
Ist der Bypass umkehrbar? Technisch möglich, aber selten durchgeführt, da aufwendig. Er sollte als endgültiger Eingriff betrachtet werden.
Wie lange bleibt man für einen Bypass in Istanbul? In der Regel sieben bis neun Tage, davon zwei bis vier Nächte im Spital.
Muss man nach einem Bypass mit Durchfall rechnen? Nicht zwingend. Er tritt vor allem nach süssen, fettreichen oder laktosereichen Mahlzeiten auf und nimmt mit angepasster Ernährung ab.
Kann man nach einem Bypass Nierensteine bekommen? Das Risiko für Oxalatsteine ist nach Umleitungsoperationen leicht erhöht. Ausreichendes Trinken und eine angepasste Ernährung verringern es.
Ist der Bypass riskanter als der Schlauchmagen? Das unmittelbare Operationsrisiko ist ähnlich. Der Bypass birgt spezifische Spätkomplikationen wie die innere Hernie und das Geschwür, während der Schlauchmagen eher zu Reflux führt.
Wie funktioniert ein Omega-Bypass? Ein Bypass mit einer einzigen Verbindung zwischen einem länglichen Magenpouch und dem Darm, weiter unten als beim Roux-en-Y-Bypass. Er wird auch Mini-Bypass oder OAGB genannt.
Ist der Mini-Bypass wirksamer als der Roux-en-Y-Bypass? Er bewirkt einen gleich grossen oder leicht grösseren Gewichtsverlust, um den Preis eines höheren Risikos für Mangelerscheinungen und Gallenreflux.
Was ist Gallenreflux? Das Aufsteigen von Galle in Magen und Speiseröhre. Er kann nach einem Mini-Bypass auftreten und Brennen sowie Entzündungen verursachen, die manchmal durch eine Umwandlung in einen Roux-en-Y-Bypass behandelt werden.
Ist der Mini-Bypass anerkannt? Ja, er ist vom internationalen Verband für Adipositaschirurgie als Standardeingriff anerkannt, mit inzwischen umfangreicher Langzeiterfahrung.
Welche Schlingenlänge bei einem Mini-Bypass? Meist zwischen 150 und 200 Zentimetern. Eine zu lange Schlinge erhöht das Risiko einer Mangelernährung; fragen Sie den Chirurgen, was er vorsieht.
Worin besteht eine SADI-S-Umleitung? Ein Eingriff, der einen Schlauchmagen mit einer direkten Verbindung zwischen dem Zwölffingerdarm und dem Ende des Dünndarms kombiniert. Er ist sehr wirksam auf Gewicht und Diabetes.
Für wen eignet sich der SADI-S? Vor allem bei einem BMI über 50, schwerem Diabetes und ungenügendem Gewichtsverlust nach einem Schlauchmagen, bei Patienten, die eine konsequente Ernährungsnachsorge einhalten können.
Verursachen distale Umleitungen Durchfall? Sie können häufigere, fettige und übelriechende Stühle verursachen, vor allem nach fettreichen Mahlzeiten.
Welche Mangelerscheinungen nach einem SADI-S? Insbesondere Eisen, Kalzium, Vitamin D, die Vitamine A, E und K, Zink, Kupfer und Proteine. Die Supplementierung ist wichtig und die Kontrollen sind häufig, lebenslang.
Was ist die Transit-Bipartition? Eine Variante, die den Schlauchmagen um eine Verbindung zwischen Magen und unterem Darm ergänzt, wobei die Passage durch den Zwölffingerdarm erhalten bleibt. Sie ist weniger gut untersucht als die Standardtechniken.
Kann man einen SADI-S im Ausland durchführen lassen? Das ist mit einem sehr erfahrenen Team möglich, aber nur, wenn vor der Abreise eine spezialisierte Ernährungsnachsorge in der Schweiz organisiert ist.
Wird das Magenband noch eingesetzt? Als Ersteingriff nur noch sehr selten, da seine Langzeitergebnisse für viele Patienten enttäuschend sind und es oft wieder entfernt werden muss.
Weshalb wurden so viele Magenbänder entfernt? Wegen ungenügenden Gewichtsverlusts, Erbrechen, Reflux und mechanischer Komplikationen wie Verrutschen oder Einwandern des Bandes in den Magen.
Ich habe seit fünfzehn Jahren ein Magenband und alles ist in Ordnung: Muss es entfernt werden? Nein, wenn Sie weder Symptome noch eine Gewichtszunahme haben. Eine regelmässige Kontrolle bleibt empfehlenswert, im Zweifelsfall mit einer Magenspiegelung oder einer Röntgenuntersuchung.
Bei welchen Symptomen sollte man mit einem Magenband ärztlichen Rat einholen? Häufiges Erbrechen, Schluckbeschwerden, Sodbrennen, Schmerzen, eine Infektion um den Port oder eine rasche Gewichtszunahme.
Kann man ein Magenband selbst lockern? Nein. Die Einstellung erfolgt durch eine Punktion des Ports unter der Haut, die von einem Arzt durchgeführt wird, oft unter Röntgenkontrolle.
Was wird nach der Entfernung eines Magenbands vorgeschlagen? Meist eine Umwandlung in einen Bypass, manchmal in einen Schlauchmagen, in einem oder zwei Schritten je nach Zustand des Magens.
Weshalb wird nach einem Magenband oft der Bypass bevorzugt? Weil ein Schlauchmagen an einem durch das Band veränderten Magen ein höheres Risiko für eine Fistel birgt und Reflux bei diesen Patienten häufig ist.
Erfolgen Entfernung des Magenbands und Umwandlung gleichzeitig? Oft ja. Ist der Magen stark verändert oder entzündet, entfernt der Chirurg das Band unter Umständen zuerst und nimmt die Umwandlung einige Monate später vor.
Wie lange dauert der Aufenthalt für eine Umwandlung nach Magenband? In der Regel acht bis zwölf Tage in Istanbul, je nach Art der Umwandlung und Ihrem Verlauf.
Ist der Magenballon eine Operation? Nein: Er wird über die natürlichen Wege in den Magen eingeführt, mit einem Endoskop oder, bei einem Modell, durch Schlucken wie eine Kapsel. Es wird kein Schnitt gesetzt.
Wie viele Kilos verliert man mit einem Magenballon? Im Durchschnitt 8 bis 12 % des Ausgangsgewichts während der Behandlungsdauer, mit häufiger teilweiser Wiederzunahme nach der Entfernung.
Wie lange bleibt ein Magenballon im Magen? Rund vier Monate beim schluckbaren Modell, sechs bis zwölf Monate bei den endoskopisch eingesetzten Modellen.
Ist der Magenballon schmerzhaft? Die ersten Tage sind oft von Übelkeit, Erbrechen und Krämpfen geprägt, die mit Medikamenten behandelt werden. Die meisten Patienten gewöhnen sich innerhalb einer Woche daran.
Kann man den Magenballon in der Schweiz entfernen lassen? Erfordert die Entfernung eine Endoskopie, kann sie von einem Gastroenterologen in der Schweiz durchgeführt werden, sofern dies vor dem Einsetzen abgeklärt wurde.
Kann der Magenballon platzen? Das ist selten. Manche Ballone enthalten einen Farbstoff, der bei einem Leck den Urin verfärbt, ein Zeichen, dass Sie ärztlichen Rat einholen und ihn entfernen lassen müssen.
Kann man vor einer Operation einen Magenballon einsetzen? Ja, bei manchen Patienten mit sehr hohem Gewicht, um das Risiko eines späteren Eingriffs zu verringern.
Was ist die endoskopische Gastroplastik? Eine Technik, die den Magen mit von innen gesetzten Nähten mithilfe eines Endoskops verkleinert, ohne etwas zu entfernen.
Ist die endoskopische Gastroplastik so wirksam wie ein Schlauchmagen? Nein, sie bewirkt im Durchschnitt einen Gewichtsverlust von 13 bis 18 %, gegenüber 25 bis 30 % bei einem Schlauchmagen, ist aber weniger invasiv.
Halten die Nähte einer endoskopischen Gastroplastik? Sie können sich mit der Zeit lockern, was die Gewichtszunahme bei manchen Patienten teilweise erklärt. Die Langzeiterfahrung ist noch begrenzt.
Wie lange bleibt man für einen Magenballon in Istanbul? In der Regel drei bis vier Tage, um die Phase der Übelkeit unter guten Bedingungen zu überstehen.
Sind Abnehmspritzen in der Schweiz erhältlich? Ja, mehrere Medikamente sind zugelassen. Manche können unter strengen Bedingungen vergütet werden; klären Sie dies mit Ihrem Arzt ab.
Welcher Gewichtsverlust mit Semaglutid? In grossen Studien rund 15 % des Gewichts im Durchschnitt, über etwas mehr als ein Jahr, mit starken individuellen Unterschieden.
Und mit Tirzepatid? In den Studien bis zu rund 20 % des Gewichts im Durchschnitt bei den höchsten Dosen, mit vergleichbaren Verdauungsbeschwerden.
Was geschieht nach dem Absetzen der Spritzen? Ein grosser Teil des verlorenen Gewichts wird in der Regel im Jahr nach dem Absetzen wieder zugenommen, was oft eine längerfristige Behandlung voraussetzt.
Lassen sich Medikamente und Chirurgie kombinieren? Ja. Medikamente können einen Eingriff bei Patienten mit sehr hohem Gewicht vorbereiten oder einen ungenügenden Gewichtsverlust nach einer Operation ergänzen.
Führen Medikamente gegen Adipositas zu Muskelverlust? Wie jeder rasche Gewichtsverlust teilweise ja. Eine ausreichende Proteinzufuhr und regelmässige körperliche Aktivität begrenzen diesen Verlust.
Sind Medikamente der Chirurgie vorzuziehen? Das hängt vom Schweregrad der Adipositas und ihren Komplikationen ab. Bei einem BMI zwischen 30 und 35 sind sie oft die erste Option; über 40 bleibt die Chirurgie im Durchschnitt wirksamer.
Weshalb die Spritzen vor einer Narkose absetzen? Weil sie die Magenentleerung verlangsamen, was das Risiko einer Aspiration während der Narkose erhöht. Abgesetzt wird in der Regel eine Woche vorher.
Seit wann vergütet die Grundversicherung (KVG) die bariatrische Chirurgie ab einem BMI von 35? Seit 2011. Zuvor lag die Schwelle bei 40.
Was ist ein SMOB-Referenzzentrum? Ein von der Schweizer Fachgesellschaft anerkanntes Zentrum, das neben den üblichen Eingriffen auch komplexe Situationen, die höchsten BMI-Werte und Revisionen behandelt.
Wie weist man zwei Jahre Abnehmbehandlung nach? Mit medizinischen Unterlagen: Ernährungsberatungen, absolvierte Programme, verschriebene Medikamente, von Ihrem Arzt dokumentierte Gewichtskurve. Deshalb lohnt es sich, seine Bemühungen zu dokumentieren.
Was tun, wenn meine Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnt? Eine schriftliche Verfügung verlangen, innerhalb der Frist von dreissig Tagen mit ergänzenden Unterlagen Einsprache erheben und bei Bedarf Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht einreichen.
Kann mir der Ombudsman der Krankenversicherung helfen? Ja, er berät Versicherte kostenlos und kann bei einem Streit mit einer Krankenkasse vermitteln.
Wird ein chirurgischer Revisionseingriff in der Schweiz vergütet? Unter bestimmten Bedingungen ja, wenn er medizinisch begründet ist und in einem zugelassenen Zentrum durchgeführt wird. Ein vorgängiges Gesuch an die Krankenkasse ist nötig.
Werden meine in der Schweiz durchgeführten Voruntersuchungen in Istanbul anerkannt? Ja. Sie werden an das Operationsteam weitergeleitet, das weitere verlangen oder einzelne vor Ort wiederholen kann.
Wird mich das Schweizer Zentrum betreuen, wenn ich mich im Ausland operieren lasse? Viele Adipositas-Sprechstunden betreuen auch anderswo operierte Patienten, insbesondere bei der Ernährungsnachsorge. Erkundigen Sie sich vor der Abreise.
Ist die Wartezeit in der Schweiz lang? Sie variiert je nach Zentrum und Region. Zwischen der ersten Konsultation und dem Eingriff vergehen wegen des Vorbereitungsprogramms häufig mehrere Monate.
Kann man die Meinung eines Schweizer Zentrums einholen und sich dann in Istanbul operieren lassen? Ja, das ist sogar ein sinnvolles Vorgehen: Die Einschätzung eines interdisziplinären Schweizer Teams hilft Ihnen bei Ihrer Entscheidung, wie auch immer sie ausfällt.
Weshalb ist die Türkei zu einem Reiseziel für bariatrische Chirurgie geworden? Wegen der Erfahrung grosser Teams, die zahlreiche einheimische und internationale Patienten operieren, kurzer Wartezeiten und tieferer Kosten als in Westeuropa.
Werden die Spitäler in Istanbul kontrolliert? Sie müssen vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassen sein, und die Behandlung ausländischer Patienten setzt eine spezielle Bewilligung für Gesundheitstourismus voraus. Viele sind zudem von der Joint Commission International akkreditiert.
Genügt die JCI-Akkreditierung als Qualitätsgarantie? Nein, sie ist ein nützlicher Hinweis auf Organisation und Sicherheit, doch die Erfahrung des Chirurgen und des bariatrischen Teams bleibt entscheidend.
Wie prüft man die Erfahrung eines bariatrischen Chirurgen? Fragen Sie nach seiner jährlichen Anzahl Eingriffe pro Technik, seinen Komplikationsraten, seiner Erfahrung mit Revisionen und seiner Mitgliedschaft in Fachgesellschaften.
Weshalb ist eine Intensivstation unerlässlich? Weil bestimmte Komplikationen, etwa eine starke Blutung oder eine Fistel, eine Überwachung und Behandlungen erfordern, die nur eine solche Station gewährleisten kann.
Weshalb ist eine Endoskopie-Abteilung wichtig? Viele Komplikationen, etwa eine Fistel oder eine Stenose, werden heute endoskopisch behandelt, ohne erneute Operation. Ihr Vorhandensein vor Ort ist ein echtes Sicherheitsmerkmal.
Sind Online-Bewertungen zuverlässig? Mit Vorsicht zu geniessen. Viele sind erbeten oder ausgewählt. Objektive Kriterien wie das Team, die Ausstattung der Klinik und die Nachbetreuung sind zuverlässiger als Sterne.
Wie erkennt man ein riskantes Angebot? Fehlender Name des Chirurgen, sehr kurzer Aufenthalt, Indikation ohne Fragebogen, unerklärter Preis, Verkaufsdruck und fehlender Nachsorgeplan sind Warnsignale.
Werden ausländische Patienten von denselben Chirurgen operiert wie türkische Patienten? In seriösen Einrichtungen ja. Prüfen Sie, dass der Chirurg, der Sie operiert, auch jener ist, der im Angebot genannt wird.
Ist die Ausstattung dieselbe wie in der Schweiz? In den grossen Spitälern ja: Laparoskopie-Türme, Klammernahtgeräte und Verbrauchsmaterial stammen von denselben internationalen Herstellern.
Sollte man Billigangeboten misstrauen? Ja. Gespart wird oft an dem, was man nicht sieht: Überwachung, Aufenthaltsdauer, Anwesenheit des Anästhesisten, Nachbetreuung. In der Adipositaschirurgie sind genau diese Posten wesentlich.
Was geschieht bei einer Komplikation während des Aufenthalts? Sie wird vom Team übernommen, das Sie operiert hat. Die Bedingungen, insbesondere die finanziellen, müssen im Angebot schriftlich festgehalten sein.
Wann kann man nach einem Bypass wieder arbeiten? In der Regel nach zwei bis vier Wochen bei Büroarbeit, später bei körperlicher Arbeit oder Schichtarbeit.
Kann man nach einer bariatrischen Operation Nachtarbeit leisten? Das ist möglich, doch die Organisation von Mahlzeiten und Trinken ist schwieriger. Ein angepasster Plan mit einer Ernährungsberaterin ist hilfreich.
Kann man wieder einen körperlich anstrengenden Beruf ausüben? Ja, nach der Wundheilung und einer schrittweisen Steigerung der Aktivität, in der Regel nach vier bis sechs Wochen, mit dem Einverständnis des Arztes.
Verbessert die bariatrische Chirurgie die Arbeitsfähigkeit? Oft, mit weniger Müdigkeit, weniger Schmerzen und weniger krankheitsbedingten Absenzen. Manche Patienten nehmen Tätigkeiten wieder auf, die ihnen unmöglich geworden waren.
Welche Sportarten eignen sich im ersten Jahr? Gehen, Velofahren, Schwimmen, Wassergymnastik und schrittweiser Muskelaufbau. Kontaktsportarten und schwere Lasten müssen bis zum Abschluss der Wundheilung warten.
Kann man im Winter nach der Operation Ski fahren? Oft ja, wenn der Eingriff mehr als zwei bis drei Monate zurückliegt und die körperliche Verfassung es erlaubt. Nehmen Sie Wasser und Zwischenmahlzeiten mit.
Wie geht man mit Geschäftsessen um? Wählen Sie eine Vorspeise oder eine kleine Portion, essen Sie langsam, trinken Sie Wasser ausserhalb der Mahlzeit und fühlen Sie sich nicht verpflichtet, Ihre Wahl zu rechtfertigen.
Kann man noch mit der Familie ins Restaurant gehen? Selbstverständlich. Kinderteller oder ein geteiltes Gericht sind praktische Lösungen, und Reste mitzunehmen ist heute üblich.
Verändert die Operation den Schlaf? Der Schlaf verbessert sich oft, insbesondere dank des Rückgangs der Schlafapnoe. Bei manchen Patienten kann es zu nächtlichem Erwachen durch Reflux oder Hunger kommen.
Sollte man die Garderobe rasch anpassen? Das Gewicht verändert sich in den ersten Monaten schnell. Kaufen Sie besser jeweils nur wenige Kleidungsstücke oder greifen Sie auf Secondhand- oder Tauschangebote zurück.
Ist es normal, sich nach der Operation traurig zu fühlen? Momente der Traurigkeit, Müdigkeit oder des Zweifels sind in den ersten Wochen häufig. Halten sie an oder verstärken sie sich, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Wie geht man mit dem Verlust der Freude am Essen um? Indem man andere Quellen für Freude und Trost findet und den Geschmack von Lebensmitteln in kleinen Mengen neu entdeckt. Eine psychologische Begleitung kann helfen.
Mein Partner ist besorgt: Wie kann ich ihn beruhigen? Beziehen Sie ihn von Anfang an in das Vorhaben ein, bei einer Konsultation oder beim Aufenthalt, und sprechen Sie offen über die erwarteten Veränderungen.
Kann die Operation eine Partnerschaft belasten? Studien zeigen nach der Operation mehr Trennungen und neue Partnerschaften. Gespräche und bei Bedarf eine Paarberatung helfen, diese Veränderungen zu bewältigen.
Wie spreche ich mit meinen Kindern über die Operation? Einfach, indem Sie erklären, dass es sich um eine Behandlung für Ihre Gesundheit handelt. Vermeiden Sie es, die Familienmahlzeiten zum Diätthema zu machen.
Muss ich meinem Arbeitgeber von der Operation erzählen? Dazu sind Sie nicht verpflichtet. Das Arztzeugnis nennt die Art des Eingriffs nicht.
Weshalb sehe ich mich immer noch dick? Das Körperbild braucht Zeit, um sich an eine rasche Veränderung anzupassen. Diese Diskrepanz ist häufig; sie nimmt mit der Zeit und manchmal mit Begleitung ab.
Kann mich ein Schweizer Psychologe nach einer Operation im Ausland begleiten? Ja, problemlos. Der Ort des Eingriffs ändert nichts an der psychologischen Betreuung.
Ist eine Schwangerschaft nach einem Bypass möglich? Ja, nach mindestens zwölf bis achtzehn Monaten und einer Stabilisierung des Gewichts, mit verstärkter Supplementierung und koordinierter Betreuung.
Ist der Test auf Schwangerschaftsdiabetes nach einem Bypass derselbe? Nein. Der klassische Test mit einem Zuckergetränk kann ein Dumping auslösen; es werden andere Methoden zur Blutzuckerüberwachung eingesetzt.
Sind Mangelerscheinungen in der Schwangerschaft gefährlicher? Ja, insbesondere bei Eisen, Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin D. Eine Abklärung vor der Empfängnis und während der Schwangerschaft ist unerlässlich.
Kann während der Schwangerschaft eine innere Hernie auftreten? Das ist selten, aber möglich, da die Gebärmutter den Darm verschiebt. Starke Bauchschmerzen müssen immer gemeldet werden, unter Hinweis auf den Bypass.
Welche Verhütung nach einem Mini-Bypass? Methoden, die nicht von der Aufnahme im Verdauungstrakt abhängen, wie Spirale, Hormonimplantat oder Vaginalring, werden in der Regel empfohlen.
Ist Stillen mit einer Umleitungsoperation vereinbar? Ja, mit fortgesetzter und angepasster Supplementierung und einer Überwachung der Versorgung der Mutter.
Weshalb ist der Aufenthalt bei einem Bypass länger als bei einem Magenballon? Weil eine Operation mit Anastomosen eine Überwachung über mehrere Tage erfordert, in denen die meisten Frühkomplikationen auftreten.
Sollte man sein Blutzuckermessgerät mitnehmen? Ja, wenn Sie Diabetiker sind, mit genügend Sensoren oder Teststreifen und Ihrem Plan zur Anpassung der Behandlung.
Sollte man sein Gerät gegen Schlafapnoe mitnehmen? Ja, unbedingt. Es wird ab der ersten Nacht nach dem Eingriff verwendet.
Werden die Spritzen zur Gerinnungshemmung zur Verfügung gestellt? Die Dosen für den Spitalaufenthalt werden bereitgestellt. Jene, die nach dem Austritt fortgesetzt werden müssen, werden verschrieben, und man zeigt Ihnen, wie Sie sie sich selbst verabreichen.
Eignen sich die Mahlzeiten im Hotel nach der Operation? Nicht während der Flüssigphase. Bouillon, Proteingetränke und erlaubte Flüssigkeiten werden Ihnen genannt; ein kleiner Kühlschrank im Zimmer ist nützlich.
Darf man während des Aufenthalts rauchen? Nein. Rauchen ist vor und nach dem Eingriff verboten, insbesondere nach einer Umleitungsoperation wegen des Geschwürrisikos.
Sieht der Chirurg den Patienten vor dem Austritt? Ja, das Operationsteam führt vor dem Austritt aus dem Spital und erneut vor der Abreise eine Kontrolle durch.
Was tun, wenn ich kurz danach aus anderen Gründen fliegen muss? Warten Sie mindestens einige Wochen und holen Sie die Meinung des Teams ein. Die Regeln zur Thromboseprophylaxe gelten bei jedem Flug.
Was ist ein bariatrischer Revisionseingriff? Ein erneuter Eingriff nach einer ersten Adipositasoperation, um eine Komplikation oder ein ungenügendes Ergebnis zu behandeln.
Wie viele Patienten brauchen einen Revisionseingriff? Ein nicht unerheblicher Teil der Operierten, abhängig von der ursprünglichen Technik: hoch nach einem Magenband, geringer nach einem Bypass, dazwischen nach einem Schlauchmagen.
Kann man einen Schlauchmagen in einen Bypass umwandeln? Ja, das ist die häufigste Revision nach einem Schlauchmagen, insbesondere bei schwerem Reflux, den sie in der grossen Mehrheit der Fälle behebt.
Bewirkt ein Revisionseingriff ebenso viel Gewichtsverlust wie ein Ersteingriff? Im Durchschnitt nicht. Der Gewichtsverlust nach einer Revision ist in der Regel geringer als nach einer ersten Operation.
Ist ein Revisionseingriff riskanter? Ja. Verwachsungen und bereits operiertes Gewebe erhöhen das Risiko einer Fistel und einer Blutung sowie die Operationsdauer.
Welche Untersuchungen vor einem Revisionseingriff? Eine Magenspiegelung, eine Röntgenuntersuchung oder ein CT der Anatomie, eine vollständige Labor- und Ernährungsabklärung sowie die Berichte der früheren Eingriffe.
Ich habe den Bericht meiner ersten Operation nicht mehr: Ist das schlimm? Es erschwert die Vorbereitung. Verlangen Sie ihn beim Spital, das Sie operiert hat; andernfalls lässt sich die Anatomie mit Bildgebung und Endoskopie rekonstruieren.
Welche Revisionen sind nach einem Bypass möglich? Ein Bypass kann revidiert werden, indem der Pouch oder die Anastomose verkleinert wird, manchmal endoskopisch, oder indem die Umleitung verlängert wird, mit höheren Ernährungsrisiken.
Muss bei einer Gewichtszunahme immer erneut operiert werden? Nein. Eine verstärkte Ernährungs- und psychologische Betreuung, körperliche Aktivität und ein Medikament vom Typ GLP-1 werden oft vorgeschlagen, bevor eine Revision in Betracht gezogen wird.
Ist Istanbul ein gutes Reiseziel für einen Revisionseingriff? Die grossen Zentren in Istanbul führen viele Revisionen durch. Das ist ein Vorteil, wenn der Chirurg eine spezifische und dokumentierte Erfahrung mit diesen Eingriffen hat.
Wie lange bleibt man nach einem Revisionseingriff in Istanbul? In der Regel acht bis zwölf Tage, je nach Komplexität des Eingriffs und Verlauf manchmal länger.
Ist ein endoskopischer Revisionseingriff möglich? In bestimmten Fällen nach einem Bypass kann die erweiterte Anastomose endoskopisch verengt werden. Diese Option ist weniger invasiv, aber auch weniger wirksam.
Womit beginne ich, wenn ich eine Adipositasoperation in Istanbul in Betracht ziehe? Mit einem Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt und einer Prüfung Ihrer Anspruchsberechtigung in der Schweiz, dann mit dem Einsenden Ihres medizinischen Fragebogens für eine kostenlose Einschätzung.
Wie viel Zeit vergeht zwischen dem ersten Kontakt und dem Eingriff? In der Regel zwei bis drei Monate, um die Abklärung in der Schweiz durchzuführen, allfällige Mangelerscheinungen zu korrigieren und den Eingriff vorzubereiten.
Ist eine Telekonsultation mit dem Chirurgen vorgesehen? Ja, eine Video-Telekonsultation mit Dolmetscher ermöglicht es, die empfohlene Technik und Ihre Fragen vor jeder Verpflichtung zu besprechen.
Wer organisiert die Flüge? Sie buchen Ihre Flüge, in der Regel ab Genf, Zürich oder Basel-Mulhouse; Ihre Beraterin nennt Ihnen die passenden Daten und Zeiten und organisiert die Transfers vor Ort.
Werden die Berichte übersetzt? Ja, die wichtigen medizinischen Dokumente erhalten Sie auf Französisch, zusammen mit dem Original.
Erhält meine Hausärztin oder mein Hausarzt Informationen? Wenn Sie es wünschen, werden ihr oder ihm ein Nachsorgeplan und die Berichte übermittelt, mit der Liste der empfohlenen Laboruntersuchungen.
Kann ich im Spital begleitet werden? Ja. Eine Begleitperson kann oft in Ihrem Zimmer bleiben und das Hotel mit Ihnen teilen; diese Bedingungen sind im Angebot aufgeführt.
Wie verläuft die Kommunikation mit dem medizinischen Team vor Ort? Die wichtigen Gespräche werden von einem Dolmetscher begleitet, damit Ihre Fragen verstanden werden. Das Personal spricht in der Regel Englisch.
Was tun, wenn ich kurz vor der Abreise krank werde? Informieren Sie Ihre Beraterin. Eine Infektion, selbst eine harmlose, kann eine Verschiebung rechtfertigen; die Bedingungen dafür sind im Angebot geregelt.
Kann ich Adipositaschirurgie und Schönheitschirurgie im selben Aufenthalt kombinieren? Nein. Die Körperstraffung erfolgt nach Stabilisierung des Gewichts, in der Regel achtzehn bis vierundzwanzig Monate nach dem bariatrischen Eingriff.
An wen wende ich mich bei einem Problem nach der Rückkehr? Im Notfall an die 144 oder die nächste Notfallstation; bei Fragen zum Eingriff an das Team in Istanbul über Ihre Beraterin; für die laufende Nachbetreuung an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.
Ist die Nachbetreuung aus der Ferne inbegriffen? Die Nachbetreuung aus der Ferne durch das Operationsteam ist Teil unserer Pauschalen, nach einem im Angebot festgelegten Zeitplan.
Unterscheidet sich die Nachbetreuung je nach Technik? Ja. Je stärker die Technik auf Malabsorption beruht, desto engmaschiger müssen die Laborkontrollen und desto konsequenter die Supplementierung sein.
Welche Laboruntersuchungen sollte man jährlich verlangen? Blutbild, Eisen und Ferritin, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, Kalzium, Parathormon, Albumin, Nieren- und Leberwerte sowie je nach Technik Zink, Kupfer und fettlösliche Vitamine.
Weshalb das Parathormon bestimmen? Weil ein erhöhtes Parathormon oft auf einen Mangel an Kalzium oder Vitamin D hinweist, der die Knochen langfristig schwächt.
Muss Kalzium in einer bestimmten Form eingenommen werden? Nach einer Umleitungsoperation wird oft Kalziumcitrat bevorzugt, da es ohne Magensäure besser aufgenommen wird.
Ist eine Knochendichtemessung nötig? Sie kann einige Jahre nach dem Eingriff vorgeschlagen werden, vor allem bei Frauen nach der Menopause und nach einer Umleitungsoperation.
Wird Laktose nach einem Bypass schlecht vertragen? Bei manchen Patienten ja. Joghurt, gereifter Käse und laktosefreie Milch werden oft besser vertragen.
Was ist eine Suchtverlagerung? Das Ersetzen des Essens durch ein anderes zwanghaftes Verhalten, etwa Alkohol oder Kaufsucht, das bei einer Minderheit der Patienten nach der Operation beobachtet wird.
Wie viele Minuten Sport pro Woche nach einer bariatrischen Operation? Mindestens hundertfünfzig Minuten moderate Aktivität, kombiniert mit zwei Einheiten Muskelaufbau, schrittweise eingeführt.
Sind Patientengruppen hilfreich? Sie ermöglichen den Austausch konkreter Erfahrungen, durchbrechen die Isolation und helfen, motiviert zu bleiben. Mehrere Schweizer Städte bieten solche Gruppen an.
Was tun, wenn ich meine Vitamine oft vergesse? Verknüpfen Sie die Einnahme mit einer festen täglichen Gewohnheit, stellen Sie eine Erinnerung auf Ihrem Telefon ein und verwenden Sie eine Pillendose. Melden Sie vergessene Einnahmen bei den Kontrollen Ihrem Arzt.
Können Unterzuckerungen nach einem Bypass noch Jahre später auftreten? Ja, sie treten manchmal ein bis mehrere Jahre nach dem Eingriff auf. Wiederholen sie sich, müssen sie von einer Endokrinologin abgeklärt werden.
Wann kann man nach einer Adipositasoperation eine Bauchdeckenstraffung in Betracht ziehen? Sobald das Gewicht seit mindestens sechs Monaten stabil ist, also meist eineinhalb bis zwei Jahre nach dem bariatrischen Eingriff.
Brauchen alle Operierten eine Hautstraffung? Nein. Das hängt von der Menge des verlorenen Gewichts, dem Alter, der Genetik und der Hautqualität ab. Viele Patienten kommen ohne aus.
Was ist ein Body Lift? Ein Eingriff, der nach einem massiven Gewichtsverlust die überschüssige Haut rund um die Taille entfernt: an Bauch, Flanken, Rücken und Gesäss.
Können mehrere Straffungsoperationen gleichzeitig erfolgen? Manche Kombinationen sind üblich, doch nach einem massiven Gewichtsverlust werden die Eingriffe oft auf mehrere Aufenthalte verteilt, um die Risiken zu begrenzen.
Hinterlässt die Körperstraffung Narben? Ja, lange Narben, die so weit wie möglich in unauffälligen Zonen liegen. Sie verblassen mit der Zeit, bleiben aber sichtbar.
Vergütet die Grundversicherung die Oberarmstraffung? Selten, da sie meist als ästhetisch gilt. Bestimmte Eingriffe am Bauch können nach medizinischen Kriterien übernommen werden.
Verändert sich das Gesicht nach einem starken Gewichtsverlust? Oft, mit Volumenverlust und erschlafften Wangen und Hals. Nach der Stabilisierung gibt es Lösungen wie den Eigenfetttransfer oder das Facelifting.
Ermöglicht der Gewichtsverlust das Einsetzen einer Hüftprothese? Er verringert das Risiko von Komplikationen der Prothese. Orthopäden verlangen bei Patienten mit schwerer Adipositas oft eine vorgängige Gewichtsabnahme.
Verbessert die Adipositaschirurgie das polyzystische Ovarialsyndrom? Oft, mit einer Rückkehr regelmässiger Zyklen und der Fruchtbarkeit, was in den ersten Monaten eine wirksame Verhütung erfordert.
Erzielen Männer dieselben Ergebnisse wie Frauen? Bei gleicher Nachbetreuung ja. Sie suchen oft später ärztlichen Rat, mit weiter fortgeschrittenen Komplikationen.
Verbessert die Operation den Testosteronspiegel beim Mann? Der Gewichtsverlust verbessert häufig den Testosteronspiegel, die Fruchtbarkeit und die Erektionsfähigkeit.
Kann man sich mit 20 Jahren operieren lassen? Ja, bei Erwachsenen, aber mit besonderen Überlegungen zur lebenslangen Nachbetreuung, zur Verhütung und zur Lebensplanung. Techniken mit starker Malabsorption werden in der Regel vermieden.
Muss ein Diabetiker seinen Blutzucker in Istanbul überwachen? Ja. Der Behandlungsbedarf sinkt nach der Operation rasch. Nehmen Sie Ihr Messgerät und einen schriftlichen Anpassungsplan Ihres Diabetologen mit.
Erübrigt eine Diabetesremission die augenärztliche Kontrolle? Nein. Bereits bestehende Schäden an Augen, Nieren oder Nerven müssen weiterhin überwacht werden.
Verhindert eine schwere Schlafapnoe den Eingriff? Nein, sie muss aber vorher behandelt werden, oft mit einem nächtlichen Beatmungsgerät, das Sie auch nach der Operation verwenden.
Kann man sich mit einer Herzinsuffizienz operieren lassen? Das hängt von ihrem Schweregrad ab. Eine eingehende kardiologische Abklärung ist nötig, und eine Behandlung in Wohnortnähe ist oft vorzuziehen.
Was kostet eine Adipositasoperation in Istanbul? Für Selbstzahler rund 50 % weniger als in einer Schweizer Privatklinik, über alle Techniken hinweg. Der genaue Preis hängt von der Technik und Ihrem Dossier ab.
Ist der Bypass in Istanbul teurer als der Schlauchmagen? Oft etwas, wegen eines etwas längeren Spitalaufenthalts und Aufenthalts. Die Unterschiede bleiben moderat.
Ist ein Magenballon viel günstiger als eine Operation? Ja, seine Kosten sind deutlich tiefer, doch auch seine Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit sind bei schwerer Adipositas viel geringer.
Ist Tunesien günstiger als Istanbul? Nein: Eine Pauschale in Tunesien kostet rund 30 % weniger als in einer Schweizer Privatklinik, gegenüber rund 50 % in Istanbul.
Kostet ein Revisionseingriff mehr als ein Ersteingriff? In der Regel ja, wegen seiner Komplexität, seiner Dauer und eines längeren Aufenthalts.
Ist die Nachbetreuung nach der Rückkehr im Preis inbegriffen? Die Nachbetreuung aus der Ferne durch das Operationsteam ist in unseren Pauschalen inbegriffen. Laboruntersuchungen und Konsultationen in der Schweiz laufen nach den üblichen Regeln über Ihre Versicherung.
Weshalb keine Preise in Franken angeben? Weil der Betrag von der Technik, Ihrem Profil und den gewählten Leistungen abhängt. Wir ziehen ein persönliches Angebot einem irreführenden Lockpreis vor.
Operiert Medespoir in eigenen Kliniken? Ja, Medespoir verfügt über Kliniken in Istanbul und in Tunesien, und jedes Angebot nennt den Chirurgen und die Einrichtung.
Kann Medespoir mir von einer Operation abraten? Ja. Wir tun dies, wenn uns die Indikation nicht gerechtfertigt erscheint, wenn die Schweiz besser geeignet ist oder wenn der Zeitpunkt nicht stimmt.
Wie erhalte ich eine kostenlose Einschätzung? Indem Sie unseren medizinischen Online-Fragebogen ausfüllen oder unsere Schweizer Nummer 0041 22 562 42 62 anrufen, die auch über WhatsApp erreichbar ist.
Kann ich ein Angebot für Istanbul und eines für Tunesien erhalten? Ja, wir können beide Angebote erstellen, damit Sie Technik, Team, Aufenthalt und Kosten vergleichen können.
Verpflichtet mich die Prüfung meines Dossiers zu etwas? Nein. Sie ist kostenlos und unverbindlich, und Sie können sich die nötige Zeit für Ihre Entscheidung nehmen.
Senden Sie uns Ihren medizinischen Fragebogen, Ihre aktuellen Laborwerte und, falls Sie bereits operiert wurden, Ihre Operationsberichte. Die Chirurgin oder der Chirurg analysiert Ihre Situation, nennt Ihnen die als am besten geeignet beurteilte Technik und die nötige Aufenthaltsdauer und lässt Ihnen ein detailliertes Angebot für Istanbul und, wenn Sie möchten, für Tunesien zukommen. Gegebenenfalls sagen wir Ihnen auch, ob eine Kostenübernahme in der Schweiz für Sie erreichbar scheint. Die Prüfung ist kostenlos und unverbindlich.
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